05er Fanblog
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Der 1. FSV Mainz 05 Fanblog - seit 2005*
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Das Ende einer schönen Zeit
Die regelmäßigen Leser meines Blogs werden es schon bemerkt haben: ich habe nicht mehr das Feuer und die Zeit, diesen Blog zu betreiben. Gleichzeitig stimmt mich die Entwicklung der „Fans“ und der Vereinsführung sehr nachdenklich. Der Fußball tritt immer mehr in den Hintergrund und es wird immer mehr über „wahre Fans“ und Vereinspolitik berichtet. Das kotzt mich an! Das hat nichts mit Fußball zu tun! Zum Jahresende werde ich den Blog beenden und bis dahin auch keine neuen Beiträge mehr verfassen. Ich wünsche allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
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Schwache Zuscherzahlen – Ursachenforschung
Ich musste doch neulich herzhaft lachen, als mir jemand vorlas, dass Mainz05 sich über die „schwindenden Zuschauer wundert“ und massiv Ursachenforschung betreibt. Flankieren will man das mit massiven Werbeaktionen – Hinweis im Artikel „da hätte man den richtigen Moment verschlafen“. Ich kann zwar keine represäntative Ursachenforschung betreiben, aber ich kann in mich selbst hineinhören und mal aufschreiben, welche Antworten von mir zu dieser Frage kommen. fehlendes WIR Gefühl – verstärktes DIE Gefühl fast schon zynische Erwartungshaltung immer noch gesalzene Preise – sowohl Eintritt als auch Catering keine Stimmung, kein Feuer Welcher Spieler ist DAS denn??? Zu 1: Früher sprach ich von „uns“ und „unseren 05ern“ und „unsere Jungs“. Dabei kann ich noch nicht mal sagen wann dieses „früher“ konkret war. Ich weiß nur, dass ich mittlerweile von „die 05er“ oder „die Spieler“ oder „der Verein“ spreche. Ich habe meine Identifikation mit dem Verein verloren. Sei es durch den Umzug in die ehemals Coface-jetzt-Opel-Arena (hauptsache nicht mehr Bruchwegstadion), sei es durch den Weggang von Christian Heidel, sei es das Gefühl, das in der Vorstandsetage nicht alles „Koscher“ gelaufen ist. Vielleicht alles zusammen – und noch mehr. Fest steht jedoch: das ist nicht mehr MEIN Verein. (Das erklärt zum Teil auch, warum ich immer seltener über die 05er schreibe). Zu 2: Unter Thomas Tuchel hatte ich oftmals noch den Glauben „diesen Gegner schaffen wir!“. Auch wenn es am Ende vielleicht nicht gereicht hat – aber ich hatte den GLAUBEN! Heute bin ich schon fast zynisch eingestellt und obwohl die Mainzer auf der Tabelle gar nicht schlecht da stehen – es tut mir leid: ich habe mir mehr erhofft. Viel mehr! Die ganzen Spieler die verpflichtet wurden, die Summen die in die Hand genommen wurden – das alles hat in mir vielleicht eine etwas abgehobene Erwartungshaltung erzeugt. Aber zu oft wird dieses flaue Gefühl im Magen dann auch bestätigt wenn ich mir solche Spiele wie gegen Schalke 04 anschaue. Ja ich weiß das die 05er nicht der FC Bayern München sind. Aber so wie die Spieler in manchen Spielen losgelegt haben erhofft man sich doch schon ein kleines Feuerwerk – für 10-15 Minuten vielleicht. Und wenn das dann nicht kommt… macht sich ein fader Geschmack im Mund breit. Ist sicherlich total unfair aber Gefühle sind nicht rational. Zu 3: Vor JAHREN habe ich schon mal darüber geschrieben, dass ich die Preise von Mainz05 im „neuen“ Stadion als für zu gesalzen erachte. Und auch wenn es einen Familienblock gibt wo die Kinder nur den halben Preis bezahlen – der absolute Preis ist für meinen Geschmack immer noch zu hoch. Ja klar, die Stehplätze sind günstig – aber da gehen die wenigsten Familien hin (von ein paar hartgesottenen Ausnahmen abgesehen). Und bei den Supportern bekommt man so gut wie nie eine Karte (es sei denn man kennt einen, der einen kennt…). Die restlichen Plätze kosten locker mal 30€ und mehr. Und das ist mir ehrlich gesagt zuviel für ein „Event“, wo ich keine garantierte „Befriedigung“ bekomme für mein Geld. Die Stimmung die mal im Bruchwegstadion herrschte, die ist irgendwo auf der Saarstraße liegen geblieben. Vielleicht kommt sie ja mit der Mainzelbahn doch noch ins Stadion…. (ok kleiner Mainz-Witz). Zu 4: Mit „kein Feuer“ meine ich NICHT die fehlenden Bengalos. Die fehlen mir nämlich überhaupt nicht (und ich reg mich jedesmal über die Gästefans auf, die sowas abfackeln – wir Mainzer bei Auswärtsspielen natürlich auch immer wieder…). Ich meine damit, dass es einfach nicht mehr stimmungsmässig brennt. Im Bruchwegstadion hat man alle Lieder mitgesungen, da war die Stimmung von Anfang an super und die Gesichter um einen herum sind bei jedem Heimspiel (fast) immer die selben gewesen! Nun wird viel häufiger die Karte auch mal verliehen – und ich kann es nur zu gut verstehen. Früher hatte ich eine Dauerkarte, aber diese Preise zu bezahlen um jedes zweite Wochenende an einem Tag (fast) vollständig verplant zu sein und alle privaten Termine da drumherum zu schieben – irgendwann kommt man in das Alter wo man sowas nicht mehr machen will. Zu 5: Früher erkannte ich die Spieler an ihrer Trikotnummer. Heute bin ich froh, wenn ich sie vom Bild her erkennen kann und mir dann auch noch der Name einfällt. Gerade in dieser Saison kamen soviele neue Namen dazu das ich irgendwann aufgegeben habe, diesen ganzen Zirkus mitzuverfolgen. Mittlerweile hat man die meisten Namen verinnerlicht doch wie gesagt, es dauert bei manchen Spielern eine Weile, bis man Namen und Gesicht zugeordnet hat. Wenn man dann noch weiß auf welcher Position die spielen ist man schon total Happy! Um den Beitrag etwas versöhnlich zu gestalten will ich nicht verhehlen, das ich der Meinung bin, dass der neue Sportchef einen richtig guten Job macht. Das es mit Sicherheit nicht einfach ist in den Bereich von Christian „Mr. Mainz05“ Heidel hineinzukommen glaube ich und Rouven Schröder hat das bisher wirklich sehr gut gemacht. Martin Schmidt arbeitet auch sehr gut mit den Spielern und seine Einwechslungen kommen nun auch mehr in den Bereich, wo der Fan sie nachvollziehen kann. Wobei ich nicht glaube das er auf uns Fans gehört hat sondern die Erfolgsquote der Einwechselungen analysiert hat und daraus seine Schlüsse gezogen hat. Das die 05er aktuell in der Europa League kicken (noch Gruppenphase) ist in meinen Augen auch mit ein Grund, warum es in der Liga (und vielleicht auch heute im Pokal) nicht ganz Rund läuft. Die Doppeltbelastung wurde mit Sicherheit etwas unterschätzt (was kein Vorwurf ist – man kann versuchen sich darauf einzustellen aber wenn die Belastung dann wirklich kommt ist das nochmal ein zusätzlicher mentaler Rucksack den man Schultern muss) und nun versucht man NICHT in die Spirale zu kommen wie beispielsweise Hannover 96 vor 2 (oder 3?) Jahren. Was mir persönlich aber gewaltig stinkt ist, dass der Präsident von Mainz05 – Harald Strutz – mit seinem Handeln und der Intransparenz bei seinen Jobs (was die Vergütung angeht), bei mir allen Kredit verspielt hat. Der kann jetzt sagen was er will, ich unterstelle ihm jedesmal das es ihm letztlich nur um Posten und Kohle geht. Das man die eigenen Schäfchen ins Trockene bringen will ist die eine Sache, aber wenn bei mir das Gefühl aufkommt das jemand für NULL Leistung das zigfache der meisten Menschen in der Bevölkerung verdient, und dann auch noch mit fadenscheinigen Argumenten das zu rechtfertigen versucht, und der bei dem Gezerre um Christian Heidel eine SO unglückliche Figur abgibt, dem gönne ich es einfach nicht! Meiner Meinung nach sollte er jetzt auf „Grüß-Gott-August“ machen und für eine angemessene Aufwandsentschädigung den Job weitermachen – oder einfach in den Ruhestand gehen. Er kann ja sein Glück in der (FDP)-Politik weiter versuchen. Oder er macht seine Anwaltskanzlei wieder auf – angeblich war er ja all die Jahre immer noch in juristisch beratender Funktion beschäftigt… Wenn ich nun all diese – zugegeben emotionalen – Punkte anschaue, dann kann ich sagen: Leute, ich habe keine Lust mir diese Spiele anzuschauen. Noch nicht einmal auf Sky! Mir reichts wenn ich den Spielverlauf am nächsten Tag aus der Presse erfahre und wenn „sie“ (nicht WIR) mal gewonnen haben, schaue ich mir die Highlights nochmal auf der Seite der Bundesliga an und freue mich. Und wenn sie verloren haben, dann lese ich mir das alles nicht durch und schaue es mir nicht an. Meine Laune kann ich mir auch anderweitig verderben, da müssen es nicht auch noch „meine“ 05er sein. Ach schau: am Ende identifiziere ich mich doch wieder mit „meinen“ 05ern. Vielleicht musste ich mir einfach nur mal den Frust von der Seele schreiben um wieder zurückzufinden. Vielleicht müssen das andere Fans das auch mal tun – darüber reden oder schreiben. Dem Verein kann man als „Nichtmitglied“ in Form von Briefen, Leserbriefen, Facebook-Twitter-Instagram-Snapchat-Blog-Postings die Meinung sagen, und vielleicht kommt man dann am Ende – so wie ich – zu dem Schluss: es ist gar nicht alles so schlecht. Aber manches sollte besser sein!
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4 Tore reichten nicht
Das gestrige Spiel der 05er gegen die TSG aus Hoffenheim hatte für den neutralen Fussballfreund alles, was ein spannendes – ja gar spektakuläres – Fussballspiel braucht. Viele Tore, ein Platzverweis, eine spannende Aufholjagd und am Ende die Erkenntnis, dass ein 4:1 Vorsprung nicht unbedingt zum Sieg reicht. Ich will gar nicht zu sehr auf den Spielverlauf eingehen – dieser ist auf den einschlägig bekannten Seiten nachzulesen. Viel mehr will ich auf die Dramatik des Spiels eingehen. In der ersten Hälfte dominierten die 05er die Hoffenheimer und es ist ein absolutes Novum das die Mainzer schon nach der 1. Halbzeit mit 4 Toren führen. Und doch hat sich in meinem Magen das Gefühl breit gemacht „das reicht heute nicht!“. Genau so kam es auch. Kurz nach Beginn der 2. Halbzeit sah Gaëtan Bussmann nach einer „Notbremse“ die rote Karte – und die war in meinen Augen nicht nur Spielbeinflussend sondern Spielentscheident. Denn kaum war der Verteidiger vom Platz gestellt zeigten die Mainzer in der Abwehr Auflösungserscheinungen. Es gab keinen Zugriff mehr auf die Hoffenheimer, keine Zweikämpfe mehr und so konnte die TSG ihre Stärken im Überfallfussball voll ausspielen. Das der Ex-Mainzer Adam Szalai zum 4:4 Endstand in der 84. Minute traf war nur noch das traurige i-Tüpfelchen. Auch wenn das Ergebnis ein Unentschieden ist, so fühlt es sich für die 05er wie eine Niederlage an. Sehr bitter! Doch welche Lehren kann man aus dem Spiel ziehen? Pablo De Blasis ist in sehr guter Form, Jhon Cordoba ist für die Offensive extrem wichtig und insgesamt ist durch die Verstärkungen einiges an Qualität hinzugekommen. Die neue Nummer 1 – Jonas Lössl – hat mir in weiten Teilen auch sehr gut gefallen, er könnte vielleicht noch eine aggressivere Körpersprache zeigen wenn er in 1-gegen-1 Situationen mit dem Gegner geht. Ansonsten strahlt er sehr viel Ruhe aus und er hielt was er halten konnte. In meinen Augen war er bei allen 4 Toren machtlos.
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Die Zu- und Abgänge Sommer 2016
Bei all den Zu- und Abgängen verliert man allmählich den Überblick, weshalb ich hier in dem Beitrag das aktuelle Wechselkarussell versuche festzuhalten und zu aktualisieren, sobald sich noch Änderungen ergeben. Abgänge: Christoph Moritz (FCK), Henrique Sereno (vereinslos), Dani Schahin (Roda JC Kerkrade), Todor Nedelev (Botev Plovdiv , leihe), Loris Karius (FC Liverpool), Julian Baumgartlinger (Bayer 04 Leverkusen), Elkin Soto (Once Caldas) Zugänge: Jonas Lössl (En Avant Guingamp), Jean-Phillipe Gbamin (RC Lens), José Rodriguez (Galatasaray Istanbul), Gerrit Holtmann (Eintracht Braunschweig) Gehen darf: Maximilian Beister (Gastspieler bei Darmstadt 98) Bei den Spielern Jhon Córdoba und Christian Clemens wurde nach der Leihe die vereinbarte Kaufoption gezogen und beide Spieler somit an den Verein gebunden. Gerade die Transfers von José Rodriguez und Jean-Philipp Gbamin wirken sehr reizvoll (vor allem bei der kolporiterten Ablöse von 5 Mio. Euro für Jean-Philippe). Dennoch glaube ich, dass die Transfers noch nicht abgeschlossen sind und ich sehe die Wahrscheinlichkeit für weitere Veränderungen als sehr hoch an. Gerade im Hinblick auf den europäischen Wettbewerb wo man den Kader personell etwas breiter aufstellen sollte.
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Den Umbruch vor Augen
Für mich ist es ein absolutes Novum: in der aktuellen Saison haben die 05er noch alle Chancen, sich für internationale Aufgaben in der nächsten Saison zu empfehlen und gleichzeitig kann ich die Zukunft des Vereins überhaupt nicht einschätzen. Da wäre der Weggang von Christian Heidel: Mr. „Mainz05“ verlässt den Verein gen Gelsenkirchen um dort zukünftig die Geschicke des Knappenclubs zu lenken. Beruflich sicherlich eine Verbesserung! Gleichzeitig ist der Nachfolger Rouven Schröder schon verpflichtet und wird in Kürze das Ruder bei den Rot-Weißen übernehmen. Noch vor Ende der Saison wird Heidel wiederum in die Kaderplanung der Königsblauen aktiv einsteigen. Der eine geht, der andere kommt – und im Idealfall ein fließender Übergang. Doch das sind nur die Veränderungen im Management. Wie sieht es denn beim Kader aus? Nachdem Yoshinori Muto sich wieder im Training verletzt hat und bis zum Saisonende ausfällt wird wohl ein Verkauf des quirligen Japaners unwahrscheinlich. Ein anderer Leistungsträger der auch mit „Y“ anfängt wird aller Wahrscheinlichkeit nach aber die Rheinhessen verlassen (natürlich nicht ohne noch ein paar Milliönchen in die Mainzer Clubkasse zu spülen). Die Rede ist natürlich vom türkischen A-Nationalspieler Yunus Malli. Doch auch Loris Karius dürfte mit seinen hervorragenden Leistungen einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben und so werden mit Sicherheit einige Clubs bei Schröder anklopfen und vielleicht auch das eine oder andere (unmoralische) Angebot auf den Tisch legen. Wie es dann um den Verbleib von Mr. „Zuverlässig“ steht ist auch ungewiss. Hinzu kommt, das bei 2 Spielern die Leihe am Saisonende endet – Christian Clemens und Jhon Córdoba. Bei beiden Spielern hält Mainz eine Option die mit einem bestimmten Geldbetrag verknüpft sind. Die Signale die von den Rheinhessen gesendet werden sprechen eher für einen Verbleib der beiden Spieler – aber das endgültige Wort ist hier noch nicht gesprochen! Lustigerweise könnte hier Christian Heidel mit sich selbst verhandeln da Clemens bekanntermaßen von Schalke 04 ausgeliehen ist. Mir sind mittlerweile beide Spieler ans Herz gewachsen und ich würde für einen Verbleib votieren – wenn man mich denn fragen würde. Und dann kommt da noch die spannende Frage, welches Händchen der neue Manager in der Auswahl der neuen Spieler hat. Heidel hatte sicherlich einige Fehlgriffe getan die aber zumindest wirtschaftlich keine riskanten Manöver darstellten. Hoffen wir, das unser neuer Manager diesen erfolgreichen Kurs fortsetzen kann. Ganz ehrlich: die neue Saison ist viel spannender als die derzeitig laufende. Denn der Umbruch bahnt sich an und es sind einfach sehr viele Fragen noch offen. Und diese können auch erst mit der Zeit beantwortet werden.
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Heidel verlässt Mainz im Sommer gen Schalke
Man ist geneigt „Endlich!“ zu rufen. Endlich ist es raus, endlich ist es fakt, endlich hat das viele „Rätstelraten“ ein Ende. Zum Ende der Saison verlässt der aktuelle Manager Christian Heidel den Verein Mainz 05 – nach 24 Jahren! Klar ist, dass das heutige Gesicht von Mainz 05 entscheidend vom scheidenden Manager geprägt wurde. Sei es durch teils aufsehenerregende Personalentscheidungen (Jürgen Klopp als Cheftrainer an Fasnacht, Jörn Andersen zu Beginn der Saison nach erfolgreichem Aufstieg entlassen und den A-Junioren Trainer Thomas Tuchel auf die Bundesligabühne heben oder auch die Entlassung von Kaspar Hjulmand noch in seinem Premierenjahr). Auch der Bau des neuen Stadions wurde maßgeblich von Christian Heidel vorangetrieben (ich erinnere mich hier an Auftritte von Heidel im AZ Talk in der Alten Patrone) und das viele Spieler, die auch (zahlungskräftigere) Angebote von anderen Vereinen hatten, sich eben wegen Christian Heidel und wie er sich um Menschen bemüht zugunsten des Vereins Mainz 05 entschieden haben. Als Fan der 05er habe ich eine zweigeteilte Meinung über die Entscheidung von Heidel. Die eine ist eher professionell: Bundesliga ist eine große und finanzstarke Bühne und immer „nur“ der Manager bei einem „Ausbildungsverein“ zu sein ist auf Dauer für einen so umtriebigen Menschen wie Heidel nicht die Erfüllung. Er will noch mehr erreichen – für sich persönlich. Das ist eine Entscheidung, die kann jeder so akzeptieren. Und viele von uns haben vielleicht in der Vergangenheit aus ähnlichen Gründen einen Jobwechsel vollzogen. Die andere Meinung ist die das Fans: ich bedauere den Weggang ausdrücklich denn Heidel steht für das Erfolgsmodell „Mainz 05“. Ihm haben wir es zu verdanken, dass der Verein heute sowohl sportlich als auch finanziell so Gesund da steht. Es drängt sich einem die Frage auf: „Wie soll das nun weitergehen?“ Immerhin steht Heidels Nachfolger schon fest: Rouven Schröder wird ab Sommer die Geschäfte von Christian Heidel übernehmen. Da er bei seinem derzeitigen Arbeitgeber bereits freigestellt wurde würde sich für ihn die Möglichkeit ergeben, schon das eine oder andere bei Mainz 05 kennen zu lernen. Persönlich wünsche ich Christian Heidel alles Gute für seinen weiteren beruflichen Werdegang bei Schalke 04. Reisende soll man nicht aufhalten… → Hier gehts zur PK bei 05er.tv…
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Das Hickhack um Heidel
Ich gebe zu das mich das Zerren um den aktuellen Manager von Mainz 05 – Christian Heidel – im ersten Moment doch ziemlich überrascht hat. Doch spätestens seit dem Wechsel von Dieter Hecking vom 1. FC Nürnberg zum VfL Wolfsburg habe ich verstanden, dass nicht nur Spieler „weggekauft“ werden können sondern auch Trainer. Und was für Trainer gilt, das kann letztlich auch für Manager gelten (siehe damals der Wechsel von Klaus Allofs von Werder Bremen zu Wolfsburg). Nun wurde also seitens der Königsblauen aus Gelsenkirchen der Hut in den Ring um den Mainzer Manager geworfen. Und dies nicht erst vor kurzem sondern schon vor längerer Zeit. Das diese Personalie erst im Oktober an die Öffentlichkeit trat ist nicht zuletzt dem Präsidenten von Mainz 05, Harald Strutz, zu verdanken. Ohne jetzt interna zu kennen habe ich den Eindruck, das derzeit alle beteiligten Akteure einen Reputationsschaden hinnehmen mussten. Am Schwierigsten stellt sich m.E. die Situation für den Verein Mainz 05 selbst dar denn wenn überhaupt, müsste ein Wechsel Heidels schon in der Winterpause vollzogen werden, damit er die Kaderplanung beim FC Schalke 04 seriös und eigenverantwortlich angehen kann. Doch Heidel hat gesagt, dass er nur Mainz 05 verlässt wenn er weiss das er ein „bestelltes Feld“ übergeben kann – und ein Nachfolger für ihn gefunden ist, der seinen Vorstellungen als Manager für die Rheinhessen entspricht. Hier muss ich jetzt die Frage stellen: Was hat der Verein Mainz 05 – und im Besonderen das Präsidium – getan, seit dem Christian Heidel von dem Angebot berichtet hat (laut eigenen Aussagen ist er damit von Anfang an intern sehr transparent umgegangen)? Die Ausgangslage ist derzeit so, dass Heidel noch einen gültigen Vertrag bis 2017 innehat. Und jeder Mainz 05-Fan wird mir zustimmen, wenn ich sage, dass Christian Heidel eines DER Gesichter und Erfolgsgaranten für den Verein ist. Ihm haben wir den Stadionneubau zu verdanken, er war es der Trainer wie Jürgen Klopp und Thomas Tuchel auftat und auf die Bühne „Bundesliga“ hob. Trainer, die mittlerweile bei anderen Vereinen sehr erfolgreich sind. Heidel war auch der wichtigste Architekt wenn es um das Zusammenstellen von wettbewerbsfähigen Mannschaften ging. Er hat Spieler wie Mohamed Zidan, Adam Szalai, Miroslav Karhan, Elkin Soto, Andreas Ivanschitz, Shinji Okazaki – um nur ein paar davon zu nennen – an das beschauliche Mainz am Rhein gelotst. Alles Spieler, die auch schon internationale Erfolge und Erfahrungen aufweisen konnten und jeder von Ihnen hat an der Erfolgsgeschichte von Mainz 05 mit dazu beigetragen. Christian Heidel ist unumstritten hervorragend vernetzt und kennt die Fussballwelt sehr gut. Ein Abgang von Heidel würde einen immensen Kompetenzverlust bedeuten. Wer also sollte dieses Anforderungsprofil erfüllen? Jemand, der hervorragende kommunikative Fähigkeiten, ein sehr gutes Netzwerk und einen guten Riecher für sehr gute Chancen hat. Jemand, der Mainz 05 lebt! Die Handlungsweise des Präsidiums erschliesst sich mir nicht ganz. Statt mit Hochdruck gemeinsam mit Heidel nach einem möglichen Nachfolger zu suchen (und es in der Vergangenheit auch verpasst zu haben, dieses mögliche Szenario im Auge zu behalten und schon frühzeitig an der Einarbeitung eines Nachfolgers für Heidel zu arbeiten) wird das Thema erstmal intern gehalten. Bis Präsident Harald Strutz eine bewusste Indiskretion begeht und das Thema nach Außen sickern lässt. Und nun entsteht eine etwas groteske Situation, bei der alle Beteiligten nicht gut aussehen. Schalke 04 weil sie auf die Antwort von Heidel warten (sicherlich nicht ewig) denn schließlich ist klar, das Horst Heldt den Posten im kommenden Sommer nicht mehr innehat (gleichzeitig aber noch betont, aktiv am Kaderaufbau für die kommende Saison zu arbeiten). Das heißt, Schalke 04 hätte eine Mannschaft, die der künftige Manager nicht zu verantworten hat – sich aber damit herumschlagen muss. Sollte Heidel sich entschließen, im Sommer dann zu Schalke 04 zu wechseln (und er die Freigabe von seinem bisherigen Arbeitgeber bekommt) wäre es eine ähnliche Situation wie in Gelsenkirchen. Rein menschlich betrachtet kann ich das Zögern von Heidel durchaus verstehen. Mit Anfang 50 hat er doch die Gelegenheit, einen großen Verein, der auf internationaler Bühne spielt, zu managen und seinen Stempel aufzudrücken. Das er dort mit Sicherheit (mutmaßlich) das 2- bis 3-fache des aktuellen Gehalts beziehen wird ist auch ein Aspekt. Gleichzeitig ist ihm seine Wichtigkeit für den Verein Mainz 05 absolut bewusst. Das aktuelle Mainz 05 ist „sein Baby“. Und wie ist sein aktuelles Verhältnis zum Präsidium? So wie ich Harald Strutz in den vergangen Jahren wahrgenommen habe wird er Heidel dieses Hickhack nicht so einfach verzeihen und ich kann mir vorstellen, dass dies einen Knacks in der Männerfreundschaft verursacht hat. Und so würde es mich nicht wundern, wenn eines Tages die Tür bei Mainz 05 für den Manager verschlossen ist. Er könnte dann natürlich den Schlüsseldienst Mainz kontaktieren und diese bitten, die Tür wieder für ihn zu öffnen. Ob dabei auch die Tür zur Freundschaft wieder aufgestoßen wird ist eher zweifelhaft. Ich persönlich hätte mir gewünscht das a) Christian Heidel sofort den Knappen absagt mit dem Verweis auf einen gültigen Vertrag bis 2017 oder b) Christian Heidel und der Verein Mainz 05 auf diese Situation vorbereitet sind und somit geräuschlos den Wechsel schon in der Winterpause über die Bühne hätten gehen lassen. Beides ist nicht geschehen und so sehen derzeit alle Beteiligten alles andere als glücklich aus. Das lässt für mich nur den Schluss zu, dass sowohl Heidel als auch der Verein überhaupt nicht das Szenario „jemand will unseren Manager abwerben“ auf der Agenda hatten. Etwas, das im normalen Berufsleben auf den Ebenen des Top-Managements gang und gäbe ist. Damit wird für mich das letzte Stückchen „heile Welt Mainz 05“ geknackt und man kann nun vollends sagen: „Willkommen im Profigeschäft der Bundesliga!“.
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Befreiungsschlag gelungen oder…
Ich gestehe, ich gehöre zu den Menschen die sagen „das Glas ist halbvoll“. Diesen Menschen wird gemeinhin unterstellt, dass sie eine positivere Einstellung haben. Beim Fussball aber und im besonderen bei „unseren 05ern“ bin ich dann doch eher der „halb leer“-Typ. Oder anders ausgedrückt: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“. Worauf will ich hinaus? Wer sich das Spiel heute gegen den VfL Wolfsburg angeschaut hat, der hat folgendes gesehen: Der Gegner war äußerst schwach (kein einziger Schuss aufs Tor!) Der Gegner war recht früh im Spiel nur noch zu zehnt auf dem Platz (glatt rote Karte für Julian Draxler nach hohem Bein) Im Gegenzug hat man gesehen, dass die Mainzer trotz Überzahl sich schwer taten, daraus richtig Kapital zu schlagen. Eine Fülle von Fehlpässen und inkonsequent herausgespielten Kontern. Bei einer stärkeren Mannschaft wie Wolfsburg hätte das keinesfalls zum Sieg gereicht. Vom Ergebnis hier kann man sagen: der Befreiungsschlag ist gelungen. Kein Tor reinbekommen und gleichzeitig zwei geschossen und endlich ein Heimspiel wieder gewonnen (nachdem die letzten Drei allesamt verloren gingen). Und glaube ich auch, dass dieser Sieg der Teammentalität wieder auftrieb gibt. Doch stellt sich die Frage, ob der Schwung über die Länderspielpause hinaus mitgenommen werden kann und wie stark der nächste Gegner auftritt. Ich bin mal vorsichtig „der halb volle“ Typ und sage, wenn die Mannschaft den Schwung wirklich mitnehmen kann und wenn alle Akteure weiter hart an sich arbeiten, dann könnte das wirklich der Befreiungsschlag gewesen sein. Sollte das aber nicht eintreten, dann könnte es wie die sprichwörtliche „Schwalbe“ sein – und Martin Schmidt mit seinem Trainerteam hätte weiterhin noch einiges aufzuarbeiten.
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Die Sache mit dem Handspiel
Es war eine Schlüsselszene des heutigen Spiels unserer 05er gegen den FC Augsburg: kurz vor Ende der ersten Halbzeit wird Pablo de Blasis an der Hand getroffen. Dumm war nur, dass er sich in diesem Moment im eigenen Strafraum befand und weiterhin war es dumm, dass der Schiri auf Strafstoss entschied. Dieser (verwandelte) Elfer brachte den FCA zurück in die Spur. Doch genau diese Szene möchte ich aufgreifen und vielleicht eine kleine Fachdiskussion hierüber führen: war dieser gegebene Handelfmeter gerechtfertigt oder nicht? Auch die Ex-Schiedsrichterkollegen Gagelmann und Merck sind sich uneins. Gagelmann sagt „Nein“, Merck sagt „Ja“. Und auch unter den Fussballfreunden auf Twitter tat sich eine kleine Debatte darüber auf, ob dieser Elfer nun gerechtfertig war oder nicht. Ich bin der Meinung, dass die „Handregel“ mittlerweile sowas von Auslegungssache ist, dass es für einen Schiedsrichter im besten Fall eine 50:50 Chance gibt, richtig zu liegen. Hat der Spieler eine bewusste Bewegung zum Ball hin gemacht, wie groß war die Entfernung zum Schützen, hat der „handspielende“ Spieler seine Fläche damit vergrößert – all diese Fragestellungen muss der Unparteiische binnen Sekunden(bruchteilen) gesehen und bewertet haben. Eine denkbar undankbare Aufgabe! Und ich glaube, jeder der sich in diese Situation einmal hineinversetzt wird zu dem gleichen Schluss kommen: zu oft wird man als Schiedsrichter hier falsch entscheiden. Im heutigen Spiel war es die Situation als de Blasis kurz bevor der Ball gegen ihn prallte eine Drehbewegung weg vom Schützen machte. Und auch den Arm versucht er in dieser Bewegung mitzunehmen. In meiner Wahrnehmung genau aus dem Grund, damit eben KEIN Handelfmeter gepfiffen wird. Das Timing sprach aber gegen ihn denn just in dem Augenblick als der Ball seinen Arm traf vergrößerte er damit die Fläche und lenkte den Ball ab. Und ich denke, genau dieser Moment war es der den Schiedsrichter Marco Fritz dazu verleitete, für den Strafstoß zugunsten der Augsburger zu pfeifen. Schaut man sich die Wiederholung in Zeitlupe an komme ich zu dem Schluss: de Blasis hat den Ball nicht gesehen, dreht sich von dem Ball weg und um das eigene Gleichgewicht zu wahren hebt er ein wenig den Arm. Die Distanz vom Schützen zu de Blasis betrug maximal 3-4 Meter und wer den Schuss gesehen hat weiss: der war stramm! De Blasis hier eine Absicht zu unterstellen wäre fehl am Platz – wurde ihm auch nicht weshalb er keine rote Karte bekam. Bleibt aber nun die Frage, war es wirklich ein Handspiel? Ja sicher war es eines – aber war es auch eines, das mit einem Strafstoß geahndet werden muss? Und hier sage ich: Nein! Dazu war es zu zufällig und die Umstände sprechen mehr für Pablo. Ja ein Handpiel war es – immerhin wurde der Arm angeschossen. Aber es war kein Handspiel, das eines Elfmeter würdig gewesen ist. Das Marco Fritz hier anders entschied passt in das oben beschriebene 50:50 Dilemma. Letztlich mache ich dem Unparteiischen keinen Vorwurf, doch sehe ich die „Auslegungskriterien“ als fragwürdig an. Entweder man sagt „Hand ist Hand“ oder man macht diese Abstufungen. Und bei diesen Abstufungen braucht es dann ein gewisses Feingefühl zu wissen, wann pfeife ich und wann nicht. Doch hierzu müssen die Regeln angepasst werden, die Schiedsrichter auf dem Feld können nur nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden. Und tragisch wird dies dann auch noch, wenn es Spielentscheidend ist. Doch das ist nur meine Meinung, wie sieht es bei euch aus?
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Schmeichelhafte Niederlage gegen Leverkusen
Bild: Benjamin Thorn / pixelio.de Um es vorweg zu nehmen: das Mainz heute mit 0:1 verloren hat ist in Anbetracht der Menge an Torschüsse auf Seiten der Leverkusener fast schon ein Wunder, zumindest jedoch schmeichelhaft. Das dabei die sehr stabile Innenverteidigung und wiedermal ein Loris Karius in herausragender Form ihren Teil dazu beigetragen haben soll auch nicht verheimlicht werden. Aus Sicht der Leverkusener muss man eigentlich fragen: wieso hat man nur einmal getroffen? Die schwarz-roten vom Niederrhein haben es in meinen Augen genauso gemacht wie Schalke – nämlich von Anfang an gepresst, gerannt und mit sehr hoher Handlungsschnelligkeit den Mainzern kaum Luft zum atmen gelassen. So beschränkten sich die 05er in der ersten Hälfte auch komplett aufs verteidigen da die wenigen Offensivbemühungen viel zu zaghaft und zu unpräzise durchgeführt wurden. Das es hier nicht schon 2:0 für Leverkusen stand grenzt schier an ein Wunder. Nach der Halbzeitpause wachten die Mainzer endlich auf und so kam man ein paar Mal teils recht gefährlich in die Nähe des gegnerischen Tors – doch war hier vieles nach dem Muster „Zufall“ kreiert. Es fehlte einfach das Zwingende. Und so kam es dann auch das inmitten dieser leichten Stabilisierungsphase Leverkusen den Matchpoint setzte. Mainz musste sich nach dem Gegentreffer ersteinmal wieder fangen. Das in der zweiten Hälfte nicht noch zwei weitere Treffer für Leverkusen fielen ist nur dem Aluminium geschuldet – bisher doch eher Mainzer Metier – und so verhinderte der Pfosten schlimmeres. Als Fazit kann man sagen: Leverkusen hat verdient gewonnen (alle statistischen Werte wie Ballbesitz, Passgenauigkeit, Zweikämpfe, Torschüsse und Eckenverhältnis zugunsten der Werkself) und man kann ihnen lediglich den Vorwurf machen, aus ihren Chancen nicht mehr Tore erzielt zu haben. Mainz muss man dringend empfehlen sich ein Mittel gegen Mannschaften zu erarbeiten, die von Anfang an mit aller Macht draufgehen. Gerade die erste Hälfte schien mir wiedereinmal eher Willens- als Könnensache zu sein.
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