Gasabzocke
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Gasstreit und der Umweg über Deutschland
Der russische Staatskonzern Gazprom liegt seit langer Zeit mit der Ukraine im Streit um Durchleitungsrechte und den Gaspreis. Nun hat das in der Ukraine tätige Unternehmen Naftogas Ukrainy einen Ausweg gesucht und bezieht russisches Erdgas von dem deutschen RWE Konzern, genauer von der Tochter RWE Supply & Trading GmbH mit der ein Rahmenvertrag geschlossen wurde. Wie sich das auf die deutschen Beziehungen zu Gazprom auswirkt ist noch völlig unklar, ebenso wie der ausgehandelte Preis. Durch den Pipeline-Bau durch die Ostsee wurde die Verhandlungsposition der Ukraine geschwächt und so sucht das Land nun nach Alternativen,. Dazu zählt auch der Einkauf von Flüssiggas sowie das Fördern von Schiefergas aus eigenen Ressourcen.
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Ökogas, was ist das?
Bei immer mehr Gasanbieter können sich die Kunden für Tarife entscheiden, die als Ökogas-Tarife bezeichnet werden. Kaum ein Kunde weis jedoch, was genau dahinter steht. Eindeutig ist dies auch nicht, denn je nach Anbieter werden da unterschiedliche Dinge damit bezeichnet. Grundsätzlich versuchen die Gasanbieter damit, ein Produkt aufzuwerten und mehr Kunden damit zu gewinnen. Einige Anbieter liefern bei diesen Tarifen das selbe Gas gleichen jedoch den bei dessen Verbrennung freiwerdendes CO2 durch Emissionszertifikate aus. Andere Anbieter gehen den direkten Weg, indem sie mit dem Aufpreis den sie für ihr “Ökoprodukt” direkt Projekte zum Klimaschutz unterstützen. Besonders interessant ist dies in Ländern die das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet haben. Anbieter wie die Lichtblick AG gehen darüber hinaus und ersetzen einen Teil des fossilen Erdgas durch Biogas. Dieses entstammt Biogas Anlagen und wird den normalen Erdgas beigemischt. Üblich ist ein mittlerer Anteil von mindestens 5% Biogas im fossilen Methan. Erste Anbieter gehen darüber hinaus und versprechen 100%iges Biogas. Jedoch muss bei dem Biogas immer die Problematik der Konkurrenz zwischen Nahrung und Energiepflanzen auf dem Acker und auch der Düngung beachtet werden, denn nur aus Gülle gewonnenes Biogas gibt es eigentlich nicht mehr.
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Widerspruch, Fristen und Preiserhöhungen
Die Stiftung Warentest hat in ihrem aktuellen Finanztest 5/2012 auf das Widerspruchsrecht bei Gaspreiserhöhungen hingewiesen. Danach müssen Kunden innerhalb von drei Jahren unzulässigen Preiserhöhungen ihres Gasanbieters widersprechen. In vielen Lieferverträgen verstecken sich unzulässige Klauseln wie beispielsweise die Bindung an den Ölpreis. Auch der Hinweis, dass ein Anbieterwechsel oft die günstigere Alternative darstellt, wird gegeben. Der Wechsel des Anbieter geht schnell und einfach. Erste Informationen erhält man durch den Gaspreisrechner.
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Gasag verliert Kunden
Die Berliner Gaswerke waren lange Zeit alleiniger Anbieter von Gas in Berlin. Dann kam die Marktöffnung und das Unternehmen ging langfristige Verträge mit dem E.ON Konzern und Gaz de France ein. und auch Geschäftsanteile gingen an diese beiden Unternehmen über. Da auf dem internationalen Markt die Gaspreise sinken, hat das Unternehmen durch di langfristigen Verträge Nachteile gegenüber der Konkurrenz, die flexibler einkauft und bessere Verkaufspreise bietet. So haben bereits 100.000 Kunden nach Berichten der BZ der Gasag den Rücken gekehrt und sich einen alternativen Anbieter gewechselt. Nun hat der Vorstand der Gasag angekündigt, ein “Konsolidierungsprojekt” für das Unternehmen zu schnüren. Mit der Gaz de France besteht danach bereits eine Einigung zu aktuellen Marktpreisen einzukaufen. Lediglich die E.On beharrt noch auf den alten Verträgen. An diesem Beispiel sieht man die Marktmacht von uns Verbrauchern. Ein aktiver und regelmässiger Anbieterwechsel hin zu einem Unternehmen mit attraktiven Gaspreis belebt den Markt und lässt die Preise sinken.
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Netzentgelte könnten per Gerichtsentscheid steigen
Rund 300 Gas- und Stromanbieter wenden sich gegen die Bundesnetzagentur und wollen bei dem Düsseldorfer Oberlandesgericht höhere Netzgebühren durchsetzen. Sie beklagen, dass die eingerechneten Kostensteigerung bei den Netzentgelten nicht ausreichend sei und eine weitere Erhöhung notwendig ist. Haben die Netzbetreiber Erfolg vor den Oberlandesgericht, drohen uns allen höhere Gaspreise. Im Strombereich fordert der E.On Chef Teyssen sogar staatliche Unterstützung für Geringverdiener, damit sie sich den Strompreis leisten können.
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Gasförderung und Total
Am vergangenen Wochenende geschah es wieder: eine Bohrplattform vor der schottischen Küste wurde geräumt, da grosse Mengen Gas unkontrolliert austritt. Wo genau die Ursache liegt, ist noch völlig unklar, jedoch wurde ein großes Gebiet für Schiffe und Luftverkehr gesperrt. Auch eine Nachbarplattform in 8km musste geräumt werden. Der Vorfall zeigt, dass die Förderung aus tiefen unterseeischen Vorkommen hohe Umweltrisiken bergen. Nicht einmal 2 Jahre ist ein vergleichbares Szenario im Golf von Mexico bei einer Ölplattform geschehen. Bisher ist völlig unklar, wie eine Lösung gefunden werden kann. Tauchroboter sollen das Bohrloch abdichten. Momentan haben die Verantwortlichen noch grosses Glück, denn der Wind sorgt dafür, dass die Gaswolke weg von der noch brennenden Fackel der Nordsee-Plattform “Elgin” getrieben wird. Diese Fackel dient dazu, das Gas das durch den Überdruck leckt, abzubrennen.
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