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| Timor-Pony |
| Das Timor-Pony ist eine urtümliche Pferderasse von der Insel Timor. Es ist die kleinste Pferderasse auf den südostasiatischen Inseln. Es dient dort auch heute noch als Last- und Reittier. Vermutlich stammt es von indischen Rassen ab, die von den Portugiesen und später den Niederländern auf die Insel importiert wurden. Es gab auch einheimische Ponys, die in der Rasse aufgingen. Timor-Ponys wurden ab 1803 auch nach Australien exportiert, wo sie bei der Züchtung des Australischen Pony eine große Rolle spielten. Timor-Ponys gelten als stark, genügsam und agil. Sie haben einen ruhigen und willigen Charakter. Die Ponys sind zierlich gebaut, anspruchslos, trittsicher, haben einen kurzen Rücken, einen muskulösen Nacken und eine stehende Mähne. Die Schultern sind gerade und die Beine und Hufe kräftig. Normalerweise haben sie eine braune, schwarze, rotbraune und manchmal graue Farbe. Auch Schecken kommen vor. Ihre Größe schwankt zwischen 100 und 120 Zentimetern. |
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| Sumba-Pony |
| Das Sumba-Pony ist eine urtümliche Pferderasse aus Indonesien, die große Ähnlichkeit mit mongolischen und chinesischen Primitivponys hat. Es dient in Indonesien als Last- und Zugtier. Außerdem trifft man es in traditionellen Tanzwettbewerben an, in denen es durch einstudierte Schritte Glöckchen, die an ihren Knien befestigt sind, zum Klingen bringen müssen. Sumba-Ponys zeichnen sich durch schwere aber attraktive Köpfe mit großen mandelförmigen Augen aus. Der Körper ist meist drahtig und ruht auf feingliedrigen, eisenharten Beinen mit einem Stockmaß von ca. 120 cm. Farblich kommt ausschließlich eine Wildzeichnung ähnlich dem Tarpan oder Konik vor. Die Tiere sind zähe, ausdauernde aber trotzdem willige Arbeitstiere. |
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| Przewalski-Pferd |
| Das Przewalski-Pferd (Equus ferus przewalskii), auch Takhi, Asiatisches Wildpferd oder Mongolisches Wildpferd genannt, ist die einzige Unterart des Wildpferds, die in ihrer Wildform bis heute überlebt hat. Benannt ist es nach dem russischen Expeditionsreisenden Nikolai Michailowitsch Przewalski, der 1878 von einer seiner Expeditionen nach Zentralasien Haut und Schädel der in der westlichen Welt weitgehend unbekannten und wissenschaftlich noch nicht beschriebenen Wildpferdart nach St. Petersburg mitbrachte. Das Przewalski-Pferd war zum Zeitpunkt seiner wissenschaftlichen Erstbeschreibung bereits sehr selten. Das letzte freilebende Przewalski-Pferd wurde 1969 gesehen. Das Przewalski-Pferd ist jedoch bis heute erhalten geblieben, da einige Großgrundbesitzer und Zoos die Art in Gefangenschaft weiterzüchteten. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges waren es allerdings weniger als 40 Exemplare dieser Wildpferdform, die in menschlicher Obhut gehalten wurden. Lediglich im Prager Zoo und im Tierpark Hellabrunn kamen noch Fohlen dieser Wildpferdunterart zur Welt. Die Etablierung eines Zuchtbuches und die engagierte Arbeit einiger Zoos ließen die Anzahl der heute lebenden Tiere wieder auf 2.000 Individuen ansteigen. In mehreren Initiativen wird versucht, Przewalski-Pferde wieder in der freien Wildbahn zu etablieren. Systematik Überordnung: Laurasiatheria Ordnung: Unpaarhufer (Perissodactyla) Familie: Pferde (Equidae) Gattung: Pferde (Equus) Art: Wildpferd (Equus ferus) Unterart: Przewalski-Pferd Wissenschaftlicher Name Equus ferus przewalskii Poljakow, 1881 Erscheinungsbild Körperbau Przewalski-Pferde haben eine Widerristhöhe zwischen 134 und 146 Zentimeter und wiegen zwischen 240 und 300 Kilogramm. Hengste sind mit einer Widerristhöhe von 138 bis 146 Zentimeter etwas größer als die Stuten. Przewalski-Pferde entsprechen damit in ihrer Körpermasse einem kleinen bis mittleren Hauspferd. Der Körperbau wirkt wegen des breiten Rumpfes gedrungen. Der Hals ist kurz und dick, der Kopf wirkt im Verhältnis zum Körper groß und ist kastenförmig gestreckt. Im Profil ist die Kopflinie gerade bis deutlich geramst. Zu den Unterscheidungsmerkmalen zwischen Hauspferd und Przewalski-Pferd zählt, dass der Winkel zwischen der oberen und unteren Profillinie beim Przewalski-Pferd schärfer ausgebildet ist. Er beträgt bei erwachsenen Przewalski-Pferden 16° bis 18°30’, während Hauspferde einen Winkel von 25 bis 32 aufweisen. Die Oberlippe ragt etwas über die Unterlippe. Die Nüstern sind dunkel eingefasst. Die Ohrenränder sind innen und außen schwarz gesäumt. Der Rücken ist gerade, die Kruppe ist sanft gerundet und nicht gespalten. Die Beine sind kräftig und derb. Wie Hauspferde weisen Przewalski-Pferde an den Innenseiten der Beine Kastanien auf, die an den Vorderläufen über den Handgelenken und an den Hinterläufen unter den Sprunggelenken sitzen. Fellfarbe und Haarkleid Die Wildfänge, die zu Beginn des 20sten Jahrhunderts gefangen wurden, wiesen eine gewisse Variabilität bezüglich ihrer Fellfarbe auf. Neben solchen mit einer graugelben oder isabellfarbenen Fellfärbung waren auch einige rotbraune Exemplare darunter, die aber isabellfarbene bis weiße Beine sowie einen ebensolchen Unterleib hatten. Fotografien aus dem Jahre 1954, die von Wildpferdherden in der Mongolei gemacht werden konnten, zeigen solch unterschiedlich gefärbte Individuen auch innerhalb einer Herde auf. Sie sind ein Beleg dafür, dass die unterschiedliche Fellfärbung nicht der Hinweis auf eine weitere Unterart ist, sondern zur normalen Variabilität dieser Wildpferdform gehört. In der heutigen Erhaltungszucht herrscht ein verdunkelter Isabelltyp vor; der außerdem ein so genanntes Mehlmaul aufweist. Als Mehlmaul wird dabei die deutlich hellere Färbung der Schnauzenregion bezeichnet. Nach wie vor treten aber auch dunkelbraune oder rötlichfarbene Individuen auf sowie Individuen, bei denen dieses Mehlmaul fehlt. Das Sommerfell der Przewalski-Pferde ist kurz und glatt. Das lange und wollige Winterfell wirkt dagegen struppig. Die Grannenhaare des Winterfells können eine Länge von fünf bis sieben, die Wollhaare eine Länge von 2,5 bis 3,5 Zentimetern aufweisen. Häufig weisen die Pferde dann einen kräftigen Kehl- und Backenbart und gelegentlich sogar eine Brustmähne auf. Abzeichen Przewalski-Pferde weisen normalerweise einen dunklen Aalstrich auf, dessen Breite und Farbintensität individuell verschieden ist. Neben dem Aalstrich weisen die meisten Przewalski-Pferde außerdem Anzeichen eines sogenannten Schulterkreuzes auf. Dieses beginnt meist etwas vor dem Mähnenende am Vorderteil des Widerristes und zieht sich schräg nach vorn. Gelegentlich weisen Przewalski-Pferde auch Beinstreifen auf. Diese quer verlaufenden, braunen oder schwarzbraunen Binden finden sich insbesondere auf der Hinterseite der Vorderläufe. Blessen oder Abzeichen treten bei Przewalski-Pferden gleichfalls ein. Sie sind kein Hinweis, dass sich in der Ahnenreihe des Wildpferdes Hauspferde finden. Mähne und Schweif Mähne und Schweifhaar sind dunkelbraun bis schwarz. Anders als Hauspferde wechseln Przewalski-Pferde normalerweise einmal jährlich das Mähnenhaar und das Haar am oberen Ende der Schwanzrübe. Die Form von Mähne schwankt deswegen in Abhängigkeit der Jahreszeit und der körperlichen Verfassung des Tieres. Körperliche fitte Przewalski-Pferde weisen im Hochsommer in der Regel eine kurze Stehmähne auf, die häufig von einer hellen Haarhülse umgeben ist. Im Profil betrachtet endet die Mähne in Höhe der Ohren, die Pferde weisen häufig keinen Stirnschopf auf. Kurz bevor das vorjährige Haar gewechselt wird, fallen einige der vorderen Mähnenhaare in die Stirn und häufig kippen die nun deutlich längeren Mähnenhaare auch zur Seite. Pferde, bei denen aufgrund körperlicher Einschränkungen oder Stress der Haarwechsel ausbleibt oder sich verzögert, weisen sehr häufig Kippmähnen und Stirnschopf auf. Werden die Pferde einzeln gehalten und fehlt damit die gegenseitige Haar- und Fellpflege, die den Haarwechsel unterstützt, weisen die Pferde ebenfalls häufig ebenfalls Kippmähnen und Stirnschopf aus. Bei Przewalski-Pferden wachsen lange schwarze Schweifhaare nur an der unteren Schwanzrübenhälfte. Dies unterscheidet sie von Hauspferde, wo ab der Schwanzwurzel lange, harte Schweifhaare wachsen. Auf der oberen Schwanzrübenhälfte wachsen bei den Przewalski-Pferden zu beiden Seiten etwa fingerlange Haare. In der Mitte verläuft als Fortsetzung des Aalstrichs ein kurzhaariger Strich. Verbreitung Das Przewalski-Pferd ist die östliche Form des Wildpferdes, das einst die gesamte eurasische Steppe besiedelte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen Przewalski-Pferde vermutlich nur noch in der Dschungarei vor. Angaben über Fang- und Sichtungsorte aus dieser Zeit lassen sich einer Region zuordnen, die von 85 bis 95° O und 44 bis 50° N reichte. Zwischen 1903 und 1947, als das letzte Mal ein Wildpferd gefangen werden konnte, wurden keine Berichte über die Sichtung von Wildpferden publiziert. Erst in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es wieder vereinzelte Sichtungsmeldungen. Die letzte Sichtung auf chinesischem Gebiet war in den späten 50er Jahren. 1969 wurden wildlebende Przewalski-Pferde von einer durch das biologische Institut der Akademie der Wissenschaften der Mongolei organisierten Expedition gesichtet. Das ist die bislang letzte Beobachtung. Alle Beobachtungen stammen aus der Region des Tachin-Schara-Nuru. Das Beobachtungsgebiet umfasst 93 bis 94° O und 45 bis 46° N. Lebensraum Bei den Gebieten, aus denen die letzten Meldungen über Przewalski-Pferden stammen, handelt es sich um karge und windexponierte Hochebenen, deren Vegetation überwiegend aus dichten und hochwachsenden Saxaul ( Haloxylon ammodendron) besteht. Daneben wachsen dort unter anderem auch Tamarisken (Salicornia herbacea), die Wermutart Artemisia incana, die Grasarten Lasiagrostis splendens und Stipa orientalis, Tulpia uniflora und Rheum leucorhizum. Dort wo der Boden eine höhere Salzkonzentration aufweist, findet sich Reaumuria soongorica. Die Landschaftsstruktur ist stark wellenförmig. Der Boden ist hart und kiesig bis steinig. Die Tagestemperaturen unterliegen Schwankungen bis zu 25 Grad, da auch im Sommer die Nächte sehr kalt sind. Der Januar ist der kälteste Monat mit Durchschnittstemperaturen von -15 bis -18 Grad. In den Sommermonaten kann die Lufttemperatur bis zu 40 Grad betragen. Die wenigen Niederschläge fallen überwiegend in den Sommermonaten und übersteigen selten mehr als 100 mm pro Jahr. Zu den Säugetieren, die in dem Lebensraum des Przewalski-Pferdes gleichfalls vorkommen, zählen unter anderem Dschiggetai (Mongolischer Halbesel), Saiga-Antilope und Wolf. Das karge Futterangebot zwingt die Przewalski-Pferde zu ausgedehnten Wanderungen. Während sie in den Wintermonaten ihren Wasserbedarf auch durch Schnee decken können, halten sie sich im Sommer in der weiteren Umgebung von Wasserstellen auf. Sie kehren in der Regel täglich zu den Wasserstellen zurück, da sie im Extremfall höchstens vier Tage ohne Wasser bleiben können. Ursachen des Bestandsrückgangs Przewalski-Pferde sind Kulturflüchter, die sich auf Grund der Bejagung durch den Menschen sowie eine zunehmende Nahrungskonkurrenz mit Haustieren auf immer kargere Standorte zurückzogen. So entspricht die Dschungarei, in denen Przewalski-Pferde zuletzt gesichtet wurden, mit ihrem kargen Nahrungsangebot und ihren wenigen Wasserstellen nicht einem optimalen Wildpferdhabitat. Auch in diesem Refugium wurden Przewalski-Pferde jedoch zunehmend bedrängt. So begannen mongolische Hirten in den 1960er Jahren während des Sommers in den Gebirgstälern des Tachin-Schara-Nuru ihre Herden zu weiden. Entsprechend mieden Wildpferde diese Region und hielten sich während des Sommers in der dschungarischen Gobi auf. Erst während des Winters wechseln sie in die Tachin-Schara-Nuru. 1948 und 1956 ereigneten sich in der Region zwei harte Winter, in der die dort ansässigen Nomaden einen großen Teil ihrer Viehbestände verloren, weil diese nicht mehr ausreichend Nahrung fanden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Winter sich auch auf die Bestände der Przewalski-Pferde negativ auswirkten. Gleichzeitig nahm der Jagddruck auf die Wildpferde zu. Die chinesische Regierung siedelte in der Grenzregion Kazakhs an, die überwiegend von der Jagd lebten und regelmäßig auch Pferdefleisch aßen. Die Viehverluste, die die anderen nomadischen Volksgruppen in Folge der strengen Winter erlitten hatten, ließen diese ebenfalls ihre Jagd intensivieren. Gleichzeitig stieg der Jagderfolg, da die moderneren Gewehre eine höhere Reichweite hatten und mit ihnen mehrere Schuss abgegeben werden konnten. Przewalski-Pferde waren gegen Ende der 1960er Jahre in freier Wildbahn vermutlich ausgestorben. Lebensweise Das Verhaltensrepertoire von Przewalski-Pferden ist in den letzten 100 Jahren verschiedentlich mit dem von Hauspferden verglichen worden. Die Untersuchungen sollten unter anderem Aufschluss darüber geben, inwieweit die Domestikation einen Einfluss auf das Verhalten hat. Grundsätzlich gilt, dass das Verhaltensrepertoire von Przewalski-Pferden dem des Hauspferdes gleicht, wenn dieses unter natürlichen Bedingungen gehalten werden. Sehr früh konnte bewiesen werden, dass Przewalski-Pferde „zähmbar“ sind. In Askania Nova sind beispielsweise einzelne Przewalski-Hengste eingeritten wurden. Verglichen mit Hauspferden haben Przewalski-Pferde jedoch ein höheres Aggressionsniveau. Stuten haben beispielsweise wiederholt artfremde Jungtiere angegriffen und diese zu Tode gebissen oder getrampelt. Hengste zeigen eine hohe Bereitschaft, mit anderen Hengsten zu kämpfen und verteidigen bei der Haltung in zoologischen Gärten ihre Herde auch gegenüber ihnen vertrauten Personen. Bei Kreuzungen mit Hauspferden vererbt sich dieses Aggressionsniveau auch auf die Nachkommen. Von weiteren Kreuzungen zwischen Hauspferdrassen und Przewalski-Pferden hat man deshalb abgesehen. Die Herde Przewalski-Pferde leben entweder in reinen Hengstgruppen oder in kleinen, von einem Hengst geführten Familiengruppen zusammen. Familiengruppen bestehen in der Regel aus fünf bis zwanzig Pferden. Hengstgruppen sind ähnlich groß, ihre Zusammensetzung und damit auch die Herdengröße unterliegen deutlich stärkeren Veränderungen als die der Familiengruppen. Przewalski-Pferde sind grundsätzlich sehr scheu. Berichte von Fangexpeditionen wie der der Gebrüder Grum-Grzhimailo aus dem Jahre 1889 schildern, wie die Herden Bodenwellen nutzten, um sich den Blicken ihrer Verfolger zu entziehen, dass der Leithengst einer verfolgten Herde von Przewalski-Pferden die einzelnen Herdenmitglieder durch Tritte zur Flucht in die von ihm gewünschte Richtung antreibt, sich stets zwischen der Herde und den Verfolgern hält und sich letztlich den Verfolgern zum Kampf entgegenstellt. Beim Kampf gegen Feinde und Nebenbuhler und auch beim Zusammentreiben nimmt der Hengst eine Drohhaltung ein, bei der die Ohren angelegt sind, der Kopf mit gestreckten Hals zum Boden gesenkt ist und die Zähne entblößt sind. Gegnerische Hengste umschleichen sich mit dieser Kopfhaltung, um dann abrupt aufeinander loszugehen mit dem Ziel, das andere Pferd niederzurennen und zu beißen. Geschlechtsreif gewordene Junghengste werden grundsätzlich von dem Leithengst aus der Herde vertrieben. Stuten, die sich dem Hengst widersetzen, werden von ihm meistens in den Mähnenkamm und seltener in die Beine gebissen. Stuten greifen sich gelegentlich zwar auch mit angelegten Ohren und entblößten Zähnen an. Sie tragen ihre Konflikte in der Regel aus, indem sie einander durch Auskeilen mit den Hinterhufen attackieren. Geschlechtsreife und Tragezeit Unter den zu Beginn des 20sten Jahrhunderts importierten Wildfänge gab es einen Hengst und eine Stute, die sich jeweils im vierten Lebensjahr erfolgreich fortpflanzten. Die übrigen Wildfänge waren zum deutlich älter, als sie das erste Mal Nachkommen zeugten. Ein Hengst und eine Stute hatten ihr zehntes Lebensjahr bereits deutlich überschritten, als sie das erste Mal erfolgreich zur Nachzucht kamen. In der achten Zuchtgeneration sind Przewalski-Pferde deutlich früher geschlechtsreif als die Wildfänge. Hengste sind bereits im 25. Lebensmonat in der Lage, eine Stute erfolgreich zu decken. Stuten sind ab ihrem vierzehnten Lebensmonat empfangsfähig. Zu der früheren Geschlechtsreife tragen vermutlich die bessere Ernährungslage und die unter Gefangenschaftsbedingungen anderen sozialen Beziehungen bei. Bei körperlich nicht vollentwickelten Eltern ist jedoch die Fohlensterblichkeit höher als im Durchschnitt. Die Trächtigkeitdauer bei Przewalski-Pferden liegt zwischen 47 und 51 Wochen. Tendenziell werden Hengstfohlen länger ausgetragen als Stutfohlen. In der freien Natur lebende Przewalski-Pferde brachten vermutlich ihre Jungtiere zwischen Ende April bis Anfang Juli zur Welt. Fohlen, die in anderen Monaten zur Welt kamen, hatten wegen des dann ungünstigeren Klimas beziehungsweise der schlechteren Ernährungsmöglichkeiten eine deutlich geringere Überlebenschance. Bei den bis 1994 in Gefangenschaft geborenen 2411 Fohlen, deren Geburtsdatum genau bekannt ist, zeigt sich eine jahreszeitliche Verteilung. 68 Prozent der Fohlen werden zwischen dem 21. April und dem 10. Juli geboren. Mit 30 Prozent ist der Monat Mai der geburtsstärkste Monat. Die übrigen Geburten verteilen sich weitgehend gleichmäßig über das gesamte Jahr. Von den bis zum 1. Januar 1994 insgesamt 2469 in Gefangenschaft gezogenen Przewalski-Pferden hatten nur 41 % Nachwuchs. Die nachweislich fruchtbaren Pferde hatten aber teilweise eine sehr hohe Fruchtbarkeit und waren bis ins hohe Alter fortpflanzungsfähig. Die Stute „Halma“ mit der Zuchtbuchnummer 393 trug erfolgreich 19 Fohlen aus. Die Stute Sira mit der Zuchtbuchnummer 173 war zum Zeitpunkt der letzten erfolgreichen Deckung 22 Jahre alt. Der Hengst „Basil“ mit der Zuchtbuchnummer 293 deckte das letzte Mal im Alter von 26 Jahren und 10 Monaten. Er ist der Vater von insgesamt 71 Fohlen und damit einer der nachkommenreichsten Przewalski-Hengste. Jiri Volf hat die Sterbedaten aller zwischen 1899 und 1993 in Gefangenschaft geborenen Przewalski-Pferde ausgewertet. Danach sterben innerhalb der ersten zwei Lebensjahre 43 Prozent aller Fohlen. Hengste haben im dritten Lebensjahr eine verhältnismäßig hohe Sterblichkeit, wenn die Kämpfe um die soziale Stellung in der Herde einen erhöhten Stressfaktor darstellen. In Gefangenschaft erreichen Przewalski-Pferde ein Lebensalter von über 34 Jahren. In freier Wildbahn dürften sie dieses hohe Lebensalter nur sehr selten erreichen. Systematik Der Status als Unterart des Wildpferdes Die Entwicklungslinien zwischen Hauspferd und Przewalskipferd haben sich schon vor 120.000 bis 240.000 Jahren getrennt. Hauspferde sind erst viel später domestiziert worden und stammen deshalb nicht von Przewalski-Pferden ab. Das Przewalski-Pferd unterscheidet sich in unter anderem in folgenden Punkten vom Hauspferd: Es hat eine höhere Zahl von Chromosomen (66 statt 64) Sowohl die Randhaare der Mähne als auch die kurzen Randhaare der Schweifrübe machen den Fellwechsel mit Die Profillinie des Kopfes weist beim Przewalski-Pferd einen Winkel von 16° bis 18°30’ auf, während der von Hauspferden zwischen 25 bis 32 beträgt Alle 6 von Eberhard Trumler untersuchten Skelette haben 19 statt 18 Brustwirbel Aufgrund dieser Untersuchungsergebnisse wird es gelegentlich als eigene Art vom Hauspferd abgetrennt. Genauso häufig werden beide Formen jedoch zusammen mit dem ausgestorbenen Tarpan zu einer einzigen Art (Equus ferus) zusammengefasst. Dieser systematischen Einordnung wird hier gefolgt und das Przewalskipferd entsprechend als Equus ferus przewalski bezeichnet. Ein Indiz für die Validität dieser Einordnung ist, dass Haus- und Przewalski-Pferde uneingeschränkt untereinander fortpflanzungsfähig sind. Prähistorische Verbreitung Die über weite Gebiete Eurasiens verbreiteten Wildpferde waren eine der Charakterarten der spätpleistozänen Kaltsteppen-Huftierfauna. Ihr ursprünglich großes Verbreitungsgebiet reduzierte sich signifikant, als sich im Frühholozän durch die einsetzenden Klimaveränderungen die eiszeitlichen Steppen wieder bewaldeten. Die an weitgehend baumfreie Steppen und Tundren angepassten Wildpferde wurden deshalb sowohl im Mesolithikum als auch im Neolithikum zunehmend seltener. Wildpferde lebten noch in Zentraleuropa, in den Tieflandgebiete Mitteleuropas, möglicherweise auch im Gebiet des heutigen Spaniens sowie in den Steppen des heutigen Russlands und der Ukraine. Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass in diesem großen Verbreitungsgebiet nicht nur eine Wildpferdform auftrat. Es ist allerdings noch nicht hinreichend untersucht, welche innerartliche Variabilität für Wildpferde charakteristisch war und wo die Verbreitungsgrenzen der einzelnen Unterarten verliefen. Allgemein anerkannt sind zwei Wildpferdformen: Das Przewalski-Pferd gilt gemeinhin als die östliche Form des Wildpferdes. Daneben existierte mit dem Tarpan eine weitere Wildpferdform. Diese war bis Ende des 19. Jahrhunderts noch in den Steppengebieten der Ukraine zu finden und wurde dann durch Bejagung ausgerottet. Ob die in prähistorischen Zeiten in West- und Nordeuropa vorkommenden Wildpferde diesen beiden Formen angehörten oder ob daneben weitere Formen und vielleicht sogar weitere Arten existierten, ist strittig. Mensch und Przewalski-Pferd Die Abbildungen aus dem Pleistozän In Südwestfrankreich, Italien und in Nordspanien sind in einigen Höhlen Darstellungen von Einhufern erhalten geblieben, die aus dem Pleistozän stammen und ein Alter von bis zu 20.000 Jahren aufweisen. Neben der Darstellung von Eseln und Halbeseln finden sich über 600 Abbildungen von Wildpferden. Diese waren in der jüngeren Steinzeit von Europa bis Nord- und Mittelasien verbreitet waren und dem steinzeitlichen Menschen als Jagdbeute wohl bekannt. Dargestellt sind przewalskiähnliche Pferde, die nach Ansicht des Zoologen Jiri Volf aber nicht zwangsläufig ausschließlich um Darstellungen von Equus ferus przewalskii sind. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass hier unterschiedliche Rassen abgebildet sind. Die Darstellungen sind ein Beleg für die Bedeutung, die Wildpferde als Jagdbeute für den Steinzeitmenschen hatten. Sie sind darüber hinaus heute für die Zucht von Przewalski-Pferden wichtig, weil sie ergänzend zu den Fotos und Häuten der ersten Wildfänge einen Eindruck über das variable Erscheinungsbildes von Wildpferden vermitteln. Jiri Volf kommt auf Basis der steinzeitlichen Abbildung zu dem Schluss, dass ein Stirnschopf, Abweichungen in der Fellfarbe sowie eine gelegentlich auftretende Hängemähne nicht auf eine Vermischung mit Hauspferden deuten. Sie gehören vielmehr zur Variationsbreite dieser Wildpferdform. Aufschlussreiche Darstellungen von Wildpferden finden sich unter anderem in den Höhlen von Lascaux, Labastide, Le Portel, Limeuil, La Madeleine, Combarelles, Altamira und Niaux. In Niaux ist unter anderem ein als Stute eingeordnetes Pferd abgebildet, das einen ausgeprägten Kinn- und Backenbart aufweist. Eine weitere Zeichnung deutet die hellere Fellfarbe der Bauchseite der Wildpferde an. Eine beeindruckende, realitätsnahe Elfenbeinschnitzerei, die den Kopf eines wiehernden Pferdes darstellt, ist in Mas d’Azil gefunden wurden. Berichte über das Przewalsi-Pferd aus asiatischen Kulturkreisen In der westlichen Kultur wurde erst gegen Ende des 19ten Jahrhunderts vom Przewalski-Pferd Kenntnis genommen. In der asiatischen Kultur wird das Przewalski-Pferd früher und häufiger erwähnt. Ein tibetanischer Mönch mit Namen Bodowa, der etwa um 900 nach Christus lebte, erwähnte Przewalski-Pferde in seinen Schriften. Überliefert ist außerdem eine Begegnung von Dschinghis Khan mit Przewalski-Pferden im Jahre 1226, bei der sein Reitpferd so heftig scheute, dass der mongolische Herrscher seinen Halt verlor und vom Pferderücken stürzte. 1630 wurde aus der Mongolei einem Mandschurenkaiser ein Przewalski-Pferd als Geschenk übersendet und vom Jahre 1750 ist überliefert, dass ein anderer Mandschurenkaisers eine große Jagdexpedition auf diese Pferde ausrichtete, bei der zwischen zweihundert und dreihundert Pferde erbeutet wurden Przewalskis „Entdeckung“ und Poljakows wissenschaftliche Erstbeschreibung Die erste Person aus westlichen Kulturkreisen, die von einer Begegnung mit Przewalski-Pferde berichtete, ist John Bell, ein schottischer Arzt im Dienste des Zaren Peter des Großen. Er reiste von St. Petersburg aus nach Peking und erwähnte die Wildpferde in einem 1763 veröffentlichten Buch. Sein Bericht blieb jedoch weitgehend unbekannt. Carl von Linné berücksichtigte das Przewalski-Pferd in seiner Systema Naturae nicht. 1841 beschrieb ein C. H. Smith in einem Werk über Pferde einen Asinus equuleus, das in Kalkutta gezeigt wurde und aus der Mongolei stammte. Die Beschreibung entspricht dem eines Przewalski-Pferdes und ist damit die vermutlich erste wissenschaftliche Beschreibung dieser Wildpferdform. Da es jedoch kein Museumsexemplar gibt, mit der mit Sicherheit belegt werden kann, dass sich Smith auf diese Wildpferdform bezieht, hat die wissenschaftliche Bezeichnung przewalski nach wie vor Vorrang vor equuleus. Die mit der „Entdeckung“ dieser Wildpferdform gewöhnlich in Verbindung gebrachte Person ist der russische Expeditionsreisende Nikolai Michailowitsch Przewalski. Prschewalski hielt sich von Ende Oktober 1877 bis Anfang April 1878 in der Stadt Zajsan auf. Während seines Aufenthaltes erhielt Przewalski vom Kommandant des russischen Grenzpostens regelmäßig Häute und Skelettteile von Tieren, die von russischen Soldaten geschossen worden waren. Darunter befand sich auch die Haut und der Schädel eines etwa 14 bis 17-Monate alten Wildpferdes. Nach heutigem Wissensstand wurde dieses Pferd in der östlichen Dschungarei geschossen. Przewalski wurde im Frühjahr 1878 nach St. Petersburg zurückbeordert. Dort übergab er dem zoologischen Museum seine Sammlung an Exponaten. Die Haut und den Schädel des Wildpferdes wurde zunächst als die Überreste eines Tarpans eingeordnet. 1881 veröffentlichte der zum Forschungsstab dieses Museums gehörende Iwan Semjonowisch Poljakow die Erstbeschreibung der Art Equus przewalskii. Bereits 1880 hatte Nikolai Przewalski nach der Rückkehr von seiner dritten Expeditionsreise davon berichtet, dass er zweimal Wildpferdherden beobachtete. Die ersten Wildpferdimporte Die Przewalki-Pferde, die heute in Gefangenschaft gehalten werden beziehungsweise zwischenzeitlich ausgewildert wurden, lassen sich alle auf eine geringe Anzahl von Wildpferdfohlen zurückzuführen, die zwischen 1899 und 1904 gefangen wurden. Den ersten Anstoß für Fangaktionen gab der Privatsammler Friedrich von Falz-Fein. Die Jagdexpeditionen organisierte ein in Bijsk, Gouvernement Tomsk ansässiger Kaufmann mit Nachnamen Assanow, der die Fohlen nicht nur an Privatliebhaber wie Friedrich von Falz-Fein weiterverkaufte, sondern auch an andere Tierhändler und Zoos. Die meisten Wildpferde, die nach Westeuropa gelangten, wurden durch Carl Hagenbeck eingeführt. Hagenbeck rüstete in dieser Zeit mehrere Fangexpeditionen nach Inner- und Mittelasien aus und fing während dieser Zeit auch Wildpferde. Er kaufte darüber hinaus von dem Kaufmann Assanow eine große Anzahl von Wildpferden ein. Die Fangweise war aus heutiger Sicht brutal. Meist wurden die erwachsenen Stuten einer Herde abgeschossen, um dann die führungslosen Fohlen und Jährlinge einzufangen. Für die noch von Muttermilch abhängigen Fohlen hatte man Hauspferdammen mitgebracht, deren Fohlen man tötete, damit sie die Przewalski-Fohlen annahmen. Trotzdem starben die ersten gefangenen Pferde alle kurz nach ihrem Einfang. Erst 1899 gelangten die ersten gefangenen Tiere lebend auf das Gut Askania Nova von Friedrich von Falz-Fein. Heutige Arterhaltung Zwischen 1899 und 1903 gelangten insgesamt 54 Einzeltiere an Zoologische Gärten und Privatliebhaber. Von den 24 Hengsten und 30 Stuten starben eine große Anzahl von Tieren, teilweise noch bevor sie die Geschlechtsreife erreichten. Nur zwölf davon hatten nachweislich Nachkommen. Zählt man noch die mongolische Hausstute hinzu, die von einem Przewalski-Hengst gedeckt wurde und deren Sohn in Halle als Deckhengst für die dort gehaltenen Przewalski-Stuten genutzt wurde, stammt die gesamte heutige Population von insgesamt 13 Pferden ab. Unter den heute bestehenden Przewalski-Zuchten hat Prag die längste Tradition. 1921 und 1923 hielt Prag aus dem Haustiergarten des Landwirtschaftlichen Institutes Halle insgesamt drei Pferde, die den Grundstock der Zucht bildeten. In diese Linie war jedoch einmal eine Mongolenstute eingekreuzt worden. In Hellabrunn, wo man mit der Przewalski-Zucht etwas später als in Prag begann, wurden neben der sogenannten Prager Zuchtlinie auch Pferde aus der Askania-Linie gezüchtet. Die wichtige Zuchtlinie im ukrainischen Askania Nova erlosch in den Kriegs- und Besatzungsjahren 1941 bis 1943. Die Zucht wurde dort 1949 neu begründet. Basis der neuen Askanier-Linie war eine Stute, die als letztes Wildpferd in freier Natur gefangen wurde, zwei Stuten aus der Prager Zucht sowie ein Hengst aus der Zucht des Tierparks Hellabrunn. Das Erbgut aller in Gefangenschaft gehaltenen Przewalski-Pferde ist durch mongolische Hauspferde beeinflusst. Das internationale Zuchtbuch der Rasse wird heute in Prag geführt. Initiatorin des Zuchtbuches war Erna Mohr, eine der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Zoologischen Museums in Hamburg. Im Rahmen ihrer Arbeit an einer Monographie über das Przewalski-Pferd ermittelte sie, dass zu Beginn des Jahres 1956 sich nur noch 41 Pferde in menschlicher Obhut befanden und diese Tierart damit von Aussterben bedroht war. Auf ihre Initiative hin lud der Zoologische Garten in Prag im Herbst 1959 zum ersten Internationalen Symposium zur Rettung des Przewalski-Pferdes ein. 1980 war die Anzahl der in Gefangenschaft gehaltenen Tiere auf 416 gestiegen, 1994 betrug sie etwa 1.400. Wiederauswilderung Seit den 1990 laufen mehrere Projekte zur Wiederansiedelung von Przewalski-Pferden in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet. 1992 wurden die ersten Tiere in den Südwesten der Mongolei geflogen, und ab 1997 in die freie Wildbahn entlassen. Die Ansiedelung in der Gobi erwies sich aufgrund des geringen Nahrungs- und Wasserangebotes jedoch als schwierig. Nachdem die ersten ausgewilderten Przewalski-Pferde unter Krankheiten litten, wurde 1999 die International Takhi Group (ITC) gegründet, die seither das Projekt leitet. Der Dezimierung durch Piroplasmose begegnet man inzwischen durch Impfung. Im extrem harten Winter 2000/2001 starben 20 der bis dahin 60 Tiere. Bis 2005 war der Bestand wieder auf fast 100 Exemplare angewachsen. Im Wildpark Langenberg im Kanton Zürich werden die Tiere auf den Transport vorbereitet. Dort beobachtet man die Takhis per Satellit und fand heraus, dass die Tiere auch nachtaktiv sind. Sie kommen inzwischen mit den extremen klimatischen Bedingungen und der Wasserknappheit in der mongolischen Wüste sehr gut zurecht. Erfolgreicher war das Projekt Khustain Nuruu ("Birkenberg") im Zentrum der Mongolei, welches gemeinsam von der Mongolischen Gesellschaft für den Erhalt von Natur und Umwelt (MACNE) und der niederländischen Stiftung für Erhalt und Schutz der Przewalski Pferde (FPPPH) betrieben wird. Das Schutzgebiet Khustain Nuruu besteht aus hügeliger Steppe und bietet gute Weidegründe und Wasserstellen. Zwischen 1992 und 2000 wurden hier insgesamt 84 Tiere ausgesetzt, welche sich gut vermehrt haben. Der Bestand der wildlebenden Przewalski-Pferde in Khustain Nuruu betrug 2005 fast 200 Exemplare. Przewalski-Pferde werden auch in der Hortobágy-Puszta in Ungarn ausgewildert. Diese Puszta ist das größte mitteleuropäische Steppengebiet und dehnt sich über 100.000 Hektar aus. Gemeinsam mit dem Kölner Zoo und der Nationalparkverwaltung von Hortobágy wird hier eine Population von Przewalski-Pferden mit natürlicher Alters- und Geschlechtsstruktur aufgebaut. Man erhofft sich hier, wesentliche Erkenntnisse über ihre Nahrungsökologie und ihre soziale Organisation zu lernen. Aus diesem Projekt erhofft man sich, wesentliche Erkenntnisse zu gewinnen, die die Wiedereinbürgerung in der Mongolei unterstützen. Die Anpassungsschwierigkeiten, die die aus der Zootierhaltung stammenden Tiere an die Gegebenheiten in Hortobágy hatten, zeigten auch, dass die in der Zootierhaltung erwünschten Eigenschaften wie verminderter Fluchttrieb und Aggressivität die Tiere bei der Auswilderung beeinträchtigen. Während bei den ehemaligen Zootieren deshalb große Eingewöhnungsschwierigkeiten auftraten, haben sich die in Hortobágy geborenen Fohlen gut an ihre natürlichen Lebensraumbedingungen in der ungarischen Steppe angepasst. Ebenfalls ausgewildert wurden Przewalski-Pferde in der heute nahezu menschenleeren Sperrzone um das ukrainische Kernkraftwerk Tschornobyl. Literatur Norbert Benecke: Der Mensch und seine Haustiere – Geschichte einer jahrtausendealten Beziehung, Parkland Verlag, Köln 2001, ISBN 3-88059-995-5 Sibylle Luise Binder, Gabriele Kärcher: Wilde Pferde - Leben in Freiheit. Müller Rüchlikon, Cham 2003, ISBN 3-275-01464-1 Inge Bouman und Jan Bouman: The History of Przewalski’s Horse”, in Lee Boyd and Katherine Houpt (Hrsg), 1994 Lee Boyd und Katherine A. Houpt (Hrsg): Przewalski’s Horse – The History and Biology of an Endangered Species, State University of New York, Albany 1994, ISBN 0-7914-1890-1 Colin P. Groves: Morphology, Habitat and Taxonomy in Lee Boyd and Katherine Houpt (Hrsg), 1994 Franziska Roth: Entwicklung der räumlichen und sozialen Organisation von Przewalskipferden (E. ferus przewalskii) unter naturnahen Bedingungen im Pentezuggebiet (Hortobágy Nationalpark, Ungarn). Dissertation, Universität zu Köln 2002 (Volltext) Jiri Volf: Das Urwildpferd, Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 249, Westarp Wissenschaften, Magdeburg 1996, ISBN 3-89432471-6 |
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| Mongolisches Pferd |
| Das Mongolische Pferd (mong. Морь, Morj; [mœɾ]) ist das erklärte Lieblingstier der Mongolen, und das nicht erst seit Dschingis Khan mit ihrer Hilfe die halbe Welt erobert hat. Die traditionell lebenden Nomaden halten über 3 Mio Tiere, damit gibt es im Land deutlich mehr Pferde als menschliche Einwohner. Trotz der geringen Größe hören es die Mongolen gar nicht gerne, wenn ihre Pferde als "Ponys" bezeichnet werden. Die Pferde leben in der Mongolei das ganze Jahr über im Freien (bei 30°C im Sommer bis -40°C im Winter) und suchen sich ihr Futter selber. Sie liefern Milch für das Nationalgetränk Airag, und manchmal auch Fleisch. Weiterhin dienen sie natürlich als Reittiere, sowohl für die alltägliche Arbeit der Nomaden, wie auch für Pferderennen. Ursprung: Mongolei Hauptzuchtgebiet: Mongolei Verbreitung: Mongolei, Innere Mongolei Stockmaß: 130–145 cm Farben: alle Haupteinsatzgebiet: Reitpferd, Packpferd, Milchwirtschaft, Schlachtung Exterieur Das Erscheinungsbild dieser Pferde ist gedrungen, mit niedrigem Körperbau und einem großen Kopf. Auf Europäer wirken sie ein bisschen wie Wildpferde. Mähne und Schweif sind sehr lang, die Haare werden darum als Material zum Knüpfen von Seilen verwendet, und insbesondere die Schweifhaare sind weltweit auf nahezu jedem Violinbogen zu finden. Die Hufe sind sehr robust, weshalb die wenigsten Tiere beschlagen werden. Interieur Mongolische Pferde sind sehr genügsam, ausdauernd, und trittsicher im Gelände. Die meisten Pferde werden in der Mongolei frei laufend gehalten, nur die eigentlichen Reittiere werden eingefangen und angebunden. Wenn sich das Tier dann mal an den Reiter gewöhnt hat, ist es aber ruhig und freundlich, und lässt ihn nie im Stich. Der mongolische Reitsattel ist aus Holz sehr hoch gebaut, und erlaubt nur eine geringe Kontrolle des Ganges. Darum fällt die Entscheidung über die einzuschlagende Gangart meistens dem Tier zu, und der Reiter kann sich um seine sonstigen Aufgaben (z.B. das Viehtreiben) kümmern. Recht häufig wird ein mongolisches Pferd von sich aus in den Tölt fallen, es ist also ein Gangpferd. Rennpferde legen mit einem Kind im Sattel bis zu 35 km am Stück in gestrecktem Galopp zurück. Sie sind darauf trainiert, auch bei Absturz des Reiters weiter bis ins Ziel mitzulaufen, und müssen dort dann von eigens bereitgestellten Helfern abgebremst und angehalten werden. Zuchtgeschichte Die genauen Ursprünge der Rasse sind schwer zu ermitteln. Reitpferde sind bei den Nomaden der zentralasiatischen Steppen schon seit 2000 v. Chr. dokumentiert. Untersuchungen zeigen, dass die mongolischen Pferde von allen Pferderassen die größte genetische Vielfalt aufweisen gefolgt von den tuwinischen Pferden. Dies deutet darauf hin, dass es sich um eine sehr ursprüngliche Rasse mit vergleichsweise geringer züchterischer Beeinflussung handelt. Die Daten zeigen auch, dass einige andere heutige Pferderassen von den mongolischen abstammen. |
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| Marwari |
| Der Marwari ist eine sehr robuste indische Pferderasse, die für ihre Sichelohren bekannt ist. Ursprung: Nordwest-Indien Hauptzuchtgebiet: Marwar (Jodhpur) Verbreitung: selten Stockmaß: 145 - 165 cm Farben: Alle Haupteinsatzgebiet: Reitpferd Exterieur Dieses Pferd kommt in allen Farben vor, auch als Palomino oder Schecke. Es ist drahtig gebaut, hat einen markanten Widerrist und einen langen Rücken. Die Bemuskelung scheint - verglichen mit europäischen Rassen - eher unterdurchschnittlich, vor allem die oft sehr schmale Brust ist auffallend. Dennoch zeichnet sich die Rasse durch große Härte, Ausdauer und hohe Schnelligkeit aus. Der Kopf ist mittelgroß, trocken und gerade mit einem flachen Maul, weit auseinander liegenden, großen Augen und den charakteristischen, sichelförmigen Ohren, deren Spitzen sich - vor allem bei Stuten - oft sogar berühren. Die Beine sind sehr lang, mit widerstandsfähigen Hufen, die auch in extrem steinigen Gegenden nicht beschlagen werden müssen. Selten kommt es zu Lahmheit oder Erkrankung der Beine und Hufe. Die Tiere sind auch in schwierigstem Gelände ausgesprochen trittsicher. Der Marwari ist ein sehr elegantes Pferd mit feinem, seidigem Fell und Langhaar. Er zeigt oft einen natürlichen Passgang (Revaal). Sein Stockmaß beträgt etwa 145 bis 165 cm. Interieur Die Marwaris gelten als äußerst treu und mutig. Es gibt sogar Legenden darüber, dass Marwaris, die im 12. Jahrhundert als Kriegspferde eingesetzt wurden, egal wie stark sie verwundet waren, ihre Reiter, wenn sie gestürzt waren, mit beißen, treten und schlagen verteidigt haben oder große Sprünge machten, um ihre Reiter aus einer gefährlichen Situation zu retten. Zuchtgeschichte Etwa im 12. Jahrhundert begannen die Rathoren, die traditionellen Herrscher von Marwar, selektive Pferdezucht zu unterstützen, indem sie die besten Hengste zur Verfügung stellten. Erst als sie 1193 im Krieg ihr Königreich Kannauj verloren und sich in die große indische Wüste, die Wüste Thar, zurückzogen, begannen sie ein gutes Wüstenpferd, also ein robustes, schnelles, extrem hartes und Kälte und Hitze trotzendes Pferd zu züchten, den Marwari. Dieser ähnelt stark den Pferden aus Turkmenistan und der indischen Pferderasse Kathiawari. In den 30er Jahren hatte die Anzahl der Marwaripferde stark abgenommen, ist jetzt aber wieder stabil. Die Marwari-Pferde dürfen nicht nach Deutschland eingeführt werden. |
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| Kathiawari |
| Das Kathiawari ist eine von der indischen Insel Kathiawar stammende Kleinpferdrasse. Ursprung: Kathiawar, 14. Jahrhundert Hauptzuchtgebiet: Indien Verbreitung: Indien Stockmaß: 140–148 cm Farben: Braune, Füchse, Schimmel und Schecken Haupteinsatzgebiet: Reit- und Sportpferd Zuchtgeschichte Das Kathiawari und das ihm sehr ähnliche Marwari entstanden vermutlich aus einer Kreuzung einheimischer Rassen wie den Manipuri und Spiti mit Vollblutarabern im 14. Jahrhundert. Aus der gezielten Zucht gingen deutlich leichtere, größere und edlere Tiere hervor, die jedoch noch immer die Zähigkeit und Genügsamkeit der indischen Ponys besaßen. Heute sind die Bestandszahlen des Kathiawari rückläufig, da nur noch wenige Privat- und Militärgestüte die Zucht betreiben. Exterieur Das Exterieur ist stark vom Araber beeinflusst. Das Kathiawari ist ein sehr elegantes Kleinpferd, das in seinem Aussehen eher einem Vollblüter als einem Pony entspricht. Der Kopf ist mittelgroß und ausdrucksvoll mit meist geradem Profil. Auffallend sind die großen an den Spitzen nach innen gebogenen Ohren. Um diese bevorzugte Sichelform zu erreichen werden die Ohren der Fohlen ausgiebig massiert und so behutsam geformt. Der lange elegante Hals des Kathiawari geht in einen ausgeprägten Widerrist über. Der Rücken ist lang und gerade und endet in der schräg abfallenden Kruppe. Die Extremitäten sind lang und sehnig. Rassetypische Mängel im Exterieur sind die steil abfallenden Schultern und eine Neigung zum Hirschhals. Bei den Fellfarben sind Braune, Schimmel, Füchse und Plattenschecken vertreten, seltener auch Isabellen. Beliebt sind große Abzeichen an Kopf und Extremitäten. Das Fell ist fein, das Langhaar seidig, jedoch nicht sehr dicht. Das durchschnittliche Stockmaß des Kathiawari liegt bei 143 cm. Die Pferde erreichen höchstens eine Widerristhöhe von 148 cm und zählen damit zu den Kleinpferden. Interieur Durch die Kreuzung der zwei stark unterschiedlichen Pferdetypen, dem sensiblen, intelligenten Araber mit dem robusten, eigenwilligen Bauernpony, besitzt das Kathiawari häufig einen recht schwierigen Charakter. Es ist sehr temperamentvoll und hat einen starken eigenen Willen. In ihrer indischen Heimat werden sie wegen ihrer Ausdauer und Zähigkeit jedoch sehr geschätzt. Einsatz Das Kathiawari besitzt eine ausgeprägte Veranlagung zu den für den Reiter sehr bequemen Gangarten Pass und Tölt. Dadurch eignet es sich hervorragend als Reisepferd. In Indien wird es häufig als Polizei- und Militärpferd eingesetzt, jedoch auch als privates Freizeit- und Polopferd. |
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| Java-Pony |
| Das Java-Pony ist eine vom mongolischen Wildpferd abstammende Kleinpferderasse, die auf der Insel Java beheimatet ist. Ursprung: Indonesien Hauptzuchtgebiet: Java Verbreitung: Java Stockmaß: ca 120 cm Farben: alle Haupteinsatzgebiet: Arbeitstier Exterieur Das Exterieur des Java-Ponys wird bestimmt durch dessen zierlichen Körper. Das durchschnittliche Stockmaß liegt bei ca. 1, 20 m. Im Gegensatz zu dem nur schwach bemuskelten Körper besitzt das Java-Pony einen kurzen kräftigen Hals und einen derben Kopf. Der grade Rücken endet in der oft nur schwach ausgeprägten Kruppe. Häufig sind die Gliedmaßen des Pferdes von Stellungsfehlern betroffen. Beim Java-Pony sind jegliche Fellfarben und -zeichnungen zu finden. Interieur Die Pferde sind zäh, ausdauern und leistungswillig. Einsatz Das Java Pony wird in seiner Heimat vor allem in der Landwirtschaft und für den Transport von Passagieren und Gütern in den Städten eingesetzt und hat sich perfekt an das tropische Klima Indonesiens angepasst. Trotz seiner geringen Größe und des leichten Körperbaus ist das Java Pony ein robustes und ausdauerndes Arbeitstier. Zucht Die Pferde werden privat überall auf der Insel gezüchtet. Daher haben sich auf den verschiedenen Inseln Indonesiens bereits deutliche Rasseunterschiede ausgeprägt. Diese Ponyzucht wird in vielen Fällen vom Staat subventioniert. |
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| Basuto-Pony |
| Das Basuto-Pony bekam seinen Namen von dem viehzüchtenden Stamm der Basuto. Die Rasse entstand im 17. Jahrhundert aus Pferden orientalischen Ursprungs, die von der Niederländisch-Ostindischen Handelskompanie aus Indonesien nach Südafrika importiert wurden. Das Stockmaß beträgt 140 bis 145 Zentimeter. |
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| Australian Stock Horse |
| Das Australian Stock Horse - auch Stockhorse - ist eine Pferderasse, die hauptsächlich als Gebrauchspferd der australischen Viehzüchter für landwirtschaftliche Arbeiten gezüchtet wird. Ursprung: New South Wales Hauptzuchtgebiet: Australien Verbreitung: Australien Stockmaß: 145 - 160 cm Farben: überwiegend Braune und Füchse Haupteinsatzgebiet: Reit- und Arbeitspferd Exterieur Das Australian Stock Horse ist ein, dem American Quarter Horse im Typ ähnelndes, mittelgroßes und robustes Arbeitspferd. Im Typ uneinheitlich ist es dem Englischen Vollblut nahe, mit einem mittelgroßen Kopf, einem verlässlichen Ausdruck und einem kräftigen, kurzen Hals. Die Schulter ist gut aufgesetzt und breit, der Widerrist schwach ausgeprägt. Die Mittelpartie ist ausreichend breit und zeichnet sich durch ihre gute Tragfähigkeit aus. Die gut bemuskelte Kruppe ist stark abfallend bei einem tiefen Schweifansatz. Die Beine sind trocken und hart, die Hufe von hervorragender Qualität. Die Bewegungsmechanik ist dem Anwendungszweck entsprechend flach, bei einer hohen Wendigkeit und ausgeprägter Trittsicherheit. Interieur Wie die Vertreter der nordamerikanischen Westernpferderassen besitzt auch das Australian Stock Horse ein ruhiges Wesen und hat häufig einen ausgeprägten Cow Sense, der für die Arbeit mit den Viehherden der Rancher unerlässlich ist. Das Australian Stock Horse wird als ausdauernder und gehfreudiger Allrounder betrachtet und ist ein wendiges, leichtfuttriges und rittiges Pferd. Es zeichnet sich durch seine hohe Widerstandskraft und Ausdauer aus. Häufig findet man auch springbegabte und schnelle Exemplare. Zuchtgeschichte Der Ursprung des Australian Stock Horse ist in dem Waler zu sehen, der durch Verkreuzungen von aus Südafrika und Chile importierten Pferden, mit Vollblütern und Arabern durch die Kolonialisten Australiens gezogen wurde. Der Waler war als Kavallerieremonte und Ranchpferd, vor allem für die Schaf- und Rindhaltung, über lange Zeit ein begehrtes Pferd. Man kann vom Waler jedoch nicht als Rasse sprechen, da kein einheitliches Zuchtreglement existierte. Zur Bildung der Rasse Australian Stock Horse wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts vermehrt Vollblut und Quarter Horse in die Population eingebracht. Zeitweilig kamen auch einige Percheronhengste zum Einsatz, um dem Typ mehr Masse und Größe zu verschaffen. Der Name ist dem australischen Stockmen entliehen, was soviel wie Viehtreiber bedeutet. Die Überwachung der Zucht und Registrierungen liegt in der Verantwortung der Australian Stock Horse Society. Das Reglement sieht das Streben nach einem dem Vollblut oder Quarter Horse nahe stehenden Typ vor, der in der Rückenlinie jedoch etwas länger sein sollte und obwohl die äußerlichen Merkmale des Waler verloren gingen, seine Nützlichkeit beibehalten soll. Der bekannteste Vertreter dieser Rasse ist Regal Realm mit dem es Lucinda Green gelang, den Weltmeistertitel in der Vielseitigkeit zu erreiten. |
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| Australisches Pony |
| Das Australische Pony ist ein Kinderreitpony, welches ursprünglich aus Australien stammt. Die Zucht wird durch die "Australian Pony Stud Book Society" überwacht, einem 1929 gegründeten Zuchtverband, der das Exterieur-Zuchtziel im Detail fixiert hat. Zucht Das Australische Pony ist eine Mischung mehrerer Pferderassen und -typen, die von frühen europäischen Siedlern importiert wurden. Im Jahre 1803 fand nachweislich der erste Ponyimport (Timor-Pony) statt, aber erst im Jahre 1920 konnte sich ein eigenständiger Typ entwickeln, mit starkem Anteil des "Welsh Mountain Pony" mit Shetland-Blut. Aber auch "Hackneys" sowie Araber und Vollblüter sorgten für die heutige Zuchtbasis. Merkmale Das Australische Pony ist mit dem Welsh Mountain Pony stärker verwandt als andere Ponyrassen. Es ist kompakt, stark und gut gebaut, hat ein korrektes Gebäude mit viel Qualität und sehr guten Bewegungen. Es besitzt einen ausgeprägten Ponycharakter und einen auffallend schönen, edlen Kopf mit großen Augen. Man rühmt sein ausgezeichnetes Temperament und seine Anhänglichkeit. Zusammen mit dem ursprünglichen Britischen Pony ist es weit größer als andere speziell gezüchtete Reitponys. Das Stockmaß liegt zwischen 120 und 140 cm. |
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| Rocky Mountain Horse |
| Das Rocky Mountain Horse ist eine recht junge Gangpferde-Rasse und stammt nicht aus den Rocky Mountains, wie der Name irreführenderweise annehmen lässt, sondern aus den Appalachen. Es wird in der Literatur auch als Rocky Mountain Pony oder als Rocky Mountain Saddlehorse bezeichnet. Ursprung: Kentucky Hauptzuchtgebiet: USA, Kanada Verbreitung: USA, Kanada, Europa Stockmaß: 147,3–162,5 cm Farben: Braune bevorzugt Haupteinsatzgebiet: Freizeitpferd Exterieur gerader, trockener Kopf, feine Ohren starker, gerader, kräftiger Hals, schräge Schulter kurzer, gerader Rücken, leicht abfallende Kruppe schlanke, trockene Gliedmaßen. Farbe meistens schokoladenfarben mit flachsfarbenem Langhaar, aber auch alle anderen Farben außer Schecken. Interieur sehr ausdauernd trittsicher Tölt-Veranlagung Zuchtgeschichte Die Entwicklung des Rocky Mountain Horses geht zurück auf Sam Tuttle, der in Kentucky einen Reitstall betrieb und dessen Hengst Old Tobe wegen seiner Töltveranlagung und seiner Rittigkeit sehr bekannt war. Beides gab er auch an seine Nachkommen weiter, was ihn zu einem beliebten Zuchthengst machte. Viele der heutigen Rocky Mountain Horses führen das Blut von Old Tobe in ihrem Stammbaum. Sie sind sehr ausdauernd und trittsicher und eignen sich hervorragend für das Reiten in unebenem Gelände. Man geht davon aus, dass Rocky Mountain Horses sowohl das Blut von spanischen Pferden als auch des Narragansett Pacers in Linien führen. 1986 wurde das Stutbuch eröffnet und 2004 wieder geschlossen. Ende 2005 waren über 13.000 Rocky Mountain Horses bei der Association eingetragen. Verwendung Es eignet sich zum Fahren von leichten Wagen. Als Reitpferd ist es besonders trittsicher im Gelände und durch den bequemen Tölt zum Wanderreiten sehr geeignet. |
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| Pony of the Americas |
| Das Pony of the Americas ist eine 1954 in den USA entstandene Pferderasse. Ursprung: USA, 1954 Hauptzuchtgebiet: USA Verbreitung: in den USA stark, in Europa gering Stockmaß: 112–142 cm Farben: Tigerschecken Haupteinsatzgebiet: Sportpferd Exterieur Das Pony of the Americas erinnert meist eher an ein kleines Pferd als ein Pony. Das Pony soll den athletisch-eleganten Körper eines modernen Westernpferdes haben, sowie einen edlen keilförmigen Kopf und lange kräftige Beine. Das Stockmaß muss zwischen 112 und 142cm liegen. Es wird die Tigerscheckung des Appaloosa gefordert. Die Fellmuster der POA unterscheiden sich deutlich, und mit der Zeit bekommen manche Ponys zusätzliche Farben. Eine der am weitesten verbreiteten Färbungen ist das „Blanket“, welche sich charakterisiert durch die Färbung Weiß an den Lenden und der Kruppe, bis hin zu den Hüften, mit dunklen, runden, G-geformten Flecken. Manche Tiere haben die Fleckung über den ganzen Körper verteilt, was man gemeinhin auch als „Leoparden-Muster“ bezeichnet. „Leoparden-Ponies“ mit einer geringen Menge an Flecken, werden im englischen passenderweise auch als „few-spot leopards“ bezeichnet. Sowohl beim „Blanket-“ als auch beim „Leopardenmuster“ können die Flecken in der Mitte dunkler sein und einen helleren Ring um diese Flecken herum besitzen. Dieser einzigartige „Look" wird auch „Halo“ genannt. Ponies bei denen weiße Haare (so genannte Stichelhaare) in die Grundfarbe einfließen, werden auch als „roan“ bezeichnet. Oftmals verbunden mit diesen Fellmustervariationen sind die beschreibenden Begriffe „Red“, „Blue“ und „marbelized roan“. „Roan“ POAs zeigen häufig auch Schmuck- oder Fleckfärbungen, welche aus dunklen Arealen bestehen, die am häufigsten auf den Oberschenkeln, dem Hüftbogen, den Nasenbein oder den Jochbeinen erscheinen. Diese dunklen Flecken haben sanft in die umliegende Fellfarbe verlaufende Ränder. Unregelmäßige Kanten bei Flecken von weißem oder dunklem Haar sind Anzeichen für ein Paint- oder Pinto-Fellmuster, welche gemäß den POA-Zuchtvorgaben ausdrücklich untersagt sind. Mottled Skin – Gescheckte Haut Nach der Fellfärbung oder dem Fellmuster, ist das erste Charakteristikum die gefleckte oder besser gesagt gescheckte Haut. Gescheckte oder halbgefärbte Haut ist einzigartig für die Appaloosas und POA. Deshalb ist es auch ein entscheidender Indikator für die POA. Anders als die gewöhnlich rosafarbene Haut (wie man sie beispielsweise in den Nüstern oder im Maul innen finden kann) besteht die gescheckte Haut aus einem gesprenkelten oder gefleckten Hautmuster aus pigmentierter und nicht pigmentierter Haut. Die gescheckte Haut kann an einigen Stellen an Pferd leicht gesehen werden: an den Augen den Nüstern, dem Maul, dem Euter, der Scheide, dem Schaft oder auch dem Anus. Die gefleckte Haut an den Augen oder den Nüstern wird oftmals eine andere Erscheinung haben als diejenige, die man in der Genitalregion vorfindet. Wie auf dem Bild zu sehen, besteht die gefleckte Haut auf der Schnauze und um die Augen herum aus einer gefleckten Kombination aus pigmentierter und nicht pigmentierter Haut. Die gesprenkelte Haut an den Genitalien hat ein eher fleckiges Muster aus pigmentierter und nicht pigmentierter Haut. Wenn man nach gefleckter/gescheckter Haut sucht, sollten die Lippen des Ponys nicht auseinander gezogen werden, denn alle Pferde und Ponys haben eine Linie aus pigmentierter und nicht pigmentierter Haut auf ihren Lippen. Die gescheckte Haut des POA sollte einen guten Kontrast zwischen dunklen und hellen Bereichen aufweisen. Andere Pferde- und Ponyrassen können einfachere Differenzierungen in der Pigmentierung bestimmter Bereiche aufweisen und sollten deswegen nicht als Beispiele für gescheckte Haut heran gezogen werden. Dieser Unterschiedlichkeiten sind oftmals an der Unterseite der Schweifrübe, dem Penis oder der oberen Innenseite der Beine zu finden. Das offizielle POAC Handbuch legt als Grenzwert fest, das graue oder „roan“ Ponies gescheckte Haut an mindestens zwei Stellen aufweisen müssen – beispielsweise im Maul, den Augen oder dem Genitalbereich - und das eines oder beide Augen eine weiße Sklera (Augenhaut um den zumeist dunklen Linsenbereich) aufweisen müssen um einen zeitlich begrenzten oder permanenten Registrierungsstatus zu erhalten. Da ein Pony zeitlich begrenzten oder permanenten Registrierungsstatus haben muss um überhaupt auf einer Veranstaltung vorgeführt zu werden, müssen die gleichen Erfordernisse auch für ein Pony erfüllt werden, welches auf einer offiziellen POA-Veranstaltung vorgestellt werden soll. Weiße Sklera und gestreifte Hufe Es gibt zwei weitere Charakteristiken des POA welche recht einfach identifiziert werden können, aber unter gewissen Umständen auch bei anderen Rassen gefunden werden können. Konsequenterweise muss der POA-Interessent also wissen, wonach er suchen muss, wenn er eine POA-Charakteristik erkennen will. Die weiße Sklera oder Lederhaut eines oder beider Augen eines POA ist für gewöhnlich deutlich sichtbar. Alle Pferde und Ponys haben eine solche Sklera. Sie ist der Bereich des Auges der die Iris umschließt (dem gefärbten oder pigmentierten Mittelteil des Auges). Ebenso können alle Pferde und Ponys deutliches Weiß um die Iris herum aufweisen wenn das Auge (beispielsweise bei Angst oder Erregung) auf- oder abwärts gerollt ist oder wenn das Augenlid angehoben wird. Sucht man nach POA-Charakteristika sollte man den Kopf des Ponys in einer normalen, entspannten Position halten. Kräftige, deutlich definierte, senkrechte, hellere oder dunklere Streifen in den Hufen sind ein weiteres POA Charakteristikum. Da es verschiedene Faktoren gibt, welche die Streifung der Hufe beeinflussen, muss der Interessent besonders aufmerksam hinschauen wenn er die typischen POA-Streifen erkennen und beurteilen möchte. Streifen können durch eine Verletzung im oder am Hufrand (Kronrand) entstehen, oder auch durch einen dunklen Fleck im Hufrand eines Pferdes mit einer weißen Fessel. Diese Art Streifen sollte nicht berücksichtigt werden, wenn man nach POA-typischen Charakteristika sucht. In dem Bild des Ponies mit der rechten hinteren weißen Fessel, erzeugen die dunklen Flecken im Hufrand die Streifen im Huf und können deswegen nicht berücksichtigt werden. Es ist durchaus möglich, dass ein POA keinerlei Streifen in seinen Hufen entwickelt. Aus diesem Grund sind die anderen Charakteristika, also die der gesprenkelten Haut und der weißen Sklera die wichtigeren Faktoren, dies zu untersuchen gilt wenn man ein POA identifizieren will. Interieur Ausdauerndes, freundliches Temperament, gut von Kindern handhabbar. Zuchtgeschichte Die Rasse geht auf einen Weideunfall zurück, bei dem ein Shetlandpony-Hengst eine Appaloosa-Stute deckte. Der daraus geborene Hengst hatte das Exterieur der Stute, aber die Größe des Hengstes geerbt. Seine Umgänglichkeit, das pferdeähnliche Aussehen bei Ponygröße und die guten Reiteigenschaften, bewogen den Besitzer − einen Shetlandpony-Züchter − dazu, mit befreundeten Züchtern eine neue Zucht basierend auf diesen Eigenschaften aufzubauen. Ziel der Zucht sollte ein leicht von Kindern handhabbares, im Pferdetyp stehendes Pony mit Tigerscheckung sein. |
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| Galiceno-Pony |
| Das Geliceno-Pony ist gut als Arbeitpferd unter dem Sattel geeignet, aber auch ein beliebtes Jugendreitpferd. Seine Größe liegt zwischen 128 und 142 cm. Es ist umgänglich, wendig, vielseitig, intelligent, robust und schnell. Es gibt häufig Braune, Falben, Füchse und Stichelhaarige. Schecken werden zur Zucht nicht zugelassen, kommen jedoch trotzdem vor. Das Galiceno-Pony hat weiche Gänge und ist fleißig mit hoher Aktion. Seine Besonderheit ist der natürlich angeborene Passgang. Sein Zuchtgebiet ist Mexiko und der Süden der USA. Das Ursprungsland ist aber nur Mexiko allein. Zuchtbeginn war in etwa im 16. Jahrhundert. |
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| Assateague-Pony |
| Das Assateague-Pony (auch Chincoteague-Pony) ist eine nordamerikanische Pferderasse, die auf der Atlantikinsel Assateague beheimatet ist. Dort leben die Ponys in freier Wildbahn, stehen aber unter menschlicher Obhut. Ein Teil der Jungpferde wird regelmäßig verkauft, so dass es inzwischen nicht wenige Chincoteague-Züchter in den Vereinigten Staaten gibt. Die Chincoteague Pony Breeders Association wurde 2006 gegründet. Unter den Vertretern findet man alle Farben, die meisten Assateague-Ponys sind jedoch Schecken. Obwohl das Stockmaß nur bei etwa 122 cm liegt, entspricht der Körperbau eher dem eines kleinen Pferdes als dem eines Ponys. Unter sorgfältiger Behandlung ist das Assateague-Pony ein intelligentes und freundliches Pony, welches für Kinder gut geeignet ist. Der Legende nach stammen die Ponys auf der Insel von spanischen Pferden ab, die sich bei einem Schiffbruch nahe der amerikanischen Ostküste schwimmend retten konnten. Eine andere Theorie besagt, dass frühe Siedler vom Festland oder der Nachbarinsel Chincoteague ihre Pferde dort frei ließen, um keine Steuern zahlen zu müssen. Als man Anfang der 1920er Jahre auf die Ponys aufmerksam wurde, waren Inzesterscheinungen bereits deutlich festzustellen. Die harten Bedingungen auf der Insel sorgten aber andererseits dafür, dass nur die zähesten und genügsamsten Tiere überleben konnten. Wie alle verwilderten Pferde wurden sie unter den harten Lebensbedingungen im Laufe der Generationen kleiner und entsprechend zäher. Zur Blutauffrischung wurden Welsh-Ponys, Shetlandponys und Pintos eingekreuzt. Heute sind die Ponys in zwei Herden unterteilt, da der südliche Teil der Insel zum US-Bundesstaat Virginia und der nördliche zum US-Bundesstaat Maryland gehört. Die Herden sind durch einen sicheren Drahtzaun voneinander getrennt, der die Insel in zwei Teile teilt. Die Ponys der Virginia-Herde werden als Chincoteague-Ponys bezeichnet und gehören der freiwilligen Feuerwehr von Chincoteague. Die Ponys der Maryland-Herde gehören dem National Park Service. Beide Herden werden auf die Zahl von etwa 150 erwachsenen Tieren begrenzt. Jährlich werden die überschüssigen Chincoteague-Junghengste herausgefangen und schwimmend mit Hilfe von Booten zur Nachbarinsel Chincoteague getrieben, wo sie dann versteigert werden. Der Gewinn wird für die freiwillige Feuerwehr in Chincoteague sowie zur Erhaltung der Rasse verwendet. |
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| American Shetland Pony |
| Das American Shetland Pony ist eine amerikanische Ponyzüchtung, die auf das Shetlandpony zurückgeht und sich heute in die Gruppen Classic American Shetland und Modern American Shetland unterteilt. Ursprung: USA Hauptzuchtgebiet: USA Verbreitung: Stockmaß: bis zu 111,8 cm Farben: alle außer Tigerschecken Haupteinsatzgebiet: Kinderreiten und Fahren Exterieur Das Amerikanische Shetlandpony ist ein leichtes Pony mit einem kurzen Rücken und einem hohen Schweifansatz. Es hat kleine kurze Ohren und ein kleines Maul. Sein Typus entspricht dem eines edlen Reitpferdes. In den USA wird ein Stockmaß von bis zu 109,2 cm zugelassen (10,7 hands), in Kanada eine Höhe von bis zu 111,8 cm (11 hands). Außer Tigerschecken sind alle Farben anerkannt. Interieur Amerikanische Shetlandponys sind in der Regel gelehrig, anpassungsfähig und umgänglich. Sie werden vor allem als Kinderreitponys, aber auch zum Fahren eingesetzt. Zuchtgeschichte Die Basis für das Amerikanische Shetlandpony legten Shetlandponys des originalen Inseltyps, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts erstmals in die USA importiert wurden. 1888 wurde der American-Shetland-Pony-Club (ASPC) gegründet. Ausschließlich durch Selektion wurde durch nordamerikanische Züchter zunächst ein eigenständiges American Shetland-Pony geschaffen. Einkreuzungen von Hackney-Ponys fanden erst ab Mitte der 60er Jahre statt. Hierdurch entstand ein weiterer Typ des Amerikanischen Shetlandponys, so dass heute zwischen dem Classic-American-Shetland und dem Modern-American-Shetland unterschieden wird. Sie sind größer als die ursprünglichen Shetlandponys. Literatur Johannes Erich Flade: Shetlandponys. Westarp-Wiss, Hohenwarsleben 2001, ISBN 3-89432-168-7 |
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| American Miniature Horse |
| American Miniature Horse (englisch "Amerikanisches Miniaturpferd") ist eine Pferderasse aus den USA. Ursprung: Europa Hauptzuchtgebiet: USA Verbreitung: Nordamerika und Europa Stockmaß: ca. 86 cm Farben: alle Haupteinsatzgebiet: Fahrpferd, Therapiepferd Exterieur Der folgende Rassestandard lehnt sich an den AMHA Standard Of Perfection an: Kopf Im Verhältnis zu den Maßen des Halses und des Körpers stehend. Breite Stirn mit großen, ausdrucksvollen Augen. Vergleichsweise kleiner Abstand zwischen Augen und Maul. Im Profil gerade oder leicht konkav. Große Nüstern, feines Maul, korrektes Gebiss. Ohren mittelgroß, spitz, aufmerksam getragen mit leicht nach innen geneigten Ohrenspitzen. Kehle klar definiert für gute Ganaschenfreiheit. Hals Beweglich, in der Länge zu Körper und Typ passend und sanft in den Widerrist übergehend. Körper Gut bemuskelt, genügend Knochensubstanz. Ausbalanciert und gut proportioniert. Kurzer Rücken, gut geformte Nieren- und Kruppengegend. Fließende Konturen und generell gerade Rückenlinie. Tiefe Gurtlage, schmaler, schlanker Körper. Schulter lang und schräg, erlaubt eine frei-schwingende Bewegung und gute Hals- und Kopfhaltung. Gut bemuskelte Brust. Lange, gut bemuskelte Hinterhand. Die Kruppe sollte in etwa auf selber Höhe mit dem Widerrist liegen. Der Schweif ist weder besonders hoch, noch besonders tief angesetzt, sondern rundet den Rumpf sanft ab. Fundament Beine von vorne bzw. hinten betrachtet gerade und parallel. Von der Seite betrachtet gerade, trocken und ein Rechteck beschreibend. Die Zehe des Hufes soll gerade nach vorn gerichtet sein. Von der Seite gesehen verläuft Fessel und Huflinie in einer ungebrochenen Geraden im Winkel von ca. 45 Grad zum Boden. Bewegungsablauf elastisch, engagiert, taktmäßig, kadenziert Zuchtgeschichte Die Rasse Amerikanisches Miniaturpferd stammt aus den USA. Seine Wurzeln allerdings hat sie im Europa des 17. Jahrhunderts: Quellen belegen, dass die kleinen, aber eleganten Pferdchen an den Königshöfen als Spielgefährten für die Königskinder gehalten und gezüchtet wurden. Allerdings wurden sie hier durch Kriege an den Rand des Aussterbens gebracht, einige wenige Exemplare konnten nach Übersee gerettet werden. Die Amerikaner züchteten systematisch unter Einkreuzung von Hackney Ponys, Falabellas und Shetland Ponys weiter. Das erste eigene Zuchtbuch für Amerikanische Miniaturpferde wurde Anfang 1970 gegründet. Seit 1978 wurde schließlich die AMHA (American Miniature Horse Association) ins Leben gerufen, die heute eine der größten Zuchtverbände der Welt ist. AMHA-registrierte Pferde dürfen ausgewachsen am letzten Mähnenhaar des Widerristes nicht größer als 34 inch (86,4 cm) werden. Daneben sieht der Rassestandard vor, dass es sich beim Miniature Horse zwar um ein möglichst kleines, dennoch aber gut ausbalanciertes, feingliedriges und elegantes Pferd mit perfekten Proportionen und gutem Gangwerk handeln soll – ein Araber in Miniatur! Zum Pferd im Miniaturformat gehört schließlich ein arbeitseifriger, geduldiger und menschenbezogener Großpferdecharakter. Das Zuchtziel lautet auf ein perfekt gebautes, elegantes Pferd im Miniaturformat. Für die Eintragung in Deutschland sind gültige AMHA-Papiere Voraussetzung. Dabei sind diese Pferdchen nicht nur schön anzusehen, sondern auch als Fahrpferde, als Therapiepferde und als Einstiegspferde für Kinder geeignet. Minis in Deutschland Amerikanische Miniaturpferde wurden zum ersten Mal 1976 aus den USA nach Europa importiert. Damals waren sie die Attraktion schlechthin auf der Equitana in Essen. Obwohl in Frankreich, Belgien, Dänemark und Großbritannien schon seit mehreren Jahren gezüchtet wird, hat die Rasse in Deutschland aber erst vor kurzem endgültig Fuß gefasst. Offiziell gibt es Amerikanische Miniaturpferde seit der Eintragung der Zuchtstuten der Miniaturpferdezucht CS ins Stutbuch des bayerischen Zuchtverbands für Spezialpferderassen im Jahr 2003 und der Körung ihres Zuchthengstes A F Ivy Toro als erster und einziger Hengst dieser Rasse im deutschsprachigen Raum im selben Jahr. |
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| Abaco-Wildpferd |
| Das Abaco Wildpferd ist eine Pferderasse, die auf den Bahamas und in der Dominikanischen Republik lebt. Über diese wild lebenden Pferde ist wenig bekannt. Es wird vermutet, dass die Tiere durch englische und spanische Siedler auf die Inseln kamen und seitdem dort leben. |
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| Tennessee Walking Horse |
| Das Tennessee Walking Horse ist ein im 19.Jhdt. aus Narrangansett Pacer sowie American Standardbred, Morgan, Vollblut und American Saddlebred gezüchtetes Gangpferd. Ursprung: USA Hauptzuchtgebiet: USA, insbesondere Tennessee Verbreitung: hauptsächlich im Zuchtgebiet Stockmaß: 155–165 cm Farben: alle Haupteinsatzgebiet: Reit- und Showpferd Exterieur Das Exterieur der Tennessee Walker ist recht uneinheitlich. Es ist durchaus möglich, dass sie eher das Erscheinungsbild eines Quarter Horse haben, während andere Walker eher den Eindruck eines Vollblüters hinterlassen. Grundlegend hierfür sind die vorherrschenden Blutlinien. Generell sind die Tennessee Walker mittelgroße, elegante und harmonische Pferde. Der Kopf ist meist leicht geramst und groß, der hochaufgesetzte, aufrecht getragene Hals eher kräftig und lang. Ein kurzer Rücken mit guter Tiefe und leicht abfallender, muskulöser Kruppe gehört ebenso zum Erscheinungsbild wie der hoch angesetzte Schweif. Interieur Walker gelten als sehr freundliche, ruhige und intelligente Pferde. Sehr Menschenbezogene und leichtrittige Pferde |
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| Paint Horse |
| Das Paint Horse gehört zur Pferderasse der Quarter-Horses, ist aber gescheckt. Ursprung: USA, 18. Jahrhundert Hauptzuchtgebiet: USA Verbreitung: weltweit Stockmaß: 142–158 cm Farben: Schecken Haupteinsatzgebiet: Westernreiten Exterieur Im einzelnen zeichnet sich das Paint Horse durch einen kleinen, keilförmigen Kopf aus, mit wachem Auge, breiter Stirn, kleinen, beweglichen Ohren, kleiner, fester Maulpartie und kräftigen Ganaschen. Der Hals ist ausreichend lang und schlank, gut angesetzt, in der Kehle klar ausgeschnitten und beweglich im Genick, die Schulter ist schräg und, wie die Brust, muskelbepackt; der Widerrist ist gut ausgeprägt. Der kurze Rücken hat eine hervorragende Verbindung zur Hinterhand; die Lende ist tief und kräftig; die Hüfte ist schräg und lang, die gesamte Hinterhand sehr muskulös. Das Fundament ist klar, sehnig und drahtig, mit festen Hufen. Trotz seiner nur mittleren Größe von etwa 1,42 bis 1,58 m trägt das Paint Horse auch schwergewichtige Erwachsene mit schwerem Westernsattel in jedem Gelände. Die Pferde werden bewusst nicht größer gezüchtet, denn größere Pferde lassen in der Regel die "typische Wendigkeit und den Rassetyp" vermissen. Paint Horses können ohne weiteres robust gehalten werden, d. h. ganzjährig auf der Weide mit Offenstall. Aufgrund ihres angenehmen Wesens sind Paint Horses problemlos aufzuziehen und einzureiten bzw. einzufahren. Man unterscheidet zwei Zeichnungsmuster, "Pattern" genannt: Tobiano und Overo, die sich oft unterschiedlich vererben. Der Tobiano hat weiße Beine, und seine Abzeichen kreuzen die Rückenlinie. Der Overo hat typischerweise keine weißen Abzeichen, welche die Rückenlinie kreuzen, bei ihm gehen sie von der Seite bzw. vom Bauch aus. Oft hat er viel Weiß im Gesicht und häufig sind die Beine dunkel. Paint Horses sind nicht mit Pintos zu verwechseln - letztere stellen keine Rasse dar, sondern können aus unterschiedlichsten Kreuzungen und Rassen stammen. Man kann bei ihnen nicht von rassespezifischen Eigenschaften sprechen. Paint Horses sind dagegen rein gezüchtete Pferde mit allen positiven Eigenschaften dieser Rasse. Paint Horses sind sehr vielseitig. Ihre Stärken sind Kurzstreckenrennen (die Viertelmeile ist die klassische Distanz), die Rancharbeit (Cowboypferde) sowie die Westernreitdisziplinen, wie Reining, Cutting, Working Cowhorse, Western Pleasure, Trail usw. Interieur Das Paint Horse ist in Herkunft, Typ, Eigenschaften, Abstammungen und Zuchtziel identisch mit der Rasse American Quarter Horses. Es handelt sich also um Western Horses - kompakte, wendige Pferde mittlerer Größe, mit stark ausgeprägter Muskulatur, mächtiger Hinterhand und ehrlichem, gutmütigem Charakter. Paint Horses sind leicht zu reiten, willig und nervenstark und darum eignen sie sich für das Turnier-, Spazier- und Wanderreiten. Es verfügt aber auch über den "Cow Sense", genau wie das Quarter Horse. Dies ist ein Sinn der das Kuhhüten ermöglicht, wie ein Schäferhund, sie hüten das Vieh selbstständig (der Reiter braucht nichts zu tun). Solid Bred Paint (ehem. Breeding Stock) Solid Bred Paint Horses sind einfarbige Paint Horses. Im Gegensatz zu den gescheckten werden einfarbige Fohlen einer Paint Horse Stute nicht als American Quarter Horse registriert, sondern als sogenannte Solid Bred Paints. Diese Solid Bred Paint Horses sind nur in speziell ausgeschriebenen Solid Bred Paint Klassen (SBP-Klassen) bzw. entsprechend ausgeschriebenen Turnierklassen startberechtigt. Im Gegensatz zu gescheckten Paint Horses sind SBP Paint Horses keine "Regular Paints (= gescheckter Paint)", sondern bekommen den Vermerk "Solid Bred Paint" in das Papier eingetragen. |
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| Morgan |
| Der Morgan ist ein amerikanische Pferderasse, die auf den Hengst Figure zurückgeht. Ursprung: USA, 19. Jahrhundert Hauptzuchtgebiet: USA Verbreitung: außerhalb USA gering Stockmaß: 145–155 cm Farben: meist Braune und Rappen, auch Füchse Haupteinsatzgebiet: Reit-, Fahr- und Showpferd Exterieur Als Showpferd, als welches der Morgan heute vielfach eingesetzt wird, hat er langes und dichtes Langhaar. Weiterhin hat er einen gut ausgeprägten Widerrist, eine breite Brust und er ist gut bemuskelt. Rassetypisch ist die hohe Aufrichtung und die geschwungene Oberlinie. Morgan Horses werden auch erfolgreich als Fahrpferde vorgestellt. Interieur Das Morgan Horse hat einen ausgeglichenen Charakter, es ist menschenbezogen und gut zu handhaben. Besonders hervorzuheben ist seine Vielseitigkeit, auf die es nun mittlerweile schon 200 Jahre gezogen ist. Zuchtgeschichte Das Morgan Horse geht auf den Hengst Figure zurück, der 1789 zur Schuldbegleichung an einen Mann namens Justin Morgan ging. Das Pferd wurde bekannt als das Pferd des Justin Morgan, was zum Rassenamen führte. Trotz starkem Arbeitseinsatzes als Zugpferd erreichte der Hengst ein für Pferde hohes Alter von 32 Jahren und wurde in vielen Zugwettbewerben und Rennen, die er auch als altes Pferd noch bestritt, niemals geschlagen. Aufgrund dieser Unbesiegtheit war er ein so gefragter Deckhengst, dass seine Nachkommen eine eigene Rasse gründen konnten. Damit ist das Morgan Horse die einzige Pferderasse, die sich auf nur einen Hengst zurückführen lässt. Der Stammbaum von "Figure" führt einige der Godolphin Araber in seinen Reihen. Der Hauptsitz der Registratur sowie das Museum sind in Vermont, wo das Morgan Horse eine hohe Wertachtung erfährt. In Europa haben die Morgan Horses in England, Schweden und Deutschland schon einen guten Bestand erreicht. Es gibt auch vereinzelt in anderen europäischen Ländern Morgan Horses. |
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| Missouri Foxtrotter |
| Der Missouri Foxtrotter wurde in den 1820er Jahren im Bereich des Ozark-Plateaus in den amerikanischen Bundesstaaten Arkansas und Missouri gezüchtet und ist eine der ältesten amerikanischen Pferderassen. Ursprung: Missouri Hauptzuchtgebiet: USA Verbreitung: USA stark, sonst gering Stockmaß: 142–163 cm Farben: alle Haupteinsatzgebiet: Reit- und Arbeitspferd Exterieur idealerweise eine Größe zwischen 1,40m -1,60m sollte in der Lage sein, einiges Gewicht zu tragen gerade stehend, wach und aufmerksam der Hals sollte gut proportioniert zum Körper sein der Kopf fein, sauber und intelligent geformt, mit kleinen, aufgerichteten stehenden Ohren die Augen sollen groß und klar mit einem sich verjüngenden Maul sein die Brust soll tief und voll sein, ebenso die Flanken Schultern sollen gut bemuskelt und sauber gewinkelt sein Beine gut bemuskelt und gut geformt Fuß sollte stark sein und in richtiger Proportion zur Größe des Pferdes Gänge Canter (Zuchtziel) Der Canter ist eine Drei-Takt- Gangart, geschmeidig, frei, entspannt und auf beiden Händen gerade. Die Tritte sind lang, weitausgreifend. Zu stark versammelter Vier-Takt-Galopp, übermäßiges Tempo und exzessives Pumpen in der Bewegung sind nicht erwünscht. Flatfoot Walk (Zuchtziel) Der Flatfoot Walk ist ein flacher Vier-Takt-Gang in lateraler Fußfolge. Die Spur der Hinterbeine soll die der Vorderbeine übertreten. Foxtrot (Zuchtziel) Der Foxtrot ist ein diagonaler Gang im Vierschlag. Ein gebrochener Trab, bei dem der vordere Huf, kurz vor dem hinterem auffußt. Das Pferd geht dabei im Walk mit den Vorderbeinen und im Trab mit den Hinterbeinen und tritt dabei über. Der Kopf spiegelt den Rhythmus des Ganges wider. Der Schweif zeigt ebenfalls den Rhythmus des Ganges an. Galopp Der gestreckte Vier-Takt-Galopp (Renngalopp) soll weich geschmeidig und entspannt in den Bewegungen ablaufen. Running Walk Es ist die gleiche Fußfolge wie beim Flatfoot Walk. Die Geschwindigkeit ist höher und der Übertritt der Hinterhand ist deutlich erkennbar. Walk Der Walk (Schritt) ist eine natürliche, flach fußende, Vier-Takt- Gangart. Das Pferd bewegt sich aufmerksam und wach, hat eine Schrittlänge, die zu seinem Exterieur passt. Single Foot Der Single Foot ist ein Vier-Takt-Gang mit einer Einbeinstütze. Eine Gangvariante, bei der viele Foxtrotter sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen können. Der Single Foot ist kein Zuchtziel. Zuchtgeschichte Das Pferd wird speziell daraufhin gezüchtet, die Gangart des Foxtrot, d. h. das Pferd geht vorne und trabt hinten, auszuüben. Die Gangart ist sehr sicher und verhindert relativ gut sowohl eine frühe Ermüdung des Pferdes als auch das Bewegungen an den Reiter weitergegeben werden. Sie sind besonders bei Ausdauerleistungen und im Gelände im Vorteil, weshalb die Missouri Foxtrotter heute auch von den Forestrangern der USA eingesetzt werden und bei den Amish sehr beliebt sind. Derzeit gibt es 87.000 registrierte Pferde der Rasse, den größten Teil davon in den USA, wenige in Kanada, 450 in Europa, von denen 320 in Deutschland leben (Stand: Januar 2006). |
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| Colorado Ranger |
| Die Colorado Ranger (auch Coloradobred) sind eine Pferderasse mit Tigerscheckung. Sie sind edle Arbeitspferde mit kräftiger Hinterhand und meistens geflecktem Fell. Die Colorado Ranger wurde im 19. Jahrhundert aus Araber und Berber gezüchtet. Es folgten Kreuzungen mit Vollblütern und American Quarter Horses. Ursprung: USA Hauptzuchtgebiet: USA Verbreitung: Stockmaß: Durchschnittlich 155 cm Farben: Tigerschecken Haupteinsatzgebiet: Reit- und Kutschpferd Literatur Maria Costantino: Handbuch der Pferderassen. München: Bassermann Verlag München 2005; ISBN 3-8094-1773-4 |
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| Appaloosa Sport Horse |
| Das Appaloosa Sport Horse ist eine verhältnismäßig junge Pferderasse, entstanden durch die größerwerdende Beliebtheit von Dressur- und Springreiten in US-amerikanischen Reitsportkreisen. Durch das Einkreuzen von Warmblütern möchte man mit dem Appaloosa als Basis ein Sportpferd im europäischen Format erzeugen. Genau genommen ist das Appaloosa Sport Horse also nichts anderes als ein im Sportpferde-Typ stehender Appaloosa. Ursprung: USA Hauptzuchtgebiet: USA Verbreitung: USA Stockmaß: ca. 160 cm Farben: Tigerschecken Haupteinsatzgebiet: Reit- und Sportpferd Exterieur Im Allgemeinen ist das Appaloosa Sport Horse größer und feinliniger als seine Basisrasse. Diese Rasse besitzt einen recht kleinen Kopf, der auf einem kurzen und leicht gebogenen Hals getragen wird. Die Schulter ist schräg, der Rücken kurz bis mittellang und die Hinterhand muskulös. Elegante und kräftige Beine runden das Bild ab. Rassentypisch sind die Farben: Schabracken-, Tiger- und Schneeflockenschecken in den gängigsten Fellfarben. Appaloosatypisch ist auch das gesprenkelte Maul und die weiße Sklera um die Augen. Durch ihre schwungvollen Gangarten sind diese Pferde ideal für den Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitssport geeignet. Durch die Einkreuzung von Warmblütern ist aber dennoch nicht die gute Eignung als Freizeit- oder Trekkingpferd verloren gegangen. Interieur Wie auch die Appaloosas gelten diese Pferde als sehr ausdauernd, leistungsbereit, trittsicher, gelassen und freundlich. |
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| Appaloosa |
| Appaloosa ist eine Pferderasse, die vom spanischen Pferd abstammt, das im 18. Jahrhundert nach Nordamerika importiert wurde. Ihre Entwicklung soll von den Nez Percé in Nordamerika ausgehen. Sie sind Arbeits- wie auch Freizeitpferde, die sich vor allem im Westernbereich großer Beliebtheit erfreuen. Ursprung: Nordamerika; Palouse-Tal Idaho Hauptzuchtgebiet: hauptsächlich USA Verbreitung: weltweit Stockmaß: 142 - 165 cm Farben: alle außer Plattenschecken, charakteristische Schabrackzeichnung Haupteinsatzgebiet: Reit- und Fahrpferd Exterieur Appaloosa haben einen für Westernpferde typischen Körperbau im meist quadratischen Rahmen. Dazu gehört ein kleiner zum Pferd passender Kopf mit großen, wachen Augen und einer geraden Nasenlinie, dann eine schräge, gut bemuskelte Schulter, anschließend ein kurzer, kräftiger Rücken und eine schräg abfallende Kruppe, ebenfalls stark bemuskelt. Diese Qualitäten befähigen die Pferde besonders auf kurzer Strecke schnell zu werden und wendig zu sein, wie das früher auf der Rancharbeit in Amerika besonders gebraucht wurde. Heutzutage werden aber auch spezialisierte Typen gezüchtet, je nachdem für welchen Zweck man sie einsetzen möchte. Ansonsten fallen die Pferde durch ihr charakteristisches Farbfleckenmuster auf. Aus Anpaarungen zweier "bunter" Appaloosas fallen nicht zwangsläufig "bunte" Fohlen, sondern auch Fohlen ohne Merkmale und ohne typische Fellzeichnung. Die Farbvererbung der Appaloosas ist weitestgehend noch nicht erforscht. Momentan arbeitet ein kanadisches Forscherteam intensiv daran. Die charakteristischen Merkmale, an denen man auch viele einfarbige Appaloosa erkennen kann, sind das "Menschenauge" und die gefleckte Haut, überall zu erkennen wo sie nicht von Fell überdeckt wird, z.B. an den Nüstern, um die Augen oder an den Geschlechtsteilen. Auch die gestreiften Hufe bei dunklem Kronenrand werden so verursacht. Diese Merkmale werden auch als Kriterium für die reguläre Eintragung der Pferde herangezogen. Die Muster der Tigerzeichnung sind: Schabracktiger / engl. Blanket with spots: Weiße Decke über Rücken und Hüften mit dunklen Flecken. Schabracktiger / engl. Blanket without spots: Weiße Decke über Rücken und Hüften ohne dunkle Flecken. Schneeflocke / engl. snowflake. Der snowflake ist Teil der Roan Zeichnung des Tigerschecken. Roan / (Varnish) Roan: Frost: Dunkle Grundfarbe mit vereinzelten weißen Haaren. Leopard / Volltiger Near Leopard Few Spot / Weißgeborener Snowcap Die Tigerschecken können im Laufe ihres Lebens einen starken Farbwechsel durchlaufen, d.h. die Grundfarbe kann aufhellen, also mit weißen Haaren vermehrt durchsetzt werden ("aufroanen") oder sie bekommen weiße Flecken. Die Farbe eines Pferdes kann sich im Laufe der Zeit mehr oder weniger stark verändern. Alle Basisfarben sind zugelassen mit Ausnahme der Plattenschecken (Merkmal der Paint Horses = unerwünscht) und des Schimmels. Der Schimmel hat die Eigenschaft, die Zeichnung des Appaloosa zu überdecken und zu reinem Weiß zu vernichten. Früher wurden Schimmel eingekreuzt, jedoch ist heute die Schimmelfarbe ausgeschlossen. Die Zucht des Appaloosa Horses ist zwar eine Farbzucht, die aber mindestens ebenso viel Wert auf eine Korrektheit des Gebäudes und Interieur des Pferdes legt. Interieur Der Appaloosa verfügt über Ausdauer und Leistungsbereitschaft. Doch vor allem qualifiziert ihn seine Ruhe und Gelassenheit zum besonders liebenswerten Freizeitpferd. Als Vertreter der Westernpferde besitzt der Appaloosa manchmal auch einen ausgeprägten Cow Sense, der ihn für den Einsatz bei den Rinderdisziplinen in der Western-Turnierszene befähigt. Durch Einkreuzen von Quarter Horses hat man diese Eigenschaft verstärkt. Zuchtgeschichte Durch Abbildungen ist bekannt, dass getupfte Pferde schon seit langer Zeit in der Alten Welt bekannt waren. Es ist davon auszugehen, dass diese Pferde durch die spanischen Eroberer in die Neue Welt gelangten, wo sie durch Verwilderung ihre Spuren bei den Mustangs Nordamerikas hinterließen. Im Palouse-Tal in Idaho lebte der friedliebende Indianerstamm der Nez Percé, der als einziger dafür bekannt ist, eine systematische Pferdezucht betrieben zu haben. Abgeleitet von dem Zuchtgebiet, erhielt der Appaloosa auch seinen Namen. In einer legendären Flucht versuchten die Nez Percé der Vernichtung durch den weißen Mann zu entkommen, was jedoch letztendlich scheiterte. Auf diesem Treck verlor ein Großteil der Pferde ihr Leben, sodass nur noch eine kleine Population aufrechterhalten werden konnte. Aus diesen kleinen Beständen entwickelte man ab 1938 eine Zuchtpopulation, die am Ende des 20. Jahrhunderts auf über 500.000 Tiere angewachsen war. Die Rasse zählt nach dem Quarter Horse und dem Paint Horse zu den beliebtesten Pferden Nordamerikas und hat seine Popularität auch über die Grenzen zurück in die Alte Welt ausgedehnt. Im Jahr 1975 kamen die ersten Pferde dieser Rasse nach Deutschland. Ihre Spur verlor sich, da es nur vereinzelte Pferde waren, die man nicht richtig einordnen konnte. 1978 fasste eine kleine Gruppe von Bewunderern reinrassiger Appaloosa-Pferde den Entschluss zur Vereinsgründung des Appaloosa-Pferdestammbuch Deutschland e.V., der sich zur Aufgabe machte : die in der Bundesrepublik vorhandenen Appaloosa-Pferde zu erfassen, Appaloosa-Freunde und -Züchter zu informieren und ihre Interessen zu vertreten, die Appaloosa-Rasse bekannt zu machen, eine möglichst baldige Anerkennung eines eigenständigen Zuchtverbandes in Deutschland zu erlangen. 1994 wurde der Appaloosa Horse Club Germany gegründet, der diese Rasse heute in Deutschland betreut. Die Verwaltung des Zuchtbuches in Nordamerika liegt in den Händen des Appaloosa Horse Clubs mit Sitz in Moscow/Idaho, wo auch ein Informationszentrum von beeindruckendem Ausmaß entstanden ist. In den Niederlanden gibt es mit dem Nederland Appaloosa weiterhin eine Farbzucht, die auf Einkreuzung von Appaloosas basiert. |
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| American Standardbred |
| Das American Standardbred oder Amerikanischer Traber ist eine US-amerikanische Pferderasse und stellt heute leistungsmäßig die bedeutendste Traberrasse weltweit dar. Ursprung: USA Hauptzuchtgebiet: Osten der USA speziell Kentucky, Kanada Verbreitung: weltweit Stockmaß: 150 - 165 cm Farben: meist Braune, Füchse und Rappen Haupteinsatzgebiet: Pferderennen, Freizeitreiten, Gangpferd Exterieur Das Standardbred ist ein leistungsorientiertes Trabrennpferd. Die Rasse ist nicht sehr einheitlich, da eher auf Leistung als auf Schönheit gezüchtet wird. Das Stockmaß schwankt zwischen 1,45m bis 1,75m, wobei die meisten Pferde im Bereich zwischen 1,50m und 1,60m liegen. Die Typvielfalt ist ebenfalls beträchtlich. Die Kruppe ist ausgeprägt muskulös, schräg und lang und häufig überbaut. Die Beine des Standardbred sind trocken und hart mit guten Hufen. Die gerade Hinterhand unterstützt die Veranlagung zu beeindruckenden Trabtritten mit einem Höchstmaß an Schubkraft. Da der American Standardbred für Trab- und Passrennen gezüchtet wird, liegt der Schwerpunkt auf dem Renntrab mit langer Schwebephase beziehungsweise extrem förderndem Pass und in jedem Fall einem enormen Schub aus der Hinterhand. Der Schritt ist sehr raumgreifend, der Galopp, wie bei anderen Gangpferderassen, je nach Gangveranlagung manchmal zum Vierschlag tendierend. Interieur Als typische Rennpferde sind sie ausdauernd, schnell, mutig und sehr nervenstark. Im Gegensatz zum französischen und russischen Traber, ist der amerikanische frühreif. Das heißt, er ist bereits als Zwei- und Dreijähriger auf der Rennbahn zu sehen, was natürlich die Investitionen der Züchter bis zum ersten Renneinsatz beträchtlich senkt. Aus Sicht der Tierschützer ist es jedoch als sehr fragwürdig einzustufen. Zuchtgeschichte Die Rasse des American Standardbred wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts ausschließlich für Trab- und Passrennen gezüchtet. Sie wurde 1879 offiziell durch die Verabschiedung eines Regelwerkes der amerikanischen Züchterschaft gegründet. In der Zeit, als das Stutbuch eröffnet wurde, 1871, mussten die Zuchtpferde einen bestimmten Geschwindigkeitsstandard erreichen um eingetragen zu werden. Diese Praxis begründete den Namen der Rasse. Zu dieser Zeit lag der Standard für Traber bei 2:30 Minuten für die Meile und für Pacer bei 2:25 Minuten. Der züchterische Ursprung der Rasse lässt sich jedoch weiter zurückverfolgen. Die Ursprünge gehen zurück auf die Kolonisten, die Neu England im 16.Jahrhunderts besiedelten und ihre englischen und holländischen Pferde mitbrachten. Auch spanische Einflüsse werden vermutet, was mehr als wahrscheinlich ist, da spanische Pferde zu dieser Zeit sehr in Mode waren und praktisch die Pferdezucht ganz Europas beeinflussten. Das Resultat dieser Kreuzung, der harten Umweltbedingungen und der hohen Anforderungen an die Pferde war ein kompaktes, starkes und langlebiges Reitpferd, das in der Lage war, für seinen Reiter bequem, lange Distanzen zu bewältigen. Ihre Gänge werden in historischen Quellen als "pace" beschrieben. Aber die Tatsache, daß die Gänge, als sehr bequem beschrieben werden, lassen eher vermuten, dass sie einen gebrochenen Pass oder irgend eine andere Viertaktvariante gingen. Sicher war die vorhandenen Gangvariationen nicht besonders verschieden von denen, die die amerikanische Gangpferdepopulation heute zeigt. Mit dem Unterschied, daß die verschiedenen Gangvarianten noch nicht zur Trennung in verschiedene Zuchten führten. Und alles Mögliche, von dem was die Amerikaner heute "soft saddle gaits" nennen in der Population vorhanden war. Viele dieser, selten über 1,40m großen Pferde, wurden auch in Kanada gezüchtet und nach Süden verkauft. Seit 1636 etablierte sich Rhode Island schnell als die Pferdehauptstadt Neu Englands und die besten Pacer wurden hier gekauft, verkauft und gezüchtet. Rennen wurden bald populär und die Zucht schneller Pferde ein einträgliches Geschäft. Mit der Zeit wurden diese Pferde die populärsten Reit- und Zugpferde der Kolonien. Nicht besonders schön, waren sie trittsicher, verlässlich, schnell und komfortabel. Ihren Namen bekamen diese Pferde von der Gegend in der das Zentrum ihrer Zucht lag, der Narragansett Bay, Narragansett Pacer Für über 150 Jahre waren diese Pferde in den Kolonien das Reitpferd der Wahl. Bald nach der amerikanischen Revolution, kam es durch die vermehrte Einfuhr englischer Vollblüter zusammen mit neuen Ideen in der Tierzucht, zu einem gewaltigen Umbruch und Aufschwung in der amerikanischen Pferdezucht. Im Jahre 1788, wurde der englische Vollbluthengst Messenger, dessen Vater Mambrino, ein Star der populären Galopprennen über 4 Meilen war, nach Philadelphia importiert. Dort löste er eine Revolution in der Pferdezucht aus. Aus der Kombination Naragansett Pacer und Vollblut gingen nicht nur die Standardbreds,sondern auch die Saddlebreds, die Tennessee Walker, die Morgans und andere Rassen hervor. Zu Beginn der Zucht waren die Zuchten noch keineswegs voneinander getrennt, und so findet man viele Pferde im Pedigree mehrerer Rassen. Verpaart mit den widerstandsfähigen, starken, kleinen Pferden der ehemaligen Kolonien, brachte Messenger, Nachkommen mit großartiger Aktion, Schnelligkeit und Ausdauer im Trab. Der Vollbluteinfluß brachte zugleich mehr Größe, Anmut und Eleganz in die Zucht. 1849 markierte die Geburt seines Urenkels, Hambletonian, den Beginn einer neuen Rasse. |
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| American Saddlebred |
| Das American Saddlebred, oder American Saddle Horse, (früher auch Kentucky Saddler genannt), ist ein Gangpferd und in den USA das berühmteste Showpferd. Ursprünglich als praktischer Allrounder gedacht, wird es heute hauptsächlich für Shows gezüchtet, dabei wird sehr viel Wert auf die Brillanz der Darstellung gelegt. Ursprung: USA Hauptzuchtgebiet: USA, Kanada, Südafrika Verbreitung: Hauptsächlich in den Zuchtgebieten Stockmaß: 151 - 163 cm Farben: meist Füchse und Braune Haupteinsatzgebiet: Fahr-, Reit- und Showpferd Exterieur Das American Saddlebred ist ein Pferd in elegantem Typ mit exotischer Ausstrahlung. Der mittelgroße, trockene Kopf trägt kleine, sichelförmige Ohren und feurige Augen. Der Hals ist extrem hoch aufgesetzt, lang und weist eine starke Aufrichtung aus. Die Schulter ist steil, die Brust breit. Der Widerrist ist gut ausgeprägt und sollte höher liegen als die Kruppe. Der Rücken ist kräftig und geht in eine gerade, kurze Kruppe über. Der lange, hoch angesetzte Schweif wird durch einen operativen Eingriff dem Zuchtideal angepasst. Um eine besonders akkurate Schweifhaltung zu erzeugen werden den Show-Saddlern die Muskeln an der Unterseite der Schweifrübe durchtrennt, was bewirkt dass das Pferd seinen Schweif besonders hoch trägt. Um ein erneutes Zusammenwachsen der durchtrennten Muskeln zu verhindern, wird dem Pferd im Stall eine Art Manschette um die Schweifrübe geschnallt. Das Fundament ist leicht mit knappen und runden Gelenken, so wie langen Fesseln. Saddler sind allgemein für ihre etwas arrogante Körperhaltung bekannt, insbesondere der stets sehr hoch getragene Kopf ist dafür ausschlaggebend. Saddler sind auch für ihre besonders hohe,spektakuläre Beinaktion bekannt, die auch durch die häufig sehr langen Hufe verstärkt wird. Zuchtgeschichte Die Rasse ist auf die importierten Reit- und Fahrpferde der frühen amerikanischen Siedler zurückzuführen, die diese durch systematische Veredelung weiterentwickelten. Durch die Einbringung von, im 16. Jahrhundert durch die Engländer eingeführten, passgehenden Mehrzweckpferde (Hobbys, Galloways), entstanden die ersten Anlagen für die Gänge. Später wurde das American Saddlebred mit Narragansett Pacer und Canadian Pacer mit Veredelungen durch Vollblut und Morgan-Blut ergänzt, wobei die natürliche Veranlagung für verschiedenste Gangarten von Narragansett Pacer und Canadian Pacer (Fünfgänger mit hoher Knieaktion) sich als hilfreich erwies, insbesondere bei Gängen wie 4-Takt-Tölt, Slow Gait und Rack. Durch strenge Auslese auf bequeme Gänge und Ausdauer wurde so in den Kolonien Kentucky und Virginia ein ideales Reitpferd gezogen, das auch für leichte landwirtschaftliche Arbeiten oder vor dem Wagen eingesetzt werden kann. Die wichtigsten Blutlinien entstanden durch die Hengste Tom Hale (geb. 1810, Narragansett Pacer) und Gaines Denmark (geb. 1851, Englisches Vollblut). Durch den Einsatz des Vollblutes entwickelte sich der vielseitige Kentucky Saddler zu einem bewegungsfreudigen und eleganten Reitpferd. |
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| American Quarter Horse |
| Das American Quarter Horse (auch Quarter Horse) ist mit über 4,6 Millionen registrierten Pferden die zahlenmäßig größte Pferderasse der Welt. Ursprung: USA, 18. Jahrhundert Hauptzuchtgebiet: USA Verbreitung: weltweit verbreitet Stockmaß: 142–160 cm Farben: alle Farben außer Schecken Haupteinsatzgebiet: Westernreiten Interieur Intelligentes, sehr freundliches Wesen, sensibel, aber überaus nervenstark, leicht trainierbar, lernfähig und muskulös. Exterieur Kurzer edler Keilkopf mit kleinem Maul, kleinen beweglichen Ohren und großen Augen, ausgeprägte Ganaschen- und Stirnmuskeln, breite Stirn; mittellanger Hals mit kurzer Oberlinie und langer Unterlinie, leicht im Genick mit ausreichender Ganaschenfreiheit, im Rechteckformat stehend mit guter Sattellage; ausgeprägte schräge Schulter, gut ausgeprägter Widerrist, mittellanger Rücken mit kräftiger Lendenpartie, lange, schräge, gut bemuskelte Kruppe mit tief angesetztem Schweif, viel Gurttiefe, kräftige Brust mit guter Bemuskelung; Fundament korrekt und zum Pferd passend, kurze Röhrbeine, ausgeprägte Gelenke, harte mittelgroße Hufe, gut bemuskelter Unterarm und Schenkel. Aktuell werden zwei verschiedene Typen der Quarter Horse gezüchtet. Der eine Typ immer noch kompakt und flexibel. Dieses Pferd wird für Reining und Cutting Disziplinen eingesetzt. Der zweite Typ ist groß, schmal und lang. Geeignet für Pleasure,Horsemanship und Hunter Disziplinen. Fellfarben der Pferde Alle Farben kommen vor, seit 2004 können auch cremello geborene Quarter Horses bei der American Quarter Horse Association registriert werden, vorausgesetzt beide Elternteile sind registrierte Quarter Horses, nachgewiesen durch eine [Genotyp]isierung beider Eltern und des Fohlens. Ist ein Elternteil ein Paint Horse, so kann das Fohlen nur bei der American Paint Horse Association als Paint Horse registriert werden. Ausgedehnte Abzeichen gelten jedoch nach wie vor als unerwünscht und nicht charakteristisch für die Rasse. Besonders typisch ist die Fellzeichnung „Buckskin“. Der Begriff kommt aus dem amerikanischen und bedeutet soviel wie „Falbe“. Diese Bezeichnung hat sich in der Zucht des Quarter Horses etabliert. Auf den ersten Blick sind diese Pferde schlicht sandfarbend. Sie weisen jedoch eine Menge unterschiedlicher Schattierungen und Abzeichen auf. Die Farbvarianten reichen von gelb oder gold mit schwarzen Abzeichen. Die Farbe "grullo" (duneklbeige) weist ein Aalstrich und teilweise auch Zebrastreifen und Schattierungen auf. Weiße Abzeichen sind ungern gesehen und sind nur unterhalb des Karpal- bzw. Sprunggelenkes erlaubt. Die vorherrschende Farbe ist sorrel (fuchs, 30 %). Häufig sind auch die Farben bay (braun, 20 %) und chestnut (schweißfuchs, 10 %) sowie seltener Rappen und grey. Die AQHA kennt 17 verschiedene Fellfarben (übersetzt aus: Reference Chart Color & Markings der AQHA): 1. Sorrel (Fuchs): Rötliches oder Kupferrotes Fell. Mähne und Schweif sind normalerweise in derselben Farbe, können aber auch flachsblond sein. Aalstriche sind möglich. 2. Black (Rappe): Schwarzes Fell ohne helle Stellen, sowie schwarze Mähne und Schweif. 3. Bay (Braun): Fellfarbe von braun über rot bis hin zu rötlich-braun. Mähne, Schweif und Unterschenkel sind schwarz. Aalstriche sind möglich. 4. Brown: Braunes oder schwarzes Fell mit hellen Stellen an Maul, Auge, Flanke und an der Innenseite der Oberschenkel. Mähne, Schweif und Hüfte sind schwarz. 5. Blue Roan: Das Fell besteht aus einer mehr oder weniger einheitliche Mischung von weißen und schwarzen Haaren (Stichelhaar). Wobei Kopf und Unterschenkel dunkel sind. Es können einige rote Haare in der Mischung enthalten sein. 6. Grullo: Das Fell ist rauchgrau oder mausfarben (kein Stichelhaar bzw. eine Mischung von weißen und schwarzen Haaren wie beim Blue Roan, sondern jedes einzelne Haar ist grau). Mähne, Schweif und Unterschenkel sind schwarz. Normalerweise mit Aalstrich. 7. Bay Roan (Braun mit Stichelhaar): Das Fell besteht aus einer mehr oder weniger einheitlichen Mischung von weißen und roten Haaren (Stichelhaar) auf dem Großteil des Körpers. Der Kopf ist dunkler, normalerweise rot, kann aber auch einige schwarze Stichelhaare haben. Mähne, Schweif und Unterschenkel sind schwarz. 8. Red Roan (Fuchs mit Stichelhaar): Das Fell besteht aus einer mehr oder weniger einheitliche Mischung von weißen und roten Haaren (Stichelhaar). Wobei Kopf und Unterschenkel rot sind. Mähne und/oder Schweif sind rot oder flachsfarben. 9. Chestnut (Schweißfuchs): Die Fellfarbe ist dunkelrot oder rotbraun. Mähne und Schweif sind normalerweise ebenfalls dunkelrot oder rotbraun, können aber auch flachsfarben sein. Mähne und Schweif können schwarz sein, aber die Unterschenkel sind rot. Aalstriche sind möglich. 10.Red Dun (Fuchsfalbe): Ein Dun mit gelber Farbe oder Fleischfarben. Mähne und Schweif sind rot, rötlich , flachsfarben, weiß oder gemischt. Der Aalstrich ist rot oder rötlich. Normalerweise mit roten/rötlichen Zebrastreifen an den Beinen oder Querstreifen über dem Widerrist. 11.Dun (Falbe): Gelbliches bis goldenes Fell mit schwarzer oder brauner Mähne und Schweif und Aalstrich. Normalerweise auch mit Zebrastreifen an den Beinen oder Querstreifen über dem Widerrist. 12.Palomino (Isabell): Die Fellfarbe ist gold-gelb. Mähne und Schweif sind weiß. Ohne Aalstrich. 13.Gray (Schimmel): Eine Mischung von weißen und andersfarbigen Haaren. Bei der Geburt sind die Fohlen oft einfarbig oder zumindest fast einfarbig und werden mit dem Alter immer heller bis sie weiß sind. Aalstriche sind möglich. 14.Buckskin: Gelbliches bis goldenes Fell mit schwarzer Mähne, Schweif und Unterschenkel. Ohne Aalstrich. 15.Cremello (Weißisabell): Das Fell ist weiß oder leicht cremefarben. Mähne und Schweif sind ebenfalls weiß. Die Haut ist am ganzen Körper rosa bis blassrosa. Die Augen sind blau. 16.White: Weißes Fell auf rosa Haut. Die Augen sind dunkel. Kleine dunkle Flecken können auf der Haut sein, sind aber normalerweise nicht begleitet von farbigem Haar. Manche "white"-Pferde können geflemmt sein, d.h. sie haben an manchen Stellen farbige Flecken, normalerweise vermischt mit weißen Haaren. 17.Perlino: Weiße oder leicht cremefarbenes Fell. Mähne und Schweif haben meist einen dunkleren Farbton - blass-kupferrot oder -orange. Die Haut ist am gesamten Körper rosa bis blassrosa. Die Augen sind blau. Zuchtgeschichte Pferde waren auf dem amerikanischen Kontinent ausgestorben, bevor die Konquistadoren sie wieder importierten. Die Spanier und Portugiesen brachten Araber, Berber und andalusische Pferde ins heutige Mexiko. Mit den großen Siedlerströmen im 17. und 18. Jahrhundert trafen auch deren typische Pferderassen ein: Irische Ponys, englische Vollblüter, aber auch Percherons und andere. Aus der Kombination dieser Rassen und den Abkömmlingen der spanischen Pferde entstand das American Quarter Horse, eine in Typ und Charakter unverwechselbare Pferderasse. Der Name leitet sich von den Quarter Mile Races ab, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts in den Städten der Südstaaten populär waren. Dabei handelte es sich um Rennen, bei denen einfach die Hauptstraße über eine etwa 440 yards (ca. 400 m) lange Strecke abgesperrt wurde und zwei Pferde gegeneinander antraten (Match Race). Bei der Eroberung des Westens spielte das American Quarter Horse eine wesentliche Rolle. Nur die härtesten und leistungsfähigsten Tiere bestanden im täglichen Kampf ums Überleben. Sie waren unerlässliche Partner der Cowboys, zogen aber auch den Pflug des Farmers oder am Sonntag die Kutsche zur Kirche, um anschließend ausgespannt zu werden und ein Rennen zu laufen. Diese Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit wurde zu einem wesentlichen Merkmal, das die Rasse bis heute beibehalten hat. Das klassische, muskulöse aber schnelle und wendige Quarter Horse wird heute als "stock type" bezeichnet. Seine spätere Spezialisierung hat zu mehr oder weniger deutlich davon abweichenden Typen geführt. Sie werden nach den entsprechenden Turnierdisziplinen des Westernreitens benannt. Der "Halter"-Typ ist gewissermaßen der Bodybuilder unter den Quarter-Horses, die ohnehin ausgeprägte Bemuskelung wird hier extrem. "Pleasure"-Pferde sind leichter, tendieren vom Typ her gelegentlich einen Tick Richtung Araber (Kopf). Rein auf Leistung und weniger auf Aussehen gezüchtet sind die Pferde für die Rinderarbeit, deren "Cow Sense" ihnen ermöglicht, nahezu selbständig mit Rindern zu arbeiten und "Reining"-Pferde, die relativ klein und leicht und dadurch extrem wendig sind. Eine spezielle Linie stellen die Renn-Quarter dar: noch heute sind die Rennen über Kurzstrecken die höchstdotierten in den USA. Hier wurde sehr stark Vollblut eingekreuzt, die einzige Einkreuzung, die auch heute noch erlaubt ist. Tiere aus solchen Kreuzungen werden in ein sogenanntes Appendix-Register des Zuchtbuchs eingetragen und können sich durch Turnier- oder Rennerfolge vollständige AQHA-Papiere verdienen. Literatur Hardy Oelke: Das Quarter Horse. ISBN 3-89118-030-6 |
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| Cream-Gen des Pferdes |
| Als Cream-Gen (Cr) bezeichnet man ein Gen, das eine Aufhellung des Felles beim Pferd bewirkt und deshalb als Dilute-Gen geführt wird. Genetik: Okolucutaner Albinismus Typ 4 Die Abwesenheit des Cream-Genes (auch Creme-Gen) bezeichnet man mit einem kleinen cr. Es handelt sich um eine Mutation des MATP-Gens und entspricht deshalb dem Oculocutanen Albinismus Typ 4 (OCA4) des Menschen. Das Gen befindet sich auf Chromosom 21 des Pferdes. Dieses Gen hellt sowohl rote als auch schwarze Farbpigmente auf und kann somit alle Basisfarben des Felles verändern. Es werden dabei sowohl das Kurzhaar als auch das Langhaar unterschiedlich stark silbern bis weiß aufgehellt. Dieser Effekt ist bei der roten Basisfärbung des Fuchses stärker als bei einem schwarzen Fell. Außerdem hat das Cream-Gen Einfluss auf die Augenfarbe des jeweiligen Pferdes. Das Cream-Gen vererbt sich nicht wie Albinismus dominant-rezessiv, sondern intermediär, was man auch unvollständig dominant nennt, weil es nicht durch andere vererbte Merkmale überdeckt werden kann, sondern sich immer auch äußerlich sichtbar auswirkt. Ohne Cream-Gen findet keine Aufhellung der Grundfarbe statt. Das absolute Nichtvorhandensein des Cream-Gens wird durch zwei kleine crcr gekennzeichnet. Wird nur ein betroffenes Gen vererbt, so ist die dadurch hervorgerufene Aufhellung nur mäßig, man kennzeichnet das durch ein großes und ein kleines Crcr. Bei zwei vererbten Cream-Genen hingegen, als CrCr gekennzeichnet, kann das Pferd fast weiß aussehen. Es hat immer blaue Augen und kann darum beinahe wie ein Albino wirken. Ein Cremello ist also ein doppelt aufgehellter Fuchs der mit Füchsen ohne Cream-Gen nur Palominofohlen produziert. Ein Perlino nennt man einen doppelt aufgehellten Braunen, der mit Braunen ohne Cream-Gen ausschließlich falbfarbene Fohlen hervorbringt. Oculocutaner Albinismus Typ 1, bei dem keine Restfunktion der Tyrosinase erhalten ist, tritt bei Pferden nicht auf. Deshalb wird vermutet, dass diese Mutation lethal (tödlich) wäre. Grundlegende Farbveränderungen durch das Cream-Gen Die Intensität und Tönung der Aufhellungen sowie die Augenfarbe können individuell von Pferd zu Pferd deutlich variieren. In erster Linie hängen sie jedoch von der grundlegenden Ausgangsfarbe und davon ab, ob nur ein oder zwei Cream-Gene vererbt werden. In der folgenden Tabelle werden jeweils von oben nach unten die Effekte der Fellaufhellung und die Auswirkungen auf die Augenfarbe der Tiere aufgeführt, ausgehend von der zuoberst genannten Grundfarbe, dann bei der jeweiligen Grundfarbe mit einem vererbten Cream-Gen und schließlich mit zwei vererbten Cream-Genen: Aufhellung beim Fuchs Fuchs crcr rotes Fell rotes oder helleres Langhaar braune Augen Palomino oder Isabell Crcr gelbliches Fell cremefarbene oder weiße Mähne hellbraune Augen Weißisabell oder Cremello CrCr weißliches Fell schneeweiße Mähne blaue Augen Fuchs mit einem Cream-Gen: Isabell, Goldisabell oder Palomino Die durch ein Cream-Gen erfolgte Aufhellung des Fuchses, Isabell im Unterschied zum Weißisabell oder Cremello auch Goldisabell, wird international auch als Palomino bezeichnet. Zur Namensherkunft siehe Isabellfarbe. Füchse mit diesem Gen können als nahezu weiße Fohlen geboren werden, die aber später noch ein wenig nachdunkeln. Sie können aber auch alle Schattierungen von einer sehr hellen Sandfarbe bis hin zu fast schwarzen Tieren mit hellerer Mähne annehmen. Rassen Insbesondere in den USA werden Palomino-Pferde traditionell gezüchtet und dort als Rasse deklariert, obgleich es sich genetisch betrachtet um keine eigenständige Rasse handelt. In der Regel (ca. 97 %) werden für diese Züchtungen American Quarter Horses verwendet, sowie andere Pferde, die dem sogenannten Stock Type entsprechen, also Westernpferde des alten, schweren Typs. In Großbritannien gibt es hingegen eine Palomino-Zucht-Tradition der British Palomino Society, die auf den britischen Ponyrassen sowie Warmblut-Pferden, englisch Hunter, basiert. Bei dem American Cream Draft handelt sich es um eine Kaltblutrasse, bei der die Palominofarbe Zuchtziel ist. Beim Kinsky-Pferd sind Isabellen und erdfarbene Pferde Zuchtziel. Verwechslungsmöglichkeiten Dunklere Palominos können genauso oder sehr ähnlich aussehen wie Füchse mit Flaxen oder wie Braunwindfarbene Pferde. Classic Champagne: Pferde dieser Farbe unterscheiden sich durch die rosa Haut mit dunklen Punkten von den helleren Palominos. Durch Pearl aufgehellte Füchse unterscheiden sich von Isabellen dadurch, daß ihr Langhaar dieselbe Farbe hat wie das restliche Fell. Mythologie, Religion, Folklore Im alten Griechenland galten helle Pferde mit weißer Mähne als heilig. Ob es sich dabei um Isabellen oder Fuchsfalben mit Flaxen gehandelt hat, ist unbekannt und kann wahrscheinlich jetzt auch nicht mehr herausgefunden werden. Aufhellung beim Braunen Brauner crcr rotes, braunes Fell schwarzes Langhaar braune Augen Buckskin, Erdfarben Crcr gelbliches Fell schwarze Mähne braune oder hellbraune Augen Perlino CrCr weißliches Fell weiße Mähne blaue Augen Buckskin/Erdfarben Die Farbe von genetisch erdfarbenen Pferden variiert von einer hellen Falbfarbe, die man leicht mit der eines echten Falben verwechseln kann, bis hin zu einer Fellfarbe, die nicht von der eines echten Braunen zu unterscheiden ist. Schweif, Mähne und Beine sind gewöhnlich schwarz. Die Wildfarbigkeitsabzeichen, die man von echten Falben kennt (Aalstrich, Schulterkreuz, Zebrastreifen an den Beinen) fehlen üblicherweise. Verwechslungsmöglichkeiten Dunkle Erdfarbene sehen oft wie normale Braune aus. Der Falbe unterscheidet sich durch seine zweifarbige Mähne Aufhellung des Braunen durch Pearl Amber Champagne: Pferde dieser Farbe unterscheiden sich durch die einfarbig schokoladenbraune Mähne und Schweif und die rosa Haut mit dunklen Punkten vom Erdfarbenen. Aufhellung beim Rappen Rappe crcr schwarzes Fell schwarzes Langhaar braune Augen Leuchtrappe, Erdbraun, Smoky Black Crcr graues Fell graue Mähne braune oder hellbraune Augen Smoky Cream CrCr weißliches Fell weiße Mähne blaue Augen Leuchtrappe, Erdbraun, Smoky Black Die Farbe des einfach durch das Cream-Gen aufgehellten Rappen kann sehr stark variieren. Die dunkleren Varianten können wie helle Rappen wirken und nur durch ihre helleren Augen auffallen, hellere Tiere erscheinen wie Dunkelfüchse. Doppeltes Cream Gen: Weißisabell, Cremello, Perlino, Smoky Cream Durch ein doppeltes Cream-Gen aufgehellte Pferde erscheinen nahezu weiß mit rosa Haut. Sie sind jedoch nicht absolut weiß, sondern ihr Weiß hat beim Weißisabell (Cremello) einen leicht goldenen Schimmer und beim Smoky Cream einen leicht grauen Anflug. Die Augen sind blau. Wenn die Augen durch eine Form des Albinismus (hier OCA4, MATP-Gen) so weit aufgehellt sind, ist davon auszugehen, dass die betroffenen Tiere deutlich schlechter sehen können als ihre normalfarbigen Artgenossen und durch helles Sonnenlicht stärker geblendet werden. Diese Behinderung scheint sich aber so weit in Grenzen zu halten, dass sie von Menschen nicht am Verhalten des Pferdes erkannt wird. American Creme Horse Das American Creme Horse entstand 1937 in Nebraska in den USA dank der Bemühungen von Caleb und Hudson Thompson. Als Stammvater wählte man einen Hengst namens Old King. Old King war eine Kreuzung zwischen Araber und Morgan Horse und ein weißgeborenes Pferd. Da der Hengst Old King seine seltene Farbe gut weitervererbte, kamen die Thompsons auf die Idee, eine Rasse von "weißgeborenen" Pferden zu entwickeln. Allerdings handelt es sich beim American Cream Horse nicht um eine Rasse im eigentlichen Sinn; das Exterieur variiert bis heute sehr stark, und es sind unterschiedlich starke Einflüsse von Arabischem Vollblut, Quarter Horse, Morgan Horse und Englischem Vollblut bei den einzelnen Pferden zu erkennen. Die Augen sind meist hellblau, was man Fischauge nennt, oder hellbraun, selten auch dunkelbraun. Die Gänge sind oft flach und weich. Das American Creme Horse gilt als intelligent und lernwillig und wird daher häufig im Zirkus, auf Shows oder bei Paraden verwendet. Sein angenehmes Temperament macht es zu einem geeigneten Freizeitpferd. Früher waren solche weißgeborenen Pferde bei Königen und Fürsten beliebt. Verwechslungsmöglichkeiten Ältere Schimmel haben oft völlig weißes Fell, sind aber an ihrer dunklen Haut zu erkennen. Pferde mit dominant weißer Farbe haben völlig weißes Fell, rosa Haut und hellbraune Augen. Maximale Schecken sehen aus wie dominant weiße Pferde, können jedoch unterschiedliche Augenfarben (auch blau) haben. Doppelt durch Champagne aufgehellt Die rosa Haut hat dunkle Punkte, das fast weiße Fell beim doppelt aufgehellten Fuchs einen goldenen Schimmer. Literatur Sydney D. Markman: Horse in Greek Art. Biblo & Tannen Booksellers & Publishers Incorporated (Juni 1969) ISBN 978-0819602473 S. Adalsteinsson: A new interpretation of the inheritance of the horse colors dun and Isabella in a Russian stud during the period 1854–1894. The Journal of Heredity 1978:69(6):426-428. |
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| American Creme Horse |
| Siehe Cream-Gen des Pferdes |
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| American Bashkir Curly Horse |
| Das American Bashkir Curly Horse ist nicht die gleiche Rasse wie der gelockte Bashkir aus den Steppen des Schwarzen und Kaspischen Meeres, auch wenn der Name Bashkir in seinem Rassenamen enthalten ist. Ursprung: USA, Nevada Hauptzuchtgebiet: USA, Kanada Verbreitung: Nordamerika, Europa, Kanada Stockmaß: 140–165 cm Farben: alle Geschichte Curly Horses wurden in Amerika erst um die Wende zum 20. Jahrhundert in den wilden Mustang-Herden im Osten Nevadas durch weisse Männer entdeckt,. Die Sioux- und die Crow-Indianer besaßen bereits um das Jahr 1800 Curly Horses. Wir wissen nicht, ob eine irgendwie geartete Verbindung zwischen diesen beiden Curly-Horse-Arten bestand. Tatsächlich wurden "lockig behaarte Pferde" zu verschiedener Zeit an mehreren Orten weltweit gefunden. Beispielsweise schreibt Charles Darwin von Curly Horses in Südamerika, und viele weitere Bilddokumente zeugen von solchen Pferden. Zur jetzigen Zeit ist nicht bekannt, ob diese Pferde überhaupt mit den in Amerika vorherrschenden Curly-Erbfaktoren verwandt sind. Zukünftige Forschung wird hoffentlich einiges Licht in diese Angelegenheit bringen. Die Dameles, eine Rancherfamilie aus Nevada, waren die ersten in den 1930er Jahren, welche die Curlies zusammen treiben und auf ihrer Ranch zum Einsatz brachten. Sie kreuzten die widerstandsfähigen, intelligenten Freiland-Curlies mit ihren Ranchpferden und mit einem arabischen Hengst, Nevada Red, und später mit einem Morgan-Hengst, Ruby Red King. Sie stellten fest, dass das Curly-Fell meist bei den gekreuzten Pferden erhalten blieb. Das beweist, dass die Curly-Gene bei diesen Pferden dominierten. Sie zeigten außerdem die anderen Curly-Charakteristika, welche sie auszeichneten: starker Knochenbau und kräftige, steinharte Hufe, ruhiges, intelligentes und leicht erziehbares Naturell, freundliches Wesen, strapazierfähige Konstitution und ausdauerndes Durchhaltevermögen, Leichtfuttrigkeit und Genügsamkeit ... Sie sind zufrieden und glücklich mit Gras, Heu und Wasser. Verwendung Die ursprünglichen Curlies wurden von den Weißen zu Rancharbeiten herangezogen. Die Ureinwohner Amerikas benutzten sie zur Büffeljagt. Es gibt Beweise dafür, dass die eingeborenen Curly-Besitzer ihre "Curly - Buffalo-Horses" regelrecht weihen ließen. In unserer Zeit werden Curlies im Sport eingesetzt; in der Dressur, beim Hindernisspringen, Gespannfahren und Westernreiten, sowie als Vergnügungspferde, besonders trittsicher im Gelände, Ranchpferde, Zugpferde, Ausdauerpferde und als exotisch aussehende Weideornamente. Durch gute Kreuzung konnten manche Charakteristika besonders herausgehoben werden. So sind beispielsweise ca. 10% der Curlies Foxtrotter. Der Sporttyp, Kaltbluttyp und besonders der Quarterhorsetyp (Westernpferd) sind die häufigsten Zuchtausrichtungen. Exterieur Curlies gibt es in einer Vielfalt von Größe und Gestalt und nahezu allen Färbungen. Die Winterlocken bei verschiedenen Arten können von samtweichem Aussehen übergehen zu "Marcelle-Wellen" oder dichten Ringellocken, bis hin zu "French-Knot" - Mikrolocken. Mähnen- und Stirnhaare variieren zwischen korkenzieherartig, Ringel- oder Filzlocken - bzw. Rastamähnen - ähnlich. Der Schweif weist Wellen oder Locken auf. Das Haar in ihren Ohren ist lockig, die Kötenzöpfe sind meist lang gelockt oder wellig, und die Augenwimpern sind nach oben gebogen bis manches Mal fast gekringelt. Diese Locken werden gewissermaßen als Gütesiegel der Züchtung betrachtet. Besonders auffällig ist der Geruch der Curly Horses. Sie haben nicht diesen typischen Pferdegeruch, sondern riechen nach reiner Wolle, ähnlich dem der Lammwolle. Da das Fell sehr talghaltig ist, verursacht auch das sauberste Curly Horse beim Streicheln Talgablagerungen an den Händen. Doch selbst bei durchgängig gelockten Vorfahren können Fohlen mit ungelocktem Fell und ohne die typischen „Gütesiegel“ geboren werden. Der Verlust der Locken ist aber offenbar die einzige genetische Abweichung, denn sie erhalten sich meist ihr hypoallergenes Fellkleid, sowie ihre unverwechselbaren Charaktereigenschaften. |
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| Paso Peruano |
| Der Paso Peruano oder Caballo de Paso ist eine Pferderasse aus Südamerika. Ursprung: Peru Hauptzuchtgebiet: Peru Verbreitung: Peru, USA, Europa Stockmaß: 142–155 cm Farben: alle, Schecken sind nicht zur Zucht zugelassen Haupteinsatzgebiet: Freizeitreiten Exterieur Trockener Kopf mit geradem bis konvexen Profil und kleinen Ohren; Genügend langer Hals mit natürlicher Aufrichtung und dichter u. langer Mähne; Zierliche, aber kräftige Beine; Tiefer Schweifansatz, lange Behosung und kleine, harte Hufe. Er kommt in allen Farben vor, jedoch werden Schecken nicht zur Zucht zugelassen. Füchse, Braune und Palominos sind am meisten vertreten. In seiner Heimat Peru wird der Paso Peruano hauptsächlich im Tölt, einem Viertakt, ausgebildet. In Europa ist neben dem Tölt auch der Schritt gefragt, einige Pferde zeigen auch Trab- oder Galoppansätze, die sich häufig weiter ausbilden lassen. Es gibt grundsätzlich zwei Varianten von Tölt: Paso Llano, ein klarer Viertakt, und Sobreandando, eine zum Pass neigende Variation. In Prüfungen ist nur der vollständig gebrochene Pass (Paso Llano) oder der stark gebrochene Pass (Sobreandando) erwünscht. Der Paso Peruano zeigt eine "Termino" genannte Besonderheit: Er bewegt die Vorderbeine in einer nach außen schwingenden Bewegung (nicht zu verwechseln mit dem hier bekannten und schädlichen Bügeln). Dieses führt dazu, dass der Schwung, welcher den Reiter werfen würde, verstrichen wird. Das Pferd lässt seinen Reiter ohne Erschütterung sitzen. Interieur Ein Paso Peruano gilt als intelligent, sensibel, feinfühlig, freundlich und stolz. Diese Eigenschaften vereint der Kenner unter dem Wort "Brio". Als besonders wichtig sehen die peruanischen Züchter auch Menschenbezogenheit an.Zudem sind Paso Peruanos sehr nervenstarke Pferde, die sich hervorragend als Gelände und Freizeitpferd eignen. Zuchtgeschichte Die Rasse stammt von iberischen und afrikanischen Pferden ab, die die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert mit nach Südamerika brachten und wegen der steinigen Wege und langen Strecken die sie auf den Pferden zurücklegten, auf einen komfortablen erschütterungsfreien Gang selektioniert und gezüchtet wurden. Um 1970 brachten europäische Züchter die Pferde erstmals nach Europa. Hauptsächlich findet man die Paso Peruanos in Deutschland, Österreich, Italien,den Benelux-Staaten und der Schweiz. Seit 1982 existiert eine europäische Paso Peruano Vereinigung. Sie trug bis 2004 den Namen Paso Peruano Vereinung Deutschland (PPV), heute heißt sie Paso Peruano Europa (PPE). Vorbelastung Bei Paso Peruanos kann die Krankheit Degenerative Suspensory Ligament Desmitis (DSLD) auftreten. |
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| Paso Fino |
| Paso Fino ist eine südamerikanische Gangpferd-Rasse. Paso Fino heißt übersetzt: "feiner Gang". Nach ihnen ist auch eine Pferdegangart benannt. Ursprung: Kolumbien, Puerto Rico, Hispaniola Hauptzuchtgebiet: USA, Kolumbien Verbreitung: vorwiegend im Zuchtgebiet Stockmaß: 138–152 cm Farben: alle Haupteinsatzgebiet: Reitpferd, Schau- und Freizeitpferd Exterieur erinnert stark an den Andalusier hat einen mittelgroßen, leicht gerammsten Kopf hoch aufgerichteten,herrlich geschwungenen Hals Schulter ist gut geschrägt Rücken ist kräftig und tragfähig sehr muskulöse, runde Kruppe kleine, harte Hufe Beine sind feingliederig, doch stark und stabil Zuchtgeschichte Der Paso Fino stammt ursprünglich aus Südamerika (Kolumbien, Puerto Rico). Pferde dieser Rasse werden in der USA, Dominikanischen Republik, in Puerto Rico und in Kolumbien gezogen. |
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| Mangalarga Marchador |
| Der Mangalarga Marchador ist eine südamerikanische Pferderasse. Ursprung: Brasilien Hauptzuchtgebiet: Brasilien Verbreitung: Stockmaß: 140–155 cm Farben: alle Haupteinsatzgebiet: Freizeitreiten Exterieur Ein kompaktes Pferd. Der Rücken ist kurz mit langer Kruppe; die Idealformel hierfür lautet: Hals, Rücken, Hüftknochen bis Sitzbein müssen dieselbe Länge haben. Die Schulter schräg, die Gelenke sind trocken. Es werden kräftige elastische Fesseln gefordert. Interieur Ein freundliches und sanftes Pferd, das auch für Reitanfänger geeignet ist. Die Pferde sind unkompliziert und in sich gefestigt. Zuchtgeschichte Als die Portugiesische Königsfamilie 1812 vor Napoleon flüchten musste, wurden auch Pferde mit nach Amerika genommen. Der Alter-Real-Hengst "Sublime" wurde mit einheimischen Stuten gekreuzt. Daraus entstanden Pferde mit einem sehr weichen Gang. Bei der weiteren Zucht dieser Pferde wurde dann systematisch auf diesen weichen Gang, die "Marcha", einer dem Tölt verwandten Gangart, gezüchtet. Ein Zuchtbuch gibt es seit 1949, dem zur Zeit etwa 6000 Züchter mit rund 100 000 Pferden angehören. |
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| Falabella |
| Als Falabella bezeichnet man eine südamerikanische (argentinische) Miniaturpferderasse. Ursprung: Argentinien Hauptzuchtgebiet: Argentinien Verbreitung: gering Stockmaß: bis 86 cm Farben: alle Haupteinsatzgebiet: Showpferd und Kutschpferd (für kleine Kutschen) Exterieur Statt 18 Rippen hat das Falabella lediglich 17 Rippen und wird in 13 statt der üblichen elf Monate ausgetragen. Aufgrund seiner geringen Größe – das kleinste war 1978 gerade 30,4 cm groß – kann es nicht geritten werden und wird üblicherweise nicht beschlagen. Interieur Das Falabella wird hauptsächlich als Schau- und Modepferd genutzt. In den USA hat man begonnen, einige dieser Tiere ähnlich Hunden zu Blindenpferden auszubilden. Diese Art der Nutzung ist sehr umstritten, da das Pferd als Fluchttier in Situationen, die ihm gefährlich erscheinen, zu Panikreaktionen neigen. Manche benutzen sie auch als Kutschpferd für kleinere Kutschen. Zuchtgeschichte Seinen Namen hat es der Familie Falabella zu verdanken, welche diese in der Nähe von Buenos Aires züchtete. Sie kreuzte kleine Shetlandponys mit kleinen Vollblutarabern. Die These, dass diese Rasse in einem abgeschnittenen Tal entdeckt wurde, demzufolge durch Inzucht entstand, ist auszuschließen, da anderenfalls erheblich mehr Inzestsymptome - ähnlich wie beim Assateague-Pony - zu finden wären. Aussehen Falabella-Ponys sind die kleinsten Pferde der Welt, sollten aber wie andere Rassen ein sehr korrektes, eher elegantes Exterieur besitzen. Der Kopf ist fein geschnitten und von mittlerer Größe mit geradem oder leichtem Hechtprofil. Die Ohren sind klein und beweglich. Fohlen besitzen meist eine stark gewölbte Stirn. Der gut angesetzte Hals darf nicht zu kurz sein; der Widerrist ist wenig ausgeprägt. Der kurze, gerade Rücken geht in eine schräge Kruppe über. Die Schultern sind mäßig steil. Die Beine sollten kräftig, aber schlank und nicht zu kurz sein; teilweise wirken sie im Verhältnis zum Körper jedoch etwas unterproportioniert. Die Miniponyrasse erreicht ein Stockmaß von maximal 76 Zentimetern; Fohlen messen teilweise unter 40 Zentimetern. Das Falabella wurde ausschließlich auf geringe Größe, nicht auf Farbe gezüchtet, sodass alle Farben zu finden sind, einschließlich Schecken und Tigerschecken. Seltene Farben sind jedoch sehr beliebt, vor allem bei Ponys, die auf Schauen vorgestellt werden sollen. Begehrt sind vor allem Falabellas in den Appaloosa-Farben Schabrack-, Schneeflocken- und Marmorbunt. Mähne und Schweif sind dicht und buschig. Herkunft und Haltung Ihren Namen erhielten die argentinischen Ponys nach der ersten Züchterfamilie aus der Nähe von Buenos Aires. Falabellas führen beinahe ausschließlich Shetland-Blut; die geringe Größe und das elegantere Erscheinungsbild wurden durch systematische Selektion erreicht. In geringem Maße wurde auch Englisches Vollblut zur Veredelung eingekreuzt.Fallabella-Ponys sind zu klein, um zur Arbeit verwendet werden zu können. Die größeren Exemplare sind jedoch durchaus in der Lage, im Zwei- oder Vierspänner leichte Kutschen mit bis zu zwei Erwachsenen zu ziehen. Zentral wird die Rasse allerdings für Schauen verwendet, wodurch sich auch die extreme Selektion auf Größe erklärt, die teilweise zu Lasten der Robustheit und Gesundheit der Pferde geht. So werden bei den kleinsten Pferden in der überwiegenden Mehrheit die Fohlen per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Durch das geringe Körpergewicht können die Ponys auch nicht bedenkenlos im Freien gehalten werden, da sie leicht frieren. Art und Wesen In den USA werden die kleinen Pferde häufig als Haus- und Streicheltiere gehalten, was abzulehnen ist; es sind vollwertige kleine Pferde mit einem oft ausgesprochen eigenwilligen Charakter. Aufgrund ihrer großen Intelligenz und Umgänglichkeit wurden in jüngerer Zeit Versuche gestartet, Falabellas für Sehbehinderte als Ersatz für Blindenhunde auszubilden, die häufiger nachtrainiert werden müssen. Die Minipferde besitzen ein eher ruhiges Temperament. |
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| Criollo |
| Der Criollo ist eine Pferderasse Argentiniens. Ursprung: Südamerika, 16. Jahrhundert Hauptzuchtgebiet: Südamerika Verbreitung: in Südamerika stark verbreitet Stockmaß: 142 - 152 cm Farben: alle Haupteinsatzgebiet: Reitpferd Exterieur Der Criollo hat einen kurzen, tiefen und muskulösen Körperbau mit einer guten Rippenwölbung. Er hat einen mittelgroßen Kopf mit geradem bis konvexem Profil. Interieur Der Criollo ist eines der widerstandsfähigsten und zähesten Pferde der Welt. Er kann bei extremen klimatischen Bedingungen mit nur ganz wenig Futter auskommen. Er ist unglaublich ausdauernd und bekanntermaßen lebendig. Zuchtgeschichte Der Criollo geht auf die spanischen Pferde zurück, die im 16. Jahrhundert nach Südamerika gebracht wurden. Diese Pferde führten lange Zeit Berberblut. Die ersten bedeutenden Importe wurden 1535 von Don Pedro Mendoza vorgenommen. Später, als Buenos Aires eingenommen wurde, entkamen die Pferde in die Wildnis und pflanzten sich frei fort. Dort überlebten nur die stärksten Pferde. Auf diese Weise entstand ein besonders zähes und ausdauerndes Pferd, das geduldig und langlebig ist. |
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| Paso Peruano |
| Der Paso Peruano oder Caballo de Paso ist eine Pferderasse aus Südamerika. Ursprung: Peru Hauptzuchtgebiet: Peru Verbreitung: Peru, USA, Europa Stockmaß: 142–155 cm Farben: alle, Schecken sind nicht zur Zucht zugelassen Haupteinsatzgebiet: Freizeitreiten Exterieur Trockener Kopf mit geradem bis konvexen Profil und kleinen Ohren; Genügend langer Hals mit natürlicher Aufrichtung und dichter u. langer Mähne; Zierliche, aber kräftige Beine; Tiefer Schweifansatz, lange Behosung und kleine, harte Hufe. Er kommt in allen Farben vor, jedoch werden Schecken nicht zur Zucht zugelassen. Füchse, Braune und Palominos sind am meisten vertreten. In seiner Heimat Peru wird der Paso Peruano hauptsächlich im Tölt, einem Viertakt, ausgebildet. In Europa ist neben dem Tölt auch der Schritt gefragt, einige Pferde zeigen auch Trab- oder Galoppansätze, die sich häufig weiter ausbilden lassen. Es gibt grundsätzlich zwei Varianten von Tölt: Paso Llano, ein klarer Viertakt, und Sobreandando, eine zum Pass neigende Variation. In Prüfungen ist nur der vollständig gebrochene Pass (Paso Llano) oder der stark gebrochene Pass (Sobreandando) erwünscht. Der Paso Peruano zeigt eine "Termino" genannte Besonderheit: Er bewegt die Vorderbeine in einer nach außen schwingenden Bewegung (nicht zu verwechseln mit dem hier bekannten und schädlichen Bügeln). Dieses führt dazu, dass der Schwung, welcher den Reiter werfen würde, verstrichen wird. Das Pferd lässt seinen Reiter ohne Erschütterung sitzen. Interieur Ein Paso Peruano gilt als intelligent, sensibel, feinfühlig, freundlich und stolz. Diese Eigenschaften vereint der Kenner unter dem Wort "Brio". Als besonders wichtig sehen die peruanischen Züchter auch Menschenbezogenheit an.Zudem sind Paso Peruanos sehr nervenstarke Pferde, die sich hervorragend als Gelände und Freizeitpferd eignen. Zuchtgeschichte Die Rasse stammt von iberischen und afrikanischen Pferden ab, die die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert mit nach Südamerika brachten und wegen der steinigen Wege und langen Strecken die sie auf den Pferden zurücklegten, auf einen komfortablen erschütterungsfreien Gang selektioniert und gezüchtet wurden. Um 1970 brachten europäische Züchter die Pferde erstmals nach Europa. Hauptsächlich findet man die Paso Peruanos in Deutschland, Österreich, Italien,den Benelux-Staaten und der Schweiz. Seit 1982 existiert eine europäische Paso Peruano Vereinigung. Sie trug bis 2004 den Namen Paso Peruano Vereinung Deutschland (PPV), heute heißt sie Paso Peruano Europa (PPE). Vorbelastung Bei Paso Peruanos kann die Krankheit Degenerative Suspensory Ligament Desmitis (DSLD) auftreten. |
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| Azteke |
| Der Azteke ist eine sehr junge Gebrauchspferderasse, die zur Verbesserung der Reiteigenschaften in Mexiko erschaffen wurde. Dort werden sie seit dem Anfang der 1970er Jahre unter anderem im Gestüt Texoco in Mexiko-Stadt gezüchtet. Ursprung: Mexiko Hauptzuchtgebiet: Mexiko Verbreitung: gering Stockmaß: ca 150 cm Farben: alle außer Schecken Haupteinsatzgebiet: Reit- und Arbeitspferd Exterieur Der Azteke ähnelt im Typ den spanischen und nordamerikanischen Rassen und stellt ein leichtes, mittelgroßes Reitpferd dar. Sein Kopf ist trocken und fein, das Profil meist gerade oder subkonvex. Kleine Ohren und schöne Augen runden den Eindruck der Kopfpartie ab, die einem stark bemuskelten, schön geschwungenen und gut aufgesezten Hals entspringt. Bei einer langen und schrägen Schulter ist der Widerrist mittelmäßig ausgeprägt. Der kräftige und kurze Rücken geht in eine lange, leicht abfallende Kruppe über. Der Rumpf zeichnet sich durch ausreichende Tiefe und Breite aus, ist jedoch teilweise hinten leicht überbaut. Trotz seines zarten Anscheins ist das Fundament hinreichend stabil und weist trockene, teils etwas knappe Gelenke, sowie kleine, harte Hufe auf. Die Mechanik ist elegant, dabei aber trittsicher und wendig. Interieur Durch die nahe Verwandtschaft zu den Ursprungsrassen Spaniens und den Westernpferden Nordamerikas ist der Azteke mit einem angenehmen, ruhigen Temperament ausgestattet. Zuchtgeschichte Anfang der 1970er Jahre erwachte in Mexiko die Erkenntnis, dass die meisten einheimischen Pferderassen in Bezug auf Qualität und Leistung nicht befriedigen konnten. Man beschloss daher, mittels Rückzüchtung eine Verbesserung vorzunehmen. Über die Criollos gehen die mexikanischen Pferde auf die spanischen Rassen zurück, sowie durch die geographische Nähe zu Nordamerika auf deren Westernpferderassen, speziell das Quarter Horse. Durch die Anpaarung von andalusischen und Quarter-Hengsten mit Criollo Stuten konnte so mit gutem Erfolg die Rasse des Azteken gezüchtet werden. Speziell die Nähe zu den spanischen Pferden verhalf der Rasse zu Merkmalen, die optimal zu dem mexikanischen Ansprüchen passten. Es wurde hierdurch ein schnelles, elegantes Pferd mit viel Cow Sense erschaffen, der besonders hilfreich bei der Arbeit auf den Haziendas ist. Für die Eintragung in das Zuchtbuch ist ein Blutanteil von drei bis fünf Achtel Quarter- oder andalusisches Blut und maximal ein viertel Criollo-Blut vorgeschrieben. |
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| Quba |
| Quba ist eine Pferderasse aus Aserbaidschan. In Deutschland sind Qubas nur sehr selten zu finden, da ihr Import aus dem fernen Ursprungsland sehr teuer und aufwändig ist. In Aserbaidschan jedoch sind Qubas (wie in Deutschland z. B. deutsche Reitponys) eine sehr verbreitete Rasse, die als Lastentier und Gebrauchspferd zum Reiten und Fahren genutzt wird. Exterieur Ein Quba ist ein zähes, etwa 1,50 m großes Pferd. Als Gangpferd bietet er Tölt und Rennpass an. Qubas sind gute Distanzpferde und für das Wanderreiten sehr gut geeignet. Interieur Ein Quba ist ein freundliches, sanftes Pferd mit einem sehr ausgeglichenem und ruhigem Charakter. Es ist sehr leistungsstark und trittsicher. |
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| Panjepferd |
| Das Panjepferd (von pan = Herr) fand vor allem in der Landwirtschaft in Osteuropa Verwendung und zeichnete sich durch Härte und Anspruchslosigkeit aus. Einheitliche Zuchtrichtlinien existierten nie. Als Stammform kann der Konik angesehen werden, doch gingen Panjepferde aus allerlei planlosen Kreuzungen - sogar arabisches Blut ist vertreten - hervor; man kann den Begriff Panjepferd eher als Sammel- denn als Rassebezeichnung ansehen. Ursprung: Osteuropa (Polen), Russland, Ukraine Hauptzuchtgebiet: Osteuropa Verbreitung: gering Stockmaß: 130-148 cm Farben: dunkelgrau, mausgrau, falb Haupteinsatzgebiet: Zucht und Landwirtschaft Exterieur Das mittelgroße Panjepferd steht im Wildpferdetyp und gleicht dem Konik, durch den es mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt wird. Die typische Färbung ist dunkelgrau, mausgrau oder falb; häufig treten der Aalstrich auf dem Rücken und die Wildstreifen an den Beinen auf. Interieur Panjepferde sind ausdauernd, fruchtbar, genügsam und leistungswillig. Auftreten in der Literatur In Schilderungen des Zweiten Weltkrieges und Berichten über dessen Folgen ist häufig von Panjepferden und den von ihnen gezogenen Panjewagen die Rede. Zum Helden eines Buches wurde ein Panjepferd in dem Erlebnisbericht Iwan, das Panjepferd von Heinz Buchholz. Buchholz schildert hier seine Flucht vor der Roten Armee im Jahr 1944. Literatur Heinz Buchholz, Iwan, das Panjepferd. Eine Kindheit zwischen Krieg und Frieden, 2006, ISBN 978-3000141577 |
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| Kaspisches Kleinpferd |
| Das Kaspische Kleinpferd ist eine Pferderasse, deren Ursprungsregion die Küste des Kaspischen Meers ist. Ursprung: Kaspisches Meer Hauptzuchtgebiet: Verbreitung: Stockmaß: 102–123 cm Farben: alle bis auf Schecken Haupteinsatzgebiet: Kinderreiten, Fahren Eigenschaften Seine Bewegungen sind lang und flach. Sie haben einen schnellen Galopp und ein freies, fließendes natürliches Springtalent. Sie werden 102–123 cm groß, doch trotzdem spricht man eigentlich von einem Miniaturpferd und nicht von einem Pony. Es treten meist Braune, Schimmel und Füchse auf. Es gibt jedoch auch Cremefarbene und Rappen. Schecken gibt es keine. Es ist ein gutes, mutiges Fahrpony, ist jedoch auch gut als Reit- und Springpony für Kinder geeignet. Da sie sehr temperamentvoll sind, sind sie nicht für Anfänger geeignet. |
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| Baschkire |
| Der Baschkire - auch Curly Bashkir, Bashkirskaya oder Baschkirsky- ist ein widerstandsfähiges Pony dessen Ursprung in der russischen Steppe südlich des Urals liegt. Ursprung: Russland Hauptzuchtgebiet: Russland Verbreitung: Russland Stockmaß: 132–152 cm Farben: Braune und Füchse, viele Falben Haupteinsatzgebiet: Milchgewinnung, Fleischlieferant, Packpferd, Zugpferd Exterieur Mittelgroßes, untersetztes Pony mit breitem Rumpf und kurzen Beinen. Der große Kopf ist gerade oder leicht geramst mit einem ruhigen vertrauenswürdigen Ausdruck. Für den Winter bekommt das auf minimales Futter und große Kälte abgestimmte Pony eine dicke Fettschicht unter der Haut. Wie der Name (curly: engl. für gewellt, kraus, lockig) schon sagt, ist das besondere Kennzeichen dieser Pferde das lockige Fell und die üppige gewellte Mähne und Schweif. Besonders im Winter ist dies deutlich zu erkennen. Markante Merkmale sind die Locken in den Ohren, die nach oben gebogenen Wimpern und der lockige Kötenbehang. Curlys haben sehr harte Hufe. Es gibt zwei Typen: der Bergtyp ist kleiner und leichter als der Steppentyp. Interieur Gutmütige, ruhige und arbeitswillige Tiere, die selbst bei geschlossener Schneedecke ihr Futter selbst finden. Ihre Ruhe und Menschenbezogenheit machen sie für Reitanfänger sehr geeignet. Zuchtgeschichte Der Baschkir ist das Pferd vom Volk der Baschkiren. Er kommt in den Steppen nördlich des Schwarzen- und des Kaspischen Meeres und westlich der Volga vor. Seit 1845 werden sie auch in Gestüten gezüchtet. In heutiger Zeit züchtet man sie in einem Gestüt in der Hauptstadt Ufa der Republik Baschkortostan. Ursprünglich wurde der Baschkire ebenso zur Milch- und Fleischgewinnung, wie auch als Last-, Zug- und Reittier gezüchtet. Die Stutenmilch wird von den Einheimischen zu Kumys vergoren, dem besondere Heilkräfte zugesprochen werden. Als Arbeitstier ist vor allem das Ziehen von Lasten über lange Strecken die Stärke der Baschkire, ein Gespann soll ohne Zufüttern einen Schlitten in 24 Stunden 120 bis 140 km weit ziehen können. Seit die Tiere aufgrund der Motorisierung als Arbeitstiere nicht mehr benötigt werden, wird der Baschkire in Russland in hohem Maße auf Milchleistung gezüchtet. Durch starke Selektion ist es gelungen die Milchleistung auf bis zu 2.700 Liter in einer 8- bis 9-monatigen Laktationsperiode zu steigern. Bemerkenswert ist dies vor allem, da der Stuteneuter gerade einmal zwei Liter Milch fasst und die Tiere daher - auch nachts - alle zwei Stunden gemolken werden müssen. Um diese Ausbeute zur erzielen werden die Fohlen tagsüber vollständig von den Stuten getrennt und, um Nachteilen in der Entwicklung vorzubeugen, unter anderem mit entrahmter Kuhmilch versorgt. Auch in den USA gibt es gelockte Pferde: die American Bashkir Curly Horses. Sie bilden eine eigenständige Rasse. Tierhaarallergiker reagieren auf das lockige Fell wesentlich weniger stark als auf normale Pferdehaare, was die Tiere oftmals sehr begehrt macht. Dieser Umstand wurde durch eine Untersuchung des Uniklinikums Aachen medizinisch belegt. |
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| Russisches Kaltblut |
| Das Russische Kaltblut oder auch Russischer Ardenner ist eine Kaltblut-Pferderasse, dessen Züchtungsursprung in Russland liegt. Ursprung: Russland Hauptzuchtgebiet: Ural und Ukraine Verbreitung: nur im Zuchtgebiet Stockmaß: 150–160 cm Farben: Rotschimmel und Füchse Haupteinsatzgebiet: Arbeitspferd, Schlachtung Exterieur Kopf: ansprechend, lange Ohren, kleine Augen Widerrist: niedrig Hals: dick, kurz, muskulös, viel Mähne Brust: breit Rücken: breit und etwas weich Gebäude: schwer, sehr starke Bemuskelung Kruppe: lang, breit Gliedmassen: kurz, stabil, mittelgroße bis große Hufe Farbe: Rotschimmel und Füchse Größe: 150–160 cm Interieur Charakter: anspruchslos, frühreif, fleißig Bewegung: fleißig, große Zugkraft, langsam in Schritt und Trab Zuchtgeschichte Der Beginn der Züchtung dieser Pferderasse liegt etwa am Anfang des 20. Jahrhunderts. Als Grundlage dienten vor allem der Ardenner und Brabanter, aber auch das Percheron sowie schwedische und belgische Kaltblutstuten. Zur Verbesserung der Rassemerkmale diente auch der Orlow-Traber. Die vorrangigen Zuchtgebiete sind Russland (Ural) und die Ukraine. Dort nutzt man es aufgrund seiner Kraft und Anspruchslosigkeit vor allem als Arbeitspferd, aber auch als Nahrungslieferant. |
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| Tersker |
| Der Tersker stammt aus Russland, hier diente er früher als leichtes Kavalleriepferd. Die Rasse entstand im 19. Jhd. aus der Kreuzung von ukrainischen Stuten und orientalischen Hengsten. In der Zeit vor dem 2. Weltkrieg wurden dann Kabardiner, Shagya-Araber, Don-Pferde, Englische-und Arabische Vollblüter eingekreuzt. 1948 wurde er als eigene Rasse anerkannt. Verwendung: Durch seine große Ausdauer wird der Tersker bei Distanzritten, Rennen und Springturnieren eingesetzt. Exterieur: Reitpferd im orientalischen Typ mit deutlich mehr Substanz als ein Araber (Pferd). Besticht durch elegantes Gebäude und einen feinen Kopf mit konkavem Profil, klugen Augen und Sichelohren. Charakter: Vereint Sanftmut und Intelligenz mit Härte und Unerschrockenheit. Farben: Vor allem Schimmel aber auch andere klare Farben. |
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| Russischer Traber |
| Der russische Traber (ursprünglich Metis-Traber) ist eine Pferderasse, die Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Kreuzung des Orlow-Trabers und des American Standardbred entstand. Ursprung: Russland Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts Hauptzuchtgebiet: Russland Verbreitung: Stockmaß: Stuten ab 160 cm, Hengste ab 163 cm Farben: meist Braune Haupteinsatzgebiet: Pferderennen Exterieur Da der russische Traber auch zur Veredlung anderer Rassen herangezogen werden soll, wird sehr viel Wert auf die Mindestgröße und auf ein harmonisches Äußeres gelegt. Der russische Traber hat daher ein erheblich gefälligeres Aussehen als der rein auf Rennleistung gezüchtete amerikanische Traber. Interieur Der russische Traber ist ein hartes, renntaugliches Pferd. Zuchtgeschichte Als es Anfang des 20. Jahrhunderts zu ersten Vergleichen zwischen Orlow-Traber und American Standardbred kam, war der Orlow-Traber dem Standardbred im Rennen so weit unterlegen, dass innerhalb weniger Jahre die russische Traberzucht vom Orlow auf eine Kreuzung aus Orlow und Standardbred umgestellt wurde. Die neu entstandene Rasse erhielt zunächst den Namen Metis-Traber (Kreuzungs-Traber). Mit Gründung der Sowjetunion erhielt für einige Zeit der Orlow-Traber den Namen Russischer Traber. 1949 wurde dem Orlow wieder sein ursprünglicher Name zuerkannt und der Metis-Traber wird seither offiziell als Russischer Traber geführt. Er hat etwa die Größe des französischen Trabers und ist verglichen mit dem Standardbred ein Spätentwickler, das heißt er ist erst im Alter von etwa vier Jahren auf der Rennbahn zu finden und erreicht seine höchste Leistungsfähigkeit oft erst im Alter von sechs Jahren. Das bringt selbstverständlich für die Züchter höhere Anfangsinvestitionen bis zum ersten Rennstart mit sich. |
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| Orlow-Traber |
| Der Orlow-Traber ist eine Pferderasse aus Russland. Seine Zucht begann Ende des 18. Jahrhunderts. Ursprung: Orlow bei Moskau Hauptzuchtgebiet: Russland Verbreitung: Stockmaß: ca 160 cm Farben: Schimmel, Füchse, Braune, Rappen Haupteinsatzgebiet: Fahrsport, Landwirtschaft Exterieur Das Pferd ist mittelgroß, elegant, kräftig und hat einen leicht geramsten Kopf. Sein meist als Schwanenhals geneigter Hals ist hoch angesetzt. Sein Rücken ist recht lang, die Brust nicht sehr tief, aber breit. Die Kruppe ist kurz und geneigt und der Schweif sehr hoch angesetzt und getragen. Die Beine sind kräftig, hart und lang, mit wenig Kötenbehang. Die Hufe sind groß, aber es treten oft Sehnenprobleme auf. Orlow-Traber haben einen beeindruckenden Trab, jedoch nicht so einen schönen wie ein moderner Traber. Die Deckfarbe dieser Rasse ist meist Schimmel, es kommen jedoch auch Braune und Rappen vor. Orlow-Traber können etwa 52 km/h schnell werden. Sie sind ideal für Trabrennen. Interieur Das ausgeglichene Wesen der Orlow-Traber wird geschätzt. Zuchtgeschichte Nach unbestätigten Berichten entschied sich Graf Orlow-Tschesmenski gegen 1775, eine neue Pferderasse zu züchten, die als perfektes Wagenpferd dienen sollte. Zu diesem Zweck erwarb er einen orientalischen Schimmel namens Smetanka für 60.000 Rubel. Von den fünf Nachfahren des Smetanka fiel aus der Anpaarung mit einer dänischen Stute der Hengst Polkan. Dieser wurde wiederum mit einer holländischen Harddraver-Stute verpaart, über welche eine Verbesserung des Trabvermögens erreicht werden konnte. Der Sohn aus dieser Anpaarung, ein Schimmel namens Bars (Schneelöwe), wurde der Stammvater des Orlow-Trabers. Durch eine systematische Zuchtpolitik, die sich sowohl planmäßiger Inzucht, wie einer strengen Selektion bediente, konnte in kurzer Zeit eine schöne, leistungsfähige Rasse gebildet werden, die sich speziell als schnelles Kutsch- und Schlittenpferd eignete. Über einen langen Zeitraum stellte der Orlow-Traber die schnellste Traberrasse dar. Der Hengst Cowboy lief 1600 Meter in 1:57,2 Minuten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde er jedoch hierin durch die amerikanische Traberrasse, den Standardbred und Kreuzungen dieser Rasse abgelöst. Der Bestand des Orlow-Trabers war danach stark rückläufig und quasi in letzter Minute wurde von der russischen Reichsgestütsverwaltung ein Reglement erlassen, das die Maßnahmen zur Erhaltung der Art beinhaltet. Am Ende des 20. Jahrhunderts soll der Bestand der Orlow-Traber ca. 25.000 Tiere umfasst haben. Die wichtigsten Gestüte sind heute: Moskauer-Gestüt, Schachowskoi-Gestüt (bei Tula), Permski-Gestüt (bei Perm), Tschesmenski-Gestüt (in der Oblast Woronesch), Chrenowskoi (Oblast Woronesch), Altaiski-Gestüt (Region Altai), Tatarski-Gestüt (Tatarstan), Nowotomnikowski-Gestüt (in der Oblast Tambow), Schadrinski-Gestüt (Schadrinsk, Oblast Kurgan) und das Kemerowski-Gestüt (bei Kemerowo). Die Verwirrung mit dem Russischen Traber und dem Orlow-Traber rührt daher, dass der heutige Russische Traber erst Metis-Traber hieß und der Orlow-Traber zeitweise in Russischer Traber umbenannt wurde - man wollte deutlich machen, dass man mit dem „Kapitalistenspielzeug“ nichts zu tun hätte. 1949 erhielt der Orlow-Traber dann seinen ursprünglichen Namen zurück und der Metis-Traber darf seitdem Russischer Traber heißen. Russische Traber sind also bis 1949 eigentlich Orlow- und seit 1949 Metis-Traber. |
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| Karabagh |
| Der Karabagh ist eine kaukasische Pferderasse. Ursprung: Karabagh Hauptzuchtgebiet: Aserbaidschan Verbreitung: Aserbaidschan Stockmaß: ca 150 cm Farben: meist Füchse Haupteinsatzgebiet: Freizeitreiten Exterieur Die Karabaghpferderasse ist die edelste und älteste aller Kaukasuspferderassen und wurde im Kaukasus und den angrenzenden Gebieten immer wieder zur Veredlung anderer Rassen herangezogen. So entstanden beispielsweise die Rassen Kabardiner, Delibos, Don-Pferd, und daraus wieder die Budjonnys nicht ohne den bedeutenden Einfluss der Karabaghpferde. "Gebrannt" werden Karabaghen in ihrer Heimat per Kaltbrandverfahren mit dem Fohlenbrand auf der linken Schulter und dem Jahrgangsbrand auf der rechten Schulter Karabaghen sind durchschnittlich 147 - 150 cm hohe, wendige, trittsichere, hübsche, meist goldfarbene (gelb-, braun- oder rotgold) Pferde, die wahrscheinlich eine Weiterentwicklung der Rassen Turkmene, Perser und Araber waren. Ihr Hauptverbreitungsgebiet ist der südliche Kaukasus, Georgien, Aserbaidschan, Armenien, Bergkarabach. Vermutlich sind auch die Karadaghen im Nord-Iran den Karabaghen sehr ähnlich, möglicherweise handelt es sich hierbei sogar um einen anderen Zweig derselben Rasse. Durch politische Differenzen und kriegerische Auseinandersyetzungen sind die Karabaghen reinen Blutes leider nicht mehr vorhanden. Heutige Karabaghen führen zu einem großen Teil (meist 50 % und mehr) Vollblutaraber in ihren Abstammungsnachweisen. Interieur Im Gegensatz zum typischen Fluchttierverhalten sucht der Karabagh sein Heil nicht in kopfloser Flucht, sondern erstarrt bei Gefahr zur Salzsäule. Dieses Verhalten kann im Gebirge lebensrettend sein. |
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| Kabardiner |
| Der Kabardiner ist ein Gebirgspferd aus dem Kaukasus, das dort immer noch von der Landbevölkerung intensiv benötigt wird und heute in Westeuropa viele Freunde unter Freizeit-, Wander- und vor allem auch Distanzreitern findet. Er hat seinen Namen vom Volk der Kabardiner, einem Stamm der Tscherkessen. Ursprung: Nordkaukasus, 16. Jahrhundert Hauptzuchtgebiet: Nordkaukasus Verbreitung: Nordkaukasus, Westeuropa Stockmaß: 150 - 162 cm Farben: meist Braune und Rappen, gelegentlich Füchse und Schimmel Haupteinsatzgebiet: Arbeit, Wanderreiten, Distanzsport Exterieur Der Kabardiner ist ein elegantes Robustpferd und ideal auf seinen Zuchtzweck ausgerichtet. Die Beinstellung ist leicht säbelbeinig, was – in Kombination mit einer abgeschlagenen Kruppe – zu einem sicheren Gang auch in schwierigstem Gelände führt und eine evolutionäre Anpassung an sein Einsatzgebiet ist. Der Kopf ist lang mit leichtem Ramsprofil und trocken. Die langen Ohren haben häufig nach innen gebogene Spitzen. Mähne und Schweif sind voll. Der Röhrbeinumfang beträgt 18 bis 21 Zentimeter, das Stockmass differiert von 150 bis 162 Zentimeter, wobei Stuten etwas kleiner sind als die Hengste. Interieur Der Kabardiner ist berühmt für seine Härte und seinen Orientierungssinn, die ihre Basis darin haben, daß er in erster Linie von Hirten und Jägern im Gebirge eingesetzt wurde. Als typisches Gebirgspferd ist er scheufrei und sehr nervenstark. Er ist besonders interessant für das Distanz- und Wanderreiten, aber auch für viele andere Pferdesportarten, wie Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Western oder Fahren. Zuchtgeschichte Die Rasse geht auf das 16. Jahrhundert zurück und entwickelte sich aus dem alten Tscherkessenpferd, das auf persische und arabische Pferde zurückgeht. Später wurden Perser, Karabagh, Turkmene und Araber eingekreuzt, sowie Nogaier und mongolische Steppenpferde. Der Anglo-Kabardiner wurde ab dem Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Kabardiner durch Einkreuzung von englischem Vollblut gezüchtet. Die Kabardiner werden vor allem im Nordkaukasus und in angrenzenden Regionen gezüchtet und haben und hatten Einfluss auf viele Pferderassen rund ums südliche Mittelmeer und das schwarze Meer. Den Großteil des Jahres weiden sie auch heute noch im natürlichen Herdenverband auf Wiesen in der Höhe bis 3000 Metern in Sichtweite des Elbrus. Im Ursprungsgebiet wurden und werden Kabardiner als Reit- und Lasttiere eingesetzt. Vor allem der Grenzschutz im Hochgebirge (Saumpferde), aber auch die täglichen Besorgungen und Besuche werden im Kaukasus zu Pferd erledigt. Besonders intensiv ist der Einsatz für Hirten die Herden im Hochgebirge begleiten. In der westlichen Welt finden Kabardiner besonders viel Einsatz als Freizeit- und Wanderreitpferde sowie im Distanzsport, wo sie sich als zweite Rasse neben den Arabern zu etablieren beginnen. |
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| Hrvatski Posavac |
| Der Hrvatski Posavac [ˈpɔːsaʋats] (auch Kroatischer Posavac, kroat. „posavski konj“, „posavec“ (auch als Kroatischer Nachname bekannt) oder „posavski bušak“) ist eine aus Kroatien stammende Pferderasse, die zu den Kaltblut-Pferden gezählt wird. Wie der Name des Posavina-Pferdes bereits sagt, stammt die Rasse aus der kroatischen Gegend um den Save-Fluss in Slawonien, auch Posavina genannt. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die Turopolje-Region, weshalb die Pferderasse auch oft als Turopolje-Pferd bezeichnet wird. Von der Population her, ist es heutzutage die bedeutendste Pferderasse in der Republik Kroatien. Dank seiner guten Eigenschaften wurde das Pferd auch von zahlreichen Züchtern aus der Posavje-Gegend in Slowenien angenommen. Geschichte Als die Kroaten vor vielen Jahrhunderten von den Steppen Eurasiens in das heutige Gebiet Kroatiens gelangten, brachten sie auch ihre Pferde mit. In diesem Gebiet des ständigen Aufeinanderprallens der Zivilisationen des Ostens und des Westens, großer Reiche, sowie deren Armeen, bzw. des schweren europäischen Kriegspferdes einerseits und des leicht-beweglichen orientalischen Pferdes andererseits, musste sich diese Pferderasse an die Gegebenheiten anpassen (siehe auch Militärgrenze). Dies ist die Grundlage, auf der die heutige Zucht des kroatischen Posavac beruht. Das Volk schuf diese Pferdeart als spezifische Pferdeart unter den Einflüssen der geographischen Gegebenheiten in Kroatien und der Weideflächen der Posavina-Gegend. Einst umfasste das Zuchtgebiet der Pferderasse das Gebiet von Zagreb bis Županja mit den zahlreichen fruchtbaren Wiesen und Feldern neben der Save. Heute umfasst das Zuchtgebiet den Abschnitt von Zagreb bis Nova Gradiška. Seit 1991 wird diese Pferderasse systematisch Selektiert, kontrolliert und es wird ein Register über die vorhandene Zahl der Pferde geführt. Eigenschaften Der Posavac hat einen nicht allzu langen Hals, trockene, charakteristisch breite Nüstern und ausgesprochen klare Augen, sowie kleine, spitze Ohren. Der Hals liegt fest am Körper, ist kurz und wohlgeformt mit einer festen Mähne. Das Pferd hat einen kräftigen Rumpf, welcher in allen drei Teilen gleichermaßen ausgeprägt ist. Es hat eine steil abfallende Kruppe und einen reichhaltigen Schweif. Die Beine sind relativ trocken mit einem kurzem Schienbein und aufrechter Haltung. Bei den Fellfarben überwiegt rotbraun, meist dunkler als heller. Das Pferd taucht ebenso als Rappe auf, etwas seltener als Grauschimmel oder Fuchs. Ein fleckiges Fell ist in der Zucht nicht erwünscht. Der Posavac ist ein stämmiges Zugtier von fester Verfassung, hat einen guten Charakter und ist ruhig. Es wurde einst für Zugdienste in Wäldern und Ackerbau verwendet. Der Posavac ist eine frühreife Rasse mit stämmigem Körper, er ist von guter Gesundheit und langer Lebensdauer. Das Pferd besitzt einen ausgeglichenen Charakter, hat einen ausgeprägten Willen und ist ausdauernd bei der Arbeit. Es ist sehr genügsam und vom Fütterungsaufwand her sehr leicht zu füttern. Das Pferd wird von den ersten Frühlingsmonaten bis zu den späten Herbstmonaten auf den Wiesen gehalten, im Winter wird es im Stall gehalten und mit Heu und Maiskolben gefüttert. |
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| Gidran |
| Der Gidran ist eine Pferderasse und stammt aus Ungarn. Der Gidran war auch in Rumänien und Bulgarien verbreitet. Heute soll diese Rasse nur noch in einer Population von etwa 200 Pferden weltweit verbreitet sein. Die Farbe ist überwiegend Fuchs bei einem Stockmaß von etwa 155 bis 168 cm. Früher wurde der Gidran von den Husaren und der Polizei eingesetzt, heute als Reit- und Kutschpferd. Der Gidran ist ein ausdauernder, harter, lebhafter aber dennoch nervenstarker und genügsamer Pferdetyp. |
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| Don-Pferd |
| Das Don-Pferd ist das traditionelle Pferd der Donkosaken, dessen Vorfahren bereits seit Tausenden von Jahren in der russischen Steppe lebten. Sie hatten auch Anteil an der Vertreibung Napoleons "Großer Armee" und wurden dadurch weltberühmt. Exterieur Das Don-Pferd ist ein elegantes Quadratpferd (genauso hoch wie lang). Sein relativ kleiner, gerader Kopf sitzt auf einem ebenfalls geraden Hals. Der Rücken ist eben und breit, die Kruppe fällt schräg ab. Der Bau dieses Pferds wird oft als "knochig" empfunden. Die früher unkorrekte kuhhessige Beinstellung ist nur noch selten zu finden. Das Stockmaß liegt bei 1,56 bis 1,60 m. Interieur Der harte und sehr ausdauernde Don wird heute hauptsächlich zur Veredlung regionaler russischer Rassen verwendet. Er besitzt keine besonderen Fähigkeiten in der Dressur oder im Springsport, wobei seine Trittsicherheit nicht zu vernachlässigen ist. Zuchtgeschichte Bereits ab dem 18. Jahrhundert wurden die von Nomaden gezähmten Don-Pferde planvoll durch die Einkreuzung mongolischer und orientalischer Rassen sowie Araberhengsten veredelt. Ab dem 19. Jahrhundert wurden Pferderassen aus dem Westen eingekreuzt, da die klobigen Dons viele Gebäudefehler aufwiesen. Man züchtete später ab den 1920er Jahren nur noch reinrassig. Ziel der Zucht war die Anpassung der Pferde an die Bedürfnisse des Militärs. |
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