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BITKOM-Umfrage: Insbesondere junge Nutzer wählen Online-Freunde bewusst aus
Nur sechs Prozent nehmen jede Kontaktanfrage an – Chefs und Politiker am Ende der Beliebtheitsskala [datensicherheit.de, 10.02.2012] Mitglieder Sozialer Netzwerke seien bei Online- Freundschaftsanfragen sehr viel wählerischer als gemeinhin angenommen – nur sechs Prozent akzeptierten grundsätzlich jede Anfrage. Diese Erkenntnisse beruhen auf einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM: 84 Prozent lehnten demnach Anfragen von Fremden grundsätzlich ab. Die meisten Menschen pflegten ihre Beziehungen in Sozialen Netzwerken mit großem Bedacht. Kaum jemand nehme Anfragen bedenkenlos an, sagte BIKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Abbildung: BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., Berlin Soziale Netzwerke: Nur sechs Prozent nehmen jede Kontaktanfrage an. Wenig beliebt seien Freundschaftsanfragen von Politikern. Jeder zweite der Befragten möchte sie nicht in der eigenen Kontaktliste sehen. Aber auch eine flüchtige Bekanntschaft reiche mehr als einem Drittel (36 Prozent) nicht aus, um mit einer digitalen Freundschaft gewürdigt zu werden. Ähnlich verhalte es sich mit dem Chef (33 Prozent). Ex-Lebensgefährten kämen da schon besser weg – nur jeder Fünfte lehne deren Anfragen ab. 13 Prozent möchten mit Arbeitskollegen in Communitys grundsätzlich nichts zu tun haben und neun Prozent gäben sogar Verwandten einen „digitalen Korb“. Gerade für Jüngere sind Communitys ein wichtiger Teil ihres Soziallebens. Nur drei Prozent der unter 30-Jährigen nähmen jeden Kontakt an, bei den über 50-Jährigen seien es demgegenüber 15 Prozent. Offenbar seien Online-Communitys für junge Menschen ein sehr viel ernsthafteres Instrument zur Pflege sozialer Kontakte als für ältere, so Professor Kempf. Für junge Menschen seien soziale Online-Netzwerke und die dort gepflegten Kontakte eine selbstverständliche Ergänzung zu den Beziehungen in der Offline-Welt. Im Auftrag des BITKOM hatte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.001 deutschsprachige Internetnutzer ab 14 Jahren befragt, darunter 468 Mitglieder Sozialer Netzwerke – die Umfrage sei repräsentativ.
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eco: ACTA gefährdet deutschen Wirtschaftswachstum
Ein Viertel des deutschen Wirtschaftswachstums entspringt derzeit der schnell expandierenden Internetwirtschaft [datensicherheit.de, 10.02.2012] Das internationale „Anti-Counterfeiting Trade Agreement“ ACTA wird in Europa wegen seiner möglichen Beschädigung der Grundrechte diskutiert. Die schädlichen Folgen für die Wirtschaft treten darüber in den Hintergrund, warnt der eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.: ACTA sorge europaweit für Proteste von Bürgern, die ihre Grundrechte bedroht sehen. Dies sei ein gewichtiges Argument gegen das Abkommen, aber bei weitem nicht das einzige – zusätzlich gefährde ACTA den verlässlichen nationalen und internationalen Rechtsrahmen der Internetwirtschaft, der Voraussetzung für Innovation und die weltweite digitale Entwicklung sei. Ein Viertel des deutschen Wirtschaftswachstums entspringe der schnell expandierenden Internetwirtschaft – sie sei damit eine maßgebliche Stütze in der Wirtschaftskrise. Dieser Status sei nun in Gefahr, so der eco. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Branche sei die neutrale Infrastruktur der Internet-Provider, durch deren Netze die Daten fließen. Diese technische Infrastruktur diskriminiere niemanden und habe so die Grundlage für ein einzigartiges Wachstum und Innovationen der Internetwirtschaft geschaffen. Ebenso wichtig sei der klare Rechtsrahmen für die Erbringung der Providerleistungen. ACTA forciere den Druck auf die Provider, an diesem Rechtsrahmen vorbei die wirtschaftlichen Interessen der Copyright-Industrie zu bedienen – sie sollten als „Hilfssheriff“ bei der Verfolgung von Rechtsverletzungen zuarbeiten. Dies verletze den Kern der eigentlichen Providerleistungen und zerstöre das Verhältnis zu den Kunden, die auf eine neutrale und datenschutzkonforme Kommunikations-Infrastruktur vertrauten, erläutert Oliver Süme, Vorstand für Politik, Recht und Regulierung. Ein weiteres Risiko sei, dass bei der Umsetzung von ACTA die verschiedenen Länder sehr unterschiedliche Regelungen schaffen und so die weltweit agierenden Unternehmen der Internetbranche vor kaum zu bewältigende rechtliche Probleme stellen könnten. Insgesamt hätten sie daher große Sorge, dass ACTA den Wachstumsmotor Internet erheblich gefährde, so Süme. Weitere Informationen unter: netzpolitik auf YouTube, 10.02.2012 Warum man gegen ACTA auf die Straße gehen sollte
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Erhalt des nationalen Filmerbes: Kulturstaatsminister fördert Digitalisierung
Bernd Neumann sieht aber auch die Filmbranche selbst in der Verantwortung [datensicherheit.de, 08.02.2012] Die Bundesregierung habe das Ziel, das nationale Filmerbe für die Öffentlichkeit auf Dauer zugänglich zu erhalten. Ohne die Digitalisierung des bedeutenden deutschen Filmerbes wäre es aber künftig in der digitalen Medienwelt nicht mehr zu sehen, so Kulturstaatsminister Bernd Neumann in der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages am 8. Februar 2012. In einem ersten Schritt sollen nun dem Bundesarchiv 230.000 Euro für die Digitalisierung von historischem Filmmaterial zur Verfügung gestellt werden. Durch das Projekt sollen vor allem die technischen Voraussetzungen für die zeitgemäße Sichtung von altem Filmmaterial im Bundesarchiv geschaffen und damit künftige Verwendungen in Film- und Fernsehproduktionen ermöglicht werden. Darüber hinaus soll mit diesen Mitteln das historische Filmmaterial zum Ersten Weltkrieg digitalisiert werden, um es zu dessen 100. Jahrestag des Beginns im Jahr 2014 zur öffentlichen Nutzung bereitzustellen. Als einen weiteren Anschub zur schrittweisen Digitalisierung deutschen Filmerbes würden zusätzlich schon 2012 sowohl der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung als auch der DEFA-Stiftung jeweils 100.000 Euro aus seinem Etat bereitgestellt, so der Kulturstaatsminister. Diese Stiftungen zur Pflege des deutschen Filmerbes, für die der Bund eine besondere Verpflichtung sieht, haben wertvolle Filmbestände aus der Vor- und westdeutschen Nachkriegszeit bzw. der ehemaligen DDR. Naumann sieht allerdings auch die Filmbranche in der Verantwortung – wie bei der gemeinsamen Kraftanstrengung zur Digitalisierung der Kinoleinwände müsste die Filmwirtschaft über die von ihr finanzierte Filmförderungsanstalt einen substanziellen Beitrag dazu leisten, damit das deutsche Filmerbe in den umgerüsteten Kinos weiterhin gezeigt werden kann. Der Bund habe beizeiten Vorkehrungen geschaffen, um derzeit laufende Filmproduktion für die Zukunft zu erhalten. Mit der Verpflichtung zur Hinterlegung sämtlicher geförderter Filme, die seit 2004 besteht, hätten sie bereits etwa 80 bis 90 Prozent aller seither hergestellten Filme erfasst, sagt der Kulturstaatsminister mit Blick auf die Novellierung des Bundesarchivgesetzes. Um einen vollständigen Überblick der Filmproduktion in Deutschland zu erhalten, soll im Rahmen der zur Zeit laufenden Novellierung des Bundesarchivgesetzes zunächst eine Pflichtregistrierung eingeführt werden. Das Bundesarchiv schaffe zurzeit die technischen Voraussetzungen dafür. Diese Novellierung werde noch 2012 in Kraft treten.
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Mobiles Internet: Bundesministerin Aigner und BITKOM sehen erhöhte Datenschutz-Anforderungen
Konferenz von BMELV und BITKOM „Mobiles Internet: Ja, sicher! – Smartphones, Apps & Co“ am „Safer Internet Day 2012“ in Berlin [datensicherheit.de, 07.02.2012] Am diesjährigen „Safer Internet Day“ haben Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf die Bedeutung des Datenschutzes beim mobilen Internet hervorgehoben: Es sei praktisch, unterwegs im Internet surfen und überall E-Mails abrufen zu können – aber auch auf Smartphones und Tablet-PCs dürfe der Schutz persönlicher Daten nicht zu kurz kommen. Die Verbraucher erwarteten zu Recht, dass das Schutzniveau bei mobilen Diensten und Geräten genauso hoch ist wie bei stationären Endgeräten, so Bundesministerin Aigner. Sie sehe darin eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft. Die Sicherheitsstandards müssten mit der technologischen Entwicklung Schritt halten. Dazu gehörten auch datenschutzfreundliche Voreinstellungen von Smartphones. Wenn immer mehr Geräte und Online-Dienste mobil vernetzt sind, stiegen die Anforderungen an Datenschutz und Aufklärung, sagte auch BITKOM-Präsident Prof. Kempf. Vier von fünf Internetnutzern veröffentlichten oder speicherten Daten im Web, habe eine neue repräsentative Umfrage im Auftrag des BITKOM ergeben. Eine Mehrheit der Nutzer von 63 Prozent glaube, dass das Thema Datenschutz „eher unterschätzt“ werde. Deshalb rieten sie Anbietern zu Transparenz – nur so entstehe Vertrauen, so Prof. Kempf. Der Datenschutz sei nach BITKOM-Erkenntnisse bereits in vielen Firmen „Chefsache“ – branchenübergreifend sei bei 41 Prozent die Zuständigkeit in der Geschäftsführung angesiedelt, in 33 Prozent der Fälle bei einem Bereichsleiter und in jedem vierten Unternehmen bei einer Fachabteilung. In der ITK-Branche sei der Datenschutz sogar zu 68 Prozent innerhalb der Geschäftsführung verankert. Abbildung: BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., Berlin Nach der neuen BITKOM-Erhebung haben rund 43 Millionen Bundesbürger ein persönliches Online-Profil, das sind 80 Prozent der Internetnutzer. Die meisten Onliner (72 Prozent) veröffentlichen demnach ihre persönlichen Angaben, Fotos oder Interessen in einem Sozialen Netzwerk. 16 Prozent präsentieren sich in einer Singlebörse, 13 Prozent auf einer privaten Website. Anlässlich des „Safer Internet Day 2012“ hatten das Bundesverbraucherministerium und der Hightechverband BITKOM am 7. Februar zur Konferenz „Mobiles Internet? Ja, sicher!“ in Berlin eingeladen. Mehr als 250 Experten aus Wirtschaft, Politik und Verbraucherschutz diskutierten bei dem inzwischen 5. Kongress zum „Safer Internet Day“ vor allem über Datenschutz und Sicherheit auf Smartphones. Inzwischen sind laut BITKOM 43 Prozent aller in Deutschland verkauften Handys Smartphones, also internetfähige Multimedia-Telefone. Sehr beliebt sind Mini-Programme, so genannte Apps, die auf den Geräten installiert werden können – vom Chatprogramm bis zur Fahrplanauskunft. Mehr als 15 Millionen Handybesitzer nutzen Apps, im Schnitt sind 17 Programme pro Gerät installiert. Bei Smartphones und Apps sollten Verbraucher so sorgfältig auf ihren Schutz achten wie am PC, sagte Prof. Kempf. Der BITKOM-Präsident rät, etwa auf vertrauenswürdige Quellen von Downloads zu achten und Datenschutzerklärungen gründlich zu lesen. Unternehmen ihrerseits könnten mit verständlichen Formulierungen dazu beitragen, dass die Anwender sich auch auf mobilen Geräten mit den Regelungen auseinandersetzen. Unabhängig von den Endgeräten lesen bislang 30 Prozent der Anwender nie Datenschutzerklärungen, weitere 49 Prozent nur selten oder manchmal. Bundesministerin Aigner betonte vor diesem Hintergrund die Bedeutung der aktuellen Initiative der EU-Kommission für einen einheitlichen Datenschutz in Europa – Datenschutz sei ein grenzübergreifendes Thema. Europaweit werde ein möglichst hohes Datenschutzniveau benötigt, vergleichbar dem deutschen Standard. Dabei müsse der Schutz der persönlichen Daten der Verbraucher gewährleistet sein – unabhängig davon, in welchem EU-Land sie leben oder in welchem Land die Unternehmen, die ihre Daten verarbeiten, ihren Sitz haben. Die zersplitterte Rechtslage in Europa habe bisher dazu geführt, dass sich einzelne Unternehmen bevorzugt in einem EU-Land mit einem niedrigeren Datenschutzniveau als in Deutschland niederlassen. Sie sei für einen einheitlichen Datenschutz in Europa, so Aigner. Sie setze sich außerdem dafür ein, dass dieses Schutzniveau für alle Unternehmen gilt, die sich an den europäischen Markt richten, auch wenn sie keinen Sitz in der EU haben. Das Internet mache nicht an deutschen oder europäischen Grenzen Halt, ergänzte BITKOM-Präsident Prof. Kempf. Deshalb sollte der Datenschutz auch international harmonisiert und ein Dialog mit der Politik und Anbietern außerhalb der EU geführt werden. Innerhalb der EU bräuchte man vor allem eine Modernisierung des Datenschutzrechts. Die Regeln müssten so gestaltet sein, dass Datenmissbrauch verhindert und gleichzeitig die Bedienungsfreundlichkeit von Internetdiensten gewährleistet bleibe. Weitere Informationen zum Thema: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Mobiles Internet: Ja, sicher? / - Smartphones, Apps & Co - / Safer Internet Day der EU am 7. Februar 2012, Berlin
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Aus Anlass des Safer Internet Day für 2011 weniger, aber zielgenauere Beschwerden gemeldet
Internet-Beschwerdestelle erläutert Statistik 2011 zum Tag der Internetsicherheit am 7. Februar 2012 [datensicherheit.de, 06.02.2011] Die Anzahl der Beschwerden über rechtswidrige Internet-Inhalte geht nach Angaben des eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. zurück: Im Jahr 2011 seien zwar mehr als 55.000 entsprechende Meldungen bei der Internet-Beschwerdestelle von eco eingegangen – doch 2010 seien es noch mehr als 70.000 Hinweise gewesen. Für die Bürger bleibe das häufigste Problem unerwünschte Werbung – so seien 94 Prozent der Kontakte Beschwerden über E-Mail-Spam oder vergleichbare Phänomene. Lediglich die verbleibenden sechs Prozent hätten das eigentliche Zuständigkeitsgebiet der Internet-Beschwerdestelle betroffen, nämlich rechtswidrige Inhalte wie Kinderpornographie, rassistisches Material oder Verstöße gegen Jugendschutz-Regelungen. Die Anzahl der Beschwerden über solche schwerwiegenden Rechtsverstöße sei ebenfalls zurückgegangen – um ein Viertel im Vergleich zu 2010. Zugleich aber sei ein größerer Anteil der Hinweise berechtigt – 2010 seien mehr als die Hälfte der Meldungen falscher Alarm gewesen, 2011 hätten sie aber bei vier von fünf Fällen einen Treffer gehabt, sagt Oliver Süme, Vorstand Recht und Regulierung beim eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft. Die Bürger hätten ein Gespür dafür entwickelt, wann es richtig sei den eco einzuschalten. Sie seien sehr froh darüber, weil sie dann keine Zeit auf falsche Fährten verschwendeten. Stattdessen könnten sich die Mitarbeiter der Internet-Beschwerdestelle darauf konzentrieren, das rechtswidrige Material so schnell wie möglich aus dem Netz zu bekommen und die Strafverfolgung zu veranlassen. Insgesamt habe die Beschwerdestelle 610 Mal häufiger als im Vorjahr gegen solche rechtswidrige Inhalte vorgehen können. Das Portal „internet-beschwerdestelle.de“ wird von den drei Beschwerdestellen von eco, FSM und jugendschutz.net gemeinsam betrieben, die im deutschen „Safer Internet Centre“ organisiert sind. Weitere Informationen zum Thema: eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. Statistik / Q2/2011 bis Q4/2011
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Safer Internet Day 2012: Empfehlungen des BSI zur sicheren Konfiguration von Windows-PCs
Publikation im Rahmen der neuen Reihe „BSI-Empfehlungen zur Cyber-Sicherheit“ [datensicherheit.de, 03.02.2012] Anlässlich des europaweiten „Safer Internet Day“ am 7. Februar 2012 hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Empfehlungen zur sicheren Konfiguration von „Windows“-PCs veröffentlicht. Diese Empfehlungen sollen Anwendern konkrete Hilfestellungen bei der sicheren Konfiguration eines „Windows“-PCs für die private Nutzung sowie in einer zweiten Version für die Nutzung in kleinen Unternehmen bieten. Dabei soll der komplette Lebenszyklus eines PCs vom Kauf des Systems über die Installation und Inbetriebnahme, den regelmäßigen Betrieb bis hin zur Entsorgung betrachtet werden. Mithilfe der BSI-Empfehlungen könnten die Nutzer ihre Rechner unter einem aktuellen „Microsoft Windows“ so einrichten, dass eine weitgehend sichere Nutzung von Dienstleistungen über das Internet möglich sei. Viele nützliche Dienstleistungen wie Online-Banking, E-Commerce oder E-Government werden heute mit zunehmender Tendenz über das Internet abgerufen. Dabei werden trotz des verstärkten Einsatzes mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets die meisten Online-Services derzeit noch überwiegend per PC oder Notebook von zu Hause aus genutzt. IT-Produkte und -Anwendungen bieten zudem heute eine Vielzahl von Konfigurationsmöglichkeiten, mit denen die Anwender das Produkt ihren individuellen Anforderungen gemäß optimieren können – auch im Bereich der Sicherheit. Im Rahmen der neuen Reihe „BSI-Empfehlungen zur Cyber-Sicherheit“ veröffentlicht das BSI daher in der Rubrik „Produktkonfiguration“ Empfehlungen zur sicheren Konfiguration von ausgesuchten, gängigen IT-Produkten und -Anwendungen. Dabei gehe es nicht um die Darstellung einer hundertprozentigen theoretischen Sicherheit, sondern vielmehr darum, in der Praxis die größtmögliche Sicherheit bei vertretbarem Aufwand zu erreichen, so das BSI. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung von Geschäfts- und Verwaltungsprozessen und somit einer zunehmenden Abhängigkeit von Internet und Informationstechnologie (IT) ist das reibungslose Funktionieren dieser Informationstechnologie für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft ein Faktor von essentieller Bedeutung. Mit steigender Komplexität der IT-Strukturen werden auch die Risiken und Bedrohungen durch Cyber-Angriffe immer komplexer und vielfältiger. Daher hat sich das BSI zum Ziel gesetzt, im Rahmen der neuen Reihe „BSI-Empfehlungen zur Cyber-Sicherheit“ der Öffentlichkeit in loser Folge praxisorientierte, umsetzbare und effektive Handlungsempfehlungen für verschiedenste Themenfelder der Cyber-Sicherheit zur Verfügung zu stellen und damit das Sicherheitsniveau in Deutschland zu erhöhen. Je nach Thema werden die Empfehlungen in die Kategorien „Prävention“, „Reaktion“ oder „Produktkonfiguration“ eingeteilt. Weitere Informationen zum Thema: BSI Start der neuen Reihe BSI-Empfehlungen zur Cyber-Sicherheit
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Gefälschte facebook-Profile: 97 Prozent der gefälschten Profile sind weiblich
Neue Untersuchung der „Barracuda Labs“ zeigt typische Eigenschaften gefälschter Identitäten auf [datensicherheit.de, 03.02.2012] Die Barracuda Labs sind der Frage nachgegangen, was echte facebook-Profile von falschen unterscheidet und wie man gefälschte Identitäten erkennen kann. Dazu haben sie nach eigenen Angaben mehr als 2.500 zufällig ausgewählte aktive facebook-Konten untersucht. Demnach seien gefälschte Profile fast immer weiblich, verwendeten durchschnittlich mehr als 30 Markierungen pro Foto, hätten im Mittel mehr als 700 Freunde und enthielten sehr oft die Behauptung, bisexuell zu sein… Zweck solcher falschen Identitäten sei es meist, die Anwender zum Klicken gefährlicher Links zu verleiten oder „Social Spam“ zu verbreiten. Dr. Paul Judge, Chef der „Barracuda Labs“, stellte die Ergebnisse am 2. Februar 2012 auf dem „Kaspersky Threatpost Security Analyst Summit“ in Cancun, Mexiko, vor. Die „Barracuda Labs“ sind die Forschungsabteilung von Barracuda Networks, einem Hersteller von IT-Sicherheits-, Storage- und Networking-Lösungen. facebook, das diese Woche den Antrag für seinen Börsengang eingereicht hat, ist ein wichtiges privates und geschäftliches Kommunikationsmittel geworden und bekämpft kontinuierlich den Missbrauch seines Netzwerks. Dabei, so Dr. Judge, finde zwischen dem Netzwerk und denjenigen, die es für illegale Aktivitäten nutzen wollen, ein regelrechtes „Wettrüsten“ statt. Unter anderem habe facebook vor Kurzem eine Marketingfirma angeklagt, durch irreführende und täuschende Taktiken Spam zu verbreiten. Die neue Untersuchung der Barracuda Labs illustriert, wie Angreifer ihre Identitäten in Sozialen Netzwerken typischerweise gestalten. Abbildung: Barracuda Networks, München Die Forschungsergebnisse haben die „Barracuda Labs“ auf einer Infografik zusammengestellt. Zu den Ergebnissen der Studie gehört u.a.: Gefälschte Profile geben zu 97 Prozent vor, weiblich zu sein, während ei echten Profilen nur 40 Prozent weiblich sind. Von den gefälschten weiblichen Profilen enthalten 58 Prozent die Behauptung, bisexuell zu sein. Bei echten weiblichen Profilen ist dies nur bei sechs Prozent der Fall. Gefälschte Profile haben durchschnittlich fast sechsmal so viel Freunde wie echte Anwender – im Mittel 726 Freunde gegenüber 130. Gefälschte Profile nutzen die Möglichkeit von Fotomarkierungen („Tags“) über einhundert Mal öfter als echte Anwender. Letztere vergeben im Durchschnitt nur für jedes vierte Foto einen Tag, gefälschte Profile dagegen 34 Tags für jedes einzelne Foto. Laut Dr. Judge nutzen Angreifer heute Funktionen wie „Likes“, Newsfeeds und Apps gezielt aus – also diejenigen Features, die facebook einst zum dominierenden Sozialen Netzwerk gemacht hätten. Gefälschte Profile seien ein hervorragender und billiger Weg, um immer und immer wieder schädliche Links an Nutzer zu verbreiten. Wer mit gefälschten Profilen befreundet ist, setze sich außerdem der unmittelbaren Gefahr aus, dass sein Konto gekapert wird. Die Angreifer nutzten dafür Funktionen, die facebook-Anwendern eigentlich helfen sollten, bei Verlust der Login-Daten mit Hilfe von Freunden wieder Zugriff auf ihr Konto zu erhalten. Durch Analysen und unter Verwendung von Daten aus dem „Barracuda Profile Protector“ hat Barracuda eine „heuristische Engine“ entwickelt, die echte von falschen Profilen unterscheidet – „Barracuda Profile Protector“ ist ein Programm, das schädliche Aktivitäten und gefährliche Links auf facebook und twitter unterbindet; es ist kostenlos verfügbar. Weitere Informationen zum Thema: profile protector By Barracuda Networks Stay Safe On Social Networks / Protect your Facebook and Twitter profiles from spam and viruses
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Schädling für erweiterungsfähige Browser: TREND MICRO warnt vor vergifteten Valentinsgrüßen
facebook-Nutzer sollen ausspioniert werden [datensicherheit.de, 01.02.2012] Cyber-Kriminellen bringen sich nach Erkenntnissen von TREND MICRO schon für den Valentinstag 2012 in Stellung: Ein jüngst entdeckter Schädling zum Fest der Verliebten hat facebook-Anwender im Visier und attackiert dabei vor allem diejenigen mit erweiterungsfähigen Browsern wie „Google Chrome“ oder „Mozilla Firefox“. Die Opfer würden nicht nur in ihrem Surfverhalten überwacht, sondern mit unerwünschter Werbung „beglückt“ und sollten obendrein noch ihre Mobilfunknummer preisgeben. Die Sicherheitsexperten erwarten in Zukunft vermehrt derartige Angriffe auf die immer beliebteren Browseralternativen zum „Internet Explorer“. Die Infektion mit der Schadsoftware – einem Trojaner – beginnt demnach mit einem Eintrag auf der Pinnwand von facebook-Nutzern, in dem sie gebeten werden, Bilder zum Valentinstag in ihren Profilen zu installieren. Nach dem Anklicken des Eintrags werden die Nutzer auf eine Seite umgeleitet, von der dann der Schädling heruntergeladen wird. Dieser installiert sich als Browser-Erweiterung mit dem Namen „Facebook Improvement Facebook.com“. Diese bösartige Software, die auf den ersten Blick nicht von einer legitimen Browser-Erweiterung zu unterscheiden sei, überwache das Surfverhalten der Opfer und liefere ihnen frei Haus unerwünschte Werbeeinblendungen. Darüber hinaus leiteten sie die Anwender auf eine Umfrageseite weiter, auf der sie ihre Handynummer angeben sollten; Nutzer des „Internet Explorer“ würden direkt auf die Umfrageseite geleitet. Die Nutzer sollten daher misstrauisch sein, wenn sie zum Installieren von Plug-Ins unbekannter Herkunft aufgefordert werden und darüber hinaus Sicherheitssoftware einsetzen, die Reputationsdienste zur Bewertung von Webseiten und Dateien verwenden, rät TREND MICRO.
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8MAN Logga dokumentiert Zugriffe auf Verzeichnisebene
Neues Add-On zur Risikominimierung und vereinfachter Erfüllung von Compliance-Vorgaben [datensicherheit.de, 29.01.2012] Die protected-networks.com GmbH in Berlin, ein führender Spezialist im Bereich des Berechtigungsmanagements in IT-Infrastrukturen, hat ihre Softwarelösung „8MAN“ zur Analyse und Kontrolle aller Zugriffsrechte innerhalb der „Windows“-Server-Umgebung weiter ausgebaut: Ab sofort ist der „8MAN Logga“ als Add-On verfügbar, das es erlaubt, die tatsächlichen Zugriffe auf Ordner und Dateien zu überwachen. Risikominimierung, vertragliche Verpflichtungen oder regulative Vorgaben sind Gründe, warum es nicht ausreichend ist, Zugriffe stringent zu trennen, sondern diese auch zu kontrollieren. Unternehmen werden mit „8MAN“ in der Lage versetzt, ein transparentes Berechtigungsmanagement durchzuführen, in dem sich jederzeit der aktuelle Stand der Rechtevergabe für Mitarbeiter und Mitarbeitergruppen abrufen, kontrollieren und aktualisieren lässt. Zusätzlich wird es nun mittels „8MAN Logga“ möglich, tatsächliche Zugriffe auf digital gespeicherte Informationen nachweislich zu dokumentieren. „8MAN Logga“ registriert alle Zugriffe auf ausgewählte Verzeichnisse des Dateiservers und speichert diese Daten. Damit lässt sich belegen, wer wann welche Aktionen wie das Lesen, Verändern, Erzeugen oder Löschen von Dateien ausgeführt hat. Feststellen lässt sich beispielsweise nicht nur, ob und durch wen eventuell unerlaubte Zugriffe stattgefunden haben, sondern auch, wer wann bestimmte Dateien geändert hat. Bei der Reporterstellung machen definierbare Zeiträume es einfacher, sich gezielt einen Überblick zu verschaffen. Damit stellt der „8MAN Logga“ eine sinnvolle Ergänzung zum bisherigen Funktionsumfang der Berechtigungsmanagementlösung dar. Das Add-On hilft so beispielsweise, die „Segregation of Duties“ nachweislich belegen zu können oder nach einem Datenverlust die tatsächlichen Zugriffe auf das fragliche Verzeichnis zu überprüfen. Dadurch lassen sich Risiken minimieren und der Schutz für sensible Daten, wie Forschungspläne, börsenrelevante Zahlen oder Kundendaten, erhöhen. Weitere Informationen zum Thema: protected-networks.com 8MATE LOGGA: FILESERVERÜBERWACHUNG MIT 8MAN EFFIZIENT UMSETZTEN!
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Anlässlich des 6. Europäischen Datenschutztags werden Zweifel an der Vorratsdatenspeicherung artikuliert
Dagmar Hartge, Peter Schaar und Dr. Thomas Petri fordern Nachweis der Erforderlichkeit [datensicherheit.de, 27.01.2012] Dagmar Hartge, Vorsitzende der „Datenschutzkonferenz 2012“ und Landesbeauftragte für den Datenschutz und für das Recht auf Akteneinsicht Brandenburg, Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, und Dr. Thomas Petri, Der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz, weisen darauf hin, dass die Erforderlichkeit einer mindestens sechsmonatigen „Vorratsdatenspeicherung“ nach wie vor nicht nachgewiesen sei. Mittlerweile setze sich sogar ein interner Bericht der EU-Kommission vom 15. Dezember 2011 kritisch mit der aktuellen EU-Richtlinie zur „Vorratsdatenspeicherung“ auseinander. Wer eine „Vorratsdatenspeicherung“ befürwortet, müsse wegen des damit verbundenen tiefgreifenden grundrechtlichen Eingriffs in die Kommunikationsfreiheit konkret belegen können, bei welchen Straftaten welche Daten wie lange und unter welchen technischen Rahmenbedingungen unbedingt gespeichert werden müssten, um das Ziel einer effektiven Strafverfolgung sicherzustellen. Dieser Nachweis der Erforderlichkeit sei eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Richtlinie zur „Vorratsdatenspeicherung“ im Einklang mit Artikel 8 Europäische Grundrechtecharta steht. Solange dieser Nachweis nicht erbracht sei, dürfe es keine „Vorratsdatenspeicherung“ geben, so Dr. Thomas Petri anlässlich des „6. Europäischen Datenschutztages 2012“. Weitere Informationen zum Thema: Virtuelles Datenschutzbüro, 27.01.2012 BayLfD: 6. Europäischer Datenschutztag - Veranstaltung in Berlin und im Livestream zum Thema “Vorratsdatenspeicherung”
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