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# 495 Interview mit KLIMA
Anfang April habe ich die beiden Schwestern Vera und Sarah vorgestellt, die als KLIMA ihr Album "Irgendwann ist jetzt" veröffentlicht haben und gerade am Anfang ihrer Tour standen, bei der sie Support für die Band PUR waren. Eigentlich wollten wir uns ganz spontan zu einem Interview treffen, aber leider war ich an dem besagten Tag, als die beiden in Bremen waren, so eingespannt, dass es keine Möglichkeit gab, KLIMA zu treffen. Doch dank moderner Technik war es dann doch möglich, ein Interview zu führen: die bekannte Ferninterview-Technik, die ich schon manches Mal anwenden konnte, machte es möglich! Etwas eingerostet, was Podcasting angeht, war ich dann doch. Immerhin ist es mehr als fünf Jahre, dass ich den letzten Beitrag online gestellt habe. Aber was lange währt, wird endlich gut! Die beiden sympathischen Künstlerinnen nahmen sich während ihrer Tour richtig viel Zeit und standen meinen Fragen Rede und Antwort. Dabei erzählten sie unter anderem über ihre ersten musikalischen Gehversuche, ihren Aufenthalt in den USA und schwärmten vom Tour-Leben. Vera und Sarah sprühen im Interview vor Energie und Freude über das, was sie gerade erleben, dass man am liebsten live dabei sein möchte. Vielen Dank, Ihr Beiden, für dieses Erlebnis! Wer KLIMA näher kennenlernen möchte, sollte unbedingt auf deren Website vorbeischauen und sich das aktuelle Album "Irgendwann ist jetzt" einmal anhören! Die Tour ist jetzt zwar vorbei, aber es wird weitere Termine auf deren Website geben! Wie sagt man so schön: stay tuned! Wer nicht so lange warten kann oder möchte, kann bei Facebook verfolgen, was die beiden erleben.
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Link gegen Mac
Lange hat es gedauert, bis mal wieder ein Artikel von mir online gestellt geht. Spät ist es heute auch wieder geworden, denn eigentlich wollte ich diesen Beitrag während des Deutschlandspiels schreiben. Weil mein Nervenkostüm bereits nach dem Formel 1 Rennen blank lag (der Unfall von Webber war nicht von schlechten Eltern), hatte ich keine Ambitionen mehr, das Fußballspiel intensiv zu verfolgen. Aber als ich mich anschickte, diesen Beitrag zu schreiben und Eye-TV nebenbei lief, fand ich keine Ruhe. Das Spiel war zu genial. Das Ergebnis war auch nicht zu verachten. Zum eigentlichen Thema: vor einig%en Wochen rief Adauf, gegen einen Link bei Apfelquakseinen ausgedienten Mac abzutreten. Das passte, da ich zu dem Zeitpunkt mit dem Gedanken spielte, mein mittlerweile sechs Jahre altes PowerbookG4 12" gegen ein niegelnagelneues iPad zu tauschen. Mittlerweile habe ich das iPad und so sollte es kommen, dass Martin für sein Projekt mein Powerbook bekommen sollte. Letzten Samstag war es dann soweit. Weil die MixTape-Fee und ich nach Gießen fuhren, um eine Hochzeit zu feiern und uns unser Weg über Kassel- Wilhelmshöhe führte, habe ich kurzfristig einen Termin zur Übergabe mit Martin ausgemacht. Bis Hannover lief auch alles glatt, über Twitter hatte ich Martin über den aktuellem Stand unserer Reise mitgeteilt, aber ab Hannover war der Wurm drin: kontinuierlich verloren wir Zeit und so erreichten wir Martin erst mit mehr als 30 Minuten Verspätung. Außerdem hielt der Zug nicht so, wie es in Kassel angekündigt war. So kam es, dass auch die Weitergabe des Powerbook in einer James Bond mäßigen Übergabe resultierte - genauso wie damals war, als ich es erhielt. Aber nun freue ich mich, dass mein Powerbook, das eine so interessante Geschichte hat (schon die Übergabe war ein Hit, meine ersten Podcasts habe ich damit aufgenommen, meine Dissertation habe ich damit geschrieben und es war mein treuer Begleiter an vielen Abenden auf dem Sofa), bei Martin im Museum einen Stammplatz ergattern konnte. Ehrlich gesagt habe ich mich nur schwer trennen können, weil es eben mein erster Mac war und schon der Kauf so besonders war. Aber bei Martin ist es sicher gut aufgehoben und ich bin gespannt, wie oft es noch bei ihm im Blog auftauchen wird.
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BUIKA | Konzert in Berlin
Heute gibt es ein kurzes Intermezzo mit einer wichtigen Ankündigung. Vor einigen Wochen erreichte mich aus Hamburg die wunderbare CD El último trago der Künstlerin Concha Buika, das in Zusammenarbeit mit Chucho Valdés entstanden ist. Seit dem vergangenen Herbst feiert sie mit dem Repertoire aus diesem Album Erfolge in Frankreich, Spanien, Südamerika und in den USA. Wegen der krankheitsbedingten Absage ihrer Shows im April werden zumindest die Fans in Berlin noch im Mai in den Genuss kommen, BUIKA mit ihrer einzigartigen Stimme endlich auch in Deutschland live zu erleben. Weitere Shows sind bereits für Frankfurt und Düsseldorf bestätigt . Begleitet wird BUIKA dabei von Pianist Ivan „Melon“ Gonzalez und Percussionist Fernando Favier. Folgend die weiteren Tourdaten: 20. Mai: Berlin - Passionskirche 17. August: Frankfurt/M. – Palmengarten 28. September: Düsseldorf – Altstadtherbst Kulturfestival Wie ich eingangs schon angedeutet habe, liegt mir das Album vor und ich habe es fasziniert genossen. Allerdings bin ich bisher noch nicht dazu gekommen, eine Rezension zu verfassen, was ich aber an dieser Stelle schon einmal ankündigen möchte. Weil aber das Konzert bereits recht bald ist, wollte ich meinen Leserinnen und Lesern dieses besondere Konzertereignis einer Künstlerin, die natürlich auch eine MySpace Seite hat, nicht vorenthalten.
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Mad X-Ray | N:E.O.N.
Aus Leipzig kommen Mad X-Ray, die Anfang des Jahres ihr Album N:E.O.N. veröffentlicht haben. Dieses Album ist ein ganz außergewöhnlicher Hörgenuss, bei dem ich immer wieder fasziniert zwischen sofort ausschalten und weiterhören schwanke. Leichte Kost ist N:E.O.N. wirklich nicht, klingt ziemlich brachial und man sollte sich hüten, das Album nebenbei zu hören. Dass die Musiker aus Deutschland hätte ich nicht gedacht. In der Bandbeschreibung, die mir mit der CD geliefert wurde, steht, dass Manuel H. Noll (dr), Mirco Schulze (git/voc) sowie Mario Noll (b/voc) mit ihrer Musik die Widersprüche zwischen Motorpsycho und Masters of Reality überwinden. Das mag wohl sein - allerdings habe ich bisher weder etwas von Motorpsycho und Masters of Reality gehört und gewusst, dass es hier gewisse Spannungen gibt. Nichtsdestotrotz sollten die Leserinnen und Leser, die gerne Indie der härteren und schwereren Gangart hören, sich einen Eindruck auf deren MySpace Seite verschaffen. Wer aus der Gegend kommt, kann sich Mad X-Ray demnächst auch live anhören: 22. Mai 2010 hammerberg, Freiberg und dann wieder Ende des Jahres: 12. November 2010 Cafe Wagner, Jena 19. November 2010 Atomino, Chemnitz 20. November 2010 Moritzbastei, Leipzig
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Rain | Musical Theater Bremen
Gestern waren die MixTape-Fee und ich im Bremer Musical Theater und haben uns ein Konzert der Beatles Coverband Rain angehört. Schon im vergangenen Jahr berichtete ich über die Gruppe aus den USA, die zu Gast bei Thomas Gottschalk war und wünschte mir, deren musikalisches Spektrum live anschauen zu können. Momentan bietet sich die Gelegenheit dazu: seit dem 27.04. und noch bis zum 02.05. gastieren Rain in Bremen und bieten eine rund zweieinhalbstündige Live-Show rund um die verschiedenen Schaffensphasen der Beatles. Zu Weihnachten habe ich bereits die Karten geschenkt bekommen - und das war gut so, da das Musical Theater zu gefühlten 99% ausverkauft war. Unsere Plätze hätten fast nicht besser sein können, da wir genau vor dem Mischpult saßen und so vermutlich den besten Sound hatten. Pünktlich begann die Show, die übrigens einen ziemlich interessanten Rahmen hat: Rain spielen die verschiedenen Phasen der Beatles in originalgetreuen Kostümen und auf zwei großen Monitoren wird mit Filmen in die jeweilige Zeit eingeführt. Neben musikalischen Einspielern, Werbung der entsprechenden Zeit und den damaligen politischen Gegebenheiten werden - und das kam beim Publikum besonders gut an - Szenen gezeigt, die jeder Beatles-Fan kennt, die aber von den Musikern von Rain nachgestellt wurden. Großartig waren der Auftritt bei der Ed Sullivan Show oder die nachgestellten Plattencover. Die Show ist in zwei Akte aufgeteilt, wobei im ersten Teil die frühen Jahre bis zum Sgt. Pepper Album gezeigt wurden. Rain trat zunächst mit den typischen Anzügen und Pilzkopfperücken auf und wechselte dann in die Neru-Jackets, die die Vier beim Auftritt im Shea Stadium trugen. Zum Abschluss wurde in die vier verschiedenen Uniformen der Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band gewechselt und die Band entließ uns mit dem fulminanten Schlussakkord von A Day in a Life, der von einem Film einer explodierenden Atombombe begleitet wurde, in die Pause. Im zweiten Teil war die Show zunächst von den psychodelischen Momenten der Beatles geprägt und hatte mit I'm a Walrus und einer halb akustischen und halb "originalen" Version von While my guitar gently weeps die besten Songs des Abends. Zum Abschluss traten Rain in den Kostümen auf, die die Beatles auf dem Cover des Abbey Road Albums trugen. Mit Come together, Get Back, Give Peace A Chance, Revolution und The End wurde der offizielle Teil der Show abgeschlossen. Allerdings forderte das Publikum Zugaben und so wurde gemeinsam Let it be und Hey Jude gesungen, bevor nach Rock'n Roll Music endgültig der Vorhang fiel. Das Konzert war rundum gelungen, die Band vermittelte Spielfreude und das Konzept war durchdacht und machte dem Publikum Spaß. Einige Punkte machten mir besonders Spaß: "Paul" war außergewöhnlich, weil er den Bass linkshändig, aber bei Blackbird rechtshändig Gitarre spielte. Zu Gast war während unserer Aufführung das St. Pauli Urgestein Horst Fascher, dessen Buch eine Pflichtlektüre für den interessierten Beatlesfreund ist. Außerdem stand "John" plötzlich dem Outfit auf der Bühne, das der echte John Lennon 1972 während seines Konzerts in New York trug. Ich habe keine Ahnung, wann er das Kostüm wechselte. In meinem vorherigen Beitrag zu Rain fragte ich mich, wie die Band wohl die "späteren" Alben umsetzt und wie dies wohl klinge. Umgesetzt wurden die besonderen Effekte wie Orchester oder Streichersätze durch einen Keyboarder, der dezent und unbeleuchtet im Hintergrund werkelte. Lediglich sein Bildschirm leuchtete und erst beim E-Piano Solo von Get Back wurde er voll beleuchtet. Musikalisch war an Rain für mich nichts auszusetzen - alles klang fast original wie von der Platte. Enorm waren auch die Stimmähnlichkeiten von "Paul" und "John". Es hat richtig Spaß gemacht, das Konzert zu verfolgen. Heute abend und morgen sind die Vier von Rain, die eigentlich fünf sind, noch zu Gast in Bremen. Vielleicht wäre dies eine gute Alternative zum Fernsehabend am Wochenende.
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Paul Vincent | Herzlichen Glückwunsch
Der Name Paul Vincent sagte mir gar nichts, als ich ihn das erste Mal hörte. Das muss allerdings nichts heißen und eine weitere Auseinandersetzung mit der von mir an mich gestellten Aufgabe ergab, dass es sich hierbei um einen äußerst interessanten Künstler handelt, den ich bestimmt schon einmal gehört haben musste. Dazu weiter unten. Außerdem hat er am 25.03.2010 ein Album herausgebracht, von dem ich das Lied "Schlechte Zeiten" bereits anhören konnte. Herzlichen Glückwunsch ist, so konnte ich den einschlägigen Berichten im Internet entnehmen, bereits Paul Vincents viertes deutschsprachiges Album. Schon im Jahre 1975 veröffentlichte er das Album Vincents fliegender Rock'n'Roll Zirkus. Wenige Jahre später folgte das Konzeptalbum Sternreiter und mit Bessere Zeiten veröffentlichte Paul Vincent 2006 sogar eine komplette Rockoper in deutscher Sprache. Seine Solokarriere verfolgt Paul Vincent seit 2003 wieder aktiv. Bis dahin war er in erster Linie als Gitarrist für internationale Künstler wie Freddie Mercury, Sting oder Meatloaf sowie als Filmmusikkomponist tätig. Spätestens hier habe ich ihn sicherlich schon einmal gehört, ohne allerdings zu wissen, wer er ist. Von 1976 bis 1980 war Paul Vincent Mitglied und Koproduzent von Udo Lindenbergs Panikorchester. Außerdem spielte und schrieb er auch für Peter Maffay, Stefan Waggershausen und Ulla Meinecke. Auf seiner MySpace Seite kann man sich einen Überblick über sein Schaffen machen. Wer ihn live sehen möchte, hat hier die Gelegenheit dazu: 15.05.2010: Habach (D), Village 17.07.2010: Heilbronn (D), Waldhaus Open Air 28.08.2010: Detmold (D), Waldbühne am Hermannsdenkmal 29.08.2010: Lippstadt (D), Cosack 18.09.2010: Dillingen, (D), Funkhaus Halberg 07.10.2010: Miltenberg (D), Beavers 08.10.2010: Villingen-Schwenningen (D), Scheuer 09.10.2010: Metzingen (D), Hirsch 14.10.2010: Augsburg (D), Spectrum 04.12.2010: Schelklingen (D), Stellwerk
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Nur zu Besuch | Powerpop aus dem Murgtal
Wieder einmal gibt es etwas Interessantes aus dem Newcomer Bereich zu berichten. Wobei es die Bezeichnung Newcomer nicht wirklich trifft, da es die Band Nur zu Besuch bereits seit 2006 gibt und sie seitdem bereits auf einige Erfolge zurückblicken kann. So spielte Nur zu Besuch als Support für Reamonn, Silbermond, Christina Stürmer oder The Hooters und war Online Sieger der Coca Cola Soundwave Discovery Tour 2007. Nur zu Besuch sind Sebastian (voc), Jan (b), Fab (dr) und Chris (git) aus dem Murgtal im Schwarzwald. Als ich deren Demo hörte, das aus dem Cubeaudio Studio stammt, war ich zweifach positiv überrascht. Die erste Überraschung war, dass Nur zu Besuch deutsch singt, was ich grundsätzlich sehr begrüße, da das Schreiben deutscher Texte in meinen Augen viel schwieriger und anspruchsvoller ist, als englische Texte. Die zweite Überraschung war die außerordentliche Qualität der Musik der knapp Anfang 20jährigen. Nicht nur, dass die Songs sehr kraftvoll sind. Sie sind klasse arrangiert und die Texte sind einfach gut. Wer sich davon überzeugen möchte, kann auf der MySpace Seite in die im Studio aufgenommenen Songs hineinhören. Als kleines Bonbon gibt es ein kleines Live-Album zum kostenlosen Download. Vielleicht mag es der eine oder andere Leser als despektierlich empfinden, dass ich die Musik von Nur zu Besuch als Powerpop bezeichne. Aber die schönen Harmonien in Verbindung mit den eher härteren Arrangements lassen diese Bezeichnung einfach zu. Es klingt manchmal ein wenig nach den Wildhearts - und als richtigen Rock würde ich deren Musik auch nicht bezeichnen. Zumindest deren Album The Wildhearts must be destroyed. Letztlich bleibt abzuwarten, inwieweit es Nur zu Besuch gelingen wird, Ihr Potenzial zu auszuschöpfen und wir noch lange von der Band aus dem Murgtal hören werden.
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J.B.O. in Wilhelmshaven
Als ich vor einiger Zeit erfuhr, dass J.B.O. im Rahmen ihrer I Don’t Like Metal – I Love It - Tour am 24.04.2010 in Wilhelmshaven im Pumpwerk (Support: Hassliebe) auftreten werden, fragte ich mich zunächst: Avanciert Wilhelmshaven zur Weltkulturhauptstadt Norddeutschlands? Innerhalb kürzester Zeit ist mit J.B.O. neben dem Queen Klassical ein weiteres musikalisches Highlight in der Stadt am Jadebusen zu Gast. Dieses Mal wird zwar eine vermutlich andere Klientel angesprochen, nichtsdestotrotz gehört J.B.O. mit mehr als 20 Jahren Präsenz auf nicht nur deutschen Bühnen zu den etablierten Künstlern unseres Landes. Sie einfach nur als Spaß-Metaller oder Blödel-Rocker zu bezeichnen, wird ihnen nicht gerecht, auch wenn der Spaß die Grundlage des Erfolgs von J.B.O. ist: denn als kurzfristiges Spaßobjekt wurde diese Band 1989 gegründet und hatte innerhalb kürzester Zeit einen so großen Erfolg, dass ihre CDs die oberen Chartregionen erklimmen konnte. Auch eine Umbesetzung Anfang des Jahrtausends beeinträchtigte den Erfolg nicht und Auftritte in ganz Europa und Fans sogar aus Fernost bescheinigen, dass das Konzept der Band nicht unstimmig sein dürfte. Schade ist, dass ich nicht zum Konzert kommen kann, würde mich aber freuen, wenn einer meiner Leserinnen oder Leser an dieser Stelle einen Kommentar zum Konzert hinterlassen könnte, wenn er oder sie dabei gewesen sein sollte.
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My Glorious | Home Is Where The Heart Breaks
Es gibt wieder interessante Neuigkeiten aus Österreich. Mit dem Album Home Is Where The Heart Breaks der österreichisch-englischen Band My Glorious zeigt sich Österreich von einer sehr alternativ poppigen Seite. Es ist bereits einige Wochen her, dass ich die CD das erste Mal hörte und dachte: das Warten hat ein Ende. Nämlich das Warten auf etwas Neues, das mich anspricht. Den Lesern von musicampus dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein, dass ich ein Faible für rockige, poppige und alternative klingende Bands habe, die es verstehen, Melodisches und Rockiges so zu verbinden, dass daraus ein interessanter Höreindruck entsteht. So ist es auch bei diesem Album der Fall, bei dem neben verzerrten Bässen, hartem Schlagzeugspiel und gitarrenlastigen Hooklines auch mit Effekten aus dem Tonstudio experimentiert wird. Es hat mich auch gefreut, dass es wieder einmal Zitate bei den Fab Four gegeben hat, die so geschickt verarbeitet wurden, dass sie mir nicht gleich aufgefallen sind. My Glorious ist ein Garage Rock Trio, das derzeit seinen Sitz in Wien hat. Es besteht aus dem Sänger und Gitarristen Samuel Fischer (UK) und den Zwillingen Gregor Sailer (A) am Bass und Paul Sailer (A) am Schlagzeug. Die Band formierte sich im Januar 2008. Seit der Gründung ist My Glorious bereits in Österreich, Deutschland, Bosnien und dreimal in den USA getourt. Im Februar 2010 erschien ihr Album Home Is Where The Heart Breaks in Europa und im März 2010 wurde die CD in den USA veröffentlicht. Es macht richtig Spaß, dieses Album anzuhören und lediglich ein häufiger angewandter Harmoniegesang wäre noch das Tüpfelchen auf dem i. Wer Coldplay, Radiohead, Foofighters oder Fountains of Wayne gerne hört, dürfte von My Glorious begeistert sein und kann sich auf deren MySpace Seite einen Höreindruck verschaffen.
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Queen Klassical in Wilhelmshaven
Vor ein paar Tagen habe ich an dieser Stelle vom Queen Klassical berichtet, das von der Queen Coverband Merqury gemeinsam mit dem Orchester und dem Chor der Universität Bremen bestritten wurde. Mit ein wenig gemischten Gefühlen machte ich mich auf die Reise an den Jadebusen, da es in meinen Augen etwas Besonderes ist, wenn man sich anschickt, die Werke einer besten Bands der Welt zu interpretieren. Gerade wagemutig erscheint es dann, wenn die Band dies gemeinsam mit Chor und Orchester und neuen Arrangements in Angriff nimmt. Meine leichten Zweifel wurden allerdings schon bei der Overtüre Lügen gestraft und während des gesamten mehr als zweistündigen Konzerts hörte ich fasziniert den Musikern zu. Sowohl Merqury als auch der besagte Chor samt Orchester unter der Leitung von Bernd Wefelmeyer, der auch für die Arrangements verantwortlich war, haben Großartiges geleistet. Geradezu symbiotisch ergänzten sich alle Beteiligten und schafften ein Klangbild, das die echten Queen wohl nicht besser hinbekommen hätten. Schloss ich die Augen, konnte ich die Stimme des Sängers von Merqury meistens fast nicht von der Freddie Mercurys zu unterscheiden. Wunderschön waren auch die dargebotenen Gesangsduette von Johnny Zatylny und der Sopranistin Sandra Danyella. In Verbindung mit den glamourösen Auftritten in Abendrobe verliehen diese Auftritte dem Gesamtbild eine ganz besondere Note. Faszinierend war im übrigen der Bassist Volker Kaminski, der mit Oberamen ausgestattet ist, die wohl dem Umfang meiner Oberschenkel haben dürften. Dass er derartig muskelbepackt filigrane Bassläufe bewerkstelligen konnte, grenzt für mich fast an ein Wunder (seine Finger habe ich leider nicht sehen können). Insgesamt war dieses Konzert in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich: wieder einmal hat Musik zeigen können, dass sie generationsübergreifend Freude bringen kann. Meine 82jährige Schwiegeroma war so begeistert, dass es nicht gelogen ist, sie als Queen Fan zu bezeichnen. Auch das tolle Zusammenspiel von Musikern aus den Bereichen E- und U-Musik warf wieder einmal die Frage auf, ob diese Kategorisierung eigentlich sinnvoll ist. Allerdings verstehe ich eines nicht: im Vorfeld des Konzerts wurde richtig viel und sehr intensiv geprobt. Dennoch war das Konzert in dieser Konstellation offenbar einmalig. Weshalb man die Möglichkeit nicht beim Schopfe ergriff, um auch in Bremerhaven, Bremen oder Oldenburg zu spielen, verstehe ich nicht. Dies ist ein Verlust für alle Beteiligte und auch für potenzielle Zuhörer. Wer aber die Möglichkeit bekommen sollte, ein Queen Klassical mit Merqury einmal live zu sehen, sollte diese unbedingt wahrnehmen!
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Mile End | Milky Tea
Als musicampus vor vier Jahren das Licht der Welt erblickte, hatte ich die Gelegenheit, die Gießener Band Mile End das erste Mal live zu sehen und berichtete darüber. Mein alter Weggefährte Alexander Nüske, den ich vor ewigen Zeiten in Liverpool kennen und schätzen lernte, war damals Keyboarder bei der Band und organisierte ein Interview. Das erste Interview, das ich für musicampus führte. Seitdem habe ich aus der Entfernung immer wieder ein wenig von der Band gehört und verloste sogar einmal deren damals aktuelle EP. Mittlerweile hat sich die Besetzung von Mile End ein wenig geändert, u.a. ist Alex nicht mehr dabei, aber es gibt sehr gute Neuigkeiten: das aktuelle Album Milky Tea ist mittlerweile veröffentlicht worden und wurde mir freundlicherweise von der Band zur Verfügung gestellt. Schon damals war ich fasziniert von den im Grunde poppigen Songstrukturen mit immer wieder völlig überraschenden Breaks und Offbeat-Einlagen und war gespannt, was Milky Tea bringen wird. Zwölf Songs sind auf dem Album enthalten, die diejenigen, die die Band bereits kennen, begeistern dürften. Mile End sind sich mit diesem Album treu geblieben, klingen aber anders, was nicht zuletzt am Saxophonspiel von Thomas Pleger liegen dürfte. Das Fehlen der Orgel und des E-Pianos wird durch neuartige, saxophonbestimmte Arrangements ausgeglichen. Ob dies nun besser ist oder nicht, möchte ich gar nicht beurteilen - es klingt wirklich anders und vor allem wirklich gut. Beeindruckt hat mich wieder einmal Annika Bock. Wenn man sie persönlich kennt und sie gesehen hat, ist man immer wieder überrascht, wie erstaunlich tief und kraftvoll ihre Stimme klingt. Thomas Charisse und Dirk Papendorf bilden die Rhythmussektion, die auf mich wirkt, als hätten sie schon immer miteinander gespielt. Den Abschluss bildet Konrad Bohl an der Gitarre, der auch auf diesem Album wieder mit seiner stilistischen Vielfalt eine sichere Bank bildet. Insgesamt dürfte Milky Tea das wohl zahmste Werk sein, das die fünf Musiker produziert haben, aber in meinen Augen ist es auch das interessanteste und gelungenste Album. Ambiguous Art, Blockhead und Standing In Line sind meine absoluten Favoriten und spiegeln die Vielfalt, die instrumentalen Fähigen und das erstklassige Songwriting wider. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, sollte auch einmal auf die MySpace Seite schauen.
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MerQury | Queen Klassical in Wilhelmshaven
Mittlerweile ist es schon fast 19 Jahre her, dass Freddie Mercury das Zeitliche segnete und damit Queen eigentlich ein viel zu frühes Ende bescherte. Halt! Stop! So mag nun der eine oder andere Leser argumentieren: Queen gibt es doch noch. Die haben doch nach Mercurys Tod mit Made in Heaven noch ein Album mit Freddies Stimme herausgebracht und waren doch auch weiterhin fleißig. Aber mal ehrlich: auch wenn beispielsweise das jüngste Werk The Cosmos Rocks ein wirklich gelungenes Album geworden ist: von Queen sind eigentlich nur Roger Taylor und Brian May übrig geblieben, nach dem John Deacon 1997 die Gruppe verlassen hat und auch Paul Rodgers Einsatz als Sänger lediglich ein Intermezzo war. Kurios fand ich es neulich, als ich hörte, dass es eine Band mit Namen Merqury gebe, die demnächst in Wilhelmshaven ein ganz besonderes Konzert geben wird: ein Queen Klassical, bei dem eine Auswahl ganz besonderer Songs der genialen Briten live mit Orchester und Chor der Universität Bremen aufgeführt werde. Diesen Samstag um 21:00 Uhr ist es in der Wilhelmshavener Stadthalle dann soweit und durch die Mund-zu-Mund-Propaganda sind nur noch knapp 100 Plätze frei. Das Queen Klassical ist ein Crossover-Projekt zwischen Rock und Klassik mit Songs von Freddie Mercury. Die Band MerQury hat bei dem renommierten Berliner Arrangeur, Komponisten und Dirigenten Bernd Wefelmeyer ein abendfüllendes Arrangement von 19 Freddie Mercury-Songs für Rockband, Sinfonieorchester und großen Chor in Auftrag gegeben und tourt damit in Kooperation mit verschiedenen Orchestern und Chören seit 2007. Das Queen Klassical enthält Songs von Freddie Mercury aus dem Queen-Repertoire sowie Klassik-Adaptionen seines Barcelona-Albums mit Montserrat Caballé. Wer am 17.04.2010 noch nichts vor hat, sollte sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Aus erster Quelle weiß ich bereits, dass das Konzert ein großartiges Hörereignis wird! Karten für Kurzentschlossene gibt es beim Vorverkauf der Stadthalle Wilhelmshaven.
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Vier Jahre musicampus
Still ist es um den Podcast geworden, ruhig ging es auch in den vergangenen Wochen bei musicampus zu. Aber dennoch: musicampus feierte vergangene Woche sein vierjähriges Bestehen. Am 01.04.2006 ging die erste Podcast Episode online. Mittlerweile hat sich eine Menge interessanter Folgen im Archiv angesammelt. Auch die Blogbeiträge wurden immer umfangreicher. Anfangs nur als Kurzbeschreibung für meine Podcast Episoden gedacht, macht es mittlerweile - ich gebe es nur ungern zu - mehr Spaß, über Bands zu schreiben, als per Podcast darüber zu berichten. Vor allem, weil mir oft die Möglichkeit verwehrt bleibt, Musik im Podcast abzuspielen, wirken Audiobeiträge sinnlos, wenn es nichts darin nichts über die besprochenen Künstler zu hören gibt. Vier Jahre musicampus bedeutet auch weiterhin: Kennenlernen und Verbreiten von Informationen zu interessanten Künstlern, die ich ohne musicampus vermutlich nie kennen gelernt hätte. Manchmal kommt mir musicampus in Zeiten von Facebook, Twitter und Co. schon geradezu anachronistisch vor, da Blogs tot sind und das private Podcasting in Deutschland von etablierten Medien immer weiter in eine kleine uninteressante Nische gedrängt wird. Ein Versuch, einen regelmäßigen Podcast Stammtisch in Bremen zu etablieren ist mittlerweile grandios gescheitert und von mir aufgegeben worden. Um so mehr freut es mich, dass alte Weggefährten, die mir die ersten Schritte zum Bloggen/Podcasting erleichterten und mich bei Fragen immer gern unterstützten, wieder oder noch dabei sein. Genauso freut es mich, dass Blogger und Podcaster, die ich schon seit Jahren verfolge, noch dabei sind. Nun geht es also ins fünfte Jahr und am 01.04.2011 werde ich hoffentlich auf ein halbes Jahrzehnt musicampus zurückblicken können.
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My Name Is Music | Revolution
Eigentlich hätte ich diesen Beitrag auch "Post aus Österreich" nennen können, denn aus Wien kommt das Duo My Name Is Music, das mit seinem Album Revolution ein weiteres Mal beweist, dass österreichische Künstler nicht ausschließlich volkstümliche Musik machen. Allerdings wäre der Titel nicht richtig, da die Post eigentlich aus Bonn kam, denn dort sitzt das Label The Finest Noise Promotion, das mir dieses Album zugeschickt hat. Die Kontaktaufnahme erfolgte über eine Empfehlung von musicampus durch einen Bekannten des Label Inhabers. Da bedanke ich ich ganz artig und freue mich, dass sich musicampus zum Gesprächsthema entwickelt. Phoebe Hall und Niki Altmann sind die beiden Künstler, die das Duo My Name Is Music bilden, das weit ab vom Mainstream Lieder aufgenommen hat, die durch Eingängigkeit, Ideenreichtum und musikalisches Können überzeugen. Kein huschhusch produzierter Cash-Trash malträtiert den Zuhörer, sondern fein arrangierte und abwechslungsreiche Lieder, die unterschiedlicher nicht sein können, überraschen beim ersten Hören. Zwar zieht sich ein roter Faden von Anklängen an die 60er und 70er Jahre durch das Album, aber das ruhige Queen Of The World unterscheidet sich so sehr von Oh Shit My Boyfriend Is Darth Vader, dass man meinen könnte, das Duo habe sich noch nicht gefunden und probiere noch aus. Allerdings dürfte dies kalkuliert sein, da sich die beiden Werke insgesamt so harmonisch in das ganze Album einfügen, dass man es als solches hören muss, um es zu verstehen. Auch wenn Revolution geradezu minimalistisch produziert wurde, hat man aufgrund des filigranen Bass- und Gitarrenspiels von Niki Altmann nie das Gefühl, etwas zu vermissen. Abgerundet wird das Gesamtbild durch den Gesang von Phoebe Hall. Anhören sollte man sich auf jeden Fall Birthday Cake - ein wunderbares Duett für Stimme und Bass. Schade finde ich, dass My Name Is Music offenbar nur über eine MySpace Seite verfügt. Gern hätte ich mehr über dieses außergewöhnliche Duo und die Künstler, die dahinter stehen erfahren.
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The Chieftains feat. Ry Cooder | San Patricio
Welcher Teufel mich geritten hat, die Chieftains mit einer britischen Alternative Pop Band in Verbindung zu bringen, als ich meinen iPod mit San Patricio für eine längere Bahnfahrt vorbereitete, weiß ich bis heute nicht. Aus Hamburg erreichte mich ein paar Tage vorher deren aktuelles Album, produziert vom Chieftains Mastermind Paddy Molony und Ry Cooder. So stand ich also einige Minuten später an einem verregneten Samstagmorgen an der Bushaltestelle, schaltete meinen iPod in Erwartung ebendieser britischen Musik ein und wurde von allerbester mexikanischer Folklore überrascht. Ich muss nicht extra erwähnen, dass das Bild, das sich mir bot, etwas Skurriles hatte: die Regentropfen tanzten vor mir in den Pfützen, das Tageslicht hatte noch nicht seine volle Stärke erreicht und über die mexikanische Musik in meinen Ohren stellte sich bei mir prompt eine Art von Urlaubsgefühl mit äußerst guter Laune ein. Fehlte nur noch ein Tequila Sunrise, der natürlich morgens um kurz vor halb neun nicht nur undenkbar sondern schlichtweg nicht zu bekommen war. Es drängte sich mir die Frage auf: wer sind die Chieftains? Diese Frage war nach meiner abendlichen Rückkehr schnell beantwortet, warf aber viele weitere Fragen auf und ließen mich erkennen, dass dieses Album San Patricio etwas ganz Besonderes sein muss. Die Musik ist großartig und die Mischung aus mexikanischer und irischer Folklore hat etwas Eigenes, das ich vorher noch nicht in dieser Form gehört hatte. Dass Ry Cooder schon seit längerem nicht mehr ausschließlich als der König der Slide-Guitar zu betrachten war, ist mir spätestens seit dem 2005 erschienenen Album Chávez Ravine bekannt. Aber hinter diesem Album steckt mehr, denn musikalisch wird eine Episode aus dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg 1848, in dem Mexikaner gemeinsam mit Iren gegen die USA gekämpft haben, aufgearbeitet (folgende Beschreibung entnahm ich der Pressemitteilung von networking-media): Während des Mexikanisch-Amerikanischen Kriegs verließen Captain John Riley und ein kleines Bataillon, das größtenteils aus Iren bestand, ihren Posten in den USA und beschlossen, ihrem Gewissen folgend, Seite an Seite mit der mexikanischen Armee unter dem Kommando von General Antonio López de Santa Anna gegen die Nordamerikaner zu kämpfen. Von den Amerikanern wurden sie daraufhin als Verräter und Deserteure geschmäht und weitgehend aus den Geschichtsbüchern verbannt. Generationen von Mexikanern und Iren aber feiern sie bis in die heutigen Tage hinein als Helden, die sich mutig gegen einen ungerechten und nur notdürftig verschleierten Angriffskrieg zur Wehr gesetzt hatten. Zwar kämpften in den Reihen der San Patricios auch Benachteiligte und Unterdrückte anderer Nationen (u.a. Deutsche, Polen und Schotten), aber die Mehrzahl waren Iren, die erst kurz zuvor, in Amerika gelandet waren. In ihrer Heimat hatten sie unter der Knute der englischen Großgrundbesitzer gelitten und die verheerenden Folgen einer Hungersnot kennengelernt, zu deren Eindämmung die britischen Behörden nichts unternahmen. In Amerika angekommen, blieb ihnen durch ihre Armut und die Umstände kaum etwas anderes übrig, als sich der Armee anzuschließen, wo sie dann meist unter englischstämmigen, protestantischen Offizieren dienen mußten, die sie denselben Demütigungen aussetzten, die sie schon in ihrer Heimat erfahren hatten. Für einige war der Mexikanisch-Amerikanische Krieg ein Religionskrieg, für andere ein Freiheitskampf und für eine weitere Gruppe war es ein Krieg, der Abenteuer und Aussicht auf ein besseres Leben versprach. Am Ende war es für Mexiko und die San Patricios aber ein tragischer Krieg mit großen Verlusten. Die wenigen überlebenden San Patricios wurden von den mit ihnen gefangenen mexikanischen Soldaten getrennt, wegen Hochverrats vor ein Kriegsgericht gebracht und dann meist dem Henker übergeben oder mit einem “D” für Deserteur auf beiden Wangen gebrandtmarkt. Paddy Moloney war von dieser Geschichte sehr fasziniert und begab sich auf die Suche nach der Musik, die die Mexikaner und Iren verbunden haben muss, als sie zusammengelebt haben. In gemeinsamer Arbeit mit Ry Cooder und den Chieftains entstand dieses wirklich außergewöhnliche Album San Patricio, dessen Musik vom ersten Lied an überzeugt. Ein interessantes Interview von Ry Cooder gibt nochmals seine Sichtweise ausführlich wieder.
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Dr. Will | Speak Of The Devil
Immer wenn ich Post aus Hamburg bekomme, weiß ich, dass mich wieder etwas Besonderes erfreuen wird. Denn im Hamburg sitzt ein Musikkenner, der eine Nase für Musiker der ungewöhnlichen Art hat. Meist sind deren Alben thematisch weit weg vom üblichen Mainstream, haben ihren ganz eigenen Charakter und wurden von Künstlern produziert, die ihr Handwerk gelernt und es verstanden haben. Genau so verhält es sich bei Dr. Will, der Ende Januar 2010 sein Album Speak Of The Devil veröffentlicht hat. Von diesem Künstler habe ich vorher noch nichts gehört, geschweige denn von seinem Vorgängeralbum Itching Again. Ein Fehler, wie ich wieder einmal feststellen musste, denn dieses mir vorliegende Album Speak Of The Devil ist wirklich ungewöhnlich und der Künstler bereits seit mehr als 20 Jahren aktiver und erfolgreicher Musiker. Verschrieb er sich zunächst der R'nB'-Szene, gab ein Aufenthalt in New Orleans, während dessen er den Louisiana-Style des R'n'B kennen und schätzen lernte, seinem künstlerischen Schaffen eine neue Wendung. Er kultivierte seine in den USA gewonnenen Eindrücke in Deutschland und avancierte im Laufe der Zeit zu einem gern gesehenen Gast nicht nur auf Festivals und Konzerten. Dr. Will spielte nicht nur für die Ludwig Seuss Band oder Willy de Ville, sondern produzierte auch die Alben von Al Jones und Chris Hall. Bereits 2006 begann Dr. Will mit den Arbeiten an Speak Of The Devil und schon der erste Blick auf das Cover ließ mich staunen, denn nicht weniger als 18 Songs - gestaffelt in drei Aufzüge - sowie vier Videos erhält man beim Kauf der CD. Speak Of The Devil ist ein Konzeptalbum, durch das ein roter Faden führt. Erzählt wird die Geschichte von Walter, Willie und Sally und deren Schicksale, deren Geschichten sowie kleine und große Tragödien. Eingebettet sind diese kleinen Lebensgeschichten in eine Jahrmarktattraktion – dem Voodoo Barbecue. Ein Voodoo Guru führt durchs Programm und am Ende müssen alle sterben. Liest man, dass ein Album ein Blues Album sei, hat man eine gewisse Ahnung, was einen beim Anhören erwartet. Allerdings konnte ich diese Erwartung bereits beim ersten Song ad acta legen, da die Musik von Dr. Will sehr eigenwillig arrangiert wurde. Neben unzähligen Blues untypischen Instrumenten wie Banjo, Sitargitarre, Cello, Xylophon, Glockenspiel, Ukulele, Weingläsern, Mund-Perkussion und Beatbox wartet das Album mit elektronischen Loops und einem 20-köpfigen Kinderchor auf. Dr. Will will mit seinem Album nicht gefallen - er biedert sich nicht mit gefälligen Arrangements und wohlgefeiltem Gesang an. Darüber sollte man sich vor dem Anhören klar sein. Doch wer sich der Herausforderung stellt, wird nicht enttäuscht sein, da Dr. Will einen unwillkürlich in die fiebrige Atmosphäre des Voodoo zieht. Ein musikalisches Spektakel, das man sich auf seiner Seite anhören kann. Wer sich hat überzeugen lassen, kann das Album bei Amazon und bei ROCKCD kaufen oder zu einem der Konzerte gehen: 06.03.10 DE Gelting, Hinterhalt 10.03.10 DE Eching, Michels Bar* 14.03.10 DE Rohrbach, Incontri 24.03.10 DE Fürth, Kofferfabrik 25.03.10 DE Lichtenfels, Stadtschloss 26.03.10 DE Bad Dürkheim, Krähenhöhle 27.03.10 DE Cloppenburg, Briefkasten 15.05.10 DE Bittstätt bei Erfurt, Himmelfahrte – OpenAir 10.12.10 DE München, ARS Musica im Stemmerhof 11.12.10 DE München, Schrottgalerie Friedel 16.12.10 DE Ingolstadt, Neue Welt * Acoustic Performance feat. Anja Morell Fotos: Dean Bennici
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Bernd Rinser | GOT YOU
Mittlerweile ist es schon wieder mehr als ein Jahr her, dass ich Southern Swamp Impressions von Bernd Rinser besprochen habe. Zwischenzeitlich berichtete ich über seine Teilnahme bei der German Blues Challenge und Ende des vergangenen Jahres erreichte mich seine Mitteilung, dass sein neues Album kurz vor der Vollendung stand. Mittlerweile ist mit GOT YOU das dritte Album einer Trilogie fertig gestellt und steht kurz vor der Veröffentlichung. Ich schätze mich glücklich, dass ich bereits vorab die Möglichkeit bekommen habe, das mittlerweile fünfte Album dieses außergewöhnlichen Bluesmusikers genießen zu dürfen. Bernd Rinsers Musik, die er als RootsRock - southern swamp & dusty road ballads bezeichnet, ist dem weiten Feld des Americana zuzuordnen und fest mit Folk, Blues, Country und Soul verwurzelt. Daher ist die Bezeichnung Bluesmusiker eigentlich auch viel zu eng gegriffen, was einem beim Hören seiner Alben unmittelbar bewusst wird. Ganz in der Tradition der Langspielplatte überschreitet GOT YOU nur geringfügig die 41-Minuten-Marke und bildet mit den Vorgängeralben Peace of Mind (2007), Southern Swamp Impressions/Struck By Love (2008) als Konzeptalben den Abschluss einer kleinen Reihe. Das Konzept bestand darin, ohne Drummer zu arbeiten. Die Percussion-Elemente sollten bei allen Alben nur stützend eingesetzt werden und daher wurde auf den Einsatz eines kompletten Drumsets verzichtet. Bernd Rinser legt bei seinen Aufnahmen besonderen Wert darauf, trotz Technik und der Möglichkeiten, die einem ein Tonstudio geben kann, eine natürliche Atmosphäre zu schaffen, die seinen Werken einen atmenden und pulsierenden Charakter verleiht. Dies gelingt ihm auch bei diesem Album wieder und lässt einen manches Mal aufhorchen. Man glaubt beim Hören wieder einmal nicht, dass es ein deutscher Künstler ist, der mit Tom Waits ähnlichem Timbre klug arrangierte Songs darbietet. Gleich das zweite Lied Biblebelt mit seinem charakteristischen Intro versetzt den Zuhörer in den Mittleren Westen der USA. Genau das ist das Ziel Bernd Rinsers: er möchte den Zuhörer auf eine musikalische Reise mitnehmen, was ihm zweifelsohne gelingt. Mir hat dieses Album besser gefallen als seine beiden Vorgänger - obwohl ich damals schon sehr begeistert war. Aber insgesdamt erscheint mir GOT YOU abwechslungsreicher und ausgereifter. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, kann bereits jetzt auf Bernds Homepage unter CDs Auszüge der Songs hören. Foto: bs-photoart.de
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Bravo-Beatles-Blitztournee | Thorsten Knublauch
Vor mehreren Wochen wurde ich vom Betreiber des befreundeten Blog German BEAT! auf Thorsten Knublauchs Buch The BRAVO BEATLES BLITZTOURNEE aufmerksam gemacht. Es sollte sich dabei um eine Zusammenstellung von Fakten rund um die 1966 in Deutschland durchgeführte Tournee der Fab Four handeln. Bei solchen Informationen lasse ich mich nicht zweimal bitten und einige wenige Wochen später lag das Werk auf meinem Schreibtisch: es hat mich mit seiner Fülle an Fakten schier erschlagen. Obwohl ich mich schon seit mehr als 20 Jahren intensiv mit den Beatles auseinandersetze, hat der Autor für die ausführliche Recherche zur Tour ein ganz besonderes Lob verdient. Thorsten Knublauch erfüllt in dem insgesamt 251 Seiten umfassenden Buch so ziemlich jeden Wunsch rund um Informationen zu Ticketpreisen, Interviews, Setlists oder sogar Bestuhlungspläne. Interessant fand ich die Aufstellung des verwendeten Equipments, spielte 1966 in meinen Augen eine dahingehend besondere Rolle, dass John Lennon u.a. sich beispielsweise von seiner Rickenbacker E-Gitarre verabschiedete und sich der Epiphone E230TD Casion zuwandte. Das Buch hat insofern "Nerd"-Qualiät - und das ist als Kompliment gemeint, weil Thorsten Knublauch sämtliche akribisch recherchierten Informationen ausführlich mit Fotos, Originaltickets, Plänen und Interviews belegt hat. Er hat somit eine mir bis dato unbekannte und einzigartige Dokumentation des wohl Beatles verrücktesten Wochenendes im Frühsommer 1966 geschaffen. Sicher handelt es sich bei diesem Buch um keine herkömmliche Lektüre - aber Beatles Freunde in aller Welt dürften sich über dieses ausschließlich in englischer Sprache geschriebene Buch freuen. Wer interessiert ist, sollte sich Thorstens Website anschauen.
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Tomas Bunk mit eigenem Blog
Vermutlich sagen die Namen Tomas Bunk oder Tom Bunk vielen meiner Lesern zunächst einmal nichts. Auch bei mir klingelte es noch nicht, als ich im Sommer 2008 im Feuilleton der FAZ las, dass Volker Reiche in dessen Urlaubszeit durch einen gewissen Tom Bunk vertreten werde. Erst als ich begann, den Comic in zehn Folgen täglich in der FAZ zu verfolgen, erkannte ich, dass Tom Bunk einer der Zeichner neben Don Martin, Sergio Aragonés und Dave Berg ist, die mir aus dem MAD Magazin in Erinnerung geblieben sind. Es ist seine besondere Art zu zeichnen, welche immer leicht hektisch und bewegt wirkt, die mir gefallen hat. Der Comic in der FAZ zeigt bewegend die Geschichte, wie Tom Bunks von Berlin nach New York kommt und dort schafft und lebt. Diesen Comic fand ich so beeindruckend, dass ich ihm ein kurzes Feedback per E-Mail gab, was ihn wohl so freute, dass er sich dafür persönlich herzlich bedankte. Vor einigen Wochen erhielt ich eine weitere Mail von ihm, in der er auf sein Blog aufmerksam machte, das er kürzlich parallel zu seiner Website ins Leben gerufen hat und regelmäßig mit seinen Bildern befüllt. Diese Seite ist nicht nur für Freunde des skurrilen Humors ein absolutes Muss, auch seine Illustrationen sind ein Hingucker! Unbedingt sollte man sich seine Energy Units anschauen.
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My Elegy | moderner Metalcore
Im Laufe meines musikalischen Lebens bin ich mit bereits mit vielen Namen für Stilrichtungen konfrontiert worden und ich bin immer geneigt zu sagen, dass ich mittlerweile sämtliche Stilbezeichnungen kennen müsste. Als ich dann allerdings im vergangenen Herbst die EP Causa Finita von fünf jungen Männern aus Bruchsal hörte und erfuhr, dass der Stil moderner Metalcore genannt wird, stellte sich bei mir eine Art Aha-Effekt ein. Wieder einmal hatte ich dazu gelernt und festgestellt, dass dem Erfindungsreichtum keine Grenzen gesetzt sind und dieser Stil bereits weitreichend etabliert ist. Ob ich jemals Freund dieser Stilrichtung werde, dürfte allerdings fraglich sein. Was uns My Elegy auf der EP bietet, ist schon starker Tobak. Nicht, dass mir harte Musik nicht gefallen würde, aber hier fühlte ich mich - ich beschreibe es einmal so: überfordert. Im Jahre 2005 wurde My Elegy in Bruchsal gegründet und besteht aus Kevin Becker (voc), Norman Trautmann (git), David Becker (git), Christoph Becker (bass) und Markus Mohr (drums). Ihre Ziele sind hoch gesteckt und ambitioniert, denn sie wollen nicht nur Deutschland und Europa erobern, sondern am liebsten die ganze Welt. Die ersten Schritte haben sie bereits erfolgreich hinter sich gebracht, denn sie haben bereits mehrere lokale Bandwettbewerbe gewonnen und konnten sich 2008 gegen 2000 andere Bands behaupten. Die Folge war ein Auftritt auf dem Summer Breeze Festival, bei dem sie weitere Freunde gefunden haben. Im Januar 2009 haben sie die angesprochene EP in Zusammenarbeit mit dem Team des Cubeaudio Studios aufgenommen. Death, Thrash und Progressive Metal und Hardcore-Anklänge bilden die Einflüsse, auf deren Grundlage die Band ihre Songs schreibt und entwickelt. Schnelle harte Parts - und ich meine schnell und ich meine hart - wechseln sich mit langsamen druckvollen Breakdowns ab und prägen zusammen mit melodischen und emotional geladenen Interludes den besonderen Stil von My Elegy. Genau das ist es, was die Band ausmacht: sie lieben die Freiheit, die sie sich beim Überschreiten von Grenzen verschiedener Genres nehmen und entwickeln dabei ihre eigene musikalische Sprache. Freunde des Metal und Hardcore dürften viel Freude bei dieser Band haben. Einen Eindruck kann man sich auf ihrer MySpace Seite verschaffen.
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Katarina Koš?ová | Nebotrasenie
Nebotrasenie heißt der musikalische Leckerbissen der slowakischen Künstlerin Katarina Koš?ová, mit dem ich mich aus der Weihnachtspause zurückmelde. Während in Deutschland seit Jahresbeginn der Superstar 2010 gesucht wird, kann sich Katka, wie sie auch liebevoll genannt wird, bereits als Gewinnerin der Variante aus der Slowakei glücklich schätzen, den Absprung aus der BMG Maschinerie geschafft zu haben, in der sie kaum Einfluss auf die Songs hatte. Nebotrasenie ist bereits das dritte Album der knapp 28jährigen und das erste, bei dem ihr das kleine Label Slnko Records als Co-Produzentin die Unabhängigkeit gibt, ihre eigene Richtung zu gehen. Mit der Sicherheit erstklassiger Musiker, die sie begleiten, hat sie ein wunderbares Werk geliefert, das unbedingt hörenswert ist. Das Album erhielt ich zeitgleich mit zwei weiteren CDs, die ich nur kurz anspielen wollte. Zum Leidwesen der MixTape-Fee, die eigentlich mit mir Einkaufen gehen wollte, blieb ich bei Nebotrasenie hängen und war ganz gefangen von der Bandbreite der Lieder, die eine Mischung aus Chanson, Folk, Jazz und einen Hauch von Pop umfasst. Beeindruckend ist darüber hinaus, dass das Album mit der gewissen Schwere durchzogen ist, die wohl aus slawischen Einflüssen resultiert. Erwähnenswert ist noch, dass Katka mit Blues O Nespavosti einen erstklassigen Blues präsentiert, der deshalb besonders und ungewöhnlich klingt, weil er slowakisch gesungen wird. Nebotrasenie ist aber nicht nur eine Sammlung von Liedern, sondern auch ein Buch voller Gedichte, die von Michal Baláž geschrieben wurden. Mangels Kenntnis der slowakischen Sprache bleibt mir dies allerdings unerschlossen. Vielleicht gibt es einmal eine deutsche Übersetzung, denn Katka wird wohl in diesem Jahr Deutschland besuchen kommen. Bisher tourte sie durch Tschechien, durch die Slowakei und spielte in England. Für 2010 ist eine kleine Tour durch Deutschland, Österreich, und Frankreich geplant. Insgesamt ist Nebotrasenie eine vorweihnachtliche Überraschung besonderer Art gewesen, über die ich mich besonders gefreut habe. Natürlich kann man über die obligatorische MySpace Seite einen Eindruck gewinnen.
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Frohe Weihnachten 2009
Irgendwann einmal habe ich hier das Phänomen beschrieben, dass die Zeit schneller zu verstreichen scheint, je älter man wird. Eine Lösung für dieses Empfinden könnte das Verhältnis von bspw. einem gelebten Jahr zum tatsächlichen Lebensalter sein, das von Jahr zu Jahr kleiner wird. So kommt es, dass heute wieder einmal Heiligabend vor der Tür steht und ich das Gefühl habe, dass der letzte Beitrag an einem 24.12. noch gar nicht so lange her ist. Wenn ich dann aber an dieses für mich turbulente Jahr mit einschneidenden Ereignissen denke, frage ich mich, wie diese alle im Jahre 2009 Platz finden konnten. Hinzu kam die sich verändernde Bloggerwelt - Blogs sind tot, es lebe das Microblogging, dem auch mich mich nicht mehr ganz entziehen kann. Die Anzahl meiner Podcastepisoden ist - allerdings nicht deswegen - drastisch geringer geworden, die meiner Blogbeiträge ist wieder gestiegen. Ich habe wieder interessante Menschen kennen gelernt, über die ich hier entweder berichtete oder die selbst zu Wort gekommen sind. Der Bremer Podcast Stammtisch konnte sich in diesem Jahr etablieren und so freue ich mich, dass jetzt vierteljährlich ein verlässlicher Stamm an netten Podcasterinnen, Podcastern und Hörern den Weg zum Stammtisch findet. Das kommende Jahr wird wieder viele neue Herausforderungen mit sich bringen, die es gilt, mit dem Podcast und Blog in Einklang zu bringen. Es würde mich freuen, wenn ich meine Hörer und Leser weiterhin mit im Grunde unberechtigter Weise unbekannten Künstlern bekannt machen kann, da ich besonders in diesem Jahr wieder festgestellt habe, wie fruchtbar und bunt die musikalische Landschaft Deutschlands abseits des Mainstream und Cash Trash ist. Zum guten Schluss möchte ich mich wieder bei allen Lesern, Zuhörern, Kommentatoren und all denjenigen, die ich im vergangenen Jahr persönlich kennenlernen durfte, dafür bedanken, dass sie sich die Zeit nehmen und meine Beiträge regelmäßig und kritisch verfolgen. Ich wünsche ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes und zufriedenes neues Jahr! Euer Thomas
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The Psychos | Blood Sweat Rock'n Roll
Normalerweise verbinde ich als Norddeutscher mit Südtirol die Dolomiten und Bergidylle. Was Musik aus Südtirol angeht, bauen sich vor meinem geistigen Auge volksmusiksingende Damen im Dirndl und bärtige Zitherspieler auf. Dass dies wieder einmal nichts als Vorurteile sind, beweisen The Psychos aus Bozen, die jüngst ihr Album Blood Sweat Rock'n Roll veröffentlicht haben. Eva und Tom vom Netlabel Airbagpromo Records machten mich auf die Punk'n Roll Band aufmerksam, dessen Album unter der Creative Commons-Lizenz (BY-NC-ND) steht und kann frei herunter geladen werden darf. Derzeit besteht die Band, die in ihrer Urversion bereits seit 2002 besteht, aus Roberto Favalli (voc, git), Thomas Pichler (git), Marco Vicentini (b) und Daniel Grüner (dr), wobei die Band in den vergangenen Jahren einige Personalwechsel überstand. Blut, Schweiß, Rock'n'Roll ist das Resultat einer sieben Jahre währenden Lehrzeit mit intensiven Live-Auftritten, die die Band auf die wohl schlimmsten Bühnen Europas führte. Das Album ist sehr rauh und direkt und wirkt mitunter wie eine gefährliche Mischung aus Feuer, Kunst und Leidenschaft. Die Band spielt ihren Punk'n Roll ziemlich kompromisslos und rockt sich bereits nach wenigen Takten in das Herz des Zuhörers. Der muss allerdings dieser Musikform ziemlich zugeneigt sein, sonst fühlt er sich bereits nach den angesprochenen wenig Takten schnell überfordert. Mir gefällt die Musik der Psychos ziemlich gut - manches Mal fühlte ich mich beim Hören an die Appetite for Destruction oder Lies von Guns N'Roses erinnert. Außerdem bin ich mir sicher, dass man nach diesem Album mit Südtiroler Musik nie wieder Volksmusik assoziieren wird. Allerdings wundert mich, dass auf dem Album der Hinweis über explicit lyrics fehlt.
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Kristina Kanders | Say Something
Bereits heute gibt es mit der Vorstellung von Kristina Kanders und ihrem Album Say Something eine großartige kleine Vorabbescherung. Kleiner Wermutstropfen ist allerdings, dass dieses Album erst ab dem 22.01.2010 zu erwerben sein wird. Dennoch möchte ich es hier schon jetzt erwähnen, da dieses klanglich einmalige Kaleidoskop geeignet ist, seine weihnachtlichen Gutscheingeschenke sinnvoll und gut anzulegen. Mir blieb beim ersten Hören die Spucke weg, trotzdem ich zunächst nicht wusste, wie ich die Musik einordnen soll. Irgendwie klingt das Album nach Elektro, irgendwie nach Jazz, irgendwie poppig und vor allem klingt irgendwie ungewöhnlich und abgefahren. Diese Form der Musik scheint genau zur Vita dieser mir bis dato unbekannten und außergewöhnlichen Künstlerin zu passen. Kristina Kanders, 1962 geborene Kölnerin und Tochter der weltberühmten Konzertsängerin Agnes Giebel, ist Schlagzeugerin und Komponistin. Das musikalische Talent wurde ihr in die Wiege gelegt, denn bereits mit vier Jahren sang sie und spielte Klavier. 1987 ging sie nach New York, um dort Jazz zu studieren (Masters Degree, Queens College) und blieb dort achtzehn Jahre. Während ihrer Zeit in New York lernte Kristina international renommierte Künstler kennen und spielte beispielsweise gemeinsam mit Cyro Baptista’s Beat the Donkey, Emiliana Torrini, Pizzicato Five, John Zorn oder Marc Ribot. Weitere internationale Erfahrung sammelte sie bei Tourneen durch die USA, Holland und Portugal sowie musikalische Studienreisen nach Südindien und Brasilien. Außerdem war sie elf Jahre Dozentin für Schlagzeug, Percussion und Gehörbildung am Jazz & Contemporary Music Program der New School University in New York. Derzeit produziert Kristina Kanders vornehmlich ihre eigene Musik und veröffentlichte Ihr Solo Debütalbum For All People im Jahre 2008. Darauf folgten Konzerte, die sie teils allein, teils im Duo mit Bernd Gast an den Keyboards und Laptop bestritt. Nur gute sechzehn Monate nach dem ersten Album erscheint nun im kommenden Januar das angesprochene Album Say Something, das zehn neue Kompositionen umfasst, die akustische und elektronische Klänge zwischen Jazz und Pop mit ihrer ganz persönlichen Handschrift verbinden. Was mich an diesem Album beeindruckte, sind die durchweg experimentierfreudigen Sounds, mit denen sie arbeitet. Sie verknüpft in für mich noch nicht gehörter Form vielfältige Rhythmen und Grooves mit - ich nenne es einmal so - traditionellen Instrumenten wie Saxophon oder der wohl nicht jedem bekannten Quica. Meine anfängliche Skepsis wich der Neugier, die dann in Begeisterung umschlug. Wer sich vorab schon einen Höreindruck verschaffen möchte, sollte ihre Website oder die obligatorische MySpace Seite besuchen. Meine beiden Favoriten des Albums sind Good Moaning und Kimnara. Übrigens vertreibt sie, ganz independant Künstlerin, das Album selbst über iTunes, Amazon und über ihre Homepage unter music. Die CD-Releaseparty findet am 21.01.2010 im Herbrand’s in Köln statt.
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Struwwelhitler | Buchtipp
Im Zuge seiner Kindheit ist wohl jeder irgendwann einmal mit dem Struwwelpeter in Berührung gekommen und hat staunend erfahren, was passieren kann, wenn man nicht folgsam ist. Auch wenn diese Geschichten von Heinrich Hoffmann über hundertfünfzig Jahre alt sind, haben sie noch immer einen pädagogischen Grundwert, auch wenn man heute die Auffassung vertreten könnte, dass auch dieser antiquiert sei. Unstrittig ist auf jeden Fall, dass der Struwwelpeter fast unzählige Adaptionen nach sich zog, von denen eine der Struwwelhitler - A Nazi Story Book by Dr. Schrecklichkeit ist. Hierbei handelt es sich um eine Parodie des originalen Struwwelpeter, verfasst von den beiden Brüdern Robert und Philip Spence, um Hitler und seine Schreckensherrschaft der Lächerlichkeit preiszugeben. Auf schlechtem Papier und in kleinem Format gedruckt, war es der Beitrag der beiden Briten zum "Daily Sketch War Relief Fund", der die britischen Truppen und die Opfer des deutschen Luftkriegs unterstützte. Neben den original englischen Versen, die sich wiederum am original Struwwelpeter orientierten und die zugrunde liegenden Geschichten zeitgemäß auf Nazideutschland umdichteten, findet man die deutsche Übersetzung, die glücklicherweise nicht wortwörtlich, sondern sinngemäß im Sprachstile Hoffmanns gehalten ist. Joachim Fest steuert mit seinem Vorwort einen Beitrag bei, der den Struwwelhitler in den zeitgenössischen Kontext einordnet und erläutert. Mich hat dieses Büchlein fasziniert und ich möchte es jedem empfehlen, der offen für eine ungewöhnliche Lektüre ist.
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Dirk Böhling liest Weihnachtliches
Für ganz Kurzentschlossene, die am heutigen Freitag noch nichts vorhaben und aus dem Großraum Bremerhaven kommen, habe ich einen besonderen Tipp. Dirk Böhling, Moderator, Schauspieler und Regisseur, liest heute ab 19:30 Uhr für KNUTS BUCH im Vortragssaal der Stadtbibiliothek im Hanse Carrée. "Es begab sich aber zu der Zeit - Besinnliches, Heiteres und Nachdenkliches rund um das schönste Fest des Jahres" heißt das Weihnachtsprogramm des bekannten Radio Bremen Moderators. Mit seinem stimmungsvollen Programm sorgt er für ein paar Stunden der Ruhe, der Besinnung, aber auch für humorvolle Einlagen. Wer Dirk Böhling kennt und möglicherweise schon einmal einer seiner Lesungen beiwohnen durfte, weiß, dass viele Facetten der Vorweihnachtszeit mal nachdenklich-kritisch, mal heiter-skurril, dabei aber immer exzellent dargeboten werden. Musikalisch unterstützt wird er dabei vom Bremerhavener Gitarristen Michael Waldschmidt (Michael W. And friends ), der das Programm musikalisch untermalt. Im Anschluss an die Lesung lädt das KNUTS BUCH Team zu einem gemütlichen Beisammensein mit Dirk Böhling in KNUTS BUCH ein ! Der Eintritt kostet EUR 9,-- . Weitere Informationen gibt es auf der Website.
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Musikregal Stöckchen
Während momentan wieder einmal die Sinnhaftigkeit des Bloggens in der heutigen Zeit diskutiert wird und der Trend offenbar in Richtung Twitteritis und Turboblogsysteme zeigt, wirft Reen ein Stöckchen in die Welt. Total oldschool, vintage und retro sowieso fragt er in seinem aktuellen Beitrag, wie wohl mein Musikregal aussehe. Nichts leichter als das. Geschwind nahm ich heute meine kleine Lumix, hockte mich vor mein Regal und knipste mit leichter Überbelichtung und Verwackeln, um meinen Lesern einen mittlerweile gewohnten und als angenehm empfundenen iPhone oder Handyknipse Eindruck meines Regals zu vermitteln. Durch einen beherzten Klick auf das Foto erhält man einen uneingeschränkten Blick auf das gesamte Regal. Rechts unten sieht man darauf übrigens einen Ausschnitt des gemütlichsten Ohrensessels der Welt. Bekanntlich bin ich der Meister des Stöckchenversagens. Dennoch möchte ich es mir nicht nehmen lassen, Günni und Crucible zu fragen, wie deren Musikregale aussehen. Vielleicht klappt es ja. Gern hätte ich auch das des Nasendackels gesehen, allerdings dürfte er wohl nur einen Screenshot seiner iTunes Bibliothek liefern können. Egal, soll er! Und hat sich Martin in der Rockymountainstreet ein Musikzimmer eingerichtet?
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Im September startete die diesjährige Podcast-Umfrage der hannoverschen Agentur BlueSky Media und dem Berliner Unternehmen podcast.de. Nach meinem Aufruf zur Teilnahme war es lange still, aber vorgestern erreichte mit die Mitteilung, dass die Ergebnisse bald online abzurufen seien. Ganz hervorragend fand ich, dass die teilnehmenden Podcaster vorab eine persönliche Auswertung erhalten haben, die Aufschluss über die eigenen Hörer und deren Verhalten gibt. Danach sind meine regelmäßigen Podcasthörer zu 87% kluge Männer und 13% kluge Frauen - und mehr wird nicht verraten. Die kompletten Umfrageergebnisse liegen seit gestern bei www.podcast.de zum Download und zur eigenen Interpretation bereit. Interessant finde ich, dass sich meine Vermutung, die bereits 2008 als Tendenz zu sehen war, bestätigt hat: Podcasts werden primär als Informationsmedium genutzt, weniger zur Unterhaltung. So stehen bei den Nutzungsmotiven Information (87%), neue Denkanstöße (77%) und die Weiterbildung (76%) im Vordergrund. Dagegen werden Unterhaltung (68%), Entspannung (57%) und Spaß (55%) deutlich seltener genannt. Außerdem scheinen Nutzer von Podcasts einer speziellen Zielgruppe anzugehören, die dem Web 2.0 sehr offen gegenüber stehen. Denn Podcasthörer sind auch eifrige Nutzer von Videoportalen wie youtube, Blogs und Communities wie studiVZ oder MySpace. Nicht überraschend ist, dass auch Twitter von einer Großzahl der Podcast-Nutzer regelmäßig frequentiert wird. Dagegen finde ich sehr überraschend, dass ein Großteil der Podcasthörer die klassischen Medien Radio und Fernsehen dagegen gerade einmal rund eine Stunde am Tag einschaltet. Insgesamt ist es doch immer wieder aufschlussreich, sich einmal durch solche Studienergebnisse zu wühlen. Es gefällt mir, dass die vorliegende Podcast-Untersuchung als Langzeit-Studie angelegt ist, die zum Ziel hat, die jährlichen Veränderungen in der Podcast-Nutzung aufzuzeigen soll. Ich bin ja immer noch felsenfest davon überzeugt, dass das Medium Podcast eine Zukunft auch jenseits technikaffiner IT-Freunde haben kann und frage mich angesichts der Top-Listen bei iTunes, weshalb die Comedy-Verwertung der klassischen Medien angesichts der Ergebnisse der Studie dort so hoch im Kurs stehen kann.
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Pünktchen und Anton als Comic
Das Schöne an der Vorweihnachtszeit ist, dass ich öfter als im Sommer Zeit und Muße finde, abends anstatt in den Fernseher in ein Buch zu schauen. Immer häufiger lasse ich mich auf gut gemachte Comics ein und bin so auf eine Adaption des Erich Kästner Klassikers Pünktchen und Anton gestoßen. Die Comic Zeichnerin Isabel Kreitz hat sich der bekannten Erzählung um Luise Pogge und deren Freund Anton Gast angenommen und daraus eine wunderbare Bildergeschichte gezaubert. Als großer Fan von Walter Trier hat sie dessen Stil angewendet, der uns vor allem von den Buchdeckeln der Erich Kästner Kinderbücher bekannt sein dürfte. Sehr detailreich hat sie die 30er Jahre eingefangen und die Geschichte witzig umgesetzt. Man kann sich auch bei mehrmaligem Durchlesen in den einzelnen Bildern geradezu verlieren, da man immer wieder Neues entdeckt. Der erste Gedanke beim Schmökern war: genauso habe ich mir den geradezu legendären Showdown mit der dicken Berta vorgestellt, wie Isabel Kreitz ihn in Bildern umgesetzt hat. Erstaunlicherweise duftet das Buch übrigens fantastisch. Dieses Buch ist ein ein absolutes Muss - nicht nur für Kinder! Isabel Kreitz hat bereits 1997 den Deutschen Comic-Preis erhalten und zählt zu den besten Comic-Zeichnern Deutschlands. Pünktchen und Anton ist nach nach Literatur-Adaption Der 35. Mai, für die sie 2008 den Max-und-Moritz-Preis verliehen bekam, bereits die zweite Geschichte von Erich Kästner, die sie als Comic umgesetzt hat.
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Road Closed Ahead | Punchrock aus Neuried
Es ist wahrlich keine leichte Kost, was Road Closed Ahead aus Neuried musikalisch bieten. Aber das, was die vier Musiker selbst als Punchrock bezeichnen, ist eine Form von Musik, die ich bis dato so noch nicht gehört habe. Vermutlich kann der Stil wohl als Crossover bezeichnet werden, der Metal, Rock und Punk so geschickt miteinander verbindet, dass durch die Hinzugabe ganz eigener Stilelemente eine krachende Melange entsteht, die mich beim Zuhören so fasziniert hat, dass ich meinen Lesern Road Closed Ahead nicht vorenthalten möchte. Seit dem Jahr 2000 ist das Quartett bereits unterwegs und hat sich in dieser Zeit einen treuen Fankreis erspielt und war 2008 im Finale für Ringrockers für Rock Ring und spielte beim Ungkraft Festival in Schweden. Dieses Jahr traten die Punchrocker bei der Coca Cola Soundwave Tour und beim Mini Rock Festival Horb am Neckar auf. Zwischendurch fanden sie noch die Zeit, im Cubeaudio Tonstudio eine Promo-EP aufzunehmen. Alle drei Songs können komplett auf der Website der Band angehört werden. Bereits der erste Titel Livin' in the past hat mich durch das energetische Arrangement und den charakteristischen Gesang in Verbindung mit den harten Riffs vollkommen überzeugt. Was ich besonders aufregend fand, waren das filigrane Gitarrenspiel und die Backgroundgesänge, die trotz oder gerade wegen der knallharten Gitarren herausstechen. Man darf gespannt sein, wann das erste Album von Road Closed Ahead erscheinen wird. Vorher besteht die Möglichkeit, die Band live zu sehen: 26.12.2009 ab 20:00 Uhr in Schachen, Baden-Württemberg 16.01.2010 ab 20:00 Uhr im Wasserwerk, Neuried, Baden-Württemberg Natürlich hat Road Closed Ahead auch eine MySpace Seite.
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QTom ab heute mit Rock-Kanal
Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich hier QTom vorgestellt habe, eine Plattform für interaktives Fernsehen. Als Kind der MTV Generation habe ich vor allem bis Mitte der 90er viel Zeit vor meinem kleinen Fernseher verbracht und die audiovisuellen Coups der Musikindustrie genossen. Auch wenn Musikvideos zu der Zeit keine revolutionäre Neuerung mehr waren, war das Angebot von MTV abwechslungsreich und unterhaltsam. Die Videos wurden immer aufwändiger und Formate wie MTV's Most Wanted, in der Ray Cokes hatten schnell Kultstatus. Auch als VIVA das Licht der Welt erblickte und noch einen Gegenpol zu MTV bildete, standen die Musikvideos im Vordergrund des Sendeangebots. Diese Situation hat sich über die Jahre bekanntlich grundlegend geändert. VIVA und MTV verschmolzen und wer abends einen der beiden Sender einschaltet, findet dort amerikanische Doku-Soap-Formate, Cartoons und Klingeltonwerbung en masse. Programme, in denen über eine Stunde Videos am Stück gezeigt werden, sind mir nur noch vereinzelt aufgefallen. Hier versucht nun QTom seine Nische zu besetzen und hat mit seiner interaktiven Plattform ein Angebot geschaffen, das es ermöglicht, kostenlos Videos nach eigenem Gusto abzurufen. Ab heute geht nun ein Rock-Kanal auf Sendung und Bela B und Billy Talent lassen es sich nicht nehmen in extra Specials durch das Programm zu führen, in denen sie ihre Lieblings-Rock-Clips präsentieren. Ein besonderes Bonbon ist, dass Bela B im Rahmen der Neuaufnahme des Rock-Kanals die Premiere seines neuesten Videos Schwarz/Weiß in einer alternativen Version exklusiv auf QTom feiert.
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The Muppets | Bohemian Rhapsody
Es war ruhig geworden um die legendäre Puppentruppe aus den USA. Hier und da wurden mehr oder weniger erfolgreiche Filme veröffentlicht, aber Klassiker wie die Muppet Show oder die Adaption von Charles Dickens Weihnachtsgeschichte wollten nicht mehr gelingen. Heute erhielt ich aber bereits mehrfach über Twitter Links von begeisterten Freunden der Muppets. Es gibt bei YouTube ein wundervolles Video zum Klassiker Bohemian Rhapsody der britischen Rockband Queen zu sehen. Ganz im Stil des originalen Videos finden wir unsere Muppet-Freunde wieder, die auf ihre eigene Art den Hit interpretieren. Ein absoluter Hingucker, der jedem zu empfehlen ist, der die Muppet Show wegen der überragenden Qualität liebt.
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Ein Etablissement wird insolvent
Vor mehr als einem Jahr habe ich einen Song eines mir bekannten Künstlers auf musicampus uraufgeführt. Seitdem ist es im Blogbereich als ständige Aufforderung zum Gratisdownload aufgeführt: Der Puff hat zu. Außerdem ziert es den Blogfeed als nicht zu übersehende Fußnote. Der Song muss wohl - abgesehen vom ansprechenden Titel - Potenzial haben, wurde er bereits einige tausend Mal herunter geladen. Dennoch gab mir dieses Lied immer einen Grund zur Sorge, da der Gesang im Mix verloren wirkte - bzw. fast unhörbar war. Dies wurde bereits verschiedentlich angesprochen. Es fehlte immer die Zeit, das Werk zu überarbeiten, was mich immer gestört hat. Am Wochenende entdeckte Reen den Song und verfasste darüber noch in derselben Nacht einen Blogbeitrag, was mich sehr gefreut hat. Aber auch er sowie der Nasendackel brachten zum Ausdruck, dass der Gesang sehr leise sei. Daher habe ich den heutigen Vormittag genutzt, den Mix einer kleinen Überarbeitung zu unterziehen - aber keine Angst, es wird keinen Electro-Disco-Agro Remix 2009 geben. Es hat nur hier und da einige leichten Auffrischungen gegeben. Es sollte nun auch der Gesang besser zu hören sein.
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Tricky Lobsters | Black Songs
Black Songs heißt das mittlerweile fünfte Album der Rostocker Band Tricky Lobsters. Am 07.11.2009 kam es auf den Markt und führt nach einer etwa zweijährigen Pause das fort, was seit Gründung der Formation 1996 konsequent entwickelt wurde: Rock'n Roll as Rock'n Roll can. Was auf Black Songs zu hören ist, kann mit Fug und Recht als ganz harter Tobak beschrieben werden und schlägt einem mit voller Härte in die Gehörgänge. Großartigen Rock der ganz rauhen Sorte haben die vier Rostocker zu einem Album zusammen gestellt, das Freunde des Hardrock überzeugen dürfte. Beim ersten Anhören des Albums war ich mir noch nicht sicher, ob es mir gefällt oder nicht. Aber es entwickelte sich beim zweiten Anhören eine gewisse Faszination für die Strukturen und Arrangements - und vor allem für das Gitarrenspiel in Verbindung mit dem gnadenlosen Schlagzeug. Teilweise klingt es bluesig, teilweise nach heavy metal und immer abwechslungsreich, aber unerträglich. Dass Tricky Lobster im Song Moto Mojo mit dem I shot the Sheriff Riff überraschen, gibt dem Ganzen noch eine besondere Note. Tricky Lobster sollte man auf keinen Fall ungehört übergehen. Es lohnt sich. Wer es lieber live mag, hat in den kommenden Wochen mehrfach Gelegenheit dazu, Tricky Lobsters zu sehen: 20.11. Bautzen - Steinhaus 21.11. Eisenhüttenstadt - Gasoliners 11.12. Ludwigsfelde - NVA Club 18.12. Rostock - MAU Club 26.12. Salzwedel - Hanseat 27.12. Halle - Rockstation
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Ohrenfeindt im Meisenfrei in Bremen
Heute abend wird im Meisenfrei in Bremen der Keller beben, denn die St. Pauli Vollgasrocker Ohrenfeindt geben dort ihr diesjähriges Bremer Konzert. Die Bremer Rock- und Blues-Kultkneipe bietet wohl das beste Ambiente, das sich eine Band vorstellen kann. Um das Publikum müssen sich die drei Musiker sicher keine Sorgen machen. Beim letzten Konzert im Moments war es brechend voll und wegen der überschaubaren Anzahl der Ohrenfeindt Besuche in der Hansestadt kann ich mir vorstellen, dass es heute eng wird, da Ohrenfeindt mittlerweile einen ansehnlichen Fankreis erspielt hat. Wer mit dem Gedanken spielt, sich von den Live-Qualitäten des Power-Trios überzeugen zu wollen, sollte sich rechtzeitig vor 20:00 Uhr im Meisenfrei einfinden, um noch einen guten Platz zu ergattern. Wer wie ich heute nicht zum Konzert kommen kann, findet auf Ohrenfeindts Website die kommenden Termine.
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Kongo Skulls | Perfect Suicide
Mit den Kongo Skulls, die am 07.11.2009 nach ihrem Debütalbum Asshole nun mit Perfect Suicide das Nachfolgealbum veröffentlicht haben, landete wieder ein Album der härteren Gangart auf meinem Schreibtisch. Die Hamburger Band, die auf der legendären Reeperbahn im Herzen St. Paulis beheimatet ist, legt ein Werk vor, das mit seinen dreizehn Titeln und einer Spielzeit von etwas mehr als 44 Minuten an die gute alte LP Tradition anknüpft. Überhaupt ist das Credo der Band die Ursprünglichkeit und sie legt Wert darauf, dass die brachiale Kraft des von ihr gespielten Bluesrock ungeschönt auf den Tonträger gebannt wird. Ziel scheint, dass die Energie der Live-Auftritte des Trios eingefangen und den Zuhörern zugängig gemacht werden soll, die sich bisher noch keinen Eindruck von den Qualitäten der Kongo Skulls verschaffen konnten. Hier werden mit harten Riffs, Breaks, Wah-Wah, Doublebass, Cowbell und fetten Basslinien sämtliche Register gezogen, um es ordentlich krachen zu lassen. Und wie es kracht, kann man sich auf ihrer Website und bei der obligatorischen MySpace Seite anhören. Dass man mit Rockmusik bei mir offene Türen einrennt, dürfte mittlerweile bekannt sein. Wieder einmal habe ich meinen Horizont erweitern können und freue mich, dass weitab vom Mainstream noch Musik gemacht wird, die das Etikett Rock verdient. Das Album Perfect Suicide hebt sich erfreulich vom glattgebügelten Cash Trash von durch Plattenfirmen durchgestylte und zielgruppenkompatibel gemachte Bands ab, der der heutigen Jugend von den Konzernen als Rockmusik kredenzt wird. Auch wenn in den zuletzt genannten Kreisen Image Alles ist, finde ich, es muss nicht alles Image sein. Fotos: Axel Kuschur
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5. Bremer Podcast Stammtisch
Am vergangenen Freitag - es war Freitag, der 13. - fand der mittlerweile schon 5. Bremer Podcast Stammtisch in der Bremer Schlachthofkneipe statt. Nicht nur wegen des Datums schien der Tag nicht besonders geeignet zu sein, weil sich bereits im Vorfeld abzeichnete, dass sich lediglich eine Rumpfbesetzung einfinden würde. Allerdings hat sich meine Befürchtung zerschlagen und es hat sich entgegen der Ankündigungen von Absagen wieder eine illustre Runde im Schlachthof eingefunden. Die Schlachthofkneipe war an diesem Freitag brechend voll, da im Konzertsaal Funny van Dannen ein Konzert gab. Die einzige Servicekraft dieses Abends (es war schon etwas erstaunlich, dass angesichts des Konzerts nur eine Bedienung eingesetzt wurde) war fürchterlich überfordert und war kaum in der Lage, die Bestellungen aufzunehmen und zu liefern. Dabei war sie aber so sympathisch frustriert, dass man ihr die etwas längere Wartezeit und die leichte Konfusion überhaupt nicht übel nehmen konnte. Auch dieses Mal fand sich wieder eine interessante Runde ein, in der ein reger Austausch über verschiedene Podcasts, Podcastthemen und die derzeitige Entwicklung von Blogs und Podcasts stattfand. Neben Susanne und Norbert kamen Timo und Thomas, die tagsüber Geocaching betrieben und hungrig in Bremen ankamen. Petra fand sich ein und mit etwas Verspätung stießen noch Rafael und Agnieszka hinzu. An diesem denkwürdigen Abend haben wir den Black Nose Day erfunden, der nun regelmäßig zu den Podcast Stammtischen stattfinden wird. Noch suchen wir nach einer sinnvollen Begründung für das Tragen schwarzer Nasen, aber erste Tests mit den Prototypen stießen in der Twitterwelt auf breite Zustimmung. Sehr erfreut waren wir über den Überraschungsbesuch von Silvia und Bettina, die nach dem Konzert noch als Zuhörer die Runde bereicherten. Bettina ist eine begeisterte MacGyver-Tag Hörerin und spielt derzeit mit dem Gedanken, einen eigenen Podcast ins Leben zu rufen. Angesichts der geballten Podcaster Anwesenheit, hat sie die Gelegenheit genutzt und sich mit allerlei notwendigem und nützlichen Wissen versorgt. Insgesamt war der 5. Bremer Podcast Stammtisch ein rundum gelungener Abend, der wieder einmal viel zu schnell vorüber war. Wir hoffen, dass wir beim nächsten Mal - im Februar - die Teilnehmerzahl ein wenig steigern können und würden uns sehr über weitere Hörer freuen, die uns die Gelegenheit zum Austausch geben würden. Wer Interesse hat, über den kommenden Stammtisch informiert zu werden, hinterlasse einen Kommentar mit gültiger E-Mail-Adresse. Diese wird dann in die Mailing-Liste aufgenommen.
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The xPlode
Als ich vor ein paar Wochen im Cubeaudio Tonstudio war, hat mir Nadine nach dem Interview eine junge Band ans Herz gelegt, die trotz - oder gerade wegen - des jugendlichen Alters der Musiker schon beachtliche Erfolge erzielen konnte, The xPlode. Hinter diesem Namen verbergen sich die vier Musiker Teo Hentzschel (voc), Bo Zillmann (git), Michael Kasper (b) und Magnus Frey (dr), die alle zwischen 19 und 21 Jahre alt sind. Bo und Teo haben schon vor Gründung von The xPlode gemeinsam in einer Band gespielt, die dann aus musikalischen Gründen umformiert wurde. Michael und Magnus, welche schon eine Weile in einer anderen Band zusammengespielt haben, stießen hinzu. The xPlode treten mit klaren Zielen in die harte Bandarbeit ein und wollen nicht weniger, als mit ihrer Musik auf den "Rock Olymp" klettern, nationale wie internationale Erfolge feiern sowie möglichst viele Menschen auf der ganzen Welt mit ihrer Musik erreichen und glücklich machen. Getreu dem Motto, dass der Mensch mit seinen Aufgaben wachse und dabei stets sein Ziel im Blick behalten sollte, haben sie die ersten wichtige Schritte bereits erfolgreich getan und beispielsweise den zweiten Platz beim bundesweiten VIVA- Schooljam Bandcontest und den dritten Platz beim landesweiten Play-Live-Contest gewonnen. Zweimal belegten sie sogar den ersten Platz beim regionalen Support your local Act Contest. Sie waren Support von Revolverheld, Teilnehmer beim Rain Before Seven Concert Tribute Konzert für Fraser Cameron und spielten auf dem Red-Bull Tourbus sowie auf dem Mini-Rock Festival in Horb am Neckar. Anfang 2009 waren Sie mit dem Produzenten Markus Gumball im Cubeaudio Studio bei Göttingen, um eine EP mit drei Singles zu produzieren. Diese EP konnte ich mir mittlerweile mehrfach anhören und ich muss sagen, dass die Jungs richtig erwachsen klingen und harte Riffs mit eingängigen Melodien gekonnt verbinden. Wer sich ein Bild über die Band möchte, kann sich auf deren MySpace Seite Songs anhören und Videos anschauen. Wie ich erfahren habe, stehen die endgültigen Tourdaten noch nicht fest. Wer die Band einmal live erleben möchte, müsste sich über MySpace informieren.
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Young@Heart heute im WDR
Ganz kurzfristig habe ich meine Pläne für den heutigen Beitrag umdisponiert, da ich unbedingt auf den Film Young@Heart aufmerksam möchte, der heute - leider erst um 23:15 Uhr - im WDR gezeigt wird. Letzten Herbst habe ich diesen Film im Bremer Filmkunsttheater Gondel gesehen und war von dieser Reportage über einen Chor aus mindestens 70jährigen sehr beeindruckt. Das Besondere am Chor Young@Heart aus Northampton, Massachusetts ist, dass er trotz des hohen Alters der Mitglieder Rocksongs singt. Von Purple Haze von Jimi Hendrix bis Fix you von Coldplay probt der Chor ein erstaunliches Repertoire und führt es auch regelmäßig auf. Wer heute die Gelegenheit hat, sich diesen Film anzuschauen, sollte diese beim Schopfe greifen. Ich bin mir sicher, dass es sich lohnen wird. Ansonsten besteht ja auch noch die Möglichkeit, den Film aufzunehmen und am Wochenende zu schauen.
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Frank Ramond | Große Jungs
Wenn zufällig ein Ereignis eintritt, das mich positiv überrascht und ich dabei zudem etwas lerne, stellt sich bei mir eine Grundzufriedenheit ein, von der ich lange zehren kann. So ist es auch bei der Ankündigung des Debütalbums Große Jungs von Frank Ramond geschehen. Zunächst einmal fragte ich mich ernsthaft, ob ich Frank Ramond kennen müsste, weil mir dessen Name nicht geläufig war. Dass ich aber seit einigen Jahren so etwas wie ein Freund seiner Kunst bin, wurde mir erst bewusst, als ich mich mit ihm zu beschäftigen begann. Leser meines Blogs und Hörer meines Podcasts wissen, dass ich ein nicht ganz ungespaltenes Verhältnis zu Liedern mit deutschen Texten habe. Dass das unmittelbare Verstehen deutscher Texte beim Hören - im Gegensatz zu dem englischer oder französischer Texte - ein Lied entzaubern kann, weil die darin häufig verarbeiteten und preisgegeben Banalitäten oft wie ein Schlag ins Gesicht wirken, mag ein Grund sein. Zu oft versinken meines Erachtens die Texte der deutschsprachigen Künstler - und ich betrachte noch nicht einmal Schlager oder volkstümliche Musik - im unheilvollen Dreieck aus Seichtigkeit, Betroffenheit und Missionierungsdrang. Oder in geradezu erschreckender Plattheit, die dem Ruf der Deutschen, ein Volk der Dichter und Denker zu sein, in keiner Weise gerecht wird und geradezu karikiert. Vor einigen Jahren nahm ich mehr oder weniger unterbewusst wahr, dass ich bei einigen Künstlern beim Hören derer Lieder die Musik ausblendete und dem Inhalt der Texte zuhörte. So richtig begeistern konnte ich mich für Annett Louisans Das alles wär' nie passiert und Lieber Orangenhaut (als gar kein Profil) von Ina Müller, weil hier Geschichten aus dem Leben so pointiert und überraschend erzählt werden, dass man einfach zuhören muss. Autor dieser kleinen Geschichten und vieler anderer, die von weiteren Künstlern wie Roger Cicero oder Barbara Schöneberger interpretiert wurden, ist Frank Ramond. Der hat nun beschlossen, die Seiten zu wechseln und seine kleinen Geschichten als Singer/Songwriter selbst authentisch zu interpretieren. Das Ergebnis ist das bereits angesprochene Album Große Jungs. Frank Ramond interpretiert darin dreizehn Kompositionen, die ihr Vorbild in den großen Chansons der Hochblüte französischer Musik haben und die mit lateinamerikanischen Anlehnungen verfeinert werden. Erstaunlich ist dabei seine Stimme, die unglaublich sympathisch mit einem unverwechselbaren Timbre versehen ist. Warum, fragt man sich, hat er erst jetzt sein Debüt als Sänger gegeben? Das Album gefällt mir außerordentlich gut und hat große Chancen, Bestandteil des Soundtrack of my Life zu werden. Es sind die überraschenden Enden und die allgegenwärtige Ironie, die das Werk so hörenswert machen. Auch musikalisch gibt es überhaupt nichts zu kritisieren. Eingängige Melodien gepaart mit Arrangements, die keine Wünsche offen lassen, machen die dreizehn Lieder zu einem Hörerlebnis. Heute abend ist Frank Ramond um 18:30 Uhr zu Gast bei rbb (TV) in der Sendung "zibb". Tourdaten: 12.11.2009 Zürich 13.11.2009 Niedernhausen 15.11.2009 Stuttgart 16.11.2009 Ulm 17.11.2009 Dresden 22.11.2009 Wien 23.11.2009 Linz 24.11.2009 Nürnberg 27.11.2009 Erfurt 29.11.2009 Oberhausen Hier ist er gemeinsam mit Ina Müller auf ihrer Liebe macht taub -Tour zu sehen.
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Bon Jovi | The Circle
Bon Jovi gehören seit jeher zu der Sorte von Bands, die extrem polarisieren. Verkennen die einen Bon Jovi als Poser, weichgespülte Frauenversteherband oder mainstreamorientierte Popmaschinerie, gelten sie für die anderen als unantastbare Ikone der Rockmusik, die seit gut 25 Jahren ihren Platz im Rockolymp behaupten. Die Wahrheit wird vermutlich wie immer irgendwo zwischen den beiden Extremen liegen. Eher zufällig fiel mir gestern das aktuelle Album The Circle in die Hände, das die Rocker aus New Jersey offenbar klammheimlich produziert und veröffentlicht haben. Zumindest kam die Veröffentlichung für mich völlig überraschend. Genauso überraschend war, dass Bon Jovi beim gestrigen Festakt zum 20. Jahrestag des Mauerfalls ihre erste Singleauskopplung We weren't born to follow vor dem Brandenburger Tor präsentierten. Das Album klingt wenig überraschend einfach nach Bon Jovi. Da werden keine neuen Wege beschritten und es wird auf Bewährtes zurückgegriffen, was aber ähnlich wie bei den Rolling Stones oder AC/DC den besonderen Reiz bei dieser Band ausmacht. The Circle klingt gewohnt druckvoll im typisch poppigen Bon Jovi Rock, gitarrenlastig mit bombastischem Backgroundgesang. Insgesamt wurden wieder sämtliche produktionstechnische Register gezogen. So ist die Produktion wieder sehr voluminös geworden und klingt sehr plastisch. Mir gefällt ja der Stil, wie Richie Sambora Gitarre spielt und wem es wie mir geht, wird manches Mal erfreut den Lautstärkeregler während des Gitarrensolos hochdrehen. Insgesamt ist The Circle wieder ein Album, bei dem Bon Jovi Freunde glänzende Augen bekommen, während der Rest wie gehabt keine freundlichen Worte übrig haben dürfte. Foto: ©2009 Kevin Westenberg
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Blue Man Group | Show wurde überarbeitet
Vor zweieinhalb Jahren war ich mit der MixTape-Fee in Berlin, wo wir uns im BLUEMAX Theater Berlin die Show der Blue Man Group angeschaut haben. Das war ein ganz besonderes Ereignis, das jedem zu empfehlen ist, der eine Reise in die Hauptstadt plant. Die Show aus New York City ist einzigartig, weil hier Musik, Comedy, Kunst und Wissenschaft so miteinander verbunden werden, dass Worte fast überflüssig sind. Diese Mischung ist witzig und immer wieder überraschend. Begleitet von Livemusikern rocken die Künstler und begeistern das Publikum. Seit der Deutschlandpremiere 2004 haben bereits über 1,75 Millionen Zuschauer die Show gesehen. Damit ist sie die erfolgreichste Show in Berlin und ich kann mit dem Brustton der Überzeugung behaupten, dass wir zu den mehr als 70% der Besucher gehören, die als Touristen aus dem In-und Ausland dabei waren. Damit noch mehr internationales Publikum den Weg zum Potsdamer Platz findet, wurde die Show überarbeitet. Es wurden englischsprachige Texte eingefügt, Szenen überarbeitet und Showelemente verändert. Dabei wurde von dem amerikanischen und deutschem Kreativteam der Focus darauf gelegt, dass die Show sowohl für die deutschsprachigen als auch für die englischsprachigen Besucher weiterhin verständlich bleibt. Neu ist auch, dass das Show-Ende überarbeitet wurde. Obwohl ich Fan der Hauptstadt bin und es genug Sehenswertes gibt, das ich bisher noch anschauen konnte, wäre die Überarbeitung der Blue Man Group ein Anreiz, wieder einmal die Reise nach Berlin anzutreten. Diejenigen, die die Blue Man Group noch nicht kennen, können sich hier einen Überblick verschaffen.
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Alice Hive | Shattentak
Wenn junge Künstler unkonventionelle Wege beschreiten, um ihr Können zu perfektionieren und alles daran setzen, dieses einem breiten Publikum bekannt zu machen, finde ich das beachtenswert und konsequent. Mit Skepsis betrachte ich, wenn eine grundlegende Schulbildung zugunsten einer fixen Idee über eine ungewisse künstlerische Karriere vernachlässigt wird und der unsichere Weg in ein knallhartes Business ohne entsprechendes Handwerk beschritten wird. Alice Hive ist der Name einer Bamberger Künstlerin, die mit fünfzehn Jahren begann, Gedichte und Songs zu schreiben. Zunächst schrieb sie Songs aus dem Genre Metal englischen Texten. Im Jahre 2008 beschloss sie, ihr Leben ganz der Musik zu widmen und rief ihr Blog alicehive.de ins Leben, auf dem sie seitdem Artikel über Kreativität, Musik und persönliche Entwicklung schreibt. Ebenfalls 2008 Jahr beschloss sie, ihr erstes Album zu produzieren und publizierte es im August 2009 unter dem Projektnamen SHATTENTAK und dem Albumtitel „spurlos“. Alice Hive widmet sich bei diesem Projekt den Genres Electro/Pop/Rock. Das Album kann seit August 2009 gratis angehört werden. Wer Gefallen an dem Werk gefunden hat, kann das Album auch herunter laden. Alice Hive stellt dem Musikfreund frei, ob er das Album gratis herunter laden möchte oder ob er die Künstlerin mit einem selbst zu wählenden Preis unterstützen möchte Das Album umfasst zwölf Songs, teils instrumental, zum größten Teil mit Gesang. Insgesamt wirkt das Album auf mich sehr düster und melancholisch, was von der Künstlerin offensichtlich angestrebt wird, da sie ihr Werk als Album beschreibt, das sich "mit deutschen metaphorischen Texte, eingängigen Melodien und eine melancholische Atmosphäre" auszeichne. Zwei Lieder gefallen mir von der Idee sehr gut: das melancholische Spurlos sowie Held, in dem neben einer interessanten Hook-Line eine inspirierte E-Gitarre verblüfft. Alice Hives Stimme klingt für ihr Alter sehr erwachsen und hat eine angenehme tiefe Farbe. Was Elektro Pop angeht, bin ich bekannter Maßen zu wenig bewandert, um mich darüber auslassen zu können, was Stil und Kreativität betrifft. Mir fallen aber sofort zwei Blogger ein, von denen einer selbst produziert und der andere ausgesprochener Elektro Freund ist. Vielleicht können die ihre Eindrücke in den Kommentaren hinterlassen oder die Gelegenheit wahrnehmen und selbst über Alice Hive zu bloggen. HappyBuddha hat es übrigens bereits getan.
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MacHeist nanoBundle gratis
Immer wieder überrascht uns MacHeist mit seinen Missions und Bundles, die in der Regel hochwertige Programme zu sehr günstigen Preisen enthalten. Ob diese Programme immer sinnvoll sind oder gebraucht werden, ist wohl die wichtigste Frage, die man sich vor dem Kauf eines Bundle überlegen muss. Oft rechnet sich der Kauf aber schon, wenn genau eine Anwendung dabei ist, die man wirklich benötigt. Die nächste Mission steht kurz bevor und MacHeist macht Appetit mit einem sechs Programme umfassenden völlig kostenlosen nanoBundle. Lediglich eine Registrierung bei MacHeist ist notwendig und man muss vorab die Frage beantworten, ob man auch bereit wäre, für dieses Bundle zu bezahlen - und wieviel. Nach dem Einloggen auf der MacHeist Seite stehen die Programme sofort zum Download bereit. Allerdings muss man ein wenig auf die Freischaltung warten, da derzeit die Nachfrage sehr hoch ist. Fünf der Programme werden sofort zur Nutzung freigegeben. Sobald 500.000 Bundles geladen wurden, wird auch die Freigabe zum sechsten Programm freigegeben (Marine Writer). Die Aktion läuft noch vier Tage. Folgende Programm umfasst das Bundle: ShoveBox – kostet normalerweise $24,95 WriteRoom – kostet normalerweise $24,95 Twitterrific – kostet normalerweise $14,95 TinyGrab – kostet normalerweise $14 Hordes of Orcs – kostet normalerweise $24,95 Mariner Writer – kostet normalerweise $49,95 Gemäß der Devise "haben ist besser als brauchen" liegt das Bundle nun auch auf meiner Festplatte. Allerdings kommt derzeit nur Twitterific zum Einsatz. ShoveBox werde ich in den kommenden Tagen einmal testen. WriteRoom weckt mein Interesse irgendwie gar nicht. Ob TinyGrab jemals zum Einsatz kommen wird, bezweifle ich. Hordes of Orcs ist ein Spiel - am Mac spielt man nicht. Was Marine Writer kann, wird sich zeigen. Hoffentlich lässt sich MacHeist für die Mission 4 auch wieder etwas Schönes einfallen.
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#494 Interview mit Uschi Nerke
Manche Ideen erscheinen beim ersten Aufblitzen so abwegig, dass man sie sofort wieder verwirft. Fast wäre es mir genauso gegangen, als mir beim Anschauen dieses Videos die Idee kam, Uschi Nerke, die Moderatorin des legendären Beat-Club, zu fragen, ob sie sich für Interview zu Verfügung stellen würde. Zu viele Gründe sprachen in meinen Augen dagegen. Aber der Stachel dieser Idee saß zu tief und so kam es, dass Uschi Nerke und ich heute eine gute Stunde im neuen Radio Bremen Funkhaus saßen und das Interview führten. Hier traf es sich, dass heute die Veranstaltung Beat-Club and Friends stattfindet, zu der u.a. die britische Erfolgsband Spencer Davis Group (ja, die mit Keep on Running und Gimme some Lovin') auftreten wird. Direkt im Anschluss an ihre allwöchentliche Radiosendung Beat-Club, die immer samstags zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr bei Radio Bremen zu hören ist (auch als Webchannel für Nicht-Bremer über das Internet), trafen wir uns im Restaurant Weserhaus. Uschi Nerke brachte äußerst gute Laune mit, nahm mir das (wie immer vorhandene) Lampenfieber und stellte sich meinen Fragen. Sie erzählte allerlei Interessantes aus ihrer Vergangenheit bei Beat-Club, Musikladen im Speziellen und bei Radio Bremen im Allgemeinen. Außerdem gibt es Anekdoten über Musiker zu hören und auch heute habe ich wieder etwas gelernt. Dieses Interview hat mir viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass Freunde des Beat-Club und Fans von Uschi Nerke auf ihre Kosten kommen.
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Ina Müller | Die Schallplatte - nied opleggt
Seit Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts tritt immer wieder Ina Müller in mein Leben. Sei es musikalisch mit Queen Bee, auf die ich durch ein Plakat aufmerksam wurde, als ich Ende der 90er Jahre einen Kurztripp nach Sylt unternahm, oder als vorabendliche Gastgeberin in ihren Sendungen Land und Liebe (die mittlerweile von Yared Dibaba übernommen wurde) oder Inas Norden. Natürlich dürfen das preisgekrönte Format Inas Nacht und ihre Alben, in denen sie ironisch u.a. mit Jugendsünden, Nebenbuhlerinnen und dem natürlichen Reifeprozess von Frauen umgeht, nicht vergessen werden. Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass es einige Gemeinsamkeiten zwischen Ina Müller und mir gibt. Ihre Wurzeln hat sie in einem Dorf unweit von Bremerhaven, das bekanntlich mein Geburtstort ist. Sie lebte einige Zeit auf Sylt, die sie wohl im Gegensatz zu mir nicht nur freiwillig, sondern auch länger dort verbrachte. Ina Müller liebt die Musik und hat offensichtlich eine enge Verbindung zu ihrer norddeutschen Heimat. Diese Verbundenheit zu Norddeutschland und zum Niederdeutschen (Plattdeutsch) hat sie wohl dazu bewogen, das gerade erschienene Album Die Schallplatte - nied opleggt aufzunehmen. Es handelt sich dabei um ein Werk, das aus zwölf Liedern besteht, die allesamt mit plattdeutschen Texten versehen sind. Während es sich bei drei der Titel um neue Kompositionen handelt, liegen mit den neun anderen Liedern neu arrangierte Adaptionen bekannter Hits vor. Allein die Idee, Titel wie beispielsweise Lemon Tree oder What's up neu zu arrangieren und mit plattdeutschem Gesang aufzunehmen, ist schon erwähnenswert. Normalerweise verbindet man plattdeutscher Musik Weisen, Traditionals oder Shantys, die entweder von einschlägig bekannten norddeutschen Bands oder Shanty Chören dargeboten werden. Dass Popmusik, Rockiges oder Jazz im Gewand der plattdeutschen Sprache ein völlig eigenständiges Genre darstellen können, wird beim Hören dieses Albums deutlich. Insgesamt ist Die Schallplatte - nied opleggt sehr stimmungsvoll. Vor allem wegen der sehr ruhigen Arrangements mit akustischen Instrumenten stellte sich bei mir so eine Art Herbstgefühl ein. Bei gedämpftem Licht und ohne Ablenkung offenbart sich die Tiefe des Werks, zu dem man nicht nur durch die Erzählungen in den Liedern Zugang bekommt, sonder vor allem durch Ina Müllers Gesang. Auf der einen Seite singt sie sehr gefühlvoll, flüstert hier fast mit gebrochener Stimme, um an anderer Stelle gnadenlos ekstatisch zu röhren. Unbeschreiblich ist ihre Stimme, und das macht wohl auch die Faszination aus. So scheint sie immer am Rande der Stimmlosigkeit, wenn sie wie zum Beispiel im melancholischen Schnee fallt bald, einer grandiosen Interpretation des Real Book Klassikers Autumn Leaves, mit ihrer eigenen heiseren Art von Sehnsucht erzählt. Gänsehaut ist hier vorprogrammiert. Dieses Album gefällt mir sehr, weil ich eine großartige Ina Müller erlebt habe, die gefühlvoll zeigt, dass plattdeutsches Liedgut nicht nur traditonell sein muss. Wer aus Sachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Österreich oder aus der Schweiz kommt, kann sich glücklich schätzen, denn dort ist Ina Müller im November auf Tour. Tourdaten: 08.11.2009 Würzburg 09.11.2009 Chemnitz 10.11.2009 Augsburg 12.11.2009 Zürich 13.11.2009 Niedernhausen 15.11.2009 Stuttgart 16.11.2009 Ulm 17.11.2009 Dresden 22.11.2009 Wien 23.11.2009 Linz 24.11.2009 Nürnberg 27.11.2009 Erfurt 28.11.2009 Ilsenburg
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Dave Matthews Band auf Europa-Tournee
Wie verhält es sich eigentlich mit der Duplizität von Ereignissen - oder verwende ich den falschen Terminus für folgenden Sacherhalt: Die Dave Matthews Band war mir bis zu einem gemütlichen Abend unter Freunden Anfang September lediglich als Name ein Begriff. Weder wusste ich, welche Art Musik sie macht, noch wusste ich, ob sie besonders gut oder gar herausragend ist. Es trieb mich auch nichts an, mehr über sie heraus zu finden. Dies änderte sich an besagtem Abend. Nach selbst gemachter Pizza und bei geistreichen Getränken Gesprächen forderte die Gastgeberin ihren Mann auf, die Live-DVD der Dave Matthews Band einzulegen. Die folgenden Minuten waren dann so etwas wie eine Lehrstunde in Sachen Musikkunde. Eine Band, die live mit einer solchen Spielfreude auftritt, das Publikum von der ersten Note packt und mit auf eine musikalische Reise nimmt, erlebt man selten. Die Band um Dave Matthews bewegt sich gerade zu spielerisch zwischen Rock, Pop, Folk, Funk, Jazz und Country, experimentiert mit Fusion-Elementen und klassischen Momenten - ohne dabei aber den daraus resultierenden ganz eigenen Stil aufzugeben. Das ist also die Dave Matthews Band, dachte ich, und erhielt wenige Tage darauf eine recht umfangreiche Mitteilung, dass genau diese Band im Frühjahr ihr achtes Studioalbum Big Whiskey and the GrooGrux King veröffentlicht habe und jetzt auf große Europa-Tournee gehen wird, in deren Rahmen sie im Februar und März auch in Hamburg, Berlin, München, Köln und Frankfurt auftritt. Etwas seltsam kommt mir diese ziemliche geballte Konfrontation mit der Dave Matthews Band schon vor. Nicht, dass ich es schlimm fände. Ganz im Gegenteil - und vielleicht, denke ich, schwingt gerade jemand mit einem riesigen Zaunpfahl. Tourdaten: 16.02.2010, Dienstag, Hamburg, CCH 1 17.02.2010, Mittwoch, Berlin, Tempodrom 20.02.2010, Samstag, München, Zenith 28.02.2010, Sonntag, Köln, Palladium 04.03.2010, Donnerstag, Frankfurt, Jahrhunderthalle
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Bruce Wilson | Traveller
Am 02. November veröffentlichte Bruce Wilson sein Album Traveller. Na und, mag sich der eine Leser oder die andere Leserin fragen, wer ist Bruce Wilson und weshalb erfährt er eine besondere Erwähnung? Als ich das erste Mal mit dem Namen des Künstlers konfrontiert wurde, war ich wahrscheinlich ebenso ahnungslos wie wohl die meisten Leser meines Blogs. Meiner mir angeborenen Neugierde folgend begab ich mich auf die Suche nach Informationen und bin ziemlich leer ausgegangen. Mehr als einige Presseinfos, der obligatorischen MySpace Präsenz sowie seiner Website war nicht zu finden. Herauszufinden war, dass er Schotte ist und derzeit in Berlin lebt. Er hat das Album selbst komponiert, produziert und einen Großteil der Instrumente selbst gespielt. Gesungen hat er auch und für seine Arrangements hat er mit Berliner Musikern zusammen gearbeitet. Das ist nicht viel, aber glücklicherweise gab es bereits vor dem Veröffentlichungsdatum die Möglichkeit, in das Album Traveller hinein zu hören, das mich auf Anhieb ansprach. Nun liegt es mir vor und nach mehrmaligem Durchhören stehe ich noch immer ganz unter dem Eindruck des Werks. Zunächst einmal hat mich gefreut, dass ich zu keinem Augenblick des Anhörens das Gefühl hatte, eine Schublade öffnen zu müssen, in die ich den Stil des Albums einordnen müsste. Es klingt poppig, es sind Balladen enthalten, es orientiert sich hörbar an Einflüssen aus dem Britpop und unverkennbar übernimmt Bruce Wilson Stilelemente seiner musikalischen Vorbilder David Bowie, Counting Crows, Ultramarine, The Pretenders oder aber auch Radiohead, um nur einige zu nennen. Überhaupt hat man an mehreren Stellen den Eindruck, als sei es David Bowie selbst, der den Gesang übernommen habe - sehr frappierend ist die Ähnlichkeit bei All the Difference in the World. Beeindruckend finde ich auch die Arrangements, die sehr aufgeräumt klingen und typische Popelemente mit klassischen Instrumenten und elektronischen Spielereien verbinden. Wieder einmal stelle ich fest, dass Elektroelemente, gefühlvoll eingesetzt, nicht im Kontrast zu Streichern, Bläsern oder gitarrenlastigen Arrangements stehen müssen, sondern diese aufwerten können. Das Album scheint einem Konzept zu folgen. Während die ersten Titel eher ruhig und radiotauglich sind, wird Traveller zum Ende immer kraftvoller und innovativer. So bricht beispielsweise Hush Hush am Ende überraschend ab und der ruhige Popsong nimmt eine Wendung im Arrangement gepaart mit einem beatlesquen Gitarrensolo, um dann kurz das alte Thema wieder aufzugreifen bevor es fast übergangslos im fast experimentell anmutenden Down in the Dark mündet. Traveller ist ein überraschendes Album voller Abwechslung. Bruce Wilsons Stimme gefällt mir außerordentlich gut und hat etwas von einem Geschichtenerzähler. Besonders gut gelungen ist die Kombination unterschiedlicher musikalische Genres, Stimmungen und Grooves. Alles ist stimmig und wirft bei mir die Fragen auf: weshalb habe ich vorher noch nichts von ihm gehört?
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Number One! auf kabel eins
Offensichtlich hat der Recycling-Sender kabel eins die Musik als erfolgsträchtige Nische für sein Programm entdeckt. Nicht nur, dass derzeit verstärkt Filme mit dem Themenschwerpunkt Musik gezeigt werden (kabeleins rockt lautetet der aktuelle Herbstslogan). Mit dem Format Number One! hat MTV-Moderator und VIVA-Urgestein Markus Kavka einmal mehr die Möglichkeit erhalten, sein journalistisches Können unter Beweis stellen zu können. Allein ein Hoffnungsfunke glimmt in mir, dass es ihm endlich gelingen möge, das Image der berufsjugendlichen Ansagemarionette, die ähm-end und stakkatosätzig noch jede Sendung zur Zerreissprobe werden ließ, abzulegen. Die bereits am 28.10. ausgestrahlte erste Folge des Formats Number One! stimmte mich sehr zuversichtlich. Hier traf Kavka auf U2 Sänger Bono und führte souverän, interessiert und wortgewandt ein Interview der besonderen Art. Bono war sichtlich entspannt und wehrte Kavkas Bemühungen um ein Ende des Interviews unter Hinweis auf den kurz bevorstehenden Auftritt solange ab, bis der Manager sichtlich erbost das Interview abbrach. Köstlich waren Bonos Beschwichtigungsversuche, der alle Schuld auf sich nahm. Wer sich die Sendung nicht anschauen konnte, kann dies nachholen. Neu ist sicherlich auch, dass Number One! im Internet seine Entsprechung gefunden hat. In einer rund zehnminütigen Sendung NumberOne.web gibt es eine Vorschau auf die jeweils anstehende Folge und noch weitere Informationen sowie persönliche Platten- und Musiktipps. Am kommenden Mittwoch, 4.11.2009, gibt es um 22:00 Uhr die nächste Folge, bei der Markus Kavka Jon Bon Jovi treffen wird. Wurden intelligent gemachte und interessante Musikbeiträge selbst auf den einschlägigen Musikkanälen in den vergangenen Jahren immer mehr stiefmütterlich behandelt, kann ich mir vorstellen, dass Number One! eine Zukunft haben kann. Man darf gespannt sein. Äußerst störend finde ich auf den kabel eins Seiten übrigens die dort allgegenwärtige und übermächtige Werbung. Gräßlich, wie es blinkt, poppt und sich dreht - es hat sich eine ganz schlimme Werbekultur entwickelt. Eine weitere Unart, die mir immer öfter auffällt: wer hat eigentlich entschieden, dass es gut oder richtig oder sexy oder wie auch immer ist, dass die Mediaplayer auf den Seiten ungefragt ihren Dienst aufnehmen und Videos oder Musik unaufgefordert abspielen. Gruselig.
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Ankündigung 5. Bremer Podcast Stammtisch
Nachdem die ersten vier Bremer Podcast Stammtische eher einen spontanen und unkoordinierten Charakter hatten, haben wir beim letzten gemeinsamen Treffen im August beschlossen, den Bremer Podcast Stammtisch zu institutionalisieren. Nicht nur, dass der Bremer Podcast Stammtisch jetzt regelmäßig jedes Vierteljahr stattfinden wird, was von allen Seiten äußerst begrüßt wurde. Dank Rafaels besonderen Einsatzes haben wir nun auch einen E-Mail Verteiler, über den Interessierte über die neuesten Informationen unterrichtet werden! Wer aufgenommen werden möchte, hinterlasse einen Hinterlasse einen Kommentar. Der 5. Bremer Podcast Stammtisch findet am Freitag, 13. November 2009, in der Bremer Schlachthofkneipe statt. Dort treffen wir uns ab 20:00 Uhr. Wie schon bei den vergangenen Treffen sind Podcasthörer wieder recht herzlich eingeladen! Wer aus dem Raum Bremen kommt und Podcasts hört - oder selbst Podcaster oder Blogger ist, sollte sich nicht scheuen, vorbeizukommen!
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#493 Besuch im Cubeaudio Tonstudio
Seit ich musiziere interessieren mich neben dem Singen und dem Gitarrespielen vor allem auch Aufnahmeverfahren und die dahinter stehende Technik. So waren für mich meine bisherigen Studioaufenthalte auch immer deshalb interessant, weil ich sehen und lernen konnte, wie der Prozess von einer ersten Idee bis zum fertigen Song funktioniert. Bereits 2007 bin ich eher zufällig auf das Cubeaudio Tonstudio gestoßen, das mir damals durch seinen Videocast aufgefallen ist. Schon 2007 bot Götz Müller-Dürholt mit seinem Partner Markus Gumball ein Talent Development an, was ich für das Angebotsspektrum eines Tonstudios ungewöhnlich fand. Daher habe ich das Studio in meinem Podcast vorgestellt und damals verabredete ich mich mit Götz, dass ich ihn einmal in Rosdorf bei Göttingen besuchen komme. Mittlerweile sind mehr als zwei Jahre vergangen und vergangenen Mittwoch habe ich das Team von Cubaudio besucht. Zwischenzeitlich ist es auf fünf Mitarbeiter gewachsen, von denen ich den harten Kern Nadine, Götz und Markus kennen gelernt habe. Auch das Angebot ist in den vergangenen Jahren gewachsen und auch die jüngst relaunchte Website ist umfangreicher und sehr schick geworden. Neben den üblichen Infos über Team und Produktpalette gibt es den Cubeclub, der gegen einen jährlichen Beitrag von nicht einmal zehn Euro (kein Abo!) viele interessante Zusatzangebote bietet. Nach einer Führung durch den gesamten Komplex standen Nadine und Götz noch für ein Interview zur Verfügung, in dem Nadine unter anderem ausführlich zum Thema Talent Development Stellung nahm. Sehr detailliert und aufschlussreich berichtet sie über die Unterstützung, die Cubeaudio bieten kann, um jungen talentierten Musikern die Möglichkeit zu geben, sich von der Masse abzuheben und auf sich aufmerksam zu machen. Das Anhören lohnt sich, zumal ich an dem Abend sogar wieder etwas gelernt habe! Wer auf der Suche nach einem Tonstudio mit sympathischen Mitarbeitern, einem gemütlichen Ambiente, hochwertiger Technik und einem geradezu riesigen Aufnahmeraum ist, sollte sich einmal zu einem Gespräch mit Nadine, Markus oder Götz verabreden.
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Plattenladenwoche in Bremen
Kürzlich habe ich erfahren, dass ähnlich dem amerikanischen Vorbild des Record Store Day in Deutschland eine Plattenladenwoche etabliert werden soll, während der der Tonträgerhandel gemeinsam mit verschiedenen Künstlern auf seine Vorzüge und Wichtigkeit für die Musikkultur aufmerksam machen wird. Manchmal frage ich mich, ob die Kids heutzutage nachvollziehen können, wie es ist, in einen Plattenladen zu gehen. Dieses war ein nicht allzu häufiges und damit besonderes Ereignis, das dann eintrat, wenn man sein Taschengeld gespart hatte, um sich eine neue Platte zu kaufen und den Weg in die Innenstadt antrat, um den präferierten Händler aufzusuchen. Dieser kannte einen meist schon und hatte immer einige Neuheiten vorrätig, die dem eigenen Musikgeschmack entsprachen. Nachdem man sich über den Kauf des letzten Albums ausgetauscht hatte, wurde man mit einem geheimnisvollen "Komm mal mit, ich hab da was - das gefällt Dir bestimmt" ins Vertrauen gezogen und zu einem der meterlangen Tische begleitet, in denen nach Genre und Alphabet sortiert die Platten auf ihren neuen Eigentümer warteten. Immer war es so, dass mindestens eine Person an einem dieser Tische stand und mit typisch eingeknickter Hüfte und beidhändig hantierend nach Neuem suchte. Meistens waren bereits mehrere Scheiben zwischen Arm und Körper eingeklemmt. Schon fast mit diebischer Freude zauberte der Händler ein Album aus der Menge und bot das sofortige Anhören an einem der bereitstehenden Plattenspieler an. Fachkundig wurde man von ihm beraten, wurden Neuerscheinungen schmackhaft gemacht und letztlich ging man zufrieden mit seinem Einkauf nachhause. Auch die Vorfreude auf das erste Anhören zuhause - meist verkürzte ein ausgiebiges Studium des Covers im Bus die Fahrt - kennt man heute in Zeiten von amazon und iTunes Store nicht mehr. Um so mehr hat es mich gefreut, dass in diesem Herbst die Plattenladenwoche veranstaltet wird, das den unabhängigen Fachhandel in seiner gesamten Bandbreite darstellt. In der Zeit vom 30.10. bis 6.11. stehen deutschlandweit Plattenläden und Klassikfachhändler im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Dem von mir beschriebenen Umstand, dass Service, persönliche Beratung und Empfehlungen von Mitarbeitern, die Musik leben und lieben, heute zu kurz kommt, wird mit der Plattenladenwoche entgegengewirkt, in dem der Tonträgerfachhandel in Deutschland seine Stärken prästentiert. Hier stehen die Musik und das Gesamtwerk des Künstlers im Vordergrund. Es soll deutlich gemacht werden, dass der Besuch im Fachhandel ein Erlebnis ist, das mit speziellen Events noch einmal betont wird. Es werden unter anderem Schaufensterkonzerte und Autogrammstunden für alle Musikliebhaber geboten. Außerdem wird die Plattenladenwoche nicht nur durch Auftritte verschiedener Künstler unterstützt, sondern auch mit Interviews und Autogrammstunden. Ein weiterer Clou ist, dass es limitierte, exklusive Editionen geben wird, die ausschließlich bei den teilnehmenden Fachhändlern vor Ort erhältlich sein werden. Auch Bremen ist bei der Plattenladenwoche vertreten: Am Samstag, 7. November werden die schweizer Hardrocker Gotthard eine Zugabe zur Plattenladenwoche 2009 geben. Fans und Interessierte können sich ab 17 Uhr bei Hot Shot Records in Bremen einfinden, wo die Band eine Autogrammstunde geben wird.
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Dennis Lisk | SUCHEN & FINDEN
Leser von www.musicampus.de wissen, dass ich Ungewöhnlichem grundsätzlich aufgeschlossen bin und gerne musikalisches Neuland beschreite. Als ich vor einigen Tagen ankündigte, dass ich versuchen werde, das neue Album SUCHEN & FINDEN von Dennis Lisk zu bekommen, um es zu besprechen, war mir die besondere Herausforderung noch nicht bewusst. Dennis, vermutlich bekannter unter dem Namen Denyo als Mitbegründer der Beginner, begab sich auf neue Pfade und beschritt den neuen Weg als Liedermacher. Tatsächlich liegt das Album auf meinem Schreibtisch. Vielmehr ist es die CD-Hülle, die auf meinem Schreibtisch liegt, während die CD bereits die dritte Runde im Player spielt. Noch nie ist es mir so schwer gefallen, mir ein Urteil über ein Album zu bilden. War ich vom bereits angesprochenen So und nicht anders auf Anhieb angetan, musste ich mich beim ersten Anhören des Gesamtwerks zwingen, den Skipdrang zu unterdrücken. Mein musikalischer Nerv wurde einfach nicht getroffen und es graute mir vor der dem Schreiben des Beitrags. Eine seltsame Melange aus deutschen Texten mit Reflexionen, Erkenntnissen und Ratschlägen gepaart mit verschiedensten Fragmenten musikalischer Stilrichtungen ergibt ein dann allerdings doch hörenswertes Album. Es ist ungewöhnlich und deshalb erregt es Aufmerksamkeit. Fühlte ich mich eben noch an The Police erinnert, meinte ich an anderer Stelle einen Einfluss von Udo Lindenberg zu erkennen. Nicht ganz von seinen Wurzeln lassen könnend, reggae-te und ska-te Dennis dann doch und überraschenderweise knarzte plötzlich Jan Delay in meinen Ohren, was für mich ein eher zweifelhaftes Vergnügen war. Später erfreut er mich wiederum mit Streicherarrangements und funky Anklängen. Mein Eindruck ist, dass Dennis Lisk einen neuen Weg beschritten, aber seine Richtung noch nicht ganz gefunden hat. So bekommt der Titel SUCHEN & FINDEN in eine besondere Bedeutung. Auf jeden Fall werde ich seinen musikalischen Weg weiter verfolgen.
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Rebekka Bakken | Morning Hours
Seit gestern müssen wir es nun auch offiziell hinnehmen: spätestens mit der Umstellung auf die Winterzeit wird auch dem letzten Sommerfreund klar, dass die Abende früher beginnen und die dunkle Jahreszeit damit endgültig eingeläutet ist. Damit beginnt für Viele auch die Zeit, in der die Abende vermehrt in den eigenen vier Wänden verbracht werden. Greifen die Schmöker zu Büchern, freuen sich die Musikfreunde auf den bevorstehenden Reigen an vorweihnachtlichen Veröffentlichungen von neuen Alben. Da trifft es sich, dass am vergangenen Freitag die norwegische Künstlerin Rebekka Bakken ihr aktuelles Album Morning Hours veröffentlicht hat. Spätestens seit ihrem Album I Keep My Cool aus dem Jahre 2006 bin ich aufmerksamer Verfolger dieser einzigartigen Künstlerin. Abgesehen vom eher unwichtigen Umstand, dass man ihr nicht ansieht, dass sie im Jahr Willy Brandts Warschauer Kniefalls geboren wurde, hat sie eine ganz besondere Stimme und schreibt berührende Lieder. Auch das mir vorliegende Album Morning Hours ist ein Juwel. Wie zwölf gute Freunde kommen mich die Lieder besuchen und erzählen von Begebenheiten und davon, wie sie jeweils von bestimmten Personen erlebt werden. Die Musik klingt verblüffend amerikanisch, ein wenig nach Country, aber immer wohlproportioniert und trotz des eher sehr ruhigen Charakters des Albums nie kalkuliert oder gar langweilig. Ganz im Gegenteil, die Arrangements und der Drei-Oktaven-Stimmenumfang von Rebekka Bakken, deren Stimmfarbe mich in einigen Passagen manchmal, aber nur ganz entfernt, an Dolores O'Riordan erinnert, überraschen im Verlauf des Albums immer wieder. Und so, wie ein verspäteter Gast einen Abend unter Freunden vollkommen macht, werden wir mit einem Bonustrack erfreut, der das Album abrundet. Dieses Album sei allen Musikliebhabern ans Herz gelegt, die nach einem musikalischen Rahmen für ruhige Stunden suchen, das Ungewöhnliche nicht scheuen und Wert qualitativ hochwertige Musik setzen. Rebekka Bakken wird Ende November zu einer großen Tournee aufbrechen, die sich bis in den Februar 2010 erstrecken wird. Die Tourdaten finden sich auf ihrer Seite.
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Wise Guys in der Glocke Bremen
Wer nichts erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden, hat mich das Leben bisher gelehrt. Dass aber derjenige, der nichts erwartet, auch wahnsinnig überrascht werden kann - und ich meine das im positiven Sinne -, habe ich vergangenen Freitag beim Konzert der Wise Guys in der Bremer Glocke erfahren. An diesem Tag gab es für mich gleich zwei Premieren: noch nie war ich vorher in dem Konzertsaal der besonderen Art, der weit über Bremens Grenzen hinaus bekannt ist. Außerdem habe ich auch noch nie ein Konzert der fünf Musiker aus dem Großraum Köln, die ihre Form der Darbietung als Vokal Pop bezeichnen, besucht. Im Mai habe ich, als ich mit der MixTape-Fee von der ersten Etappe der Weserradtour zurückkam, einen Soundcheck der Wise Guys zu deren Auftritt anlässlich des Evangelischen Kirchentags aus der Ferne mitbekommen. Damals war ich über die Reaktion der Zuhörer ziemlich überrascht, die nicht nur begeistert waren, sondern alle den Text von Jetzt ist Sommer offensichtlich auswendig kannten. Die MixTape-Fee dagegen kannte die Wise Guys bereits und hatte im Herbst 2008 in weiser Voraussicht schon für 2009 Karten bestellt, da das Konzert 2008 bereits restlos ausverkauft war. Vergangenen Freitag sind wir in die wieder restlos ausverkaufte Glocke gefahren und haben das zweite Bremer Konzert der diesjährigen Tour besucht. Wir haben dort ein völlig gemischtes Publikum vorgefunden. Von Kind bis Greis und von Öko bis CEO beschreibt das Spektrum wohl recht anschaulich. Bereits als die Wise Guys die Bühne betraten, wurden sie mit frenetischem Applaus begrüßt; als das erste Lied beendet war, hatte die Band das Publikum bereits auf ihrer Seite. Mir hat das Gesamtkonzept der Gruppe von Anfang an sehr gut gefallen: tolle Gesangsdarbietungen mit intelligenten und witzigen Texten gemischt mit feinsinnigen Ansagen von Daniel "Dän" Dickopf, der das Bremer Publikum immer wieder augenzwinkernd aus der Reserve lockte und es sich nicht nehmen ließ, auf das am 29.01.2010 erscheinende neue Album Klassenfahrt hinzuweisen. Einige Lieder, die eventuell auf dem Album erscheinen werden, wurden bereits an diesem Abend vorgestellt. Außerdem wurde mit Nils Olfert der Neuzugang (seit Anfang 2009 dabei) der Wise Guys vorgestellt, den das Publikum nach seinem Solo Angels von Robbie Williams sofort in sein Herz geschlossen hat. Der Auftritt bestand aus zwei Teilen, die durch eine kurze Pause voneinander getrennt wurden. Im ersten Teil traten die Wise Guys leger mit Jeans und Hemden auf und brachten offenbar nicht ganz so bekannte, weil vermutlich noch neue, Lieder zum besten. Indikator hierfür war das Publikum, das zwar nach jeder Nummer begeistert applaudierte, aber bis auf einige Ausnahmen noch nicht textfest war. Auffallend waren gerade im ersten Teil des Konzerts die ausgefallenen Tanzeinlagen von Marc "Sari" Sahr, der nicht nur mit seinem Hüftschwung die Zuschauerinnen begeistert haben dürfte. Auch die Ankündigung seiner Sondereinlage im zweiten Teil, in der das Publikum wiederum augenzwinkert um Nachsicht ob seines lediglich peripher vorhandenen schauspielerischen Talents gebeten wurde, dürfte mütterliche Schutzinstinkte bei der einen oder anderen Zuschauerin geweckt haben. Überhaupt nahm das Konzert im zweiten Teil erheblich an Fahrt auf: die Band, mittlerweile in schwarze Anzüge gekleidet, bezog das Publikum immer mehr ein, sang mit ihm und forderte es zum Aufstehen und Mitklatschen auf. Das Publikum wiederum nahm den Ball auf und so ergab sich ein tolles Wechselspiel zwischen Bühne und Saal, das in einer Choreinlage des Publikums gipfelte, das durch Edzard "Eddi" Hüneke geschickt zu gesanglichen Höchstleistungen geführt wurde. Der absolute Höhepunkt des Abends war in meinen Augen die Interpretation von Michael Jacksons Thriller, das in der Wise Guys Version Schiller heißt und neben einem deutschem Text und dem a capella Arrangement über ein überraschendes Element verfügt: gegen Ende des Songs, der uns von den Schwierigkeiten beim Lesen der Werke des (nicht nur dieses) Klassikers erzählt, rezitiert Ferenc Husta mit wunderbarem Bass zwei Strophen aus Schillers Die Bürgschaft. Selten hat mich eine Live-Darbietung dermaßen begeistert. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, sollte sich den verlinkten Ausschnitt einmal anschauen. Allerdings ist die Wirkung im Konzertsaal ungleich größer. So war es auch nicht verwunderlich, dass das Publikum die Wise Guys nicht ziehen lassen wollte und so vehement Zugabe skandierte, dass die Gruppe noch dreimal die Kür ablegte, bevor es zum obligatorischen Afterglow im Foyer übergehen sollte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein rundum gelungener Konzertabend viel zu schnell vorüber ging. Das wiederum ist ein sehr gutes Indiz dafür, dass das Konzert sehr kurzweilig war und mich begeistert hat. Jedem, dem sich die Möglichkeit bietet, sollte die Wise Guys besuchen und nicht zu lange zögern, da die Karten - zumindest in Bremen - bereits ein Jahr vor dem Konzert vergriffen sind! Wer sich nicht sicher ist, sollte sich das gegenwärtig noch aktuelle Album frei! besorgen oder den 29.01.2010 abwarten und auf Klassenfahrt gehen.
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QTom | Plattform für interaktives Fernsehen
Als ich vor einigen Tagen die aktuelle Singe des Künstlers Dennis Lisk vorgestellt habe, bin ich das erste Mal auf QTom gestoßen, wo man das aktuelle Video von Dennis Lisk sehen konnte. QTom kam mir seltsam unbekannt, aber ziemlich interessant vor, so dass ich alle mir bekannten Quellen bemühte und mir mittlerweile ein Bild über ein beachtenswertes Konzept machen konnte. Bereits seit dem 3. September ist der personalisierbare Musiksender QTom auf Sendung. Dabei unterscheidet sich der Sender von anderen Sendern, dass der Zuschauer erstmalig live in das TV-Musikprogramm eingreifen und dieses einfach nach eigenen Vorlieben bestimmen und verändern kann. Die Initiatoren heben hervor, dass hiermit das Fernsehen aus einer Art linearen Fremdbestimmung von Programmmachern herausgeholt und zu einem persönlichen Erlebnis gemacht werde. QTom wurde für das Fernsehen konzipiert und ist über Philips Net TV Fernseher und auf www.qtom.tv zu empfangen. Grundlegende Idee, auf der QTom basiert, ist, dass ganz bewusst Wert auf eine intuitive und einfache Bedienung mit der Fernbedienung gelegt wird. Über drei einfache Drehregler wird dem Zuschauer ermöglicht, das Programm wie mit einem Dimmer seinem individuellen Stil und seiner Stimmung über die Fernbedienung anzupassen. Er hat dabei die Möglichkeit, über Regler schnellere oder langsamere Musik, überwiegend Hits oder lieber coole Insidertracks oder aber klassische oder neuere Musik seine gerade präferierte Richtung vorzuwählen. Dank einer erfahrenen Redaktion im Hintergrund wird der Zuschauer immer für das passgenaue Programm und die neuesten Clips versorgt. QTom kann so die individuellen Stimmungen und persönlichen Vorlieben jedes Zuschauers wiedergeben. Für den Zuschauer ergibt sich so der Vorteil, dass er, im Gegensatz zum herkömmlichen Musikfernsehen, mit Musik versorgt wird, die dem entspricht, was er sich gerade wünscht - und er wird nicht von Klingeltonwerbung, Trashformaten und zweifelhaften Teenieshows gestört. Einige erste Testrunden, die ich leider nicht auf meinen PPC-Macs durchführen konnte, fand ich schon sehr ansprechend und man darf gespannt sein, wie sich dieses Format entwickeln wird. QTom hat mir mitgeteilt, dass man daran arbeite, dieses dort bekannte Problem mit den PPC zu lösen. Bleibt die Überlegung, die ich weitestgehend im Raum stehen lassen werde: hat das Konzept Zukunft? Der erste Gedanke, der mir beim Kennenlernen dieses Konzepts kam, war, dass Musik in erster Linie etwas Hörbares ist und ich finde, dass Videos ein Transportmittel für Musik sind. Steht die Musik im Vordergrund, habe ich beispielsweise über last.fm, deezer oder blip.fm genügend Möglichkeiten, am Rechner nach meinen Präferenzen sortierte Musik zu hören. Ich stimme zu, dass mir die Idee für Videos sehr gut gefällt. Gerade dann, wenn man Freund der audiovisuellen Werke von Musikern und Regisseuren ist, hat man ein schönes Werkzeug - und ich schreibe bewusst nicht Spielzeug - , mit dem man den Mikrokosmos Musikvideo erkunden kann. Die Frage, ob die Zeit der Musikvideos nicht schon längst vorbei ist, soll hier nicht erörtert werden. Ganz aktuell ist, dass QTom heute seinen Pop-Kanal exklusiv mit privatem Filmmaterial der Fantastischen Vier startet. Damit geht der erste von vorerst zwölf Spartenkanälen auf allen Net-TV Fernsehgeräten und im Web unter www.qtom.tv auf Sendung. Anlässlich der Premiere gibt es ein exklusives Special, denn rechtzeitig zur Veröffentlichung der Heimspiel DVD, einem Mitschnitt des legendären Konzertes in Stuttgart anlässlich ihres 20 jährigen Bühnenjubiläums, erhalten die Fantastischen Vier einen eigenen Fernsehkanal. Smudo lässt es sich nicht nehmen, auf dem Fanta 4-Channel durch zwei Jahrzehnte Bandgeschichte mit allen Hits, privatem Fanta 4 Filmmaterial als TV-Premiere und seinen persönlichen all-time-favourite Videos zu führen.
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Magic Mouse, iMac, MacBook und Mac mini
Am vergangenen Dienstag wurden die Apple Stores der Welt mit neuen iMacs, MacBooks und MacMinis befüllt. Nicht ganz unerwartet, aber schließlich doch für den einen oder anderen überraschend, standen die neuen die neuen Produkte zum Verkauf an. Mich hat überrascht, dass die veröffentlichten Produktverbesserungen mehr oder weniger sang- und klanglos Eingang in die Stores der Welt fanden und weshalb ein Produkt wie die Magic Mouse, das dem Anspruch eines schon seit langer Zeit nicht mehr vorgestellten "One more thing..." sicher gerecht werden kann, unkommentiert vorgestellt wird? Hierzu habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, die ich gern einer größeren Leserschaft vorstellen möchte. Daher habe ich den Beitrag, der sich mit diesem Thema befasst, bei Apfelquak veröffentlicht und freue mich auf die Reaktionen der Leser.
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Klettern im Kletterwald Nord
Die MixTape-Fee ist bekannt für ihre mich oftmals überraschende Ideen, und so hat sie mich einmal mehr mit einer außergewöhnlichen Freizeitbeschäftigung konfrontiert. Vor etwas mehr als einer Woche schlug sie vor, den noch recht neuen Kletterwald Nord zu besuchen. Dieser befindet sich direkt an der Thülsfelder Talsperre bei Friesoythe. Zuerst war ich ziemlich skeptisch und fragte mich, was ich in meinem Alter noch auf Bäumen zu suchen habe und malte mir das Ende des Ausflugs recht plastisch mit offenen Brüchen, Stauchungen und Zahnlücken aus. Der Überzeugungskraft der MixTape-Fee war es zu verdanken, dass wir dennoch an einem wunderschönen Oktoberfreitag den Weg ins Cloppenburger Land antraten, um einen Abenteuerspielplatz der ganz besonderen Art kennen zu lernen. Nach etwa einstündiger Fahrt sind wir beim am Ende doch etwas versteckten Kletterwald Nord angekommen und mussten ein paar Minuten bis zur nächsten Einführung warten, die wir mit einem Kurzbesuch am Stausee überbrückten. Die dann folgende Einführung inklusive Anlegen der Gurte und Erklärung der Sicherheitsbestimmungen haben mich sehr beeindruckt. Sicherheit ist an diesem Ort ganz groß geschrieben, was einem gleich beim Anlegen der Gurte deutlich gemacht wird. Es ist den Kletterern nicht gestattet, selbst die Gurte anzulegen und festzuziehen oder sie selbst abzulegen. Nachdem man sich mit Handschuhen versorgt hatte, folgte die Einführung, wie man sich im Kletterwald zu bewegen habe. Auch hier wurde mehr ganz klar gesagt, dass bei Nichteinhaltung das Klettern verboten würde. Verhält man sich nicht entsprechend der Regeln - beispielsweise muss immer eine Hand zum Festhalten benutzt werden, während man sich mit der anderen Hand mit dem Karabinerhaken beschäftigt - erhält man zunächst eine Verwarnung in Form einer gelben Karte. Bei Wiederholung gibt es die rote Karte und man wird des Kletterwaldes verwiesen. Nach der Einführung ging es in die verschiedenen Parcours. Hier hatten wir die Wahl zwischen den etwas leichteren Fitness-Parcours, entschieden uns aber für den etwas schwereren Trainingsparcours mit seinen 17 Elementen. Es hat richtig viel Spaß gemacht und war auch nicht zu anstrengend. Man hatte auch nie das Gefühl, dass es irgendwann einmal brenzlig hätte werden können, obwohl wir uns teilweise in sieben Metern Höhe befunden haben. Nachdem das Training absolviert war, wagten wir uns an den Abenteuerparcours, der schon eine gehörige Stufe schwieriger war und noch mehr Spaß machte. Es dauerte auch ein wenig länger und ich habe bereits Muskeln gespürt, die ich normalerweise wohl nicht so häufig benutze. Im Anschluss an diesen Parcours haben wir uns ein wenig ausgeruht, in dem wir den Fliegenden Holländer ausprobiert haben. Hierbei hängt man einer Rolle und fährt einer Seilbahn gleich über einen kleinen See, der schätzungsweise 40m - 50m breit. Auf der anderen Seite mussten wir uns nur umhängen, um dann die gleiche Strecke an einem anderen Seil wieder zurück zu gleiten. Erstaunlich war auch, wie schnell man auf der kurzen Strecke geworden ist. Die MixTape-Fee hat abschließend noch einmal richtig viel Mut bewiesen und hat den Wagnis-Parcours ausprobiert. Dieser hat es in sich, was man bei Betrachtung von unten nicht glauben mag. Nach einem recht schwierigen Aufstieg über ein Netz und einer etwas leichteren Übung, erwartete sie der schwierigste Teil. Sie musste sich ungefähr sieben Metern Höhe den Weg über verschieden hoch aufgehängte Schaukeln kämpfen. Aber bereits nach zwei überwundenen Schaukeln hatte die MixTape-Fee das System verstanden und bahnte sich unter der Anerkennung eines Mitarbeiters des Kletterwaldes den Weg. Der Clou dieses Parcours ist am Ende der Base-Jump, bei dem sie - natürlich an einem Seil gesichert - von einer fünf Meter hohen Plattform sprang und sicher den Boden erreichte. Leider mussten wir den Kletterwald danach schon verlassen, aber wir waren bestimmt nicht das letzte Mal dort. Dieser Wald ist ein Riesenspaß, bei dem man nicht nur psychische, sondern auch physische Grenzen erreichen kann. Die kommenden beiden Tage waren übrigens von Muskelkater dominiert. Aber es lohnt sich - auch für Familien mit Kindern -, den Kletterwald Nord einmal zu besuchen.
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Dennis Lisk | So und nicht anders
Einmal mehr gibt es einen Trend, der mir momentan noch etwas befremdlich erscheint, dem ich mich aber nicht verschließen möchte. Mit QTom hat wohl das erste interaktive Musikfernsehen seine Pforten eröffnet. Leider funktioniert es nur mit Microsoft Silverlight als PlugIn, und dieses wiederum für einen PPC nur mit Safari 3. Daher blieb es mir bisher unerschlossen, inwieweit interaktives Musikfernsehen funktioniert, was ich schade finde. Ich könnte mir zwar einen passenden Firefox zulegen, finde aber, dass ein Anbieter schon passende Rahmenbedingungen schaffen sollte, damit er Interessierte an sich binden kann. Meine Neugierde muss ich wohl bis zum neuen iMac zügeln. Aber ich bleibe am Ball und hoffe, dass ich zum Sender einige Informationen zusammen tragen kann. Daher ist mir auch das neue Musikvideo So und nicht anders von Dennis Lisk bisher unbekannt geblieben. Das Lied konnte ich mir ausschnittsweise aber auf seiner MySpace Seite anhören. Der Fernsehsender strahlt das Video ab Freitag, 16. Oktober 2009, um 3.00 Uhr aus. Der Clip soll anschließend exklusiv bis einschließlich Sonntag, 18. Oktober, auf Heavy Rotation auf Net-TV-fähigen Philips Fernsehgeräten oder im Webbrowser unter www.qtom.tv zu sehen sein. Auch interessant ist, und später an dieser Stelle noch näher zu beleuchten sein wird, wie Philips Fernsehgeräte mit der Musiksender miteinander zusammenhängen. Dennis Lisk dürfte den Freunden von Rap Musik besser als Denyo, Gründungsmitglied der legendären Hip-Hop-Band Beginner, bekannt sein. Dennis hat sich offenbar zum Liedermacher gewandelt und schafft sich für sein neues Album Suchen & Finden eine völlig neue Grundlage. Das, was man bisher hören kann, hat mich interessiert und ich werde schauen, ob dieses Album auftreiben kann, um es für musicampus zu besprechen. Übrigens ist die Premiere des Videos gleichzeitig Startschuss für die Tournee, die Dennis Lisk gemeinsam mit den Söhnen Mannheims durchführt.
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#492 Interview mit Stefanie Hempel
Weil es am vergangenen Samstag nach dem von Stefanie Hempel geführten Streifzug durch St. Pauli auf den Spuren der Beatles etwas hektischer wurde, haben wir ein vereinbartes Interview vor Ort erst einmal verschoben. Glücklicherweise waren unsere Terminkalender nicht zu voll, so dass heute per Skype-Schaltung das vor einigen Tagen angekündigte Interview mit Stefanie Hempel möglich wurde. Sie erzählt, wie sie auf die Idee zu dieser außergewöhnlichen Stadtführung gekommen ist und wen sie alles befragen konnte, um die Tour zu planen. Außerdem hat sie mit der Ankündigung des BeatlesBus Hamburg auf eine weitere Attraktion aufmerksam gemacht, die noch nagelneu ist und mich ziemlich neugierig werden ließ. Wer nach dem Hören der Podcastepisode Lust auf die musikalische Tour durch St. Pauli bekommen hat, sollte sich umgehend anmelden.
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Daniel Wirtz | Erdling
Seit es musicampus gibt, bin ich immer wieder auf Künstler gestoßen (worden), bei denen es mich wundert, dass diese noch keinen hohen Bekanntheitsgrad erreicht haben, und die von den bekannten Medien offenbar ignoriert werden. So bin ich vor einigen Tagen auf die Veröffentlichung des Albums Erdling des Künstlers Daniel Wirtz aufmerksam gemacht worden, von dem ich bis dato - trotz bereits eines Debütalbums aus dem Jahre 2007 und Gewinn des Live Entertainment Award 2009 - noch keine Notiz genommen habe. Um so mehr hat es mich gefreut, dass ich vor dem eigentlichen Veröffentlichungsdatum am 23.10.09 bereits die Gelegenheit bekommen habe, das Album Erdling anhören zu können. Zunächst musste ich mich kurz an den Sound gewöhnen, da ich - ausgehend vom Künstlernamen und Titel des Albums - Folkrock oder Alternative erwartet habe. Vom Gehörten war ich dann positiv überrascht. Gleich der erste Song markierte, wohin es im Album geht: moderne rockige Songs, voller Spielfreude aufgenommen mit intelligenten deutschen Texten. Beim Hören habe ich versucht, den Stil einer Richtung zuzuordnen, was mir nicht gelang. Das will Gutes heißen, denn zu oft finde ich beim Hören von Alben: klingt wie..., nur mit deutschen Texten. In diesem Falle überhaupt nicht. Es scheint, als habe Wirtz einen Sound gefunden, den es bisher noch nicht gab - oder den ich zumindest noch nicht kenne. Besonders gut gefällt mir, dass die Gitarren nicht gepresst und flach produziert klingen, wie man es von moderner Rockmusik - besonders schlimm vom Nu Metal - kennt. Auf seiner MySpace Seite sind übrigens einige Songs zu hören. Flankiert wird die Veröffentlichung des Albums mit einem Video zum Titel L.M.A.A., dessen Text ausschließlich aus Presse-Zitaten besteht, die über ihn verfasst wurden. Außerdem wird Daniel Wirtz ab dem 08.11.09 durch Deutschland touren, um das Album seines eigenen Labels Wirtzmusik bekannt zu machen. Tourdaten: 08.11.2009 - Ludwigsburg, Rockfabrik 09.11.2009 - Ludwigshafen, dasHaus 11.11.2009 - Hamburg, Übel & Gefährlich 12.11.2009 - Lübeck, Rider’s Cafe 14.11.2009 - Berlin, Columbia Club 15.11.2009 - Leipzig, Moritzbastei 17.11.2009 - München, Backstage 18.11.2009 - Nürnberg, Hirsch 20.11.2009 - Augsburg, Kantine 21.11.2009 - Dresden, Beatpol 23.11.2009 - Frankfurt, Batschkapp 24.11.2009 - Köln, Stollwerck 25.11.2009 - Bochum, Matrix 27.11.2009 - Bielefeld, Kamp 28.11.2009 - Ahlen, Schuhfabrik 29.11.2009 - Hannover, MusikZentrum 01.12.2009 - Losheim – Eisenbahnhalle
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#491 Beatallica auf Deutschlandtournee mit J.B.O.
Ganz überraschend ereilte mich eine Mitteilung, die ich nicht vorenthalten möchte: Beatallica, über die ich seit 2006 regelmäßig berichtete und die Anfang des Jahres u.a. in Hamburg spielten, sind wieder in Deutschland! Gemeinsam mit der Erlangener Band J.B.O., die jüngst ihr 20jähriges Bestehen gefeiert haben, spielen sie im Dezember im Zuge ihrer Masterful Mystery Tour Part II. in ausgewählten deutschen Städten. Eine Station wird die Große Freiheit in Hamburg sein. Das wäre endlich die Gelegenheit, die Band einmal live zu sehen, nachdem es im April nicht gelungen ist. Passend zur Tour gibt es das im Sommer erschienene Album Masterful Mystery Tour im iTunes Store zu kaufen. Tourdaten: Do. 10.12.09 Kassel, Musiktheater Nachthalle /mit J.B.O. Fr. 11.12.09 Leipzig, Werk II Kulturfabrik /mit J.B.O. Sa. 12.12.09 München, Backstage / mit J.B.O. So. 13.12.09 Stuttgart, LKA / mit J.B.O. Di. 15.12.09 Köln, Live Music Hall / mit J.B.O. Mi. 16.12.09 Hamburg, Grosse Freiheit / mit J.B.O. Do. 17.12.09 Hannover, Capitol / mit J.B.O. Fr. 18.12.09 Berlin, Postbahnhof / mit J.B.O. Sa. 19.12.09 Hachenburg, Stadthalle
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#490 Kiss, Rolling Stones und Slick's Kitchen
Bereits am 02.10.2009 hat die legendäre New Yorker Rockband Kiss ihr neues Album Sonic Boom veröffentlicht. Mein Bruder hat mir den Link geschickt, unter dem das gesamte Album in voller Länge zum Probehören bereit steht. Erwartungsgemäß klingt es nach Kiss und dabei noch richtig gut. Vergangene Woche habe ich über die Aktion von Schlemmerblock berichtet, bei der jeder Blogger - solange der Vorrat reicht - mit einem noch bis Ende 2009 gültigen Schlemmerblock seiner gewünschten Region bedacht wird, wenn er einen Beitrag über die Aktion online stellt. Erstaunlicherweise hielt ich bereits am Tag nach der Veröffentlichung im Blog den Block. Das nenne ich einmal prompte Bearbeitung, Hut ab! Am Samstag hat 3Sat die Dokumentation Shine a light über die Rolling Stones gesendet. Weil ich bekanntlich nicht zuhause war, habe ich den Film, der 2008 in den deutschen Kinos lief, aufgezeichnet und Sonntag geschaut. Wer von Scorseses Bildern nicht beeindruckt ist, muss über die Musik vergessen haben, auf den Bildschirm zu schauen. Soviel Bewegung von Kameras auf der Bühne in Verbindung mit den Bewegungen der Bandmitglieder habe ich noch nicht gesehen. Tolle Schnitte und Großaufnahmen, die mitunter die verlebten Gesichter der Musiker wie Masken haben aussehen lassen. Dennoch: wenn ich mit 65 noch so rocken könnte, wäre ich zufrieden. Last but not least kann ich noch von einer Begebenheit berichten, über die mich sehr gefreut habe. Nachdem ich über die Hagener Band Slick's Kitchen und deren EP Half Evil - Half Album berichtet habe, erreichte mich ein paar Tage später ein brauner Umschlag mit unbekanntem Absender. Darin enthalten war die besagte EP nebst Vistenkarte von Midas Twins Music, das vom Slick's Kitchen Trommler Haan Hartmann betrieben wird. Der scheint übrigens kein unbeschriebenes Blatt zu sein, wenn man sich seine Vita auf seiner MySpace Seite anschaut! Vielen Dank!
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#489 The Beatles auf St. Pauli | Stefanie Hempel
Am vergangenen Samstag war ich mit Jan, der Euch als eine Hälfte der Fleißigen Erdbeeren ein Begriff sein dürfte, in Hamburg. Dort haben wir uns dem von seiner Freundin Stefanie Hempel organisierten und geführten Streifzug auf den Spuren der Beatles durch St. Pauli angeschlossen. Während dieser ungefähr zweistündigen Führung der besonderen Art haben wir viel Interessantes und - teils auch für mich - Neues an Hintergrundwissen über die vielleicht prägendste Zeit der damals noch fünf Jungs aus Liverpool erfahren. Das Besondere an dieser Tour ist, dass Stefanie nicht nur angelesenes Fachwissen teilnahmelos abspult, wie es bei mancher Stadtführung der Fall ist. Vielmehr sprüht sie beim Vortragen vor Begeisterung und man merkt, dass es ihr ein Anliegen ist, den interessierten Zuhörern nahe zu bringen, wie innerhalb kürzester Zeit aus einer - man möge mir die Ausdrucksweise verzeihen - Liverpooler Chaotentruppe vierter Klasse die vielleicht populärste und wegweisendste Band aller Zeiten wurde. Ungewöhnlich bei dieser Führung ist auch, dass Stefanie an nahezu jeder Station ihrer Tour die Ukulele nimmt, und einen Song spielt, den die Beatles in ihren ersten Jahren im Repertoire hatten, um das Erzählte musikalisch abzurunden. Selbstverständlich nahmen die Teilnehmer der Gruppe ihre Aufforderung zum Mitsingen gerne an, und so bot sich ein tolles Bild mit ca. 30 begeisteren Sängerinnen und Sängern vor dem ehemaligen Top Ten - Club mitten auf der Reeperbahn. Die Führung beginnt an der U-Bahnstation Feldstraße direkt am Bunker und endet nach ungefähr zwei Stunden im Yeah Café des BEATLEMANIA Hamburg. Dort verteilte Stefanie noch Texte, um den Streifzug mit einem kleinen Konzert abzurunden. Im Anschluss daran hatten wir die Möglichkeit, noch Fragen zu stellen. Dabei stellte sich heraus, dass sie vermutlich nicht nur sämtliche am Buchmarkt erhältlichen Biographien verschlungen haben muss. Sie hat, seit sie den Streifzug unternimmt, auch viele Weggefährtinnen und -gefährten der ersten Stunde kennen gelernt, so dass sie über einen schier unerschöpflichen Fundus an Wissen und Anekdoten verfügt, aus dem sie das eine oder andere Überraschende preisgab.
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Schlemmerblock 2009
Mittlerweile ist es schon wieder fast zwei Jahre, seit Stefan das Ergebnis seiner Blogschlemmer Aktion veröffentlicht hat. Auch ich habe damals daran teilgenommen und das Rezept zu den legendären Salbeinudeln beigesteuert. Alex hat sich anlässlich einer Sonderaktion vom Schlemmerblock an mich erinnert und fragte an, ob ich nicht Lust hätte, auch an dieser Aktion teilzunehmen. Momentan werden nämlich die aktuellen Schlemmerblöcke 2009 verschenkt. Um in den Genuss eines solchen Blocks zu kommen, muss ein kleiner Artikel im eigenen Blog oder auf der eigenen Homepage über die Aktion gestellt werden. Im Anschluss informiert man per Mail die Macher des Schlemmerblocks. Da die Blöcke nur solange der Vorrat reicht vergeben werden können, sollte man sich bei Interesse ein wenig sputen. Die Blöcke für 2009 sind noch drei Monate gültig. Die Aktion gilt bis zum 31.10.2009. Ein besonderes Bonbon ist laut Alex, dass die Teilnehmer noch drei Monate kostenlosen Zugang zu gutscheinregister.de bekommen. Damit habe man grundsätzlich die Möglichkeit, über 5000 exklusive Gutscheine nutzen zu können. Allerdings habe ich diesen Hinweis nicht gefunden. Vielleicht kann Alex den Link in den Kommentaren noch bekannt geben. Wie man an einen Schlemmerblock kommt, erfährt man auf der Seite von Schlemmerblock. Alex macht auf seiner Seite noch auf eine weitere Aktion aufmerksam: Wer schon Weihnachtsgeschenke sucht, sollte die parallele Aktion beachten. Mit dem Gutscheincode PDP311009 bekommt man unter dieser Seite beim Kauf von mindestens drei Schlemmerblöcken 2010 diese zum Preis von jeweils 9,96 Euro statt 24,90 Euro und ab 5 Blöcken 1 Block gratis. Auch mehrere Regionen können dabei gemischt werden.
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Baltic Blues Challenge | Update
Gestern erreichte mich von Bernd Rinser noch eine Mitteilung, die all diejenigen freuen dürfte, die nicht an der Baltic Blues Challenge teilnehmen können. Helge Nickel, der Organisator der Baltic Blues Challenge in Eutin, konnte mit rockradio.de verhandeln, dass sämtliche Konzerte live ins Internet übertragen werden. So kann gewährleistet werden, dass alle Fans, die nicht nach Eutin reisen können, trotzdem in den Genuss des Konzerts kommen. Außerdem wird es eine Live-Cam geben, die alle 10 Sekunden ein stehendes Bild ins Internet überträgt. So können die Hörer zumindest in Ausschnitten die Bühnenshow miterleben. Rockradio.de wird außerdem einen Chat anbieten, in dem sich alle Fans und Bluesfreunde treffen und diskutieren können.
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German Blues Challenge & Baltic Blues Challenge
Für Bernd Rinser und Ron Fröde wird es langsam ernst. Habe ich im Juni noch angekündigt, dass Ende Oktober die German Blues Challenge stattfinden werde, und dieser Termin noch sehr entfernt sei, kommt der 30.10.09 mit großen Schritten unaufhaltsam näher. In Eutin findet der Wettbewerb statt, an dem die beiden Bluesmusiker teilnehmen werden, um - wenn sie in ihrer Kategorie gewinnen - am nächsten Tag an der Baltic Blues Challenge teilnehmen zu können. Den Gewinnern der German Blues Challenge winkt zudem ein Flug nach Memphis Tenneesee zur International Blues Challenge 2010, die am 22.01.2010 stattfindet. Die Baltic Blues Challenge (BBC) und die German Blues Challenge (GBC) sind in Deutschland und im baltischen Raum eines der weltweit größten Musikprojekte. Besonders ist hierbei - für Europa einmalig - die interkontinentale Kooperation, "bei der sich die Sieger aus dem deutschen und baltischen Wettbewerben in Eutin anschließend in den USA, bei der International Blues Challenge (IBC) in Memphis, mit den besten Blues-Musikern weltweit messen werden." Wer auf Bernd Rinser neugierig geworden ist, kann eine Auswahl seiner Songs über YouTube anschauen und anhören. Außer den Songs “Calling You & Struck By Love”, “Love Is” und “Luck” hat er Euch zusammen mit seiner Frau Melanie eine erste kleine musikalische Reise durch seinen musikalischen Kosmos zusammengestellt.
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Fools Garden | High Times
Fools Garden melden sich mit ihrem Best Of - Album High Times wieder zurück. Am 02.10.2009 wird es erscheinen und wer Lust hat, kann es sich schon einmal vorab anhören. Die Band, die den meisten Lesern sicher noch wegen ihres Ohrwurms Lemon Tree, der seit Mitte der 90er Jahre in keinem gutsortierten DJ-Repertoire fehlen dürfte, in Erinnerung sein wird, hat einige Veränderungen vorgenommen. So fällt auf, dass das Apostroph im früheren Bandnamen Fool’s Garden verschwunden ist. Außerdem arbeiten Fools Garden nicht mehr mit einem Major Label zusammen. Sie gründeten ein eigenes Plattenlabel, das ihnen eine selbständigere Planung und eigenständige Handhabung ihrer Vorhaben ermöglicht. Zudem gab es zwischenzeitlich mit Claus Müller (Schlagzeug) und Dirk Blümlein (Bass) personelle Veränderungen, die sich bereits ausgezahlt haben. Nun erscheint ein Best Of - Album mit einer Sammlung der Songs, die die Meisten vermutlich schon einmal gehört haben. Allerdings war es schwer, die Songs aus dem „Lemon Tree“-Schatten in die allgemeine Wahrnehmung zu tragen. Fools Garden versuchen, dies nun zu ändern und schöpfen aus ihren Live Qualitäten. So wird High Times nicht nur als Studioversion, sondern auch in einer Premiumversion mit Best Of - Album sowie Live-Aufnahmen der letzten zwei Unplugged-Touren erhältlich sein. Es wird sicherlich nicht verwunderlich sein, wenn ein Best Of - Albums nichts Neues enthält. Hier trifft dies allerdings nur bedingt zu, denn ihr Werbehit Wild Days und Suzy kommen in frischen 2009er Versionen daher. Insgesamt klingt das Album gut, was nicht überrascht. Neben ihren Reminiszenzen an die Fab Four, die immer wieder gerne zitiert werden, wiederbeleben sie auch den Sound des BritPop der 90er Jahre. Mir gefällt der melodische Pop gepaart mit ausgefeilten Arrangements und Spielereien aus dem Soundstudio. Ich glaube, Fools Garden polarisieren: entweder man mag den Sound der Band in Verbindung mit der charakteristischen Stimme von Peter Freudenthaler, die sicher nicht nur Freunde findet, oder man mag ihn nicht. Für diejenigen, die Gefallen an Fools Garden finden, dürfte High Times eine gelungene Retrospektive sein, die - und das dürfte die Freunde von Fools Garden freuen - als Ankündigung für ein neues Album im Frühjahr 2010 steht. Flankiert wird die bevorstehende Veröffentlichung durch Marketingaktionen, die - und das finde ich besonders erwähnenswert - das Internet stark einbeziehen, indem die Band beispielsweise auf ihrer Homepage eine interaktive Version ihres aktuellen Videos zur Single "High Time" anbietet, in dem man durch Upload eines Fotos eine Rolle im Video spielen und so zum Helden der erzählten Geschichte werden kann. Neben der Möglichkeit, das Album vorab anzuhören, wird es eine Web-Tour geben, im Rahmen derer das komplette Album zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt wird. Dabei soll täglich ein Track nach dem anderen für 24 Stunden zum Download bereit stehen. Die Web-Tour beginnt am 05.10.2009 - nähere Einzelheiten werden dann auf der Homepage von Fools Garden genannt. Für diejenigen, die sich von den Live Qualitäten überzeugen möchten, folgend noch die Tourdaten: 06.09.2009 Ilshofen (74532) Arena * 12.09.2009 Hamburg (22303), Stadtpark ** 02.10.2009 Düren (52349), Arena * 09.10.2009 Boeblingen - Dagersheim (71034), Zehntscheuer *** 10.10.2009 München (80335), Zirkus Krone* 16.10.2009 Schortens (26419), Bürgerhaus *** 17.10.2009 Wuppertal (42329), Hako Event Arena 20.10.2009 Hamm (59036), Zentralhallen * 13.11.2009 Stuttgart (70376), Wilhelma Theater *** 05.12.2009 Wiesbaden (65195), Aidsgala *** 19.12.2009 Knittlingen (75438), Cellarium **** 27.12.2009 Dortmund (44139) Westfalenhallen * * DTTL ON TOUR komplette Besetzung *** Best of unplugged **** unplugged Duo Fotos: Frank Eidel
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#488 Müllers Büro
Der Film Müllers Büro des österreichischen Regisseurs Niki List ist ein Film, der eng mit einem Jugenderlebnis verbunden ist und der ein wenig dazu beitrug, Musiker zu werden. Es handelt sich hierbei um eine Filmkomödie aus dem Jahre 1986. Es dauerte nicht lang, bis dieser außergewöhnliche Film zum Kultfilm avancierte, der zugleich Krimiparodie und Musikfilm ist. Besonders erwähnenswert finde ich, dass mir mit diesem Film die in diesem Jahr verstorbene Schauspielerin Barbara Rudnik bekannt wurde und ich schon damals ahnte, dass ich sie in diesem Film nicht das letzte Mal als Schauspielerin gesehen haben würde. Ganz außergewöhnlich ist auch der Soundtrack, den ich mir kurz nach meinem Kinobesuch noch als LP kaufte. Unverkennbar sind hier die Einflüsse der 80er Jahre zu hören, aber dennoch - oder vielleicht auch deswegen - wurde die Musik als Stilmittel zur Unterstreichung der Handlung und Verstärkung der gezeigten Bilder gekonnt eingesetzt. Die Geschichte des Films wurde auch als Musical umgesetzt und 2006, zum 20. Filmjubiläum also, gab es mit 2 Old 2 Die die Fortsetzung des Kultfilms - teilweise sogar mit den Darstellern aus dem Original. So schlüpfte Christian Schmidt wieder in die Rolle von Max Müller und Andreas Vitásek in die von Larry Lapinsky.
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Ohrenfeindt | Auf die Ohren!!
Vor elf Tagen wurde das Album Auf die Ohren!!! der St. Pauli Vollgasrocker Ohrenfeindt veröffentlicht. Seit gestern liegt das Doppel-Digipak auf meinem überfüllten Schreibtisch - wohlgemerkt: es liegt lediglich die Verpackung auf dem Schreibtisch; die CDs haben ihren festen Platz im CD-Player gefunden. Das Doppel-Digipak besteht aus den angesprochenen zwei CDs in einer Verpackung, die sich mit ihrer Aufmachung als Hardcover erneut von anderen CDs abhebt und einem Mini-Booklet, das ein Statement des Hamburger Musikjournalisten Oliver Kube enthält. Es ist kaum zu glauben, aber es ist mittlerweile fast zwei Jahre her, dass Ohrenfeindt mit Mit Vollgas & Blaulicht ihr letztes Studioalbum veröffentlicht haben. Seitdem tourten die drei Hamburger Musiker unermüdlich gemeinsam mit Torfrock und waren Support für Bands wie Nazareth, Rose Tattoo oder Die Toten Hosen. In dieser Zeit ist es Ohrenfeindt gelungen, fast ohne Medienpräsenz so viele Alben verkauft, dass es nicht mehr lange dauern dürfte, bis sie in den Charts geführt werden. Dieser Umstand sowie der stetig wachsende Erfolg bei immer mehr werdenden treuen Fans, die nach ihrer Band verlangten, dürfte Grund genug gewesen sein, dass Ohrenfeindt im vergangenen Herbst eine Tour in Bremen, Müden, Heilbronn und München, vier der Hochburgen der Hamburger, spielte. Diese Tour war nicht nur fast ausverkauft, sondern wurde auch mitgeschnitten. Neben Limited Edition CDs mit Aufzeichnungen aus den Clubs der einzelnen Städte, die recht zeitnah veröffentlicht wurden, entschied man sich, alle beliebten Klassiker der Band zusammenzustellen und aufzubereiten. Das Ergebnis ist das Album Auf die Ohren!!!, das insgesamt 22 live gespielte Titel enthält, von denen 20 aus den bereits erschienenen Alben bekannt sind sowie zwei zusätzliche Songs. Insgesamt wird der Hörer mit rund zwei Stunden Ohrenfeindt pur erfreut. Als besonderes Bonbon für eingefleischte Fans erscheint morgen, am 23.9.09, das limitierte CD/DVD-Set, das nicht im regulären Handel erhältlich sein wird, sondern exklusiv bei ROCKCD.DE erworben werden kann. Dieses limitierte Set besteht aus dem Doppel-Digipak, das um eine Bonus-DVD "Live in München" erweitert wurde. Die DVD umfasst bei ca. 45 Minuten Laufzeit ein fünf extra Tracks Video, zwei extra Tracks Audio sowie ein Interview und Eindrücke aus dem Backstage-Bereich. Geradezu als Schnäppchen möchte man dieses Set bezeichnen, wenn man erfährt, dass dieses Set mit EUR 19,99 nur zwei EUR teurer ist als das Doppel-Digipak. Was die Musik angeht, muss man nicht viel Worte verlieren. Man erhält das, was man bei Ohrenfeindt erwartet: kraftvolle Rockmusik mit interessanten und hörenswerten Texten. Erstaunlich war für mich die Qualität der Live-Aufnahmen: fast nichts unterscheidet sie von den Studioalben - wenn man einmal von fehlenden Gitarren-, Gesangs- oder Keyboardsspuren absieht. Man könnte aufgrund der Qualität der Produktion meinen, das Power-Trio habe die Songs im Studio eingespielt und Fanapplaus hinzugemischt, wenn da nicht die ständige Interaktion des Mastermind Chris mit dem Publikum wäre. Chris feuert das Publikum an, singt mit ihm und führt mit pointierten Ansagen durch das Programm. Das Publikum dankt es ihm mit frenetischem Applaus. Dieses Album klingt frisch und ausgewogen. Es macht wirklich Spaß, dieser Band live zuzuhören. Und wer bisher noch nicht in den Genuss eines Live-Konzerts gekommen ist, kann beim Anhören dieses Doppel-Digipak zumindest erahnen, wie es ist, bei Ohrenfeindt in der ersten Reihe zu stehen. Mich hat gefreut, dass der Anteil von Songs aus dem Konzert im Moments des vergangenen Jahres recht hoch ist und beim Hören Erinnerungen an den Abend wieder wach wurden. AzA Kessels hat damals einige sehr schöne Fotos gemacht. Es lohnt sich, sie anzusehen. Foto: Stefan Sackmann (Cover)
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IntoXication - GELADEN & ENTSICHERT
Vor einiger Zeit landete wieder eine Mail von Eva und Tom des Netlabel Airbagpromo Records aus Südtirol in meinem Briefkasten. Beigefügt war die Ankündigung ihrer dritten Veröffentlichung. IntoXication nennt sich die Punkrock Band aus dem Raum Bozen, die mit ihrem ersten Album ENTLADEN & GESICHERT auf sich aufmerksam machen. Dieses Album steht unter der Creative Commons-Lizenz (BY-NC-ND) und kann frei herunter geladen werden. Erstaunlich finde ich, dass die Band, die im April 2008 von den damals 15-jährigen Mitgliedern Johannes und Daniel gegründet wurde und vorerst nur den eigenen vier Kellerwänden der geprobt hat, bereits sehr ausgereift klingt. Nach mehreren Besetzungswechseln kristallisierte sich im Frühjahr 2009 die aktuelle Besetzung heraus: Frontfrau Carolin Zeller (Caro) am Mikro, Daniel Bachmann (Dani) an der Leadgitarre, Martin Mayr (Maddin, Chippi) an der zweiten Gitarre, Johannes Oberkofler (Jotze) am Schlagzeug und Christian Schwarz am Bass. Es wurde die erste Demo-EP „Falsch gedacht“ aufgenommen, die drei poppige Punkrocksongs enthielt. Offenbar ein Novum in Südtirols Musiklandschaft, versah die Band ihre Musik mit deutschen Texten. Nun haben Caro, Daniel, Martin, Johannes und Christian ihr Debütalbum GELADEN & ENTSICHERT aufgenommen und veröffentlicht, das nicht mehr nur poppig daher kommt, sondern etwas härtere Töne anschlägt als die EP. Wie ich vorab bemerkte, klingt das Album für eine Band, die noch nicht lange besteht und deren Musiker noch sehr jung sind, ziemlich ausgereift und ordentlich arrangiert. Auch die Konzeption mit einem sehr interessanten Intro gefällt mir gut. Die Musik ist in der Tat punkig, rockig und doch ziemlich melodiös und wird getragen durch Caros rauh-kratzigen Gesang, der mir ziemlich gut gefällt. Insgesamt finde ich das Album hörenswert. Aufgefallen ist mir - und das finde ich nicht schlimm -, dass neben deutschsprachigen Titeln auch englischsprachige dabei sind. Man darf gespannt sein, wie sich diese Band weiter entwickeln wird.
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Blogfield 2009 wurde veröffentlicht
Das Warten hat ein Ende: seit gestern Abend um 23.00 Uhr ist Blogfield 2009 auf den Seiten von Oliver und Stefan zu bewundern. 2007 hat Stefan anlässlich des Starts des Simpsons Filmes alle Blogger und Podcaster dazu aufgerufen, ihren eigenen Simpsons-Avatar zu kreieren und ihm zuzusenden. Daraus hat er eine wunderschöne Collage erstellt, die vielen Bloggern zumindest für eine gewisse Zeit als Desktophintergrund diente. In diesem Sommer hat Oliver aufgerufen, Avatare einzureichen. Er beschränkte sich nicht auf den Simpsons-Look, sondern akzeptierte sämtliche Avatare, die ihm zugingen. Gemeinsam haben die beiden Blogger daraus eine wieder sehr schöne Collage erstellt. Wieder einmal haben wir den Beweis: Blogs sind nicht tot! Allerdings hätte ich (wieder einmal) eine kleine Anmerkung: es wäre schön, wenn es noch einen "Schattenriss" mit Nummerierungen gäbe, anhand dessen man erkennen kann, um wen es sich jeweils handelt. Auch wenn ich mit dieser Bitte vermutlich den Zorn der grafikprogrammgeschädigten Ersteller der Collage auf mich ziehe, finde ich es wissenswert, wer nun wer ist.
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Sergej Dudkin - der Zahnarzt ist Vertrauenssache
Es gibt nur wenige Dinge, bei denen ich auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Dazu gehört unbedingt der Zahnarzt. Wenn ich es richtig nachgerechnet habe, gibt es im Grunde bisher nur zwei Zahnärzte, die ich - abgesehen von einem Kieferorthopäden - als meinen Zahnarzt bezeichnen würde. Der erste war Dr. Jürgen Varoga, der mich in Bremerhaven seit den frühen 70er Jahren begleitete. Von den ersten Milchzähnen über das Flicken verschiedener Löcher bis hin zu vier Extraktionen war er mein zahnärztlicher Begleiter über mehr als ein Vierteljahrhundert. Als er in den wohlverdienten Ruhestand ging, wurde ich zufällig Patient eines neuen jungen Arztes in der Praxis, Sergej Dudkin, der bereits mit dem ersten Termin mein volles Vertrauen gewann, bei dem er einen Zahn wieder aufbaute, der von einem Kollegen kurzerhand gezogen worden wäre. Und dies machte er so virtuos, dass man auch heute, nach mehr als zehn Jahren, nichts von der Füllung sieht. Selbst in meiner Zeit in Gießen bin ich einmal jährlich nach Bremerhaven gereist, um dort die jährliche Routinekontrolle durchführen zu lassen. Groß war die Überraschung in diesem Mai, als ich mich wieder zur Kontrolle anmelden wollte und mir mitgeteilt wurde, dass sich Herr Dudkin selbständig gemacht habe: in Bremen. Vor ein paar Wochen war es dann soweit und ich habe meinen alten Zahnarzt in seiner neuen Praxis aufgesucht und bin richtig begeistert, dass ich jetzt meinen Zahnarzt in meiner Stadt habe. Wer auf der Suche nach einem sehr guten Zahnarzt ist, sollte sich einmal in die Grindelwaldstr. 2, 28325 Bremen trauen und unter 0421-422232 einen Termin ausmachen. Denn ich finde schon, dass gerade der Zahnarzt besonders Vertrauenssache ist. Eine Bekannte, selbst Zahnmedizinerin, erzählte einmal, dass dieser Beruf ein besonderes Fingerspitzengefühl erfordere, da im Grunde jeder Patient Angst vor einem habe und nur widerwillig Platz auf dem Behandlungsstuhl nehme.
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Lenin und die Hühner | Nachgang zur Lesung
Am 11.09.2009 war es soweit: die Lesung zu Olaf Satzers Debütroman Lenin und die Hühner fand wie angekündigt in der Aula der Theodor-Storm-Schule in Bremerhaven statt. Leider war ich kurzfristig verhindert, so dass ich nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Vorher hatte ich einen Freund gefragt, ob dieser einen Kurzbericht schreiben könnte. Bevor er mir aber zusagen konnte, erhielt ich von ihm eine Mitteilung, dass auch er kurzfristig umdisponieren musste, so dass er ebenfalls nicht dabei sein konnte. Weil ich meine Ankündigungen gern mit einem Bericht abrunden wollte, war die Situation ziemlich verfahren. Allerdings reichte eine kurze Mail an Olaf, der nicht lange zögerte und einen seiner rund 100 anwesenden Gäste kontaktierte. Wenig später lag folgender Bericht von Anika Peter, Mitarbeiterin der Stadtbibliothek Bremen, in meinem Briefkasten: Am vergangenen Freitag war es so weit: Olaf Satzer feierte die Premiere seines Debütromans Lenin und die Hühner und bewies damit wieder einmal, dass „ein Trommler zum Literat werden kann“, so Moderator Dirk Böhling, der an diesem Abend eine wahre Lobeshymne auf den in Bremerhaven lebenden Schlagzeuger hielt. Und das zu Recht. Mit Lenin und die Hühner ist Satzer viel mehr gelungen, als nur der Bericht über eine Reise in das Herz Russlands, um die wunderschöne Rottweilerdame Lady wieder zu sehen. Witz, Charme und eine gesunde Portion russische Melancholie machen das Buch lesenwert. Das fand auch Schauspieler Martin Kemner, der bei der Premierenfeier Auszüge des Buches las. Begleitet wurde der Text von Gitarrist Matthias Strass und Cellistin Anna Koleba. Und während Kemner sich immer wieder in seinen Stuhl zurück lehnte und der Musik die Bühne überließ, konnten die Zuhörer ein wenig im Gehörten verweilen. Die eingeblendeten Fotos rundeten den Abend ab und am Ende ging es dem Publikum wohl ein wenig so wie Hauptfigur Robert, als er sagte: „Pavel, ich will hier nicht weg“.
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#487 Torfrock fast von Traverse erschlagen
Heute morgen hat es mir fast die Sprache verschlagen, als ich eher zufällig beim Surfen auf die Seite von OLLIWOOD auf ein Video vom 04.09.2009 gestoßen bin, in dem OLLIWOOD sichtlich beeindruckt von einem Vorfall berichtet, der schlimm hätte enden können. OLLIWOOD trommelt seit einigen Jahren bei Torfrock und betreibt seit einiger Zeit eine eigene Website, auf der er unter anderem via Video von seinen Konzerten berichtet. Das angesprochene Video lässt einem allerdings das Blut in den Adern gefrieren: eine Traverse ist auf die Bühne gefallen und hat die Musiker nur knapp verfehlt. Ausführlich erklärt OLLIWOOD, wie er den Vorfall erlebt hat und wie die Band damit umging. Das zweite Thema der heutigen Episode ist mein Talent, Blog Stöckchen zum Scheitern zu bringen. Guennersen warf mir sein Stöckchen - inspiriert von meinem Beitrag - zu, das ich pflichtbewusst aufnahm und ebenfalls weitergab. Allerdings wurde es lediglich von Bob aufgenommen - wo es ebenfalls versandete, während Günnis Stöckchen bereits baumhafte Züge annimmt. Nennt man dies Schicksal, nachdem ich bereits zweimal kolossal gescheitert bin? Oder ist es ein Zeichen, dass ich keine Stöckchen mehr annehmen soll? Wer sich nunmehr bemüßigt fühlen sollte, sei so frei und bemächtige sich des Stöckchens. Es würde mich freuen, wenn es wüchse und Blüten triebe.
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#486 Berliner Warteschleife | MacGyver-Tag
Am Wochenende war ich in der Nähe von Heilbronn und hatte auf der jeweils gut siebenstündigen Fahrt viel Zeit, alte Podcasts zu hören. Ein Höhepunkt waren die drei jungen Damen der Berliner Warteschleife, die im März 2009 zu Gast einer Skype-Konferenz in Meiky's Podshow waren. Wer mit dem Feuer spielt, der muss damit rechnen, dass er sich verbrennt, möchte man beim Hören dieser Folge meinen. Sehr spontan und dabei unschlagbar witzig haben daniluna, NinaBerlin und ElliMorelli Meikys Fragen beantwortet. Es handelt sich um eine Podcast-Folge, die ich uneingeschränkt jedem ans Ohr legen möchte, der witzige und dabei geistreiche Konversation liebt. Schade, dass ich zu spät erfahren habe, dass die beiden kürzlich in Bremen bei den Hayduks waren. Vorgestern ging eine neue Folge des MacGyver-Podcast online. Dieses Mal hat sich Jochen alleine vor das Mikrofon gesetzt und die 4. Staffel als DVD-Box besprochen, die jetzt erschienen ist. Außerdem hat er sein neues Gewinnspiel angekündigt, bei dem tolle Gewinne warten. Schaut doch einmal bei ihm vorbei.
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Olaf Satzer und Ohrenfeindt
An diesem geschichtsträchtigen Datum finden zwei Ereignisse statt, die weder mit dem 11.09.2001 noch miteinander in einem mir erkennbaren Zusammenhang stehen. Ohrenfeindt veröffentlichen heute ihr Doppel-Live-Album "AUF DIE OHREN!!!". Besonders bei dieser Veröffentlichung ist, dass 1.000 Exemplaren eine DVD beiliegen wird. Am heutigen Tag werden zunächst die unlimitierten Alben ohne DVD veröffentlicht! Die limitierten Alben mit DVD werden voraussichtlich am 21. September zur Verfügung stehen. Verantwortlich für die zwei unterschiedlichen Veröffentlichungsdaten sind fertigungstechnische Gründe. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich das neue Album anhören wird. Einen Vorgeschmack kann man bei ihrem Live-Album aus München bekommen. Das andere Ereignis ist die von mir angekündigte Lesung zu Olaf Satzers Romandebüt Lenin und die Hühner. Martin Kemner wird Auszüge aus dem Roman vortragen und dabei von Anna Koleba am Cello und von Matthias Strass an der Gitarre begleitet. Durch das Programm führt Dirk Böhling. Die Veranstaltung findet in der Aula der “Theo” (ehemalige Theodor-Storm-Schule), Lutherstr. 7 in Bremerhaven statt. Für den kleinen Beitrag von EUR 6,– an der Abendkasse oder EUR 5,- im Vorverkauf (im Musikhaus Steiner in der Lloydstr. 24 in Bremerhaven (0471-47164)) ist man dabei.
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#485 Das war nichts, Herr Jobs!
Von vielen erwartet - und auch ich habe ja insgeheim trotz meiner Unkerei gehofft, dass es interessante Neuigkeiten gibt - fand gestern Abend das Apple Special Event statt. Und siehe da: his Steveness selbst enterte die Bühne und ließ es sich nach seiner Lebertransplantation nicht nehmen, selbst durch den Abend zu führen. Das war damit eigentlich auch schon der Höhepunkt der Veranstaltung: Steve Jobs ist wieder da! Noch sichtlich krank, aber dennoch wohl auf dem Wege der Besserung. Die folgende Lobhudelei auf Apple ist verständlich, war aber überflüssig, da vor dankbarem Publikum nicht wirklich Überzeugungsarbeit geleistet werden musste. Die Vorstellung neu entwickelter Spiele scheint mittlerweile zum Procedere zu gehören - ob das iPhone oder der iPod Touch vornehmlich als Spielekonsole genutzt werden, um aufwändige Spiele zu spielen, bezweifle ich. Die erwartete Vorstellung der neuen Produkte ließ somit auf sich warten, war dann aber enttäuschend. Der große Wurf blieb letztlich auch aus. Was ich mitgenommen habe: Es gibt einen neuen iPod Touch, der schneller ist. Es gibt einen neuen iPod classic, der größer ist. Der nano kann jetzt fotografieren, filmen, Schritte zählen und Radio empfangen. Die Produkte sind insgesamt günstiger geworden. Auch iTunes und das iPhone/ iPod Touch OS wurden erneuert und warten mit neuen Funktionen auf. Der iTunes Store wurde einem Facelift unterzogen und bietet nun auch einige Neuerungen, deren Mehrwert sich mir noch nicht erschlossen hat. Lediglich das neue Design des Shuffle gefällt mir - in der Special Edition aus poliertem Edelstahl. Als Fazit bleibt mir nur zu schreiben: Rock'n Roll geht anders. Das war nichs, Herr Jobs! Ich bitte um Nachbesserung. Übrigens habe ich wirklich gedacht, dass nach dem Auftritt von Norah Jones noch ein Feuerwerk gezündet wird. Wer möchte, kann sich die traurige Veranstaltung auf Video ansehen.
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09.09.09 | schöner als 09.09.99 und 01.01.01
Allein bei der Betrachtung des heutigen Datums bekomme ich bereits einen wohligen Schauer. Diese Kombination aus Nullen und Neunen macht mir Freude. Während ich diesen Beitrag schreibe, stellt sich mir gerade die Frage, ob es einen Namen für Daten gibt, die aus gleichen Zahlen bestehen. Zwar werden heute weltweit wieder überdurchschnittlich viele Ehe geschlossen, aber im Gegensatz zum 01.01.01 und zum 09.09.99 stehen drei Events bevor, die vielleicht nicht geschichtsträchtig, aber zumindest ziemlich besonders sind. Das erste zu erwähnende Ereignis ist die heutige Veröffentlichung sämtlicher offiziellen Beatles Alben. Es wird sie digital remastert auf CD als Einzelausgaben und auch als Gesamtausgabe in Stereo- und Mono-Box geben. Lediglich im iTunes noch nicht, da EMI offenbar Probleme macht. Allerdings dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis wir auch die Alben der Fab Four über das Internet beziehen dürfen. Ausführlich berichtet German BEAT! mit Hintergrundinformationen zur Veröffentlichung. Mit The Beatles: Rock Band wird heute ein interaktives Spiel für XBOX 360, Playstation 3 und Wii dem breiten Publikum zur Verfügung gestellt. Anhand von 45 Songs, die im Verlauf des Spiels gespielt werden müssen, kann man die Karriere der Vier vom Cavern Club bis zum das Ende der Band markierenden Album Let it Be nachspielen. Mag ja sein, dass die Aufmachung klasse gemacht ist, allerdings muss ich sagen, dass viel mehr Spaß machen wird, sich selbst eine Gitarre umzuhängen und mit Freunden richtig zu spielen und zu singen. Das letzte Event wird heute abend das Apple Special Event sein, bei der allerhöchstwahrscheinlichst neue iPods vorgestellt werden. Zu mehr Spekulation lohnt es nicht, sich hinreißen zu lassen. Vermutlich wird es wieder einmal eine gähnend langweilige Veranstaltung, bei der sich die im Vorfeld geschickt gestreuten Gerüchte bewahrheiten und sich ein übermotivierter Moderator selbst beweihräuchert ob der awesomeness der neuen Cupertino Produkte. Ein "One more thing" würde mich genauso überraschen wie neue iMacs, ein TabletMac oder ein Auftritt von his Steveness himself. Daher bleibt die Devise: überraschen lassen. Wer live dabei sein möchte, kann sich in Olivers Apfelquak Chat einklinken und mitdiskutieren.
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Blog Stöckchen
Eigentlich war der gestrige Eintrag eine ganz spontane Idee, als ich zufällig über Ads Stöckchen Stöckchen gestolpert bin. Es hat mich einfach interessiert, wer von den damaligen Teilnehmern als Blogger oder Podcaster noch mehr oder weniger aktiv ist. Eine meiner Erfahrungen seit Ende 2005 ist, dass das Bloggen individuell wellenförmig funktioniert. Das bedeutet, dass ein einzelner Blogger mal mehr oder mal weniger schreibt. Auch längere Pausen mit fulminanter Rückkehr hat es gegeben. In der Gesamtheit betrachtet, so mein Schluss, war die Blogosphäre nie tot - lediglich verschwand das eine oder andere interessante Blog und ich bin auf andere Blogs ausgewichen. Dass jemand möglicherweise kein passendes Blog findet, kann ich mir bei der nahezu unbegrenzten Anzahl an Blogs nicht vorstellen. Und das Suchen macht schließlich auch Spaß. Günni hat nun das Stöckchen als bewährte Vernetzungsmethode wieder entdeckt und ruft dazu auf, seinen allerersten Blogbeitrag und die der vorherigen Blogger der Stöckchenkette aufzunehmen. 01. guennersen 02. musicampus Das Stöckchen geht an fahrenheit404 hafenwasser macinme mynicki nasendackel podschnack poplitea Möge das Vernetzen beginnen. Natürlich kann sich jeder das Stöckchen schnappen, der Lust hat mitzumachen!
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Blogs sind tot - oder nicht?!
Vor zweieinhalb Jahren erreichte mich ein Stöckchen vom Admartinator. Ich erinnere mich, dass ich es damals auf seinen Wunsch aufgegriffen habe, weil es irgendwo versandet war und habe es in mühseliger Kleinarbeit aufgearbeitet. Sprich: jeden einzelnen Vorgänger habe ich manuell verlinkt. Dabei bin ich auch bei einigen Blogs hängen geblieben. Geradezu legendär war damals Martins Aktion Blog der Woche, bei der er jeden Freitag interessante Blogs und Podcasts vorgestellt hat. Irgendwann hat mich einmal interessiert, welche Blogs es noch gibt und welche dem allgemeinen Blogsterben bereits zum Opfer gefallen. Nun gut, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen - habe ich in diesem Jahr meine Blog- und Podcastfrequenz erheblich reduziert. Dennoch würde ich gern wissen, welche der Blogs, die damals vor mir in der Stöckchenkette hingen, heute noch aktiv sind. Ehrlich gesagt glaube ich gar nicht an das Geunke um ein allgemeines Blogsterben. Von Martin weiß ich, dass er seine momentan Zeit und Kraft für wichtigere Dinge verwendet. Dass der macoholic mehr oder weniger sang- und klanglos sämtliche Aktivitäten eingestellt hat, wurde an verschiedenen Stellen ausgiebig diskutiert. Aber auch marzen, das keblog oder macitreal sind zwischenzeitlich von der Bildfläche verschwunden. Meine Überlegung: ich nehme einfach meine Liste vom 03. April 2007 und übernehme sie in diesen Beitrag. Vermutlich werden sämtliche genannten Blogs angepingt. Wenn diese noch aktiv sein sollten, können sie die Idee vielleicht aufnehmen und darüber bloggen oder aber vielleicht einen kurzen Kommentar hinterlassen, dass ihr Blog noch aktiv ist. Damit hätte man vielleicht so etwas wie ein Lebenszeichen und es kommt wieder etwas Leben in meine Blogosphäre. 01. admartinator 02. nasendackel 03. remaklation 04. macoholic 05. macreloaded 06. guennersen 07. indigo0815 08. zettt 09. apfelblick 10. mr ape 11. balauue 12. monstrs 13. uarrr 14. blitzfliege inc 15. marzen 16. alles was spaß macht 17. alles was sich so ansammelt 18. a su salud 19. altmetall 20. marzipan junkie 21. web junkies 22. movie addiction 23. paranoid-onkeltank 24. endeneu 25. skycaptainblue 26. in1cognito 27. keyblog 28. jimmy's blog 29. poplitea 30. macitreal 31. mactomster 32. stereopoly 33. elternrunde 34. ela 35. nicki 36. kurt 37. designwiese 38. massa.at 39. Solverat 40. Tigions Blog 41. -::[elektro-space]::- 42. dirPET 43. loni 44. B-L-ONDGIRL 45. wunderbilly 46. Paxter 47. bri7ta 48. kleiner_folterknecht 49. w9fog 50. caramellino 51. anne 52. martonos 53. 3CKIG.de 54. musicampus
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#484 Podcast-Umfrage 09 von podcast.de
Die Beteiligung an der kleinen Aktion zur Vergabe des Freiexemplars des Romans Lenin und die Hühner von Olaf Satzer war niederschmetternd gering. Gut für den Gewinner Reen vom hafenwasser Blog, der sich mit seiner Interpretation meiner Frage via Kommentar das Buch sichern konnte. Die MixTape-Fee und ich gratulieren recht herzlich! Sobald wie möglich wird das Buch per Post seinen langen Weg ins Sauerland antreten. Vor einigen Tagen hat mich Fabio von podcast.de angeschrieben und gefragt, ob ich die diesjährige Podcast-Umfrage unterstützen werden. Natürlich werde ich, schrieb ich zurück, und heute wurde mir mitgeteilt, dass die Umfrage nun online sei. Wer ca. 10 - 15 Min. Zeit hat, sollte sich auf die Umfrageseite begeben und die Fragen beantworten. Bis zum 20.09.09 wird die Umfrage online sein und zeitnah soll auch die Auswertung dann verfügbar sein. Bei Interesse können auch die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr eingesehen werden.
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Lenin und die Hühner | Erinnerung
Vor einigen Tagen habe ich an dieser Stelle den Debütroman Lenin und die Hühner von Olaf Satzer vorgestellt. Vielleicht ist aufgrund meiner erhöhten Beitragsschlagzahl der vergangenen Woche die Erinnerung an das kleine Bonbon, das mit der Vorstellung des Buches überreicht wurde, etwas in den Hintergrund geraten. Olaf hat mir ein kostenloses Exemplar für musicampus-Hörer zur Verfügung gestellt. Wer Interesse hat, sollte als kurzen Kommentar schreiben, was Lenin mit Hühnern zu tun haben könnte. Der originellste Beitrag wird dann von der MixTape-Fee ermittelt und derjenige oder diejenige Verfasser bekommt das Buch zugesandt. Die Kommentarfrist endet morgen um 12:00 Uhr.
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Ohrenfeindt in Delmenhorst | bebilderter Nachtrag
Bereits am 12.06.2009 fand anlässlich des Stadtfestes in Delmenhorst ein Konzert der Vollgasrocker aus St. Pauli Ohrenfeindt statt, bei dem ich gern dabei gewesen wäre. Leider hat mich an diesem Tag die Deutsche Bahn daran gehindert, dem Konzert beiwohnen zu können. Das war zwar ärgerlich, aber vermutlich nicht vergleichbar mit dem, was die routinierten Musiker aus Hamburg an diesem Abend erlebt haben. Mit Martin AzA Kessels, den ich vergangenes Jahr bereits kurz vorgestellt habe, habe ich vor kurzem telefoniert. AzA hat wieder schöne Fotos gemacht, die durch Anklicken des Fotos angeschaut werden können. Er hat mir seine Eindrücke dieses Abends geschildert und mitgeteilt, dass aufgrund technischer Probleme ziemlich improvisiert werden musste. Das hatte wohl zur Folge, dass der Ablaufplan des gesamten Abends komplett umgeworfen werden musste. So kam es, dass Ohrenfeindt nicht wie angekündigt gegen 22:00 Uhr auf der Bühne standen, sondern erst gegen 0:15 Uhr. Wegen der technischen Probleme gab es überdies offenbar keinen vernünftigen Soundcheck, so dass die ersten Songs genutzt werden mussten, um einen ausgewogenen Mix zu bekommen. Aber ganz Profi haben sich Ohrenfeindt auch von solchen unerwarteten Ereignissen nicht beirren lassen. Schon nach wenigen Takten des Power-Trios war der Frust über den verspäteten Beginn beim Publikum vergessen. Mit ihrer Spielfreude rockten die Hamburger durch das Programm und haben viele neue Freunde gewonnen. Ärgerlich war am Ende, dass das Ordnungsamt die Veranstaltung gegen 01:00 Uhr nachts beendet hat - wegen der Lärmemission. Verständlich, wenn man Anwohner ist, aber dennoch schade, dass nicht gesamte Programm gespielt werden konnte. Glücklicherweise trugen es alle Beteiligten offenbar mit Fassung, da tumultartige Ausschreitungen nicht aufgetreten sind. Wer bisher noch keine Gelegenheit hatte, bei einem Live-Konzert von Ohrenfeindt dabei sein zu können, kann sich entweder die Live-Termine auf ihrer Seite anschauen oder noch eine gute Woche warten. Denn am 11.09.2009 erscheint das Doppel-Live-Album mit dem vielversprechenden Titel "Auf die Ohren". Weitere Interessante Infos hierzu gibt es bei Ohrenfeindt. Fotos: Martin AzA Kessels
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15. Fehmarn Open Air 2009
Für alle Kurzentschlossene, die an diesem Wochenende noch nichts vorhaben und der Rockmusik nicht abgeneigt sind, gibt es noch einen Tipp: das 15. Fehmarn Open Air - Das Jimi Hendrix Revival Festival. Dieses beliebte Festival, das in diesem Jahr zum 15. Mal stattfindet, hat sich mittlerweile zu einem der größten "Umsonst & Draussen" Festivals Deutschlands entwickelt. Es werden ca. 15.000 Musikfreunde erwartet und ich habe mir sagen lassen, dass mit dem diesjährigen Line-Up ein hochkarätiges Festival zu erwarten sein wird. Am 04.09.1970 fand das
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#483 Neon Pingu Pussys
Im Dezember 2006 habe ich von der Band The Drunken Peaches berichtet, die im Großraum Zwickau mit ihrer Musik schnell ein begeistertes Publikum gefunden haben. Anfang 2009 besprach ich deren Album handmade, mit dessen Eingang mir gleichzeitig mitgeteilt wurde, dass sich die Band bereits 2008 aufgelöst hat. Allerdings wurde mir bereits zu dem Zeitpunkt angekündigt, dass es eine Folgeformation geben werde, die sich Neon Pingu Pussys nennt und bereits einige erfolgreiche Auftritte absolviert habe. Man sei dato dabei gewesen, ein neues Album zu produzieren, das man mir zur Besprechung zusenden wollte. Anfang Juli ging die EP This is Not A Toy bei mir ein, die ich mir zwar sofort anhörte, aber nicht gleich besprechen konnte. Wie ich mittlerweile erfahren habe, sind Ferdinand Weigel (keys, voc), Ronny Haberer (b, voc), Andres Seidel (git, voc), Carsten Reinstein (git, voc) und Jacob Feustel (dr) bereits ganz gepannt, was musicampus zur EP beizutragen hat. Während mir The Drunken Peaches außerordentlich gut gefallen haben, auch wenn die ersten Aufnahmen technisch noch recht unprofessionell klangen - das vorhandene Potenzial aber bereits zu hören gewesen ist - kann ich mit dem Stil der Neon Pingu Pussys nicht viel anfangen. Viel zu nervös sind die Songs strukturiert und die von mir so gemochten eingängigen Melodien der Peaches fehlen an allen Stellen. Lediglich der Song Mel Gibson, der auch auf deren MySpace Seite zu hören ist, hat mich überzeugt. Außerdem hat mir der Einsatz der Retro-Synthesizer Sounds nicht gefallen. Es quietscht und knarzt an allen Stellen und eine latent depressive Grundstimmung schwebt über dem gesamten Album. Woran es liegt, kann ich nicht sagen, aber nach meinem Empfinden hat sich die Situation umgekehrt: die Aufnahmen sind hervorragend geworden und die Band zeigte sich experimentierfreudig, in dem sie beispielsweise im Kontrast zum Musikstil unter anderem auch Streicher eingesetzt hat. Es wurde mit viel Fleiß an den Arrangements gearbeitet - das ist nicht von der Hand zu weisen. Nur das Songwriting hat sich in eine Richtung entwickelt, die mir nicht gefällt. Dass sich Geschmäcker glücklicherweise unterscheiden und meiner natürlich nicht das Maß aller Dinge ist, zeigt der Erfolg, der den Neon Pingu Pussys Recht gibt: sie konnten sich nach mehreren Wettkämpfen für den Local Heroes Wettbewerb qualifizieren und vertreten das Bundesland Sachsen am 11.10.09 auf der YOU Messe in Berlin. Ein besonderes Bonbon ist der "Pussy Bus Service" für den man sich bei Interesse anmelden kann, denn sie wollen jeden Fan dabei haben. Anmeldungen bitte an mail@neonpingupussys.de .
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Fünfter BlogDay
Weil ich wieder einmal viel zu verplant war, ging der diesjährige BlogDay völlig an mir vorbei. Nicht, dass ich überhaupt schon einmal daran teilgenommen hätte, aber durch eine Benachrichtigung in WordPress habe ich erfahren, dass ich sogar einmal benannt wurde. Hintergrund dieses Blog Day ist, dass ein Blogger fünf seiner Lieblingsblogs nennt und kurz beschreibt. Damit findet das statt, was ich in letzter Zeit ein wenig vermisse: die Verlinkung zwischen Blogs. Vermutlich ist dieser Umstand Twitter geschuldet. Durch das Microbloggen findet die Interaktion schneller statt und macht Verlinkungen in Blogs fast überflüssig. Ich werde folgend einige Blogs nennen, die ich schon seit Jahren verfolgen oder die ich seit kurzem gerne lese. admartinator (stellvertretend auch für rockymountainstreet und blogsaredead) apfelnase apfelquak aptgetupdate hafenwasser kulturlabskaus nasendackel texte mit stimme Und denen, die sich übergangen fühlen sollten, weil ich sie oder ihn nicht genannt habe, gebe ich nun die einmalige Gelegenheit, ihr Blog oder ihren Podcast über meine Kommentarfunktion bekannt zu machen.
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#482 Peter Maffay wird 60 und Oasis trennen sich
Mit Peter Maffay wurde einer der bekanntesten Künstler, die Deutschlands Musikwelt nachhaltig beeinflusst und gestaltet haben, am 30.08.2009 sechzig Jahre alt. Bis heute hat sich mir nicht erschlossen, weshalb sein künstlerisches Schaffen oftmals nur belächelt und nicht entsprechend gewürdigt wird. Seit den siebziger Jahren ist er ein konstanter, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der nationalen Musikszene und hat mit seinem sozialen Engagement eine Menge bewirkt, so dass ihm zurecht das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde. Mir gefällt seine Musik - sowohl seine ersten Schlager als auch seine Rocksongs. Dass erstere zeitlos sind, machte sein 2001 erschienenes Album Heute vor 30 Jahren deutlich. Oasis haben sich getrennt. Eigentlich hat Noel Gallagher seinen Ausstieg verkündet, aber da er als Songwriter Mastermind der Band war, kommt dies in meinen Augen einer endgültigen Auflösung gleich. Selbst eine Fortführung ohne Noel ist so überflüssig wie Queen mit Paul Rodgers als Sänger (auch wenn das Album The Cosmos rocks richtig gut ist) oder solche Überlegen, dass man damals die Beatles mit Julian Lennon als Sänger zu neuen Auftritten bewegen wollte. Wer meine Podcasts regelmäßig verfolgt, weiß, dass ich diese Band sehr geschätzt habe, seit sie 1994 mit ihrem Debütalbum Definitely Maybe neben anderen Künstlern den Britpop eingeläutet haben. Auch die Folgealben (What's The Story) Morning Glory und Be Here Now ließen mir manches Mal den Mund vor Begeisterung offen stehen. Allerdings schienen sich die Songwriterqualitäten auf ein gewisses Maß zu beschränken, so dass die darauf folgenden Alben wie Wiederholungen erschienen, ohne dass eine Weiterentwicklung hörbar oder spürbar wurde. Dass Oasis - eigentlich nur die Gallagher Brüder - ihr Image als Rüpel intensiv pflegten und häufig die Gazetten mehr über ihre Prügeleien als über ihre Konzerte berichteten, ist bekannt. Auch, dass Noel und Liam ein angespanntes Verhältnis zueinander zu haben scheinen, dürfte keine Neuigkeit sein. Ob Liams Ausstieg zur Auflösung führen wird, weiß wahrscheinlich nur die Band. Dass ein solches Ende der Band nicht überraschend und die logische Folge einer jahrelangen Entwicklung wäre, kann als konsequent betrachtet werden. Fakt ist, dass sich Oasis 1994 anschickten, den Rock'n Roll Olymp zu erklimmen und dies zeitweise scheinbar auch schafften. Grund zur Traurigkeit über ein Ende der musikalischen Aktivitäten gibt es nicht. Mit ihrer Musik haben sie eine stilistische Ära maßgeblich geprägt und mit ihren Songs Werke geschaffen, die auch in 40 Jahren noch Spaß machen dürften. Fünfzehn Jahre Musikbusiness bei entsprechendem Lebenswandel überlebt zu haben, ist überdies auch eine Leistung, die nicht selbstverständlich ist.
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#481 Klaus Voormann - A Sideman's Journey
Bereits am 03.07.2009 wurde das Konzeptalbum A Sideman's Journey vom zweifachen Grammygewinner Klaus Voormann veröffentlicht. Grund genug für mich, spätestens jetzt einmal über Klaus Voormann im allgemeinen und sein neuestes Werk im speziellen zu berichten. Vermutlich wird ein Großteil meines Leserstamms mit seinem Namen nichts in Verbindung bringen können, aber weil Wissen normalerweise nicht schädlich ist, bringe ich ein wenig Licht ins Dunkel. Zunächst ist sein Name eng mit den Beatles verbunden, mit denen er bis heute befreundet ist. Meine ersten Erinnerungen an seinen Namen gehen auf einen Bericht zurück, den ich als Teenager las und in dem beschrieben wurde, wie die Beatles in Hamburg zu ihren Pilzköpfen kamen. Auch wenn er das Revolver Cover entwarf und auch in der Post-Beatles Zeit mit allen eng verbunden blieb, war und ist er viel mehr als jemand, der nur mit den Beatles befreundet war. Er ist Grafik Designer, Illustrator, Musiker und Produzent. In all seinen Berufungen hat er außergewöhnliche Erfahrungen gesammelt und mit dem Who is Who der Popmusik zusammen gearbeitet. In seinem aktuellen Album spiegelt sich sein Leben und musikalisches Schaffen wider, in dem er diejenigen Titel aufgenommen hat, an deren ursprünglichen Entstehung er mitwirkte, oder die für ihn eine wichtige Rolle gespielt haben. Dabei ist es ihm gelungen, frühere und ständige Wegbegleiter für sein Projekt zu gewinnen, die sich nicht nur durch Namen wie z.B. Paul McCartney, Ringo Starr, Cat Stevens oder Dr. John auszeichnen, sondern zugleich Künstler einer Szene sind, die sich heute noch als große Popularmusikfamilie sieht. Als hätte sie es geahnt, hat sich heute die Redaktion von German BEAT! an mich gewandt und auf eine aktuelle Aktion gewiesen: German BEAT! unterstützt den Lakota Village Fund e.V., der mit Hilfe von Paul McCartney 1999 offiziell in der Sendung "Wetten, dass..? gestartet wurde und von Christina Voormann vor Ort im Pine Ridge Reservat seit vielen Jahren persönlich und aktiv betreut wird. Diese Organisation kümmert sich um die Belange der Oglala Lakota Sioux in Süd Dakota (USA). Diese sind durch lebensbedrohliche Umweltprobleme vom Aussterben bedroht. Lakota hilft u.a. mit Wasseraufbereitungsanlagen und anderen Regenerierungsmaßnahmen und Klaus Voormann unterstützt mit Teilerlösen aus seinen Albumverkäufen diese Organisation. Er hat German BEAT! sieben CD-Ausgaben des Albums A Sideman's Journey mit seiner geschwungenen Signatur auf dem Cover versehen. Diese Alben sollen nun möglichst gewinnbringend und hilfestiftend an interessierte Leserinnen und Leser gebracht werden: 1. German BEAT! ruft zu Spenden auf. Unter allen Einzahlern werden vier Sideman-CDs verlost. 2. Wer sich nicht allein auf sein Glück verlassen möchte, kann eines von drei Alben ersteigern. Man freut sich über jede Spende, die direkt an Lakota überwiesen wird oder in den vergangenen Tagen bereits überwiesen wurde. Ob ein kleiner oder hoher Beitrag - darauf kommt es nicht an. Wichtig ist, dass möglichst viele Fans, Firmen und Organisationen mitmachen. Einsendeschluss für die Verlosung ist der 5. September 2009, 20:00 Uhr. Die genauen Teilnahmebedingungen sind bei German BEAT! einsehbar.
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#480 Lenin und die Hühner - Olaf Satzer
Olaf Satzer ist mit seinem Debütroman Lenin und die Hühner wieder einmal eine Überraschung gelungen, mit der ich nicht gerechnet habe. Als Trommler habe ich ihn kennen gelernt und als Autor von Schlagzeugschulen hier vorgestellt und interviewt. Vor einiger Zeit habe ich auf seiner Homepage gesehen, dass er sein Vorhaben in die Tat umgesetzt hat, einen Roman zu schreiben und zu veröffentlichen. Von der Idee dazu hat er mir schon vor einigen Jahren berichtet. Jetzt hat er sie umgesetzt und ich war beim Lesen sprachlos und sehr angetan. Olaf erzählt in seinem Roman die Geschichte vom Musiker Robert, der drei Wochen im Ural verbringt und dort die Abgeschiedenheit und geradezu unendliche Weite des russischen Hinterlandes lieben lernt, so anrührend und bringt sie dem Leser so nah, dass man meint, selbst dabei gewesen zu sein. Wie aus eigener Erinnerung erlebt der Leser, wie Robert seine Entscheidung trifft und in Russland so manche - durchaus auch skurrile - Situation erlebt und meistert. Absolut empfehlenswert und ein Muss für die unaufhaltsam näher rückenden langen Abende! Wer besonderen kulturellen Erlebnissen nicht abgeneigt ist, sollte sich am 11.09.2009 nichts vornehmen und abends nach Bremerhaven fahren. Dort wird es eine Lesung geben, bei der Martin Kemner Auszüge aus dem Roman vorträgt. Begleitet wird er von Anna Koleba am Cello und von Matthias Strass an der Gitarre. Durch das Programm führt Dirk Böhling. Veranstaltungsort ist die Aula der "Theo" (ehemalige Theodor-Storm-Schule), Lutherstr. 7 in Bremerhaven. Der kleine Beitrag von EUR 6,-- ist nicht nur gerechtfertigt, sondern auch verringerbar, wenn man im Vorkauf seine Karte für EUR 5,-- erwirbt. Vorverkaufsstelle ist das Musikhaus Steiner in der Lloydstr. 24 in Bremerhaven (0471- 47164). Alles kleines Bonbon hat mir Olaf ein kostenloses Exemplar für musicampus-Hörer zur Verfügung gestellt. Wer Interesse hat, schreibe als kurzen Kommentar, was Lenin mit Hühnern zu tun haben könnte. Der originellste Beitrag wird von der MixTape-Fee ermittelt und derjenige oder diejenige Verfasser bekommt das Buch zugesandt. Die Kommentarfrist endet am 07.09.09 um 12:00 Uhr.
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4. Bremer Podcast Stammtisch
Mit ein paar Tagen Verspätung nun der Beitrag zum 4. Bremer Podcast Stammtisch, der am 14.08.09 in der Bremer Schlachthofkneipe stattfand. Ab 20:00 Uhr wollten wir uns treffen und als ich ca. 20 Minuten vorher eintraf, saßen bereits der Podschnacker, Hightower0815, die Hayduks und Lars vor dem Schlachthof und brachten sich mit netten Gesprächen und leichten Getränken in Stimmung. Timo, der Podschnacker, und Thomas, der Hightower0815, waren bereits den ganzen Tag in Bremen und haben ihrem neuen Hobby Geocaching gefrönt. Dabei wurde Timo Opfer einer Wespe, die er vorher noch heldenhaft von Thomas verscheucht hatte. Kurz bevor wir in die Schlachthofkneipe gingen, gesellte sich noch Petra hinzu. Der Abend war sehr interessant, gerade, weil Lars ein wenig aus dem Nähkästchen über seine Firma plauderte und ich erfuhr, dass Petra vor ein paar Jahren einen Podcast produzierte. Schließlich kamen noch Agnieszka und Rafael, die momentan offenbar schwerbeschäftigt sind und sich trotzdem noch Zeit genommen haben. Wir haben beschlossen, den Podcast Stammtisch nun regelmäßig im Vierteljahresrhythmus stattfinden zu lassen. Zu merken wäre grob das Wochenende 13. November für das nächste Treffen. Genaue Angaben folgen rechtzeitig. Etwas enttäuschend fand ich im Vorfeld, dass sich einige Podcaster im Vorfeld nicht auf meine Schreiben gemeldet haben. Eine Absage finde ich immer besser als gar keine Nachricht. Vielleicht beim nächsten Mal. A propos enttäuschend: in der Schlachthofkneipe gab es bisher immer Aventinus. Seit dem Wechsel der Brauerei leider nicht mehr. Kennt jemand dieses Bier und weiß, wo man das kaufen kann? Hier habe ich es bisher noch nirgends gefunden.
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Reisestöckchen | Vilnius
Überraschungen sind am schönsten, wenn man mit ihnen nicht rechnet. Andererseits wären es wahrscheinlich keine Überraschungen, wenn man von ihnen vorher wüsste. Wie dem auch sei, heute erreichte mich eine Mail von René, der meine kleine Tänzerin nach Vilnius entführt hat. Das Reisestöckchen ist also doch noch nicht gestorben. Eine meiner zugegebener Maßen am wenigsten erfolgreichen Aktionen mausert sich zu einem latenten Dauerbrenner. Weit ist sie noch nicht herum gekommen, steht allerdings noch immer zur Verfügung. Wer sie mitnehmen möchte, kann dies tun und sie vor einer schönen Kulisse fotografieren. René, vielen Dank, dass Du Dich ihrer erinnertest und sie aus ihrem digitalen Gefängnis befreit und nach Litauen mitgenommen hast!
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Peter Maria - Einfach, Zweifach
Wenn ich zwei Dinge nicht ausstehen kann, dann sind das Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit. An meine Mitmenschen stelle ich, was diese beiden Eigenschaften betrifft, ziemlich hohe Anforderungen. Nicht zuletzt vielleicht auch deshalb, weil ich auch versuche, eben nicht unpünktlich und nicht unzuverlässig zu sein. Um so mehr ärgert es mich, wenn ich Zusagen nicht in dem Maße einhalten kann, wie ich sie ausgesprochen habe. Bei der folgenden Plattenvorstellung handelt es sich um einen solchen Fall. Ende Mai wurde ich angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, den Künstler Peter Maria vorzustellen - entsprechendes Material würde mir bei Zusage zugesandt. Nach einem ersten groben Check bei MySpace war ich sehr interessiert und bat um weiteres Material, das ich auch prompt erhielt. Allerdings ergab es sich durch Umstände, die ich nicht beeinflussen konnte, dass sich die Vorstellung bis heute verzögert hat. Mehr als zwei Monate. So etwas ist in meinen Augen inakzeptabel und daher versuche ich nun, Schadensbegrenzung zu üben. Vorab: das Album Einfach, Zweifach ist ein Knüller weitab vom deutschpoprockenden Mainstream. Absolut hörenswert, weil vielseitig arrangiert, witzig getextet und mit sympathischer Stimme voller Esprit gesungen. Hörer des WDR dürften Peter Maria als zwielichtigen Plattenboss Tony Mono kennen, der die Pop-Elite parodistisch antreten lässt. Nun hat der begeisterte Musiker sein Debütalbum Einfach, Zweifach veröffentlicht, das sich durch schöne, ernste und leichte Popsongs erfreulich von dem deutschsprachigen Mist abhebt, der uns via Musikfernsehen und Jugendradiosendern als hörenswerte Kunst verkauft werden soll. Peter Maria konnte sich bei der Produktion des Albums auf die Hilfe alter Freunde und neuer Mitstreiter verlassen: Jochen Eickenberg von N.O.H.A., der den elektronischeren Sound der Platte mitgestaltete und Wolfgang Proppe von Erdmöbel, der einen schönen Remix beisteuerte. Außerdem wirkten zwei Duett-Partnerinnen mit: gemeinsam mit der ungarisch-deutschen Sängerin Anikó singt Peter Maria im Titelsong das hohe Lied der Romantik. Mit Sam Leigh-Brown, die viele noch als Stimme des Frank-Popp-Ensemble-Hits „Hip Teens“ im Ohr haben dürften, hält er dagegen einen Abgesang auf eine Beziehung in der gar nichts funktioniert. Das Album vereint Elektro-Pop und Gitarrenballade, surreale Kurzgeschichte und einfaches Liebesbekenntnis, zackige Streicher und große Refrains. Es sind Lieder zu hören, die mich gefesselt haben. Neige ich bei Alben - seit es CDs - gibt dazu, beim ersten Hören die Lieder der CD per skip-Taste nur vorzuhören, um mich dann auf die vielversprechendsten Titel beim Anhören zu freuen, habe ich dieses Album in einem Rutsch durchgehört. Auch wenn es nicht nur leichte Kost ist, die geboten wird, es ist hörenswert. Es sieht übrigens derzeit so aus, dass es mit Peter Maria ein Ferninterview geben wird - und ich habe mir zum Ziel gesetzt, damit nicht wieder zwei Monate zu warten.
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#479 Stereo System aus Bremen
Am 5. Juli 2009 nutzten die MixTape-Fee und ich das schöne Wetter, um die Breminale zu besuchen - ich berichtete. Dort haben wir zufällig die Bremer Band Stereo System gesehen und ich war begeistert von dem, was die fünf Musiker auf die Beine gestellt haben. Dawid, Jana, Nils, Niko und Jan haben dem Publikum ordentlich eingeheizt und für richtig gute Stimmung gesorgt. In der heutigen Episode gibt es einen kleinen Ausschnitt des Songs Mysterious Guy und ich ich möchte Euch unbedingt noch einmal das Video zu Flying Pig ans Herz legen. Besucht die Band und hört Euch dort weitere Songs an.
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#478 Logic Studio mit Logic Pro 9
Vor einigen Tagen hat Apple das neue Logic Studio vorgestellt, das mit einigen sehr interessanten Neuerungen daher kommt. Neben den obligatorischen Erleichterungen für die tägliche Arbeit - wie beispielsweise Flex Time, das das nondestruktive Editieren verbessert - sind es vor allem der Amp Designer und das Pedalboard, die meine besondere Aufmerksamkeit erregt haben. Die ersten Videos und Berichte machen mich schon sehr neugierig. So kommt es, dass für Anfang des kommenden Monats die Anschaffung dieses Softwarepakets geplant ist. Allerdings müsste ich in diesem Zuge auch meine Hardware einer Frischzellenkur unterziehen. Ist mein iMac G5 aus dem Jahre 2005 mit 2GHz und 2GB RAM zwar noch nicht hoffnungslos veraltet, aber gerade im Bereich Musikproduktion macht sich doch bemerkbar, dass mehr möglich sein müsste. Außerdem ist bei immer noch der Tiger das Betriebssystem meiner Wahl und ich müsste zumindest nochmal den Leo kennenlernen, bevor der dann dem SnowLeo weichen wird. Problematisch könnte in diesem Zusammenhang noch die Kompatibilität mit externer Hardware und Software werden. Daher plane ich, den neuen iMac noch vor Erscheinen von SL zu kaufen, um den dann nachliefern zu lassen. Zumindest kann ich dann endlich auch die Software aus dem MacHeist-Bundle und meine gewonnene DaisyDisk-Lizenz testen, die allesamt 10.5 benötigen. Ein ausführlicher Bericht zu Logic Studio erfolgt dann natürlich, wenn ich mich damit bekannt gemacht habe. Last but not least: habe ich doch wirklich 2008 gesagt" Bin eben doch von gestern.
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#477 Vierter Bremer Podcast Stammtisch
Auch wenn ich mich wiederholen mag: Die Zeit vergeht momentan viel zu schnell. Am 05.07.09 habe ich den letzten Blogbeitrag verfasst und die letzte Podcastepisode ist noch länger her. Langweilig war es in der Zwischenzeit allerdings nie und endlich habe ich wieder Zeit gefunden, mich vor das Mikrofon zu setzen. Der Grund ist ein besonderer, weil nach über einem Jahr Pause wieder ein Bremer Podcaststammtisch stattfindet. Am 14.08. ab 20:00 Uhr laden wir alle interessierten Podcaster und Zuhörer ein, sich in netter Runde über das gemeinsame Hobby auszutauschen. Wer also Zeit und Lust hat, sollte einmal vorbei kommen. Die vergangenen drei Stammtische waren immer sehr spaßig und interessant, weil immer neue Podcaster und Hörer begrüßt werden konnten. Vielleicht findet diese Ankündigung ihren Weg in Euer Blog, so dass wir viele potenziell Interessierte ansprechen können. Ein wenig erzähle ich übrigens auch über unseren Urlaub - Radtour ist das Stichwort. Und Podschnack.
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Stereo System auf der Breminale 2009
Heute war das Wetter so schön, dass wir uns kurzentschlossen auf den Weg zur diesjährigen Breminale machten. Eigentlich wollten wir schon am Freitag an den Osterdeich, allerdings begann es kräftig zu regnen, so dass wir es vorzogen, zuhause zu bleiben. Die Breminale ist mit das schönste Ereignis, das in der Open Air Saison in Bremen angeboten wird. Hier findet man neben außergewöhnlichen Speisen (ich probierte heute mein erstes Speiseeis aus Ziegenmilch und musste enttäuscht feststellen, dass es genauso wie ein normales Eis schmeckte) und Getränken eine Menge Musik. 107 Bands und Künstler waren es in diesem Jahr, die die Organisatoren in diesem Jahr verpflichten konnten. Während im Bremen Vier-Zelt die schwedische Formation Hellsongs schwere Metallmusik in süßer Verpackung darbot und dabei das Publikum in seinen Bann zog, bewegten wir uns weiter auf dem Gelände in Richtung Flut-Bühne. Dort bereiteten sich gerade die Bremer Newcomer Stereo System auf ihren Auftritt vor. Das, was die fünf Musiker gezeigt haben, war wirklich erstaunlich. Gleich der zweite Song "Flying Pig", der auf MySpace bereits als Video zu sehen ist, ging richtig in die Beine. Ich glaube, von dem Mädel und den vier Jungs könnten wir noch viel hören, wenn die so weiter machen! Und Ohrenfeindt können sie schon zu den MySpace-Freunden zählen. Falls jemand eine Kontaktadresse von Stereo System besitzen sollte, bitte ich um eine kurze Information.
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Stabat Kater - From here to uncertainty
Wieder einmal schaffte es eine CD in meinen CD-Player, die von einem bisher eher unbekannten Künstler in Eigenregie produziert wurde. Stabat Kater nennt er sich und das Album hat den vielversprechenden Titel From here to uncertainty. Michael Fromme ist der außergewöhnliche Musiker, der sich hinter dem ungewöhnlichen Künstlernamen verbirgt. Er wuchs in Coburg auf und lernte früh das Klavierspielen. Nach seinem Abitur sammelte Michael seine musikalischen Erfahrungen zunächst in Köln und Berlin, bevor er 2005 nach Dresden zog, wo er seitdem Schlagzeug studiert. Nach seinen Erfahrungen als Rock- und Jazzmusiker gründete er 2002 Stabat Kater und nahm seine erste EP Calm Down auf, die 2006 beim Netlabel Digitalkunstrasen veröffentlicht wurde. Das nun vorliegende Album hat Michael in Eigenregie unter Mitwirkung 16 anderer Musiker aufgenommen und produziert. Derzeit ist er dabei, das Album auf eigenem Wege zu promoten und bekannt zu machen. Wer ihn hierbei unterstützen möchte, sei dazu recht herzlich aufgerufen! Was mir an dem Album sehr gut gefallen hat, sind die Wendungen und die musikalischen Gegensätze. Einerseits wird mit sanfter Stimme gesungen, die einen starken Kontrast zu den teilweise harten, verzerrten Sounds bildet. Stabat Kater verbindet weiter elektronische Komponenten mit typischen Popsequenzen, ohne dabei gewöhnliche Popschemata zu strapazieren. Dies wiederum könnte für einige Hörer sehr gewöhnungsbedürftig sein. Dennoch schadet es überhaupt nicht, wenn man auf MySpace seine Beispiele anhört. Mit freundlicher Genehmigung von Michael kann ich einen weiteren Song präsentieren: Orbiter's Return. Artwork von Jana Lev
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Bernd Rinser & Ron Fröde
Bernd Rinser und sein damals frisch veröffentlichtes Album Southern Swamp Impressions habe ich im vergangenen Oktober vorgestellt. Vor einigen Wochen teilte er mir mit, dass er und der Schlagzeuger Ron Fröde von einer Fachjury, die sich aus Personen zusammensetzt, die sich beruflich mit Blues beschäftigen, für die German Blues Challenge 2009 vorgeschlagen wurde. Über ein Wahlverfahren konnten sich die beiden Musiker für die German Blues Challenge 2009 qualifizieren, die am 30. und 31.10.2009 in Eutin stattfinden wird. Wer dabei sein möchte, kann über die Email-Adresse kreativkonkret@t-online.de Karten für die German Blues Challenge am 30.10.2009 und für die Baltic Blues Challenge am 31.10.2009 bestellen. Der Sieger der German Blues Challenge nimmt auch an der Baltic Blues Challenge teil. Auf jeden Fall fliegt der Gewinner der German Blues Challenge nach Memphis Tenneesee zu der International Blues Challenge 2010 und zwar am 22.01.2010. Bernd Rinser hat mittlerweile eine Auswahl seiner Songs über YouTube jedem Interessierten zugänglich gemacht. Außer den Songs "Calling You & Struck By Love", "Love Is" und "Luck" hat er Euch zusammen mit seiner Frau Melanie eine erste kleine musikalische Reise durch seinen musikalischen Kosmos zusammengestellt. Rechtzeitig vor der German Blues Challenge 2009 wird es an dieser Stelle noch Informationen geben.
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Klimahaus Bremerhaven 8° Ost
Meine Geburtsstadt Bremerhaven ist um eine Attraktion reicher: seit dem 27.06.2009 ist nach einigen Anlaufschwierigkeiten das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost eröffnet worden. Diesem offiziellen Eröffnungstag ging eine Eröffnungsfeier voraus, die nicht öffentlich war und die u.a. durch Bob Geldorf bereichert wurde. Geldorf, irischer Musiker und bekannt für seinen unermüdlichen Einsatz als Menschenrechtsaktivist, hat das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost eröffnet. Nach einem ersten Rundgang durch die Wissens- und Erlebniswelt sagte Geldof wohl tief beeindruckt: „Das Klimahaus ist keine Ausstellung, es ist ein Liebesbrief an unseren Planeten.“ Ich habe das Klimahaus bisher nur als Baustelle erlebt und noch keine Zeit gehabt, mir diese besondere Ausstellung anzuschauen. Dies werde ich aber schnell nachholen, da ich den Ansatz wirklich interessant finde. So, wie ich es verstanden habe, werden Flora und Fauna entlang des 8. Längengrads Ost einmal um die Welt nachgestellt. Der Besucher kann also alles von Wüste bis Eiswüste erleben. Wer noch nicht in Bremerhaven war, sollte vielleicht einen Besuch für seinen Sommerurlaub planen. Es ist fast unglaublich, wie sich die Seestadt in den vergangenen Jahren zum Positiven verändert hat! Nicht umsonst fühlen sich auch Zugezogene in der schönsten der Städte an der Unterweser so wohl. Foto: © Klimahaus® Bremerhaven | 8° Ost
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pandoras.box - barriers
Aus Niederbayern kommt die fünfköpfige Band pandoras.box, die ihr Debütalbum barriers nach gut vierjähriger ziemlich intensiver Arbeit veröffentlicht hat. Besonders an diesem Ereignis ist, dass die Band die Veröffentlichung in Eigenregie ohne Label oder Management durchgeführt hat und das Album als kostenloser Download bereit gestellt wird. Genau diese Form der Arbeitsweise verdient in Zeiten einer unflexiblen, niedergehenden und sich selbst bedauernden Musikindustrie eine besondere Erwähnung. Einen solchen Schritt zu wagen und konsequent zum Ende zu bringen, zeugt von wahrem Unternehmertum. Sehr erfreulich ist dabei, dass das Ergebnis für ein Debütalbum äußerst ansprechend ist und überraschend reif wirkt. Hier werden wir mit durchdachten Songstrukturen und immer wieder überraschenden Arrangements durch die 14 Songs geführt, die jeder für sich einzigartig und abwechslungsreich sind. Manchmal bin ich geneigt, im Album weiter zu springen, wenn mir ein Lied auf Anhieb nicht gleich zusagt. Diese Krankheit ist auf die digitale Entwicklung zurückzuführen, aber nicht zu entschuldigen. Wer noch Vinyl LPs kennt, wird sich wahrscheinlich erinnern, dass man früher eine Platte komplett durchgehört hat. Genau so sollte man bei diesem Album auch verfahren, weil so mancher Song eine überraschende Wendung nimmt und insgesamt richtig Spaß macht. Dieses Album wird auf jeden Fall einen festen Platz in meiner Sammlung einnehmen, nicht nur, weil es für ein Erstlingswerk erstaunlich professionell und ausgereift klingt, sondern die Songs einfach gut sind. Weitere Information gibt es auch bei MySpace und Last.fm.
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Hurricane Festival 2009 in Scheeßel
Ich glaube, langsam werde ich alt. Seit 1997 findet jährlich in Scheeßel - ein kleines Örtchen irgendwo an der Bahnstrecke Bremen-Hamburg - eines der bekanntesten Festivals Deutschlands statt: das Hurricane Festival. Immer im Juni und oft bei instabiler Wetterlage, was dem Namen des Festivals eine gewisse Note gibt. Dieses Jahr ist das Spektakel komplett an mir vorbei gegangen. Obwohl sich Bands wie Die Ärzte oder Faith No More angekündigt haben, blieb die Medienberichterstattung ziemlich farblos. Selbst die beiden verbliebenen Musiksender haben sich, was das Hurricane Festival angeht, vornehm zurückgehalten. Daher möchte ich dazu aufrufen, Eindrücke vom Festival in die Kommentare zu schreiben. Vielleicht ergibt sich bei genügend Teilnehmern eine schöne Kaleidospektive oder ein schönes Restroskop. Spread the word Bitte weitersagen!
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#476 Besuch im BEATLEMANIA - Hamburg
Schneller als gedacht hatte ich bereits gestern die Möglichkeit, das BEATLEMANIA - Hamburg zu besuchen. Ziemlich spontan fuhren die MixTape-Fee und ich gestern am Morgen mit dem Metronom nach Hamburg. Die erste Etappe war ziemlich aufregend, da der Metronom voller ziemlich junger Festivalgänger war, die sich auf den Weg nach Scheeßel machten, um dort das Hurricane Festival zu besuchen. Völkerwanderung in klein nannte ein Mitreisender die Anhäufung gutgelaunter und leicht bierseeliger junger Leute. Netterweise hat die Zugbegleiterin die erste Klasse für alle geöffnet, so dass wir recht komfortabel bis Hamburg reisen konnten. Dort angekommen ging es mit der U3 zur Haltestelle St. Pauli. Von dort aus schlenderten wir über die berühmteste Amüsiermeile Deutschlands bis zum Beatles-Platz und noch gute 20m weiter, wo das BEATLEMANIA seine Pforten Ende Mai geöffnet hat. An dieser Stelle möchte ich den im Audiobeitrag geschilderten Eindrücken gar nicht vorgreifen. Nur soviel sei gesagt: die Ausstellung lohnt sich! Die 12EUR Eintritt für Erwachsene sind nicht zu hoch gegriffen, denn man bekommt eine Menge geboten und auch der eingefleischteste Beatles-Fan wird noch Neues finden. Ganz besonders gut hat mir die Aufbereitung der frühen Jahre gefallen. Hier wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet und die Videobeiträge der Zeitzeugen runden die Informationen aus Exponaten und Beschreibungen ab. Gerade die alten Instrumente, Verstärker und Effektgeräte haben es mir angetan. Auch die vorgespielten Einspieler aus den Abbey Road Studios waren für mich neu und gaben einen groben Einblick darüber, wie es damals beim Aufnehmen zugegangen sein muss. Karaokebox und Videoinstallation sind für mich überraschende Angebote gewesen, die viel Spaß gemacht haben. Gegen Ende der Ausstellung bauten die Inhalte nach meinem Empfinden leider etwas ab. Nicht, dass sie uninteressant oder langweilig gewesen wären. Aber ich hatte den Eindruck, dass das Konzept des Museums nicht konsequent umgesetzt wurde. Zwar wurde im Zuge der Vorstellung von Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band die psychedelische Phase der Beatles angerissen, aber das gesamte Indien Thema weitestgehend nicht beleuchtet, obwohl es viel Foto- und Filmmaterial gibt (ich vermute, dass hier wieder einmal beatlestypisch das Urheberrecht eine Rolle spielt). Auch wurde die Zeit um Revolver und dessen Markierung einer Zeitenwende in der Popmusik gar nicht herausgehoben. Hierzu möchte ich nochmals an die Eröffnung der John Lennon Vernissage in der Kunsthalle Bremen 1995 erinnern. Damals wurde zum Beweis des Besonderen der Beatlesmusik als Kontrast zu den "neueren Alben" (Revolver, Sgt. Pepper, Yellow Submarine, The Beatles, Abbey Road und Let it be) populäre Musik aus Deutschland vorgestellt, die zu der Zeit in der Hitparade war. Sehr interessant, weil einem dadurch das Besondere wirklich einleuchtet. Weiterhin hat sich mir nicht erschlossen, weshalb die Filme nicht in den richtigen zeitlichen Kontext eingeordnet wurden. Ziemlich enttäuschend war der Let it be Raum. Von der Idee her fand ich die Gegenüberstellung des bekannten Albums mit dem 2003 veröffentlichten Let it be naked, das ohne Phil Spectors Wall of Sound auskommen musste, sehr gut. Allerdings habe ich nicht verstanden, warum ich während des Hörens an einer der beiden Säulen beim Umschalten von einem Album auf das andere nicht den direkten Vergleich des gerade abgespielten Songs vorgeführt bekam. Vielmehr wurden offenbar beide Alben hintereinander abgespielt. Insgesamt kann ich aber sagen, dass mich der Besuch im BEATLEMANIA begeistert hat. Wirklich detailreich mit vielen Informationen und liebevoll gestaltet kann man sich wirklich auf eine Art Zeitreise begeben und die wichtigsten Stationen der Beatles erleben. Wer mag, kann sich am Ende im obligatorischen Memorabilia Shop mit allerlei nützlichen Erinnerungsstücken eindecken.
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#475 Podcast Jubiläum
Kaum zu glauben, aber wahr! Nach mehr als zweimonatiger Pause gibt es heute wieder ein neue Folge als Podcast! Dass es sich dabei um eine Art Jubiläumsfolge handelt, ist mir erst eben beim Schreiben dieses Beitrags bewusst geworden. Nur noch 25 Episoden und dann sind es 500 Podcastbeiträge. Nun bin ich wirklich gespannt wie ein Flitzebogen, wieviele Downloads ich heute verzeichnen kann. Denn ich glaube, dass ein Großteil meiner Hörer musicampus aus dem Podcatcher gelöscht hat, nachdem eine Weile nichts Neues mehr zu hören war. Heute verspürte ich nach einem arbeitsreichen Urlaubsvormittag das Bedürfnis, wieder einmal etwas von mir geben zu müssen. Kaum gespürt und schon gesprochen berichte ich über Podcastmüdigkeit und ein erneutes Aufflammen der Diskussion um den Stand vom Podcasting in Deutschland (via Podcast.de über Twitter). Ein Stargast kommt heute auch zu Wort und berichtet über seinen Gewinn, den er vor einiger Zeit erhalten hat.
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BEATLEMANIA in Hamburg
Hamburg ist um eine Attraktion reicher: am 29.05.2009 hat das Beatles-Museum BEATLEMANIA Hamburg eine Tore geöffnet und nimmt seine Besucher auf insgesamt fünf Etagen des ehemaligen Erotic Art Museums auf der Reeperbahn mit auf Zeit- und Phantasiereisen in und durch die Welt der Beatles. Wenn ich das Konzept dieser Einrichtung verstanden habe, wäre Museum vielleicht auch der falsche Ausdruck. Vielmehr könnte die insgesamt mehr als 1.300 Quadratmeter große Ausstellungsfläche als Erlebnispark für jeden Freund der Vier aus Liverpool betrachtet werden. Mehr als zehn Jahre sind von der ersten Idee bis zur Eröffnung vergangen und ausgerechnet der Bremer Matthias Höllings initiiert diese einzigartige Begegnungsstätte so ziemlich genau dort, wo John, Paul, George und Ringo (und Stu und Pete) die ersten musikalischen Erfahrungen in Deutschland sammelten. Über fünf Etagen wird man durch elf verschiedene Themen-Räume geführt und kann das Werk der Beatles von den Anfängen in Hamburg bis hin zum das Ende der Ära symbolisierenden Album Let it be nacherleben. Obwohl ich bis dato noch nicht dort gewesen bin, finde ich das Konzept äußerst interessant und die Umsetzung scheint wirklich gelungen. Vor allem das Team, das sich für die Umsetzung verantwortlich zeichnet, dürfte zumindest bei Musikkennern und echten Beatles-Fans nicht unbekannt sein: Folkert Koopmans, Ulrike Salten, Matthias Höllings, Uwe Blaschke und Ulf Krüger als Berater. Gerade zuletzt genannter ist als Manager von Astrid Kirchherr, Betreiber von K&K Center of Beat und ehemaliger Leinemann vielen ein Begriff. Vielleicht wäre ein Besuch von BEATLEMANIA gemeinsam mit Jan eine gute Gelegenheit, auch dessen gute Freundin Stefanie Hempel kennen zu lernen, die nicht nur wegen ihrer Musik, sondern vor allem mit einer musikalischen Stadtteilführung über die Reeperbahn über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt ist.
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Krieg der Eispiraten
Heute mal wieder ein Beitrag aus dem Bereich "vor langer Zeit gesehen und jetzt endlich gekauft". Während woanders über das neueste Produkt aus der Opera-Schmiede berichtet wird, möchte ich über meine neueste DVD-Errungenschaft berichten: Krieg der Eispiraten. Als Teenager habe ich diesen Film zu später Stunde im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesehen und war damals fasziniert. Besonders von der Szene mit der Kastrationsmaschine - Kenner des Films müssten wissen, was ich meine. Seitdem habe ich nie wieder etwas von dem Film gehört oder ihn auch nur einmal wieder gesehen. Eines langweiligen Nachmittags stöberte ich bei Amazon und entdeckte den Krieg der Eispiraten wieder. Ich muss niemandem erzählen, dass ich nicht lange überlegte und den Film bestellte. Zwar erhielt ich "nur" eine niederländische DVD mit dt. Audiospur, aber wenigstens lag der Film zwei Tage später im Briefkasten. Das anschließende Anschauen des Films war dann ein wenig ernüchternd. Trotz Starbesetzung mit Robert Urich und Anjelica Huston plätscherte der Film so dahin und hatte keine wirklichen Höhen. Selbst die Szen mit der Kastrationsmaschine entfaltete nicht mehr die gleiche Wirkung wie damals. Wieder einmal war dies der Beweis, dass sich der Geschmack im Laufe des Lebens ändert und dass man manche Dinge einfach nur in guter Erinnerung behalten sollte.
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Rain - A Tribute to The Beatles
Am vergangenen Samstag muss ich mit der Beatles Tribute Band Rain ein Highlight der samstagabendlichen Familienunterhaltung verpasst haben. Weil ich mit der MixTape-Fee unterwegs war, habe ich nicht die Sommerausgabe von Wetten, dass...? sehen können, die von Mallorca aus gesendet wurde. Dort trat besagte Beatles Coverband Rain auf, die wohl richtig Spaß gemacht haben muss und das Publikum begeisterte. Jedenfalls erinnerte sich mein Bruder daran, dass ich ausgesprochener Freund der Musik der berühmten Vier aus Liverpool bin und schickte mir den Link zur Website, auf der es ein mehrminütiges Video zu sehen gibt. Dieses Video ist ziemlich beeindruckend und zeigt die verschiedenen Sets der Musiker aus den USA, in denen sie stilsicher und entsprechend kostümiert die wichtigsten Phasen der Beatles musikalisch nachempfinden. Mir kribbelt es in den Fingern, eine der Shows anzuschauen. Vor allem die späteren Phasen interessieren mich, weil ich gern wissen würde, wie die Songs des Sgt. Pepper oder Abbey Road Albums live gespielt klingen. Als ich vor 13 Jahren in Liverpool war, sah ich dort eine Show, in der die beiden Album absolut live - aber mit insgesamt 12 Musikern nachgespielt wurden. Falls jemand die Band schon live erlebt haben sollte, freue ich mich über einen Kommentar, wie es gewesen ist. Die Tourdaten sind auch auf der Rain Website zu finden.
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The Wind Whistles - Indiefolk aus Kanada
Hinter dem Namen The Wind Whistles stehen Tom und Liza, ein Künstlerpaar aus Vancouver, das mit ihrem neuen Album Animals Are People Too Erinnerungen an wochenlange Europareisen und ein Bündel musikalischer Ideen verarbeitet hat. Nach ihrem Debütalbum Window Sills aus dem vergangenen Jahr haben die beiden ihre Instrumente genommen und Freunde und Kollegen mobilisiert, um ein neues Album zu produzieren. Das Ergebnis ist Animals Are People Too, das mit dreizehn teilweise recht gewöhnungsbedürftigen Songs daher kommt. Gerade Lizas Stimme macht mir einen unbeschwerten Hörgenuss nicht leicht. Die Lieder sind sicherlich gut durchdacht, überraschen aber wenig und wurden von mir beim Schreiben unwillkürlich ausgeblendet. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann das komplette Album als freien Download für sein Musikarchiv auf die Festplatte bannen. Was mich wiederum freut ist, dass Tom und Liza neben dem regulären Albumnoch ein Extra-Bonbon für all die Fans und Freunde bereitstellen, die für die Musik und für den Eifer der Künstler einen Obulus abgeben. “Believe it or not, every donation makes a difference in our lives.”: Als exklusives Extra vergeben die Wind Whistles ein weiteres Album mit einem Duzend Songs. Sozusagen als unsichtbares Bindeglied zwischen den Hauptalben, das diejenigen erhalten, die bereit waren, für Animals Are People Too oder Window Sills 8 Euro oder mehr auszugeben und der Band somit weiterhin ermöglichen, unabhängige Musik zu produzieren. Außerdem sind The Wind Whistles in diesem Sommer in Europa unterwegs und besuchen zahlreiche Städte in Deutschland. Der Tourplan steht zum Download bereit.
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Chickenfoot - die neue Supergroup
Chickenfoot knüpft an die Tradition der Supergroups an und kommt ganz frisch aus den USA in unsere heimischen Gefilde. Mein Bruder war es, der vom ehemaligen Trommler von Crazy Duck Jones und gutem Freund Thomas darüber informiert wurde, dass sich Joe Satriani, Chad Smith, Michael Anthony und Sammy Hagar gefunden haben, um die Rockwelt ein wenig aufzumischen. Mehr als 200 Jahre Lebenserfahrung vor allem auf den großen Bühnen dieser Welt treffen hier zusammen und zünden ein wahres Feuerwerk an kraftvoller Rockmusik. Ich musste nicht zweimal darüber nachdenken, diese Band vorzustellen. Endlich mal wieder Musik, die einen wahrlich mitnimmt - getragen von Joes unglaublichem Gitarrenspiel, Sammys eigenwilliger Stimme, Michaels unterstützendem Bass und Chads druckvollem Schlagzeugspiel. Wirklich ein Muss für jeden Freund der härteren Klänge. Was mich bei dem Debütalbum wirklich freut, dessen elf Songs man sich auf der Website von Chickenfoot komplett anhören kann: hier zeigen Musiker, die eigentlich schon zur Generation Opa gehören, den Schnullis, die meinen, ganz harte Jungs zu sein, wo der Metallhammer hängt - abgesehen mal von Ohrenfeindt. Foto: Bryan Adams
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Nachgang zur WWDC 2009
Das, was wir am vergangenen Montag ab 19:00 Uhr während der Keynote der diesjährigen WWDC 2009 erleben durften, war seit langem wieder einmal ein Apple Event nach meinem Geschmack. Hier wurde nicht nur wiedergekäut, was aus einschlägigen Quellen schon längst bekannt war. Es wurde überrascht und ins Staunen versetzt und endlich wieder einmal gezeigt, was Apple unabhängig von vermeintlich hohen Preisen eben doch von der weltweiten Konkurrenz unterscheidet. Weniger interessant fand ich die Spielmöglichkeiten mit dem iPhone oder die Vielzahl an Programmen - mittlerweile als Apps in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Auch die Verbesserungen haben mich nicht wirklich umgehauen. Erneuerung des iPhone OS mit bspw. Copy & Paste - na gut. In meinen Augen wird beim iPhone mit viel Überflüssigem verführt, was nicht heißen soll, dass ich nicht begeistert von den Kernfunktionen Telefonieren, Kalender, Adressbuch, Musik und Internet bin. Ich würde mir sogar eines kaufen, wenn ich mich nicht an die Telekom binden müsste. Die wahre Begeisterung kam bei der Ankündigung des 13" MacBook Pro auf und wurde durch die Ankündigung des Snow Leopard noch gesteigert. Vor allem der Upgrade Preis von 29 EUR ist ein Knüller. Da können sich die Macher der Sofware von B. G. aus R. eine Scheibe abschneiden. Irgendwo las ich etwas von Preisdegression - wenn es so rasant weitergeht, bräuchte sich bald niemand mehr mit dem leider doch noch eingeschränkten Funktionsumfang der verschiedenen Linux-Distributionen auseinandersetzen, kann er hervorragende Software für einen Apple und'n i bekommen. Seit langem überkam mich wieder das Gefühl, dass Apple der Konkurrenz gezeigt hat, dass das Herz der Computerentwicklung in Cupertino schlägt - so wie damals, als ich einen Tag nach einer Keynote den am Vortag vorgestellten Mac mini kaufte. Ich bin gespannt, wie lange Beiträge wie dieser noch auf meinem PowerBook G4 12" entstehen. Ja, richtig: es tut noch immer seinen Dienst! Der iMac G5 wird vermutlich bald schon einen neuen Eigentümer suchen. In meinen Augen steht dem Erwerb eines neuen iMac nichts mehr im Wege.
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Nasendackel Tasse für einen guten Zweck
Der Nasendackel ist immer für eine Überraschung gut und wird deshalb auch gern als Ü-Ei des Internet bezeichnet. Als ich heute in Gedanken versunken nach Hause kam und mich mittels iPod akustisch innerlich auf eine neue Albumankündigung vorbereitete, fand ich im Briefkasten eine Mitteilung vor, dass beim Nachbarn ein Päckchen abgeliefert wurde. Dass dieses Päckchen an mich gerichtet sein könnte, kam mir nicht im Entferntesten in den Sinn. Um so mehr freute ich mich, als ich einen mir sehr bekannten Absender ausmachte und das Adressfeld meinen Namen enthielt. Die zweite Nasendackel Tasse hat den Weg nach Bremen gefunden: überraschend und unversehrt! Vor mehr als einem halben Jahr hat Christoph eine Aktion gestartet, die mir sehr gefallen hat. Die MixTape-Fee und ich machten mit und haben mit unserer Spende wohl alle Mitbewerber ausgestochen. Nun kann ich auch den Empfänger mitteilen: damals, als die Aktion lief, hatten wir eine recht stürmische Überfahrt von Helgoland nach Cuxhaven hinter uns und es war gut zu wissen, dass für den Fall des Falles die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger DGzRS immer bereit steht, um in Seenot geratene Menschen unter Einsatz des eigenen Lebens zu retten. Daher haben wir uns entschlossen, diese Organisation, die sich aus Spenden finanziert, zu unterstützen. Und als Dankeschön habe ich nun mittlerweile die zweite Nasendackel Tasse im Schrank. Übrigens: ich bin ja mittlerweile Nasendackel Devotionalien Sammler und mir fehlt noch die erste Tasse, die Christoph damals verteilt hat. Wer sich von dieser Tasse trennen möchte, möge mir seine Konditionen als Kommentar hinterlassen! Ich freue mich auf eine rege Teilnahme.
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Entertainment for the Braindead
Eine recht ungewöhnliche Künstlerin mit einem ebenso ungewöhnlichen Namen möchte ich heute vorstellen. Entertainment for the Braindead heißt im wirklichen Leben Julia Kotowski und ist eine Künstlerin aus Köln, die nicht nur mit Gitarren und Ukulelen musiziert, sondern auch mit der musikalischen Verwertbarkeit von Papierkörben und Pfeffermühlen experimentiert. Etwas skeptisch war ich wirklich, als ich die Information von aaah-records im Postkorb fand. Allerdings war mir gleich sympathisch, dass die angepriesene EP Seven (+1) zum kostenlosen Download zur Verfügung steht, wenn man einige Dinge beachtet. Auch hier kommt wieder Creative Commons zum Tragen. Als Lofi-Künstlerin bezeichnet sich Entertainment for the Braindead. Sehr entspannt und melodiös kommen die Songs daher und Julias Stimme ist angenehm anzuhören. Mit scheinbar wenig Aufwand wurde die EP aufgenommen, aber ich glaube, das täuscht. Mir scheinen die Instrumentalspuren ziemlich komplex zu sein und mir gefallen die Songs ziemlich gut. Eine Einordnung fällt mir schwer, die muss meines Erachtens auch nicht sein. Hört Euch die EP an und erfreut Euch an den teilweise beatlesquen Songstrukturen. Ein kleiner Wermutstropfen ist bei aller Euphorie allerdings zu vermerken, der das Gesamtbild etwas beeinträchtigt. Manchmal erscheinen mir die Percussiongeräusche etwas aufdringlich und stören den positiven Gesamteindruck, weil sie sich nicht in das Verhältnis von Gesang und Instrumenten integrieren. Klasse finde ich dagegen die immer wieder auftauchenden "atmosphärischen Störungen", die wie bei Sheryl Crows The Globesessions das Sphärische unterstützen. Wieder einmal fand ich eine kleine Perle und teile gern das Hörerlebnis!
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Keynote zur WWDC 2009
Zugegebener Maßen bin ich in den vergangenen Monaten ziemlich nachlässig gewesen, die aktuellen Tendenzen und Entwicklungen aus Cupertino zu verfolgen. Umso mehr kribbelt es seit einigen Tagen angesichts der bevorstehenden WWDC 2009 in San Francisco. Das hängt natürlich mit der Keynote zusammen, die am 08.06.09 ab 19:00 Uhr verfolgt werden kann. Dabei stellen sich einige Fragen: wird his Steveness (vielleicht doch) dabei sein und neueste Entwicklungen vorstellen? Werden wir das neue iPhone OS 3.0 und das neue iPhone 4G zu Gesicht bekommen? Wird es neue Informationen und einen Verkaufsstarttermin zu Mac OS X Snow Leopard 10.6. geben? Und natürlich die immer noch wichtigste Frage zum Schluss: wird es endlich wieder ein "One more thing" geben, mit dem uns Apple überrascht und einen neuen Pflock einschlägt, mit dem die Messlatte für die Mitbewerber erneut gesetzt wird wie z.B. damals beim iPod oder beim iPhone? Ich hoffe auf den Schneeleoparden. Wie einige bereits wissen, laufen meine beiden Rechner noch immer mit dem Tiger und zumindest mein iMac G5 wartet auf seine Substitution. Die macht in meinen Augen nur Sinn, wenn ein neues Mac OS X mitgeliefert wird. Aber gerne lasse ich mich auch von neuer Hardware überraschen, mit der bis dato keiner ernsthaft rechnet. Ähnlich wie Oliver würde ich mich über einen Tablet Mac freuen. Weil sich eine Skype-Konferenz wie im vergangenen Jahr dieses Jahr nicht realisieren lässt - zumindest nicht zeitnah -, möchte ich an die Kollegen vom Digitalen Grundrauschen verweisen, die eine Besprechung online stellen werden. Den Live-Chat zum Event am Dienstag gibt es natürlich auf Apfelquak.
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autumn:downpour:machinery
Eva und Tom des Netlabel Airbagpromo Records kommen aus Südtirol und haben im März die EP "Fall Chapter One" von autumn:downpour:machinery veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um ein Einmannprojekt des Musikers Thomas Torggler (auch Dumb genannt), derzeit Bassist bei der Progressive- / Psychedelic-Rock Band eating.seats. Thomas hat vorher bei verschiedenen Bands gespielt und in seiner Freizeit parallel dazu mit seinem Laptop und einer Gitarre Songideen ausgearbeitet und diese in im Homerecording aufgenommen. Dazu richtete er sich ein kleines Studio ein, das er "Hemisphera Project Studio“ nannte. 2008 produzierte er sein erstes Album namens "Because in rain we trust". Noch im selben Jahr stellte er die EP „Precipitation in D# - The depression sells EP" fertig. Etwa zeitgleich begann Dumb die Arbeit an einer Reihe von Veröffentlichungen mit dem Namen „Fall“. Die erste EP aus dieser Serie erschien Ende März 2009 beim Netlabel Airbagpromo Records und trägt den Namen „The fall of Darewell Mountain Hold“ und kann legal und kostenlos heruntergeladen werden. Airbagpromo Records verfolgt eine Philosophie, die mir als Freund des OpenSource-Gedanken gefällt. Sämtliche Veröffentlichungen werden unter der Creative Commons-Lizenz (BY-NC-ND) frei vertrieben. Es darf jeder die Downloads kostenlos herunterladen und unter Angabe des Künstlers verbreiten, auf CD brennen und öffentlich aufführen. Allerdings darf die Musik nicht ohne Einverständnis des Künstlers verändert oder kommerziell genutzt werden. Dies ist eine Einschränkung, mit der jeder Musikfreund gut leben dürfte. Die EP ist sehr atmosphärisch und ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, ich würde den Soundtrack zu einem Fantasyfilm oder Ritterepos hören. Der Künstler verquickt verschiedene Stilrichtungen miteinander und schafft eine ganz eigene Stimmung. Aus Elektroelementen, harten Gitarren und treibenden Drums entführt er uns unter Einsatz verschiedener Effekte in eine zumindest für mich neue Klangwelt. Unbedingt hörenswert sollte diese EP für diejenigen sein, die Porcupine Tree oder The Ocean gern hören. Aber auch jeder für Neues aufgeschlossene Musikliebhaber sollte sich die kostenlose EP anhören!
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Ohrenfeindt beim Stadtfest Delmenhorst
Väter, sperrt Eure Töchter ein! Die St. Pauli Vollgasrocker Ohrenfeindt treten beim diesjährigen 23. Stadtfest Delmenhorst auf. Am 12.06.09 werden die drei momentan vielbeschäftigten Musiker aus Hamburg ab 22:00 Uhr auf der Amigo Music Stage den Zuschauern zeigen, dass sie Deutschlands heißeste Rockband sind. Seit Dezember 2008 dürfte es das erste Mal sein, dass Ohrenfeindt wieder in dieser Region zu Gast sind. Ich habe sie im vergangenen Jahr im September das letzte Mal gesehen und hoffe, dass ich es mal wieder schaffe, dabei sein zu können. Das Stadtfest Delmenhorst ist mittlerweile ein weit über die Stadtgrenzen der früheren Wohnorte von Sarah Connor und Yared Dibaba hinaus bekanntes Event. Nicht nur aus der Bremer und Oldenburger Nachbarschaft, sondern aus der gesamten Norddeutschen Tiefebene finden sich Besucher in der Delmenhorster Fußgängerzone, auf dem Rathausplatz und auf dem Schweinemarkt ein, um zu feiern, tanzen, Spaß zu haben und um gut zu essen und zu trinken. Dieses Jahr konnten über 40 Künstler, Livebands, Chöre, Tanzgruppen und Moderatoren gewonnen werden, die auf der Amigo-Music-Bühne, auf der Slattery’s-Bühne, auf Burgdorf’s Partybühne und der großen Hauptbühne auf dem Rathausplatz ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm bieten. Die Veranstalter schnürten ein interessantes Paket bestehend aus international bekannten Künstlern wie Captain Jack, Margot Hellwig, Paul da Vinci, Abenteuerland (DIE PUR Coverband) sowie lokalen Berühmtheiten wie die Grashoppers, Captain Candy, Line Six, Ratpack, Promise, Return und vielen anderen musikalischen Programmpunkten, die Garanten für eine tolle Stimmung auf der Delmenhorster Partymeile sind.
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RD-Rock Festival in Hademarschen
Die Festival Saison steht vor der Tür. Neben den großen Festivals wie Hurricane in Scheeßel oder Rock am Ring gibt es auch viele weniger bekannte Festivals, auf denen es nicht minder rockt. Über eines wurde ich vor kurzem informiert, das ich niemandem vorenthalten möchte: das RD-Rock Festival VI in Hanerau-Hademarschen ist ein Benefizfestival in Schleswig-Holstein am Nord-Ostsee-Kanal. Am 10. und 11. Juli 2009 wartet auf alle Rockbegeisterten ein großartiges Aufgebot mit 40 Bands und eine riesige Party bis spät in die Nacht. Mittlerweile nennt man diese Großveranstaltung wohl bereits „Mekka der norddeutschen Szene“ sowie „Der Treff der Subkulturen“. Auch in anderen Bundesländern findet dieses Festival immer mehr Zuspruch und hat bereits einen besonders positiven Stellenwert. Mir wurde berichtet, dass hier eine familiäre Stimmung, ein freundliches Ambiente, Vielseitigkeit und eine fantastische Aufmachung die Veranstaltung besonders sehenswert mache. Voller Spannung darf in diesem Jahr eine neue Dekoration, Freilichtbühne, ein überdimensionales Partyzelt, Imbiss- und Verkaufsstände, Aktionen wie z.B. das „RD-Rock-Völkerballturnier“, günstige Preise, bekannte Bands und Neuentdeckungen erwartet werden. Musikalisch besticht das Open Air durch Rock, Punk, Ska, Hardcore, Reggae, Metal, Emo, Indie, Alternativ, Folk und Liedermacher. Neben alten Hasen warten in diesem Jahr auch viele Newcomer auf ein interessiertes Publikum. Folgende Bands wurden mir vorab genannt (ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben): Turbostaat, One Fine Day, Bitume, Loui Vetton, Limbogott, Fiddelaldermolk, Small Town Riot, Tequila & the Sunrise Gang, The Detectors, NoM, Borderpaki, El Fupa, Hallo Kwitten, Kilt, Das Goldene Handwerk, Armstrong, Tannhauser Gate, Erben des Zorns, Alert, The Bad Days, Freealistics, Mosquito Jack, Bodo, Be As One, Clöse, White Lilium, Komando Mega, The Crakeels, U-Lock Justice, Brainfuckers Fun Foundation, Power, Lafrontera, Findus, Emily, Phlegmatix, Knott, Keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen, SKOP und mehr. Im Vorverkauf kostet eine Karte 28,50 Euro inkl. VVK-Gebühren, limitiert auf 3000 Tickets. Das Campen ist kostenfrei und ab Donnerstag 12.00 Uhr möglich! Praktisches für den Weg mit ohne Auto: Hademarschen hat einen Zug- und Busbahnhof. Von dort aus sind es ca. 1000m zum Festivalgelände. Unterwegs passiert man mehrere Geschäfte, so dass es klug ist, sich am besten vor Ort einzudecken, damit man nicht soviel tragen muss. Wenn ich Zeit hätte, würde ich dieses Festival gerne anschauen. Wenn jemand Fotos macht, bitte ich um Zusendung!
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Luftzirkus in Harsewinkel 2009
Beim diesjährigen Flugtag in Harsewinkel gab es einen richtigen Luftzirkus zu sehen. Allerdings erhoben sich ausschließlich Modelle in die Lüfte und die Eigentümer am Boden zeigten Ihr gesamtes Können an der Fernsteuerung. Ich bin bisher noch nie bei solch einem Modellflugtag gewesen, habe mich aber über die Frage eines begeisterten Modellbauers gefreut und mitsamt MixTape-Fee, Bruder und Nichte auf den Weg nach Harsewinkel gemacht. Die guten 200km Fahrt haben sich wirklich gelohnt. Wie bei einem Festival ging es bei der an zwei Tage stattfindenden Veranstaltung zu. Neben Parkplatz und Flugfeld gab es den Campingbereich, auf dem sich Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte den spärlich vorhandenen Platz teilten. Von überall her schallte uns Rockmusik entgegen und Grillgeruch umschmeichelte unsere Nasen. Das Wetter spielte mit, obwohl kurz nach unserer Ankunft eine dichte Wolkendecke den vorher strahlend blauen Himmel bedeckte. Die Modelle, die wir den ganzen Samstagnachmittag anschauen konnten, waren phänomenal. Zu was die - sagt man das eigentlich - Piloten fähig sind, ist wirklich erstaunlich. Ein wenig Bruch gab es auch. Wir haben beobachtet, wie zwei Hubschrauber bei einer unglaublichen Tanzeinlage, bei der scheinbar physikalische Gesetze aufgehoben wurden, diese dann leider doch zu spüren bekamen und spektakulär zerschellten. Einem anderen Modell brach ein Flügel ab und dem Piloten ist es gelungen, das Flugzeug mit nur noch einem Flügel stabil in der Luft zu halten, um es zu landen. Erst beim Landeanflug wurde der Flieger von einer Böe erwischt, schmierte ab und landete recht unsanft. Allerdings konnte der Pilot durch sein Können den Schaden minimieren. Mal schauen, ob ich im kommenden Jahr wieder dabei bin. Lust hätte ich ja.
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Willkommen bei den Sch'tis
Eine Sache muss ich unbedingt noch nachtragen. Als ich im Februar mit der MixTape-Fee in Gießen war, erzählte uns ihr ehemaliger Arbeitskollege beim Mittagessen von einem sehr guten Film aus Frankreich. Ganz begeistert schwärmte er von einem französischen Postbeamten, der von Südfrankreich in den hohen Norden versetzt wurde, wo man einen kaum verständlichen Dialekt spricht, und sich dort einleben musste. Ehrlich gesagt hat sich mir aus der Erzählung die Qualität des Films nicht erschlossen und so habe ich ihn recht schnell wieder vergessen. Wochen später erzählte mir die MixTape-Fee von einer Kollegin, die ihr auch von diesem ominösen Film vorgeschwärmt hat. Zufällig lief dieser Film Willkommen bei den Sch'tis im Bremer Filmkunsttheater Gondel und so beschlossen wir, zu überprüfen, ob der Film wirklich so gut ist. Mein lieber Mann: was wir sahen, war wirklich großes Kino und nicht umsonst ist dieser Film der erfolgreichste Film Frankreichs geworden. Selten habe ich so gelacht wie bei diesem intelligenten und humorvollen Film von und mit Dany Boon in der Hauptrolle. Er und Kad Merad sind so überzeugend, dass einem nicht nur vor Lachen die Tränen kommen. Die Story des im Original betitelten Bienvenue chez le Ch'tis ist sehr gut auf Wikipedia beschrieben, die unterstützenden Mediadateien gibt es auf der offiziellen Homepage. Der Film ist ein Muss für jeden, der gern ins Kino geht, um zu lachen. Vielen Dank an dieser Stelle an Isabel Schütt von prokino.de, die mir die Fotos zur Verwendung zur Verfügung gestellt.
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Flughafengeburtstag: A380 in Bremen
Wie ich gestern berichtete, wurde am 10. Mai der 100. Geburtstag des Bremer Flughafens ganz groß gefeiert. Mit einem Tag der offenen Tür wurde jedem Interessierten die Möglichkeit gegeben, aufs Flugfeld zu gehen, um dort eine riesige Auswahl an alten und neuen Flugzeugen betrachten zu können. Highlight dieses Tages sollte die Landung des Flaggschiffs der Airbus Flotte werden, des A380. Diese Ankündigung war nicht nur überraschend, sondern auch erstaunlich. Nämlich kurz nach seinem Jungfernflug kam der A380 auch nach Bremen, wo ein Teil seiner Bauteile auf dem Airbus Gelände direkt neben dem Flughafen hergestellt wird. Damals hieß es aber, dass das größte Passagierflugzeug der Welt nicht landen könne, da dazu die Landebahn nicht geeignet sei. So kam der A380 lediglich im Tiefflug vorbei und verschwand kurz danach wieder in den Weiten des Himmels. Pünktlich zeigte sich der stählerne Koloss am Bremer Himmel und drehte einige Runden bevor er tatsächlich zur Landung ansetzte. Samt Familie waren die MixTape-Fee und ich am Hauptbahnhof und kämpften uns in die Linie 6 in Richtung Flughafen, als ich den A380 erblickte. Ich habe ja schon einige Flugzeuge gesehen, aber dieses war schon mächtig beeindruckend, wie es scheinbar fast im Schritttempo seine Landung ankündigte. So konnte ich es kaum abwarten, bis wir das Gelände betreten würden. Allerdings musste ich mich ein wenig gedulden, da wir vorab das Airbus Gelände besichtigten. Wahrscheinlich war das auch eine einmalige Aktion, die sich nicht wiederholen würde. Dann ging es endlich auf das Flughafengelände, vorbei an der Security, die peinlich genau darauf bedacht war, dass niemand gefüllte PET-Flaschen mit aufs Gelände nahm. Menschenmassen quälten sich bei strahlendem Sonnenschein über das Vorfeld und betrachteten den Rosinenbomber, eine DO 28, Oldtimer und Sportflugzeuge. Im Himmel ging es auch hoch her: ein Beluga startete und Kunstflieger zeigten ihr Können. Schön war auch die Doppeldeckerparade. Erwartungsgemäß bildete sich die größte Menschentraube vor dem A380. Jedenfalls bin ich froh, dass ich diesem wahrscheinlich einmaligen Ereignis beiwohnen durfte. Dass das Wetter auch noch so gut mitspielte, war da i-Tüpfelchen an diesem Tag.
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Flughafengeburtstag: De Lorean mit Fluxkompensator
Am 10. Mai feierte der Bremer Flughafen seinen 100. Geburtstag. Neben den vielen Attraktionen, über die ich noch berichten werde, hatte ich Gelegenheit, das Traumauto meiner Generation live sehen zu dürfen: einen echten De Lorean DMC-12 samt Fluxkompensator. Genau das Auto, mit dem Marty McFly 1985 im Film Zurück in die Zukunft seine Zeitreise ins Jahr 1955 unternahm. Leider konnten wir nicht erfahren, ob der Fluxkompensator funktioniert. Wir mussten aber davon ausgehen, weil die Digitalarmatur, mit der Marty die Zielzeit einstellte, abgebaut war. Vermutlich als reine Sicherheitsmaßnahme, damit niemand auf die Idee kommt, ihn einmal ausprobieren zu wollen. Einige Kenner waren auch anwesend. Als ich den Fluxkompensator fotografierte, hörte ich hinter mir einen Wildfremden sagen:"Ah, noch so'n Bekloppten." Auf meine Antwort, die ich auf ein lippengeschürztes "Bitte?" reduzierte und der ich mit einer hochgezogenen Augenbraue Verstärkung verlieh, erklärte mir der Herr, dass er in mir auch einen Kenner erkannte, da ich den Fluxkompensator fotografierte. So unterhält man sich eben unter Kennern. Was für ein Auto - ein Flopp seiner Zeit und doch zum Kultauto avanciert. Weitere Fotos sind übrigens zu sehen, in dem man auf das obige Foto klickt.
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Zettt - January EP
Vor knapp einem Jahr habe ich an dieser Stelle Zettt vorgestellt, der mit einem Konzept Musik vertreiben wollte, das mir gefällt. Eine Woche nach der Vorstellung habe ich mit ihm ein Interview geführt, in dem er dieses Konzept noch einmal erläutert hat. Im Rahmen seiner Honours These hat er festgestellt, dass sein Konzept nicht so funktioniert, wie er sich vorgestellt hat. Sehr lesenswert! Übrigens vielen Dank für die Erwähnung! Zettt hat sich durch diesen Rückschlag nicht entmutigen lassen und wartet mit einer neuen January EP auf. Diese ist allerdings nicht wie Toolz gratis zum Download frei verfügbar, sondern kann bspw. im iTunes-Store erworben werden. Ich hatte bereits im Vorfeld das Vergnügen, einmal hineinhören zu dürfen und muss sagen, dass ich von den Soundspieleren von Zettt sehr angenehm überrascht war. Zwar wird diese Art von Musik nie wohlige Gänsehaut bei mir erzeugen, aber die elektronischen Zauberstückchen gefallen mir. Zettt hat sich auch wieder etwas einfallen lassen, um die Distribution im Internet ein wenig anzukurbeln. Er fordert zum Bloggen über sein Werk auf und belohnt das Engagement mit einem Gewinnspiel, bei dem tolle Preise warten.
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Weserradweg: Hameln (4/4)
Um uns für die letzte Etappe unserer kleinen Weserradtour zu stärken, freuten wir uns auf ein reichhaltiges Frühstück im Hotel Goldener Anker. Allerdings währte diese Freude nicht lange. Das Frühstücksbuffet war nicht nur recht mager bestückt, auch waren Wurst und Käse ziemlich lieblos angerichtet und kamen mir sehr bekannt vor. Ähnliche Wurst habe ich als Student im Supermarkt gekauft. Es gab nur normale Brötchen, die ziemlich hart waren und den Saft musste man sich aus einem Automaten ziehen und war eigentlich Nektar - Zuckerwasser eben. Auch Müsli und Cornflakes waren in überschaubarem Maße vorhanden. Die Früchte waren aus der Dose und um Zeit zu sparen, hat man die Flüssigkeit aus der Dose gleich mit in die Schüsseln gegeben, so dass die Ananas beispielsweise sehr saftig daher kam. Was uns da geboten wurde, war ziemlich enttäuschend. Weil es uns in erster Linie darum ging, schnellstmöglich den ungastlichen Ort zu verlassen, begrüßten wir die Angestellte, die im Trainings- oder Hausanzug gerade mit einem Gast abgerechnet hatte, nahmen Platz und begannen unser Frühstück. Ich habe einige Fotos online gestellt, die über einen Klick auf das Foto oben angezeigt werden. Normalerweise dauert es nicht lange, bis man nach seinem Getränkewunsch befragt wird. Nicht so im Hotel Goldener Anker. Als nach ungefähr zehn Minuten eine Familie das Restaurant betrat, eilte die Dame im Trainings- oder Hausanzug an uns vorbei, um die Familie zu bewirten. Ein weißer Handabdruck an ihrer rechten Pobacke ließ entweder darauf schließen, dass das Haus über einen frechen Mitarbeiter verfügt oder aber darauf, dass die Gute über kein Handtuch verfügt. Als ich die Gunst der Stunde nutzte, die Gute abfing und unsere Getränkebestellung aufgab, war diese völlig überrascht, dass ich sie angesprochen habe. Trotzdem nahm sie die Bestellung entgegen und brachte sehr schnell Kaffee und Tee. Gern esse ich zum Frühstück ein Ei, wenn es sich anbietet. So war auch meine Überlegung an diesem Morgen. Daher ging ich zum Büffet und nahm mir ein Ei aus dem eierwärmenden Korb, fand aber keinen Eierbecher. So schlenderte ich zurück zum Tisch, um nachzuschauen, ob ich einen solchen dort übersehen hatte. Nein, hatte ich nicht. Also ging ich wieder zurück, um mich zu vergewissern, ob ich dort nicht genau genug nachgesehen hatte. Doch hatte ich. Die Gute war nirgends zu sehen und so nahm ich vorerst Platz. Als sie an unserem Tisch vorbei ging, bat ich sie um einen Eierbecher. Schieres Unverständnis schlug mir aus ihrem Blick entgegen, begleitet von der Frage:"Eierbecher?". "Eierbecher!", war meine Antwort und sie zog dahin, um in fünf Metern Entfernung am Buffet festzustellen:"Es sind keine Eierbecher mehr da!". Sie zog eine Schublade auf, holte einige Eierbecher heraus und stellte sie zum Geschirr, drehte sich zu uns, lief die fünf Meter zu unserem Tisch eierbecherlos herüber, um uns mitzuteilen:"Ich habe neue Eierbecher hingestellt!". So kam ich dann doch noch zu meinem Frühstücksei. Schnellstmöglich packten wir unsere Sachen und trugen sie hinunter zum Parkplatz. Dort beluden wir unsere Räder und ich machte mich auf den Weg, mit der Guten das Finanzielle zu regeln. Dies ging übrigens ziemlich unkompliziert und ohne überraschte und fassungslose Blicke. Lediglich meine Frage, ob sie wisse, wie das Wetter werde, wurde fast erwartungsgemäß beantwortet:"Die einen sagen so, die anderen sagen so. Aber man weiß es ja nicht." - ich musste weg. Ruckizucki saßen wir auf unseren Rädern, überquerten die Weser und waren blitzschnell wieder auf dem Weserradweg, um Bodenwerder ganz schnell hinter uns zu lassen. Dieser Ort wird es schwer haben, uns je davon zu überzeugen, dass es dort schön ist oder dass man dort gut nächtigen kann. An der rechten Weserseite entlang ging es nach Daspe, von wo man einen wunderbaren Blick auf das Schloss Hehlen hat, weiter nach Hajen. Von dort aus über Grohnde am Kernkraftwerk Grohnde, das mit seinen beiden Kühltürmen und der Kuppel das Landschaftsbild ein wenig aufpeppt, vorbei an Hagenohsen gegenüber von Emmern nach Tündern vorbei an der Mühle. Kurz vor dem Ohrberg passierten wir einen Wegweiser, der nach Ohr führte und kamen schließlich in der Rattenfängerstadt Hameln an. Kurz hinter dem Expo-Café rasteten wir und beschlossen, dass unsere Reise per Rad in diesem Ort beendet wird. So fuhren wir zum Bahnhof, um nach den Zugverbindungen zu schauen und kehrten nach Erledigung in die Innenstadt zurück. Hier bestaunten wir die Sehenswürdigkeiten, gingen durch enge Gassen, die von Fachwerkhäusern gesäumt waren und fanden die bekannte Raths-Apotheke, in der es die berühmten Raths-Tröpfchen gibt. Dies ist eine Medizin, die jedem schmecken dürfte. Nach dem Besuch eines Eiscafés in der direkten Nähe des Hochzeitshauses radelten wir erneut zum Bahnhof und bestiegen die S5, um nach ca. 40min Hannover zu erreichen. Von dort ging es mit dem RE weiter nach Bremen. Und wir hatten Glück: trotz Vatertag begegnete uns nur eine bierseelige Männergesellschaft. In Bremen angekommen spürten wir die Auswirkungen des Kirchentags, der hier vom 20.05.-24.05. stattfand. Der Bahnhof war völlig überfüllt. Abends hörten wir in den Nachrichten, dass die Polizei sogar Bahnsteige gesperrt habe, weil die so überfüllt waren. Auf dem Weg nachhause fuhren wir an der Bürgerweide vorbei und hatten Gelegenheit, den Wise Guys beim Soundcheck zuzuhören. Das war die Möglichkeit, schon einmal einen Eindruck davon zu bekommen, was uns im Herbst in der Glocke erwartet, wenn sie dort auftreten. Fazit Recht spontan haben wir beschlossen, eine Radtour durchs Weserbergland zu unternehmen. Gut für einen solchen Fall ist, dass man bei der Wahl des Ziels eine schnelle Möglichkeit hat, wieder in die Heimat zu kommen. Einen echten Plan hatten wir nicht. Wir wollten jeden Tag so weit fahren, wie uns dies unsere Kondition ermöglichte. Als grobes Ziel hatten anhand einer Profilkarte im Radtourenbuch einige mögliche Orte angestrichen, die wir auch erreicht haben. Dazu sind wir morgens so gegen 10.00 Uhr losgefahren und nachmittags gegen 16.00 - 17.00 Uhr angekommen. Pausen haben wir nach Bedarf eingelegt. Für zukünftige Touren werden wir so planen, dass wir nicht erheblich mehr als 40km täglich zurücklegen werden. Dann kann man gemütlich (mit Gepäck) fahren und hat nachmittags noch Zeit, den Zielort anzuschauen und kann dort vielleicht noch einiges besichtigen. Der Weserradweg hat uns sehr gut gefallen und wir werden bestimmt noch den Rest von Hameln bis Bremen zurücklegen. Landschaftlich liegt die Weser wunderschön und die Gebäude aus der Weserrenaissance sind faszinierend. Dass man im Weserbergland auch manches Mal mit Steigungen zu kämpfen hat, dürfte niemanden verwundern. Bleibt man jedoch strikt auf dem Weserradweg, sind die Steigungen erträglich - zumindest bis Hameln; was einen später erwartet, werden wir zu gegebener Zeit berichten. Die Unterkünfte, die hier beschrieben wurden, sind wirklich sehr empfehlenswert - bis auf die eine o.g. Ausnahme. Allerdings möchte ich nicht ausschließen, dass wir einfach Pech gehabt haben und zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort waren. Was das Wetter betrifft, hatten wir Glück: es schien fast nur die Sonne und es war sehr warm. Unsere Regenhosen und -jacken brauchten wir nicht ein einziges mal aus den Satteltaschen zu nehmen. Die Unwetter blieben uns glücklicherweise erspart. Selbst wenn es geregnet hätte, wären an einigen Stellen Schauerhäuschen gewesen, in die man sich hätte stellen können. Allerdings gab es auch Strecken, da war über Kilometer keine Unterstellmöglichkeit gegeben. Es hat riesigen Spaß gemacht und eigentlich ist es schade, dass wir nur bis Hameln fahren konnten. Nächstes Mal nehmen wir uns einfach mehr Zeit und lassen es rollen.
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Weserradweg: Bodenwerder (3/4)
Auch die dritte Etappe unserer Weserradtour begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Frau Scherff der Pension Haus am Königsberg hatte schon am Abend vorher auf das umfangreiche Frühstücksangebot hingewiesen. Gut ausgeschlafen und frisch geduscht stiegen wir hinab zum Frühstücksraum. Trotz des sehr entspannenden Aufenthalts in der Weserbergland-Therme machten sich die Muskeln an diesem Morgen bemerkbar und spürbar bleiern fühlten sich meine Beine an, als ich die Holztreppe hinabging. Über eine Galerie, von der man einen wunderbaren Blick in eine Empfangshalle hatte, ging es in den bereits eingedeckten Frühstücksraum. Dort nahmen wir am Fenster Platz und kaum dass wir saßen, erschien Frau Scherff, um unsere Getränkewünsche aufzunehmen. Nebenbei schaltete sie eine an der Wand befindliche Bang & Olufsen Anlage (soweit ich mich erinnere, der einzige Einrichtungsgegenstand außerhalb unseres Zimmers, den man als Kontrapunkt betrachten könnte, der - weil dezent gesetzt - nicht stört, sondern bereichert) ein, aus der leise Entspannungsmusik klang. Das Frühstücksangebot war der Hit: es gab Vollkornbrötchen, Saft, Marmelade, verschiedenste Sorten von Käse, Auflage in verschiedenen Ausführungen, offenbar selbst hergestellten indischen Frischkäse, frisches Obst und die Eier wurden auf Wunsch frisch gekocht. Wir fühlten uns wie Gott in Frankreich und haben das Frühstück nach den Strapazen des vergangenen Tages richtig genossen. Irgendwann ließ sich der unvermeidliche Aufbruch nicht mehr hinauszögern, so bezahlten wir unsere Übernachtung und verließen nach einem kurzen Plausch mit Frau Scherff Bad Karlshafen. Wer einmal hier rasten muss, sollte unbedingt nachfragen, ob Familie Scherff noch ein Zimmer frei hat. Wir waren begeistert. Ich habe auch wieder ein paar Fotos online gestellt, die über einen Klick auf das Foto oben angezeigt werden. Es ging nach einem kurzen Aufenthalt beim ansässigen Supermarkt durch die Innenstadt über die Brücke auf die andere Weserseite. Nach wenigen Kilometern zeichnete sich auf der rechten Weserseite das ehemalige Kernkraftwerk Würgassen ab und durchschnitt mit seinem hohen Aufbau das Landschaftsbild. Über Beverungen, Blankenau und Wehrden, die landschaftlich sehr schön gelegen sind, ging es weiter nach Höxter. Hier überlegten wir, eine Pause zu machen, entschieden uns aber, weiter bis nach Corvey zu fahren, um uns das bekannte Schloss Corvey, das mal ein Kloster war, anzuschauen. Mittlerweile war es Mittag geworden und wir haben ein paar hundert Meter hinter dem Schloss einen großen Baum gefunden, unter dem wir unser mitgebrachtes Mittagessen einnahmen. Dann ging es immer weiter entlang der Weser bis nach Holzminden, wo wir für eine lange Zeit das letzte Mal so etwas wie Zivilisation sahen. Die kommenden 40km waren durch Wiesen und Felder geprägt. Es ging weserrechtsseitig vorbei an Bevern, Heinsen, Polle, Brevörde, Reileifzen, Grave und durch Dölme. Irgendwann erreichten wir Rühle und stellten fest, dass mit den Kilometerangaben etwas nicht stimmen konnte. Unsere Tachos zeigten viel mehr gefahrene Kilometer an als die Vorgaben aus dem Radführer und die Schilder, die uns den Radwanderweg wiesen. Sollten es an einer Stelle nach Rühle noch 15km gewesen sein, waren es nach einer halben Stunde immer noch 12,5km. Zeigte uns ein Schild an einer Stelle noch 4km bis Rühle an, waren es kurze Zeit später wieder 5km. In Anbetracht der bereits zurückgelegten Kilometer und des nicht enden wollenden Wegs nach Bodenwerder war dies frustrierend. Kurz vor unserem Ziel Bodenwerder mussten wir noch durch das Werksgelände der dort ansässigen Rigips Fabrik fahren, was ein seltsames Gefühl war, da die Lkw den Radweg kreuzten. Hungrig und erschöpft - der Tacho zeigte runde 75km an - erreichten wir Bodenwerder, die Stadt, in welcher der Baron von Münchhausen lebte, und freuten uns auf eine Rutschpartie auf der Bodenwerder Sommerrodelbahn. Vorher mussten wir noch eine Unterkunft finden, was sich als schwierig herausstellen solle. Drei Absagen erhielten wir, bis wir in den sauren Apfel bissen und im Hotel Goldener Anker nach einem Zimmer fragten, wo noch eines frei war. Die junge Dame an der Rezeption stellte ein Standardzimmer (89EUR) oder ein DeLuxezimmer (99EUR) zur Auswahl. Wir entschieden uns für ein DeLuxezimmer, die leider allesamt ausgebucht waren, wie die junge Dame nach Prüfung feststellen musste. So buchten wir ein Standardzimmer, schlossen unsere Räder in die Fahrradgarage und gingen hinauf aufs Zimmer. Dort traf uns fast der Schlag: Standard 50er Jahre war mein erster Eindruck. Das Zimmer war klein und spärlich eingerichtet. Der Fernseher stand an der Kopfseite des Betts und eine Art Schranktür führte zur Nasszelle. Bad kann man diesen Schlauch nicht nennen. Ein Foto habe ich der Galerie beigefügt (obiges Bild anklicken). Setzte man sich auf die Toilette, stießen die Knie bereits an die Wand und der Duschvorhang war bewohnt von Familie Weberknecht. Ein Bett mit so weichen Matratzen, dass man gut und gern in einer Hängematte hätte schlafen können. Dazu lag das Zimmer genau gegenüber der Treppe und hatte nur eine einfache Holztür, so dass jedes Gespräch auf dem Flur mitzuhören war. Nicht, dass ich jetzt missverstanden werde: ich habe nichts gegen einfaches Wohnen. Aber im Vergleich zu den vorangegangenen Nächten, die mehr als 20EUR günstiger waren, hatten wir dort Luxuszimmer und ein rundum angenehmes Ambiente. Daher war die Enttäuschung riesengroß und in unseren Augen verständlich, wenn man sich die Fotos anschaut. Müde und frustriert verließen wir das Hotel und gingen zur Sommerrodelbahn. Auf dem Weg dorthin wurden wir vom Schwerverkehr überrascht, der über die Weserbrücke durch Bodenwerder rollte. Eine verdammt gefährliche Strecke - hier würde ich kein Kind frei herumlaufen lassen, da alle Minute ein dicker Brummi an einem vorbeirollte. Wir haben keine Ahnung, ob dieses Verkehrsaufkommen direkt neben dem Münchhausen Museum nur temporär ist. Eine provisorisch eingerichtete Ampel am Zebrastreifen lässt darauf schließen. Könnte aber auch sein, dass die Stadtverwaltung mit dieser Ampel auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen reagiert hat. Man verstand auf der Straße wegen des Verkehrslärms jedenfalls kein Wort mehr und fühlte sich in die 70er Jahre zurückversetzt, als das Straßennetz noch nicht so ausgebaut war wie heute und die Schwertransporter ständig durch die kleinen Ortschaften fuhren. Die Rodelbahn war jedenfalls klasse! Zweimal sind wir die 950m lange Strecke in den Bobs heruntergefahren und hatten richtig Spaß. Nach diesem Tag haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Münchhausenstadt gemacht und in einem italienischen Restaurant gegessen. Dort saßen wir am Weserufer und konnten zwei Paraglidern zusehen, wie sie aus dem Berg kommend direkt an der Weser gelandet sind. Obwohl wir früh ins Bett gegangen sind, konnten wir vor Erschöpfung nicht einschlafen. Im vierten und letzten Teil der Reisebeschreibung werde ich berichten, was wir noch Unerfreuliches in Bodenwerder erlebt haben und wie es zurück nach Bremen ging. Ein Fazit soll natürlich auch nicht fehlen.
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Weserradweg: Bad Karlshafen (2/4)
Der zweite Tag unserer Weserradtour begann morgens mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel Aegidienhof. Die Auswahl war richtig gut und es fehlte uns an nichts. Es gab Brötchen, Müsli, Eier, Saft, Auflage satt und Käse. Gut gestärkt packten wir unsere Räder und kamen noch ins Gespräch mit der Inhaberin, die uns erzählte, dass das Hotel eine Ruine war, als sie es übernahm. In größtenteils Eigenleistung wurde das Gebäude saniert und zum Hotel um- und ausgebaut. Insgesamt fühlten wir uns in diesem Hotel sehr gut aufgehoben und das Preis-Leistungsverhältnis war ausgesprochen gut. Frau Freund war noch so nett, uns eine Empfehlung für unser Tagesziel Bad Karlshafen mitzugeben. Sie empfahl uns noch die Pension Haus am Königsberg, die radfahrerfreundlich und sehr außergewöhnlich sei. Mit dieser Empehlung machten wir uns auf den Weg der ersten Etappe mit dem Ziel Bad Karlshafen. Gut, dass wir noch nicht wussten, was uns an diesem Tag erwartete. Ich habe auch wieder ein paar Fotos online gestellt, die über einen Klick auf das Foto oben angezeigt werden. Vorbei am Weserstein fuhren wir ca. 12 km bis nach Hemeln, wo wir mit einer Gierseilfähre die Weser überquerten, um uns auf den Weg in den Reinhardswald zu machen. Dort befindet sich die Sababurg - auch bekannt als Dornröschenschloss an der Märchenstraße. Eine besondere Attraktion ist der dort gelegene Tierpark, den ich vor ca. 28 Jahren einmal besucht habe. Der Admartinator war übrigens kürzlich dort, um sich von Weißkopfseeadlern foppen zu lassen. Der Anstieg von Veckerhagen in den Reinhardswald war nicht von schlechten Eltern. Nicht nur, dass es einige Kilometer steil bergauf ging: es gab auch keinen Radweg. So waren wir gezwungen, auf der ziemlich stark befahrenen Straße gegen die Schwerkraft anzukämpfen. Irgendwann wurden wir bezwungen und stiegen ab, um den Kamm schiebend zu erreichen. Es war ein sehr ungutes Gefühl, auf einer Straße zu laufen, die wir uns mit Langholztransportern und anderen Lkw teilen mussten, die teilweise nicht viel Abstand hielten. Ehrlich: hätten wir gewusst, wie es um die Strecke bestellt ist, wären wir sicher nicht zur Sababurg gefahren. Glücklicherweise war es auf unserer gesamten Radtour warm und sonnig (Sonnencreme hatten wir mitgenommen und sogar am ersten Tag benutzt). Das hatte an diesem Tag aber zur Folge, dass wir schwerst transpirierend auf dem Berg ankamen und erst einmal rasteten. Zur Klarstellung: ich rastete, und die MixTape-Fee rastete aus. Irgendwann konnte ich sie wieder beruhigen und verständlich machen, dass wir jeden Meter, den wir bergauf erkämpfen mussten, bergab richtig Spaß haben werden. Allerdings war noch aufzuklären, dass die dumme Schnepfe, deren blödes Schloss wir anschauen wollten (und ja, es war meine Idee) nicht tausend, sondern lediglich hundert Jahre geschlafen hatte. Nach unserer Rast ging es weiter am Friedwald vorbei. Diese Strecke war bereits leicht abschüssig, so dass wir teilweise mit ca. 40 km/h der Sababurg entgegen rollten, die sich nach einer längeren Geraden links auf einem Hügel abzeichnete. Dieser Hügel war glücklicherweise überschaubar und leicht zu erklimmen. Zur Belohnung gab es für uns je ein Stückchen Erdbeerkuchen und eine Apfelschorle. Wir saßen draußen auf der Terrasse und hatten bei strahlendem Sonnenschein einen wunderbaren Blick über den Reinhardswald. Im Anschluss an die Zwischenmahlzeit bereiteten wir uns auf die vermeintlich leichte Reststrecke vor. Nachdem die Rechnung beglichen war, rollten wir zunächst nach Gottsbüren, wo wir in Ermangelung einer ausreichenden Ausschilderung des Weserradwegs etwas ratlos waren. Nach einer kurzen Nachfrage bei einem Einwohner, der uns seit dem Ortseingang offenbar misstrauisch mit seinem japanischen Kleinwagen gefolgt war, dachten wir, wir hätten den richtigen Weg gefunden. Wohlwissend, dass hinter Gottsbüren die asphaltierte Radwanderstrecke beendet sein würde, war es uns dennoch suspekt, dass wir auf einem Schlackeweg, der alsbald zu einem Trampelpfad wurde, vorbei an Pferdekoppeln direkt auf eine Hügelkette zu fuhren. Ans Fahren war gar nicht mehr zu denken, so schwierig wurde das Gelände. Also stieg ich ab und ging bis zur nächsten Kurve, hinter der der Weg endete. Wir hatten uns also verfahren. Wir kehrten um und rollten leicht bergab zurück in Richtung Straße. Dabei lernte ich, dass Pferde auch nur Menschen sind. Ein weißes Pferd hatte offenbar noch nie Radwanderer gesehen und stellte sich neugierig an den Zaun der Koppel, um uns zu beobachten. Dieser führte allerdings Strom und als das Pferd in seiner Neugierde den Zaun berührte, knallte es einmal heftig. Darüber geriet das Pferd in helle Aufregung, bäumte sich auf, wieherte und galoppierte dreimal laut flatulierend davon. Letzteres erstaunte wiederum mich so sehr, dass ich beinahe vom Rad gefallen wäre. Nach diesem lehrreichen Erlebnis fanden wir den richtigen Weg wieder und mussten erneut einen schweren Anstieg hinter uns bringen. Danach ging es allerdings bis ins ca. 6,5 km entfernte Wülmersen stetig bergab. Entlang eines kleinen Flusses radelten wir mitten im Wald über den dann tatsächlich unbefestigten Weg. Am Ende dieses Wegs befand sich das Wasserschloss Wülmersen, das einst als völlig verfallene Ruine im Rahmen eines Projekts saniert und restauriert wurde. Von hier aus ging es dann weiter in Richtung Bad Karlshafen. Die letzten Kilometer waren nicht mehr sehr anstrengend, allerdings übersah ich, dass wir unser Tagesziel schneller erreichten als gedacht. Die MixTape-Fee war es, die mich durch einen beherzten Ruf dazu bewegte, anzuhalten. Wir standen bereits vor der Pension Haus am Königsberg: ein altes Herrenhaus, das in einen alten Steinbruch gebaut war. Was mich etwas abschreckte war, dass ich zunächst einige Treppen steigen musste, bis ich zur Haustür gelangte - von Garagen für die Räder war weit und breit noch nichts zu sehen. Fr. Scherff, die Betreiberin der Pension, öffnete die Tür und hatte auf meine Nachfrage glücklicherweise noch ein Doppelzimmer frei. Auch meine Befürchtungen, dass wir die Räder die Treppen hätten hochtragen müssen, erwiesen sich als unbegründet. Wir konnten die Höhenmeter durch einen erneuten steilen Anstieg fahrender Weise überbrücken. So checkten wir ein und erfuhren nebenbei, dass wir nur ca. 4 min Fußweg von der Innenstadt entfernt wohnten. Außerdem hatte Fr. Scherff die gute Idee, dass wir in die Weserbergland-Therme gehen sollten. Dort werde heiße Sole mit Weserwasser vermischt und dies sei gut zur Regeneration. Es muss noch bemerkt werden, dass die Pension ein Traum nicht nur für jeden Radfahrer ist: es gibt eine Unterstellmöglichkeit für die Räder und die Zimmer sind liebevoll und stilsicher eingerichtet. Genauso verhält es sich mit der Einrichtung des Herrenhauses. Von den vier Stockwerken haben wir zwar nur zwei gesehen, aber ich bin mir sicher, dass auch die anderen Räume entsprechend geschmackvoll eingerichtet wurden. Zudem ist Fr. Scherff eine sehr freundliche und hilfsbereite Frau, die aufgeschlossen den Fragen zum Haus gegenübersteht. Eigentlich wollte ich auf den Hugenottenturm, den ich schon einmal bestiegen hatte. Aber in Anbetracht der an diesem Tage bereits absolvierten Anstiege und des sich leicht bemerkbar machenden Popos stimmte ich dem Wunsch der MixTape-Fee zu, die Therme zu besuchen. So machten wir uns auf den Weg und kamen am alten Hafen vorbei, in dem noch mindestens genau so viele Fische (Karpfen?) schwammen, wie ich es vom ersten Besuch 1981 in Erinnerung hatte. Nach ein paar Minuten erreichten wir die Therme, wo wir zunächst unseren Hunger stillten. Danach ging es direkt in die Solebäder. Drei verschiedene Konzentrationen gibt es: 3%, 5% und 12%. Wir haben sie alle probiert und ich muss sagen, dass das Bad mit der 12%igen Konzentration das interessanteste ist. Offenbar gibt es in Deutschland kein Bad, in dem es eine höhere Konzentration gibt. Das Gefühl, das man erlebt, war aussergewöhnlich: fast schwerelos liegt man im Wasser und kann seine lädierten Waden und Oberschenkel entspannen. Lediglich sollte man keine offenen Wunden haben, die brennen wie Feuer. Selbst die Wunden der täglichen Rasur machen sich sofort bemerkbar, wenn die Sole damit in Berührung kommt. Aber das Gefühl der Schwerelosigkeit ist unbeschreiblich. Neben den verschiedenen Solekonzentrationen gibt es noch einen Strömungskanal, Whirlpools, einen Saunabereich und eine Meditationshöhle - wenn man das Dreistundenprogramm bucht, hat man dementsprechend viele Möglichkeiten, die Zeit zu nutzen. Wir sind nach gut zwei Stunden gegangen und haben uns rechtzeitig gebettet, damit wir für den kommenden Tag fit waren. Im dritten Teil der Reisebeschreibung werde ich berichten, wie wir den anstrengendsten Tag hinter uns brachten und Bodenwerder auf eine ganz besondere Art kennen gelernt haben.
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Weserradweg: Hann. Münden (1/4)
Vergangene Woche hatte ich meinen ersten richtigen Urlaub seit Oktober - endlich gab es wieder einmal mehr als drei zusammenhängende freie Tage. Zwar hatte ich nur für eine Woche Urlaub, der war aber redlich verdient. Zur Regeneration haben die MixTape-Fee und ich beschlossen, unseren Urlaub wieder fernab vom Mainstream zu gestalten. Vor gut einem Monat haben wir uns neue Fahrräder (neue Räder scheinen zum Sommer der Trend zu sein: wir sind mit unserer Anschaffung nicht allein) gekauft, die wir nun einem besonderen Härtetest unterziehen wollten. Für ein paar Tage sollten uns die Drahtesel entlang des Weserradwegs tragen - ohne Ziel und ohne Vorgaben. Im Vorfeld haben wir uns eine vernünftige Radkarte zugelegt, die uns nicht nur als Wegweiser nützlich werden sollte, sondern auch als Entscheidungshilfe für Übernachtungsmöglichkeiten. Zimmer haben wir im Vorfeld nicht gebucht, da wir nicht wussten, wo wir am Ende unserer Kräfte ankommen sollten. Gut vorbereitet und mit dem Nötigsten ausgerüstet, was man zu einer solchen Tour benötigt, haben wir uns am vergangenen Montag mit dem Zug auf den Weg nach Hann. Münden gemacht. Ich habe auch wieder ein paar Fotos online gestellt, die über einen Klick auf das Foto oben angezeigt werden. Über Hannover und Göttingen ging es mit dem Niedersachsenticket nach Hann. Münden, wo wir nach gut fünfstündiger Fahrt angekommen sind. Das war zwar nicht schnell, ist aber angesichts der nicht getakteten Nahverkehrszüge, was mit erheblichem Aufenthalt in Hannover und Göttingen verbunden war, leider nicht zu vermeiden gewesen. Als Entschädigung brauchten wir aber vom Bahnhof nur noch gute drei Minuten mit dem Rad den Berg hinab rollen, um unser erstes Ziel, das Hotel Aegidienhof, zu erreichen. Hier wurden wir sehr freundlich von der Inhaberin persönlich empfangen, die uns nicht nur ein Zimmer anbot, sondern auch gleich eine Möglichkeit zum Unterstellen der Räder. Diese durften wir in der St. Aegidien-Kirche unterstellen - hier befindet sich auch die Grabstelle des Dr. Eisenbarth. Nachdem wir unser zwar recht einfaches, aber sehr geschmackvoll und gemütliches Zimmer bezogen hatten, ging es in die Innenstadt, die geprägt ist von Fachwerkarchitektur. Pflicht war für uns natürlich, die Stelle zu besuchen, an der die Weser entsteht. Am Weserstein betrachteten wir, wie sich die gemütliche Fulda und die schneller fließende Werra zur Weser vereinigen. Hier haben wir unseren Ausgangspunkt für die Radtour erreicht. Damit wir am kommenden Tag unsere erste Etappe gut meistern konnten, folgten wir der Empfehlung unserer Gastgeberin und besuchten das Lokal (das auch ein Hotel ist) Die Reblaus, in dem wir unseren ersten Spargel der Saison genießen konnten. Dieses Lokal zeichnet sich dadurch aus, dass es zwar gutbürgerliche Küche anbietet, die Gerichte aber ganz hervorragend zubereitet und unheimlich lecker sind - und alles Andere als das sind, was man normalerweise unter gutbürgerlich versteht. Wer einmal nach Hann. Münden kommt, sollte dieses Lokal unbedingt besuchen. Im zweiten Teil der Reisebeschreibung werde ich berichten, wie wir uns den Weg zur Sababurg erkämpften und völlig erschöpft in Bad Karlshafen eine ganz außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit gefunden haben.
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Gitarrenweltrekord 2009
Vor einigen Tagen flatterte mir mal wieder ein äußerst interessanter Hinweis ins Haus: der Gitarrenweltrekord 2009 steht an! Am 10. Mai um 12.55 Uhr werden mehr als 1802 Gitarristen auf dem Mainzer Lerchenberg zur größten Rockband der Welt und Millionen Zuschauer der ZDF-Sendung Fernsehgarten können live dabei sein, wenn sich der Gitarrist/Organisator Andreas Vockrodt mit seiner Band Gallery und den angereisten Gitarristen ins Guinnessbuch der Rekorde rocken. Bisher hatte ich von einem solchen Rekordversuch noch nie etwas gehört und habe den Veranstalter kontaktiert, um weitere Informationen einzuholen. Bereits 1995 hat Andreas den ersten Gitarrenweltrekord errungen und sich 2005 zu einer Wiederholung entschlossen. Nach seinem erfolgreichen Versuch 2007, der ihn auch ins aktuelle Guinness Buch brachte, hat er mit seinem Orga-Team, das mit Begeisterung dabei ist, erneut gebastelt und hat schon angekündigt, auch 2010 auch einen Rekord anzugehen. Je nachdem wie es läuft, hat er vor, ungefähr jährlich diesen Rekord zu verbessern. Für dieses Jahr hat er als neue Herausforderung die erst im April veröffentlichte an Queen erinnernde Hymne Welcome To Europe ausgesucht, die gespielt werden soll. Den Song inklusive Playback, Videoworkshop, Tabs und alle Infos zur Anmeldung gibt es auf auf der Seite www.gitarrenweltrekord.de gratis als Download. Als Stargäste auf der Hauptbühne haben sich angekündigt: Michael Schenker (MSG, Scorpions - tbc), der mittlerweile fest zugesagt hat, Micky Moody (ex-Whitesnake), Ray Dorset (Mungo Jerry), Thorsten Mewes (Die Happy), Matt Sinner (Primal Fear, Sinner - tbc), David Rempel & Henrik Oberbossel (Luxuslärm). Was ich noch interessant finde: Es wird diverses Equipment verlost. Zum Beispiel handsignierte Gitarren von Ritchie Blackmore und Rudi Buttas von PUR. Beim Weltrekordversuch kann jeder mitmachen, der eine einfache Akkordfolge spielen kann. Die Teilnahme am Gitarrenweltrekord ist kostenlos. Wer Interesse und Zeit hat, sollte einmal bei Andreas vorbeischauen. Den Fernsehgarten habe ich noch nie gesehen - mal sehen, ob ich bisher etwas verpasst habe. Wer kann mir einmal erklären, wie man knapp 2000 Gitarristen so abstimmt, dass sie zur gleichen Zeit spielen? Ich kann mir vorstellen, dass durch die Entfernung zur Begleitband eine ziemliche Verzögerung eintreten kann. Oder bekommen alle Teilnehmer In-Ear-Monitore?
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Ein ? für Blogs
Auch wenn ich den 21.04.09 als Stichtag nicht wahrnehmen konnte, möchte ich doch an der Aktion vom Stylespion teilnehmen und seinem Aufruf "Ein ? für Blogs" folgen. Eine sehr schöne Aktion, die mich an alte Zeiten erinnert und die ich gern unterstütze. Natürlich nehme ich in meine Blogroll nur Blogs auf, die mir auch persönlich gefallen, daher folgend die Blogs, die ich aufgrund anderer zeitkritischer Vorgänge regelmäßig lese. Nicht per Feed, sondern old style mit Ansurfen: www.admartinator.de - Martin, ich habe auch während der Lifestreamphase an Dich geglaubt und wurde nicht enttäuscht. Danke! www.apfelquak.de - Leser und Autor (nun ja) seit der ersten Stunde www.nasendackel.de - minimalistisch und retro-zukunftsweisend www.hafenwasser.de - Urgestein, Nasendackel-Buddy und Außenminister www.apfelnase.de - mörkelstastische Webaktionen Podcasts lasse ich heute einfach mal weg, auch wenn diese zum großen Teil Audioblogs sind.
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Fotowettbewerb auf leinwandfoto.de
Beim in letzter Zeit mal wieder einmal viel zu selten gewordenen Stöbern im Netz bin ich auf einen Fotowettbewerb des Anbieters leinwandfoto.de gestoßen, den ich den Profi- und Hobbyfotografen unter meiner Leserschaft nicht vorenthalten möchte. Thema ist die derzeitige so genannte Wirtschaftskrise. Die Teilnehmerin oder der Teilnehmer soll mit Foto, Grafik, Illustation o.ä. zeigen, was für sie oder ihn angesichts der täglich neuen schlechten Nachrichten aus der krisengebeutelten Wirtschaft wirklich zählt. Ein interessanter Ansatz - lediglich der Arbeitstitel gefällt mir nicht. Einsendeschluss ist der 31.05.09 und ich werde mir die Preisvergabe natürlich anschauen.
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#474 Drei Jahre musicampus
Weil ich mit den Vorbereitungen zum MacGyver Aprilscherz vorbereitet und voll beschäftigt war, habe ich meinen eigenen Bloggeburtstag total verschwitzt. Am 1. April 2006 ging die erste Episode von musicampus online. Somit ist dieses Jahr dritter Geburtstag - ein ziemliches Alter, wenn man bedenkt, dass sowohl Podcastszene und Blogs tot sind. In der Tat haben sich einige Podcaster, die ich von Beginn an gehört habe, verabschiedet oder tauchen nur noch sporadisch in meiner Downloadliste bei iTunes auf. Dafür sind andere auf der Bildfläche erschienen und bereichern meine Hör- und Lesegewohnheiten. Das Beste an den vergangenen drei Jahren war wirklich, dass ich viele Gleichgesinnte nicht nur über das Internet kennen und schätzen gelernt habe. Ob nun aus Kleinbloggersdorf oder aus dem Podcastdorf oder Touristen, die bei mir vorbeischauen: Danke für Eure Anregungen, Hilfe und Kommentare!
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#473 MacGyver-Tag 72: Aprilscherz
Heute wird Euch Jochen das bestätigen, was viele von Euch schon geahnt haben: Der Beitrag vom 1. April war tatsächlich ein Scherz. Aber ein sehr gut vorbereiteter und mit viel Aufwand betriebener Aprilscherz, der seine Wirkung nicht verfehlt hat und bei dem der Beitrag auf musicampus.de nur ein kleiner Teil einer Gesamtplanung war, die ziemlich umfangreich war. Hört Euch an, was Jochen zur Vorbereitung, Umsetzung und Reaktion erzählt. Mir hat es Spaß gemacht, mitgespielt haben zu können und ich hoffe, Ihr hattet auch Euren Spaß. Übrigens habe ich gestern Nachmittag noch eine Mitteilung von Jochen erhalten, dass der Film tatsächlich für 2011 geplant ist. Weitere Infos gibt es auf den Seiten der Internet Movie Database.
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#472 MacGyver-Tag 71: Film kommt
Soeben erhielt ich eine sms von Jochen, der mir damit ankündigte, dass er mir ein Tondokument per Mail geschickt habe. Grund hierfür sei, dass der MacGyver Film tatsächlich gedreht wird. Das ist zwar schon seit längerem bekannt - nicht bekannt ist dagegen, mit wem gedreht wird und wann und wo. Offenbar ist Jochen beim Studieren seiner Internetseiten auf eine Seite aufmerksam geworden, auf der weitere Einzelheiten veröffentlicht wurden. Diese Infos möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten und empfehle, die heutige Episode zu hören und bei Jochen vorbei zu schauen.
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Mac Desaster und Blog Schrauberei
Ganz schlimm finde ich es, wenn man wichtige Dinge zu erledigen hat, für die man einen Rechner braucht, der aus irgendwelchen Gründen genau in diesem Augenblick Verhaltensweisen vorweist, die zu diesem Zeitpunkt völlig ungewünscht sind. So ist es mir am Donnerstagabend gegangen. Eine wichtige Sache musste erledigt werden und plötzlich friert der Mac ein, startet EyeTV nicht mehr und iTunes stürzt ständig ab. Da bleibt einem nichts anderes übrig als ein Backup zu erstellen und den Rechner neu aufzusetzen. So geschah es dann auch und in einer recht mühsamen Kleinarbeit habe ich das vermutlich letzte Mal meinem iMac G5 eine Frühjahrskur unterzogen. So ein Putz der Platte hat auch den Vorteil, dass man überlegt, was eigentlich noch auf dem Rechner bleiben soll und was ruhigen Gewissens auf der Backup-Platte gelassen werden kann. Nervig ist nur das neue Einspielen großer Software wie beispielsweise Logic Studio, das mitsamt aller Loops ca. 50GB benötigt. Der Speicherplatz an sich ist nicht das Problem, aber bis die 50GB von den DVDs auf den Rechner transportiert wurden, vergehen gute zweieinhalb Stunden. Die habe ich heute morgen dazu genutzt, mein mobiles Angebot aufzufrischen. Nachdem ich eine ganze Zeit die Leser, die mein Blog mit einem mobilen Endgerät - insbesondere iPhone oder iPod Touch - lesen, sträflich vernachlässigt habe, ist seit heute wieder alles gut. Am Morgen habe ich bei Christoph gelesen, dass es einen sehr komfortablen Nachfolger von Yawasp gibt, das mir einiges an BotSpam erspart hat: NoSpamNX. Dies habe ich gleich installiert und bin gespannt, wie es sich schlägt. Yawasp war schon grandios, hatte aber den Nachteil, dass die comments.php modifiziert werden musste. Dies habe ich bei meiner mobilen Lösung über iWPhone nicht gemacht. So kam es, dass es nicht möglich war, per iPhone oder iPod Touch zu kommentieren, was mir des öfteren mitgeteilt wurde. Daher schrieb ich Christoph heute morgen und fragte, wie ich sein TinyTheme extended als mobile Lösung verwenden kann. Zwei E-Mails und ein paar Modifizierungen später steht die Lösung. Wer über ein iPhone verfügt, hat nun endlich die Möglichkeit, auch unterwegs eine schöne Verpackung für meine Beiträge zu genießen.
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#471 Der Römer - nicht nur ein Bauchredner
Der Römer ist ein Bauchredner, den ich vor vielen Jahren noch als Andreas Römer in Bremerhaven kennen gelernt habe und der seit einigen Jahren in Hamburg lebt. Anlässlich einer Familienfeier ist es mir gelungen, diesen Ausnahmekünstler bereits das zweite Mal zu engagieren. Schon beim ersten Auftritt hat er mit seinem Programm und der Kunst des Bauchredens die Gäste (auch im wahrsten Sinne des Wortes) verzaubert und nicht nur bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In diesem Jahr stand wieder ein Fest ins Haus und so überlegten wir, wie wir zum einen die Gastgeber überraschen könnten und ihnen zum anderen ein außergewöhnliches Erlebnis bescheren konnten. Die Lösung war Der Römer, der mittlerweile internationales Renommee besitzt und derzeit mit seinem Programm "Die schizofrenetische One-Man-Magic-Muppets-Comedy-Cabaret-Show" -DSOMMMCCS- das Genre von innen nach außen krempelt: „Schizomedy“ nennt er seine Zauberformel und zaubert bauchredend, verblüfft sprachlos und ist wunderbar wirrtuos! Wer seiner Ankündigung folgt und bloßes Bauchreden erwartet, bekommt Comedy und wer Comedy will, vergnügt sich köstlich an charakterstarken Storys. Wer die große Show liebt, erlebt bei ihm die Größe subtilen Entertainments. Fragt man sich einmal, was einen Bauchredner ausmacht oder auszeichnet, denkt man beim Bauchreden vermutlich als erstes an angestaubte Zotteltiere und alberne Zoten. Der Römer beweist auf seine ganz einzigartige Weise, dass es auch anders geht, indem er weit über Genre-Grenzen hinaus geht und dabei spritzig, dynamisch, verblüffend, kurzweilig und emotional ist. Dies macht ihn schon seit Jahren zu einem der besten Bauchredner Deutschlands und wir hatten die Möglichkeit, ihn mit seinem Programm zu sehen und wurden wieder einmal nicht enttäuscht! Ganz besonders hat es uns sein Hansen angetan, mit dem er binnen weniger Sekunden alle Gäste im Griff hatte, die dankbar und begeistert Hansens Kommentare mit lautem und hemmungslosem Lachen bedachten. Ein Erlebnis, vor allem, weil er mit seinen liebenswürdige Figuren und seiner sympathischen ansteckenden Ausstrahlung mitreißt und mit seinem Spaß am Spiel das Publikum ganz in seinen Bann zieht. Toller Nebeneffekt des diesjährigen Auftritts ist übrigens, dass Der Römer mir wieder zugesagt hat, für ein Podcastinterview zur Verfügung zu stehen. Diese Zusage besteht zwar schon seit gut zwei Jahren und ich habe es bisher immer verbummelt, Butter bei die Fische zu machen, aber dieses Jahr, so habe ich mir fest vorgenommen, sollte es aufgenommen und gesendet werden. Folgende Clips zeigen, dass ich nicht zu viel versprochen habe: Rundum-Römer-Trailer (wenn es schnell gehen soll) Trailer Body Guard (sicher sympathisch) Trailer Zigarette (…wenn Requisiten Dialoge führen) Trailer Hansen („der Kleine ist auf dem richtigen Kurs!“) Trailer Biene (Emotionale Stärke) Kurzfilm „Streng geheim“ (Ganz im Stil von "Tote tragen keine Karos" mit Steve Martin. Ein echter Klassiker mit klasse Besetzung -> nicht show-relevant, aber ein echter Kult-Geheim-Tipp) Ich bin gespannt, wie er meinen Lesern und Hörern gefällt und freue mich auf Kommentare! Am 29.08.09 ist er übrigens im TiF in Bremerhaven zu sehen.
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#470 Dodgy - Free Peace Swee
Vor ein paar Tagen bin ich bei Regen in der Straßenbahn gefahren und habe wegen des miesen Wetters nach guter Laune gesucht und, ganz untypisch für mich, während der Fahrt den iPod eingeschaltet und nach Musik gesucht, die die Stimmung heben könnte. Dabei fiel mir das 1996 erschienene Album Free Peace Sweet der britischen Band Dodgy ins Auge. Dieses Album hatte mir damals Jan von den Fleißigen Erdbeeren empfohlen, welches mich dann nach Liverpool begleitete. Dort habe ich am Liverpool Institute for Performing Arts (die von Paul McCartney ins Leben gerufene Pophochschule) einen Crashkurs in CD-Produktion erfahren. Dieses Album ist ein richtiger gute Laune Garant, weil es so erfrischend fröhlich aufgenommen wurde und trotz vieler Anlehnungen an die 60er Jahre sehr eigen und gekonnt klingt. Wer Dodgy kennt, wird mir sicher beipflichten. Wer Dodgy noch nicht kennt, sollte sich unbedingt den Hit Good enough anhören. Obwohl dieser Titel damals in den britischen Charts ganz weit oben und auch in Deutschland bekannt war, ist mein Favorit In A Room.
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#469 Der Gewinner von "Maike's Kurzgeschichten"
Vergangenen Montag habe ich das Kinderbuch Maike's Kurzgeschichten - Ein Lesebuch für Kinder an dieser Stelle vorgestellt und war in der glücklichen Lage, ein Freiexemplar vergeben zu können. Jeder, der interessiert war, konnte sich bis gestern Mittag um 12:00 Uhr in den Kommentaren zu Wort melden. Bei mehreren Interessierten muss das Los entscheiden. Vier Leser von musicampus haben sich gemeldet und heute hat die MixTape-Fee als Glücksfee den Gewinner gezogen: Der Podschnacker Timo Neuhaus Wir gratulieren recht herzlich und wünschen viel Spaß beim Lesen der Kurzgeschichten. Das Buch geht schnellstmöglich in die Post, damit Du ganz schnell in den Genuss kommst! Über ein kurzes Feedback nach Erhalt freuen wir uns ganz besonders!
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Beatallica Tourneedaten
Aus gegebenem Anlass komme ich nochmals auf die Ankündigung der anstehenden Beatallica Tour durch Europa zurück. Leider werde ich nicht dabei sein können. Eigentlich war die Freude schon riesengroß, mit den Mitmusikern von Crazy Duck Jones dem Konzert in Hamburg beiwohnen zu können. Aber es sind wieder Dinge dazwischen gekommen, die mir einen Konzertbesuch nicht möglich machen. Das finde ich richtig schade, denn ich glaube, dass es länger dauern wird, bis sich Jaymz Lennfield, Ringo Larz, Grg Hammetson und Kliff McBurtney mal wieder auf den Weg nach Europa machen werden. Dennoch möchte ich einen Aufruf starten: wenn jemand von Euch beim Konzert am 02.04.09 im Ballroom in Hamburg dabei sein sollte, kann er gern einen Bericht verfassen, den ich dann selbstverständlich online stellen werde. Natürlich unter der Voraussetzung, dass derjenige nicht selbst ein Blog betreibt. Weil bei der letzten Ankündigung auch noch nicht alle Lokalitäten geklärt waren, hier nun beigefügt die aktualisierten Tourneedaten: Masterful Mystery Tour 2009 26.03.2009 Lübeck, Riders Cafe 27.03.2009 NL-Enschede, Atak 28.03.2009 NL-Drachten, Iduna 29.03.2009 NL-Goes, t' Beest 30.03.2009 B-Antwerpen, De Rots 31.03.2009 FR-Paris, La Scene Bastille 02.04.2009 Hamburg, Ballroom 04.04.2009 Amberg, Rockdomizil 06.04.2009 Töging/Inn, Silo 1 08.04.2009 Karlsruhe, Jubez 09.04.2009 CH-Luzern, Schüür 10.04.2009 CH-Zürich, Werk 21 (Dynamo) 11.04.2009 Berlin, Frannz 12.04.2009 Dresden, Tante Ju 13.04.2009 A-Vienna, Szene 14.04.2009 HU-Budapest, A38 15.04.2009. PL-Warszawa, Progresja 16.04.2009 PL- Pozna?, Piwnica 21 17.04.2009 PL- Kraków, Zascianek 18.04.2009 PL-Wroc?aw, Od Zmierzchu Do Switu
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#468 Five! Fast!! Hits!!! Abschiedskonzert
Manchmal passieren auch mir dumme Dinge. Heute wollte ich die Band Five! Fast!! Hits!!! vorstellen, die sich zwar Anfang 2009 aufgelöst hat, aber morgen im Atomic Café ab 21.00 Uhr ein Abschiedskonzert geben. Die Fotos, die ich verwenden wollte, hatte ich bekommen. Die Erlaubnis, sie online zu stellen auch - und ich hatte sogar ein mp3, das ich in die Episode einbauen durfte. Mehrere dumme Zufälle haben mir aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sämtliche Mails mit der Korrespondenz sind mir abhanden gekommen und so blieb mir nur die Erinnerung an den morgigen Termin und der Name der Band. Glücklicherweise habe ich über den Datenkraken die Website der Band gefunden, auf der der Song, den ich eigentlich einbauen wollte, zum freien Download zur Verfügung steht. Zwei weitere übrigens auch. Und bei MySpace dürfen sie natürlich auch nicht fehlen. Eigentlich schade, wenn man eine Band erst dann kennen lernt, wenn es sie nicht mehr gibt. Allerdings hat mich dieser Umstand auch nicht davon abgehalten, die Beatles, Kinks oder Small Faces zu hören.
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#467 Triband "So Together"
Ende Januar hat Triband das Album So Together veröffentlicht. Wieder einmal durch Zufall bin ich auf ein sehr interessante Band gestoßen, die ein wunderbar anzuhörendes Album produziert hat. Während ich normalerweise ein Freund der rockigen Klänge bin, hat mich aber dieses Album gleich beim ersten Hören überzeugt. Die Mischung macht es. Während Sandie Wollasch (Gesang) mit zerbrechlicher und gleichwohl samtweicher Stimme durch die Melodien führt, geben ihr Sebastian Studnitzky (Keyboard & Trompete), Tommy Baldu (Schlagzeug) und Michael Pauker hierfür genügend Freiräume ohne selbst in den Hintergrund zu geraten. Vielmehr schaffen sie so den Rahmen, der das Gesamtwerk trotz - oder gerade wegen - der interessanten Arrangements und Soundspielereien angenehm rund werden lässt. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist oder mehr über die Band wissen möchte, kann sich auf deren Website Auszüge aus dem Album anhören oder by MySpace schauen, wen sie als Freunde gewinnen konnten. Live sind sie auch zu sehen: JazzToDay Tour gemeinsam mit Esperanza Spalding: 19.03.2009 Nürnberg, Karstadt Kulturcafé 20.03.2009 Essen, Philharmonie 21.03.2009 Karlsruhe, Tollhaus 23.03.2009 Halle, Oper 24.03.2009 Berlin, Kammermusiksaal 26.03.2009 Lübeck, Musik- und Kongresshalle 28.03.2009 Hamburg, Kampnagel 29.03.2009 Osnabrück, Osnabrückhalle 30.03.2009 Mannheim, Alte Feuerwache 31.03.2009 Mainz, Frankfurter Hof 01.04.2009 Kaiserslautern, Kammgarn 02.04.2009 Darmstadt, Centralstation 03.04.2009 Stuttgart, Theaterhaus 04.04.2009 Dortmund, Konzerthaus Live: Einzeltermine Triband: 18.03.2009 München, Unterfahrt 25.03.2009 Kiel, Kulturforum 27.03.2009 Kassel, Theaterstübchen Mir gefällt das Album, weil es angenehm relaxed ist, ohne langweilig zu sein. Und obwohl Sandie ziemlich hoch singt, ist ihr Gesang nie anstrengend. Bei Prosecco trinkenden Künstlerinnen, die doch nur spielen wollen, ist dies leider häufig der Fall.
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#466 Lily Electric
Per E-Mail bin ich auf Lily Electric aufmerksam gemacht geworden, eine Band aus Kopenhagen, die sich anschickt, Deutschland zu erobern. Normalerweise bin ich solchen E-Mail-Angeboten gegenüber skeptisch, habe mir aber die verlinkten Videos einmal angeschaut und war regelrecht begeistert von dem, was sich mir da bot. Kurzerhand nahm ich Kontakt zur Agentur auf und nur wenige Tage später hatte ich ein Vorabexemplar des Debütalbums "You're In The Painting You Saw", das am 17.04.2009 erscheint, in meinem Briefkasten liegen. Eine richtig gute Platte, die vom ersten bis zum zwölften Lied Alternative Music vom Feinsten enthält. Sehr gut produzierte und mit Witz und vor allem Verstand komponierte Lieder unterhalten und lassen keine Langeweile aufkommen. Ich war überrascht über die kleinen Besonderheiten, die jeder Song enthält und finde es richtig schade, dass ich meinen Lieblingssong "Naughty Girl" nicht im Podcast anspielen konnte. Aber unter folgenden Links könnt Ihr Euch Beispielvideos anschauen: 1. Video 2. Video 3. Video Die vier Musiker Bjarke Porsmose (Gesang/Gitarre), Tobias Mynborg (Gitarre), Morten Dybdal (Bass) und Rasmus Valldorf (Schlagzeug) sind zur Unterstützung ihres Albums in Deutschland auch live zu sehen: 23.05. Berlin – Motor FM Party @ Bang Bang Club 25.05. Dresden – Ostpol 26.05. Hamburg – Grüner Jäger 28.05. Oberhausen – Druckluft 29.05. Freiburg – Swamp 30.05. Stuttgart – Motor FM Party @ Schocken Wie es sich heutzutage für jeden Künstler gehört, findet man Lily Electric natürlich auch auf MySpace. Ich werde mir das Album sicher noch mehrmals anhören und vielleicht findet es Eingang in meine Favoritensammlung. Zumindest freue ich mich darüber, dass ich wieder eine Perle in der schier unerschöpflichen Menge an Musikangeboten gefunden habe. Diese wollte ich meiner Leserschaft und Zuhörerschaft natürlich nicht vorenthalten. Fotos: Luca Berti und Jennifer Eberhardt
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#465 Maike Reumann schreibt für Kinder
Mein Bruder hat mich auf die Bremerhavenerin Maike Reumann aufmerksam gemacht, die ihr erstes Werk Maike's Kurzgeschichten - Ein Lesebuch für Kinder auf den Markt gebracht hat. Eigentlich arbeitet die 1976 geborene Schriftstellerin in einem ziemlich großen Krankenhaus in Bremerhaven. Aber schon seit sie Kind war ist es es ihr größter Traum, ein eigenes Buch zu schreiben. Diesen Traum hat sie sich erfüllt und ein Vorlesebuch für Kinder geschrieben. Sie bedient sich hierzu ihrer Kindheitserlebnisse, die sie mit ihrer Phantasie ausschmückt und so ein dreizehn Kurzgeschichten umfassendes Werk schuf. Selbst die Bremerhavener Presse ist mittlerweile auf sie aufmerksam geworden. Was mir besonders gut gefällt ist, dass sie ihren Traum über BoD verwirklichen konnte. Mit viel Eigeninitiative ist es möglich, über diesen Anbieter ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Ein sehr interessantes Angebot für all diejenigen, die das Verlegen in die eigene Hand nehmen möchten oder befürchten, dass Verlage ihre Manuskripte ablehnen könnten. Vor allem die Mütter und Väter meiner Leserschaft und Zuhörerschaft dürfte interessieren, dass mir Maike ein Exemplar exklusiv für musicampus zur Verfügung gestellt hat. Wer Interesse an ihrem Buch mit den Geschichten - nicht nur - für Kinder hat, schreibt mir bis zum 22.03.09, 12:00 Uhr einen Kommentar. Die Kommentare werden gesammelt und die MixTape-Fee wird als Glücksfee die Gewinnerin oder den Gewinner ziehen, der oder dem wir dann das Buch zuschicken werden!
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Liveerlebnis im Pier 2 mit René Marik
Letzte Woche habe ich angekündigt, dass René Marik im Pier 2 in Bremen zu Gast sein wird, um dort sein aktuelles Programm "Autschn! Ein Abend über die Liebe" vorzustellen. Etwas skeptisch war ich, weil das Pier 2 mir nicht als Theater bekannt war, sondern als Ort, an dem sehr gute Rockkonzerte stattfinden. So war auch die Vorankündigung wenig verheißungsvoll, dass freie Sitzplatzwahl ohne Anspruch auf einen solchen bestand. Angesichts der nicht ganz niedrigen Ticketpreise war dies schon etwas verwunderlich. Als die MixTape-Fee und ich auf dem Parkplatz erschienen, war die Schlange bereits mindestens zweihundert (!) Meter lang. Weil die Aussicht auf einen Sitzplatz praktisch nicht mehr vorhanden war, haben wir in der Waterfront noch einen kleinen Imbiss eingenommen, um uns dann in das Abenteuer René Marik zu stürzen. Im Pier 2 angekommen, hatten wir auf der Empore Glück und konnten dort noch einen Stuhl ergattern. Ich habe es mir auf dem Boden vor der MixTape-Fee gemütlich gemacht. Pünktklich um 20:00 Uhr begann das Programm mit einem Paukenschlag: René Marik hat gesungen. Zwar habe ich davon schon im Vorfeld gehört, dennoch wirkte diese Einlage zunächst etwas befremdlich. Im Anschluss daran hat er aus einem unsäglichen Gedichtband rezitiert. Leider habe ich mir trotz mehrfacher Nennung den Namen der Schriftstellerin nicht merken können. Diese Einlage hat mir sehr gefallen. Endlich ging es über zum Puppenspiel und René Marik hat sein Feuerwerk bestehend aus Maulwurf, Frosch, Eisbär und Barbie abgebrannt. Immer wieder durchbrochen von kleinen Rezitationen und Gesangseinlagen. Gut gefallen haben mir seine Lieder, bei denen er sich sich selbst an der E-Gitarre begleitete. Faszinierend war das dankbare Publikum, das bei jedem "Hage" und "Froschn" in Ekstase ausbrach. Klasse. Nach einer knappen Stunde gab es eine Pause von ca. 15 Minuten, die etwas überraschend von einer Stand up Comedy Einlage beendet wurde. Dieser Teil des Programms hat sich mir überhaupt nicht erschlossen: René Marik im Ballonseidetrainingsanzug auf der Bühne gibt den berlinernden Proll Kalle aus Marzahn. Dies passte so gar nicht in das restliche Programm und hat nicht nur mich verwundert. Auch unsere Sitznachbarn haben laut über diesen Bruch im Programm nachgedacht. Insgesamt haben wir einen sehr schönen Abend verbracht und sind wunderbar unterhalten worden. Natürlich sind wir in erster Linie wegen der Puppen zum Auftritt gekommen. Wir sind überhaupt nicht enttäuscht worden und dank der großen Leinwand haben wir trotz der etwas suboptimalen Sitzplätze jeden einzelnen Puppenauftritt bestens verfolgen können. Wer die Gelegenheit bekommt, René Marik einmal live erleben zu können, sollte diese Möglichkeit unbedingt wahrnehmen. Wir haben einen sehr gut aufgelegten und äußerst sympathischen Künstler gesehen, der mit viel Spaß seine Kunst dargeboten hat. Dies macht es auch leicht, über die Punkte des Programms hinwegzusehen, die offenbar zum Strecken eingebaut wurden.
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René Marik im Pier 2 in Bremen
Schon vor einiger Zeit habe ich in der aktuellen Bremer Tagespresse gelesen, dass René Marik im Rahmen seiner derzeitigen Tour auch nach Bremen kommt. Eigentlich wollten die Mixtape-Fee und ich gemeinsam nach Hamburg, um ihn dort in Schmidts Tivoli sehen zu können. Allerdings waren wir mit unserer Überlegung reichlich spät. Der Auftritt war restlos ausgebucht und es gab keine Möglichkeit, René Marik und seinen Maulwurf in einem gepflegten Ambiente zu sehen. Also bissen wir in den sauren Apfel und kauften uns Karten für das Pier 2. Das Pier 2 ist mir von der Bagalutenwiehnacht 2007 bekannt, als Torfrock dort gemeinsam mit Ohrenfeindt spielten. Zweifelsohne ist die alte Werfthalle sicher für solche Auftritte geeignet. Inwieweit sie auch einen angemessenen Rahmen für einen Künstler wie René Marik bietet, werden wir sehen. Am 13.03.09 ist es soweit: wir werden den Maulwurf, Rapante und den Eisbären, vielleicht auch den Frosch, live erleben können. Natürlich werde ich im Vorfeld versuchen, noch 10 Minuten zu bekommen, in denen ich mit René vielleicht noch ein echtes Interview führen kann. Ein Ferninterview gab es schon vor gut anderthalb Jahren.
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The Drunken Peaches sind (fast) Geschichte
Vor über zwei Jahren habe ich Euch The Drunken Peaches auf musicampus vorgestellt, deren Sixties-Sound Indierock mich damals ziemlich angesprochen hat. Die fünf Jungs aus Königswalde, Ferdinand Weigel (voc), Ronny Haberer (b), Andres Seidel (git, voc), Carsten Reinstein (git) und Danny Rudorf (d), haben in ziemlich kurzer Zeit wenn nicht gar den gesamten Osten der Republik, dann aber die Gegend rund um Zwickau, unsicher gemacht. Nachdem ein Interview mit den Musikern leider nicht geklappt hat, wurde es mit Informationen um die Band, deren Song "Fact of Life" immer noch mein Favorit ist, ruhig. Die Kanäle haben sich verschlossen und ich dachte, dass die Formation nun sang- und klanglos verschwunden sei. Jimmy quit, Jody got married. Vor einigen Tagen erreichte mich ein kleines Päckchen, verschickt von Ronny von den Drunken Peaches. Er schrieb, dass er sich erinnerte, dass er mir das Album versprochen haben, sollte es einmal fertig werden. Ende 2008, genau am 21.11.2008, war es dann soweit und getreu dem Motto "Lieber spät als nie", brachte er das Päckchen auf den Weg. Total überrascht und sehr erfreut über die CD "handmade" (nomen est omen) musste ich den dan folgenden Zeilen des beigegfügten Briefes entnehmen, dass sich The Drunken Peaches im Juli 2008 aufgelöst haben. Seitdem seien sie aber mit ihrem Nebenprojekt Neon Pingu Pussys schon recht erfolgreich. Nichtsdestotrotz habe ich die CD, die wirklich in Handarbeit erstellt wurde, - zumindest das Cover und eine LP-ähnliche Schutzhülle für die CD - genossen. Typisch indiestyle werden hier kleine Geschichten erzählt und musikalisch unterhaltsam aufbereitet. Sehr gut gefällt mir, dass hier offenbar das Konzept einer LP verfolgt wurde. Knapp über 40 Minuten dauert der Hörgenuss, darin enthalten ein hidden Track, der das Werk abrundet. Schade, dass die Band beschlossen hat, sich aufzulösen. Aber auf MySpace lässt sich erahnen, wie es mit den Neon Pingu Pussys in fast gleicher Besetzung weitergeht. Am 07.04.2009 werden sie im "Anker" in Leipzig am Finale des Bandclash teilnehmen. Außerdem soll noch in diesem Jahr ein Album fertig produziert werden, das derzeit noch abgemischt werde. Auch wenn mir Ronny dieses Mal nicht versprochen hat, mir ein Exemplar zuzusenden, bin ich mir sicher, eines zu bekommen, um hier darüber berichten zu können.
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Leinwandfoto Gutscheine zu verschenken
Letzte Woche wurde ich von einer Mail freudig überrascht: Sandra Ratkovic hat sich wieder bei mir gemeldet und für meine Leser eine Überraschung mitgebracht. Wie Ihr Euch vielleicht noch erinnert, habe ich mir im Dezember nach ihrem Tipp einmal den Dienst Leinwandfoto.de angeschaut und getestet. Offenbar kam der Bericht gut an oder war die Resonanz darauf so positiv, dass sich Leinwandfoto entschlossen hat, Gutscheine zur freien Vergabe zur Verfügung zu stellen. Was mich dabei besonders freut, ist die Menge: nicht 1 Gutschein oder 5 Gutscheine liegen mir vor. Nein! Sage und schreibe 20 Gutscheine im Wert von je 20 EUR liegen bei mir im Briefkasten und warten darauf, verschenkt zu werden. Wer also Interesse an einem solchen Gutschein hat, schreibe mir einen Kommentar. Die ersten zwanzig Kommentierer erhalten dann einen Gutschein wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ein Hinweis noch: der Gutschein muss bis zum 10.03.2009 eingelöst worden sein! Sollte es mit dem Einlösen Schwierigkeiten geben, gibt es einen schnell reagierenden Support. Allerdings sollte man den per Mail und nicht per Formular kontaktieren.
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#464 Eine Nacht im Sail City
Dieses Wochenende habe ich gemeinsam mit der MixTape-Fee das Atlantic Hotel Sail City besuchen können. Es ist schon seltsam, wenn man in seiner Geburtsstadt, in der man 24 Jahre gelebt hat, Urlaub macht und diesen nicht wie gewohnt bei seinen Eltern verbringt. Aber dieses Hotel bietet einem schon einiges an Besonderheiten, die diesen Aufenthalt haben außergewöhnlich werden lassen. Und das, obwohl ich zuerst wegen der sehr spartanischen Einrichtung ziemlich enttäuscht war. Es gibt keine Bilder in den Zimmern, nur eine sehr geräuschdurchlässige Badezimmertür und kaum Pflanzen. Außerdem leben die Siebziger Jahre in dem Hotel wieder auf: Plastikoptikfurnier in den Zimmern und im Restaurant eine Farbkombination aus orangefarbenen Tönen im Mix mit weiß bezogenen Stühlen und brauner Auslegeware. Kann man mögen, muss man aber nicht. Schön wirkten die orangefarbenen Wände heute morgen, als die Sonne durch die Panoramafenster schien. Aber das Panorama, das sich beim Blick aus den riesigen Fenstern bot, ist einmalig! Uns war es möglich, auf die Unterweser, die Brücken des Container Terminals und auf den Neuen Hafen mit seiner Marina zu sehen. Gerade gestern abend war dieser Ausblick besonders schön, weil der Hafen nachts immer taghell beleuchtet ist. Die lichtundurchlässigen Vorhänge haben dazu beigetragen, dass man durch das Licht nicht gestört wird. Heute morgen wurden wir durch lautes Motorengeräusch geweckt. Nicht, wie ich zuerst vermutete, die Lieferanten waren die Verursacher, sondern ein Schneeräummobil, das die Zufahrt zum Hotel vom frisch gefallenen Schnee befreite. Als wir später aufstanden, war der Himmel strahlend blau und es bot sich wieder ein ganz besonders schöner Ausblick. Daher habe ich ein paar schöne Fotos zusammengestellt. Durch Klicken auf das obere Foto wird die Diashow gestartet! Download mp3
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Beatallica kommt nach Deutschland
Dass ich ein ausgesprochener Freund der Musik der Beatles bin, dürfte wohl jedem Leser mittlerweile bekannt sein. Höhepunkt meiner besonderen Beziehung zu deren Musik war bisher ein zweiwöchiger Aufenthalt am Liverpool Institute for Performing Arts. 1996 war das und ich habe diesen Urlaub der besonderen Art sehr genossen. Auch wenn kein einziger Beatle in der Stadt war, weil zu der Zeit die Beatles Week stattfand, so habe ich wenigstens die Magical History Tour mitgemacht und ein paar Worte mit Astrid Kirchherr wechseln können. Außerdem waren wir täglich in Paul McCartneys alter Schule und haben in der jetzt dort ansässigen Pop-Schule musiziert. Das war echter Spaß. Diese Zeit hat sogar neben mir noch eine weitere populäre Gestalt hervorgebracht. Ihr Name war damals noch Judith Holfelder, die sich heute Holofernes nennt und vor einigen Jahren einen achtbaren Erfolg mit ihrer Formation Wir sind Helden erzielen konnte. Judith hat mich sogar 2003 am Buffet wieder erkannt, als sie mit ihrer Band zur Eröffnung der Popakademie in Mannheim auftrat. Weiterhin dürfte bekannt sein, dass es mir auch insbesondere die härteren Töne angetan haben. Zwar würde ich mich nicht als ausgesprochenen Freund des Heavy Metal bezeichnen, aber ab und zu macht mir solche Musik viel Freude. Auch wenn ich nicht alle Platten von Metallica besitze, gibt es doch einige Stücke, die es mir besonders angetan haben (Frantic von St. Anger gehört beispielsweise dazu). Erstaunt hat mich im Jahre 2006, dass es amerikanische Musiker gibt, die die Stilelemente der Beatles und Metallica verquicken und so ganz besondere neue Musik geschaffen haben. Damals berichtete ich bereits über Beatallica und hatte mir deren zum freien Download zur Verfügung gestellte Musik herunter geladen, die ihren Stammplatz in meiner iTunes Bibliothek gefunden hat (zu den Veränderungen kann man etwas bei Wikipedia nachlesen). Vor ein paar Tagen erhielt ich Post von Jaymz, der sich an meinen damaligen Bericht erinnerte und mich darüber informierte, dass Beatallica eine Europa-Tournee starten. U.a. treten sie auch in Hamburg auf und ich bin momentan am überlegen, ob ich nicht teilnehmen sollte. Weil Jaymz ankündigte, dass er auch zu Interviews bereitstehe, überlege ich ferner, ob ich nicht wieder ein Interview führen sollte. Mit der Hamburger Tourmanagerin habe ich bereits Kontakt aufgenommen, die mir freundlicherweise auch das obige Foto zur Verfügung gestellt hat. Wer an der Tour interessiert ist, der kann anhand der folgenden Tourneedaten feststellen, ob Jaymz, Krk, Kliff und Ringo Larz auch in seiner Nähe auftreten: BEATALLICA'S Masterful Mystery Tour - EUROPE 2009 Thu. 26.03.09 D-Lübeck Fr. 27.03.09 NL-Enschede Sat. 28.03.09 NL-Drachten Sun. 29.03.09 NL-Goes Mon. 30.03.09 B-Antwerpen Tue. 31.03.09 FR-Paris Thu. 02.04.09 D-Hamburg Wed. 08.04.09 D-Karlsruhe Thu. 09.04.09 CH-Luzern Fri. 10.04.09 CH-Zürich Sat. 11.04.09 D-Berlin Mo. 13.04.09 A-Vienna Tue. 14.04.09 HU-Budapest Wed 15.04.09. PL-Warszawa Thu 16.04.09 PL- Poznan Fri 17.04.09 PL- Kraków Sat 18.04.09 PL-Wroclaw
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#463 Musik - zwo, drei, vier!
In den vergangenen Wochen bin ich desöfteren angesprochen worden, wie ich meine Demos für die verschiedensten Zwecke erstelle. Obwohl diese Arbeit eigentlich schon in den Bereich Hexenküche gehört und darüber nicht gern gesprochen wird, habe ich heute ein kleines Beispiel vorbereitet. Anhand einer Sequenz aus acht Takten entwickele ich ein kleines Arrangement, das ich guten Gewissens zur Kategorie Disco zählen kann. Vom grundsätzlichen typischen Beat, dezent eingesetzter Percussion über Bass, Gitarren und sonstigem Firlefanz entsteht ein Loop, der sich gut hören lassen kann - finde ich. Bei der Erstellung habe ich festgestellt, dass die von Logic Studio angebotenen Bläser ziemlich gruselig klingen und sehr begrenzt vorhanden sind. Vermutlich sind nicht alle angebotenen Sektionen beim Installieren initialisiert worden. Anders kann ich mir auch nicht erklären, dass ich bei der Suche auch keine Handclaps gefunden habe.
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#462 Sail City in Bremerhaven
Auf diesem Bild ist das Atlantic Hotel Sail City in Bremerhaven zu sehen. Diesen schönen Blick auf das Hotel hatten die MixTape-Fee und ich während einer Weserfahrt von Bremen nach Bremerhaven. Bei schönstem Wetter fuhren wir von der Schlachte in Bremen bis direkt vor das Hotel. Dieses neue Wahrzeichen der Seestadt am Meer hat im vergangenen Jahr seine Pforten geöffnet und wir hatten bereits eine Reservierung für eine Nacht, die wir dort verbringen dürfen. In engem Zusammenhang steht diese Reservierung mit René, den ich vor Jahren einmal in Bremerhaven kennen gelernt habe und mit dem mich eine langjährige Zusammenarbeit im Rahmen eines E-Learning Projektes verbindet. René hat als Betreiber von Sequia vor einigen Jahren Eduworx entwickelt, mit dem er einen respektablen Einfluss auf die Entwicklung von E-Learning genommen hat. Irgendwann im Februar werden die MixTape-Fee und ich das neue Hotel direkt an der Weser testen und natürlich werde ich darüber berichten!
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#461 Basic, AmHam, macmaniacs & Dave Dee
Die heutige Überschrift lässt richtig vermuten: das, was ich im Laufe der Woche nicht bloggen und podcasten konnte, versuche ich heute logisch verknüpft meiner werten Zuhörer- und Leserschaft in verdaulichen Happen zu präsentieren. Robert Basics Blog basicthinking.de ist diese Woche für fast 50.000,-- EUR versteigert worden. Damit sollte eigentlich Ruhe in den Blogs eingekehrt sein. Doch die von den neuen Betreibern aufgeworfene Frage, wie es weitergehen soll, hat für erneutes Raunen und Diskussionsbedarf gesorgt. In dieser Frage halte ich es mit Johannes B. Kerner: "Man wird doch noch einmal fragen dürfen?!". Es schadet doch nicht zu fragen, was nicht gefällt oder was gewünscht wird. Wenn es allerdings mein Ziel wäre, ein Wünsch-Dir-was-Konzert zu geben, würde ich dem Volke aufs Maul schauen und einfach dementsprechend handeln und nicht nachfragen. Holger, der Betreiber des Podblogs macmaniacs.at und einer der ersten (erfolgreichen) Podcaster, ist in kurzer Zeit zum zweiten Mal arbeitslos geworden. Durch die Finanzkrise seien er und sein Kollege freigesetzt worden. Nicht nur, dass dies sehr ärgerlich, sondern vor allem ziemlich nervenzerrend ist und am Selbstbewusstsein nagt. An dieser Stelle wünsche ich Holger, der derzeit fleißig nach Stellen Ausschau hält und sicher für Tipps dankbar ist, viel Erfolg bei der Suche nach einer neuen Anstellung! Bei einer Soundspielerei ist mir Lustiges widerfahren, fand ich zumindest. Mit dabei war ohne sein Wissen AmHam. Schließlich gibt es Trauriges zu berichten: Dave Dee, Gründer und Mastermind der britischen Beatband Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich ist vergangene Woche gestorben. Vielen ist er vielleicht kein Begriff, aber mit seinen folkloristisch beeinflussten Popsongs (bspw. Bend it oder The Legend of Xanadu) hat er in den 60ern die Hitparaden und das Radioprogramm bereichert. Sein Hold Tight war dank meiner Eltern eines meiner ersten nachhaltigen musikalischen Erlebnisse.
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#460 basicthinking und Macworld 2009
Zettt schrieb mich gestern an und fragte, ob es diesen Januar bei musicampus eine Skype-Konferenz zur diesjährigen Macworld gebe. Er hat nämlich für sein Digitales Grundrauschen eine Besprechung aufgenommen und wollte sich abstimmen, damit es auf Apfelquak keine Überschneidungen gibt. Weil dieses Mal für mich nicht soviel Interessantes bei der Macworld dabei war, habe ich mich entschlossen, keine Konferenz einzuberufen. Das bedeutet aber nicht, dass es in der Zukunft keine weiteren Gespräche geben wird. Allerdings lasse ich es mir heute doch nicht nehmen, über den Gesundheitszustand von his Steveness zu sprechen. Dieser scheint die Aktienkursbewegungen mehr zu beeinflussen, ja sogar zu dominieren, als das Unternehmen und dessen Schaffenskraft. Das andere Thema, das mich seit Bekanntwerden beschäftigt, ist die Versteigerung des Blogs basicthinking durch Robert Basic. Nicht nur, dass fast sämtliche Printmedien darüber berichten, dass Deutschlands Topblogger sein Blog verkaufen möchte und er einen Erlös von 10.000 EUR - 100.000 EUR für realistisch hält. Vielmehr frage ich mich, ob Robert vielleicht die überall heraufbeschworenen Zeichen der Zeit erkennt: Blogs sind tot - Ok, vielleicht noch nicht ganz - aber fast. Vielleicht sieht er ein abnehmendes Interesse und hat sich gefragt, ob der mit dem Bloggen nicht zu unterschätzende Aufwand (und jeder, der sein Blog halbwegs ernsthaft betreibt, wird mich hier bestätigen können) gerechtfertigt ist. Zwar könnte man dagegen argumentieren, dass er mit seinen Werbeeinnahmen angemessen entschädigt werde. Da er diese aber nicht einmal forciert, sondern passiv gemanaged erhält, finde ich nachvollziehbar, dass man angesichts vielleicht schwindender Leser, dem ein großer Aufwand entgegensteht, ins Grübeln kommen kann. Ist vielleicht Basic ein Vorreiter, der zum Leithammel werden könnte, dem viele folgen? Robert drücke ich ganz fest die Daumen, dass er seinen Blog zu einem optimalen Preis verkauft und uns dann auf einem anderen Gebiet wieder überrascht. Vielleicht twittert er sich an die Spitze der Microblogger, wenn er diesen Platz nicht vielleicht sogar schon erklommen hat.
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#459 Frohes neues 2009
Allen musicampus Hörerinnen und Hörern wünsche ich ein frohes neues Jahr! Das Jahr 2009 beginnt heute mit einem kunterbunten Mix aus Halbinformationen und Ankündigungen von Beiträgen, die ich mir für die vergangenen Wochen vorgenommen hatte. Aus meinem so gut wie nie versiegendem Kontingent an interessanten Themen habe ich einmal die herausgefischt, die mir schon ganz lange auf der Seele brennen und über die ich zumindest einmal ansatzweise etwas loswerden möchte. Entgegen dem Trend des allgemeinen Blogschlafs und unter völliger Missachtung multimedialer Modetrends mutiere ich abermals zum Antizykliker und schreibe Beiträge in mein Blog und spreche sogar einen Podcastbeitrag. Dies könnte daran liegen, dass ich Vintage-Fan bin. Ich mag es, nicht den allerneuesten Trends hinterherzuhecheln oder - welch fürchterlicher Gedanke - sogar Trends zu setzen. Nein. Bei mir wird weiter gebloggt und gesprochen. Basta. Domain verkaufen? Nie, außer der Preis ist akzeptabel.
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Frohe Weihnachten 2008
Kurz bevor es heute gemütlich wird, melde ich mich noch einmal kurz mit dem mittlerweile schon fast traditionellen Weihnachtsbeitrag. Obwohl es offenbar schon old fashioned zu sein scheint, seine Beiträge im Blog zu veröffentlichen, ist mir dieses Medium immer noch lieber als andere, allen voran Twitter. Ich sage JA zum Blog und bleibe dabei. Auch wenn es gerade in den vergangenen drei Monaten hier sehr ruhig geworden ist und ich zwischenzeitlich mit dem Gedanken spielte, das Konzept zu ändern, denke ich, dass es ab Januar wieder mehr zu hören und zu lesen geben wird. Ich habe noch eine richtig lange Themenliste, die es aufzuarbeiten gilt. Was mir bisher sehr imponiert hat: obwohl sich die Zahl der Beiträge drastisch reduziert hat, scheinen mir die Leser und Hörer die Stange zu halten. Offensichtlich werden meine Podcastbeiträge zur Zeit nur ca. wöchentlich abgerufen, aber insgesamt ist musicampus wohl noch genauso interessant wie vor einem Jahr. Daher bedanke ich mich bei allen Lesern, Zuhörern, Kommentatoren und all denjenigen, die ich im vergangenen Jahr persönlich kennenlernen durfte, und die meine Beiträge regelmäßig und kritisch verfolgen. Sowohl Podcaster, Blogger als auch vor allem Leser und Zuhörer tragen dazu bei, dass musicampus eine Chance bekommt, sich weiterzuentwickeln. Ich wünsche Euch ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes und zufriedenes neues Jahr! Euer Thomas
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Olaf Satzer: Drum Play-alongs für Kids
Letztes Jahr habe ich Euch Olaf Satzer vorgestellt, der mit einem neuen Konzept die Methode des Schlagzeuglernens neu definierte. Mit seiner zweibändigen Schlagzeugschule Kräsch, Bum, Bäng wendet er sich an Kinder, um ihnen den Weg zur Musik und zum Rhythmus zu erleichtern. Anfang dieses Jahres gab es ein weiteres Werk aus Olafs Feder, das allerdings nicht zur Reihe Kräsch, Bum, Bäng gehörte. Nun überraschte mich Olaf mit seinem neuen Lehrbuch Drum Play-alongs für Kids aus der angesprochenen Reihe. Er greift hier sein entwickeltes Konzept wieder auf, Kindern leicht verständlich das Schlagzeugspiel beizubringen. In Ergänzung zu den ersten beiden Bänden bringt er in den Play-alongs - nomen est omen - die Schüler dem Ziel näher, mit anderen Musikern zusammenzuspielen. Dazu hat er seinem Buch eine CD beigefügt, auf der acht fetzige Lieder für Kids enthalten sind, die von richtigen Profimusikern aufgenommen wurden. Die Lieder sind zweimal vorhanden: einmal mit Schlagzeug zum anhören, wie sie klingen sollen und dann als Version ohne Schlagzeug, damit der junge Trommler seiner Kreativität freien Lauf lassen und mitspielen kann. Olaf verfolgt auch hier wieder konsequent seinen Ansatz, die Schüler langsam an die große Aufgabe heranzuführen, so dass vor jedem Play-along Übungen zur Vorbereitung gespielt werden können. Gut gefällt mir wieder einmal die kindgerechte Aufbereitung, ohne dass Olaf dabei vergisst, die wichtigen Dinge anzusprechen, die für jeden Musiker grundlegend wichtig sind. So erklärt er den Aufbau eines Liedes, macht die Wichtigkeit des Tempohaltens deutlich und beschreibt die fundamentale Aufgabe des Trommlers in einer Band.
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Post von der Apfelnase
Ende der vergangenen Woche habe ich nicht schlecht gestaunt, als in meinem Briefkasten Post von der Apfelnase zu finden war. Mit dieser Überraschung habe ich, wie von Stefan vermutet, nicht gerechnet. Ansonsten könnte man vermutlich den dem Brief beigefügten Button mit der Apfelnase auch nicht als Überraschung betrachten. Streng limitiert mit einer Auflage von 25 Stück gingen rund 60% der Buttons auf Reise und erreichten unter anderen Ad, Christoph oder Jürgen. Die verbliebenen 40% sind zum Teil einbehalten oder Teil einer schönen Aktion geworden, an der Interessierte noch bis zum 24.12.08 teilnehmen können. Mir gefallen diese Aktionen und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man als Initiator sehr zufrieden ist, wenn die Aktionen auf positives Echo stoßen. Stefan entwickelt sich derzeit zum Mastermind des Guerillamarketing und wir dürfen auf weitere interessante Einfälle eines arg gebeutelten Borussenfans gespannt sein.
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Retro: Sharp IQ-8100M multilingual und Palm Vx
Vor einer Woche hat Christoph verkündet, dass er sich ein neues kleines Helferlein zugelegt hat. Für seine Zwecke hat er sich den PSION 5MX PRO bei Ebay ersteigert. Vielen dürfte dieses Gerät noch von Jeopardy! bekannt sein, die dort, glaube ich, als Trostpreise herhalten mussten. Computertechnisch bin ich nicht nur unbedarft, sondern auch recht unbefleckt. Nachdem ich mir 1985 einen Commodore C64 gekauft habe (mit Datasette), habe ich erste Gehversuche mit dem PC Anfang der 90er Jahre gemacht. Zunächst auf einem uralten 286er und dann auf einem 1994 selbst erstandenen 486er mit sagenhaften 8MB RAM (damals war 4MB Standard) und einer 1MB Grafikkarte sowie einer 520MB Festplatte. Zwischen 286er und 486er, es muss zwischen 1992 und 1993 gewesen sein, kaufte ich mir diesen kleinen Organizer von Sharp, in dem ich meine Termine und Adressen verwaltete. Zudem konnte ich Notizen schreiben. Eine zusätzliches Feature war die Wörterbuchkarte, die ca. 20.000 englische Vokabeln umfasste. Ein für seine Zeit super Gerät. Nur konnte ich die Daten nicht sichern oder syncen (lt. Beschreibung konnte man sogar nur dumpen). Weil mir der entsprechende Rechner fehlte, habe ich als Backup die wichtigsten Termine in einen handelsüblichen Wochenkalender und meine Adresse in mein Filofax (sowas hatte man damals) geschrieben. Im Dezember 2000 gab es dann den nächsten Meilenstein der Datenorganisation in Form eines Palm Vx, mit dem ich lange geliebäugelt und den ich als Gemeinschaftsgeschenk von meinen Freunden zum 30. Geburtstag bekam. Ein genialer Handheld, der nicht nur optisch den heute gängigen Palm-Modellen immer noch weitaus überlegen ist, sondern auch trotz seiner für heutige Verhältnisse mageren 8MB Speicher keine Wünsche offen lässt, was das Organisieren von Terminen, Adressen und Notizen betrifft. Leider habe ich es nie geschafft, den Syncvorgang zwischen Palm-Conduit und Mac über eine parallel-USB-Schnittstelle durchzuführen. So hatte ich ab 2004 wieder eine Insellösung, die ich mit sporadischen Datensicherungen am Arbeitsrechner mehr oder weniger komfortabel überstand. Erst Anfang 2008 habe ich mich entschieden, einen iPod Touch zu kaufen, nachdem ich zwischenzeitlich über den iPod 5G zumindest meine Adressen und Termine sichtbar machen konnte. Ziemlich enttäuscht war ich, dass bei Einführung des iPod Touch zunächst auch die Kalenderfunktion nur passiv zu nutzen war. Glücklicherweise hatte Apple ein Einsehen und seit einem guten Dreivierteljahr möchte ich meinen neuen Organizer nicht mehr missen. Ein schöner Nebeneffekt ist übrigens, dass er auch Musik spielt.
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#458 Leinwandfoto Experiment
Vor einigen Wochen hat mich Sandra Ratkovic auf den Dienst Leinwandfoto aufmerksam gemacht und gefragt, ob ich nicht einmal Lust hätte, diesen Dienst zu testen. Da musste ich nicht lange überlegen und habe spontan zugesagt. Leinwandfoto ist ein Dienst, bei dem man seine Fotos auf Leinwand ausdrucken kann. Bisher war mir gar nicht bewusst, dass man neben Gemälden auch Fotos auf Leinwand ziehen kann. Einmal auf Leinen fixiert, wird das Tuch dann fest auf einen Rahmen gespannt und man bekommt ein schönes strukturiertes Foto, das beim Betrachten ziemlich edel aussieht. Gemeinsam mit der MixTape-Fee habe ich nach einem schönen Motiv gesucht, das unsere gerade erworbene Garderobe noch aufwerten kann. Nach einer wider Erwarten etwas längeren und mühseligen Suche haben wir uns für eine Ansicht von Helgoland entschieden, die wir von einem Börteboot aus bei einer Inselrundfahrt fotografiert haben. Über ein sehr einfach gehaltenes und intuitives Benutzermenü konnten wir via Internet das vorbereitete Foto hochladen und das für uns geeignete Format auswählen. Nach Angabe der Adressdaten schickten wir den Auftrag ab und bereits nach drei Tagen erhielten wir das Bild. Eingepackt in Karton und geschützt durch eine süchtig machende Blisterfolie mit tausenden kleinen kugelförmigen Luftkammern - nach ca. zehn zerdrückten Kammern nahm mir die MixTape-Fee mein neues Spielzeug weg - ist es weitestgehend unwahrscheinlich, dass ein Bild beim Versand unter Voraussetzung einer üblichen Handhabung zerstört werden kann. Das Bild ist toll geworden. Eine durch nicht hundertprozentiges Fokussieren bedingte sehr leichte Unschärfe fällt kaum ins Gewicht und ist vor allem nicht dem Dienst anzulasten. Wir sind überzeugt und freuen uns, dass wir nun das noch fehlende i-Tüpfelchen für die Garderobe gefunden haben.
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macventure für Kinderkrebshilfe
Stefan Mörkels ist für seine spektakulären Aktionen im Internet bekannt. Nach Blogfield und dem Kochbuchstöckchen hat er vor etwas mehr als einer Woche eine Versteigerung der besonderen Art ins Leben gerufen. Er bietet seine Domain macventure.de gegen das Höchste Gebot zum Verkauf an. Den Erlös spendet er der Kinderkrebshilfe. Bisher sind bereits 200 EUR als Höchsgebot zu verzeichnen. Auch wenn ich dieses Mal ein bißchen spät in die Bekanntmachung der Aktion einsteige, besteht doch immer noch die Möglichkeit, bis zum 14.12.08 ein Gebot einzureichen. Wem die Domain macventure.de bekannt vorkommen sollte, dem kann auf die Sprünge geholfen werden: im Oktober 2007 bat mich Stefan, Torfrock zu fragen, ihn bei der Entscheidung für seine künftige Domain zu unterstützen. Er konnte sich damals nicht zwischen apfelnase.de und macventure.de entscheiden. Torfrock fanden spontan apfelnase.de witziger und diese Stellungnahme könnte das Zünglein an der Waage gewesen sein, dass Stefan nun ein Jahr später macventure.de für einen guten Zweck versteigert. Übrigens hat sich Stefan nach einem kurzen Podcastintermezzo als feste Größe beim Digitalen Grundrauschen etabliert. Sehr hörenswert, nicht nur für Mac User!
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#457 AC/DC, Guns N'Roses und Brian Wilson
Alle Jahre wieder veröffentlichen Musiker ihre Werke bevorzugt im Herbst, um von der Kauflust im Weihnachtsgeschäft zu profitieren. So eröffneten Metallica mit Death Magnetic den Reigen der Künstler, die für mich interessant sind. Dieses ziemlich gute, wenn auch sehr anstrengende Album hat mein Herz zwar nicht im Sturm erobert, findet aber seinen Platz im Regal dort, wo ich oft hingreifen werde. Zur Entspannung eignet sich hervorragend That Lucky Old Sun von Brian Wilson. Dieses Konzeptalbum ist vom ersten bis zum letzten Lied stimmig und überrascht mit seinen Wendungen und Arrangements. Vor allem ist es recht kurz gehalten, was ich bei Alben grundsätzlich begrüße. Wenn ich es mir recht überlege, werde ich noch Pacific Ocean Blue seines Bruders Dennis auf meinen Wunschzettel schreiben. Der Nasendackel berichtete darüber und war sehr begeistert. Das neue Album Black Ice von AC/DC ist nicht nur seit langem wieder ein sehnsüchtig von den Fans erwartetes, sondern ein überaus gutes dazu. Das, was die Young Brüder mit ihren Mannen als Binärcode gebannt haben, ist einerseits nicht überraschend, da es ihrem Stil entspricht. Andererseits erstaunt es mich immer wieder, dass sie von irgendwoher neue Riffs zaubern, mit denen sie brachial die Lautsprecher malträtieren. Ein absolutes Muss nicht nur für eingeschworene AC/DC Fans. Über die Veröffentlichung von Chinese Democracy von Guns N'Roses wurde bereits in einigen von mir gelesenen Blogs geschrieben und ausführlich diskutiert. Grundsätzlich stoße auch ich ins gleiche Horn wie der Nasendackel und die Apfelnase. Einerseits gefällt mir das seit ca. 15 Jahren erwartete Album gut, weil es wider Erwarten doch ein echtes Guns N'Roses Werk geworden ist. Andererseits klingen die Arrangements manchmal (wie auf Use Your Illusion) gewollt und nicht gekonnt. Nicht, dass sie schlecht klängen, aber ohne Slashs besonderen Stil und Duffs und Matts konzertierter Rhythmusarbeit klingt es eben nicht nach 100%ig nach Guns N'Roses. Dennoch haben Axl und Dizzy ganze Arbeit geleistet und eine Platte produziert, die mit Sicherheit besser ist als man erwartet hat. Und bei einigen Songs kommt dann doch die Wehmut auf, die man aus Estranged oder November Rain kennt. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass von den bisherigen Veröffentlichungen noch keine Enttäuschung dabei ist und ich endlich wieder Hörstoff habe. Als Meldungen habe ich noch folgendes: Ohrenfeindt sind am 12.12.08 im Pier 2 als Anheizer für Torfrock, die wieder ihre Bagaluten Wiehnacht feiern. Am 30.11. spielen Motörhead im Pier 2. Norbert Hayduk, der gemeinsam mit seiner Frau Susanne den Bremer Kulturlabskaus präsentiert, eröffnet am 30.11. im Bremer Kulturzentrum Schlachthof seine Ausstellung. Susannes Ausstellung Weinimpressionen läuft noch bis zum 31.12.08 im Vivo lo Vin, Duckwitzstraße 54-56. Die Öffnungszeiten sind: Di-Fr 15-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr.
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#456 Audiokommentar - wie war das noch?
Nach einer etwas längeren Pause geht es heute weiter mit der Saga um das Prüfungstagebuch. Etwas Gutes hat es ja, wenn man nicht zum Bloggen oder Erstellen einer neuen Podcastfolge kommt. Es ereignen sich Dinge ganz automatisch, die neuen Stoff für Podcasts bringen. So auch in den vergangenen Wochen. Neben neuen Buchveröffentlichungen gab es Jubiläen, neue CDs altbekannter Künstler und unglaubliche Zugriffsraten auf meine Seite, während woanders erneut über schwindende Bloggeraktivitäten berichtet wird. Nun hat sich Axel, Fan der ersten MacGyver-Stunde, bei mir gemeldet. Zunächst hat er sich bedankt, dass das Buch eingetroffen ist, und hat dann einen Audiokommentar geschickt. Darüber habe ich mich total gefreut, denn ich hatte schon fast verdrängt, dass es dieses Mittel der kommunikativen Interaktion gibt. Viel zu selten sind die gesprochenen und aufgenommenen Beiträge von Hörern oder anderen Podcastern geworden, die in den eigenen Beitrag integriert werden. Gern erinnere ich mich an die Rubriken MixTape Geschichten oder Meckerpod, die zum Anlass genommen wurde, selbst seinen Teil zum Thema beizusteuern. Es war sogar mal richtig Mode, Audiokommentare zu produzieren und zu versenden. Nicht nur als Marketingmittel, um seinen eigenen Podcast bekannter zu machen, sondern einfach, um einem Podcaster zum Geburtstag oder zum Jubiläum zu gratulieren, seine Meinung zu äußern oder, wie im Falle des Meckerpod, um einfach mal richtig Dampf abzulassen. Allerdings muss ich mir hier kräftig an die eigene Nase fassen. Habe ich vor ein paar Jahren noch recht viele Kommentare verschickt, ist es ziemlich ruhig bei mir geworden. Vielleicht fange ich einfach mal an und verschicke ein paar Kommentare an den bauenden Ad, den Axl hörenden Nasendackel, den lieben Oli, den towershaking AmHam oder an den sich selbst findenden Macoholic. Auf jeden Fall gilt der Dank Axel, der nun hoffentlich bald seinen eigenen Podcast aus dem Boden stampft!
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#455 Daniel Bopf: Mein Prüfungstagebuch
Vor so ziemlich genau zwei Jahren begann mit der Kategorie Mein DA-Tagebuch ein interessantes Kapitel auf musicampus. Daniel Bopf, damals noch Student des FB02 Wirtschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen, hat unter seinem Pseudonym Chief-Tucker ein satirisches Tagebuch im Forum der Fachschaft geschrieben. Ursprünglich war diese Form des Tagebuchs nur aus einer Laune heraus als Spaß gedacht. Aber seine Ausführungen entwickelten sich zu einem Selbstläufer ungeahnten Maßes, der von den StudentInnen damals geradezu verschlungen wurde. Innerhalb weniger Einträge avancierten die Erlebnisse zum Kult und waren Thema Nr. 1 für Campus-Gespräche unter den StudentInnen, WiMis bis hin zu den Professoren. Irgendwann kamen wir darauf, dass die Erlebnisse gesprochen und als Podcast veröffentlicht werden könnten. So entstand Anfang November die 17-teilige Reihe "Mein DA-Tagebuch", die mit der Auflösung des Weihnachtsrätselpott im Januar 2007 ihren Abschluss fand. Damals eröffnete mir Daniel, dass er plane, sein Tagebuch als richtiges Buch aufzulegen. Durch sein Verlassen der Uni, das mit dem Eintritt in das harte Berufsleben verbunden war sowie durch meinen Wegzug aus Gießen, war ich lange nicht auf dem neuesten Stand. Zufällig erfuhr ich von der Veröffentlichung im September, so dass ich Daniel sogleich kontaktierte und nachfragte. Tatsächlich: Sein Buch "Mein Prüfungstagebuch - Eine Satire über das Leben an der Universität" ist fertig und beim einschlägigen Online-Händler käuflich zu erwerben. Das Beste kommt noch. Nur wenige Tage nach seiner E-Mail Auskunft, erhielt ich von Daniel zwei signierte Exemplare. Eines für mich und eines für einen von uns beiden geschätzten Leser. Wer vor dem Kauf noch einmal nachhören möchte, wovon ich hier schreibe, weil er oder sie meinen Podcast noch nicht so lange verfolgt, bekommt unter der Kategorie Mein DA-Tagebuch dazu die Möglichkeit!
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#454 Freimarkt Bremen
Weil ich seit 2001 in Mittelhessen gewohnt habe, war es mir leider immer nur sporadisch möglich, den Bremer Freimarkt zu genießen. Das größte norddeutsche Volksfest übt in der Region auf die Bevölkerung einen ganz besonderen Reiz aus und so ist es nicht verwunderlich, dass sich auch in diesem Jahr Menschenmassen ihren Weg über die Bürgerweide bahnten. Dieses Jahr habe ich den Freimarkt oft besucht, um mir die Besonderheiten, die er mit sich bringt, zu genießen. Neben den obligatorischen Maronen ist es vor allem die Pferdewurst, die es mir angetan hat. Ohne eine Curry Krakauer aus Pferdefleisch genossen zu haben, verlasse ich den Freimarkt nicht. So auch gestern. Mit meinen Eltern, meinem Bruder, meiner Nichte und natürlich mit der MixTape-Fee ging es nachmittags mit dem Zug zum Bremer Hauptbahnof, wo wir uns der Menschenmenge anschlossen, um kurze Zeit später auf dem Volksfest zu sein. Die erste Überraschung folgte schon bald, als mein Bruder und die MixTape-Fee beschlossen, gemeinsam mit der Achterbahn mit fünffachem Looping zu fahren. Weil mir solche Fahrgeschäfte gar nicht gefallen, habe ich meine Nichte auf den Arm genommen und geschaut, wie ihr Vater mit meiner Frau hilflos den G-Kräften ausgesetzt waren. Leicht benommen haben sie den Höllenritt ansonsten recht gut überstanden. Besonders schön war es zu sehen, wie sich meine kleine Nichte über das Fahren in den Karussells gefreut hat. Das war für sie das größte Erlebnis gestern. Sie fuhr Motorrad, Hot Rod und Sportwagen. Dabei lenkte sie pflichtbewusst die Fahrzeuge über die Schienenbahn und ließ sich ab und zu durch heftiges Zurufen zum Winken überreden. Außerdem hatte sie unglaubliches Glück, dass sie von zwei Herrengruppen einen Teddy und eine Stoffbiene geschenkt bekam, die die Männer gewonnen und für die sie keine Verwendung hatten. Leider begann es kurze Zeit später unaufhörlich zu regnen, was das Vergnügen etwas einschränkte und nachdem die Jacken durchnässt waren, uns frieren ließ. So verließen wir den Ort der Ungastlichkeit bereits nach einer Runde, um zuhause in der warmen Wohnung noch gemeinsam bei einem Kaffee den Tag ausklingen zu lassen. In der Episode gibt es noch einen Hinweis über den zunächst erst einmal eingeschränkten Fortgang des Podcasts. Außerdem ist Axel, ein begeisterter Zuhörer er ersten Stunde und Gewinner des Mein DA-Tagebuch-Wettbewerbs, nach einiger Zeit der Internetabstinenz wieder dabei. Herzlich Willkommen zurück, Axel!
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#453 Young@Heart in der Gondel Bremen
Eher skeptisch machte ich mich gestern mit der MixTape-Fee auf den Weg, um den Film Young@Heart im Bremer Filmkunsttheater Gondel anzuschauen. Grund für dieses besondere Kinoereignis war eine Initiative der dot-friends, die mich fragten, ob ich mir nicht einmal diesen Film anschauen möchte, um darüber zu berichten. Weil der Film etwas mit Musik zu tun hat und außerdem offenbar den Anspruch erhebt, besonders künstlerisch wertvoll zu sein, wagten wir dieses Experiment und schauten uns einen Film an, von dem und über den wir im Vorfeld noch überhaupt nichts gehört haben. In diesem Falle haben wir riesiges Glück gehabt, denn wir durften einen ganz außergewöhnlichen Film genießen, der trotz seiner knapp zwei Stunden Dauer viel zu schnell vorbei war. Ohne den Inhalt vorweg nehmen zu wollen, handelt es sich bei diesem Film um eine Reportage über einen Chor aus mindestens 70jährigen, die teilweise im Originalton mit (teilweise nicht sehr gelungenen) übersetzten Untertiteln produziert wurde. Hierbei handelt es sich um den Chor Young@Heart aus Northampton, Massachusetts. Das Besondere an diesem Chor ist, dass er Rocksongs singt. Von Purple Haze von Jimi Hendrix bis Fix you von Coldplay verfügt der Chor über ein erstaunliches Repertoire, das zumindest mich sehr positiv überrascht hat, weil es so ungewöhnlich ist. Allein die Anfangssequenz, in der die 92jährige Eileen Hall Should I stay or should I go singt, ist ein vorweggenommener Höhepunkt des Films, weil nicht nur die Kraft erstaunlich ist, mit der die Dame das Lied interpretiert, sondern auch der Inhalt des Songs einen ganz neuen Sinn erfährt. Während The Clash über eine Beziehung singen, manifestiert sich hier bereits der für den Film wichtige rote Faden des Umgangs mit dem Lebensabend, den damit einhergehenden Zipperlein und natürlich mit dem auch im Film allgegenwärtigen Tod. In diesem Zusammenhang ist mein persönlicher Favorit die hier leicht zynisch wirkende Interpretation von I wanna be sedated (im Original von den Ramones). In der Reportage werden sieben Wochen Vorbereitung auf ein Konzert gezeigt und der Prozess des Einstudierens neuen Liedmaterials vom ersten Kennenlernen bis zum Auftritt verdeutlicht. Dabei werden neben den Schwierigkeiten, die mit der Annäherung an die Songs und deren Umsetzung entstehen, auch einige Mitglieder des Chors und deren Beziehungen untereinander näher beleuchtet. Fragte ich mich zu Beginn des Films noch, wie die Anfangssequenz zu toppen sei, ohne dass die Protagonisten der Lächerlichkeit preisgegeben werden, schaffte es der Regisseur Stephen Walker, eine sensible Studie über das Altsein mit seinen Freuden zu zeichnen und bewies einmal mehr, dass auch alte Menschen noch Ziele im Leben haben und diese sogar unter Einsatz ihrer gesundheitlichen Kräfte entgegen des Rats der Ärzte und der Verwandten verfolgen. Mir hat der Film sehr viel Spaß gemacht, weil er unterhaltend war, zum Nachdenken anregte und sich gegen den allgegenwärtigen Jungendwahn stellt, indem er zeigt, dass das Älterwerden nicht bedeuten muss, dass wir ab einem gewissen Zeitpunkt passiv dem Lebensende entgegen vegetieren müssen. Eine (fast) vergessene Generation wird in den Fokus gestellt und dem Zuschauer weder romantisierend noch verklärend klargemacht, dass da noch was geht. dot-friends.com Review
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#452 PAULSREKORDER
Obwohl ich es eigentlich nicht wollte, habe ich mir Anfang des Jahres wieder einmal den Bundesvision Song Contest von und mit Stefan Raab angeschaut. Letztlich war es eine gute Entscheidung. Nicht, weil ich vom Konzept oder den musikalischen Darbietungen überzeugt restlos gewesen wäre, aber als ich den von mir mit Interesse erwarteten Bremer Beitrag von PAULSREKORDER angeschaut habe, erkannte ich einen ehemaligen Arbeitskollegen. Dieser arbeitet seit ich ihn kenne beständig an seiner musikalischen Karriere und es freute mich, dass er mir nun von der Bühne in mein Wohnzimmer schauen konnte. Weil es mich über diesen Auftritt hinaus interessierte, wie es ihm in der vergangenen Zeit ergangen ist, rief ich ihn kurzerhand an und wir tauschten uns in einem längeren Telefonat aus. Dabei eröffnete er mir, dass das aktuelle Album Hier und oben von PAULSREKORDER bald fertig sei und fragte, ob ich Interesse hätte, einmal hineinzuhören. Außerdem verabredeten wir uns zu einem Interview, das dann bei musicampus online gestellt werden könnte. Weil der Sommer schneller vorüber ging als geplant und dieser sowohl für die Band als auch für mich voller Termine war, kontaktierte ich Kai zum Herbst erneut aus und schon bald fand ich das niegelnagelneue Album, das seit dem 19.09.2008 im Handel ist, bei mir im Briefkasten. Es macht Spaß, dieser Band zuzuhören. Zugegebener Maßen wäre ich wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, mir deren Platte anzuhören, wenn ich nicht Kai kennen würde. Aber ich müsste dann auch zugeben, dass mir ein besonderes Erlebnis entgangen wäre. Bei PAULSREKORDER handelt es sich nämlich tatsächlich um eine gewachsene Band, deren Ursprung dem Begriff Independant zuzuordnen wäre, die sich entschloss, deutsche Texte zu verwenden und Elemente aus den 80er Jahren, insbesondere der Neuen Deutschen Welle, einfließen zu lassen. Letzteres ist insoweit erstaunlich, als dass die Musiker noch so jung sein dürften, dass sie die NDW höchstens im Kindesalter miterlebt haben können. Sie schaffen es, die für deutsche Texter zu oft überstrapazierten Eckpunkte Belanglosigkeit, Betroffenheit und Missionierungsdrang einfach zu umgehen, indem sie kleine, wenn auch manchmal kryptische, Geschichten mit viel Esprit erzählen und so den Zuhörer nicht nur durch ihre Musik fesseln. Insgesamt lohnt es sich, einen Blick auf diese Band zu werfen und sich die Schnippsel auf deren Myspace Seite anzuhören.
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MacBook im re:store in der Waterfront Bremen
Dienstag wurden das neue MacBook und das neue MacBook Pro vorgestellt und nachdem der Apple Store nach guter Tradition sein Pforten vorübergehend geschlossen hat, um die Produktpalette auf den neuesten Stand zu bringen, wurde zunächst angekündigt, dass das MacBook erst nach sieben Geschäftstagen versendet werden könne. Obwohl ich der Vorstellung am Dienstag nicht beiwohnen konnte, war ich doch recht schnell über den neuesten Stand informiert und war trotz der fehlenden FireWire-Schnittstelle sofort überzeugt vom neuen MacBook. Am Samstag bot sich ein Besuch in der Waterfront in Bremen (ich berichtete) an, einen Blick in den dort ansässigen re:store zu werfen. Tatsächlich, so verkündete mir ein freundlicher Mitarbeiter, sei am Morgen (genau) ein MacBook zur Ansicht geliefert worden. Nicht ohne Stolz führte er mich zum Ausstellungsstück und zeigte mir den neuesten Wurf aus Cupertinos Ideenschmiede. Das Aluminiumgehäuse fühlt sich sehr gut an (in etwa so wie mein PowerBook 12" G4), ist aber wie bekannt aus einem Guss - zumindest die Oberseite. Auch das Display mit der Glasoberfläche und dem abgerundeten Oberteil sieht sehr edel aus und greift die neue Designlinie des iMac auf. Dabei störte mich im hell erleuchteten Shop der Glossy-Bildschirm überhaupt nicht. Das Touchpad wirkt gar nicht so, als sei es aus Glas und überrascht dadurch, dass es komplett klickbar ist. Die Gesten zur Steuerung haben sich mir beim ersten Testen noch nicht erschlossen, aber der Mitarbeiter ging schon recht versiert mit der Fingertechnik um und zeigte, wie intuitiv das Touchpad zu bedienen ist. Mein erster Gedanke beim Anblick dieses Notebooks war, dass es eigentlich an der Zeit sei, mein kleines PowerBook 12" G4 in den mehr als verdienten Ruhestand zu schicken, um der neuen Generation die Möglichkeit zu geben, sich beweisen zu können. Lediglich der in meinen Augen bestimmt gerechtfertigte Preis von mindestens 1.199,-- EUR hielt mich von einer spontanen Kaufentscheidung ab.
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#451 Bernd Rinser
Vor gut einem Jahr kontaktierte mich Bernd Rinser anlässlich der Fertigstellung seines damalig neuen Albums Peace of Mind, um mit mir darüber zu sprechen. Durch den Umzug von Gießen nach Bremen und terminlichen Schwierigkeiten blieben wir zwar in Kontakt, haben es aber nicht geschafft, näher über sein Werk zu sprechen. Nun schrieb mich Bernd vor einigen Wochen wieder an und verkündete, dass am 10.10.08 sein brandneues Album Southern Swamp Impressions veröffentlicht werde. Auf seine Nachfrage, ob ich Interesse an einem Vorabexemplar zur Rezension habe, konnte ich gar nicht anders als zuzustimmen. Ein paar Tage später lag die CD in meinem Briefkasten und auch das Vorgängerwerk Peace of Mind war dem Brief beigefügt, was mich sehr freute. Der erste Höreindruck war überraschend: nicht mit einer Brachialnummer, die die Aufmerksamkeit des Zuhörers erregen und halten soll, beginnt Southern Swamp Impressions, sondern mit einer musikalischen Entschleunigung, die unmittelbar in den Song Struck by Love übergeht. Mit diesem Song beginnt eine Entdeckungsreise, die insgesamt 12 Songs umfasst. Was mich neben der besonderen Stimme Bernd Rinsers, die teilweise der Tom Waits nicht unähnlich ist und mit ihren nuscheligen Nuancen nie die durchdachten Texte unverständlich macht, beeindruckt hat, ist die Symbiose verschiedener Stilarten. Obwohl der Blues nie ganz in den Hintergrund rückt und unverkennbar ein wichtiges Gerüst für die Songs ist, bereichern Einflüsse aus der Countrymusic, Bluegrass und Southern Rock den Gesamteindruck. Vielleicht sind es auch die akzentuierten Arrangements der Songs, die den Hörer durch die Reise tragen und kein Sättigungsgefühl aufkommen lassen. Bei Turn Off The Tap fühlte ich mich unwillkürlich an Stripped von den Rolling Stones erinnert, das damals zeigen sollte, wie die Ewigrocker vor Beginn ihrer Karriere klangen, als sie gemeinsam mit Alexis Korner den Blues in England aufleben ließen. Der Mix ergibt etwas Neues, das Bernd Rinser Rootsmusik und Rootsrock zuordnet. Mich hat die Musik überrascht und insgesamt hat mich das Album auf Anhieb überzeugt. Jeder, der diese Art von Musik mag, sollte sich die Samples seines Vorgängeralbums Peace of Mind anhören und nach Möglichkeit in eines seiner Konzerte gehen. Sollte Bernd nach Bremen kommen und es sich einrichten lassen, werde ich dabei sein. Zum Schluss noch ein Aufruf: Bernd Rinser wurde 2006 eine wertvolle Gitarre gestohlen. Einzelheiten könnt Ihr dem Suchflyer entnehmen. Bei sachdienlichen Hinweisen meldet Euch bitte bei ihm. +++ UPDATE +++ Heute kontaktierte mich Bernd Rinser und bedankte sich für diesen Artikel. Dabei machte er mich darauf aufmerksam, dass ich mich bei der Zuordnung der Veröffentlichungen vertan habe. Das nehme ich natürlich gern zum Anlass, den Inhalt richtig zu stellen: Bernd schrieb mich damals an, um mir die Besprechung seines Albums Peace of Mind anzutragen. Es war nicht das von mir in der Episode genannte Album Got You. Mittlerweile habe ich die falsche Zuordnung im Beitrag korrigiert. Ferner macht er mich darauf aufmerksam, dass das Album Got You im kommenden Jahr erscheinen wird. Fotos: Nils Harder (farbig) und Christoph Rublack (s/w)
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Fotos von Ohrenfeindt im Moments
Als ich am 26.09.2008 im Moments auf den Auftritt von Ohrenfeindt wartete, stand neben mir ein Mann, der sich später als Martin, genannt AzA, Kessels vorstellte. Er ist Fotograf und Inhaber von Sepia-Photo. Mit Zustimmung von Ohrenfeindt hat er mir einige seiner Fotos des Konzerts zur Verfügung gestellt und mir gestattet, sie Euch zu zeigen. So setzte ich mich also hin und dampfte die Originalfotos auf eine internettaugliche Größe zusammen und habe Euch diese kleine Galerie per Lightview vorbereitet. Diese Spielerei macht nicht nur richtig etwas her, sondern vereinfacht das Einstellen und das Ansehen ungemein, wie ich finde. Sobald Ihr auf das Foto links klickt, öffnet sich die Betrachtungsebene und damit sind einige seiner sehr gelungene Fotos anzuschauen. AzA und ich hatten die Gelegenheit, kurz miteinander zu sprechen und er hat mir grob umrissen beschrieben, was er als Fotograf schon gemacht hat und für welche Aufträge er zu buchen ist. Weil ich manchmal recht vergesslich bin und an dem Abend noch das Interview mit den Musikern bevorstand, was die Vergesslichkeit begünstigen könnte, habe ich ihn gebeten, mir ein bisschen Infomaterial zu schicken. Er gab mir seine Visitenkarte und ich habe ihn noch nachts angeschrieben, um ihm meine Kontaktdaten zu übermitteln. Umgehend erhielt ich die Fotos sowie die Informationen über ihn, so dass auch alle diejenigen, die im Raum Bremen einen Fotografen benötigen, sich seine Flyer ansehen sollten. Klickt einfach auf das linksstehende Bild. Fotos: Martin AzA Kessels
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Reisestöckchen | Duisburg
Ganz langsam und gemächlich nimmt das verlorene Reisestöckchen Fahrt auf. Nachdem ich es im Juli per gelber Post auf den Weg brachte und es südlich von Hannover spurlos verschwand, tauchte es urplötzlich am Strand von Kalifornien wieder auf. Dieses unvermittelte Auftauchen sorgte für einigen Wirbel in den Kommentaren. Aber genauso spektakulär, wie es erschien, so verschwand es auch wieder. Nun sind einige Wochen vergangen und jetzt gibt es wieder ein Lebenszeichen meiner kleinen Tänzerin. Sie fand den Weg zurück über den Atlantik und zeigt sich in Duisburg. René ist es gelungen, rechtzeitig ein Foto zu schießen, so dass dieses unvermittelte Erscheinen dokumentiert werden konnte. Dafür vielen Dank, René! Warten wir also ab, wann und wo sich die kleine Tänzerin wieder zeigen wird. Wer nachhelfen möchte, kann sich gerne bedienen.
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#450 Ohrenfeindt Interview im Moments
Gestern fand das Auftaktkonzert einer Minitournee von Ohrenfeindt im Bremer Moments statt. Die MixTape-Fee, mein Bruder und ich machten uns mit der Straßenbahn auf den Weg ins Viertel und schon kurz bevor wir das Moments erreichten, sahen wir eine Menschentraube, die auf den Einlass wartete. Derweil war das Rolltor noch geschlossen und beim Vorbeigehen hörten wir noch die letzten Klänge des Soundcheck. Um uns die Wartezeit zu verkürzen, spazierten wir noch durch Bremens berühmte Szenemeile und mein Bruder stillte seinen Hunger mit dem wohl schärfsten Döner Kebap, den er je gegessen hat. Weil sich das Restaurant unmittelbar neben dem Ort des Konzerts befindet, konnten wir beobachten, wie sich immer mehr Fans den Weg in den Saal bahnten. Die meisten trugen Ohrenfeindt Shirts oder Mützen und lange Haare und/oder Lederjacken. Als wir uns den Weg ins Innere des Moments erkämpft und einen geeigneten Platz gefunden hatten, schlugen uns wabernde Wellen echten Männerschweißes entgegen, die durch das Aroma Bremens bekanntester Hopfenkaltschale veredelt wurden. Der sonst typische Geruch frischen Zigarettenrauches blieb jedem Nichtraucher erspart. Obwohl ich eigentlich vermutet habe, dass die Musik von Ohrenfeindt vornehmlich den Geschmack männlicher Liebhaber des Vollgasrock treffen würde, waren eine Menge Mädchen und Frauen anwesend. Gegen 21:30 Uhr betrat das Hamburger Power-Trio die Bühne und entfachte mit den ersten Songs ein regelrechtes Feuerwerk. Aus allen drei verfügbaren Alben wurden Werke dargeboten und auch zwei mir bis dato völlig unbekannte Stücke fanden Eingang in die Setlist. Während das Publikum am Anfang noch recht hanseatisch zurückhaltend seiner Begeisterung Ausdruck verlieh, fielen spätestens nach einer halben Stunde alle Hemmungen und jeder Song wurde lautstark bejubelt und betanzt. Nach ungefähr zwei Stunden Non-Stop Auftritt, die für die Band eine konditionelle Grenzerfahrung gewesen sein müssen, verließen Ohrenfeindt kurz die Bühne, um den geforderten Zugaben nachzukommen. Am Ende hinterließen sie ein zufriedenes und erschöpftes Publikum, das sich vermutlich am 12.12.08 im Pier 2 einfinden wird, um Ohrenfeindt bei Torfrocks traditioneller Bagalutenwiehnacht sehen und hören zu können. Im Anschluss an das Konzert fanden sich Chris, Dennis und Stefan noch zu einer Autogrammstunde und zu einem Meet&Greet zusammen. Währenddessen und während des Konzerts hatte ich die Gelegenheit, Eindrücke einzufangen. Neben den üblichen Diskussionen, weshalb eine Biersorte besser als eine andere sei oder nicht und weshalb ein aus Jever stammendes Bier einem Bremer Bier vorgezogen werde, wurden Vergleiche zwischen Ohrenfeindt und AC/DC angestellt. Chris Stimme wurde als Reinkarnation von Bon Scott bezeichnet und sein Erscheinen auf der Bühnen mit einem ehrfürchtigen "Das isser!" begleitet. Überhaupt sei die Band bodenständig und nehme sich viel Zeit für sein Publikum. Das Publikum dankte dies der Band durch Text- und Melodiesicherheit. Wer Ohrenfeindt bisher noch nicht kennen sollte, kann sich das erste Interview auf musicampus anhören und sich die Musik auf MySpace anhören. Zur aktuell geplanten Live-CD äußert sich die Band ausführlich im Interview. Fotos: Sarah Kollmar (Band) und Stefan Sackmann (Cover)
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#449 Red Martin Combo in der Waterfront
Vergangenen Freitag wurde in Bremen das neue Einkaufszentrum Waterfront eröffnet. Schon lange vorher wurde dieses Ereignis angekündigt, weil es sich hierbei um das Gebäude Bremens Fehlinvestition Space Park handelt, das nun mit Hilfe eines neuen Investors zum Einkaufszentrum umgewandelt wurde. Recht unglücklich gelegen, weil die Autobahnanbindung noch nicht optimal ist, wird sich nun zeigen, ob die Idee Zukunft hat. Zumindest hoffe ich, dass das Kino Cinespace überlebt. Das gefällt mir recht gut und bietet demnächst regelmäßig 3D-Filme an. Beim Bummeln durch die Räumlichkeiten gab es viel zu Bestaunen. Unter anderem wurden wir auf den re:store aufmerksam, der als lizensierter Reseller von Apple nun Cupertinos schöne Hardware verkauft. Bei einer großen Drogeriekette traute ich mich nicht, das aktuelle Metallica Album Death Magnetic zu kaufen, weil es so unsagbar günstig war. Dafür gönnten wir uns aber die neue Scheibe von Queen + Paul Rodgers. Ein Hörgenuss und unbedingt empfehlenswert. Als wir dann im Kino ein paar 3D-Trailer schauen wollten, fiel uns die Band Red Martin Combo auf, die mit ihrem Mix aus Rockabilly, Country und Hillbilly dem fußmüden Volk ordentlich einheizte. Auf hohem Niveau spielten die drei Buchholzer (Nordheide) auf und begeisterten das Publikum mit "flotter Musik", wie eine begeisterte Stehnachbarin neben verzückt ihrem Mann zurief. Im wahrsten Sinne des Worte Three Cool Cats. Den Sänger habe ich angesprochen und wir haben vereinbart, dass ich die Red Martin Combo und/oder Hot'n Cold, die sich aus erster Band nebst Trommler zusammensetzt, ausführlich vorstelle. Wer sich schon jetzt einmal von deren Musik überzeugen lassen möchte, sollte einmal bei MySpace vorbeischauen.
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#448 Ohrenfeindt im Moments, Bremen
Vor einigen Tagen erreichte mich die Mitteilung, dass die Vollgasrocker aus St. Pauli Ohrenfeindt am 26.09.08 im Moments in Bremen auftreten. Einlass ist ab 20.00 Uhr, losgerockt wird dann ab 21.00 Uhr. Grund genug für mich, darüber einen Beitrag zu bringen, damit jeder vorbeikommen kann, der dem Hardrock gewogen ist und seinen Ohren gern etwas Gutes gönnt. Ein Grund für den Auftritt in Bremen ist sicherlich, dass das Trio aus Hamburg ein Live-Album produzieren wird. Bremen ist einer von fünf Orten, an denen für die neue Scheibe aufgenommen wird. Außerdem freue ich mich darauf, die drei einmal wieder zu sehen. Nachdem wir sie im vergangenen Oktober zufällig das erste Mal im Gießener Jokus sahen und sie dann während der Bagaluten Wiehnacht wieder mit Torfrock in Bremen spielten, wo ich sie interviewen durfte, ist dies nun das dritte Konzert, dem ich beiwohnen werde. Ein dreiviertel war bin ich jetzt schon auf Entzug und habe mich nur mit ihrem Album Mit Vollgas & Blaulicht zerstreuen können. Das Warten hat ein Ende. Fotos: Sarah Kollmar (Band) und Stefan Sackmann (Cover)
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#447 MacGyver-Tag 70: DVD erschienen
Ganz aufgeregt rief mich Jochen heute an und fragte, ob ich Lust hätte, eine spontane MacGyver-Tag Folge für den Podcast aufzunehmen. Etwas verdattert fragte ich, was der Grund dafür sei. Jochen eröffnete mir, dass am kommenden Montag die erste Staffel der MacGyver-Serie auf DVD erscheinen werde und er bereits ein Rezensionsexemplar erhalten habe. Großartig! Nicht nur, dass die Petition etwas bewirkt hatte, sondern nun gibt es auch noch ein Freiexemplar für den Initiator zur Rezension. Wir fackelten gar nicht lange und schon eine halbe Stunde später war die Folge im Kasten. Am Ende gibt es sogar noch eine kleine Überraschung. Wer keine Lust hat, den Podcast zu hören, kann Montag bei Jochen auf vorbeischauen und unter www.macgyver-infosite.de lesen, was Jochen zu bieten hat.
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#446 Nachbesprechung Let's Rock
Am 09.09.08 fand die Keynote zum September Special Event "Let's Rock" statt und ich hatte trotz viel Arbeit um die Ohren Lust, darüber mit ein paar Bloggern und Podcastern darüber zu sprechen. Also schrieb ich eine Mail und ganz spontan haben sich Rafa, Stefan und Ad wieder bereit erklärt, ihre Eindrücke und Meinungen zu den neuen Produkten aus Cupertino zu schildern. Obwohl alle überzeugte MacUser sind, kam es hier und da zu kleinen Diskussionen, die eine solche Gesprächsrunde immer besonders interessant machen. In etwas mehr als einer halben Stunde haben wir Interessantes zu iPods, iTunes, iPhone 2.1 und mobileme ausgetauscht. Dieses Mal hatten wir auch fast gar nicht mit technischen Problemen zu kämpfen, lediglich das Hintergrundrauschen ist bei der aktuellen Nachbesprechung etwas lauter als sonst.
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#445 Nasendackel Tasse - die letzte Chance
Christoph hatte wieder eine großartige Idee, um sein Blog www.nasendackel.de nicht in Vergessenheit geraten zu lassen (Anm.: dass seine Seite in Vergessenheit geraten könnte, ist mir nur schwer vorstellbar). Er vergibt das letzte Mal eine Nasendackel Tasse. Eine einzige. Mehr nicht. Dann ist Schluss! Allerdings lässt er dieses Mal nicht seine Kommentare überlaufen, um das Los entscheiden zu lassen, wer der neue glückliche Besitzer sein wird. Er bittet um Spenden, wobei die treuen Leser seines Blogs nicht erschrecken müssen. Christoph hat keinen paypal-Button installiert, keine Google-Werbung geschaltet und er bittet auch nicht um finanzielle Unterstützung, damit er die Kosten für sein Blog finanzieren kann. Christoph bleibt sich und seinem Konzept weiterhin treu und fragt für diese Aktion nach Spenden für beispielsweise hilfsbedürftige Einrichtungen. Auch muss niemand ihm das Geld überweisen, sondern es genügt lediglich die Abgabe eines ernstgemeinten Gebots. Sollte dieses dann am Ende des 12.09.08 (Einsendeschluss) den höchsten Wert haben, genügt die Vorlage einer Spendenquittung für eine Spende seiner Wahl! Christoph wird dann seine letzte Nasendackel Tasse versenden. Super Aktion, Christoph! Die MixTape-Fee und ich haben bereits mitgeboten und wir unterstützen diese Aktion auf ganzer Linie. Es würde uns freuen, wenn Ihr Euch auch beteiligt! Ein weiteres nicht unwichtiges Thema, das diesen Podcast betrifft, könnt Ihr Euch in der aktuellen Episode anhören. Über Eure Kommentare dazu freue ich mich auch!
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AmHam takes the cake!
Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich enttäuscht darüber berichtet, dass niemand mein Stöckchen wahrgenommen und aufgegriffen hat. Dabei wäre es eine wunderbare Möglichkeit gewesen, die derzeitige beunruhigende Langeweile in der Bloggeria zu durchbrechen. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass meine kleine Tänzerin im Netz versauern muss und nicht auf die Reise geschickt wird. Plötzlich kommt Rettung aus dem fernen sonnigen Kalifornien. Mr. HamInAm, der mit seiner AmHamShow seit einiger Zeit die Podosphäre wie kein anderer verunsichert und in Aufruhr versetzt, hat sich der kleinen Tänzerin angenommen und ihr die Vorzüge eines gelebten American Dream am Beispiel der Pazifikküste gezeigt. Bei Bratwurst&Sauerkraut Burger führte er sie an den schönen "The Strand" des Hermosa Beach und vor die Tore von Palos Verdes Peninsula, wo die Reichen und Schönen leben. Da kommt doch wirklich Urlaubsstimmung auf. Wer ihr noch mehr von der weiten Welt zeigen möchte, sollte sich ihrer annehmen, ihr den schönsten Platz seiner Stadt zeigen, davon ein Foto machen, im eigenen Blog darüber berichten oder mir das Foto schicken.
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#444 Lütte Sail 2008 in Bremerhaven
Nach nun fast zweiwöchiger Pause gibt es am heutigen Sonntag einen kurzen Bericht über die Lütte Sail 2008 in Bremerhaven. Nicht nur dieses besondere Ereignis zum bevorstehenden Ruhestand Bremerhavens Werbechef, Henning Goes, sondern auch das herrliche Sommerwetter waren Grund genug, dass die MixTape-Fee und ich den Weg nach Bremerhaven angetreten sind. Schon auf dem Weg dorthin konnte man merken, dass sich die Seestadt im Ausnahmezustand befindet. Gefühlte 26432 Ruhrpöttler, die offenbar das erste Mal Tageslicht genießen durften, teilten die Regionalbahn mit uns und fanden ihre Safari nicht nur spannend, sondern auch lehrreich. Mehrfach zeigten sie sich überrascht, dass Norddeutschland bereits über eine flächendeckende Stromversorgung verfügt und staunten nicht schlecht, dass hier oben das Wort Telefon nicht nur bereits bekannt ist, sondern sogar Handys sachgerecht bedient werden können. Die Lütte Sail war wieder einmal eine Meisterleistung an Organisation. Es ist immer wieder faszinierend zu erleben, wie - für uns Besucher - reibungslos die Umsetzung der Planung funktioniert. Die Schiffe fanden ihre Liegeplätze, die Würstchen-, Getränke- und Souvenirbuden reihten sich am Hafenbeck auf und luden zum kurzen Verschnaufen ein und das musikalische Rahmenprogramm sorgte für gute Stimmung. Die wiederum war überall zu spüren. Geradezu feierliche Fröhlichkeit machte sich gestern unter den Besuchern breit und selbst in den überfüllten Bussen des Öffentlichen Nahverkehrs kam keine stressbedingte Unfreundlichkeit auf. Insgesamt konnten wir gestern eine richtig tolle Veranstaltung genießen, die durch ein spontanes Treffen mit dem Podschnacker und seiner Frau noch abgerundet wurde. Solche Wochenenden machen Spaß!
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#443 Das verlorene Reisestöckchen
Nach einem Wochenende mit durchgehend schönem Wetter beginnt die Woche grau in grau. Heute morgen war es richtig dunkel und die Vorboten des bevorstehenden Herbstes zeigen, dass dieser zwar noch langsam aber dennoch unaufhaltsam näher kommt. Als ich mir den trüben Tag durch das Bürofenster ansah, fiel mir wieder mein Stöckchen ein, das ich vor gut einem Monat auf den Weg gebracht habe. Damals startete ich die Aktion in der Hoffnung, ein paar schöne Fotos der Heimatstädte meiner Freunde aus der Bloggeria und Podosphäre einsammeln zu können, um sie Euch zu präsentieren. Wie schon Stöckchen #01 ging auch dieser Versuch in die Hose. Irgendwo scheint meine kleine Tänzerin verloren gegangen zu sein. Auch die Ermunterung, das originale Bilddokument zur freien Verfügung zu laden und zu benutzen, stieß auf nur eine geringe Resonanz. Zumindest ist mir nicht bekannt, ob die Tänzerin vor einem prägnanten Gebäude einer Heimatstadt eines Bloggers oder Podcasters zu sehen ist. Somit ziehe ich mich zurück und werde für 2009 ein neues Stöckchen ersinnen, das dann auf hoffentlich mindestens genau so viel Interesse stoßen wird, wie das diesjährige.
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#442 Der Elegante Rest
Wieder einmal war es Sandra, die mich auf eine Band gebracht hat, die es unbedingt verdient hat, vorgestellt zu werden. Es handelt sich hierbei um die Berliner Formation Der Elegante Rest, welche aus fünf Musikern besteht, die sich in der Hochschule für Musik in Leipzig gefunden und zusammen getan haben. Des Spielens von Jazzstandards überdrüssig, suchen sich Sänger und Songschreiber Jörg Wolschina, der Gitarrist Timo Glöckner, Bassist und Saxophonist Eduard Neufeld, der Trommler Andreas Schwaiger sowie Tasteninstrumentebediener Robert Seidel eine musikalische Nische, die sie als Melancholie, die in die Beine geht, umschreiben. Die Musik klinge nach Franz Schubert, der mit Brigitte Bardot ins Bett gehe. Tatsächlich zeichnet sich diese Band durch überdachtes Songwriting mit besonderen Qualitäten in der Findung passender Worte aus. Man muss aufmerksam zuhören, damit sich einem die Lieder samt Texten erschließen. Aber genau das macht in diesem Falle besonders Spaß, weil man sich auf die musikalische Suche begeben kann und fündig wird. Überzeugen könnt Ihr Euch beispielsweise, indem Ihr Euch das Video zu meinem persönlichen Lieblingslied der Promo-CD "Warten auf das Ende der Welt" anschaut. Die Veröffentlichung eines Albums ist für Oktober 2008 geplant und ich hoffe, dass ich mit einem Exemplar bedacht werde, um Euch davon berichten zu können. Außerdem hat mich heute noch der Trommler von Whipped Disgrace, Ingo, angeschrieben und mich gebeten, Euch vom Onlinevoting auf www.your-gig.com zu berichten. Bis zum 17.08. habt Ihr noch Zeit, für die Band aus dem Großraum Jülich, über die ich ausführlich berichtete, zu stimmen.
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Formel 1 Lieblings Team Stöckchen
Wenn ich diese Tage schon nicht dazu kommen, einen Podcast zu erstellen, nehme ich bereitwillig das happy-buddha Stöckchen auf. Er fragt nach dem präferierten Formel 1 - Team und nach den Gründen, warum das so ist. Da hat er mich auf dem falschen Fuß erwischt, weil ich zwar begeisterter Formel 1 - Zuschauer bin, aber dies nur, weil ich meine Sympathie an einem deutschen Fahrer festmachte, der mir durch seine unkonventionelle Fahrweise auffiel und sich nicht scheute, sich sogar mit (damals) noch lebenden Legenden auf der Strecke anzulegen. Denn zu der Zeit, als das wiedervereinigte Deutschland noch blutjung war, zog ein junger Mann aus Kerpen aus, den Formel 1 - Sport zu revolutionieren und nahezu alle bestehenden Rekorde zu brechen, die in diesem Sport bis dahin aufgestellt wurden. Das erste Bild von Michael Schumacher, das ich noch immer präsent habe, ist das eines jungen Mannes, der in einem quietschgelben Overall seinen ersten Podestplatz feierte. Damals in einem Auto, das genauso gelb und grün wie sein Overall war und zu einem Rennstall gehörte, dessen Namen ich zu jener Zeit nur mit italienischer Mode und gewagten Werbekampagnen in Verbindung brachte. Der Rest ist bekannt - siebenmal Weltmeister, einmal schwerer verletzt, unzählige Pole Positions, die meisten erfahrenen Punkte, Führungskilometer usw. Und ich gebe zu: ich war damals gespannt, wie Michael Schumacher zum Saisonbeginn 1996 in einem Ferrari-roten Overall wohl aussehen mochte, da seine Person und der blaue Anzug mit dem typischen Helmdesign für mich bis dato zusammen gehörten wie Topf und Deckel. Auch seine Fähigkeit und das seiner Entourage, aus einem Team, das zwar auf eine lange Tradition zurückschauen konnte, das aber seit 1979 keinen Weltmeister mehr hervorbrachte, innerhalb einer recht kurzen Zeitspanne eine treibende Kraft zu formen und für lange Zeit das Maß aller Dinge zu werden, finde ich sehr bewundernswert. Aber letztlich sage ich nicht, dass Ferrari für mich das Top-Team war oder ist. Michael Schumacher machte mit seinen Vertrauten aus jedem seiner Teams ein Top-Team. Jetzt, wo er nicht mehr fährt, fällt es mir schwer, eine besondere Sympathie für einen Fahrer oder ein Team zu gewinnen. Die Ferrari-Fahrer sind gut, aber farblos. Die Silberpfeile haben mich 1998 beeindruckt. Hamilton ist sicher der Fahrer, dem ich einen Titel am meisten gönne, aber auch der ist mir zu glatt. Benetton ist nicht mehr das Rock'n Roll-Team der frühen 90er und dessen spanischer Rambo hat meine Sympathien mit der Spitzelaffaire verloren. Sauber hat mir immer gut gefallen und ich denke, derzeit bekommt BMW-Sauber den größten Teil meiner Sympathie. Wenn jetzt Richard Branson ein Team aufbauen und Valentino Rossi als Cheffahrer nominieren würde, wäre das mein Lieblingsteam. Rafa, wie schauts bei Dir aus - Kubica mit BMW-Sauber?
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#441 MacGyver-Tag 69: Kreativpause
Die zweite Staffel des beliebten MacGyver-Tags wird mit dieser Folge beendet! Nach 44 Folgen ununterbrochener Information über MacGyver und sein Engagement zur Rettung des Guten in der Welt haben Jochen und ich wieder einmal eine Pause nötig. Es fehlen uns derzeit die Themen und die Motivation, bisher unentdecktes und unbesprochenes Material zu finden aufzubereiten. Daher haben wir beschlossen, eine Pause einzulegen, die wir zeitlich auch nicht festmachen wollen. Wenn wir wieder motiviert sind, geht es weiter. Das kann in zwei Monaten sein, oder wie in der ersten Pause sieben Monate dauern. Vielleicht aber auch noch länger. Natürlich könnte uns auch die Muse küssen und dann wären wir schon bald wieder da. In der Zwischenzeit könnt Ihr uns mit Ideen versorgen und natürlich auch mit Neuigkeiten, die wir sammeln und ggf. sogar als Sondersendung bringen! Vielen Dank für Eure Treue und die vielen Downloads! Die Diskussion geht bei Jochen im Gästebuch ungebrochen weiter! Auch wird er Euch mehr oder weniger unregelmäßig mit Informationen versorgen!
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#440 dot-friends Aktion Snapfish Collage
Vor vielen Wochen kontaktierte mich Sandra Ratkovic von den dot-friends und fragte mich, ob ich Lust hätte, an einer Aktion Snapfish Collage teilzunehmen. Da ich ein ziemlich neugieriger Mensch bin, habe ich ihr meine Teilnahme an dieser Aktion zugesagt und bekam prompt die Zugangsdaten zu diesem Portal, das dazu dient, seine digitalen Fotos in verschiedenen Formen aufzubereiten. Meine Aufgabe war es nun, die Erstellung einer Collage zu testen. Ein riesiges Poster sollte es werden mit den Ausmaßen 50cm x 75cm. Vertrauensvoll legte ich diese verantwortungsvolle Arbeit in die Hände der MixTape-Fee, die dieses Projekt begleitete. Was sie dabei erlebte, könnt Ihr im Podcast hören. Übrigens waren wir bei der Ausführung in blogprominenter Gesellschaft. Auch Martin, der Betreiber des hoizge.de Blog, war involviert und hat auch einen Bericht erstellt. Weil es seit einiger Zeit immer eng um meine Zeitplanung bestellt ist, hat es ziemlich lange gedauert, bis wir das Testen in Angriff nehmen und den Beitrag erstellen konnten. Mittlerweile arbeitet Sandra schon gar nicht mehr bei den dot-friends, hat uns aber trotzdem immens bei einer aufgetretenen Schwiergigkeit geholfen. Und ich Schaf stelle sie, so habe ich eben festgestellt, im Podcast als younect-Mitarbeiterin vor, was natürlich nicht nur total falsch ist, sondern zudem auch gar nicht stimmt. Peinlich.
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#439 Dritter Bremer Podcast Stammtisch
Beim zweiten Bremer Podcast Stammtisch waren die MixTape-Fee und ich leider nicht dabei, da wir zuhause Gäste zu einem Fischessen hatten. Aber am vergangenen Freitag war der Termin für den dritten Stammtisch, den wir uns nicht entgehen lassen wollten. So gegen 20.00 Uhr fanden wir uns im Schlachthof Bremen ein, wo wir mit einem kleinen Applaus der bereits anwesenden Podcaster begrüßt wurden. Vielleicht nicht zuletzt, wegen des tollen Poloshirts, das ich wieder angezogen hatte. Podcaster Treffen sind ja grundsätzlich etwas Besonderes, weil so ziemlich jeder Teilnehmer ein Aufnahmegerät dabei hat, um diese Zusammenkunft im Rahmen seines Webauftritts zu dokumentieren. Wenn dann aber auch noch so nette Podcaster zusammen kommen, wie es Freitag der Fall war, ist ein lustiger und unterhaltsamer Abend vorprogrammiert. Mit der MixTape-Fee, Susanne, Agnieszka, Edelgard, Timo, Joachim, Rafa, Norbert, Thomas und Maxim (der vermutlich in Wirklichkeit Philip, Paul oder Peter heißt) hat sich eine kunterbunte Gruppe aus Norddeutschland zusammengefunden, die die geballte Ladung an Podcast Know How nicht nur zu ernsthaften Gesprächen genutzt hat, sondern ganz gemäß dem norddeutschen Naturell langsam aber stetig die Stimmung gehoben hat, um dann, als es am Schönsten war, weiterzumachen. Zwischenzeitlich habe auch ich meinen Zoom aus der Hosentasche gezaubert, um ein paar O-Töne einzufangen. Weil ich es nur mit willigen Opfern zu tun, ist dabei ein Potpourri der guten Laune herausgekommen. Auch Edelgard nutzte die Gunst der Stunde, um noch einmal von ihrer MixTape-Geschichte zu erzählen.
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#438 MacGyver-Tag 68: Kommentare
Jochen und ich nehmen uns heute einmal Gästebucheinträge und Kommentare vor. Vor allem aber klären wir auf, warum es bisher noch kein Interview mit dem Gewinner des Logo-Wettbewerbs gegeben hat. Außerdem möchten wir wieder gern auf Eure Wünsche eingehen. Daher schreibt uns doch bitte, was Euch besonders über MacGyver interessiert und welches Thema Jochen und ich einmal aufgreifen sollen, um Euch eine ganz besondere Sendung aufzunehmen. Dieses Thema sollte nach Möglichkeit so spannend sein, dass wir unsere Hörer dem Sommerloch entreißen können und sie uns die Kommentare um die Ohren schlagen. Auch wenn der Wunsch hier wohl der Vater des Gedanken ist, möchten wir nur ein klitzekleines Bisschen darauf hinweisen, dass der MacGyver-Tag maßgeblich durch Eure Mitarbeit lebt! Also, ran an die Tasten - und bitte keine Kommentare, die in die Richtung gehen: Könnt Ihr auch mal was von Knight Rider bringen oder Star Trek? Gleich mache ich mich auf den Weg zum dritten Bremer Podcaststammtisch! Ich bin gespannt, was es heute zu erleben gibt und wen ich alles kennenlernen werde!
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#437 PAL Tivoli Audio mit Akku kaputt
Seit 2004 bin ich stolzer und begeisterter Besitzer dieses kleinen Wunderwerks der Technik, des PAL. Bereits kurz vor der WM 2002 entdeckte ich seinen etwas älteren Bruder im Schaufenster eines Radiogeschäfts und war überzeugt, dass ich dieses Radio einmal besitzen muss. Allerdings hat mich der hohe Preis zunächst abgeschreckt - und eine sinnvolle Verwendung fiel mir auch nicht ein, da ich bereits ein Radio besitze. Als dann kurze Zeit später diese etwas kleinere Version mit Akku auf den Markt kam, gab es für mich kein Halten mehr. Eines Samstags begab ich mich mitten in Mittelhessen zum Radiofachgeschäft und erwarb dieses Radio und möchte es seitdem auch nicht mehr missen. Nicht nur, dass es durch ein außerordentlich formschönes Design besticht, in mehren flotten Farben zu haben ist und durch eine gummiartige Oberfläche gegen Spritzwasser geschützt ist. Vielmehr wartet es trotz seiner geringen Abmessungen mit einem vollendeten satten Klang auf. Es ist wirklich unglaublich, wie voluminös dieses kleine Kerlchen klingt. Ein Freund fragte mich sogar, ob es noch einen versteckte Subwoofer gebe, weil er nicht glauben konnte, dass der Sound aus dem Tivoli kam. Ein anderer Freund vermutete sogar, dass ich vier dieser Radios besaß, weil ich es ständig in der Wohnung umhertrug: morgens erfreute mich sein Klang unter der Dusche, nachmittags auf der Dachterasse beim Lesen und am Samstag und Sonntag beim Frühstück auf eben jener. Vor einem Jahr machten sich neben den üblichen Gebrauchsspuren weitere Alterserscheinungen bemerkbar: der Akku baute ständig ab, so dass von ursprüngliche 30tägigen Ladezyklen am Ende ein täglicher Besuch an der Steckdose notwendig wurde. Ein Besuch beim hiesigen Radiofachgeschäft schaffte Abhilfe. Mit einer Investition von ca. 32 EUR konnte ich meinen morgendlichen Duschbegleiter wieder auf das alte Niveau bringen.
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Torfrock stellen Benefiz-Single für die DGzRS vor
Vor einigen Tagen flatterte mir eine Pressemitteilung des Managements von Torfrock in den elektronischen Briefkasten, deren Inhalt besondere Aufmerksamkeit verdient! Die Kultrocker aus Torfmoorholm haben am 25.07.08 seit 1991, als sie ihren Kulthit "Beinhart" landeten, die erste Single veröffentlicht. Diese Single "Search and Rescue" unterscheidet sich von den meisten Veröffentlichungen, weil sämtliche Einnahmen aus dem Verkauf ohne Abzüge der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gespendet werden. Die Hörer meines Podcast und leser meines Blogs wissen spätestens seit meiner Adventaktion des vergangenen Jahres, dass Torfrock die Seenotretter regelmäßig mit Geld- und Sachzuwendungen, Promotionarbeit und Benefizauftritten unterstützen. Klaus Büchner und Raymond Voß haben in mehrwöchiger harter Arbeit wieder einen Titel geschaffen, der durch textgetragene Spritzigkeit und von einem eingängigen Mid-Tempo-Gitarrenriff, das - so Torfrocker Raymond Voß - "den rollenden und stampfenden Bewegungen eines Seenotkreuzers mit voller Fahrt in schwerer See musikalisch nachempfunden ist", getragen wird. "Wir kommen von der Waterkant und wir sind echte Fans der Seenotretter. Mehrfach waren wir bereits an Bord verschiedener Seenotkreuzer zu Besuch und konnten uns vor Ort ein eindrucksvolles Bild machen. Wir sind von der Arbeit der Besatzungen fasziniert und haben eine gewaltige Portion Respekt vor dem Mut, aber auch der Professionalität und der Coolness, mit der die Jungs auf den Seenotkreuzern ihren harten Job Tag für Tag machen. Das verdient die Unterstützung aller und wir von 'Torfrock' wollen ein Zeichen setzen - ein lautes natürlich, wie man es von uns kennt!", erklärt Büchner Torfrocks Engagement für die Seenotretter. Seit dem 25. Juli 2008 ist die neue Single zum Preis von 6,90 Euro zzgl. Versand im Internet unter www.seenotretter.de sowie www.torfrock.de erhältlich - auch bei Amazon konnte ich die Single bereits sehen, leider noch nicht im iTunes Store. Außerdem wird das Werk am Merchandising-Stand bei allen Torfrock-Konzerten sowie im gut sortierten Fachhandel angeboten. Die Single umfasst neben dem Radio-Format eine Unplugged- und eine Karaoke-Version. Als besonderes Bonbon für alle eingefleischten Torfrock-Freunde gibt es Video-Material (AVI-File zum Abspielen auf dem heimischen Rechner), den offiziellen TV-Clip, ein Live- und einen Unplugged-Mitschnitt sowie eine Slideshow. Diese Single habe ich bereits bestellt, unterstütze damit die DGzRS und habe nebenbei noch einen niegelnagelneuen Torfrock-Song für meinen Touch. Übrigens sind die Torfrocker im Rahmen der Bagaluten Wiehnacht 2008 in diesem Jahr am 12.12.08 in Bremen. Dreimal dürft Ihr raten, wer dort sein wird.
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#436 Podcast Stammtisch in Bremen
Eine wichtige Nachricht für alle Podcast-Interessierten gibt es heute noch. Nachdem am 14.03.08 bereits der Erste Bremer Podcast Stammtisch stattfand, trafen sich Rafael, der Podschnacker un sine Fru und Joachim im Juli noch einmal, um dieser "noch nicht" Tradition ein wenig Schliff zu geben. Dabei entstand die großartige Idee, nicht nur Podcaster einzuladen, sondern auch die Hörer. Ulrich hat bereits einmal vorgemacht, wie das funktioniert und da können und wollen wir nicht nachstehen. Joachim hat dieses Mal die Organisation federführend in die Hand genommen und bereits alles Wichtige in die Wege geleitet. Wer an diesem Podcast Stammtisch interessiert ist, kann sich am 01.08.08 ab 20.00 Uhr in der Bremer Schlachthofkneipe einfinden, um mit uns zu plaudern und dabei Kulinarisches zu genießen. Weil immer schwer abzuschätzen ist, wieviele Teilnehmer dabei sein werden, bittet Joachim darum, seine Teilnahme kurz per Mail anzumelden, damit er entsprechend der Teilnehmerzahl Tische vorbestellen kann. Kommt jemand von außerhalb und kann oder möchte nachts nicht mehr abreisen, sollte sich diejenige oder derjenige auch mit Joachim in Verbindung setzen, um die Möglichkeit einer Übernachtung abzuklären. Für die Anmeldung und die Klärung der Unterbringung schreibt Joachim über bluesshoe@mac.com eine Mail. Wir freuen uns schon auf den kommenden Freitag und sind ganz gespannt, wer alles dabei sein wird. Insbesondere, ob auch ein paar von meinen Hörern kommen, die sich bisher noch nicht zu erkennen gegeben haben. Joachim, vielen Dank für die Organisation!
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Der Kleine Horrorladen und die Flitzer
Vor vielen Jahren wurde im Stadttheater Bremerhaven das Musical "Der kleine Horrorladen" aufgeführt, das vermutlich neben der "Rocky Horror Show" eines der erfolgreichsten Musicals war, das jemals in Bremerhaven aufgeführt wurden. Nicht nur die Inszenierung war große Klasse, auch die Besetzung war hochgradig. Neben dem in Bremen und umzu aus Funk und Fernsehen bekannten Dirk Böhling, der den Seymour darstellte und dem mittlerweile verstorbenen Emo Philips, der mit den Soulful Dynamics den Klassiker "Mademoiselle Ninette" der Welt bescherte, war Christoph Maria Herbst auch dabei. Er spielte den nach Lachgas süchtigen Zahnarzt und machte auch nach der Vorstellung nicht Feierabend, sondern fand sich mit dem Ensemble noch oft in Bremerhavens Musikkultkneipe Lili Marleen ein. Dort war es üblich, dass die dort spielenden Live-Bands zur Session einluden und so sang das Ensemble gemeinsam mit Bremerhavener Lokalbands nicht nur die schönsten Hits aus dem Musical, sondern häufig funky Stücke, mit denen sie immer für beste Stimmung sorgten. Zum Ensemble gehörten auch zwei dunkelhäutige Schönheiten, die mich vor allem mit ihren Tina Turner Darbietungen überzeugten und überraschender Weise neben der Bühne auch Gesprächen nicht abgeneigt waren. Weil Bremerhaven recht klein und überschaubar war, liefen wir uns immer wieder über den Weg und auch heute noch pflege ich lockeren Kontakt zu der einen Sängerin. Die andere dagegen war, nachdem die Spielzeit in Bremerhaven vorüber war und neue Engagements lockten, verschwunden. Ihr Name war Lynn Williams. Vor einigen Jahren machte ich mich, gerade das Internet entdeckend, auf die Suche nach ihr. Mit der Suchmaschine Altavista, denn Google gab es noch nicht, und fand eine E-Mail-Adresse, die mich darauf schließen ließ, dass es sich um besagte Lynn handeln müsse. Also schrieb ich eine nette Mail und fragte, ob die Adressatin die von mir gesuchte Lynn sei. Ziemlich schnell erhielt ich eine Antwort von Lynn. Allerdings handelte es sich dabei nicht um die von mir gesuchte Sängerin, sondern um einen Herren, der Künstler und vor allem Konstrukteur und Fan von Doppeldeckern ist. Durch meine Frage fühlte er sich offensichtlich inspiriert, denn seiner Antwort fügte er den oben gezeigten Cartoon bei. Außerdem fand ich noch eine Website, auf der man sehen kann, wie seine leichten Sportflugzeuge, die an die Zeit nach dem ersten Weltkrieg anknüpfen, in Aktion aussehen. Für mich als Flugzeugfan wirklich ein Hochgenuss und faszinierend, dass diese kleinen Kisten sogar fliegen - und wie. Eine kleine Zusammenstellung hat mir Lynn zur Verfügung gestellt. Wenn Ihr auf die Fotos dieses Beitrags klickt, seht Ihr zum einen den kompletten Cartoon sowie eine kleine Fotostrecke dieser Flitzer genannten Doppeldecker. Lynn Williams, die Sängern, habe ich übrigens noch nicht wieder ausfindig machen können.
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#435 MacGyver-Tag 67: Sommerlaune
Nun ist es mittlerweile genau eine Woche her, seit ich das letzte Mal einen Podcast gesprochen habe. Es juckte mich wahnsinnig in den Fingern und nun kann ich heute mit einer neuen Episode vom MacGyver-Tag meine Abstinenz beenden. Jochen erging es in der vergangenen Woche ähnlich und er erzählte mir im Vorgespräch zur heutigen Folge, dass er schon wieder in bester Laune sei, die neue Folge zu produzieren und konnte es gar nicht abwarten. So ließen wir es in dieser heutigen Sommerfolge recht entspannt angehen, trotzdem Jochen wieder ziemlich gefordert wurde.
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Happy Birthday, OTTO!
Man mag es kaum glauben: Otto Waalkes, Deutschlands Spaßmacher Nr. 1, feiert seinen 60. Geburtstag! Eigentlich wollte ich OTTO schon Ende Mai anlässlich eines Konzerts mit seinen Friesenjungs in Bremerhaven zu einem Interview bitten und habe rechtzeitig vorher sein Management kontaktiert. Leider, so wurde mir mitgeteilt, sei OTTO bei diesem Konzert in großer Eile und so könne kein Interview stattfinden. Glück für mich, dass ich mir die Fahrt nach Bremerhaven gespart habe, weil OTTO kurzfristig gar nicht antreten konnte und das Konzert verschoben wurde. Allerdings fand ich, dass ein Interview für musicampus anlässlich seines runden Jubiläums ganz interessant wäre. Also schrieb ich wieder das Management an und fragte, ob solch ein Interview möglich wäre. Um meiner Bitte einen ordentlichen Schuss Ernsthaftigkeit zu verleihen, habe ich einen Extra-Podcast für Otto Waalkes persönlich produziert, in welchem ich kurz den Rahmen skizzierte. Darin ging es um Fragen, die mich als OTTO-Fan schon immer einmal interessiert haben, z.B.: wie kam es zum Format OTTO, stimmt die Legende um den Beginn der Zusammenarbeit mit Robert Gernhardt und vor allem die Frage, ob es jemals wieder zu einer Großen OTTO Show kommen wird. Interessant für alle Mac-User dürfte sein, dass Otto Waalkes selbst begeisterter Mac-User sein soll. Zu dem Thema hätte ich eine Menge Fragen gehabt. Diesen Podcast habe ich seinem Management zur Verfügung gestellt. Leider habe ich bisher noch keine Nachricht erhalten und auch mein Testdownload der Datei ist bisher der einzige Download geblieben. Das ist zwar schade, aber einen Versuch war es wert. Bestimmt klappt es ein anderes Mal. Nichtsdestotrotz gratuliere ich Otto Waalkes recht herzlich zu seinem Jubiläum und wünsche ihm vor allem Gesundheit und immer einen guten Autoren, der ihn bei der Zusammenstellung seines Programms unterstützt. Ich freue mich auf viele weitere Jahre mit seinem Humor und wünsche mir, dass er vielleicht irgendwann sein OTTO Show Format wieder aufgreift und sich nie, nie, nie wieder für so eine schreckliche Show engagieren lässt, die er unlängst bei RTL zu seinem Jubiläum präsentiert hat. Foto: Peter Hönnemann | OTTO feiert heute seinen 60. Geburtstag
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Gina-Lisa goes Porno
Die Blogosphäre hat seit einigen Tagen wieder einen Aufhänger, der für viel Traffic sorgen dürfte: Gina-Lisa, Teilnehmerin bei Germany's Next Top Model, kann in einem Filmchen bei der zweitschönsten Nebensache der Welt betrachtet werden. Damit hat dieses fragwürdige Format einen schönen Skandal und die 21jährige vielleicht die Aufmerksamkeit, die sie als Kandidatin und als hübsches Beiwerk verschiedenener Boulevardsendungen nicht bekommen hat. Neben bekannten Bloggern hat sogar der Focus darüber berichtet. Bevor ich diesen Beitrag geschrieben habe, überlegte ich, ob ich diesen Umstand überhaupt thematisieren sollte. Aber zwei Dinge haben mich bewogen, doch darüber zu schreiben. Zum einen ist es die Frage, ob dieser Film vor dem Model-Wettbewerb entstanden ist oder danach. Da ist nämlich der männliche Hauptdarsteller, der mir etwas fragwürdig vorkommt: in meinen Augen ältlich, dicklich und wenig attraktiv, scheint er ein (Ex-)Freund von Gina-Lisa zu sein. Außerdem scheinen ihre Haare in dem Film noch lang zu sein, wobei jeder, selbst wenn er die Sendung nicht verfolgt hat, wissen dürfte, dass sie ihre geliebten Haare schneiden musste. Es sieht also so aus, als sei das Video schon etwas älter. Was also bewegt eine Frau dazu, solch einen Porno zum Download ins Netz zu stellen, wo sich jeder leicht ausrechnen kann, dass dieser ganz schnell kostenfrei über dubiose Netzwerke herunterzuladen sein wird. Ist das virales Marketing? Wird sie uns demnächst via amerikanischer Hochglanzproduktion in die Haushalte schweben oder war die ganze Aktion ein Schuss in den Ofen, der ihr lediglich den Start einer "seriösen" Karriere erschwert? Die andere Überlegung, die mich zum Schreiben über dieses Ereignis bewegte, ist die Aktion, die ich so ziemlich vor einem Jahr startete, weil mich Ad mit seiner Aktion neugierig darauf machte, wie sich die Worte Porno in Verbindung mit bestimmten Schlüsselwörtern wie heiß, Nachbarin, Paris, Hilton usw. auf den Traffic und auf den Spamblocker auswirken. Damals hat es eine Menge Zugriffe auf die Seite gegeben. Nachdem aber offenbar festgestellt wurde, dass diese Seite so rein wie ein Kinderpopo ist, ließ die Neugierde schnell nach. Es ist also wieder Zeit, dachte ich mir, und daher nehme ich Gina-Lisas Versuch, sich ihren Platz im kollektiven Gedächtnis zu sichern, als Anlass, für viel Traffic zu sorgen.
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#434 MacGyver-Tag 66: MacGyver 2008
Udo Jürgens hat einmal gesungen, dass mit sechsundsechzig Jahren das Leben anfange. Wir hoffen, dass wir mit der 66. Folge des MacGyver-Tags an die vergangenen 65 anknüpfen können und widmen uns heute einer Zuhörerzuschrift, die Jochen vor ein paar Wochen erreicht hat. Soviel sei schon verraten, dass es um die Frage geht, ob man MacGyver filmisch in die Gegenwart transportieren kann. Aus dieser Frage hat sich eine Diskussion ergeben, die niemandem vorenthalten werden soll. Außerdem habe ich noch einen kleinen Hinweis in eigener Sache: schaut Euch doch einmal meinen Beitrag zum Reisestöckchen an. Vielleicht habt Ihr ja Lust, das Stöckchen, das bereits unterwegs ist, zu einem Busch zu machen, indem Ihr weitere Äste aufbaut!
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Reisestöckchen
Urlaub ist etwas Feines. Auch dann, wenn man nicht verreist, wie es im diesjährigen Sommer bei uns der Fall ist. Bis zum Schluss haben wir auf gutes Wetter gehofft, damit wir unsere Aktivitäten in der heimischen Sonne unternehmen können. Zwar hat Petrus offenbar momentan kein Mitleid mit uns, aber wir genießen die freien Tage trotzdem fast uneingeschränkt. Damit ich aber ein bißchen Reiseluft schnuppern kann, habe ich meine nette Mitarbeiterin, die Ihr vom musicampus Logo kennt, stellvertretend auf Reisen geschickt. Jede und jeder, bei der oder bei dem sie vorbeikommt, sollte sich die Hübsche schnappen und zur schönsten Sehenswürdigkeit ihrer oder seiner Stadt führen, um dort ein gemeinsames Foto samt Sehenswürdigkeit zu schießen. Anschließend solltet Ihr darüber bloggen und auf sämtliche Beiträge verlinken, in denen über ihr Erscheinen vor ihrem Besuch bei Euch berichtet wurde. Außerdem solltet Ihr das Foto an reise@musicampus.de schicken, damit die Reise in Stellvertretung für die Nachwelt dokumentiert werden kann. Schließlich habe ich mir überlegt, dass aus dem Stöckchen ruhig ein Busch werden kann. Wenn Ihr befürchtet, dass es zu lange dauert, bis Ihr Besuch bekommt, könnt Ihr die Hübsche auch einladen und mit Empfehlungsschreiben Eure befreundeten Blogs besuchen lassen. Mit Eurer Hilfe könnte dieses Stöckchen ein ziemlich interessantes Experiment werden, solange die Kette nicht abreißt. Die hübsche Tänzerin hat ihre Reise in unbekannte Städte bereits angetreten, nachdem sie heute vorab meine Geburtsstadt Bremerhaven besucht hat. Sobald sie ihr neues Ziel erreicht hat, werde ich darüber berichten. Im Hintergrund seht Ihr übrigens das Burj Al Arab Atlantic Hotel Sail City, das in diesem Jahr seine Tore geöffnet hat.
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#433 MacGyver-Tag 65: DVD Start
Nur eine ganz kurze Rückblende auf das vergangene Wochenende haben Jochen und ich gewagt, damit wir Euch nicht zu sehr mit unserem gemeinsamen Erlebnis in Braunschweig unterhalten. Eine Neuigkeit kam im Laufe der Woche in die Medien, die jeden MacGyver Fan freuen dürfte: das erste DVD-Set mit der ersten Staffel der deutschen MycGyver-Folgen ist bereits bei Amazon vorzubestellen. Im September dürfte es dann soweit sein, dass die ersten Päckchen mit dem begehrten Inhalt verschickt werden. Jochen möchte es ja nicht einsehen, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass unsere Petition zum Erfolg geführt hat! Nun dürfen wir gespannt sein, wie das Endergebnis aussehen wird. Wir werden darüber berichten. Außerdem gibt es noch einiges zu Schrotty berichten, der mir einen Kommentar hinterließ und wir wollen Malte, den Gewinner des Logo Wettbewerbs zu Wort kommen lassen.
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#432 Interview mit Ole von Anonymus IV
Vor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle die Dark Glam Rockband Anonymus IV vorgestellt, deren Sänger und Gitarrist ich noch aus alten Bremerhavener Musikertagen kenne, Ole Arntz. Mittlerweile sind einige Jahre ins Land gezogen und zufällig kontaktierte mich Ole, was die Vorstellung von Anonymus IV zur Folge hatte. Wie ich bei der Vorstellung angekündigt habe, sollte es auch ein Interview geben, zu dem wir uns bereits via Skype-Telefonkonferenz verabredet haben. Durch meinen Besuch in Braunschweig und dem Umstand geschuldet, dass Ole dort wohnt, fanden wir es viel besser, uns wiederzusehen. So kam es, dass wir am vergangenen Samstagnachmittag in der glühenden Sonne bei erfrischenden Getränken über vergangene Tage plauderten und Ole die Gelegenheit bekam, seine Band im Rahmen eines Interviews vorzustellen.
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#431 MacGyver-Tag 64: Ideenwettbewerb III
Heute gibt es nun den dritten und letzten Teil zum MacGyver Ideenwettbewerb. Jochen erzählt Euch, welche Gruppen es unter die Gewinner geschafft haben. Außerdem liegt es in der Natur der Sache, dass wir gestern den Gewinner des Logo-Wettbewerbs bekannt gegeben haben, aber nicht gezeigt haben, wie das Logo aussieht. Das holen wir heute nach. Ihr seht hier nun das Taschenmesser in der Kaugummipackung, das es auf das Polo-Shirt von Jochen und mir geschafft hat. Fesch, nicht wahr? Irgendwie flott geworden. Damit haben wir Euch sämtliche Informationen gegeben, die wir vergangenen Samstag einsammeln konnten - inklusive O-Töne. Kommenden Freitag werden Jochen und ich noch einmal den Tag besprechen und unsere Eindrücke verarbeiten.
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#430 Nasendackel Tasse 2.0
Neben dem MacGyver Ideenwettbewerb fand auf dem Campus der TU Braunschweig noch ein ganz besonderes Ereignis statt: die feierliche Übergabe der niegelnagelneuen Nasendackel Tasse 2.0 ! Was habe ich nicht alles unternommen, um eine solche Tasse zu bekommen - erhört wurde ich nicht. Selbst bei den Verlosungen war mir die Glückfee nie hold. Doch eines Tages vernahm ich die Verlautbarung auf des Nasendackels Seite, dass mir das gute Stück zugehen werde. Unfassbar war mein Glück - die Tasse, die jeder haben möchte und kaum einer erhält, sollte ich bekommen. Weil allerdings der Umzug dazwischen kam, verzögerte sich die Übergabe. Kurz und gut: am Morgen meiner Abreise nach Braunschweig informierte ich Christoph per Mail, dass ich vor Ort sein werde (und hatte die Tasse ehrlich gesagt in dem Augenblick aus meinen Gedanken verdrängt) und fragte, ob die Möglichkeit eines Treffens bestehe. Mittags rief er mich an und eine Stunde später stand er leibhaftig vor mir, samt Gattin. Ungefähr eine Stunde haben wir uns in der Mittagshitze bei erfrischenden Getränken ausgetauscht und viel zu schnell verließ er wieder samt Gattin den Ort des Geschehens. Aber nicht, ohne mir eine der begehrten Tassen übergeben zu haben. Und gebloggt hat er darüber auch. Danke nochmals, Christoph! Die Tasse bekommt einen Ehrenplatz im Küchenschrank!
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#429 MacGyver-Tag 63: Ideenwettbewerb II
Nachdem ich gestern versucht habe, ein bißchen die Stimmung beim Ideenwettbewerb einzufangen, gibt es heute das versprochene Interview mit Katrin Fische. Sie war maßgeblich an der Organisation des MacGyver Ideenwettbewerbs beteiligt und hat von der Konzeption über die erste Kontaktaufnahme zu Sponsoren und potenziellen Teilnehmern bis zur Ablaufplanung des eigentlichen Wettbewerbs alles fest im Griff gehabt. Unter Hintenanstellung privater Interessen trug sie dazu bei, dass dieser Wettbewerb auch in diesem Jahr wieder ein Highlight des TU-DAY wurde. Außerdem lösen Jochen und ich auf, wer den Logo-Wettbewerb gewonnen hat. Wir kontaktieren den Gewinner und werden schnellstmöglich den Gewinn
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#428 MacGyver-Tag 62: Ideenwettbewerb I
Gestern war es soweit. Jochen und ich trafen uns beim MacGyver Ideenwettbewerb und ich habe es tatsächlich geschafft, heute erste Impressionen zu bearbeiten und online zu stellen. Nach einer gemütlichen Zugfahrt ins beschauliche Braunschweig, habe ich dort gegen halb zwölf Jochen gesichtet, der bereits in der Jury fleißig war. Es war ziemlich erstaunlich, was die Schüler, die zu dem Zeitpunkt bewertet wurden, auf die Beine gestellt haben. Eine Maschine hat mich besonders interessiert, obwohl sie nicht ganz so funktioniert hat, wie sie sollte. Im Anschluss an die erste Runde hatte ich dann die Gelegenheit, mit der Gruppe zu sprechen und ganz ehrlich: ich habe nicht verstanden, was mir der junge Mann erklären wollte. Vielleicht kann mir ein technisch versierter Hörer erklären, was es mit dieser Mechanik auf sich hat. Im nächsten Teil, der morgen kommt, wird es ein Interview mit einer der Organisatorinnen geben und wir lösen auf, wer den Logo-Wettbewerb gewonnen hat. Jochen wird Dienstag erzählen, wer die Wettbewerbe in den einzelnen Kategorien gewonnen hat.
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#427 MacGyver-Tag 61: Reisefieber
Nun hat das Warten ein Ende. Morgen findet der Ideenwettbewerb der TU Braunschweig statt, bei dem Jochen in die Jury berufen wurde. 44 Gruppen werden die Lösungen ihrer Aufgaben vorstellen und ich kann mir vorstellen, dass deren Bewertung eine schweißtreibende Angelegenheit für die Jury sein wird. Bereits um 06:00 Uhr bzw. 7:30 Uhr verlassen Jochen und ich Gießen und Bremen, um Euch exklusiv von diesem Event berichten zu können. Es ist Jochen sogar gelungen, noch Eintrittskarten für das Gießener Mathematikum zu ergattern. Der Initiator des Mathematikums, Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, höchstpersönlich hat 40 Eintrittskarten für die ersten acht Gewinnergruppen zur Verfügung gestellt! Rechtzeitig zum Ideenwettbewerb hat Jochen auf seiner MacGyver Infosite die bei uns eingegangenen Logo Vorschläge zur Ansicht online gestellt. Ihr könnt vorab schon einmal schauen, was bei uns eingegangen ist. Morgen werden wir dann exklusiv ein Foto mit dem Gewinnermotiv machen und das natürlich online stellen. Wer nicht so lange warten möchte, kann morgen zur TU Braunschweig ins Audimax kommen und uns mit den ganz neuen Shirts treffen! Außerdem erzähle ich kurz etwas zur Übergabe des Videos, die nun tatsächlich stattgefunden hat. Ganz ohne Twitter und Rose im Knopfloch haben wir uns gefunden. Schade, dass er beruflich so eingespannt war, sonst hätten wir uns noch länger unterhalten. Das holen wir aber auf jeden Fall nach und es wird ein Interview geben.
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#426 Gescheiterte Übergabe
Nun ist es also doch passiert. Geunkt wurde von jeder Seite und zugetraut hätten es der deutschen Nationalmannschaft die Wenigsten. Gemäß der sich selbst erfüllenden Prophezeiung wurde dementsprechend das Endspiel gegen Spanien mit 0:1 verloren. Einerseits ist das natürlich schade und ärgerlich für jeden Fußballfan. Andererseits wird viel zu wenig honoriert, dass die Mannen um Jogi Löw es bis ins Endspiel geschafft haben. Noch vor acht Jahren wurde gemutmaßt, dass künftig die Nationalmannschaft an keinem internationalen Turnier mehr teilnehmen könnte, da Fußballdeutschland zu wenig für die Nachwuchsförderung unternehme. Bereits zwei Jahre später wurde Deutschland Vizeweltmeister und vor zwei Jahren immerin WM-Dritter! Dieses Jahr nun die Vize-Europameisterschaft. Was will Fußballfandeutschland denn mehr? Wir sind an der Spitze. Themenwechsel: heute sollte die Übergabe der MacGyver VHS-Kassette stattfinden. Dieses Vorhaben ist gescheitert - wie aus dem Drehbuch: beide Protagonisten waren zum richtigen Zeitpunkt am vermeintlich richtigen Ort. Allerdings fehlte das Feintuning und so wartete ich im großen Wartesaal des Bremer Hbf am Café und mein Gegenüber am Kaffeestand des Bahnsteigs, den ich dann betreten habe, nachdem er diesen fünf Minuten vorher frustriert verlassen hat. Das war nun der erste Versuch - wir werden es wieder probieren und ich werde darüber berichten! Irgendwann sollte es funktionieren!
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#425 EM Finale 2008
Heute gibt es ganz untypisch eine Sonntagsepisode. Grund dafür ist das am Abend stattfindende EM Finalspiel Deutschland gegen Spanien. Im Vorfeld hat mich Nero Bates von der Band The No Colour Twins kontaktiert und mitgeteilt, dass extra für das heutige Endspiel der Song "Vienna Calling" zum Gratisdownload zur Verfügung gestellt wird. Zur Einstimmung auf das Großereignis schadet es sicher nicht, einmal hineinzuhören. Ihr braucht nur auf das Foto zu klicken und schon sollte der Ladevorgang beginnen. Ob ich das Finalspiel bis zum Ende durchhalten werde, bezweifle ich stark. Nichtsdestotrotz drücke ich der deutschen Mannschaft die Daumen und hoffe, dass es nicht zu verletzungsbedingten Ausfällen von Ballack und Frings kommt, damit wir heute abend nicht kopflos auf dem Feld stehen. Sonny Sonnenberg ist Sängerin aus Bremen und sucht derzeit eine Band. Norbert vom Kulturlabskaus hat mich auf ihren Aufruf aufmerksam gemacht und natürlich helfe ich gern, schnellstmöglich eine Rockband zu finden, in der sie wieder singen kann. Wer von Euch auf der Suche nach einer Frontfrau oder Backgroundsängerin ist, sollte Sonny direkt beim Kulturlabskaus kontaktieren!
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