| Cucina Casalinga |
| http://cucina-casalinga.blogspot.com/ |
| Zitronen-Hendl mit Kartoffeln und Schalotten |
| Den einzigen, also ersten und bis jetzt letzten, pauschal gebuchten Urlaub haben wir auf Samos verbrachte. Jahre her. Wahrscheinlich 2001 oder so. Ich weiß gar nicht, warum und wieso. Zeitmangel nehme ich an. Rein ins Reisebüro des Vertrauens, raus mit Flug und Hotel auf Samos kommen. Das war bei mir (noch in Festanstellung) eine Zeit, in der sich Projektleitung an Projektleitung reihte, oft mit Überlappungen und Verschiebungen. Urlaubsplanung war schwierig. Eins habe ich aber damals für immer gelernt: Urlaub wegen eines Projekt zu verschieben, macht keinen Sinn - es wird nie passen. Und ein zweites habe ich tatsächlich auch noch gelernt: Zwei Urlaube min. à 14 Tagen tun dem Kopf und Körper gut. Und sei es noch so einfach, wenn es finanziell knapp ist. Aber rauskommen, die Wände verlassen, hilft. Wohin wollte ich jetzt eigentlich? Immer diese Exkurse! Ja, genau - nach Samos. Dort gab es in Samos-Stadt das beste Zitronen-Hühnchen, das wir je gegessen haben. Aber, meines letztes Wochenende war auch nicht schlecht! :-)Und schon sind wir von Lebensweisheiten zum Rezept gekommen. Und da will ich ja eigentlich auch hin. Zitronen-Hendl mit Kartoffeln und Schalotten2 Portionen1 gutes Hendl, zerteilt (oder bei uns ein außerirdisches Hendl, das drei Schenkel und drei Flügel hatte, während die Brust noch auf weiteren Einsatz im Gefrierschrank wartet)2 unbehandelte Zitronen400 g Kartoffeln (bei mir Grenaille)Salz, Pfeffer3 Zweige Thymian4 Schalotten2 Knoblauchzehen100 ml Weißwein100 ml GeflügelbrüheOlivenöl1 TL ButterHühnerteile mit Salz und Pfeffer würzen, mit Olivenöl (ca. 4 EL) und dem Saft einer Zitrone marinieren. Abgedeckt ca. einen halben Tag im Kühlschrank stehen lassen. Backofen auf 160°C (Ober-/Unterhitze) heizen.Kartoffeln schälen, Schalotten in Spalten schneiden. Etwas Olivenöl und Butter in einer Pfanne erhitzen und Kartoffeln, Schalotten und Knoblauch daran leicht glasig andünsten. Zu den Hühnerteilen in eine Auflaufform geben. Nochmal salzen und pfeffern, die in Scheiben geschnittene, zweite Zitrone darauf verteilen und mit Olivenöl überziehen. Und ab für 90 Minuten in den Ofen. |
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| F - Paris - La Coupole |
| Ich glaube, das La Coupole steht so gut wie in jedem Reiseführer ... und es ist groß, ein Grund eigentlich nicht unbedingt hinzugehen. Aber wir sind seit langer Zeit mal wieder den Boulevard Montparnasse entlanggebummelt und konnten den ausgestellten Meeresfrüchten und dem vor allem mit Parisern voll besetzten Lokal nicht widerstehen. Trotz vieler Plätze war es Samstagmittags so gut wie voll - aber man bemühte sich sehr, noch ein Plätzchen für uns zu finden. Ein sehr angenehmer Kellner, der noch mehr aufblühte, als er merkte, daß wir ihn ohne Probleme verstanden, kümmerte sich um uns und versorgte uns mit allem.Bestellt haben wir keine fertig zusammengestellte Etagere (alle mit Austern - und die mögen wir nicht gerne), sondern ein tourteau, einen homard, sechs langoustines. Dazu gabs Brot und eine wahnsinnig gute Salzbutter (ich mag ja Salzbutter grundsätzlich - aber die war schon eine Klasse für sich). Eine Flasche Weißwein rundete die Meeresfrüchte ab. :-) Zur Nachspeise bestellte sich der Herr der Cucina Profiteroles au chocolat chaud "Valrhona". Wir saßen ewig und waren sehr zufrieden!Das war übrigens nur die Hälfte der Nachspeisen-Portion. Brasserie La Coupole102, boulevard du Montparnasse75014 ParisTelefon 0033 - 1 - 43 20 14 20Telefax 0033 - 1 - 43 35 46 14Métro : Vavin (Ligne 4)Eigentlich hätte mir auch schon das Brot mit der Salzbutter und dazu ein Glaserl Weißwein gereicht. :-) |
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| Gamberoni mit Piemonteser Grappa |
| ... wobei ich zugeben muß, daß sie im Original mit sardischem Grappa zubereitet werden. Aber ich denke, diese Abänderung ist akzeptabel. :-)Sehr feine Vorspeise, die sich sowohl für größere als auch kleine Gäste-Runden perfekt eignet. Gamberoni mit Piemonteser Grappa4 Portionen2 Knoblauchzehen1 Peperoncino500 g Crevetten, roh, geschält2 EL Olivenöl4 Lorbeerblätter, frisch50 ml GrappaSalz, PfefferDen Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Den Peperoncino der Länge nach halbieren, entkernen und in feine Streifchen schneiden. Die Crevetten mit einem spitzen Messerchen dem Rücken entlang leicht einritzen und - wenn nötig - den noch vorhandenen schwarzen Darmfaden sorgfältig entfernen. Die Crevetten kalt abspülen und auf Küchenpapier trockentupfen.Mit dem Knoblauch, dem Peperoncino und dem Olivenöl in eine Schüssel geben. Die Lorbeerblätter an den Rändern etwas einreissen, damit sich ihr Aroma optimal entfalten kann, und beifügen. Alles mit Salz sowie Pfeffer würzen und gut mischen. In eine Gratinform oder in 4 Portionenformen geben.Im Ofen etwa 12 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, den Grappa darübergiessen und diesen sofort entzünden. Sofort servieren. |
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| Blutorangen-Gelee |
| So aufwendig meine jährliche Orangenmarmelade-Produktion auf Grundlage von Orangenfilets ist, so schnell geht dagegen dieses Blutorangengelee.Als ich den köchelnden Blutorangensaft bei Twitter veröffentlichte, paßte auf Nachfrage von Adelhaid das Rezept in einen 140-Zeichen-Tweet: Bei mir waren es übrigens meine Lieblingsblutorangen - die sizilianischen Moro. |
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| Bratkartoffel-Radieschen-Salat |
| Die Idee für diesen Salat stammt von Johann Lafer, ich habe diese Beilage anders zubereitet: Statt roher Kartoffeln habe ich gekochte genommen und auch die Salatsauce anders gemischt. Bratkartoffeln als Grundlage für einen Salat zu nehmen, hat uns ausgesprochen gut gefallen. Der lauwarme Salat mit den knackigen Radieschen (die momentan zugegebenermaßen keine Saison haben) paßte perfekt zu einem Rib-Eye-Steak am Sonntagmittag. Bratkartoffel-Radieserl-Salat4 Personen1 kg Pellkartoffeln vom VortagOlivenöl und etwas Butter1 Bund Radieserl SalzPfefferMilder Weißweinessig1 EL klein geschnittene PetersiliePellkartoffeln in ca. 2 - 3 mm dicke Scheiben schneiden, portionsweise in Olivenöl und Butter langsam braten und auf die Seite stellen. Währenddessen Radieserl in dünne Scheiben schneiden und mit den Bratkartoffeln mischen. Würzen, mit Weißweinessig kräftig abschmecken, ggf. noch wenig Öl zufügen. Durch das Braten war bei mir genügend vorhanden. Petersilie untermischen und noch lauwarm servieren. |
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| F - Paris - Le Grand Corona |
| Der Vorteil, wenn man schon recht oft in einer Stadt war? Man hat "keinen Streß" mehr. Alle "Baedeker-Sterne" sind abgearbeitet, man hat Zeit, neuer Ecken kennen zu lernen, kleine Museen oder aktuelle Ausstellungen anzusehen, ein bißchen zu bummeln, sich völlig ohne Plan treiben zu lassen. So geht es uns inzwischen in Paris. Und so auch am zweiten Tag unseres Kurzbesuchs im Januar. Wir sind von unserem Hotel mit der Metro bis zum Champs-Elysées gefahren und von dort die immer wieder sehenswerte Avenue Montaigne hinuntergelaufen. An deren Ende und am Platz vor der Pont de l'Alma haben wir schließlich ein spätes Frühstück eingenommen. Wir bekamen einen Platz am Fenster mit Blick auf Brücke, Platz und Trottoir. Wir saßen lange beim Frühstück, während wir Leute und Verkehr beobachteten. Ein nettes Plätzchen. Le Grand Corona3 Place Alma75008 Paris, FranceTelefon 0033 - 1 - 47 20 70 27(Métro-Station Alma-Marceau) |
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| Mohnkuchen für Mohn-Liebhaber |
| Einiges wurde ja aus Nickys erstem Buch in der Blogger-Welt sehr schnell nachgekocht und vor allem -gebacken, aber den Mohnkuchen fand ich - meine ich - nirgends. Aber er ist zu gut, zu saftig, zu schnell gemacht als daß er nur im Buch vorkommen sollte. Also hier ein Rührkuchen für Mohn-Liebhaber:MohnkuchenKastenform 30 cm Länge250 g weiche Butter5 Eier75 g Crème fraîche200 g Zucker1 unbehandelte Zitrone100 g gemahlener Mohn200 g Mehl1 1/2 EL BackpulverAlle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Backform fetten.Butter und Zucker cremig rühren. Dann nach und nach die Eier unter ständigem Rühren zufügen. Die Schale der Zitrone abreiben und zur Masse geben, ebenso Crème fraîche und Mohn. Mehl und Backpulver ebenfalls gut unterrühren. Den Teig in die Form geben. Im Ofen auf der zweiten Schiene von unten ca. 45 Minuten backen. |
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| Dinner for one XXIV: Tomaten-Rührei auf Brot |
| Und wieder ein Beitrag zur Serie "Was esse ich mittags" ... dieses Mal eine Scheibe Dreikorn-Brot mit einem Rührei (dabei: Tomaten, Schnittlauch, rote Zwiebeln). |
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| Brandteig-Grissini |
| Als wir mit Freunden gekocht haben und u.a. die phantastischen Hütchen entstanden, gabs auf die Schnelle auch noch die Brandteig-Grissini (auch dieses Rezept nach A. Wildeisen). Grissini würde ich sie aber nicht nennen, sie sind einfach nicht vergleichbar. Aber sie schmecken sehr gut - der Variation sind keine Grenzen gesetzt. Mit Rosmarin und Parma, nur Parma, nur Rosmarin, mit Kräutersalz, mit Meersalz, mit Peperonicini, mit was auch immer. Sie sind schnell gemacht und waren bei uns sehr schnell weg. Brandteig-Grissini200 ml Wasser, ersatzweise halb Milch/halb Wasser1/4 TL Salz50 g Butter125 g Mehl (405er, Weizen)3 Eier, mittelgross100 g Parmaschinken, sehr dünn geschnitten4 Zweige RosmarinBackofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.Die Flüssigkeit mit dem Salz und der Butter aufkochen. Die Pfanne von der Herdplatte nehmen und das Mehl auf einmal unter kräftigem Rühren mit einer Kochlöffel dazugeben. Die Pfanne wieder auf die Platte zurückgeben und bei mittlerer Hitze so lange weiterrühren, bis der Teig glatt ist und einen Kloss bildet. Nun den Kloss bei mittlerer Hitze weitere 1½–2 Minuten dünsten, bis sich am Pfannenboden ein weisser Belag bildet. Dies ist ein sehr wichtiger Vorgang für die spätere Konsistenz des Teiges, also den Teig nicht zu früh aus der Pfanne nehmen!Den Teig in eine Schüssel umfüllen. Jetzt ein Ei nach dem anderen unter den Teig rühren.Den Schinken ganz fein würfeln. Rosmarinnadeln von den Zweigen zupfen und sehr fein hacken. Beide Zutaten unter den Brandteig rühren.Den Teig in einen Spritzsack mit glatter Tülle von 5 mm Durchmesser füllen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech 25 cm lange, dünne Stängelchen aufspritzen.Die Brandteig-Grissini im Ofen auf der zweituntersten Rille 15 Minuten knusprig braun backen. |
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| F - Paris - J'Go |
| Dieses Blog unterliegt fremden Zwängen, auch ausländischen. Eigentlich bin ich ja noch in der Abarbeitung der Ausflüge und Urlaube - momentan bei September 2011. Aber da wird aus Paris schon nachgefragt, wann ich denn die Ente der Oma im Blog zeige.Die Oma? Gemeint ist die Oma der Familie des Käsehändlers von Katia. Deren Ente habe ich fotografiert, erst letzten Sonntag. Aber da ich nicht will, daß Katia bei jedem Käseeinkauf in den nächsten Wochen nach diesem Foto gefragt wird, "je ne sais pas" sagen muß und vielleicht noch die Käsequalität leidet, ziehe ich mal schnell unseren kurzen Paris-Urlaub vor.Also von Anfang!Über das letzte Wochenende waren wir für vier Tage in Paris. Unser Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk füreinander. Ohne Besuch bei der Verwandtschaft des Herrn der Cucina, ohne Reiseführer (die Baedeker-Sterne haben wir schon :-) öfters abgehakt), ohne großen Fotoapparat (nur mit iPhone), ohne großen Plan.Nur: Ein paar Besorgungen, ein Markt, ein paar Ausstellungen (Alexander der Große im Louvre, die Verbotene Stadt im Louvre, L'aventure des Stein im Grand Palais sowie Cezanne im Palais Luxembourg und das Musée de l'art moderne) und viel Essen.Sonntagmittag trafen wir uns mit Katia im J'Go, ein Restaurant in den Arkaden des überdachten Marktes Saint Germain. Geprägt ist die Karte von Produkten und der Küche des süd-westlichen Frankreichs. Bevor wir aber unsere Wahl trafen, mußte erst mal ein Aperitiv her, ein "kleines" Glas Mauzac. La planche de charcuterie de Noir de Bigorre(Pastifret, Jambon, Saucisse sèche, saucisson, boudin, ventrêche)Als Vorspeise gabs ein gemischte Platte mit Wurstspezialiäten dazu selbstgemachtes Mixed Pickles mit Karotten, Kohlrabe, schwarzen und weißen Rüben sowie Sauerteigbrot. Carré d’agneau 2 pers. Saucisse de Toulouse Zur Hauptspeise gab es für Katia eine selbstgemachte Wurst und weiße Bohnen, wir nahmen einen Lammrücken mit frischem Kartoffelpüree sowie Wirsing-Fenchel-Gemüse. Als der Herr der Cucina schon bei den Crèpes angelangt war und Katia und ich schon rote Wangen vom Wein hatten, nahm am Nebentisch die Oma, Mama und Papa sowie Tochter Käsehändler Platz.Sie haben ihr Geschäft im Saint Germain Markt. Viel wurde zwischen den Tischen geplappert, es ging um Pariser und Münchner Großmärkte, um Preise, um Käse und - als das Essen der Familie kam - auch um unsereBlogs.Und auf einmal landeten die Platten der Familie für ein schnelles Foto auf unserem Tisch - mit dem Versprechen, sie auch bald zu verbloggen:Z.B. das "kleine" halbe Hendl für zwei und die Entenbrust für die Oma der Familie: Magret de canard grillé ½ poulet de ferme rôti 2 pers. Jetzt sind alle Versprechen gehalten, wir sind nach gut drei Stunden Mittagessen um eine weitere gute Restaurant-Adresse in Paris reicher und sagen Dank an Katia und Familie Sanders für ein sehr gutes, lustiges und lebhaftes Mittagessen.Käsehändler:Fromagerie Sanders4 rue Lobineau75006 ParisTelefon 0033 - 1 - 46 34 05 94Restaurant:J'Go Paris Saint GermainRue Clément - Marché Saint Germain75006 ParisTelefon 0033 - 1 - 43 26 19 02 |
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| Pikante Ofenküchlein mit Forellenmousse |
| Ganz, ganz fein! Eine Vorspeise, die sich sehr gut vorbereiten läßt. Unbedingt empfehlenswert. Zusammen gekocht und gegessen haben wir es mit Freunden und dies war der unumstrittene Sieger der verschiedenen Gerichte im Vier-Gang-Menü!(Rezept von Annemarie Wildeisen) Pikante Ofenküchlein mit Forellenmousse ca. 30 StückBrandteig 200 ml Wasser, ersatzweise halb Milch/halb Wasser1/4 TL Salz 50 g Butter 125 g Mehl (405er Weizen) 3 Eier, mittelgross, je ca. 52 g schwer (mit Schale)Füllung 4 Forellenfilets, geräuchert (ca. 250 g) 1 Schalotte 1 Bund Radischen 1 Bund Schnittlauch 3 Zweige Dill (bei uns ohne Dill - mögen wir nicht besonders) 150 g Magerquark 1 TL Senf, grob 1 EL Zitronensaft Salz, schwarzer Pfeffer Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Flüssigkeit mit dem Salz und der Butter aufkochen. Die Pfanne von der Herdplatte nehmen und das Mehl auf einmal unter kräftigem Rühren mit einer Kelle dazugeben. Die Pfanne wieder auf die Platte zurückgeben und auf mittlerem Feuer so lange weiterrühren, bis der Teig glatt ist und einen Kloss bildet. Nun den Kloss bei mittlerer Hitze weitere 1½–2 Minuten dünsten, bis sich am Pfannenboden ein weisser Belag bildet. Dies ist ein sehr wichtiger Vorgang für die spätere Konsistenz des Teiges, also den Teig nicht zu früh aus der Pfanne nehmen! Den Teig in eine Schüssel umfüllen. Jetzt ein Ei nach dem anderen unter den Teig rühren. Den Teig in einen Spritzsack mit glatter Tülle von 1 cm Durchmesser füllen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech Kugeln von 2 cm Durchmesser spritzen.Die Brandteigkugeln im Ofen auf der zweituntersten Rille 20–25 Minuten backen. Den Ofen erst öffnen, wenn die Brandteigküchlein schön braun geworden sind, sonst fallen sie gerne zusammen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Für die Füllung die Forellenfilets in feine Streifen schneiden und in eine Schüssel geben.Die Schalotte schälen und fein hacken. Von den Radieschen den Blattansatz entfernen, die Radieschen zuerst in Scheiben schneiden, dann diese fein hacken. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Alle diese Zutaten sowie Quark, Senf und Zitronensaft zu den Forellenfilets geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und alles mit einer Gabel gut mischen. Bis zum Servieren kühl stellen. Die Ofenküchlein waagrecht ein-, aber nicht durchschneiden. Das Forellenmousse einfüllen. |
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| I - Milano Marittima - Al Caminetto |
| Das "Al Caminetto" gibt es schon ewig. Ich kenne es wohl seit gut 25 Jahren. Beim Essen war ich wohl das erste Mal vor sieben, acht Jahren. Und es ist das Restaurant, das so viel umsonst serviert, daß ich allein davon schon manchmal satt werden würde. Aber von Anfang.Wie schon oft geschrieben, war ich schon in der Jugend mit meinen Eltern in Milano Marittima im Urlaub. Damals hatten wir im Hotel Vollpension, so daß wir die Lokale im Ort eigentlich nicht oder sehr selten aufsuchten. Und damals (wie heute) war das "Al Caminetto" DAS angesagte Restaurant dort. Wenn wir beim Abendspaziergang vorbeigingen, warfen wir schon mal den ein oder anderen Blick auf die vorwiegend Italiener, die dort groß speisten. Und auf die Architektur - denn eigentlich sitzt man im größten Teil des Restaurants im Freien, obwohl es einem nicht so vorkommt. Ein wunderbarer Platz, um abends bei großer italienischer Sommerhitze stilvoll zu speisen. Mit dem Herrn der Cucina fahre ich ja inzwischen auch seit vielen Jahren fast immer einmal jährlich nach Milano Marittima und mit ihm war ich auch das erste Mal im Il Caminetto. Als wir das erste Mal dort aßen, viel Hunger hatten, Pasta und danch einen Fisch bestellten, wurden wir "erschlagen". Zu den bestellten Gängen kommen weitere: Ein Glas Prosecco, dann ein Gruß aus der Küche, frisches Pizza-Brot, dann die bestellte Vorspeise, danach ein Sorbetto, die Hauptspeise, ein Café-Sorbetto, das Dessert. Zum Café ein Teller Gebäck und ein Limoncello oder ähnliches. Und zum Schluß kann gern noch ein Gläschen Moscato d'Asti folgen. Man kann rauskugeln. Nachspeisenwagen - direkt an den Tisch gebrachtNicht daß ein falscher Eindruck entsteht, das Restaurant ist ein sehr feines, der zusätzliche "Schnick-Schnack" von sehr guter Qualität und keineswegs Massenware, sondern frisch und selbstgemacht. Der Patrone und seine Frau begrüßen die Gäste am Eingang, die Ober sind seit Jahren dabei. So stellt man sich ein italienisches Restaurant der gehobenen Klasse vor. Im übrigen: Für die Handtasche wird immer ein Extra-Stuhl an den Tisch geschoben, damit sie nicht auf dem "dreckigen" Boden stehen muß. Und: Man kann in so einem Urlaubsort über die verschiedenen Gäste wunderbar lästern - da sind die vornehmen, zurückhaltenden Italiener, genauso wie der Aufschneider mit Ferrari vor der Tür und "Tussi" an der Hand, und auch ein paar ausländische Gäste. Genug für eine abendfüllende Unterhaltung!An zwei Abenden im vergangenen September haben wir bestellt (mit ein paar Schnappschüssen in schlechter Qualität):Kalte FischvorspeisenPizza Frutti di Mare und Pizza Capricciosa (die Pizzen sind exzellent!!!) Crema Catalana mit FrüchtenVenusmuscheln mit KichererbsenWarme FischvorspeisenPasta mit frischem HummerProfiteroles Sehr, sehr zu empfehlen!Ristorante "Al Caminetto" Viale Matteotti, 46 Milano Marittima Telefon 0039 - 0544 99 44 79info@alcaminetto.it |
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| Reh-Bratwürste |
| Kurz vor Weihnachten hatte der Stadtmetzger für mich selbstgemachte Reh-Bratwürste auf die Seite gelegt. Da sag ich doch nicht nein und stelle natürlich den Menüplan um. :-) Es gab Reh-Bratwürste mit frisch gemachtem Kartoffelbrei aus Moos-Sieglinde, dazu selbstgemachtes Blaukraut, von dem noch eine Portion in der Gefriertruhe war.Sehr, sehr fein! Rezept erübrigt sich wohl, oder? Einfach braten! Im Vergleich - oben fränkische Bratwürste, unten die Reh-Bratwürste. |
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| Das theoretische Weihnachtsdessert: Kaffeemousse mit Blutorangen |
| Eigentlich hätte es an Heilig Abend bei meinen Eltern Pastete, Flädlesuppe, Kalbshaxe und Kaffeemousse zum Essen gegeben. Pastete, Flädle und Dessert waren auch am Vorabend fertig. Und eigentlich hätten wir gemütliche und ruhige Weihnachten gehabt. Geplant waren lange Spaziergänge, viel gute Lektüre, zum Essen Reh am ersten Weihnachtsfeiertag, amerikanischer Honigschinken am zweiten. Alles wäre bestens gewesen. Aber wie heißt es im Schwäbischen so schön: Hätt' i, dät' i, wär' i!Und so erreichten uns die Noro-Viren pünktlich 1:30 Uhr in der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember fast gleichzeitig und führte dazu, daß wir morgens bei meinen Eltern absagten (die mir glaubhaft versicherten, daß sie nicht verhungern würden - Ihr kennt ja die Berichte), ich - noch ein kleines bißchen fitter als der Herr der Cucina - doch noch unter die Einkaufenden ging (Perenterol und Zwieback, die immer vorhandene Notration reichte nicht für zwei Personen und drei Feiertage). Nur unterbrochen durch den Besuch eines hausärztlichen Notdienst für den Herrn am späten Abend aufgrund sehr hohen Fiebers verbrachten wir die Weihnachtstage zwischen Bett, Bad und Couch. Zugegeben, zwischendurch war ich in der Küche, zum Einfrieren, Tee kochen und Zwieback-Nachschub holen. Inzwischen sind wir wieder wohlauf. Silvester verbrachten wir schon wieder genüßlich speisend bei Scampi, Kalbs- und Rinderfilet-Fondue sowie Clementinen-Terrine und Eis. Und so wünschen wir zwei aus der Cucina Casalinga Euch ein wunderbares 2012 mit viel Gesundheit, Glück, Liebe und manch kulinarischen Entdeckungen und Genüssen! Laßt es Euch gut gehen. Und, liebe Mama, lieber Papa, das wäre unser Heilig-Abend-Nachtisch gewesen: Ein Kaffeemousse mit Blutorangen-KompottAuf dem Bild, entstanden als Schnappschuß am 23. Dezember mit einem kleinen Versucherle, fehlen noch die zerkleinerten Pistazienkerne und Kaffeebohnen als Deko. Das Versucherle hat sehr, sehr gut geschmeckt, genau richtig in der Waage zwischen herber Mousse und süßem Kompott. (Rezept aus essen & trinken, Februar 2006)Kaffeemousse mit Blutorangen 4 Portionen2 Blatt weiße Gelatine150 g weiße Kuvertüre (bei mir 100 g weiße Bio-Schokolade und 50 g 55% Schokolade)4 Eigelb50 g Puderzucker3 EL Orangenlikör (Cointreau)3 EL Instant-Espressopulver2 EL Rum250 ml Schlagsahne4 Blutorangen20 g Honig (Waldhonig)1 TL Pistazienkerne1 EL Espresso-KaffeebohnenGelatine in kaltem Wasser 10 Minuten einweichen. Kuvertüre grob hacken und in einer Schüssel im warmen Wasserbad schmelzen lassen. Eigelb, Puderzucker, Likör und Espressoplver in einer Schüssel im heißen Wasserbad cremig-dicklich aufschlagen, rasch die Kuvertüre unterrühren. Rum in einem Topf leicht erwärmen. Gelatine ausdrücken, darin auflösen, vorsichtig unter die Creme rühren und 20 Minuten kalt stellen. Sahne steif schlagen, mit einem Teigschaber vorsichtig unter die Creme heben, in 4 Gläser geben und mindestens 6 Stunden oder über Nacht kalt stellen. Die Blutorangen filetieren. Saft aus den Häuten pressen (100 ml) und mit dem Honig in einem Topf sirupartig einkochen. Abkühlen lassen und die Orangenfilets zugeben. Pistazien und Kaffeebohnen in einer Pfanne ohne Fett rösten und in einem Mörser fein zerstoßen. Anrichten. Und einen Weihnachtsstrauß gibt es traditonell für meine Mama auch - er wurde nicht eingefroren und erfreute dieses Jahr leider nur uns. |
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| Der Seeotter, der ein Seehund war |
| Warum habe ich eigentlich immer vor Weihnachten einen Blog-Durchhänger? An mangelnder Zeit liegt es nicht, denn im Dezember ist es - wie berichtet - eher ruhig. Aber ich habe keine Lust zu schreiben, mir fallen keine Anfänge ein. Sei's drum. So ist es halt. Ihr habt ja alle so wie so keine Zeit, hier zu lesen. :-) Und im Januar packt mich dann sicher wieder der Schwung - wie die letzten Jahre auch. Aber jetzt, beim Schreiben dieses Beitrags habe ich doch noch einen Endjahresschwung. Ich singe zwar nicht wie Anke (obwohl ich - 1. Sopran - noch eine tollen, semiprofessionellen Chor in München suche, Infos gerne an mich), die mehr oder weniger gleich während des Twitterns nach mir das heutige Rezept "nachgemixt" und dem Seeotter zugesprochen hat: Aber die Finger fliegen über die Tasten, die Wangen sind rot (wie schon als Kind) und warm ist mir auch. Geschuldet ist dies dem Seehund, den ich in Seeotter umbenannt und gerade getrunken habe. Im Originalrezept aus essen & trinken Dezember 2006 wird statt Cointreau ein Pfirsichlikör verwendet, den ich aus Allergiegründen ersetzt habe. Und so habe ich dann eben den Superpunsch in eines meiner Lieblingstiere umbenannt - Seeotter. Meine Güte, quatsch ich viel und Quatsch. Schluß. :-) Hier das Rezept. Nachkochen. Super fein. Schmeckt sogar Männern. Auch dem Herrn der Cucina. Schöne Vorweihnachtswoche! Der Seeotter, der ein Seehund war ca. 1 Liter 1 Vanilleschote 600 ml Weißwein 300 ml trockner, weißer Port (bei süßem, weißen Port Zuckermenge reduzieren) 60 g Zucker 1 Stück Muskatblüte (weggelassen) 4 Streifen dünn abgeschälte Zitronenschale (unbehandelt) 4 EL Cointreau (im Originalrezept Pfirsichlikör) Vanilleschote längs aufschlitzen. Vanilleschote, Weißwein, Portwein, Zucker, Muskatblüte und Zitronenschale aufkochen, auf die Seite stellen und 30 Minuten ziehen lassen. Cointreau zugeben und nochmals erhitzen. Heiß servieren. |
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| Schlichtes Trauben-Sahne-Dessert |
| Eine völlig unprätentiöse, schnelle Nachspeise - bei der man oft alle Zutaten zuhause hat: Einfach süße Trauben halbieren, in Gläser geben, darauf Löffelbiskuit-Stücke verteilen. Trockenen, weißen Port, Grappa oder ähnliches (nicht süß) über die Löffelbiskuits träufeln. Ein paar Stunden durchziehen. Schlagsahne (nicht zu) steif schlagen, mit Vanillemark aromatisieren und auf die Biskuits geben. Mit z.B. Pistazienkernen garnieren - oder diese gleich untermischen. Schmeckt auch ganz fein mit Orangenfilets. |
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| I - Porto Recanati - Il Diavolo del Brodetto |
| Wie die letzten Jahren machten wir auch dieses Jahr einen Ausflug von der Emilia Romagna in die Marken, um bei Tods einzukaufen. Diese "Anstrengung" muß natürlich unterwegs mit einem guten Essen belohnt werden. Dieses Jahr wollten wir etwas neues probieren, obwohl wir die letzten Male im Falco und im Il Gatto sehr zufrieden waren. Wir sind im Ristorante Il Diavolo del Brodetto in Porto Recanati gelandet. Ein typisches Lokal in dieser Gegend. Direkt am Meer gelegen ist es völlig unscheinbar, es gibt keine Karte, die "Deko" hält sich in Grenzen. Als wir kamen, waren nur italienische Kunden im Lokal. Die Chefin kam an unseren Tisch, reserviert, wahrscheinlich schon die Probleme vor Augen, die so deutsche Touris machen, wenn es keine Karte gibt und sie kein italienisch sprechen. Als sie dann merke, daß das mit der Kommunikation klappt :-), und wir mit ihrer Auswahl sehr glücklich waren, wurde sie zur richtigen Mamma. Als ich ihr dann auch noch half, für eben solche deutschen Touristen, die nach uns kamen und z.B. nicht wußten, was Spaghetti allo scoglio sind, ein Menü zu klären und zusammenzustellen, hatte sie uns ins Herz geschlossen. (Daß ich diesen deutschen Gästen keinen Tischwein "aufschwatzen" konnte, erzeugte bei ihr eine skeptische, hochgezogene Augenbraue.) Eigentlich haben wir die ganze Speisekarte gegessen. Zur Wahl als Antipasti: Insalata di mare oder Alici marinate Primi Piatti: Spaghetti allo scoglio oder Spaghetti vongole Secondi Piatti: Calamari oder Calamari :-) Alles frisch, butterweich, die Vongole mit guter Schärfe (ein Traum!), dazu ein Verdicchio aus der Gegend und ein bißchen Wasser. Dolci gab es nicht - aber ein café hat uns gereicht. SO EINFACH, SOOOOOO GUT !!!Il Diavolo del BrodettoVia Emilio Gardini 10Porto RecanatiTelefon 0039 - 071 - 979 92 51Ruhetag: Sonntagabend und Montag |
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| Dinner for one XXIII: Lammkoteletts mit "Resten" |
| Und wieder was für diese Rubrik - mal schnell was zum Mittagessen zaubern:Ein paar übrige Pellkartoffeln vom Abend davor, eine Kohlrabi vom Wochenende und ein frisches Kotelett. In 30 Minuten fertig - am längsten braucht noch die Kohlrabi, angebraten in etwas Butter, gegart mit wenig Brühe. Guten Appetit! Danach fällt das Arbeiten wieder gleich viel leichter. |
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| Ente à l'Orange auf klassische Art |
| Kochen wir doch heute mal wieder was - und einen Klassiker, an dem sich die Geister wahrscheinlich nicht scheiden werden. Und in weiten Teilen nach einem Rezept von Johann Lafer.Eben klassisch, fein, perfekt - eigentlich schon ein Weihnachtsessen.Ente à l'orange auf klassische Art3 Schalotten1 Lorbeerblatt1 Rosmarinzweig1 bayerische Ente, glücklich aufgewachsen2 EL Olivenöl200 ml Orangensaft150 ml Hühnerbrühe80 g Zucker200 ml Orangensaft2 EL WeißweinessigSalz, Pfeffer1 EL Speisestärke1 Orange (unbehandelt)1 OrangeBackofen auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.Schalotten schälen und grob zerkleinern. Schalotten, Lorbeerblatt und Rosmarinzweig in die Fettpfanne des Ofens geben.Die Ente innen und außen waschen, gut trockentupfen und mit Salz und Pfeffer einreiben. Die Ente in einem Bräter in dem Olivenöl von allen Seiten goldbraun anbraten. Dann zu den Schalotten geben und Orangensaft sowie Brühe angießen. Die Ente im Ofen auf der mittleren Schiene ca. 2 Stunden (Bratthermometer verwenden) garen, dabei alle 20 Minuten mit dem Bratfond begießen.Die gegarte Ente kurz vor Ende der Garzeit im Ofen bei 100° C warm halten und den Bratenfond in eine kleine Schüssel gießen.Den Zucker bei mittlerer Hitze in einer Pfanne karamellisieren lassen. Mit Orangensaft und dem Bratenfond ablöschen, Balsamico bianco zufügen und die Sauce offen ca. 30 Minuten auf die Hälfte einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser anrühren und die Sauce damit binden. Die Orange heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale mit einem Zestenreißer in schmalen Streifen abziehen. Die Orange sowie eine weitere Orange sorgfältig schälen und die Filets aus den Trennhäuten schneiden.Die Orangenzesten ca. 1 Minute in kochendem Wasser blanchieren, in ein Sieb gießen und abtropfen lassen.Die Sauce durch ein Sieb gießen, die Orangenfilets und die Orangenzesten hineingeben und zusammen mit der Ente servieren. |
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| Nicht "No-Ads" sondern "No-Events" |
| Ich rede jetzt wie eine alte Frau über gute, alte Zeiten:In alten Blogzeiten gab es zwei, drei Koch-Events gleichzeitig. Eigentlich alle regelmäßig erscheinenden Blogs nahmen teil - Ehrensache. Es machte viel Spaß, man versuchte fast alles, dabei zu sein. Ich entdeckte neue Zutaten, neue Blogs - auch ich wurde wahrscheinlich das erste Mal über diese Events von der Mehrzahl der Blogger wahrgenommen.Aber im Laufe diesen Jahres ging es los - immer mehr Blog-Events starteten. Seit drei Monaten würde ich es sogar einen exponentiellen Anstieg nennen. Ich will ja nicht allen Veranstaltern nur das eine Ziel unterstellen, mehr Klicks und Links zu bekommen, aber den meisten schon.Ich finds einfach schade, die alten, liebgewonnenen Events und die damit verbundenen positiven Seiten leiden darunter.Vielleicht läßt sich die gute, alte Zeit nicht mehr zurückholen, vielleicht sehe ich das zu elitär und snobistisch, vielleicht gibt es dafür inzwischen zu viele Kochblogs mit oft sehr materiellen Zielen, aber eine Konsequenz ziehe ich daraus - neben einer spärlichen Teilnahme an den "alten" Events: Keine Werbung mehr in der rechten Leiste für Blog-Events.t.b.d.(Einen Banner habe ich nicht gebastelt.) |
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| Gulaschsuppe |
| Ich habe nicht viele "Fertiggerichte" in meiner Kühltruppe - neben Kartoffelsuppe, Semmelknödeln, und Lammeintopf, gehört dazu nur die Gulaschsuppe. Das liegt vor allem daran, daß die Gefriertruhe nicht besonders groß ist, aber auch daran, daß ich meistens - im Sommer fast ausschließlich - frisch koche.Aber im Winter gibt es Abende, da wird es z.B. beruflich spät, aber etwas warmes wollen wir doch haben. Wie z.B. am letzten Sonntag, als wir von einer Kurzreise zurückkamen. Da greife ich gerne in die Truhe.Ich mag "leichtere" Gulaschsuppen, nicht mit Majoran überwürzt und zu dick. Hier das Rezept der letzten Charge - es variiert von Mal zu Mal.Gulaschsuppe6 Portionen4 Schalotten, in Halbringe geschnitten750 g klein geschnittenes Rindfleisch, eher mager750 g festkochende Kartoffeln (bei mir Moossieglinde), in Stücke geschnitten1 kleine Dose Tomaten3 kleine Zucchini, geschält und in Stücke geschnitten4 Zweige ThymianFleischbrühe (ca. 1 - 1 1/2 Liter)Salz, Pfeffer, Piment d'EspeletteOlivenölSchalotten in Oliven anschwitzen, etwas Farbe nehmen lassen. Fleisch zugeben. Rundrum anbraten. Kartoffel- und Zucchiniwürfel zugeben, ebenso die Dosentomaten und den Thymian. Mit Fleischbrühe aufgießen, so daß alles knapp bedeckt ist. Kräftig würzen. Leicht köcheln lassen, mindestens 1 Stunde. |
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| I - Milano Marittima - fast wie immer |
| Ach, Kinders, Ihr wollt Berichte vom letzten Italien-Urlaub? Was soll ich denn da schreiben? Wir waren wieder im September in Milano Marittima undbei Giorgio am StrandFisch essen im San Marcokauften Gemüse und Obst bei Massimo für den Urlaub und für Marmeladen- und Sugo-Produktion zuhausekauften ein "paar" Schuhe (und auch eine Tasche) bei Todshaben ein paar Süßigkeiten zum Frühstück vertilgtwaren dreimal bei Felix - zu Pizza, Fisch und Hummer (immer noch die beste Pizza, die ich kenne und immer noch zu dunkel zum Fotografieren, vor allem auf der Terrasse)waren zweimal auf dem Marktund natürlich übernachteten wir auf dem Weg nach Milano Marittima in Bolognaund gönnten uns auf der Heimfahrt eine PizzaAber es gab auch einen entscheidenden Unterschied - es war heißer, viel heißer als sonst zu dieserJahreszeit und so habe ich eigentlich so gut wie nie gekocht und waren auch weniger im Hinterland unterwegs. Wir waren viel essen z.B. am Strand, bei Felix - siehe oben - aber auch bei zwei noch nicht gebloggten Restaurants. Darüber werde ich schreiben! :-)Ach ja, noch ein seeehr großer negativer Unterschied zu 2010 - die Bomboloni waren schlechter gefüllt, wenigstens dieser hier:Und wir entdeckten ein neues tolles Gefährt vor der Spielhalle: |
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| Perlhuhnbrust mit Honig und Gewürzen |
| Wir mögen eigentlich süße Fleisch-Speisen nicht so gern. Aber die Küche und die Rezepte von Vincent Klink sind eigentlich fast immer nach meinem Geschmack. Also habe ich sein Perlhuhn an einem Freitagabend ausprobiert - traditionell reserviert für kurze aber feine Gerichte und einer guten Flasche Wein. Zum Trinken gabs einen Grauburgunder Spätlese vom Weingut Gasthof Krone in Iphofen - bestens.Beide haben wir wirklich alle Saucenreste vertilgt, so fein war diese süße Mischung. Wird ein Klassiker bei uns werden. Perlhuhnbrust mit Honig und Gewürzen 2 Portionen 2 Perlhuhnbrüste 1 EL Waldhonig (Kastanie wäre laut Klink noch besser) 2 Schalotten 1 Knoblauchzehe gequetscht 2 EL Dijon-Senf 1/4 Chilischote, fein gehackt 1/2 TL Zimt 1/2 TL Ingwerpulver (ich mag keinen Ingwer - weggelassen) 1 EL Olivenöl 1 TL schwarzen, groben Pfeffer Die Perlhuhnbrüstchen pfeffern, salzen und in Olivenöl von beiden Seiten sanft anbraten. (Da sie relativ groß waren, habe ich sie längs gedrittelt, sah nicht so gut aus.) Die feingehackte Schalotte dazu und wenig später den Knoblauch. Beides braun rösten und dann den Honig zusammen mit allen anderen Zutaten in die Pfanne geben.Die Brüstchen ständig schwenken, so dass der Honig karamelisiert und das Fleisch glaciert. Pfanne zur Seite stellen und noch etwas ruhen lassen.Sehr gut dazu passt Früchtereis, also Reis mit gewürfelten Birnen, Äpfeln, Rosinen, Nüsse etc. Bei uns aus Allergiegründen nur mit Rosinen. |
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| Dezimierte Walnüsse |
| Falls Ihr Euch gefragt habt, was ich so aus den vielen Walnüssen gemacht habe: Sie werden kontinuierlich stark dezimiert und gefuttert - vom Herr der Cucina und von "unserem" Eichhörnchen.Die besten sind natürlich in der Mitte:Ist es auch wirlich eine gute Nuss?Gegessen wird aber mit Aussicht:Und jede zweite Nuß wird im Clematis-Topf "versteckt" - gleich neben der Nuss-Schachtel. :-) (Fotos sind durch die Scheibe gemacht - entschuldigt die etwas schlechtere Qualität.) |
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| Zwischenhalt |
| Claudine ist mir über Twitter ans Herz gewachsen - wir haben zusammen gequatscht, über ernste Themen diskutiert, Musik gehört und immer mal wieder per Direct Message auch "Kopf-Hoch"- Tweets ausgetauscht.Seit ein paar Tagen weiß ich, daß es Claudine nicht gut geht - und gestern hat sie auf ihrem Blog auch nicht mehr hinterm Berg gehalten.Lest und schreibt, schweigt oder spendet - jeder wie er mag im "sozialen Netzwerk", das auch immer wieder ins reale Leben schwappt.Eure NathalieNachtrag:Bei der Kaltmamsell findet Ihr ebenfalls einen Aufruf. (Claudine = Creezy = Claudia)Dank an alle - einige haben bei Claudine kommentiert, die den Weg von hier gefunden haben. |
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