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| Fohlen-Hautnah Online Magazin über Borussia Mönchengladbach mit aktueller Berichterstattung rund um den Verein. Interviews, Hintergründe, News und Neuigkeiten. |
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| »Bin nicht allzu enttäuscht« |
| Sechs Fragen an Mike Hanke In der abgelaufenen Bundesliga-Saison konnte Mike Hanke bei Borussia Mönchengladbach mit mehr als guten Leistungen überzeugen. Sogar gute Chancen bei der diesjährigen EM in Polen und der Ukraine dabei zu sein wurden dem Angreifer ausgerechnet. Bekanntlich lässt Bundestrainer Joachim Löw den Borussen zu Hause. Einen Tag vor seinem Urlaub haben wir uns kurz mit dem 28-Jährigen auch über seine Nichtnominierung unterhalten. Hoffnung nicht erfüllt - Mike Hanke muss zuhause bleiben. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de Fohlen-Hautnah: Mike, warst du sehr darüber enttäuscht, dass du nicht in den vorläufigen EM-Kader berufen wurdest? Mike Hanke: Nein, großartig enttäuscht nicht. Sicherlich hätte ich mich gefreut, wenn ich dabei gewesen wäre, aber letztendlich entscheidet es der Bundestrainer. Und ich habe ja in den letzten Wochen schon gesagt, dass ich mir darüber auch nicht so viele Gedanken gemacht habe. Ich glaube, das war ganz gut, denn deshalb bin ich jetzt nicht allzu enttäuscht. So habe ich jetzt sieben Wochen Urlaub, kann diesen mit meiner Familie genießen und drücke der Nationalmannschaft natürlich die Daumen, dass sie vielleicht den Titel holen. Fohlen-Hautnah: Du wirst dich in dem Zusammenhang aber sicher über die vorläufige Nominierung von Marc-André ter Stegen gefreut haben und ihm die Daumen drücken, dass er auf den EM-Zug aufspringt ... Mike Hanke: Absolut. Es steht zwar noch nicht fest, ob er komplett dabei ist - da muss er sich jetzt erst mal reinbeißen. Aber dass er jetzt dabei ist und mal reinschnuppern kann, wie dass so ist, ist natürlich noch mal eine Hausnummer höher als hier in Gladbach, weil auch das Medieninteresse enorm ist. Dass wird Neuland für ihn, aber das hat er sich einfach verdient. Er hat eine super Saison gespielt. Fohlen-Hautnah: Wenn du eine Rangliste der Bundesliga-Torhüter aufstellen müsstest - an welche Position würdest du Marc-André setzen? Mike Hanke: Nach dem Saisonverlauf würde ich ihn hinter Manuel Neuer auf Position zwei setzen. Fohlen-Hautnah: Der Urlaub ist mit sieben Wochen nun sehr lange. Wie wirst du ihn verbringen? Mike Hanke: Wir werden in den nächsten Tagen irgendetwas buchen. Wohin wir hinfliegen, weiß ich noch nicht genau. Einen Türkei-Urlaub haben wir ja schon gebucht und jetzt werden wir mal sehen, wohin wir noch fliegen. Auf jeden Fall werden wir total entspannen. Fohlen-Hautnah: Wirst du denn dennoch auch ein Auge darauf werfen, welche neuen Mitspieler du und ihr nach dem langen Urlaub in euren Reihen begrüßen könnt, oder ist dir so etwas im Urlaub egal? Mike Hanke: Ich werde das schon gründlich verfolgen und bin sehr gespannt, was sich der Verein einfallen lässt. Fohlen-Hautnah: Dabei gilt es mit Dante, Roman Neustädter und Marco Reus drei Stammspieler zu ersetzen... Mike Hanke: Auch wenn uns jetzt drei gute Spieler verlassen haben so denke ich, dass wir auch in der kommenden Saison eine gestandene Mannschaft, mit sehr viel erfahrenen Leuten, die ja immer noch da sind, haben werden. Die neuen Spieler werden wir dann integrieren. Dass geht in Gladbach schnell, wie ich selber erlebt habe. Dann werden wir sehen, was wir unter Lucien Favre, der sehr gut einschätzen kann, was der neue Spieler noch aus sich herausholen und abrufen kann, sehen, in der nächsten Saison erreichen. |
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| Torfreudige Borussen beim letzten Saisonauftritt in Hanau |
| Testspiel: 1. Hanauer FC 1893 - Borussia Mönchengladbach 1:10 (0:2) Mit einem ungefährdeten 10:1-Testspielsieg gegen den 1. Hanauer FC 1893 verabschiedete sich Borussia Mönchengladbach am Donnerstagabend in die siebenwöchige Sommerpause. Vor rund 3.000 Zuschauern im Herbert-Dröse-Stadion zeigten sich die Borussen zum Abschluss noch einmal torfreudig. Traf dreimal in Hanau: Mathew Leckie. Foto: Katharina Schöne, Fohlen-Hautnah.de Da Borussias Trainer Lucien Favre aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes nicht mit nach Hessen reisen konnte, übernahmen die Co-Trainer Manfred Stefes und Frank Geideck dessen Aufgaben. Verzichten musste das Trainerteam auf Mike Hanke, Havard Nordtveit und auf Thorben Marx, der sich nach seiner Knie-OP im Aufbautraining befindet. Zudem machten die Nationalspieler Marc-André ter Stegen und Marco Reus die Reise in die Brüder Grimm-Stadt nicht mit. So liefen zu Beginn folgende elf Borussen auf: Das Tor hütete Christofer Heimeroth, vor ihm bildeten Matthias Zimmermann, Dante, Martin Stranzl und Kapitän Filip Daems die Viererabwehrkette. Während Julian Korb und Tolga Cigerci die „Doppel-6" bildeten, so besetzten Patrick Herrmann (rechts) und Juan Arango (links) im Mittelfeld die Seiten. In der offensive liefen Yuki Otsu und Mathew Leckie auf. Nachdem sich beide Mannschaften zunächst abgetastet hatten, gehörte den Borussen der erste Torschuss. Arango setzte aus 30 Metern zum Schuss an, drosch das Leder aber weit in den Hanauer Abendhimmel (05.). Drei Minuten später wieder der VfL. Zunächst brachte der erste Eckstoß, ausgeführt durch Herrmann nichts ein (08.), ehe der Flügelflitzer nur wenige Sekunden später das Leder nach einem tollen 35-Meterpass von Arango in den Lauf im Strafraum verstolperte (09.). Doch zwei Minuten später war der Siebtligist erstmals geschlagen. Nach Doppelpass von Leckie und Arango, brachte der Venezolaner den Ball mit der Hacke auf Otsu, der das Leder im Nachschuss aus 13 Metern zum 1:0 für den VfL in den Maschen versenkte (11.). Die Folgeminuten gestalteten sich dann ruhig, der Bundesligist war aber zu jeder Zeit Herr der Lage. Und in der 19. Minute meldete sich dann der Gastgeber erstmals vor dem Tor der Borussen. Dabei verfehlte Felix Rohner das Ziel nur knapp. Drei Minuten später hätte der Siebtligist gut und gerne für den Ausgleich sorgen können, doch Salif Jaiteh legte die Kugel nach einem Sololauf und Umspielen von Heimeroth am leeren Tor vorbei (22.). Auf der anderen Seite legte der VfL den zweiten Treffer nach. Zunächst schoss Otsu aus 20 Metern aufs Tor, den Rebound nutzte Leckie und vollstreckte aus kurzer Distanz zum 2:0 (27.). Und der spielbestimmende Champions League-Qualifikant suchte weiter den Zug vor das Tor und kam zwangsläufig zu Möglichkeiten. Dabei setzte Zimmermann zum 16-Meterschuss an, Hanaus Torhüter klärte zur Ecke, die im Anschluss nichts einbrachte (31.). Vier Minuten später klärte Hanaus Torhüter den Schuss von Leckie zur nächsten Ecke, die ebenso nicht zum gewünschten Erfolg führte (35.). Bis zum Pausenpfiff passierte nicht mehr viel, so dass es mit einer 2:0-Führung für den VfL in die Kabinen ging. Zum zweiten Durchgang nahm das Trainerteam fünf Wechsel vor. Heimeroth, Dante, Daems, Stranzl und Arango blieben in der Kabine, Blaswich, Brouwers, Jantschke, de Camargo und Neustädter kamen in die Partie. Und während Brouwers die Kapitänsbinde übernahm, machte sich Dante unmittelbar nach dem Duschen mit dem Taxi auf den Weg zum Frankfurter Flughafen, um von dort aus in seine brasilianische Heimat zu fliegen. Derweil machten die Borussen in ihren letzten 45 Minuten vor dem lang ersehnten Urlaub binnen weniger Minuten das halbe Duzend voll. Mathew Leckie fasste sich aus 16 Metern ein Herz und ließ Hanaus Keeper bei seinem strammen Schuss keine Chance - 3:0 für den VfL. (53.). Vier Minuten später spielte Neustädter das Leder per 30-Meterpass genau in den Lauf von Jantschke, der vor dem Tor eiskalt blieb und zum 4:0 einschob (57.). Und während de Camargo aus dem Getümmel heraus zum 5:0 traf (60.), so besorgte Leckie nach Flanke von Otsu per Kopf das 6:0 (61.). In der Folgezeit schaltete der VfL gleich mehrere Gänge zurück und ließ es ruhiger angehen. Das Geschehen hatte der Bundesligist aber weiter voll unter Kontrolle. So langsam aber sicher endete der letzte Saison-Auftritt der Borussen. Und ehe sie diesen positiv abhaken konnten, zappelte das Leder in Hanau noch viermal in den Maschen. Otsu (76.), de Camargo (78.), Jantschke (87.) und Brouwers in der Schlussminute schraubten das Ergebnis auf 10:1 hoch, nachdem der Hanauer Strinavic zwischenzeitlich für den Ehrentreffer gesorgt hatte (81.). Am Ende blieb es beim völlig verdienten 10:1-Sieg für den VfL, der sich zum Abschluss noch mal in Torlaune präsentierte und sich mit einem positiven Ergebnis in den Urlaub verabschiedete. Nach diesem neben Dante und Marco Reus auch Roman Neustädter nicht mehr nach Gladbach zurückkehren wird. »Jetzt ist es amtlich. Der Tag musste ja kommen«, sagte der zum FC Schalke wechselnde Mittelfeldspieler wehmütig. »Jetzt habe ich ein paar Wochen Zeit, um mich auf meine neue Herausforderung vorzubereiten«. »Es war heute ein wenig anstrengend, da wir nochmal viel gelaufen sind. Aber es hat vor diesen vielen Zuschauern trotzdem sehr viel Spaß gemacht«, zog Patrick Herrmann ein positives Fazit und blickte noch ein letztes Mal in Richtung Abgänge. »Ein bisschen Wehmut ist heute schon dabei, das letzte Mal mit Dante und Roman zusammen gespielt zu haben, aber das gehört dazu«. »Ich fahre jetzt noch zum U21-Lehrgang und dann verbringe ich in den USA meinen Sommerurlaub«, gab Herrmann noch einen kurzen Einblick in seinen Urlaub. Und genau diesen haben sich alle Borussen nach dieser tollen Saison auch mehr als verdient. Die Kurzstatistik zum Spiel: Borussia Mönchengladbach: Heimeroth (46. Blaswich) - Zimmermann, Dante (46. Brouwers), Stranzl (46. Neustädter), Daems (46. Jantschke) - Korb, Cigerci - Herrmann, Arango (46. de Camargo) - Otsu, Leckie Weiter im Kader: Ring Tore: 0:1 Otsu (11.), 0:2 Leckie (27.), 0:3 Leckie (53.), 0:4 Jantschke (57.), 0:5 de Camargo (60.), 0:6 Leckie (61.), 0:7 Otsu (76.), 0:8 de Camargo (78.), 1:8 Strinavic (81.), 1:9 Jantschke (87.), 1:10 Brouwers (89.) |
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| »Haben den vierten Platz erspielt und verdient« |
| Nachgefragt bei Thorben Marx In der abgelaufenen Bundesliga-Saison brachte es Thorben Marx für Borussia Mönchengladbach auf lediglich 19 Einsätze, bei denen er insgesamt 640 Minuten auf dem Platz stand. Zuletzt musste der 30-Jährige aufgrund einer Knie-OP passen. Mittlerweile steht der defensive Mittelfeldspieler wieder auf dem Platz und will nach dem Sommerurlaub wieder voll angreifen. Will in der Vorbereitung wieder voll angreifen - Thorben Marx. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de Thorben Marx über: ... seine Verletzung: »Es sieht ganz gut aus, ich kann wieder alles machen. Am Freitag werde ich dann auf dem Laufband noch den Laktattest nachholen und dann ist auch für mich Urlaub«. ... die abgelaufene Saison des VfL: »Ich glaube, dass wir sehr zufrieden sein können. Der vierte Tabellenplatz entspricht, so denke ich, auch unseren Leistungen. Sicherlich hat es für die ersten Drei nicht ganz so gereicht, aber der vierte Platz ist verdient. Den haben wir uns erarbeitet und erspielt. Von daher sind wir natürlich sehr zufrieden. Jetzt haben wir zu Beginn der neuen Saison gleich eine große Aufgabe, bei der wir zunächst mit aller Macht in die Champions League kommen wollen«. ...sein persönliches Saisonfazit: »Sicherlich hätte ich mir gewünscht, dass ich öfters zum Einsatz komme und öfters gespielt hätte. Aber die Elf, die gespielt haben, haben ihre Sache sehr gut gemacht. Deswegen gab es für den Trainer auch wenig Grund zu wechseln. Jetzt versuche ich natürlich, in der neuen Saison wieder anzugreifen, so dass ich vielleicht etwas mehr zum Spielen komme«. ... eventuelle Wechselabsichten: »Da gibt es nach wie vor überhaupt keinen Grund zu und daran verschwende ich auch überhaupt keine Gedanken. Ich habe noch ein Jahr Vertrag und den werde ich erfüllen«. ... den neuerlichen Konkurrenzkampf in der neuen Saison: »Ich weiß, wie schnell es im Fußball gehen kann, denn ich bin schon lange genug dabei. Sicherlich haben die Spieler, die neu geholt werden, vielleicht einen kleinen Bonus. Aber eine Saison ist lang. Wir haben im nächsten Jahr viele Spiele und da hoffe ich, dass ich dann auf eine gute Anzahl von Spielen komme«. ... das Relegationsspiel von Hertha BSC Berlin gegen Fortuna Düsseldorf: »Ich drücke natürlich Hertha die Daumen, keine Frage. Sie müssen im Hinspiel aber ein gutes Ergebnis erzielen, denn sonst wird es im Rückspiel schwer. Ich denke aber und glaube, dass sie es in der Summe der beiden Spiele schaffen. Dann wären sie noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen und werden sich sicherlich in der Sommerpause ihre Gedanken machen«. ... aufgetragene ‚Hausaufgaben' im Urlaub: »Ich denke, dass wir einen Plan mitbekommen. In den ersten zwei drei Wochen brauchen wir vielleicht gar nichts machen und dann danke ich, werden wir jeden zweiten oder dritten Tag ein Lauf machen müssen. Aber das macht man auch automatisch, denn man kann sich ja nicht sieben Wochen lang auf die faule Haut legen. Man muss zum Trainingsstart schon mit eine gewisse Grundlage haben, denn sonst wird die Vorbereitung noch länger, als sie eigentlich schon ist«. ... seine Vorhaben im Urlaub: »Ich werde mich die meiste Zeit in Berlin aufhalten. Dazu werde ich einmal in die Türkei und mit Mike Hanke ein paar Tage nach Ibiza fliegen. Ansonsten werde ich die freie Zeit mit meiner Familie genießen«. |
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| Versteigerung für den guten Zweck |
| Originales Spielertrikot von Thorben Marx mit Unterschriften Bereits in der Vergangenheit haben wir original getragene Utensilien von Spielern von Borussia Mönchengladbach zu Gunsten des von Borussias Traditionsmannschaft, die Weisweiler Elf, unterstützten Projekts „A key 2 Dreams" für Menschen in Not versteigert. Dies wollen wir zum Saisonabschluss erneut tun. Trikotübergabe: FH-Redakteur Tobias Blümel und Thorben Marx. Foto: Andreas Plum, Fohlen-Hautnah.de Und die Borussen weiterhin auch. So geht unser Dank nach Marc-André ter Stegen, der uns ein Paar seiner original getragenen Torwarthandschuhe gerne zur Verfügung gestellt hatte, nun an Thorben Marx, der uns ein von ihm getragenes Heimtrikot zur Verfügung gestellt hat. Dieses möchten wir an der Stelle versteigern. Der Meistbietende erhält das Trikot nebst originalen Unterschriften der erfolgreichen Mannschaft, während der Erlös zu 100 Prozent dem oben erwähnten Projekt zu Gute kommt. Vielen gerade auch in Deutschland geht es recht gut, anderen in der Welt im Vergleich leider nicht oder eher weniger. Also legt los, erweitert eure Borussia-Sammlung und helft Menschen sowie Kindern in Not. Verbindliche Gebote können an unsere Email-Adresse, redaktion@fohlenhautnah.de , mit Vor-und Zuname sowie Kontaktdaten inklusive Rufnummer - die Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht an Dritte zu Werbezwecken weiter gegeben - bis 16.05.2012, 24 Uhr abgegeben werden. Los ging es bei einem Euro. Aktuell liegt das Gebot bei 250 Euro (Stand 15.05.2012). |
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| »Müssen gute Qualität wiederfinden« |
| Nach dem Saisonfinale in Mainz Es war ein würdiger und gelungener Abschluss einer tollen Saison. Mit dem verdienten 3:0-Sieg in Mainz schloss Borussia Mönchengladbach die 49. Bundesligasaison in der Endabrechnung erstmals seit der 3-Punkteregel mit hervorragenden 60 Punkten und auf Platz vier liegend als Champions League-Qualifikant ab. Und dabei zeigte Marco Reus einmal mehr, welch außergewöhnlich guter Fußballer er ist und welch große Lücke er beim VfL hinterlässt. Gerade auch diese gilt es nun zu schließen. Wer wird Nachfolger von Marco Reus und Roman Neustädter? Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de Schon ein wenig wehmütig schaute man nach dem Schlusspfiff in der Coface-Arena in die Gästekurve des Stadions, wo die VfL-Anhänger ihre Helden feierten. Marco Reus war soeben auf den Zaun geklettert, um mit den Fans den gelungenen Saisonabschluss zu feiern. Und das zum vorläufig letzten Mal, denn bekanntlich schnürt der Nationalspieler in der kommenden Saison seine Fußballschuhe für den deutschen Meister Borussia Dortmund. Zuvor hatte die Rakete in seinem 97. und zunächst vorerst letztem Bundesligaspiel für den VfL abermals nachhaltig unter Beweis gestellt, welch schmerzvollen Verlust er ohne jede Zweifel darstellt. Mit einer Gala-Vorstellung sorgte der scheidende Borusse quasi im Alleingang dafür, dass der VfL in Mainz seinen 8. Auswärtssieg feiern konnte. Zwei Tore und eine Vorlage steuerte Reus zum am Ende verdienten 3:0-Sieg bei und trug sich mit seinen Saisontreffern 17 und 18 zudem ein weiteres Mal in die Geschichtsbücher des VfL ein, denn er erzielte sowohl das 999. als auch das 1000. Bundesliga-Auswärtstor der Borussia. Bereits in der Saison 2010/2011 hatte sich Reus mit dem 2500. Bundesligator überhaupt einen Eintrag in der nächsten Borussia-Chronik gesichert. Zudem ist Reus der erste Borusse, der in drei Spielen in Folge mehrfach traf (jeweils zweimal gegen Hannover und Berlin und gleich dreifach gegen Bremen). Und auch mit insgesamt 35 Bundesligatreffern im Borussen-Dress hat der 22-Jährige in der ewigen Torschützenliste des VfL nun Stefan Effenberg (33 Treffer) überholt. Marco hat wieder zweimal getroffen und eine super Saison gespielt, brachte es Lucien Favre nach dem Mainz-Spiel auf den Punkt. Und wenige Minuten nach dem Schlusspfiff in Mainz realisierte der Nationalspieler dann auch, dass diese tolle Saison vorerst die letzte in Gladbach war. »Ich freue mich, dass wir gewonnen haben und dass mir noch zwei Tore gelungen sind, ist umso schöner«, sagte Reus wehmütig. »Natürlich bin ich jetzt schon ein bisschen traurig, dass es vorbei ist, aber ich wollte diesen Schritt machen. Ich hatte drei tolle Jahre in Mönchengladbach und habe dem Verein viel zu verdanken«. Das hat der Verein Marco Reus zweifelsohne auch, denn die Rakete hatte durchaus maßgeblichen Anteil daran, dass der VfL in der kommenden Saison international spielt. »Der Erfolg hat einen Namen und das ist Lucien Favre», hob Reus derweil den VfL-Coach hervor. »Natürlich tragen wir dazu bei, aber er hat uns die Richtung vorgegeben. Als wir in einer nicht so schönen Situation waren, haben wir an ihn geglaubt. Und er hat uns da durch positive Energie rausgebracht«. »Es war eine tolle Saison, völlig überraschend für alle. Die Mannschaft ist immer ruhig geblieben, auch in der schweren Zeit. Darauf bin ich sehr stolz«, resümierte Favre. Und während in und rund um den Borussia-Park alle stolz auf die hervorragende Saison und das Erreichte sein können, so gilt es nun, die neue zu planen. Dabei haben die Verantwortlichen um Sportdirektor Max Eberl und Trainer Lucien Favre die schwere Aufgabe, gerade die gewichtigen Abgänge von Dante und Marco Reus zu kompensieren. Nicht zuletzt die Rakete hinterlässt eine große Lücke, die es nun zu schließen gilt. Dass das nicht einfach werden wird, dürfte auf der Hand liegen. »Reus Eins-zu-Eins zu ersetzen wären Kagawa und Götze - und die kosten 40 Millionen Euro oder weniger. Also einen Reus Eins-zu-Eins zu ersetzen ist nicht möglich«, unterstrich Eberl am vergangenen Sonntag in der Sendung ‚Sky90'. »18 Tore und 11 Assists musst du weltweit erst mal finden. Dass kannst du gar nicht bezahlen und müssen wir jetzt wiederfinden«. Gleiches gilt für die Personalie Roman Neustädter, für den es einen Nachfolger zu finden gilt. Granit Xhaka vom FC Basel wäre so ein Kandidat, doch bisher beißt der VfL beim Schweizer Meister in Bezug auf die Ablösesumme im wahrsten Sinne des Wortes wohl noch auf Granit. »Der Junge hat sich geäußert und würde gerne zu uns kommen. Wir wissen aber, wie kompliziert und wie geschäftstüchtig der FC Basel ist«, so Eberl. »Da muss man eben schauen, ob es möglich ist. Es wird aber nicht unter allen Umständen sein«. Gleiches dürfte für die zahlreichen anderen Kandidaten gelten, die aktuell mit der Borussia in Verbindung gebracht werden. Sicherlich wird gerade in Bezug auf Neuzugänge mit den Hufen gescharrt und neue Borussen werden sehnlichst erwartet, doch der VfL ist auf der Jagd nach guten Spielern eben nicht alleine. »Wir verlieren extrem gute Qualität, deswegen müssen wir gute Qualität wiederfinden. Aber diese gute Qualität jagen auch Top-Clubs aus Europa«, gibt Eberl zu bedenken und weiß, dass ihm noch arbeitsintensive Wochen bevorstehen. »Deswegen ist die Situation für uns schwierig, aber wir versuchen sie bestmöglich zu lösen«. Und das getreu dem Motto: „Mit Geduld und Spucke, fängt man manche Mucke!" ... |
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| 3:0! Borussia beendet tolle Saison mit 60 Punkten |
| 34. Spieltag: 1. FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach 0:3 (0:1) Mit 3:0 siegte Borussia Mönchengladbach zum Saisonabschluss am Samstag beim 1. FSV Mainz 05 und verabschiedet sich als toller Tabellenvierter in die Sommerpause. Vor 34.000 Zuschauern in der ausverkauften Coface-Arena sorgten der überragende Marco Reus per Doppelpack und Igor de Camargo für den völlig verdienten Sieg des VfL. Erzielte zum Abschluss einen Doppelpack - Marco Reus. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de Borussias Trainer Lucien Favre musste im letzten Saisonspiel auf drei seiner Akteure verzichten und nahm wie im Vorfeld angekündigt, Änderungen in der Startelf vor. Thorben Marx (Reha-Training nach Knie-OP) und Håvard Nordtveit (Schultereckgelenksprengung) standen ebenso nicht zur Verfügung, wie Mike Hanke. Der Angreifer musste aufgrund von muskulären Problemen im Oberschenkel passen und machte somit die Reise nach Rheinland-Pfalz erst gar nicht mit. Stattdessen rückte Igor de Camargo an die Seite von Marco Reus. Auf der anderen Seite hatte Martin Stranzl seine Gelbsperre abgesessen und stand wieder in der Startformation, der Roel Brouwers weichen musste. Im Vergleich zum Remis gegen Augsburg zudem ebenso neu in der Mannschaft waren Alexander Ring und Tolga Cigerci, die beide zu ihrem Bundesliga- Startelfdebüt kamen. Während die Wolfsburger-Leihgabe den Vorzug vor Patrick Herrmann bekam, so ersetzte Ring den verletzten Nordtveit. Für beide Mannschaften ging es zwar um nichts mehr, dennoch hatte die Partie unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw einen munteren Beginn. Dabei gehörte den Gastgebern die erste Möglichkeit. Szalai setzte sich auf der rechten Seite durch und brachte den Ball in die Mitte, wo Choupo-Moting den Ball aus spitzem Winkel aber am Tor vorbei schoss (02.). Während sich die Borussen in den Anfangsminuten zwar gefällig durch das Mittelfeld kombinierten, dabei aber zu keinem nennenswerten Abschluss kamen, so hatte die Partie alles andere als Freundschaftsspiel-Charakter. Beide Mannschaften hielten das Tempo hoch, Höhepunkte blieben aber rar. Für den VfL setzte Daems den ersten Nadelstich. Der Kapitän zog aus 16 Metern beherzt ab, 05-Keeper Müller hatte bei diesem saftigen Schuss Mühe und brachte die Kugel erst im Nachfassen unter Kontrolle (14.). Zwei Minuten später drosch Arango das Leder nach einem Freistoß deutlich am Kasten vorbei (16.). In der Folgezeit nahm das Tempo in der Partie etwas ab. Beide Teams standen hinten sicher und duellierten sich vornehmlich im Mittelfeld, sodass es kaum zu Torraumszenen kam. Bis zur 26. Minute. Nach guter Flanke von Ring hätte de Camargo in der Mitte durchaus für die Führung sorgen können, doch der Angreifer verpasste das Leder um Millimeter. Wenige Minuten später hätte Choupo-Moting nach einem Stellungsfehler von Dante einnetzen können, doch zunächst bügelte der Neu-Bayer seinen Fehler gekonnt wieder aus, ehe der Mainzer den Rebound am linken Kreuzeck vorbei setzte (29.). Und zwei Minuten später zappelte der Ball dann in den Maschen - allerdings zur Freude der VfL-Fans in denen der Mainzer. Cigerci lupfte den Ball auf der linken Außenseite in den Lauf von Daems, der bis zur Grundlinie marschierte und die Kugel auf Reus zurücklegte. Die Rakete zündete sofort und hämmerte die Kugel, unhaltbar für den Mainzer Schlussmann, zur 1:0-Führung für den VfL ins rechte Eck (31.). Die Borussen blieben am Ball und kamen kurz darauf zu ihrem ersten Eckstoß, der jedoch zu keinem Ertrag führte (36.). Sechs Minuten später zappelte der Ball zwar im VfL-Tor, doch der vermeintliche Ausgleichstreffer von Szalai fand aufgrund von vorherigem Foulspiel des Ungarn keine Anerkennung (39.). Glück für die Borussen, die so nach 45 Minuten mit einer nicht unverdienten Führung in die Kabinen gingen. Die ‚Mainzelmännchen' hatten zwar lange mehr von der Partie, doch die Favre-Truppe kombinierte nicht nur vor der Führung ansprechend. Und für diese hatte Marco Reus mit seinem 17. Saisontreffer gesorgt, der gleichzeitig das 999. Bundesligator der Borussia auf fremden Plätzen insgesamt bedeutete. Zum zweiten Durchgang betraten beide Mannschaften unverändert das Spielfeld. Die Borussen begannen engagiert, leisteten sich aber zu viele Fehler im Aufbauspiel, die jedoch ohne Folgen blieben. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff bot sich die erste Möglichkeit in Form des zweiten Eckballs, der jedoch nichts einbrachte - Stranzl köpfte die Kugel knapp neben das Tor (52.). Kurze Zeit später machte sich Reus nach schönem Zuspiel von Arango alleine auf den Weg zu diesem, doch der Nationalspieler wurde von Noveski sauber vom Ball getrennt (53.). Zwei Minuten später zappelte die Kugel zum zweiten Mal im Tor der Gastgeber, doch der vermeintliche Treffer von Ring fand wegen Abseits zurecht keine Anerkennung (55.). Und hatte die nächste Ecke zunächst nichts eingebracht, so erhöhte Reus sechs Minuten später mit seinem 18. Saisontreffer nicht ‚nur' auf 2:0, sondern trug sich auch mit dem bis dato 1.000 Bundesliga-Auswärtstreffer in die Geschichtsbücher des VfL ein. Neustädter passte exakt in die Schnittstelle der Abwehr auf Reus, der in den Strafraum eindrang und die Kugel an Müller vorbei ins rechte Eck schlenzte (61.). Auch die nächste dicke Möglichkeit gehörte dem VfL, der nun das Geschehen klar diktierte. Arango setzte Ring mit einem Traumpass in Szene, doch der Finne scheiterte im Eins-gegen-Eins am glänzend reagierenden Müller (67.). Doch zwei Minuten später musste sich der Mainzer Keeper zum dritten Mal geschlagen geben. Der starke Reus bediente de Camargo mit einem tollen Pass im Strafraum, der belgische Nationalspieler blieb vor dem Tor eiskalt, ließ Müller keine Chance, und vollendete zum 3:0 für den VfL (69.). Damit war die Messe in Mainz gesungen. Lucien Favre nahm unterdessen drei Wechsel vor. Korb, Wendt und Herrmann kamen für die starken Youngster Cigerci und Ring sowie für Arango (73., 79.). Derweil spielten die überlegenen Borussen ihren Stiefel locker runter und ließen bis zum Schluss nichts mehr anbrennen. So blieb es beim völlig verdienten 3:0-Sieg für die Borussen, die sich also im 1500. Bundesligaspiel mit einem Dreier und mit insgesamt erstmals seit der 3-Punkteregel mit 60 Punkten als Tabellenvierter von der 49. Bundesliga-Saison in die Sommerpause verabschieden - überragend und ein toller Erfolg... Die Kurzstatistik zum Spiel: 1.FSV Mainz 05: H. Müller - Posp?ch, Kirchhoff, Noveski, Fahti - Baumgartlinger (64. Polanski) - Caliguri (64. Ivanschitz), Soto - N. Müller - Szalai, Choupo-Moting (57. Malli) Weiter im Kader: Wetklo (ETW), Bungert, Allagui, Ujah Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Ring (73. Wendt), Neustädter - Cigerci (73. Korb), Arango (79. Herrmann) - Reus, de Camargo Weiter im Kader: Heimeroth (ETW), Brouwers, Zimmermann, Younes Tore: 0:1 Reus (31.) 0:2 Reus (61.), 0:3 de Camargo (69.) Gelbe Karten: keine Bes. Vorkommnisse: keine Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding) |
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