Klima Wandel
Tipps und News zum Thema Energiesparen. Denn durch den Klima-Wandel wandelt sich auch das Klima in unserer Gesellschaft. Umweltschutz und Energiesparen sind wichtiger denn je!
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BSH Bosch und Siemens Hausgeräte verlagern den Transport von der Strasse auf die Schiene
Würde ein Großteil des Güterverkehrs von der Straße auf die Schienen verlagert, könnte nicht nur eine Menge CO2 eingespart werden, mit weniger Lastwagen auf den Autobahnen und Bundesstraßen würde der Verkehr zudem auch deutlich sicherer und zahlreiche Staus würden vermieden. Trotz dieser Vorteile werden die meisten Güter immer noch per Lkw befördert, was vor allem deshalb so problematisch ist, da dieser Sektor seit Jahren weiter zunimmt. In einem bisher einzigartigen Klimaschutzprojekt geht das Unternehmen “BSH Bosch und Siemens Hausgeräte” jetzt einen neuen Weg: In der Vertriebs- und Produktionslogistik wird die Umstellung der Gütertransporte von der Straße auf die Schiene vorgenommen. Foto: FutureCamp Climate GmbH Das von der Münchner Unternehmensberatung FutureCamp Climate GmbH entwickelte und begleitete Projekt mit dem Titel “BSH Transportation Shift Project” wurde von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) als Joint-Implementation-Projekt (JI) am 5. Dezember 2011 amtlich genehmigt. Mit Unterstützung wurde das JI-Projekt von BSH als sogenanntes programmatisches Projekt (d.h. weitere Transportverlagerungen können während der Projektlaufzeit noch erfolgen) entwickelt und vom TÜV Süd geprüft. Ziel des innovativen Klimaschutzprojektes ist es, die Transportlogistik zukünftig - wo technisch und ökonomisch möglich - von der Straße auf die Schiene zu verlagern. “Das Projekt ‘BSH Transportation Shift Project’ ist ein besonders erwähnenswerter Projektansatz für deutsche und europäische Klimaschutzmaßnahmen, da die Verlagerung von Gütertransporten von der Straße auf die Schiene seit Jahren stagniert. Der Transportbereich nimmt einen relevanten Anteil der CO2-Emissionen innerhalb der EU ein - Tendenz steigend - vor allem für den Sektor Gütertransport per LKW, der seit Jahren zunimmt. Das JI-PoA von BSH ist das erste Projekt dieser Art in Europa”, unterstreicht Dr. Roland Geres, Geschäftsführer von FutureCamp. Die Projektinitiative steht ganz im Sinne der nachhaltigen Unternehmensstrategie von BSH, die auf Klimaschutz und Energieeffizienz setzt: “Wir freuen uns, da die formale Genehmigung des JI-Projektes eine Bestätigung für unsere Klimaeffizienz darstellt. Diese bezieht sich nicht auf unsere effizienten Produkte, die immer im besonderen Fokus von Endkonsumenten stehen und mit jeder Gerätegeneration verbessert werden, sondern für den von Endkonsumenten nicht sichtbaren Bereich der Transportlogistik”, betont Dr. Hans Bauerfeind von BSH Bosch und Siemens Hausgeräte abschließend.
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Bayer Pilotanlage zur zur Kunststoff-Produktion mit CO2 zählt zu den “Ausgewählten Orten 2012?
Im Rahmen des Wettbewerbs “365 Orte im Land der Ideen” werden in 2012 in sechs Kategorien Auszeichnungen für besonders innovative und nachhaltige Konzepte verliehen. Der Wettbewerb wurde von einer gemeinsamen Initiative der Wirtschaft sowie der Deutschen Bundesregierung ins Leben gerufen und zu den Preisträgern unter den vielversprechenden Ideen zählt auch ein Projekt von Bayer zur Nutzung des Klimagases Kohlendioxid (CO2) als Kunststoff-Baustein. Die Forschungsinitiative “Dream Production” ist einer der Preisträger in dem diesjährigen Wettbewerb “365 Orte im Land der Ideen” und die entsprechende Pilotanlage bei Bayer in Leverkusen gehört zu den “Ausgewählten Orten 2012″. Ziel ist es, dass das CO2 aus der Energiewirtschaft zur Produktion hochwertiger Schaumstoffe genutzt werden soll und so den bisherigen Rohstoff Erdöl teilweise ersetzt. Foto: Bayer MaterialScience AG “Wir freuen uns sehr und sind stolz, mit diesem innovativen Projekt zu den ‚ausgewählten Orten‘ zu gehören”, erklärte Dr. Tony Van Osselaer, Vorstandsmitglied von Bayer MaterialScience. Der Teilkonzern hat die Federführung bei “Dream Production” inne. Van Osselaer: “Dies bestärkt uns in unserer Strategie, mit nachhaltigen Produkten, Prozessen und Lösungen zu globalen Herausforderungen wie Ressourcenschonung und Klimaschutz beizutragen.” Nach einem Durchbruch in der Katalyseforschung durch Forscher von Bayer wird in der Pilotanlage im Chempark Leverkusen seit etwa einem Jahr mit Hilfe von CO2 eine Chemikalie produziert, die zur Herstellung des hochwertigen Kunststoffs Polyurethan dient. Das Kohlendioxid stammt aus einem Braunkohlekraftwerk von RWE in Niederaußem bei Köln und aus Polyurethan werden von Autositzen über Dämmstoffe und Matratzen bis zu Schuhsohlen alle möglichen Produkte hergestellt. 2015 soll das CO2-basierte Vorprodukt in die industrielle Fertigung gehen.
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SymbioFCell: Inbetriebnahme der ersten europäischen Brennstoffzellen-Produktionsanlage bei Siemens
SymbioFCell (Paris, Frankreich) hat mit Unterstützung der Siemens AG die Herausforderung angenommen, ein komplettes, integriertes Brennstoffzellensystem für Automotive-, Maritime und Luftfahrt-Anwendungen zu industrialisieren. Marktreife Technologie Insbesondere wasserstoffbasierte Brennstoffzellen-Technologie war in den letzten 20 Jahre das zentrale Thema in der Forschung und Entwicklung für CO2-freie Mobilität als Alternative zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Das internationale Consulting Unternehmen McKinsey sagt voraus, dass bis zum Jahr 2050 Brennstoffzellen sowohl Verbrennungsmotoren als auch Batterie-elektrische Lösungen übertreffen werden. Mit ihrer H2-Mobilitätsinitiative hat Deutschland bereits zwei Milliarden Euro in Wasserstoffanwendungen investiert; dies in enger Zusammenarbeit mit weltweit führenden Automobilherstellern und einer Reihe von Energiedienstleistern und –versorgern. Wasserstoffmobilitätsprojekte werden ab März 2012 auch in Frankreich auf den Markt kommen. An diesen Wasserstoffmobilitätsprojekten werden Fahrzeughersteller, OEMs, Forschungsinstitute und Entwicklungsfirmen, Energieversoger und führende Startup-Unternehmen wie SymbioFCell partizipieren. Französische Innovation SymbioFCell investiert in jene Kerntechnologie, um ein führendes Unternehmen in diesem vielversprechenden Markt zu werden. Das Unternehmen arbeitet eng mit dem Centre Etudes Atomic, (CEA), Grenoble zusammen, das eines der weltweit wichtigsten Institute in der Forschung zur „Niedrig-Kohlenstoff“-Technologie ist. SymbioFCell integriert die vom CEA entwickelten Brennstoffzellen-Stacks in seine Systeme und teilt mit der CEA Forschungs- und Entwicklungsprojekte, um diese zu optimieren und Entwicklungskosten zu reduzieren. Diese ausgereifte Technologie hat mittlerweile durch die Implementierung dieser neuen Produktlinie den industriellen Status erreicht. Industrialisierung der Systemproduktion zur Kostenreduktion Bisher wurden Brennstoffzellen in Europa nur in kleinen Stückzahlen gefertigt - hauptsächlich in Forschungs- und Entwicklungslaboren. Eine Industrialisierung ermöglicht drastische Kosteneinsparungen und ist ein bedeutenderer Schritt in Richtung der Umgestaltung des Transportwesens und der Energieproduktion. Werden Energieautarkie, Ressourcen-schonende Entwicklungen und saubere, leise Mobilität wirksam eingesetzt, sind Brennstoffzellen reelle Lösungen für die Zukunft. Leichtgewichtig und kompakt können sie elektrische Fahrzeuge mit Energie versorgen, um deren Autonomie zu erhöhen und dies zudem mit Betankungszeiten, die denen eines existierenden Verbrennungsmotor-Fahrzeuges entsprechen. SymbioFCells strategisches Bestreben ist die Industrialisierung des kompletten Brennstoffzellensystems, das sowohl im Range-Extender-Markt mit klein bis mittlerem Energiebedarf (Reichweitenerweiterung der existierenden batteriebasierten Fahrzeuge) als auch im Hochenergie-Markt (Lastwagen, Busse, usw.), der alle Typen von Spezialmotoren, die für die gewaltigen CO2-Emissionen verantwortlich sind, einschließt, eingesetzt werden kann. Siemens Energy, die an einer industriellen Umwandlung der Produktionsstätte in Grenoble antizipiert, baut bereits ein breites Spektrum an Aktivitäten strategisch auf, welches die Entstehung von neuen hausinternen Projekten fördert, aber genauso Produktionsprojekte von innovativen Firmen unterstützt. “Es ist ein Teil unseres breit gefächerten Planes, dass Siemens SymbioFCells Brennstoffzellen-Projekt unterstützt. Siemens arbeitet bereits kontinuierlich mit an diesem Projekt und bringt SymbioFCells das industrielle Know-how für Design und Fertigung”, so Jacques Blanc, Project Development Direktor bei Siemens Grenoble. Fabio Ferrari, CEO von SymbioFCell kündigte an, dass “diese Initiative die notwendigen Konditionen schafft, um kurzfristig eine zuverlässige und ökonomisch existenzfähige Lösung zu realisieren. Unsere Produktionseinheit wird im Herbst 2012 betriebsbereit sein.” SYMBIOFCELL www.symbiofcell.com Headquarters 17 avenue du Lac Léman 73370 Le Bourget du Lac Sales & Marketing 109 boulevard Pereire 75017 Paris +33 9 7721 9966 SymbioFCell SymbioFCell ist ein französisches Unternehmen, das sich auf die Fertigung von Brennstoffzellensystemen und auf die Entwicklung der dazu notwendigen Elektronik und Software für das Brennstoffzellen-Managementsystem, sowie auf die Entwicklung spezieller Komponenten für das komplette integrierte Brennstoffzellensystem spezialisiert hat. Diese Systeme wurden für spezielle industrielle Applikationen wie elektrisch betriebene Fahrzeuge, mobile Stromgeneratoren, Schiffe und spezielle Fahrzeuge, usw. entwickelt. Als Entwickler und Systemintegrator zugleich liefert SymbioFCell eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme und Leistungsklassen in alle Marktsegmente, die an dieser neuen Technologie interessiert sind. Seine Ingenieurskompetenz ermöglicht es SymbioFCell seine Systeme in Klein- bis Mediumserien auch für Nischenmärkte herzustellen. Damit diese Ziele erreicht werden können und um seinen Vorsprung in dieser Technologie zu gewährleisten, wurden Partnerschaften mit großen Akteuren aus diesem Bereich geschlossen, wie zum Beispiel: CEA-Liten, Armines, FCLAB und Solvicore. Quelle: Pressemitteilung von SymbioFCell vom 31. Januar 2012
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NASA-Weltkarte der Erderwärmung von 1880 bis 2011
Bei den aktuell sibirischen Temperaturen in Deutschland mag man es zwar kaum glauben, aber die Erde erwärmt sich global gesehen immer weiter, wie auch die mehr als 100 Jahre abdeckende animierte Weltkarte der NASA zeigt. Die US-Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt zeichnet über Wetterstationen die Temperatur der Erde seit dem Jahr 1880 auf und kann damit einen besonders langfristigen Überblick über die Globale Erwärmung liefern. Klimaskeptikern zum Trotz beschleunigte sich die Erderwärmung vor allem seit den späten 1970ern, als die Verbrennung von Öl, Gas und Kohle aufgrund der Ausbreitenden Industrialisierung so richtig in Fahrt kam. Ein weiterer Beweis für eine (Mit)Schuld der Menschen an Erderwärmung und Klimawandel dürfte die Tatsache sein, dass neun der zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnung durch die NASA vor mehr als 110 Jahren innerhalb der letzten 13 Jahre lagen (1998 bis 2011). Vor allem in den Jahren 2005 und 2010 war es wärmer als je zuvor in der Aufzeichnungsperiode. Die im Video auf der Weltkarte rot dargestellten Flächen beschreiben demnach eine höhere Temperatur als der Durchschnitt in der Basisperiode von 1951 bis 1980, während die bleuen Flächen für kältere Temperaturen stehen.
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Befragung der Uni Hamburg zum Thema “Kommunikation zum Klimawandel”
Wissenschaftler der Uni Hamburg führen derzeit im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts eine Online-Befragung zum Thema “Kommunikation zum Klimawandel” durch. Gegenstand der etwa 15-minütigen Befragung sind Fragen zur Internetnutzung, zur Wahrnehmung des Klimawandels in den Medien und zum Klimawandel im Alltag. Unter den Teilnehmern werden am Ende der Befragung ein IPad und zehn Amazon-Gutscheine im Wert von je 25 Euro verlost. Hier können Sie an der Umfrage teilnehmen Vielen Dank für die Unterstützung!
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Europa: Wie die steigende Nachfrage nach Fisch die Weltmeere überfordert
Ganze 71 Prozent unseres Planeten sind von den Ozeanen und Meeren bedeckt, weshalb man vielleicht auf die Idee kommen könnte, dass es sich um eine schier unerschöpfliche Nahrungsquelle handelt. In vielen Teilen der Welt wird allerdings inzwischen mehr Fisch gefangen, als nachwächst, was zu einer Gefährdung der Bestände führt. Besonders schlimm ist die Lage in Europa, wo rund 75 Prozent der Bestände als überfischt gelten. Da der Fang in der EU im vergangenen Jahrzehnt um rund ein Drittel gesunken, gleichzeitig die Nachfrage nach Fisch aber gestiegen ist, durchpflügen die industriellen Fangflotten aus Europa zunehmend auch die Gewässer vor Afrika, Indien, Asien und Südamerika. Inzwischen kommen 30 Prozent der unter EU-Flagge gefangenen Fische aus nicht-europäischen Fanggebieten, weshalb auch weltweit immer mehr Fischbestände in Bedrängnis geraten. Im Auftrag des WWF hat das Projekt “Sea around us” der Universität von Vancouver die Ausbreitung der weltweiten und europäischen Fischereiflotten untersucht. In der animierten Infografik im Video ist zu sehen, wie sich die Fanggebiete der weltweiten Flotten seit 1950 ausgebreitet haben. Bis zum Jahr 2006 verzehnfachten sie ihren Radius von 10 auf rund 100 Mio. Quadratkilometer. Zudem steht auf der Webseite des WWF eine interaktive Karte zur Ausbreitung der weltweiten Fischerei zur Verfügung. “Die Karte verdeutlicht, dass nicht nur die befischte Fläche zugenommen hat, sondern auch die Intensität der Nutzung: Eine immer größere Meeresfläche wird immer stärker genutzt. Um die Auswirkungen der Fischerei auf die Ökosysteme zu messen, analysierten die Wissenschaftler die benötigte Primärproduktion (PPR*). Sie steht für die Energie, die einem Fisch bis zum Fang von seinem Ökosystem bereitgestellt wurde und setzt sie ins Verhältnis zur gesamten verfügbaren Energie in diesem Gebiet. Die blauen Flächen in der Karte stehen für wenigstens 10 Prozent Entnahme der PPR, orange für wenigstens 20 Prozent und rot weist auf eine Entnahme von mindestens 30 Prozent der PPR hin. Ein Wert von 30 Prozent PPR-Entnahme bedeutet, dass die Fischerei ein knappes Drittel der gesamten Primärproduktion ein einem Gebiet vernichtet/verbraucht. Ein Vergleich mit den Fangstatistiken der FAO zeigt, dass die meisten der roten Gebiete überfischt sind. Im globalen Maßstab trägt die Europäische Fischerei signifikant zu der Belastung der Fischbestände bei.” (Quelle: WWF)
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Freight Farms - Konzept zum Anbau von Lebensmitteln in jeder Umgebung
Auf der Crowdfunding-Plattform “Kickstarter”, einer Webseite auf der sich viele Menschen zur gemeinsamen Finanzierung von Projekten zusammen schließen, haben es die Gründer von “Freight Farms” geschafft, genügend Geld für einen ersten Prototypen ihrer Idee zu sammeln. Und diese ist beeindruckend, denn es geht um eine echte Revolution: Lebensmittel sollen wieder da produziert werden wo sie verkauft und gegessen werden. Denn Früchte und Gemüse werden heute oft über Ländergrenzen hinweg und oft sogar um die halbe Welt geschifft. Dies macht sie nicht nur weniger frisch sondern es sorgt auch für einen gigantischen Energieverbrauch und Unmengen an Emissionen. Die Container von Freight Farms sollen die Versorgung vor Ort mit frischem Obst und Gemüse zu günstigen Preisen sichern. Die Container werden zu diesem Zweck von innen isoliert und mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach ausgestattet. Zudem wird ein Belüftungssystem eingebaut. Eingebettet in eine Nährstofflösung und bestrahlt von auf die Gemüse- oder Obstsorte angepassten LEDs sollen die Pflanzen dann prächtig gedeihen. Weitere Informationen auf www.freightfarms.com und Freight Farms @ kickstarter.com
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Blue Skies Award 2012: Ideen zum Klimaschutz von Schülern und Jugendgruppen gesucht
Seit gestern und noch bis zum 29. Februar 2012 suchen der EUROPARC Deutschland e. V. und die deutschen UNESCO-Biosphärenreservate im Rahmen des Klimaschutzwettbewerb “Blue Skies Award 2012″ konkrete Projekte von Schülern oder Jugendgruppen, die Themen wie Energiesparen, Mobilität, Konsumverhalten oder den Schutz von Tier- und Pflanzenarten aufgreifen. Denn wie wir heute mit den natürlichen Ressourcen umgehen, wieviel Emissionen wir verursachen und wie intakt wir unsere Umwelt bewahren, wird vor allem Auswirkungen auf die heute noch sehr jungen Menschen und die kommenden Generationen haben. Aktiver Klimaschutz fängt damit an, kritische Fragen zu stellen und eigene Gewohnheiten zu hinterfragen. Unsere Art zu leben, zu essen, unsere Fortbewegung oder die Frage, wie wir uns kleiden, hat in der Summe eine Auswirkung auf das Klima. Der Wettbewerb “Blue Skies Award 2012″ hat zum Ziel, den Heranwachsenden dieses bewusst zu machen und Wege zum Handeln aufzuzeigen. Beispielsweise können Elektrogeräte wie Fernseher, Computer oder Spielkonsole nach dem Benutzen ganz ausgeschaltet und nicht auf Stand-By gelassen werden. Denn schon kleine Änderungen in den täglichen Gewohnheiten können viel bewirken, wenn viele Menschen überzeugt werden und mitmachen. Wer mehr wissen will, findet hier weitere Tipps zum Energiesparen. Dabei beginnen Klima- und Umweltschutz nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch vor der Haustür: In den 15 deutschen UNESCO-Biosphärenreservaten wird das erlebbar, denn diese Gebiete stehen beispielhaft für ein Zusammenleben von Mensch und Natur. Hier wird gezeigt, dass sich das Nutzen und Schützen wertvoller Naturlandschaften nicht ausschließen müssen. Biosphärenreservate werden deshalb auch als “Lernorte der Natur” bezeichnet, die vor allem von einem regionalen Miteinander leben. Der gemeinnützige Verein EUROPARC Deutschland e. V. ist der Dachverband aller deutschen Großschutzgebiete, zu denen neben den Biosphärenreservaten auch die National- und Naturparke gehören. Unterstützt wird der “Blue Skies Award 2012″ zudem von der Honda Deutschland GmbH, denn für Honda steht Verantwortung für die Umwelt und die nachhaltige Entwicklung der von Produktion und Produkten beeinflussten Gesellschaft im Zentrum der Unternehmensphilosophie. Durch die Kooperation mit den UNESCO-Biosphärenreservaten unterstützt das Unternehmen zukunftsweisende Konzepte und Projekte, um erlebbar zu machen, wie der Mensch die Natur nutzen kann, ohne sie zu zerstören. Anmeldeschluss zur Teilnahme am “Blue Skies Award 2012″ ist der 29. Februar 2012. Mehr Informationen zum Wettbewerb und zur Anmeldung unter www.blueskiesaward.de
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Wie Existenzgründer der Green Economy die Welt retten
Ein rasant steigender Energieverbrauch in den entscheidenden Schwellenländern wie China, Brasilien und Indien, ein gescheiterter Klimagipfel in Durban gegen Ende des letzten Jahres und mit Kanada sogar der erste Aussteiger aus dem Kyoto-Protokoll. Vor diesem Hintergrund dürften sich Schwarzseher bestätigt fühlen, welche die Menschheit und unsere Erde bereits seit Jahren auf eine große und unabwendbare Klimakatastrophe zurasen sehen. Doch große Probleme und Herausforderungen bieten immer auch Chancen, weshalb gerade Gründungsexperten in dieser Entwicklung auch etwas Positives sehen. Wenn Regierungen tatenlos zusehen und viele bestehende Unternehmen einen Kurswechsel möglichst lange hinauszögern wollen, dann bieten sich schließlich Nischen und Möglichkeiten für Existenzgründer und Start-Ups. Andreas Kuckertz, Lehrstuhl für Innovations- und Gründungsmanagement an der Technischen Universität Dortmund, sieht aus diesem Grund gerade in 2012 große Chancen für Unternehmensgründer: “Sie sind Problemlöser. Die aktuellen Probleme werden genau die Gründer, die wir uns wünschen, nicht abschrecken, sondern dazu anspornen, marktfähige Lösungen zu entwickeln.” Dabei geht es auch im Bereich der Green Economy nicht nur um den Erhalt einer möglichst intakten Umwelt und einer lebenswerten Erde, sondern selbstverständlich auch um wirtschaftlich tragfähige Konzepte. Schließlich soll auch hier Geld verdient und Arbeitsplätze geschaffen werden. Nur eben mit einem möglichst geringen negativen Einfluß auf unsere Lebensgrundlage. Die Erfahrung der letzten Jahre haben nach Informationen des KfW/ZEW-Gründungspanel bewiesen, dass Gründungen in Krisenzeiten im Schnitt innovativer und erfolgreicher sind als Gründungen in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs. Junge Unternehmen stecken in der Regel voller Energie, Tatendrang und Visionen. Damit sind sie prädestiniert, verkrustete Strukturen aufzubrechen und frischen Wind in den Markt bringen und Wachstumsimpulse setzen. “Sie ergänzen innovatives Engagement von etablierten Unternehmen und realisieren – wie die Forschung gezeigt hat – oftmals gerade auch solche Konzepte, die von etablierten Unternehmen nicht angegangen oder vernachlässigt werden”, erklärt Andreas Kuckertz. Dass neu gegründete Unternehmen Treiber der grünen Wirtschaft sind, sieht auch Professor Jürgen Schmude, Gründungsforscher an der Ludwig-Maximilians-Universität in München: “Sie sind oft Vorreiter, die neue Produkte auf und Ideen in den Markt bringen. Bestehende Unternehmen sind in Zeiten wirtschaftlicher Stagnation tendenziell passiver. Mit Blick auf die Green Economy weist Kuckertz den Gründern eine entscheidende Rolle zu: “Dieser Teilbereich der Wirtschaft ist momentan per se innovativ und es existieren wenige etablierte Geschäftskonzepte, die einfach kopiert werden könnten. Und daher dürfen wir gerade von Unternehmensgründern erwarten, dass sie die Green Economy stark nach vorne treiben werden.” Neue Impulse für Neugründungen werden auch von der im Juni bevorstehenden Konferenz der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung erwartet, dem so genannten Erdgipfel in Rio de Janeiro. Im Vordergrund stehen die zwei Themen: Green Economy im Kontext nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung sowie institutionelle Rahmenbedingungen nachhaltiger Entwicklung. Die Unterstützung von Neugründungen darf daher nicht zurückgefahren werden, denn gerade jetzt braucht die Green Economy Gründer, die dem Markt einen neuen Schwung geben. Ein Scheitern oder Aufschieben weiterer Wachstumsanreize der Green Economy wäre fatal, so die Meinung Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung: Die Green Economy erduldet keinen Aufschub. “Weitere Verzögerungen bezahlen wir mit höheren Risiken.” Ein gutes Beispiel, wie Existenzgründer auch einen eigentlich bereits gesättigten Markt revolutionieren können, zeigt das Beispiel des Ökoenergieversorgers Polarstern, dessen Gründer beweisen, dass sich Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung keinesfallls ausschließen müssen. Gefördert wurde die Erarbeitung des neuen Ökogasangebots vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Europäischen Sozialfonds. “Die Unterstützung durch das EXIST-Stipendium hat es uns ermöglicht, das erste wettbewerbsfähige 100 Prozent Ökogasprodukt zu entwickeln. Es ist ein Meilenstein im Ökoenergiemarkt, schließlich werden 75 Prozent der Energie in privaten Haushalten beim Heizen verbraucht. Und das erfolgt in drei Viertel der Fälle noch immer mit fossilen Rohstoffen wie Erdöl und Erdgas, weil die bisherigen Biogasangebote einfach zu teuer sind”, erklärt Florian Henle, Mitgründer von Polarstern.
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Ecoloop erhält für Synthesegas den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt
Die Erkenntnis, dass der bisherige Weg von Energieerzeugung und Ressourcenverschwendung so nicht weitergehen kann, birgt im Gegensatz zum Irrglauben einiger Kritiker der Energiewende und des New Green Deal nicht nur Risiken, sondern vor allem auch sehr viele Chancen. Sowohl bestehende Unternehmen wie auch Start-Ups haben mit neuen Technologien und Verfahren nicht nur die Möglichkeit etwas für Umwelt- und Klimaschutz zu tun, sondern damit auch viel Geld zu verdienen. Die aussichtsreichsten Innovationen werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und dem Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) in diesem Jahr zum dritten Mal ausgezeichnet. Einer der Gewinner des Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt war das neuartiges Verfahren “Ecoloop” zur emissionsfreien Herstellung von Synthesegas (synthetisches Brenngas). Das neue Verfahren verwendet zur Herstellung des künstlichen Gases Biomasse sowie Sekundärrohstoffe und soll es energieintensiven Industrien ermöglichen, den Einsatz fossiler Brennstoffe und damit den CO2-Ausstoß zu verringern. Die bahnbrechende Methode wurde von der Fels-Werke GmbH aus Goslar entwickelt, einer Tochtergesellschaft der Duisburger Xella Gruppe. Sie wurde von der hochkarätig besetzten Jury unter Vorsitz von Prof. Klaus Töpfer aus einer Vielzahl von Berwerbungen für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt 2011 (IKU) ausgewählt. Die wissenschaftliche Bewertung erfolgte durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe. Bei steigenden Preisen für fossile Brennstoffe und sowie der Verschärfung von Umwelt- und Klimaschutzvorschriften, werden Industrieunternehmen weltweit dazu gezwungen, nach neuen Strategien und Technologien für eine sichere, schadstoffarme und bezahlbare Energieversorgung zu suchen. In einem mehrjährigen Entwicklungsprozess, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird, ist es einem Expertenteam der Fels-Werke gelungen, eine neue hocheffiziente und emissionsfreie Vergasungstechnik im Industriemaßstab zu entwickeln - Ecoloop. Ecoloop: Schadstoff- und rauchgasfreie Vergasung in geschlossenem Kreislauf Die Ecoloop-Anlage verbindet dabei die bereits in verschiedenen Industrien bewährten großtechnischen Verfahren zu einer neuartigen Technologie. “Kernpunkt ist die Erzeugung eines reinen Brenngases durch Synthese bzw. thermische Spaltung,” erklärt Roland Möller, Spezialist für Chemie- und Verfahrenstechnik und Geschäftsführer der Ecoloop GmbH. “Die Innovation basiert auf einem Schüttgutkreislauf, dem Ecoloop.” In ihm werden in einer intelligenten Kombination Kalk und Ersatzbrennstoffe wie beispielsweise Biomasse, Kunststoffabfälle (Polyethylen (PE), Polyvinylchlorid (PVC) u.a.) oder andere kohlenstoffreiche Materialien zusammengeführt. “Aus diesen Rohstoffen gewinnen wir in einem Schachtofen energieeffizient hochreines Synthesegas, ein Gemisch aus Methan, Wasserstoff und Kohlenmonoxid,” erläutert Möller weiter. Dr. Herbert F. Müller-Roden Vorsitzender der Geschäftsführung von Ecoloop sowie der Muttergesellschaft Fels-Werke gibt sich zuversichtlich: “Das patentierte Ecoloop-Verfahren wird neue Maßstäbe in der energieeffizienten Verwertung einer Vielzahl von Einsatzstoffen setzen – ganz ohne die Entstehung giftiger organischer Schadstoffe wie zum Beispiel Dioxinen und Furanen sowie ohne Rauchgase, die eine aufwendige Reinigung erfordern würden.” Neben dem Synthesegas fällt am Ende des Vergasungsprozesses auch sogenanntes Pyrolysekoks an, also Kohlenstoff, der im Rahmen des Kreislaufs erneut als Energieträger genutzt werden kann. Der Ecoloop-Prozess kann sich so nahezu autark mit Energie versorgen (autothermes Vergasungsverfahren), und auch das im Prozess entstehendes Kohlenstoffdioxid (CO2) wird rückgeführt und als Vergasungsmittel verwendet. Der gesamte Prozess findet in einem geschlossenen System statt - also ohne zusätzliche Emissionen an die Umwelt. Ecoloop leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen Klimaschutz im Industriesektor - ein Anliegen, dem sich die Xella Gruppe engagiert widmet. Erst kürzlich hat Xella als Gründungsmitglied zusammen mit den Partnern Deutsche Bahn, EWE, M+W Group, Otto Group und PUMA die Stiftung 2° ins Leben gerufen. Gemeinsam wollen die Unternehmen an konkreten Lösungen für einen effizienten Klimaschutz arbeiten. Pilotanlage im Industriemaßstab Die erste großtechnische Pilotanlage entsteht zurzeit im Kalkwerk Kaltes Tal der Fels-Werke im Oberharz. Dort soll das im Laufe des Jahres 2012 gewonnene Synthesegas als Brennstoff für die Kalkproduktion genutzt werden. Doch die Entwickler denken bereits weiter: “Die Technologie lässt sich nahezu uneingeschränkt auf andere industrielle Anwendungen übertragen und ermöglicht zudem eine standortunabhängige Energieversorgung”, erklärt Möller. Einen weiteren Vorteil sieht er darin, dass der Kapitalbedarf für eine Ecoloop-Anlage deutlich unterhalb der von Ersatzbrennstoff-Kraftwerken liege – “und das bei einer wesentlich höheren Flexibilität hinsichtlich der Qualität des Input-Materials.” Weitere Informationen zu Technologie und Unternehmen sind auf der Webseite unter www.ecoloop.eu zu finden.
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