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| Kim Dotcoms Panzer, Ferris Buellers Comeback, ein Leben ohne Google, Revolution |
| Zum Ende der Woche hin sammelt sich meist allerhand Kurioses. Es ist ja auch Freitag. Zeit, die Woche mit ein paar spektakulären Kurzmeldungen ausklingen zu lassen. Zeit für einen Basic Cluster. Sollte Google wirklich böse werden, müssen Alternativen her. Marcel Weiss hat jetzt die Ergebnisse eines Selbsttests veröffentlicht: 18 Monate suchte er wenig bis gar nicht mit Google, dafür mit Bing, DuckDuckGo und Blekko. Sein Fazit: Google bleibt die beste allgemeine Suche, aber die anderen liefern “ausreichend gute Ergebnisse, um im Alltag auf Google verzichten können.” Nebenbei fiel Weiss auf, dass Google sehr viel damit geholfen wird, dass die Suche in fast jedem Browser als Standardsuche vorinstalliert ist. Was den Rahmen seiner Suche leider sprengte: der Test von Alternativen zu anderen Google-Produkten wie Maps, Mail oder dem Reader. A propos Suchalternative: Microsoft hat seine Suchmaschine Bing in Deutschland nach gut zwei Jahren aus der Beta-Phase entlassen. Beta-was? Und hat jemand gemerkt, dass es eine solche Phase gab? Interessanter deswegen die Zahlen, die Microsoft nennt: 10 Millionen Deutsche oder 20 Prozent der hierzulande aktiven Internetnutzer würden Bing regelmäßig nutzen. Das wären stolze Zahlen. Habt ihr eigentlich auch das Gefühl, dass die Qualität von Googles Suchergebnissen nachgelassen hat? Meinen Eindruck der vergangenen Wochen unterstreicht ein Beitrag von SearchEngineLand und der verzweifelten Suche nach dem Wort “Santorum”. Das Ergebnis war ernüchternd. Etwas für die Übersichtlichkeit tun will Engag.io, ein neues Tool, um Kommentare auf dem eigenen und anderen Blogs ebenso zu verwalten wie Verknüpfungen mit Facebook, Twitter und Co. Wird im nächsten Schritt aufgenommen in die Basic Toolbox! Unterdessen dürfte bei den MegaUpload-Konkurrenten derzeit eine Mischung aus Katerstimmung und Euphorie vorherrschen. Einerseits könnten sie die nächsten Opfer der Ermittlungsbehörden werden, andererseits gehen ihre Besucherzahlen seit der Schließung des Nebenbuhlers steil. Nicht nur bei den Großen wie Rapidshare und Uploaded.to. Laut Torrentfreak profitieren auch kleinere Anbieter wie Hulkshare oder Filepost. Samsung erlebt einen Smartphone-Boom, das Geschäftsjahr 2011 war mit einem Umsatz von umgerechnet 32,1 Milliarden Euro (+17 Prozent) ein außerordentlich erfolgreiches. In den Absatzzahlen der Smartphone-Hersteller misst man sich mit rund 36 Millionen verkauften Geräten mit Apple (37 Millionen). Beide haben Nokia damit im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht nur überholt, sondern deutlich abgehängt, wie Statista in der obigen Grafik schön zusammenstellt. Hätte es euch überrascht, wenn man auf dem Anwesen des kürzlich verhafteten MegaUpload-Chefs Kim Dotcom neben einem Maserati, einem Rolls Royce, 15 Mercedes’ und einem Cadillac auch noch einen Panzer vorgefunden hätte? Immerhin verschanzte sich Dotcom vor der anrückenden Polizei in einem Panic Room und musste dort “herausgeschnitten” werden. Ein Bild, das auf seinem Anwesen einen Panzer zeigt und einige Nachbarn irritierte, stellte sich zwar nicht als Fälschung heraus, wohl aber als optische Täuschung. Es handelt sich dabei um kein Stahlross, sondern ein aufblasbares Spielzeug für Dotcoms Kinder. Hättet ihr das auf dem ersten Blick erkannt? Du hast es nicht geschafft, ehe du 2 Millionen monatliche Nutzer hast die Samwer-Brüder dich klonen. Der Shoppingclub für Designprodukte, Fab.com, machte jetzt diese Erfahrung. Kaum rege genutzt, schon kopiert: die Samwers sind mit Bamarang am Start, aus Berlin kommt das ebenfalls sehr ähnliche Monoqi. Fab-Gründer Jason Goldberg nimmt es sportlich und freut sich über inzwischen “fünf Kopien” alleine aus Berlin. Offline-Gadget: Verstellbare Tore könnten zu einseitige Tischfussball-Partien spannender machen. Online-Gadget: In der neuen Version 6.2 macht Google Earth endlich Schluss mit dem Flickenteppich. Die ganze Welt, sogar der Meeresspiegel, erstrahlt in neuem Glanz: In der Pause des Super Bowl am 5. Februar werden meist echte Knüller-Werbespots gezeigt. Manchmal werden diese schon angeteasert, wie in einem neuen, zehnsekündigen Video mit Matthew Broderick, das zwar kaum etwas verrät, aber derzeit wahre Begeisterungsstürme im Netz auslöst. Broderick ist der Star des Kultfilms “Ferris macht blau” (“Ferris Bueller’s Day off”) aus dem Jahre 1986. Das neue Video ist im Stile des Films gedreht und verweist auf das Datum des Super Bowls. Im Netz wird natürlich derzeit eifrig diskutiert, was das zu bedeuten hat. Vielleicht ein 2. Teil, bei dem Ferris statt der Schule diesmal der Arbeit fern bleibt und ein autoritärer Chef ihn durch die halbe Stadt jagt? Das wäre ein Traum! A propos Schule: Die deutschen Schulbuchverlage planen derweil, Apples Schulbuchoffensive mit einer eigenen, plattformunabhängigen Lösung zu kontern. Modern, modern! Zum Abschluss noch ein gut gemeinter Ratschlag zum Wochenende: Etwas Revolutionäres ankündigen dürfen vielleicht Apple und noch einige andere Hersteller, aber kleine Leute wie ihr schonmal gar nicht! Ein 18-Jähriger Schüler aus Wiesbaden, der via Facebook eine Revolution ankündigte, ist von der Polizei verhaftet worden. Ein Mitschüler las die Nachricht und informierte die Schulleitung. Die rief die Polizei; der Junge wurde festgenommen – und in die Psychiatrie eingewiesen. (Jürgen Vielmeier, Bilder: France Komoroske, Statista, Hammacher) |
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| Schlechte Bewertung auf Lieferplattform: Pizza-Bäcker entführt Kunden |
| Er bestellte etwas bei einem Pizzadienst und litt nach dem Verzehr der Speise zehn Stunden lang an Brechdurchfall. Doch was dann kam, war für einen Göttinger Kunden noch schlimmer. Nachdem er dem Lieferdienst auf Pizza.de eine schlechte Bewertung ausgestellt hatte, lauerte der Besitzer des Restaurants ihm auf. Er wurde zur Zahlung von 800 Euro Schadensersatz gedrängt und mehrere Stunden lang gefangen gehalten. Was schier unglaublich klingt, darüber hat jetzt das Amtsgericht Göttingen entschieden. Der Kunde habe sich etwas gegen seinen Durchfall gekauft, als plötzlich der aufgebrachte Besitzer des Lieferdienstes im Auto neben ihm gehalten hatte. Zusammen mit einem Mitarbeiter nötigten sie den Kunden, mit in die Pizzeria zu kommen. Dort angekommen, forderten sie von ihm 800 Euro Schadenersatz, weil die Zahl der Bestellungen angeblich maßgeblich zurückgegangen sei. Hoher Druck auf Lieferdienste In der Pizzeria nahm man dem Kunden Handy und Portmonee ab, bespuckte und beschimpfte ihn und sperrte ihn in einen Lagerraum. Die versuchte Flucht in ein benachbartes Fitnessstudio misslang: der Inhaber der Pizzeria holte ihn mit Gewalt zurück. Erst nachdem der Kunde seine Mutter anrufen durfte, die ihm die 800 Euro leihen wollte, ließ man den Mann unter der Prämisse gehen, das Geld am nächsten Tag vorbeizubringen. Der Kunde allerdings ging statt dessen zur Polizei. Das Amtsgericht befand den Besitzer der Pizzeria für schuldig und verurteilte ihn zu einem Jahr und drei Monaten Haft auf Bewährung. Der Mitarbeiter der Pizzeria, der dem Besitzer geholfen hatte, wurde zu einer milden Strafe verurteilt. Die kuriose Nachricht zeigt, welchen Stellenwert Lieferportale im Netz inzwischen haben. Dienste wie Pizza.de, Lieferheld, Lieferando oder auch Qype als Bewertungsplattform werden offenbar so rege befüllt und befragt, dass eine schlechte Bewertung tatsächlich zu Umsatzeinbußen führen kann. Die Restaurant-Besitzer stehen offensichtlich unter einem hohen Druck – was aber natürlich keine Nötigung rechtfertigt. Gerade im Falle schlechter Bewertungen auf Ebay gibt es zahlreiche Urteile. Oft sind die Anbieter die Gelackmeierten, weil sie sich gegen überkritische Bewertungen nur schwer wehren können. In diesem Falle aber dürfte die Sachlage ziemlich eindeutig sein. Guten Appetit! (Jürgen Vielmeier, Foto: Rob Rob 2010 (CC)) |
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| CES: Qooq – ein Tablet als Küchenhilfe |
| In Las Vegas bereitet sich die Tech-Branche gerade auf die ersten Pressekonferenzen vor: Es ist CES und damit wieder Zeit, die neueste Hardware wie einen Schauer herunterprasseln zu lassen und den Ton für die kommenden Monate anzugeben. Neben Ultrabooks sind natürlich die Tablets weiterhin ein heißes Thema. 2012 bringt uns die CES vier Kerne und Android 4.0 als Spitzenwerte der flachen Geräte. Nicht jeder benötigt aber so ein Tablet-Biest, auch andere Qualitäten können kaufanreizend sein – wie zum Beispiel wasserdichte Gehäuse oder etwas Hilfe beim Kochen. Darauf hofft der französische Anbieter Qooq, der sein knallrotes Tablet als Assistent in der Küche sehen möchte. Mich hat das Qooq mit den Metallspitzen irgendwie sofort an einen Retro-Wecker im 50s-Diner-Stil erinnert. Statt herabschnellende Handflächen soll das 270 x 160 x 25 Millimeter große und 900 Gramm schwere Tablet aber die Auswirkungen eurer Kochaktionen verkraften. Wie Fettspritzer und Dunstschwaden. Anstelle von Plastik setzt der Hersteller daher ein Aluminiumgehäuse und eine Glas-Abdeckung für den 10,1-Zoll-Bildschirm ein. Interaktives Kochbuch Die eigentliche Stärke des Qooq ist das interaktive Kochbuch. Qooq ist eine französische Rezepte-Plattform, die ihre Dienste gegen eine Gebühr für den PC, Smartphones und das hauseigene Tablet zur Verfügung stellt. Insgesamt könnt ihr aus 3.500 Rezepten mit Anleitung wählen, von denen rund 1.000 auch als Video bereitstehen. Hinzu kommen etwa 250 Videos, die verschiedene Küchenfertigkeiten antrainieren, Zutateninfos sowie Weinempfehlungen. Linux-System Das Tablet beschränkt sich allerdings nicht auf die Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Ihr könnt damit auch im Internet surfen, E-Mails verschicken, Twitter und Facebook nutzen, Radiosender und MP3s anhören und Videos abspielen. Mit Apps sieht es allerdings schlecht aus: Qooq basiert auf einem nicht näher spezifizierten Linux-Betriebssystem. Auf der Hardware-Zutatenliste stehen ein ARM Cortex A9-Dualcore-Prozessor mit 1 Gigahertz und 8 Gigabyte Speicherplatz. Peripherie beziehungsweise Speicherkarten lassen sich via USB und einem Kartenleser verbinden. In Frankreich gibt es das Qooq seit Ende November für 349 Euro. Laut der Nachrichtenagentur dpa soll es als nächstes in englischsprachigen Ländern und anschließend in Deutschland eingeführt werden. An sich ist die Idee, ein robustes Gerät mit Rezeptideen auf den Markt zu bringen, nicht schlecht – wenn ich an die Vielzahl an Kochsendungen im Fernsehen denke, ist das Interesse am Herd zu werkeln, eindeutig vorhanden. Positiv sind auch die interaktiven Anleitungen, bei user-generated Rezepten aus dem Internet ist ja nicht immer klar, was wie gemacht werden soll. Eine eierlegende Wollmilchsau ist das Qooq ohne System wie Android oder iOS aber nicht, der Erweiterung dürften damit Grenzen gesetzt sein. Was meint ihr? (Saskia Brintrup) |
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| Es stimmt: LG bringt Google TV mit zur CES – und Samsung auch |
| Die zwei Insider, die Bloomberg Businessweek im November ins Ohr flüsterten, dass LG einen Fernseher mit Google TV auf den Markt bringen will, haben die Wahrheit gesprochen. Wie seinerzeit vermutet, lüftet sich der Vorhang zur Consumer Electronics Show in Las Vegas. Die TV-Software von Google ist in Deutschland bislang nicht präsent, soll sich aber in diesem Jahr Europa vornehmen. Dann also offenbar nicht nur auf Geräten von Sony (Logitech pausiert ja), sondern auch mit LG – und Samsung. Der südkoreanische Konzern hatte bereits im vergangenen Jahr Interesse bekundet und soll laut einem Eintrag im Google TV Blog zur CES dazustoßen. Infos zum Gerät gibt es von Samsung aber noch nicht. Dafür von LG: Der Hersteller nennt den neuen Fernseher mit Android-System schlicht und ergreifend Google TV und hat ihn mit zwei bereits erprobten Features verschmolzen – die da wären: 3D und Smart TV. Multitasking und Fuchtel-Fernbedienung Die Benutzeroberfläche soll auf komfortables Websurfen getrimmt sein und soziale Netzwerke, eine Suchanfrage im Chrome-Browser und TV-Inhalte parallel ermöglichen. Neben einer hübschen Übersicht des aktuellen Fernsehprogramms liefert Google TV Bezahlinhalte verschiedener Anbieter und natürlich eine YouTube-Integration. Was sonst noch, lest ihr hier. Zur Steuerung packt LG die neue Magic Remote mit in den Karton, die im Dezember für die aktuellen 3D-Smart-TVs vorgestellt wurde. Die Fernbedienung integriert sowohl Gestensteuerung als auch Spracherkennung, damit ihr euch beim Aufrufen der mehr als 1.000 verfügbaren Apps und bei der Texteingabe nicht abmühen müsst. Außerdem könnt ihr sie wie einen Pointer auf den Bildschirm richten, um per Cursor Inhalte auszuwählen – erinnert mich an die Wii Remote. 3D via Polarisation Um 2D-Inhalten einen 3D-Look zu verleihen, ist eine eigene Taste auf der Fernbedienung vorhanden. 3D-Effekte erzeugt das Display mit der Film Patterned Retarder (FPR) Technik. Das heißt, keine Shutter-Brillen, sondern leichte, günstige und passive Polarisationsbrillen. Weitere Details zum LG Google TV, wie die Panel-Größe, Auflösung, einen Starttermin oder eine Preisvorstellung, wären zwar äußerst interessant zu wissen, bleiben aber noch mindestens bis zur ersten Präsentation am 9. Januar auf der CES unter Verschluss. (Saskia Brintrup) |
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| Basic Cluster: Xoom-Nachfolger, Tablets im Ausverkauf, Neues zum Transformer Prime |
| Neue Geräte angekündigt, links liegengelassene RIM-Hardware im Ausverkauf, Probleme mit dem Asus Eee Pad Transformer Prime – der heutige Basic Cluster nimmt sich den Tablet-Markt vor. Neues kommt von Motorola: Zwei Nachfolger für das Xoom Tablet, seinerzeit das erste Modell mit Android 3.0 Honeycomb. Die Vorreiterrolle beim Betriebssystem geben die Xoom 2 und Xoom 2 Media Edition genannten Tablets allerdings ab; ausgeliefert werden sie nicht etwa mit dem neuen Android 4.0, sondern mit Android 3.2. Auch den Schritt von zwei zu vier Prozessorkernen lässt der Handy-Hersteller aus, gesteht den neuen Xooms und ihren Dual-Core-CPUs aber eine höhere Taktfrequenz zu. Motorola bringt Xoom 2 * 2 Verglichen mit dem ersten Motorola Xoom, dessen 13 Millimeter hohes Gehäuse stattliche 730 Gramm auf die Waage bringt, ist das Xoom 2 bei gleicher Displaygröße (10,1 Zoll) deutlich schlanker (8,8 mm) und leichter (599 Gramm). Mit dem Xoom 2 Media Edition entfernt sich Motorola weiter von dem Pfad, den bereits das Xoom beschritten hat. Das rund 216x140x8,9 Millimeter große und 388 Gramm leichte Tablet will mit einem 8,2-Zoll-Display besser in der Hand liegen – vor allem, um Videos abzuspielen. Ein IPS-Panel soll für knackige Farben und große Blickwinkel sorgen, die Hardware stark genug für 1080p-Streifen sein und die Lautsprecher räumlichen Klang mit Bass erzeugen. Ob das Versprechen in der Praxis gehalten werden kann, könnt ihr im kommenden Monat überprüfen. Dann will Motorola die beiden Tablets mit 3G-Modul und WLAN in Deutschland herausbringen. Statt Euro-Preise gibt es noch Fragezeichen, in eine grobe Richtung weisen die UK-Preise: In Großbritannien werden die Xoom-2-Modelle bereits verkauft, und zwar ohne UMTS für rund 400 bis 450 Euro. Die Spezifikationen en détail gibt es hier. RIM PlayBook und Sony Tablet S im Sale In den Sale geschickt werden derzeit das BlackBerry PlayBook und das Sony Tablet S. RIMs PlayBook mit BlackBerry Tablet OS und 7-Zoll-Bildschirm wurde zwecks Attraktivitätssteigerung schon mehrfach reduziert, im US-Onlineshop hat der Anbieter nun erneut den Rotstift angesetzt. Kostete der Tablet-PC mit 16 Gigabyte (GB) Speicherplatz bislang 499 Dollar, die 32-GB-Version 599 Dollar und die Ausführung mit 64 GB 699 Dollar, gibt es jetzt alle drei Varianten für 299 Dollar. Noch sind alle auf Lager, sodass US-Nutzern einem Griff zur üppigsten Bestückung nichts im Wege steht. Im deutschen BlackBerry-Shop verlangt RIM zwar nach wie vor 499 bis 699 Euro, der Handel hat aber bereits reagiert und verkauft die Tablets ab rund 300 bis 400 Euro. Mit Prozenten lockt neuerdings auch Sony. Das keilförmige Tablet S mit eingebauter Universalfernbedienung ist im Sony US-Store 100 Dollar günstiger zu haben. Mit 16 GB Speicher demnach für 399,99 Dollar, mit doppelter Speicherkapazität für 499,99 US-Dollar. Hierzulande verkauft Sony den Tablet-PC mit Android 3.2 und 9,4-Zoll-Display für 429 Euro. Mit UMTS-Modul werden 549 Euro fällig, mit 32 GB Speicher und WLAN 529 Euro. Transformer Prime: Android 4.0 im Anflug Neuigkeiten gibt es außerdem zum Eee Pad Transformer Prime von Asus. Das hierzulande noch nicht erhältliche Quad-Core-Tablet geriet bereits durch Ärger mit dem Spielzeughersteller Hasbro in die Schlagzeilen; ihr wisst schon, Transformers und Optimus Prime. Dann beschwerten sich einige Kunden über einen schlechten GPS-Empfang und den gelockten Bootloader. Via Facebook bezieht Asus nun Stellung und stellt außerdem klar, wann das neue Eee Pad, das in den USA zunächst mit Android 3.2 gestartet ist, das versprochene System-Update erhält. Ab dem 12. Januar will Asus damit beginnen, Honeycomb weltweit durch Ice Cream Sandwich (4.0) zu ersetzen. Die Kritik am GPS-Modul kommentiert der Hersteller mit einem Verweis auf das Unibody-Gehäuse aus Metall. Das Material könne die GPS-Leistung beeinträchtigen, ebenso das Wetter, Gebäude und die Umgebung. Um Kunden, die auf eine gute GPS-Leistung Wert legen, nicht zu verärgern, streicht Asus die GPS-Funktion aus dem Datenblatt und will das Produkt auch nicht mehr entsprechend bewerben. Prime-Käufern, die gerne Hand an die Firmware anlegen möchten, stellt Asus zudem ein Unlock-Tool in Aussicht. Der Bootloader sei abgesichert worden, um sich mit Googles DRM-geschützten Bezahlinhalten, wie Videos, zu verstehen. Dennoch soll künftig ein Unlock möglich sein – wie üblich mit dem Erlöschen der Garantie als Nebenwirkung. Googles Videoverleih scheidet dann auch aus. (Saskia Brintrup) |
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| Gratis-Downloads: Amazon, Apple und Kobo spendieren MP3s, TV-Serien und E-Books |
| Jeden Tag eine neue Überraschung in Form von köstlicher Schokolade im Adventskalender – das ist leider vorbei. Mit Amazon und Apple lässt sich das tägliche Präsentritual nach den kaloriengesegneten Feiertagen ganz ohne Schokolade bis Anfang Januar strecken. Beide bieten zurzeit jeden Tag einen kostenlosen Download an: Amazon aus den Rubriken MP3s und E-Books für den Kindle, Apple querbeet aus dem iTunes-Fundus. Auch der E-Book-Anbieter Kobo gibt euch digitalen Lesestoff aus. Wo gibt es was? Amazon zündet derzeit das MP3-Feuerwerk und verspricht “jeden Tag neue Preisknaller”. Darunter fallen einige MP3-Alben zum Preis von 3,99 Euro pro Stück (zum Beispiel von Eric Clapton und “Das Phantom Der Oper”) oder ein Dreierpack Alben für glatt 12 Euro. Wählen könnt ihr aus einem Angebot von 3.410 Alben von Helene Fischer bis Iron Maiden, die bei einem Einzelkauf 5,99 Euro kosten. Setzt ihr drei Häkchen, sinkt der Preis von 17,97 auf 12 Euro. Amazon gibt auch täglich einen neuen Download aus dem MP3-Shop aus; gestern zum Beispiel einen Song von ATB, heute ist ein Lied aus der Nickelodeon-Serie “Big Time Rush” an der Reihe. Für den Download benötigt ihr den Amazon MP3 Downloader. Falls ihr einen Kindle besitzt, könnt ihr auch bei den Kindle Gratis-Tagen vorbeischauen. Bis zum 6. Januar lässt sich täglich ab Mitternacht und bis um 23:59 Uhr ein E-Book für den Kindle Reader oder die Lese-App für Android, iOS, Mac OS X und PC kostenlos herunterladen. Am heutigen Dienstag gibt es Trügerisches Bild: Ein Auftrag für Spenser von Robert B. Parker. Was euch an den folgenden Tagen erwartet, verrät euch der Amazon-Blog Kindle Post. Apple führt die bereits aus dem vergangenen Jahr bekannte Sonderaktion “12 Tage Geschenke” fort. Seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag und bis zum 6. Januar trägt jeden Tag ein anderer Artikel aus dem iTunes-Store den Gratis-Button. Zum Auftakt gab es Live-Mitschnitte von Coldplay, am Dienstag versteckten sich zwei Folgen “Die Schlümpfe” hinter dem Vorhang. Um zum Gratis-Download des Tages zu gelangen, lasst euch via iTunes über den Geschenke-Teaser der Aktion leiten oder ladet die App “12 Tage Geschenke” für iOS ab Version 4.3 herunter. Die Voraussetzung für den Download ist ein iTunes-Account. Bei Kobo könnt ihr noch bis zum 28. Dezember die Umberto Eco Compilation mit den fünf Titeln Der Name der Rose, Das Foucaultsche Pendel, Die Insel des vorigen Tages, Baudolino sowie Der Friedhof in Prag umsonst abgreifen, die regulär 39,99 Euro kostet. Erforderlich sind eine Registrierung bei Kobo sowie die Eingabe des Aktionscodes ”GESCHENKVONKOBO” bei der Bestellung. Ihr müsst allerdings nicht zwangsläufig einen E-Book-Reader von Kobo nutzen, es stehen auch Apps für iPhone, iPod touch und iPad mit iOS 4.0 oder höher sowie für Android ab Version 1.6 bereit. Und, ist etwas für euch dabei? (Saskia Brintrup) |
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| Warum eine “Zero Mail Policy” großer Quatsch wäre |
| Hat er es also wieder in die Schlagzeilen geschafft: Bereits im Februar tönte Thierry Breton, Chef des französischen IT-Dienstleisters Atos, er wolle die E-Mail unternehmensweit abschaffen. Möglichst binnen drei Jahren. Der Plan wird jetzt konkreter: In 18 Monaten will er die Zero Mail Policy in seinem Unternehmen umgesetzt haben, das 74.000 Mitarbeiter in 42 Ländern beschäftigt. Und wie soll das gehen? “Wenn Menschen mit mir reden wollen, können sie zu mir kommen und mich besuchen, mich anrufen oder mir eine Textnachricht schicken”, sagte Breton dem “Daily Telegraph”. Na, wenn das mal kein Traumarbeitgeber ist! Der Manager eines Großkonzerns, dessen Tür immer offen steht. Wenn der Hausmeister sich nicht entscheiden kann, ob er lieber weiße oder gelbe Lampen einschrauben soll, geht er kurz den Chef fragen. Breton weiter: “Es ist nicht richtig, dass einige unserer Mitarbeiter den Abend mit dem Lesen und Beantworten von E-Mails verbringen.” Wie ein Unternehmen mit der Problematik umgehe, dass nur 10 Prozent davon wertvoll seien, sei eine der größten Herausforderung für die Zukunft. Facebook-Nachrichtensystem als Alternative? Bretons Argumentation nach wäre es also besser, wenn die Mitarbeiter sich abends lieber mit Instant Messages herumschlagen statt mit E-Mails. Wenn Leute endlich wieder konzentrierter arbeiten können, weil sie alle fünf Minuten angerufen werden, statt Mails zu erhalten. Das Facebook-Nachrichtensystem sei eine gute Alternative, sagt Breton. Und er verweist auf eine Studie von ORSE, in der es heißt, nach einer E-Mail dauere es 64 Sekunden, um sich wieder auf die ursprüngliche Arbeit zu konzentrieren. Nach einem Vier-Augen-Gespräch geht das also schneller? Der Beitrag der “Daily Mail” vergisst leider zu erwähnen, dass Atos ein Interesse daran hat, auf Alternativen hinzuweisen, die man mit eigenen Lösungen wie “Adaptive Workplace” anstrebt. Was er dabei offenbar vergessen hat: Dass seine Mitarbeiter auch mit Menschen außerhalb des Unternehmens kommunizieren müssen, die eben häufig E-Mails schreiben. Versteht mich nicht falsch: Es gibt genug, was man an der E-Mail aussetzen kann. Das sind aber meist unliebsame Menschen auf der anderen Seite das Problem, die einen mit sinnlosen E-Mails bombardieren, auf Facebook aber genau dasselbe tun. Ich bin in den letzten Wochen und Monaten wieder ein großer Fan der E-Mail geworden, nachdem einige Leute mir etwas am Telefon verkaufen wollten, das mich absolut nicht interessierte. Nachdem Freunde sich Verbalschlachten im Facebook-Chat lieferten und mich dabei auf CC setzten. Nachdem einige ganz findige PR-Aktivisten mich gar auf Skype ansprachen und ein neues Produkt ankündigten. Ruhe eben Dank der E-Mail Alle akustischen oder optischen Benachrichtigungsfunktionen in Outlook längst abgeschaltet, alle Instant Messenger geschlossen, das Smartphone auf leise gestellt und bei Facebook ausgeloggt, ist die Ruhe mittlerweile himmlisch. Noch immer wandern täglich über 100 Mails in meinen Posteingang. Was ich davon nicht brauche, lösche ich einfach mit einem Klick. E-Mail gibt mir die Ruhe, nicht alles sofort entscheiden zu müssen, wie am Telefon oder im Chat, sondern erst einmal eine Weile darüber nachdenken zu können. Die über 100 Nachrichten kämen so oder so, ob per E-Mail oder anderswoher. Manchmal bekomme ich Anrufe von Agenturen, die mich zu einem Produkttest oder einer Veranstaltung einladen, mich fragen, ob ich dies oder das kenne und ob ich nicht darüber schreiben wolle. Am Ende sind meist beide Seiten voneinander überfordert, bis der erlösende Satz fällt: “Ich stelle Ihnen noch einmal alle Infos zusammen und schicke Ihnen am besten eine Mail.” Ich erreiche über eine E-Mail fast jeden, weil jeder eine E-Mail-Adresse hat, ganz im Gegensatz zu dem inzwischen guten Dutzend an Mobile Instant Messengern. Ja, trotz aller Nachteile mag ich die E-Mail, und ich hoffe, sie bleibt uns noch eine Weile erhalten. (Jürgen Vielmeier, Bild: Torley (CC BY-SA 2.0) |
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| Beutet die Spielebranche ihre Mitarbeiter aus oder wollte EA Zynga den Börsengang madig machen? |
| Im Dealbook der “New York Times” erschien am Sonntag ein interessanter Artikel. Wahre Horrorgeschichten über den Social-Games-Anbieter Zynga finden sich darin: Ausgebrannte Mitarbeiter, die in Tränen ausbrächen, eine lange Liste von Mitarbeitern, die sich über nie endende Arbeitstage beschwerten und Wutanfälle von CEO Mark Pincus. Der Artikel enthält allerdings auch einige merkwürdige Zitate von Angestellten des Zynga-Konkurrenten Electronic Arts (EA). So sagte etwa EAs Personalchefin Gabrielle Toledano: “Ich erwarte, dass eine Menge Game- und Technikunternehmen Zyngas Talente anheuern werden”, sobald die Warteperiode nach dem Börsengang zuende sei. “Mitbewerber werden den Vorteil nutzen, dass sie verlockendere Möglichkeiten für kreative Menschen anbieten.” Mitbewerber wie EA? EA bietet sich frustrierten Zynga-Mitarbeitern an Michael Arrington, der Gründer des US-Blogs Techcrunch, wirft der “New York Times” vor, sie habe sich von EA vereinnahmen lassen. Er führt als weiteres Indiz ein Zynga-kritisches Zitat von Investor Roger McNamee an. Denn der hatte früher mit dem aktuellen EA-Chef John Riccitiello zusammen die Investmentfirma Elevation Partners geleitet. Der Artikel im “Dealbook” erschien wenige Tage, bevor Zynga seine Absicht erklärte, in Kürze an die Börse zu gehen. Wollte EA versuchen, dem auf Facebook sehr aktiven Konkurrenten das Geschäft madig zu machen? Zahlreiche Technikmagazine nahmen die Geschichte dankbar auf. Dabei wird manchmal vergessen, dass EA in der Vergangenheit wegen ähnlicher Probleme am Pranger stand. Im Jahr 2004 veröffentlichte die Frau eines Mitarbeiters, bekannt geworden als “EA Spouse”, einen Insider-Bericht über die Zustände bei EA. 7-Tage-Wochen soll es dort gegeben haben mit Arbeitszeiten um 100 Stunden. Es kam später zu Klagen frustrierter Mitarbeiter gegen die Spielefabrik, die außergerichtlich beigelegt wurden, und die Situation verbesserte sich vorübergehend. Die Autorin des Berichts, Erin Hoffman, berichtet allerdings auch von weiteren Horrorgeschichten bei EA im Jahre 2008. Und sie fragt: “Schert sich eigentlich noch jemand um Lebensqualität?” In der Spielebranche vielleicht nicht. Es mehren sich Stimmen, dass die Berichte über die Zustände bei Zynga gar nicht so weit hergeholt seien. Die Spieleanbieter Rovio und PopCap hätten deswegen davor zurückgeschreckt, sich von Zynga übernehmen zu lassen. Aber eine Debatte keimte auf, dass das in der Startup-Szene nun einmal so sei. Wer sich darauf einlasse, der müsse eben wissen, dass er sein Privatleben praktisch aufgeben müsse. Und wem das nicht passe, der solle halt gehen. Ist das so? Zynga jedenfalls plant den Börsengang am 15. Dezember und strebt eine Bewertung in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar an. (Jürgen Vielmeier) |
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| Nokia: Windows-8-Tablet und weitere Windows Phones angekündigt |
| Für Nokia geht es derzeit um mehr, als den kommerziellen Erfolg irgendeines neuen Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone 7. Das in nur acht Monaten auf Basis des N9 entwickelte Lumia 800 verkörpert den Eintritt in eine neue Ära der insgesamt fast 150-jährigen Firmengeschichte, die nach Jahren des schleichenden Abstiegs wieder ein wenig Glanz in die zuletzt arg rotstichigen Bilanzen zaubern soll. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten. Der Einstand verlief bis jetzt jedenfalls ohne gröbere Schnitzer. Die ersten Testberichte des Lumia 800 sind insgesamt recht positiv ausgefallen. Auch Jürgen wird euch schon in Kürze über seine Erfahrungen mit dem ersten finnischen Windows Phone berichten, sobald er gesundheitlich wieder auf dem Damm ist. Nichtsdestotrotz hat Nokia die tatsächliche Bewährungsprobe noch vor sich. Dem Unternehmen muss es schnellstmöglich gelingen, im Ringen mit Apple, Samsung und Co. erneut ein konkurrenzfähiges Portfolio an attraktiven Smartphones und Tablet-PCs am Markt zu etablieren – andernfalls ist der Niedergang wohl kaum mehr aufzuhalten. Das Lumia 710 ist in diesem Zusammenhang ja angekündigt. Und sonst? Dazu war bislang nicht viel Konkretes zu vernehmen. Gerüchten zufolge soll ja ein neues Flaggschiff namens Lumia 900 Anfang kommenden Jahres vorgestellt werden. Dass dies wohl nicht nur der Phantasie orakelnder Blogger entsprungen ist, hat nun der neue Chef von Nokia Frankreich, Paul Amsellem, dem französischen Finanzblatt “Les Échos” indirekt bestätigt. Amsellem bediente sich dabei einer interessanten Metapher. “Es [das Lumia 800] ist in etwa das Äquivalent zu BMWs 5er-Reihe. Bald werden wir mit einer 3er- und einer 7er-Reihe über eine komplette Angebotspalette verfügen”, sagte der Spitzenmanager. Ein Modell oberhalb des Lumia 800 wird also kommen. Mit “3er-Reihe” dürfte hingegen das Lumia 710 gemeint sein, das ab dem ersten Quartal 2012 für 329 Euro zu haben sein soll. Falls nicht, könnte der Eintrittspreis in die Welt von Windows Phone 7 künftig sogar noch niedriger ausfallen. Und auch in Sachen Tablets will Nokia laut Amsellem endlich mitmischen. Ein erster Flachrechner soll im Juni 2012 auf den Markt kommen – mit Windows 8. Das neue Microsoft-System wird demnach also ebenfalls in der ersten Jahreshälfte erhältlich sein. Na dann, ich bin gespannt. (Christian Wolf; Bild: Nokia) |
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| Quellcode von “Ice Cream Sandwich” offiziell veröffentlicht: Eine Übersicht, wer naschen darf. |
| Draußen wird es jeden Tag frostiger und dennoch giert es den ein oder anderen derzeit besonders nach einer kalten Süßspeise. Noch ist “Ice Cream Sandwich” zwar weitgehend ein Phantomgenuss. Allerdings haben die Mobilfunk-Hersteller bereits erste Einblicke darauf gewährt, welche Nutzer an der baldigen Verkostung der vierten Android-Kreation teilhaben dürfen. An der Eismaschine versammelt ist die Crème de la Crème der Google-affinen Smartphone- und Tablet-Branche. Die offiziellen Listen der bislang verschickten Einladungskarten sind allerdings unterschiedlich lang. Während Sony Ericsson heute großzügig verkündete, einen ganzen Jahrgang naschen zu lassen, dürfen bei anderen nur handverlesene VIPs ans Buffet. Sämtliche bekannten Namen haben wir einmal inklusive Quellen in einer Übersicht zusammengetragen. Nachfolgend also die bestätigten Modelle von Acer, Asus, HTC, LG, Motorola, Samsung und Sony Ericsson, die ein “Ice Cream”-Update erhalten werden. Natürlich ohne Gewähr. Laut Google sind übrigens prinzipiell alle Smartphones für Android 4.0 geeignet, auf denen auch Android 2.3 gelaufen ist. Weitere Update-Kandidaten werden also mit ziemlicher Sicherheit folgen, zumal der Quellcode für Android 4.0 nun ebenfalls offiziell freigegeben wurde. Aber jetzt zum aktuellen Stand: Acer Für Acer ist die Informationslage offenbar relativ dünn. Laut dem polnischen Blog Tablet-Online habe Acer Polen aber zumindest bestätigt, dass die Tablet-PCs Iconia A100 / A101 und A500 / 501 bereits zu Beginn des kommenden Jahres aktualisiert werden sollen. Asus Asus verriet Ende Oktober in einem Facebook-Eintrag erste Details zu seinen Transformer-Tablets. Von Android 4.0 profitieren sollen: • Eee Pad Transformer • Eee Pad Transformer Prime • Eee Pad Slider Ein Termin für die Auslieferung des Updates steht demnach aber noch nicht fest. HTC HTC hat sich in Sachen “Ice Cream Sandwich” bisher lediglich auf seinem Facebook-Profil geäußert. Dort ist von einer “ersten Welle” von Geräten zu lesen, die ab Frühjahr 2012 ein Update erhalten sollen. Dies impliziert zumindest, dass es auch noch eine zweite Welle geben wird. Bislang mit dabei sind: • Amaze 4G (nicht in Deutschland erhältlich) • EVO 3D • EVO Design 4G (nicht in Deutschland erhältlich) • Rezound (nicht in Deutschland erhältlich) • Sensation • Sensation XE • Sensation XL • Vivid (nicht in Deutschland erhältlich) LG Bei LG gibt man sich noch bedeckt und äußert sich nur verhalten. Auf Facebook und im LG Blog hieß es Anfang November lediglich, dass Gerüchte, denen zufolge das “Optimus 2X” – in Deutschland vermarktet als “P990 Optimus Speed” – kein Update auf Android 4.0 erhalten soll, falsch seien. Man sei derzeit in der Planungsphase und wolle “Ice Cream Sandwich” für dieses und einige weitere “High-End-Smartphones” bereitstellen. Unter den hierzulande erhältlichen Geräten wären aus meiner Sicht das P920 Optimus 3D sowie das P970 Optimus Black denkbar sowie das Tablet V900 Optimus Pad. Weitere Informationen sollen folgen, sobald der Android 4.0 veröffentlicht wurde. Wir dürfen also gespannt sein, was sich in den nächsten Tagen tun wird. Wann das Update dann letztendlich ausgeliefert wird, steht allerdings noch in den Sternen. Bislang ist LG ja nicht gerade dafür bekannt, neue Android-Versionen zügig an seine Kundschaft zu verteilen. Teilweise hat die Auslieferung von Gingerbread noch immer nicht begonnen – wohlgemerkt nicht in der Brot-und-Butter-Riege, sondern bei den höherpreisigen Flaggschiffen. Motorola Seit Motorola zu Google gehört, sollte der direkte Draht “nach oben” ja eigentlich für eine beschleunigte Verteilung von Android-Updates sorgen. Bislang ist davon aber nicht wirklich etwas zu spüren. Einen konkreten Aktualisierungszeitplan gibt es jedenfalls noch nicht. Allerdings hat Motorola schon einige Namen genannt. Das 4.0-Update erhalten sollen: • Droid Razr / Razr (deutsche Version des Droid Razr) • Bionic (nicht in Deutschland erhältlich) • Xoom (Tablet) Weitere Geräte sollen laut Twitter-Eintrag von Ende Oktober innerhalb von sechs Wochen bekannt gegeben werden, nachdem “Ice Cream Sandwich” offiziell verfügbar ist. Bis zum Jahreswechsel dürfte Motorola somit eine erste Liste mit weiteren Kandidaten vorgelegt haben. Samsung Für Samsung gibt es bisher keine offiziell bestätigten Berichte. Alles, was zum Thema Android-4.0-Update derzeit im Netz kursiert, bezieht sich mehr oder weniger auf das italienische Android HD-Blog – das selbst allerdings lediglich über eine “Prognose” von Samsung Italien schreibt. Soll heißen: Bestätigt ist nichts. Genannt werden dabei folgende Modelle – bis auf das Smartphone-Flaggschiff Galaxy S2 ausschließlich Tablet-PCs, von denen letztendlich aber wohl drei Modelle (vorerst) nicht in Deutschland zu haben sein werden. Angesichts der umfangreichen Smartphone-Palette von Samsung dürften noch einige Einträge hinzukommen. Derzeit erwartet wird ein Update für: • Galaxy Note • Galaxy Tab 7.0 Plus (nicht in Deutschland erhältlich) • Galaxy Tab 7.7 (nicht in Deutschland erhältlich) • Galaxy Tab 8.9 • Galaxy Tab 10.1 (nicht in Deutschland erhältlich) • Galaxy S2 Die Auslieferung soll laut Blog-Beitrag ab dem zweiten Quartal 2012 erfolgen. Sicher sei aber nichts. Sony Ericsson Sony Ericsson hat heute in einem Blog-Eintrag offiziell bestätigt, welche Geräte eine Aktualisierung erhalten werden. Und die Liste ist lang, denn die gesamte diesjährige Xperia-Reihe wird demnach mit “Ice Cream Sandwich” versorgt. Wann genau die Updates ausgerollt werden, ist aber noch unklar. Mit dabei sind: • Xperia arc / arc S • Xperia Play • Xperia neo / neo V • Xperia mini / mini pro • Xperia pro • Xperia active • Xperia ray • SE Live mit Walkman Falls ihr noch bestätigte Geräte kennt, die in unserer Sammlung fehlen, fühlt euch frei, zu kommentieren. (Christian Wolf) |
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| PETA gegen Mario: Pelz-Kostüm mit Spezialkräften sendet falsche Signale |
| Die Tierschutzorganisation PETA ist nicht zimperlich, wenn es darum geht, Aufmerksamkeit zu erzielen. Die hat PETA auch in diesen Tagen wieder sicher, nicht direkt durch provokante Aktionen oder Kampagnen, sondern mit Kritik an Videospielen. In der vergangenen Woche griff die Organisation den Ende Oktober erschienenen Shooter Battlefield 3 auf und bemängelte den sadistischen Umgang mit Tieren: Stein des Anstoßes ist die Möglichkeit, eine Ratte mit einem Messer zu töten und “wie Abfall” wegzuwerfen. “Ist dieser erste Schritt der Verrohung – in Form von Tierquälerei – erst einmal getan, ist es bis zur Gewalt an anderen Menschen oft nicht mehr weit – das haben Wissenschaftler längst herausgefunden”, kommentiert die Kampagnenleiterin Nadja Kutscher. Dem ist wohl nichts entgegenzusetzen, außer, dass es in dem Spiel generell gewalttätig zugeht, und zwar gegen Menschen. Doch jetzt, eine Woche später, macht PETA gegen eine Spielfigur mobil, das ich bislang immer für harmlos gehalten habe: Mario. Ja, der “It´s me, Mario”. Mario ein Pelz-Befürworter? Wer zurzeit die PETA-Website besucht, sieht den berühmten Klempner nicht in seinen Latzhosen, sondern in einem bluttriefenden Tanuki-Kostüm, in der Hand einen abgerissenen Waschbärkopf. Für die PETA steht fest: “Mario kills Tanooki”. Einen gehäuteten Waschbären anzuziehen, geht für die Organisation auch dann nicht in Ordnung, wenn es Super Mario ist und der Pelz Spezialfähigkeiten mitbringt – wie im neuen Super Mario 3D Land für den Nintendo 3DS und schon etliche Jahre zuvor in Super Mario Bros. 3. Der Anzug sendet nach Auffassung der PETA das Signal, dass das Tragen von Pelz OK sei. Deshalb dreht die Organisation den Spieß um und lässt Internetnutzer auf ihrer Seite Super “Tanooki Skin 2D” spielen und als Waschbär Mario den Pelz abnehmen – abgewandelte Nintendo-Logos inklusive. Was haltet Ihr davon? Ich musste sofort daran denken, wie ich im Grundschulalter auf meinem SNES Super Mario World gespielt habe und mir nichts Böses dabei dachte, als ich auf Schildkröten gesprungen bin, ihre Panzer wegschoss oder Marios vollschlanken Körper auf den kleinen Yoshi gewuchtet habe. Auch nicht, als ich Mario in anderen Spielen in besagtem Pelzkostüm stecken sah. Statt mit einem echten Tier assoziierte und assoziiere ich den Aufzug mit einem Plüschkostüm. Außerdem denke ich, dass der Vergleich mit Waschbären oder Marderhunden, die für die Pelzverarbeitung lebendig gehäutet werden, hinkt. Zwar gehört ein japanischer Tanuki zu der entsprechenden Tierart, hat aber eine ganz andere Bedeutung. Tanukis sind volkstümliche Figuren, schelmisch, aber nicht fies. Zu ihren typischen Eigenschaften zählen in den Geschichten auch das meisterhafte Verkleiden, Veränderungen ihrer Gestalt und übergroße, ähm, Geschlechtsteile – sehr eindrucksvoll zu sehen bei den Tanuki-Statuen in Japan oder auch im Studio Ghibli Film Pom Poko. Da werden die Körperteile kurzerhand zum Fallschirm. (Saskia Brintrup) |
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| Tanz der Totalversager: AV-Test prüft kostenlose Sicherheitstools für Android |
| Ja, ich weiß: Viele von euch haben es schon immer gewusst. Ein Antivirenprogramm auf Smartphone und Tablet-PC ist a) wirkungslos und/oder b) überflüssig und/oder c) ein so wirkungsloser wie überflüssiger Pseudoschutz. Ihr habt Recht. Zumindest weitgehend und mit Blick auf einige kostenlose Sicherheits-Tools, die sich derzeit im Android Market tummeln. Denn das, was der Magdeburger IT-Sicherheitsdienstleister AV-Test da Ende vergangener Woche in einem Bericht mit insgesamt neun Testkandidaten veröffentlichte, stellt nahezu sämtlichen geprüften Freeware-Apps ein geradezu vernichtendes Zeugnis aus. Allerdings bekleckerten sich auch die zwei kostenpflichtigen Lösungen “F-Secure Mobile Security” (nicht im Market erhältlich; 34,95 Euro) und “Kaspersky Mobile Security” (6,95 Euro) keineswegs mit Ruhm. Versagen auf nahezu ganzer Linie Wirklich unterirdisch war aber die “Leistung” beziehungsweise Nicht-Leistung von sechs der sieben ausgewählten Gratis-Programme. Einige Tools entpuppten sich als buchstäbliche Totalversager, die auf dem genutzten Samsung GalaxyTab mit installiertem Android 2.2.1 nicht eine einzige Schadsoftware identifizierten. Das angestaubte Froyo wählten die Versuchsleiter Hendrik Pilz und Steffen Schindler im Übrigen allein deshalb, weil es noch auf rund 45 Prozent aller Android-Geräte eingesetzt wird. Der Test umfasste sowohl die Wächter-Funktion bei Installation zehn bekannter Malware-Apps als auch das vollständige Durchleuchten des Gesamtsystems, wobei maximal 172 verseuchte Dateien zu finden waren – 83 davon mit der Setup-Endung (APK) und 89 im Dalvik Binärformat (DEX). Auf den Prüfstand kamen neben besagter Kauf-Software die Programme “Antivirus Free” von Creative Apps (1.3.1), “BluePoint AntiVirus Free” (4.0.14), “GuardX Antivirus” (2.3), “Kinetoo Malware Scan” (1.6.9), “LabMSF Antivirus beta” (1.0), “Privateer Lite” (2.1.4) und “Zoner AntiVirus Free” (1.2.4). Hohe Verbreitung trotz mieser Erkennungsrate Aber genug zur Theorie und ab zum Ergebnisteil. Eine glatte Null in allen Disziplinen erreichten AV-Test zufolge die Apps “LabMSF Antivirus beta”, “GuardX Antivirus” und Creative Apps’ “Antivirus Free”. Diese Tools sind selbst kostenlos noch zu teuer, denn sie belegen zwar Speicher und verbrauchen Akkuleistung, tun ansonsten allerdings offenbar überhaupt nichts. Besonders bitter: “Antivirus Free” gehört mit bis zu fünf Millionen Installationen zu den aktuell meistgenutzten Sicherheitstools im Android Market. Deutlich weniger Verbreitung finden “Privateer Lite” und “Bluepoint Antivirus Free”. Zum Glück, möchte man fast sagen, denn die Schutzwirkung ist ähnlich desolat. Bluepoints Scanner kam beim manuellen Durchlauf auf eine Erkennungsrate von 1 Prozent und konnte gerade einmal eine von zehn bösartigen Applikationen in Echtzeit abwehren; “Privateer Lite” schnitt mit insgesamt einer erkannten Malware sogar noch schlechter ab. Die Spitzengruppe der Tabelle beginnt bei “Kinetoo Malware Scan”, das zumindest 6 Prozent der verseuchten Dateien und eine Schadsoftware erkannte. Kreisklassenkönig war jedoch “Zoner AntiVirus Free”, welches zumindest ein Drittel der Infektionen und 80 Prozent der manipulierten Apps aus dem Verkehr zog. Berauschend ist jedoch auch dies nicht. Also doch ein paar Euro zahlen und alles wird gut? Nicht unbedingt. Zwar konnten F-Secure und Kaspersky alle zehn Schadprogramme an der Installation hindern, ließen aber mindestens die Hälfte aller befallenen Dateien unangetastet. Test kostenpflichtiger Tools soll folgen Einige der Tools fielen darüber hinaus dadurch auf, dass sie nur die installierten Anwendungen untersuchten und gespeicherte Dateien auf der SD-Karte außer Acht ließen – aus Sicht der Tester ärgerlich, aber nicht weiter kritisch. Diese kündigten derweil bereits über Twitter an, bald kostenpflichtige Suites unter die Lupe zu nehmen. Aber auch dort bleibt die gute alte Rundumlösung Brain 1.0 mit einiger Wahrscheinlichkeit unangefochtener Testsieger. (Christian Wolf; Tabelle: AV-Test) |
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| Nokia-Konzeptstudie GEM: Smartphone mit Touchscreen-Mantel |
| So, gleich ist Wochenende. Zuvor wollen wir euch allerdings noch schnell zeigen, warum ein Abgesang auf Nokia doch etwas verfrüht ist. Denn das, was die Finnen da anlässlich des 25. Jahrestages ihres hauseigenen Forschungslabors “Nokia Research Center” präsentieren, scheint mir durchaus das Zeug zu haben, den ein oder anderen “Haben-Wollen-Effekt” auszulösen. Zwar handelt es sich bislang nur um eine Smartphone-Konzeptstudie mit dem vielversprechenden Namen “GEM” – englisch für Edelstein oder Juwel. Ein echtes Kleinod wäre das in einem kunstvoll animierten Video vorgestellte Mobiltelefon aber ohne Frage. Statt ein zentrales Touchscreen-Display zu besitzen, besteht das gesamte Gerät aus Multitouch-Bildschirmen, die für die Anzeige beliebiger Inhalte verwendet werden können. Sowohl Front- und Rückseite als auch die Seiten bilden dabei je nach Wunsch einen ungeteilten Gesamtscreen oder mehrere separate Anzeigeflächen. Auf diese Weise überschreitet das GEM spielend bestehende Designgrenzen und kann sich virtuell wahlweise in Kamera, Konsolenpad oder Fernbedienung verwandeln. Auch die 360-Grad-Darstellung von 3D-Fotos wäre so problemlos möglich. Aber seht selbst: Leider scheint das Wundergerät bislang ausschließlich als Modell zu existieren. Bilder eines realen, funktionierenden Prototypen blieb Nokia jedenfalls leider ebenso schuldig, wie eine Antwort auf die Frage, ob sich derlei Bauformen heute bereits mit vertretbarem Aufwand realisieren lassen. Allein die extrem kurzen Akkulaufzeiten eines solchen Grafik-Bolidens dürften dessen Alltagstauglichkeit in Frage stellen. Und dennoch würde ich das GEM gern einmal selbst in den Händen halten. Ihr auch? (Christian Wolf; Bild: Nokia) |
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| “The Pirate Bay”: Britischer Unternehmer erlangt Markenrechte – für Hochprozentiges |
| Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Oder, wie es im Fall des findigen britischen Geschäftsmannes Colin Scragg wohl heißen müsste: Wer zuerst kommt, destilliert zuerst – nämlich einen Rum mit dem Namen “The Pirate Bay”. Das hochprozentige Zuckerwasser darf laut TorrentFreak ab sofort offiziell die Bezeichnung der inzwischen legendären Filesharing-Plattform tragen – wenn auch mit zweijähriger Verspätung. Denn eigentlich hatte Scragg bereits vor zwei Jahren einen Antrag beim schwedischen Patent- und Markenamt eingereicht, um “The Pirate Bay” als Alkoholmarke in der EU schützen zu lassen. Zu dieser Zeit suchte der clevere Geschäftsmann nach einem passenden Namen für einen neuen Rum, den er als Chef des schwedischen Getränkeherstellers LO Smith auf den Markt bringen wollte. Durch die internationale Berichterstattung um den Verkauf der illegalen Torrent-Seite, kam Scragg 2009 die zündende Idee. “Piratenbucht” war wie geschaffen für ein Getränk, das vor allem karibisches Flair verströmen sollte. Da der Begriff nicht geschützt war, schienen die Voraussetzungen für einen großen Coup perfekt. Scragg leitete die notwendigen Schritte ein und ließ schon einmal ein paar Dummy-Etiketten drucken, damit die eigens bestellten Fotografen der schwedischen Presse etwas zum Ablichten hatten. Durch die Publicity bekam allerdings auch ein schottisches Konkurrenzunternehmen Wind von der Sache, die Captain Morgan Rum Company. Diese befürchtete, Händler und Käufer könnten den Newcomer mit ihrem Rum “Parrot Bay” verwechseln und legte Einspruch gegen Scraggs Markenschutzantrag ein. Nach einem langwierigen Verfahren wurde dieser nun endgültig abgewiesen. Die neue Marke “The Pirate Bay” kann damit künftig nicht nur Rumflaschen zieren, sondern auch andere Spirituosen und Bier. Beziehungsweise könnte. Denn mittlerweile ist Scragg bei LO Smith ausgestiegen, da ihn seine Geschäftspartner um Aktienanteile im Wert mehrerer Millionen Kronen betrogen haben sollen, wie das schwedische Wirtschaftsmagazin Realtid.se im März berichtete. Da er die Marke allerdings direkt auf seine Person registrieren ließ, besitzt er weiterhin sämtliche Rechte daran. Die Suche nach einem neuen Hafen kann also beginnen – wenn Captain Scragg es will. Die Betreiber der Online-Plattform “The Pirate Bay” dürfte er jedoch nur schwer als Partner gewinnen können. Dort hält sich die Begeisterung über den gekaperten Schriftzug in Grenzen. Das Ganze sei wirklich traurig und zeige, wie kaputt die Welt der geistigen Eigentumsrechte sei, so ein nicht genannter Insider gegenüber “TorrentFreak”. (Christian Wolf) |
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