Französisch Blog
Das Online-Magazin zu Frankreich sowie der französischen Sprache und Kultur.
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Filmtipp: Ziemlich Beste Freunde
Der Kinogeheimtipp diesen Winter ist ein Exportprodukt aus Frankreich. „Ziemlich Beste Freunde“ begeistert mit Witz und Herz zunehmend auch das deutsche Publikum. Schon jetzt ist der Film der zweiterfolgreichste der französischen Filmgeschichte. Wenn eine Freundschaft einen solchen Rummel verdient hat, dann die von Philippe und Driss, denn von den beiden können wohl alle noch etwas lernen. Die Komödie von Olivier Nakache und Éric Toledano basiert auf einer wahren Geschichte und spiegelt die soziale Realität der französischen Hauptstadt Paris wider. Der wohlhabende Querschnittsgelähmte Philippe ist auf der Suche nach einem neuen Pfleger und wird fündig: Driss, aus einem armen Pariser Vorort, will eigentlich nur die Bewerbungsbestätigung für das Arbeitsamt abholen, wird aber von Philippe eingestellt und stellt sich der neuen Herausforderung. Zwei Welten treffen aufeinander. Philippe ist vermögend, interessiert sich für Kunst und Literatur und liebt klassische Musik. Driss kommt aus dem Ghetto, hat eine steile Kriminalkarriere hinter sich und damit eigentlich wenig Perspektive. Trotz der Unterschiede, scheinen sich beide auf wunderbare Weise zu ergänzen und eine innige Freundschaft entsteht. Mitleid und Überheblichkeit sind den Protagonisten genauso fremd wie Langeweile und Rücksichtslosigkeit. Dass Paris zwei Gesichter hat, ist spätestens seit den Unruhen 2005 bekannt. Der Film spielt mit den Klischees der beiden Welten und macht auf das Problem der sozialen Ungleichheit aufmerksam – jedoch ohne Anklage oder brennende Autos, dafür mit einer guten Portion Humor. Die Protagonisten lernen sowohl die Sonnenseiten der fremden sozialen Sphähre, als auch die Probleme des anderen kennen. So nähert sich Driss der Kunstszene an und lockert mit seiner unverfälschten Art den edlen Pariser Salon auf. Philippe legt sich einen Brilli fürs Ohr, das Lieblingsaccessoire jeglicher Gangster, zu und gibt Driss Ratschläge für den Umgang mit den kleinen kriminellen Bruder. Wer herzlich Lachen und gleichzeitig Weinen möchte, der sollte Ziemlich Beste Freunde auf keinen Fall verpassen. Diese Geschichte geht ins Herz und in die Bauchmuskeln.
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Schnell und günstig schlemmen – Das geht auch in Paris
Wer in Paris günstig, einfach und schnell satt werden möchte, der kommt an dem Traditionsrestaurant Chartier nicht vorbei. Schon seit 1896 werden hier hungrige Mäuler mit einfacher Pariser Hausmannskost gestopft. Angefangen hat alles als eine Art Mensa für die Arbeiter des 9. Arrondissement. Damals wurde immer nur eine Hauptmahlzeit zu einem fairen Preis angeboten. Die Arbeiter hatten sogar ihre eigene Besteckablage. Heute hat sich das Publikum gut durchmischt, die einfache Einrichtung des Restaurants hat sich jedoch kaum verändert - und dadurch ist auch die unvergleichliche Seele geblieben. Seit seiner Gründung hat das Restaurant nur vier verschiedene Besitzer erlebt. Kein Wunder, denn das Chartier steht für Bodenständigkeit und wer hier arbeitet, ist schon fast einer Religion beigetreten. Mindestens 20 Kellner kümmern sich um das Wohl der Gäste. Schnelligkeit geht hier zwar vor Gemütlichkeit, Zeit für ein kleines Gespräch mit dem Kellner ist aber immer. Die Plätze sind hart umkämpft. Lange Schlangen vor der Eingangstür sind keine Seltenheit, was zu einer geselligen Lösung führt: Jeder Platz wird besetzt, auch wenn das bedeutet, dass verschiedene Gruppen an einen Tisch gesetzt werden. Der Wein wird natürlich geteilt und auch Touristen lernen im besten Fall waschechte Pariser kennen. Am Tag gehen im Chartier 1500 Gerichte über die Ladentheke. Vegetarier haben es hier allerdings schwer. Gute alte Pariser Hausmannskost beinhaltet meistens Fleisch. Ein Lieblingsgericht haben hier nicht einmal Stammkunden, denn jeden Tag wird die Speisekarte neu gedruckt und ist deswegen aus einfachem Papier. Aus Papier sind auch die Tischdecken im Pariser Traditionsrestaurant. Hier notiert sich der Kellner die Bestellungen und rechnet sie am Ende des Besuchs im Kopf zusammen. Eine weitere Tradition, die eisern bewahrt wird. Touristen, die den Weg hierher finden, sollten des Französischen mächtig sein. Die Speisekarte liefert keine Übersetzung und auch die Kellner haben meist, trotz aller Herzlichkeit, nicht die Ruhe, ihren Gästen die Gerichte einzeln anzupreisen. Ein Besuch im Chartier gehört auf jeden Fall zu einem Parisbesuch dazu und ist für jeden Geldbeutel zu haben. Um ausführlich die französische Küche zu genießen, sollte man dann aber doch woanders… Quellen: http://www.restaurant-chartier.com/www/visit/filsdesans.php http://www.tagesschau.de/videoblog/paris_cest_la_vie/chartier100.html
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Jim Morrison in Paris besuchen
Ein Gastbeitrag Toter Sänger der Doors liegt in Paris begraben Paris gilt ja gemeinhin als die Stadt der Liebe, jedoch zieht es auch viele Musikbegeisterte Leute in die Metropole an der Seine. Besonders Anfang Juli kommen viele The Doors Fans in die Hotels Paris, um den Todestag ihres Idols zu gedenken und ihn in Paris zu besuchen. Jim Morrison wurde am 8. Dezember 1943 in Melbourne, Florida geboren. Er wuchs als Ältester mit einer Schwester und einem Bruder auf und musste oft den Herren im Haus spielen, da sein Vater Admiral bei der US Marine war und somit oft auf Reisen war. Schon früh wurde klar, dass Jim ein ganz besonderes Kind war, er hatte angeblich einen IQ von 149. Er interessierte sich für Poesie und gründete während der Schulzeit mit drei Freunden die Rockband The Doors. Bereits ihre erste Single ‚Light My Fire’ wurde zum Hit. Den Bandnamen The Doors entlieh Morrison dem Buch ‚The Doors Of Perception’ von Aldous Huxley, in dem es um die Bewusstseinserweiterung durch die Einnahme von halluzinogenen Drogen geht. Erfolg und der Umzug nach Paris Schnell wurden The Doors zu Superstars, doch brachte der Erfolg auch seine Schattenseiten mit sich. Morrison stand immer mehr unter Drogen und hatte seine Trinkgewohnheiten kaum noch unter Kontrolle. Zudem litt er unter Depressionen. Nach sechs Alben war Jim quasi am Ende und wollte die Band verlassen. Er zog mit seiner Freundin nach Paris, um sich auf seine Gedichte zu konzentrieren und erstmal Abstand zu gewinnen. Bei ihrer Ankunft im März 1971 bezogen die beiden eines der Hotels Paris im 8. Arrondissement, nämlich das ‚Georges V’. Anschließend zogen sie als Untermieter eines Models in ein Luxus Appartement im dritten Stock in die Rue Beautreillis 17. Im Mai 1971 zog das Paar für einige Tage in das Paris Hotel ‚L’Hotel’ in der Rue Des Beaux Arts Nummer 13, hier wohnten sie im selben Zimmer, in dem Oscar Wilde starb, da Morrison ein großer Fan des Schriftstellers war. Jim Morrison zog sich weitestgehend aus dem öffentlichen Leben zurück und konzentrierte sich darauf, seine Gedichte und Drehbücher zu schreiben. Jedoch trank er weiterhin, was seinen Gesundheitszustand verschlechtern ließ. Er litt an starkem Husten und Atembeschwerden, die er dadurch zu lindern versuchte, Heroin zu schnupfen. Dies galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Hustenheil- und Schmerzmittel. Der Tod in Paris und sein Begräbnis Um den Tod Jim Morrisons ranken sich zahlreiche Legenden, da seine Leiche nie obduziert wurde und sein Tod erst drei Tage nach seiner Beerdigung offiziell bekannt gegeben wurde. Laut Todesschein verstarb der Sänger am Morgen des 3. Juli in der Badewanne seines Appartements an einem Herzstillstand. Seine Lebensgefährtin behauptete, dass es sich um eine Überdosis Heroin handelte, da er versuchte seinen Husten loszuwerden. Jim Morrison wurde am 7. Juli 1971 auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise beigesetzt. Sein Grab befindet sich in der Sektion 6 und hat die Nummer 30. Hier liegen zahlreiche Berühmtheiten wie Oscar Wilde, Chopin oder Edith Piaf begraben, Morrison ist also in guter Gesellschaft. Das Grab zählt seit dem zu einem der Anziehungspunkte für viele Paris Reisende. Kurz vor seinem Tod besuchte Jim Morrison selbst diesen Friedhof und äußerte nebenbei seinen Wunsch einmal hier begraben zu werden. Er ahnte sicherlich nicht, wie prophetisch diese Aussage kurz darauf schon sein würde.
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La Saint-Sylvestre
Silvester ist vorbei und die Straßen sind wieder sauber. Nach der rauschenden Partynacht, in der wir das Jahr 2012 mit vielen Raketen, Heulern, Wunderkerzen und Böllern begrüßt haben, hatte die Straßenreinigung in Deutschland mal wieder alle Hände voll zu tun, die Straßen von den Resten der Feuerwerkskörper zu befreien. Aber mal ehrlich: Was wäre ein Jahrswechsel ohne Knaller und Raketen? Wer das herausfinden will, sollte darüber nachdenken, das nächste Silvester in Paris zu verbringen. Natürlich wird auch hier Silvester gefeiert, nur ist es eben eher eine Party für den Gaumen. Austern, gefüllte Gänseleber, Meeresfrüchte und Champagner – Den Franzosen kann kulinarisch niemand etwas vormachen. Pyrotechnik ist hier eher Sache der Gemeinde. Privatpersonen kommen selten auf die Idee, selbst ein Feuerwerk zu organisieren und sparen sich so auch das lästige aufräumen am Neujahrstag. Zusammen mit Freunden und Familie wird das Réveillon de la Saint-Sylvestre begangen. Dies kann im Rahmen eines gemütlichen Dinners sein oder auf einem festlichen Ball. Um Zwölf hagelt es dann Wünsche und Küsse für das neue Jahr. Gute Vorsätze gibt es übrings auch hier. Glücklicher Weise fällt Silvester aus christlicher Sicht in die Weihnachtszeit. Paris ist also auch an diesem Tag festlich geschmückt und voller Glitzer und Lichter. Die Franzosen scheinen erkannt zu haben, was das wesentliche an diesem Abend ist: Nämlich sich den Magen mit Köstlichkeiten vollzuschlagen. In diesem Sinne wünschen wir euch ein FROHES NEUES JAHR 2012! Bildnachweis: http://www.flickr.com/photos/22394551@N03/2157862605/
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Ein Baumstamm als Dessert
Auch die Franzosen lassen es sich zu Weihnachten kulinarisch richtig gut gehen. In vielen Haushalten Frankreichs wird an Weihnachten traditionell der Bûche de Noël, also der weihnachtliche Baumstamm als Dessert serviert. Früher war der Bûche de Noël noch nicht essbar, sondern wurde als großes Stück Holz im Kamin verbrannt, während die Familie sich davor versammelte, sich Geschichten erzählte und Weihnachtslieder anstimmte. Als der klassische Kamin den Kachelöfen weichen musste, wurde der Bûche de Noël als leckerer Kuchen serviert. Alle, die Weihnachten französisch gestalten wollen, finden anbei ein Rezept für einen original französischen Bûche de Noël. Bûche de Noël Ingrédients (pour personnes) : - 4 œufs - un verre de sucre en poudre - un verre de farine - un sachet de levure alsacienne - 250g de chocolat - 200g de beurre Préparation : Battre les 4 jaunes d’œuf, avec un verre de sucre en poudre et 3 cuillères à soupe d’eau tiède, pour faire mousser. Ajouter, peu à peu, un verre de farine et un sachet de levure alsacienne. Quand c’est bien mélangé, incorporer délicatement les 4 blancs d’œuf montés en neige ferme. Dans un moule long et plat (genre plaque à pizza), étendre la pâte sur 1 cm d’épaisseur, et faire cuire à four chaud. Détacher et poser le gâteau sur une serviette humide. Rouler et laisser refroidir un peu. Briser le chocolat, et le faire fondre au bain-marie. Ajouter le beurre mou. Etendre le mélange sur toute la surface, et rouler le gâteau sur lui-même. Mettre le reste du mélange beurre-chocolat sur le dessus. Faire des dessins dessus avec une fourchette, et mettre au frigo pour refroidir. Wenn du selbst mal Weihnachten in einer französischen Familie im Rahmen eines High School Jahres erleben möchtest, kannst du dich hier informieren. Quellen : http://de.franceguide.com/special/weihnachten-in-frankreich/Buche-de-Noel.html?NodeID=1422&EditoID=125088 http://www.marmiton.org/recettes/recette_buche-de-noel-facile_18219.aspx Bild : http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Buche_de_noel.jpg
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Die Geschichte der Krawatte oder – Wie Louis XIV die Mode erfand
Wie selbstverständlich gehört die Krawatte heute in die Modewelt. Wenn man jedoch darüber nachdenkt ist es schon seltsam, dass Männer und manchmal auch Frauen sich ein Stück Stoff um den Hals binden, um seriös oder chic auszusehen. Schuld an diesem modischen Phänomen hat Louis XIV - das Fashion Victim des 17. Jahrhunderts. Europa litt unter dem 30jährigen Krieg und der französische Monarch erbat sich Hilfe aus Kroatien. Als die 6000 Soldaten in Versaille ankamen stach Louis XIV das Halstuch ins Auge, dass zur Uniform der Kroaten gehörte. Modebewusst, wie Louis XIV nun einmal war, nahm er die Idee auf und verbreitete la cravate innerhalb des Adels. Damit wäre auch der Namensursprung geklärt: Aus „à la Croate“ wurde „Cravate“, im deutschen dann „Krawatte“. Er wäre nicht der Sonnenkönig gewesen, wenn er nicht auch in dieser Angelegenheit der absolute Übertreiber gewesen wäre. So war Louis der XIV von seiner Entdeckung so begeistert, dass er an seinem Hof der Krawatte wegen zahlreiche neue Arbeitsplätze schuf. Eine Gruppe von Höflingen war dafür verantwortlich dem König jeden Tag eine Auswahl von Krawatten herauszusuchen und zu präsentieren. Der Monarch suchte sich eine aus und band sie sich selbst um. Signor di Miramond, der Cravatier seiner Majestät, war ihm anschließend behilflich die Krawatte auszurichten und zu stilisieren. Der Aufwand um dieses einfache Modeaccessoire hat sich gelohnt. Die Krawatte wurde zum Symbol für Macht und hatte auch in der Französischen Revolution eine nicht unwichtige Rolle: Die Revolutionäre trugen schwarze Krawatten, ihre Gegner weiße. Louis der XIV setzte also Zeichen in der Modewelt. Vor allem aber entdeckte er die Selbstinszenierung, die Politiker heute noch nutzen. Schließlich ist es für Machthaber um einiges angenehmer, wenn sich das Volk statt über die Außenpolitik über das Outfit ihrer Vertreter unterhält. Quellen: http://www.welt.de/print-wams/article134651/In_der_Heimat_der_Krawatte.html http://www.krawattenknoten.info/krawatten/Geschichte/geschichte.html
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Tim und Struppi - Von Brüssel nach Hollywood
Seit dem 27. Oktober machen die Comichelden Tim und Struppi die deutschen Kinoleinwände unsicher. Zwar haben Steven Spielberg und Peter Jackson das Abendteuer „Das Geheimnis des Einhorn“ spektakulär in 3D verfilmt, jedoch stammt der Comic eigentlich aus belgischer Feder und Tims Muttersprache ist damit französisch. © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH Der Brüsseler Zeichner Hergé veröffentlichte das erste Comic mit Tim und Struppi 1929 in der Zeitung „Le Vingtième Siécle“, 1930 folgte das erste Album „Tim im Lande der Sowiets“. Reisen war für Tim und seinen treuen Gefährten Struppi also schon immer ein großes Thema. Im Laufe der Zeit umrundete er, im Namen des investigativen Journalismus und für die Gerechtigkeit, mehrmals die Erde und flog sogar 1950, 19 Jahre vor Neil Armstrong, zum Mond. Kein Wunder, dass es Tim und Struppi in 80 verschiedenen Sprachen zu lesen gibt. Die brandneue Hollywoodproduktion, übrings nach 1947 die zweite Verfilmung des Kultcomics, ist hochkarätig besetzt. Jamie Bell, den wir noch aus Billy Elliot kennen, verkörpert den Reporter Tim, der gegen den von Daniel Craig gespielten Bösewicht Rackham den Roten kämpft. Selbst Europäische Kritiker, die den Charme des Comics durch die Hollywoodindustrie bedroht sahen, waren von Spielbergs und Jacksons Werk überwältigt. http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Auf-Reisen-mit-Tim-und-Struppi/3283688.html http://www.stern.de/kultur/film/filmstart-tim-und-struppi-belgiens-comic-erbe-in-spielbergs-haenden-1741801.html
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Protège-Moi – Ein Schutz für die Französische Sprache
Dass die Franzosen ihre Sprache lieben, haben die meisten bestimmt schon einmal im Frankreich-Urlaub erfahren. Der stolze Franzose reagiert häufig nur auf Zurufe in seiner Muttersprache, obwohl auch in französischen Schulen Englisch unterrichtet wird. Diese Eigenart spiegelt sich auch in der Gesetzeslage wieder. 1994 trat das Gesetz „Loi relative à l’emploi de la langue française” in Kraft, was zur Folge hat, dass der Franzose seine Sprache nicht nur liebt sondern auch beschützt. Während sich in Deutschland zahlreiche Anglizismen, wie „Computer“ und „CD-Player“, ihren Weg in die deutsche Sprache gebahnt haben, gibt es in Frankreich eine Behörde, die französische Wörter für die neusten Innovationen festlegt. Die Franzosen arbeiten also an ihrem ordinateur und hören über den lecteur de CD ihre Lieblingsmusik. Das Gesetz zieht sich durch den französischen Alltag wie der bekannte rote Faden durch ein gutes Argument. Sogar Werbeslogans müssen, im Fall des Gebrauchs einer fremden Sprache, eine französische Übersetzung mitliefern. Auch französische Unterhaltungsmusikprogramme, wie ein ganz normaler Radiosender, sind seit 2000 gesetzlich verpflichtet mindestens 40% französischsprachige Musik zu spielen. Die britische Band Placebo hat sich bereits der Herausforderung gestellt: Die Single „Protect Me from What I Want“ kam in Frankreich als „Protège-Moi“ auf den Markt und stieß vor bis in die Top 20. Zyniker haben  dem ehemaligen Kulturminister und Initiator des Gesetzes, Jacques Toubon, übrings den Spitznamen “Jack Allgood” verpasst. “Allgood” entspricht der englischen Übersetzung des Familiennamens Toubon… Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Loi_Toubon
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„Sur le pont d’Avignon“ - Alles tanz, alles tanzt auf der Brück’ von Avignon
Spielerisch Französisch lernen mit Kindern aus der ganzen Welt! Offaehrte Sprachreisen bietet französische Sprachkurse in La Crau an. La Crau ist ein kleiner Ort an der Grenze zwischen der mondänen Côte d’ Azur und der malerischen Provence. Wie es bekannt ist, lernen die Kinder eine Fremdsprache effektiver, wenn sie beim Lernprozess animiert sind. Die Schüler haben definitiv Spaß beim Singen französischer Lieder. Außerdem muss jedes Kind, das sich mit dem Französisch beschäftigt, „Sur le pont d’Avignon“ einfach kennen. Refrain: Sur le pont d’Avignon l’on y danse, l’on y danse, sur le pont d’Avignon l’on y danse tout en rond. Les beaux messieurs font comme ça, et puis encore comme ça! Les belles dames font comme ça, et puis encore comme ça! Les officiers font comme ça, et puis encore comme ça! Les petits bébés font comme ça, et puis encore comme ça! Les bons amis font comme ça, et puis encore comme ça! Les musiciens font comme ça, et puis encore comme ça! Et les gamins font comme ça, et puis encore comme ça! In dem Lied geht es um eine Brücke von Avignon. Die heutige Brücke ist nur ein Andenken an den damals existierenden Bau. Die Errichtung der Brücke von Avignon hat 1177 begonnen. Die Brücke bestand aus 22 Archen und war die einzige Brücke über Rhône von Lyon bis zu dem Meer. 1227 hat Ludwig VII. während des zweiten Kreuzzuges die Brücke zerstört. Unter der Brücke befand sich eine Insel, wo sich die Bürger zum Feiern und Tanzen getroffen haben. Nach der Zerstörung der Brücke wurden die Tanzabende nicht mehr durchgeführt, aber heute noch singen alle Kinder Frankreichs das Lied „Sur le pont d’Avignon“. Übersetzung des Liedes „Sur le pont d’Avignon“ Refrain: Alles tanz, alles tanzt auf der Brück’ von Avignon, ja, alles tanzt, alles tanzt auf der Brück’ von Avignon. Die Herren machen so, die Herren machen so! Die Damen machen so, die Damen machen so! Die Offiziere machen so, die Offiziere machen so! Die Kinder machen so, die Kinder machen so! Die Freunde machen so, die Freunde machen so! Die Musikanten machen so, die Musikanten machen so! Die Lausbuben machen so, die Lausbuben machen so! Bildnachweis: http://fr.wikipedia.org/wiki/Sur_le_pont_d%27Avignon
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Duftendes Frankreich
Kennst du dieses merkwürdige Gefühl? Einige Gerüche erinnern an bestimmte Person oder versetzen dich in deinen Gedanken zu einem bestimmten Ort, beispielweise nach Frankreich. Das Land hat seine eigenen unverwechselbaren Gerüche. Der französische Schriftsteller Jean Giono sagt, dass Frankreich nicht richt, es duftet. Offaehrte Sprachreisen organisiert für dich ein High School Jahr in Frankreich und hofft, dass du dein Austauschjahr jedes Mal beim Benutzen der Lavendel- oder Jasmin-Seife in deinen Erinnerungen aufrufen wirst. Essence de Provence Das Schuljahr in Frankreich beginnt im August. Genau dann, wenn sich die Provence im Südosten Frankreichs violett färbt. Die Lavendelfelder erstrecken sich Richtung Nordwesten bis nach Valence und Richtung Osten und Süden bis an das Umland der alten Parfümstadt Grasse. In Frankreich werden etwa 20 verschiedene Lavendelsorten angebaut, die für die Gewinnung der ätherischem Öle und Herstellung der Heilmittel verwendet werden. Um einen Liter reines ätherisches Lavendelöl herzustellen, das in der Parfümerie verwendet wird, benötigt man zwischen 140 und160 kg Lavendel. Deswegen sind die Blüten des Lavendels sehr wertvoll und nicht unbedingt kostengünstig. Im Vergleich zu dem 17. Jahrhundert, als die Lavendelblüten per Hand geschnitten wurden, kommen heutzutage moderne Landmaschinen mit ausgeklügelten Schneidewerkzeugen zum Einsatz. Chanel No 5. aus französischem Grasse Man sagt, das Parfum wurde von den Frauen erfunden, um die Männer zu verführen. In der Tat ist das nicht wahr. Das Parfum wurde bis zu der Renaissance-Zeit verwendet, um schlechte Gerüche zu entfernen. Die Franzosen stellen das beste Parfum in der Welt her und machen das in einem bestimmten Ort – in der südlichen Stadt Grasse. Und dafür gibt es einen besonderen Grund. Nur bei Grasse wächst der Jasmin, dessen unwiderstehlich duftendes Öl ein Bestandteil von dem Parfum Shalimar von Guerlain, Joy von Jean Patou und Chanel ?5 ist. Im Jahre 1920 hat Coco Chanel den Parfümeur Ernest Beaux kennengelernt. Sie wollte die Geschenke für ihre Angehörigen besorgen. Zur Auswahl wurden einige Flächchen mit Parfum angeboten und Coco Chanel hat die Flasche mit der Nummer 5 ausgewählt, da ihre Kleidungskollektion immer am 05.05. erschienen ist. Ihre Auswahl hat sie zusätzlich noch begründet, dass das Parfum Nummer 5 sie am meisten an eine Frau und nicht nur an Blumen erinnert. In Grasse befindet sich eine Parfümerie-Fabrik, wo ihr „Feinnasen“ eigene Parfumsorten erfinden könnt. Nach der Herstellung könnt ihr ihrem Parfum einen Namen geben und es sogar zertifizieren lassen. Bildnachweis: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/85/CHANEL_No5_parfum.jpg http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a7/Landscape_Provence_France_1.jpg Video: Provence Frankreich Reise-Video von Videovalis
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